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20 Jahrhundert Kunst

Im vorigen Jahrhundert ist einiges passiert. Soziale und politische Umbrüche, zwei Weltkriege, europäische Neuordnungen, das Ende der Industrialisierung und der Anfang der Konsumgesellschaft sowie der Digitalisierung: Das sind nur einige geschichtliche Ereignisse, die das 20. Jahrhundert prägten.

Auch in der Kunst hat sich im 20. Jahrhundert einiges geändert. Viele Kunstschaffende verarbeiteten die Entwicklungen ihrer Zeit mit individuellen, neuen Vorstellungen. Daraus entstanden über die Jahrzehnte neue Stile und Ideale, die sich unter anderem in knalligeren Farben, markanten und teils geometrische Formen oder einer schnelleren Malweise zeigten.

20. Jahrhundert Kunst – Historischer Überblick

Aus kunsthistorischer Sicht ist das 20. Jahrhundert vielseitig ausgelegt. Prägende geschichtliche Ereignisse haben immer wieder zu einer tiefen Veränderung in den verschiedenen Strömungen geführt. Im Allgemeinen wird zwischen der Kunst vor und nach 1945 unterschieden. Denn auch in der Kunstgeschichte war der Zweite Weltkrieg ein sehr einschneidendes Ereignis.

Zeitraum vor 1945 – Klassische Moderne Kunst

Mit der Jahrhundertwende bildete sich eine Bewegung in der Kunst, die den Anfang des 20. Jahrhunderts stark beeinflussen soll. Einzelne Künstlergruppen gruppierten sich in verschiedenen Zentren Europas, darunter Paris, Berlin, Zürich und Amsterdam. Die Künstlerinnen und Künstler der Moderne werden "Avantgardisten" genannt. Sie wollen die Kunst verändern, neue Ausdrucksmöglichkeiten erforschen und sich revolutionären Themen widmen. Sie alle verbindet die Ablehnung traditioneller Gestaltungsmittel und realitätsnaher Darstellungen, während sie parallel gemeinsam an einen Fortschritt glauben.

Der Begriff Avantgarde kommt aus dem Französischen und bedeutet so viel wie Vorhut. Im Militär wird dieser Begriff für jene Truppe verwendet, die als Erstes vordringt und damit auch den ersten Feindkontakt hat. Im Allgemeinen wird unter dem Begriff eine Gruppe an Menschen verstanden, die sich radikal gegen vorherrschende politische und gesellschaftliche Systeme stellt.

Die ersten Schritte avantgardistischer Kunst wurden bereits Ende des 19. Jahrhunderts gegangen. Zu den Wegbereitern der Moderne werden die Künstler Vincent Van Gogh, Paul Cézanne, Edvard Munch und Paul Gauguin gezählt. Sie begannen, mit neuen Ausdrucks- und Darstellungsformen zu experimentieren und legten damit die Grundsteine der modernen Kunst.

Europa befand sich vor dem Zweiten Weltkrieg im ständigen Umbruch. Vorangegangene Kriege, Kolonialisierung und politische Krisen zerrütteten das Gleichgewicht in Europa. Die Balkankrise und die Juli-Krise führten schließlich zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914. Die Industrialisierung bestimmte das gesellschaftliche Leben und verlangte den Menschen viel ab. Die Arbeit in Fabriken, unter schlechten Arbeitsbedingungen und mit niedrigem Lohn feuerten soziale Krisen an.

Scharen an Freiwilligen meldeten sich 1914 zum Kriegsdienst, darunter auch einige Künstler der Avantgarde. Das langsame Ausklingen der Kunstströmungen nach dem Krieg, war unter anderem dadurch begründet, dass einige Künstler im Krieg starben.

Die 20er-Jahre brachten neue politische Muster und Lebensstile mit sich. Absurdität und das Unterbewusstsein rückten in den Fokus der modernen Kunst. Viele Künstlerinnen und Künstler äußerten sich politisch in ihren Kunstwerken. Moderne Kunst wurde häufig zum Protestakt gegen die Regierung oder gegen höhere Gesellschaftsschichten genutzt.

Anfang der 1930er-Jahre ergriff Hitler die Macht und die Nationalsozialisten nahmen immer mehr gesellschaftlichen Raum ein. Moderne Kunst wurde als entartet oder schlicht falsch angesehen. Aufgrund dieser Ablehnung, der Verfolgung der Juden und schließlich dem Ausbruch des Krieges mussten viele Kunstschaffende der Moderne ihre Arbeit einstellen.

Zeitraum nach 1945 – Nachkriegszeit, Postmoderne und zeitgenössische Kunst

Der Zweite Weltkrieg hinterließ tiefe Narben in der Gesellschaft, auch in der europäischen Kunstwelt. Viele Künstlerinnen und Künstler immigrierten in den 30er- und 40er-Jahren in die USA, um vor den Nationalsozialisten und dem Krieg in Europa zu fliehen. Künstlerische Zentren in Europa wie Paris, Zürich oder Berlin verloren durch die politische Lage ihren Status. So wurde nach dem Krieg unter anderem New York zu einem neuen Schauplatz für moderne und aktuelle Kunstbewegungen.

Durch den wirtschaftlichen Aufschwung in den 50er-Jahren erlebte die Gesellschaft einen Wandel des Lebensstils. Konsum, Werbung und Wohlstand rückten in das Licht der Künste und wurden beispielsweise in Werken der Pop-Art verarbeitet. Gleichzeitig wurden die Geschehnisse und traumatischen Erfahrungen des Krieges von einigen Kunstschaffenden in ihren Werken aufgenommen. Auch der Kalte Krieg und die anhaltenden politischen Spannungen in den 70er- und 80er-Jahren wurden immer wieder aufgegriffen.

Wie schon in der Zeit der Klassischen Moderne entwickeln sich nach dem Krieg viele Stilