Satellitenbahnen

Du stehst vor einer genauen Betrachtung eines intensiven und zugleich faszinierenden Asts der Physik: den Satellitenbahnen. Im Laufe dieses Artikels erhältst du eine eingehende Erklärung zu diesem Thema, beginnend bei der grundlegenden Definition, der Auswirkung auf die Astronomie und den verschiedenen Arten. Einfache erklärungen zur Struktur und Funktion werden ebenso behandelt, wie Hinweise zur Berechnung der Umlaufzeit und Höhe eines Satelliten. Zudem wirst du nützliche Formeln kennen lernen und schließlich den detaillierten Unterschied zwischen Satellitenorbits erkennen. Tauche ein in die Welt der Satellitenbahnen und entdecke die Physik dahinter.

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Inhaltsangabe

    Satellitenbahnen: Eine Definition

    Satellitenbahnen sind die Pfade, die von Satelliten um ein himmlisches Objekt - wie die Erde - genommen werden. Die genaue Form und Lage dieser Bahnen bestimmen Faktoren wie die Anziehungskraft des Zentralkörpers und die Geschwindigkeit des Satelliten.

    Was sind Satellitenbahnen?

    Um verstehen zu können, was Satellitenbahnen sind, muss zuerst der Begriff des Satelliten geklärt werden. Ein Satellit definiert sich allgemein als ein Objekt, das um einen größeren Körper kreist. Hierbei kann es sich sowohl um natürliche, wie zum Beispiel Monde, als auch um künstliche Satelliten handeln, die vom Menschen in den Weltraum geschickt wurden.

    Eine Satellitenbahn - auch Orbit genannt - ist der Pfad, den der Satellit um das größere Objekt (in den meisten Fällen die Erde) aufgrund der Wechselwirkung zwischen der Eigenbewegung des Satelliten und der Gravitation des Zentralkörpers nimmt.

    Ein Beispiel für eine Satellitenbahn wäre die Umlaufbahn des Mondes um die Erde. Aufgrund der Anziehungskraft der Erde bewegt sich der Mond auf einer elliptischen Bahn um unseren Planeten.

    Auswirkungen der Satellitenbahnen auf Astronomie

    Die Bahnen von Satelliten haben entscheidenden Einfluss auf die Astronomie und die Erforschung des Weltraums. Sie ermöglichen es uns, Daten und Messungen von Positionen und Bewegungsmustern von Himmelskörpern zu sammeln und zu analysieren.

    Ein spannendes Feld, in dem Satellitenbahnen eine wichtige Rolle spielen, ist die Erforschung exoplaneter Systeme. Exoplaneten sind Planeten, die einen anderen als unseren eigenen Stern umkreisen. Indem Astronomen die Bahnen von Satelliten und deren Veränderungen verfolgen, können sie Rückschlüsse auf die Anzahl und Eigenschaften der Planeten in diesen Systemen ziehen.

    Arten von Satellitenbahnen

    Es gibt verschiedene Arten von Satellitenbahnen, die sich je nach Distanz zur Erdoberfläche, Neigungswinkel und Form der Bahn voneinander unterscheiden. Hier sind drei der gängigsten Typen:

    Geostationäre Bahnen Diese Satellitenbahnen liegen in einer Höhe von etwa 36.000 km über der Erde. Sie drehen sich synchron mit der Erde, so dass sie aus unserer Perspektive gesehen immer den gleichen Punkt über dem Äquator abdecken.
    Polarbahnen Diese Bahnen verlaufen senkrecht zur Äquatorebene der Erde. Satelliten auf Polarbahnen können somit die gesamte Erde überstreichen und werden vorwiegend für Erdbeobachtungen und Klimastudien verwendet.
    Elliptische Bahnen Bei diesen Bahnen ist die Entfernung zum Zentralkörper variabel. Sie haben die Form einer Ellipse. Ein Beispiel dafür sind die Bahnen von Kommunikationssatelliten, die einen spezifischen Punkt auf der Erde über einen längeren Zeitraum abdecken sollen.

    Ein Paradefall für einen geostationären Orbit ist der Wettersatellit. Er steht scheinbar still am Himmel und deckt stets den gleichen Bereich der Erde ab. Das ermöglicht kontinuierliche Wetterbeobachtungen und Vorhersagen für dasselbe Gebiet.

    Insgesamt lässt sich also festhalten, dass Satellitenbahnen eine große Bedeutung für unser heutiges Verständnis von Astronomie und Weltraumforschung haben. Durch das Verständnis der Bahnen von Satelliten sind wir in der Lage, weit entfernte Planeten, Sterne und Galaxien zu analysieren und unser Wissen über das Universum zu erweitern.

    Satellitenbahnen einfach erklärt

    Um das Konzept der Satellitenbahnen in einfachen Worten zu erklären, kannst du dir Satelliten als kleine Objekte vorstellen, die um einen großen Körper, wie die Erde, kreisen. Diese Bahnen sind keineswegs zufällig, sondern folgen den Gesetzen der Physik, insbesondere der Gravitation. Je nach Geschwindigkeit und Ausrichtung des Satelliten formt die Schwerkraft der Erde die spezifischen Bahnen, auf denen sich diese Objekte bewegen.

    Struktur der Satellitenbahnen

    Die Struktur von Satellitenbahnen kann variieren, abhängig von Faktoren wie der Masse des Zentralkörpers (in den meisten Fällen die Erde), der Ausgangsgeschwindigkeit des Satelliten und dessen anfänglicher Entfernung zum Zentralkörper. Trotz dieser Variabilität folgen Satellitenbahnen den beiden Grundprinzipien der Orbitalbewegung:

    1. In Abwesenheit einer externen Kraft bewegt sich ein Satellit auf einer geraden Linie mit konstanter Geschwindigkeit.
    2. Die Gravitationskraft zieht den Satelliten ständig zum Zentralkörper, ändert seine Richtung, aber nicht seine Geschwindigkeit.

    Daher bewegen sich Satelliten tatsächlich auf einer kontinuierlichen Kurve um die Erde. Der genaue Verlauf dieser Kurve ist die Satellitenbahn. In den meisten Fällen ist diese Bahn eine Ellipse, aber sie kann unter bestimmten Voraussetzungen auch kreisförmig sein.

    Gelangt ein Satellit mit der richtigen Geschwindigkeit in die richtige Höhe, kann seine Bahn zu einem perfekten Kreis werden. Diese Bedingung wird als Kreisbahn bezeichnet.

    Die Internationale Raumstation (ISS) ist ein typisches Beispiel für einen Satelliten auf einer nahezu kreisförmigen Bahn. Sie umkreist die Erde in etwa 92 Minuten auf einer Höhe von circa 400 Kilometern.

    Beim Übergang von kreisförmigen zu elliptischen Bahnen spielen Keplers Gesetze eine entscheidende Rolle. Sie sagen voraus, dass die Bahnen der Planeten Ellipsen sind, mit der Sonne in einem der Brennpunkte. Dieses Gesetz lässt sich auch auf Satellitenbahnen um die Erde anwenden.

    Funktion der Satellitenbahnen

    Satellitenbahnen erfüllen eine Vielzahl von Funktionen, abhängig vom jeweiligen Satellitentyp und seiner Aufgabenstellung. Im Wesentlichen dienen die Bahnen zur Positionierung des Satelliten, damit er seine Aufgaben korrekt erfüllen kann. Viele Satelliten sind so konzipiert, dass sie ständig spezifische Bereiche der Erde abdecken, wobei die Auswahl der Bahn direkten Einfluss auf die Art der abgedeckten Regionen hat.

    1. Geostationäre Bahnen beispielsweise, werden in erster Linie für Kommunikations- und Wettersatelliten genutzt. Da sich diese Satelliten mit der Drehung der Erde bewegen, bleiben sie stets über demselben Punkt auf dem Äquator.
    2. Erdnahe oder niedrige Erdumlaufbahnen (LEO) sind beliebt für wissenschaftliche und erdbeobachtende Satelliten. In diesen Bahnen können Satelliten hochauflösende Bilder und Daten von der Erdoberfläche sammeln.
    3. Mittlere Erdumlaufbahnen (MEO) sind perfekt für Navigationssatelliten wie das GPS-System, da sie ein gutes Gleichgewicht zwischen Abdeckungsbereich und Signalstärke bieten.

    Die Funktion einer Satellitenbahn definiert sich also hauptsächlich durch ihre geographische Abdeckung und die Fähigkeit, die Aufgaben eines bestimmten Satelliten zu unterstützen.

    Der europäische Wettersatellit Meteosat, zum Beispiel, befindet sich auf einer geostationären Bahn. So kann er ständig den gleichen Bereich der Erde beobachten und kontinuierliche Wetterdaten liefern. Würde er auf einer nicht-geostationären Bahn fliegen, wäre eine durchgehende Wetterbeobachtung für spezifische Gebiete nicht möglich.

    Satellitenbahnen berechnen: eine Anleitung

    Zur Berechnung von Satellitenbahnen gehören mehrere Komponenten, wie die Umlaufzeit und die Höhe der Umlaufbahn eines Satelliten. Dabei handelt es sich um eine Berechnungsaufgabe, die auf den Gesetzen der Physik basiert, insbesondere auf den Newtonschen Gesetzen und den Keplerschen Gesetzen der Planetenbewegung.

    Die Umlaufzeit eines Satellits berechnen

    Die Umlaufzeit eines Satelliten bezeichnet die Dauer, die er benötigt, um einmal den Zentralkörper, in den meisten Fällen die Erde, zu umkreisen. Sie kann mithilfe des dritten Keplerschen Gesetzes berechnet werden. Dieses besagt, dass das Verhältnis der Quadrate der Umlaufzeiten zweier Satelliten gleich dem Verhältnis der Kuben ihrer mittleren Entfernungen vom Zentrum der Erde ist. Formell wird das durch die folgende Gleichung dargestellt:

    \[ \frac{T_1²}{T_2²} = \frac{r_1³}{r_2³} \]

    wo \(T_1\) und \(T_2\) die Umlaufzeiten und \(r_1\) und \(r_2\) die mittleren Entfernungen der Satelliten vom Zentrum der Erde sind. Wenn man diese Gleichung umstellt, um \(T_1\) zu berechnen und berücksichtigt, dass die Umlaufzeit eines Satelliten auf einer erdnahen Umlaufbahn in etwa 90 Minuten beträgt, erhält man die folgende Gleichung:

    \[ T_1 = 90 min \times \sqrt[3]{\frac{r_1³}{r_2³}} \]

    Hierbei ist die mittlere Entfernung \(r_1\) die Summe aus der Höhe des Satelliten über der Erdoberfläche und dem Erdradius und \(r_2\) ist der Erdradius.

    Angenommen, du möchtest die Umlaufzeit eines Wettersatelliten berechnen, der sich in 36.000 km Höhe über der Erdoberfläche befindet. Das Quadrat der gesuchten Umlaufzeit \(T_1²\) ergibt sich dann als Quotient aus dem Kubus der Entfernung des Satelliten vom Erdmittelpunkt und dem Kubus des Erdradius. Setzt du die Werte in die obige Formel ein und löst sie nach \(T_1\) auf, erhältst du die Umlaufzeit in Minuten.

    Die Höhe der Umlaufbahn eines Satellits berechnen

    Die Höhe der Umlaufbahn eines Satelliten bezeichnet die Entfernung des Satelliten von der Erdoberfläche. Sie kann ebenfalls mit Hilfe der Keplerschen Gesetze berechnet werden. Zunächst jedoch muss die Umlaufgeschwindigkeit des Satelliten bekannt sein.

    Zur Berechnung der Umlaufhöhe \(h\) wird die Formel für den Gravitationsradius verwendet, die unter Zuhilfenahme des zweiten Newtonschen Gesetzes \(F=m \cdot a\) und des Gravitationsgesetzes \(F=G \frac{m_1 \cdot m_2}{r^2}\) abgeleitet werden kann. Man erhält dann für \(r\):

    \[ r = \sqrt[3]{\frac{GM}{v^2}} \]

    Hierbei ist \(G\) die Gravitationskonstante, \(M\) die Masse der Erde, \(v\) ist die Umlaufgeschwindigkeit des Satelliten und \(r\) die gesamte Entfernung des Satelliten vom Erdmittelpunkt. Die Höhe der Umlaufbahn erhält man, wenn man vom gesamten Abstand \(r\) den Erdradius abzieht:

    \[ h = r - R \]

    mit \(R\) als dem mittleren Erdradius.

    Um zum Beispiel die Höhe eines Satelliten zu berechnen, der die Erde mit einer Umlaufgeschwindigkeit von 8 Kilometern pro Sekunde umkreist, setzt man die gegebenen Werte in die obige Formel ein und löst sie nach \(h\) auf. Damit erhält man die Höhe der Umlaufbahn in Kilometern.

    Zur Berechnung von Satellitenbahnen wird oft vereinfachend angenommen, dass die Erde eine perfekte Kugel ist und nur sie auf den Satelliten eine gravitative Kraft ausübt. In der realen Welt sorgen allerdings weitere Faktoren wie die Abplattung der Erde an den Polen und Gravitationskräfte anderer Himmelskörper oder der Sonne für Abweichungen, so dass die tatsächliche Bahn des Satelliten von der berechneten abweicht.

    Formeln für Satellitenbahnen

    Die Mathematik und Physik geben uns die Werkzeuge an die Hand, mit denen wir die Bahnen von Satelliten präzise vorhersagen und berechnen können. Insbesondere basieren diese Berechnungen auf den Grundgesetzen der Physik, wie den Newtonschen Gesetzen und den Keplerschen Gesetzen der Planetenbewegung.

    Relevante Formeln zur Berechnung von Satellitenbahnen

    Zu den wichtigsten Formeln, die bei der Berechnung von Satellitenbahnen zum Einsatz kommen, gehören das Zweite Newtonsche Gesetz, das Gravitationsgesetz, das dritte Keplersche Gesetz und die Vis-Viva-Gleichung.

    Das Zweite Newtonsche Gesetz lautet: \( F = m \cdot a \). Hierbei steht \( F \) für die auf ein Objekt einwirkende Kraft, \( m \) für die Masse des Objekts und \( a \) für die Beschleunigung, die es erfährt.

    Das Gravitationsgesetz, auch bekannt als das Universelle Gravitationsgesetz, lässt sich wie folgt formulieren: \( F = G \frac{m_1 \cdot m_2}{r^2} \). In dieser Gleichung symbolisiert \( F \) die zwischen zwei Massen \( m_1 \) und \( m_2 \) wirkende Gravitationskraft, \( r \) ist der Abstand zwischen den Massenmittelpunkten und \( G \) die Gravitationskonstante.

    Das Dritte Keplersche Gesetz sagt aus, dass das Verhältnis der Quadrate der Umlaufzeiten zweier Planeten gleich dem Verhältnis der Kuben ihrer mittleren Radien ist, also \( \frac{T_1²}{T_2²} = \frac{r_1³}{r_2³} \).

    Die Vis-Viva-Gleichung verbindet die Geschwindigkeit eines Objekts auf einer elliptischen Umlaufbahn mit dessen Abstand zum Zentralkörper und der spezifischen Gesamtenergie. Sie lautet: \( v^2 = \mu \left( \frac{2}{r} - \frac{1}{a} \right) \), wobei \( v \) die Geschwindigkeit des Objekts, \( r \) dessen Abstand zum Zentralkörper, \( a \) die große Halbachse der Ellipse und \( \mu \) das Gravitationsparameter ist.

    Wenn du beispielsweise die Geschwindigkeit eines Satelliten auf einer Kreisbahn um die Erde bei einer gegebenen Höhe über der Erdoberfläche berechnen möchtest, kannst du die Vis-Viva-Gleichung verwenden. In diesem Fall ist der Abstand \( r \) gleich der Summe aus der Höhe und dem Erdradius und \( a \) ist gleich \( r \), da die Bahn kreisförmig ist. Dies reduziert die Gleichung auf \( v^2 = \mu / r \), aus der du die Geschwindigkeit \( v \) berechnen kannst, indem du \( \mu \) durch \( r \) teilst und die Quadratwurzel ziehst.

    Anwendung der Satellitenbahnen-Formel

    Die oben genannten Formeln kommen in der Praxis bei der Berechnung von Satellitenbahnen zum Einsatz, sei es zur Vorhersage der Position eines Satelliten zu einem bestimmten Zeitpunkt oder zur Planung von Satellitenmissionen. Dabei ist zu beachten, dass diese Formeln idealisierte Modelle sind, die die Komplexität der Realität nur annähernd abbilden können.

    Möchten Forscher zum Beispiel die Position eines Satelliten zu einem bestimmten Zeitpunkt vorhersagen, verwenden sie die Vis-Viva-Gleichung in Verbindung mit dem dritten Keplerschen Gesetz. Sie können die Umlaufzeit des Satelliten berechnen und dann die Position auf seiner Bahn abschätzen. Gleichzeitig können Satellitenanbieter diese Berechnungen nutzen, um beispielsweise geeignete Startfenster für neue Satelliten zu ermitteln oder den Kraftstoffverbrauch für Bahnmanöver vorherzusagen.

    Bei der Anwendung dieser Formeln müssen verschiedene Faktoren berücksichtigt werden, die zu Abweichungen führen können. Dazu gehören unregelmäßige Massenverteilungen im Erdinneren, die die Gravitationswirkung der Erde verändern, oder der Einfluss der Anziehungskräfte anderer Himmelskörper wie des Mondes und der Sonne. Daher verwenden Ingenieure in der Praxis meist komplexere Modelle, die diese und andere Faktoren berücksichtigen, um die Position und die Bewegung von Satelliten mit hoher Genauigkeit vorherzusagen.

    Der Satellitenorbit im Detail

    In der Weltraumforschung und -technik spielt der Begriff des Satellitenorbits eine entscheidende Rolle. Der Orbit, auch Umlaufbahn genannt, ist der Pfad, den ein Satellit aufgrund der Gravitationskräfte um ein zentrales Objekt, in den meisten Fällen die Erde, einschlägt. Durch die kluge Gestaltung von Satellitenbahnen lassen sich verschiedene Ziele erreichen, sei es eine konstante Beobachtung eines festen Punkts auf der Erdoberfläche, die Erfassung von Daten über das gesamte Erdoberflächengebiet oder die Vermeidung von Kollisionen mit anderen Objekten im Weltraum.

    Attribute des Satellitenorbits

    Ein Satellitenorbit hat mehrere Attribute, die dessen Bewegung und Position im Weltraum beschreiben. Zu den wichtigsten gehören:

    • Die Halbachsen: Sie bescheiben die Größe der elliptischen Bahn. Die große Halbachse ist die Entfernung vom Zentrum der Ellipse zu einem der beiden Endpunkte, während die kleine Halbachse die Entfernung vom Zentrum zu einem der beiden Seitenpunkte ist.
    • Die Exzentrizität: Sie misst die "Abgeflachtheit" der Ellipse. Einem Kreis entspricht eine Exzentrizität von 0, während eine Parabel eine Exzentrizität von 1 hat.
    • Die Bahnebene: Sie ist eine imaginäre Fläche, die durch den Verlauf der Satellitenbahn definiert wird.
    • Das Perigäum und das Apogäum: Das sind die minimale und maximale Entfernung des Satelliten von der Erde auf seiner elliptischen Bahn.
    • Die Bahnneigung: Sie beschreibt den Winkel zwischen der Bahnebene des Satelliten und dem Äquator der Erde.

    Das Perigäum und das Apogäum sind Begriffe, die spezifisch für Orbits um die Erde verwendet werden. Bei der Umkreisung anderer Himmelskörper verwenden Astronomen andere Begriffe, wie Perihel und Aphel (für Orbits um die Sonne) und Periselene und Aposelene (für Orbits um den Mond).

    Ein Kommunikationssatellit auf geostationärer Umlaufbahn um die Erde hat beispielsweise eine große Halbachse, die gleich dem geostationären Radius ist, eine Exzentrizität von nahezu Null, was seiner Bahn eine nahezu kreisförmige Form verleiht, und eine Bahnneigung von ebenfalls nahezu Null, da seine Bahn direkt über dem Äquator verläuft. Sein Perigäum und Apogäum unterscheiden sich kaum, wodurch er stets die gleiche Distanz zur Erde einhält.

    Unterschiede zwischen Satellitenorbits

    Abhängig von ihrer spezifischen Ausrichtung, Neigung und ihrem Abstand zur Erde unterscheiden sich Satellitenorbits in unterschiedliche Typen, die jeweils für verschiedene Anwendungen geeignet sind:

    1. Geostationäre Orbits (GEO): Diese Orbits befinden sich in einem Abstand von etwa 36.000 Kilometern über dem Äquator und haben die Eigenschaft, dass ein Satellit entlang dieser Bahn immer über dem gleichen Punkt auf der Erdoberfläche bleibt. Daher werden sie hauptsächlich für Kommunikations- und Wettersatelliten verwendet.
    2. Erdnahe Orbits (LEO): Sie bestehen aus Orbits, die in einer Höhe von weniger als 2.000 Kilometern über der Erdoberfläche liegen. Aufgrund ihrer Nähe zur Erde sind LEOs ideal für die Erdbeobachtung und wissenschaftliche Experimente.
    3. Mittlere Erdumlaufbahnen (MEO): Diese Orbits liegen zwischen den LEOs und den GEOs und werden typischerweise für Navigationssatelliten wie die des GPS-Systems genutzt.

    Erdnahe Umlaufbahnen (Low Earth Orbit, LEO) sind Satellitenbahnen, welche nur geringfügig über der Erde verlaufen, typischerweise in einer Höhe von etwa 200 bis 2.000 Kilometern.

    Ein Beispiel für einen Satelliten auf einer erdnahen Umlaufbahn ist das Hubble-Weltraumteleskop. Es befindet sich auf einer relativ niedrigen Orbit von rund 569 Kilometern Höhe, was es ideal für die Beobachtung des Weltraums bei minimaler atmosphärischer Störung macht.

    Die Wahl einer bestimmten Umlaufbahn für einen Satelliten hängt stark von dessen Funktion und den spezifischen Anforderungen seiner Mission ab. So bietet eine erdnahe Bahn beispielsweise Vorteile in Bezug auf die Bildauflösung für erdbeobachtende Satelliten und ermöglicht eine verbesserte Vermittlung von Signalen für Kommunikationssatelliten, erfordert aber auch eine höhere Geschwindigkeit zur Aufrechterhaltung der Bahn und führt zu einem erhöhten Luftwiderstand, der den Satelliten abbremsen kann.

    Satellitenbahnen - Das Wichtigste

    • Satellitenbahnen haben die Form einer Ellipse
    • Satellitenbahnen sind keineswegs zufällig, sondern folgen den Gesetzen der Physik, insbesondere der Gravitation
    • Die Struktur von Satellitenbahnen kann variieren, abhängig von Faktoren wie der Masse des Zentralkörpers, der Ausgangsgeschwindigkeit des Satelliten und dessen anfänglicher Entfernung zum Zentralkörper
    • Satellitenbahnen haben eine große Bedeutung für unser heutiges Verständnis von Astronomie und Weltraumforschung
    • Zur Berechnung von Satellitenbahnen gehören mehrere Komponenten, wie die Umlaufzeit und die Höhe der Umlaufbahn eines Satelliten
    • Relevante Formeln zur Berechnung von Satellitenbahnen beinhalten das Zweite Newtonsche Gesetz, das Gravitationsgesetz, das dritte Keplersche Gesetz und die Vis-Viva-Gleichung
    Häufig gestellte Fragen zum Thema Satellitenbahnen
    Welche Satellitenbahnen gibt es?
    Es gibt im Wesentlichen drei Arten von Satellitenbahnen: geostationäre Orbit (GEO), niedere Erdorbit (LEO) und mittlere Erdorbit (MEO). Darüber hinaus gibt es spezielle Bahnen wie den polaren Orbit, den sonnensynchronen Orbit und den hochelliptischen Orbit.
    In welcher Höhe sind die Satelliten?
    Die Höhe von Satelliten variiert je nach ihrer Funktion und Umlaufbahn. Niedrig fliegende erdnahe Satelliten (LEO) befinden sich in einer Höhe von etwa 160 bis 2.000 km, geostationäre Satelliten (GEO) fliegen in einer Höhe von etwa 35.786 km.
    Wie viele Umlaufbahnen gibt es?
    Es gibt drei Haupttypen von Umlaufbahnen für Satelliten: die geostationäre Umlaufbahn, die polare Umlaufbahn und die elliptische Umlaufbahn. Darüber hinaus existieren jedoch verschiedene Subkategorien und spezialisierte Bahnen.
    Wie weit sind die Satelliten von der Erde entfernt?
    Die Entfernung von Satelliten zur Erde variiert. Geostationäre Satelliten befinden sich in etwa 35.786 Kilometern Höhe. Niedrig fliegende Satelliten, sogenannte Low Earth Orbit (LEO) Satelliten, bewegen sich hingegen in Höhen von etwa 200 bis 2.000 Kilometern.
    Wie beeinflussen die Gesetze der Physik die Form von Satellitenbahnen?
    Die Gesetze der Physik, insbesondere das Newtonsche Gravitationsgesetz und das zweite Newtonsche Gesetz, bestimmen die Form von Satellitenbahnen. Diese Gesetze sorgen dafür, dass Satelliten auf elliptischen Bahnen um die Erde kreisen, wobei die Erde in einem der beiden Brennpunkte der Ellipse liegt.

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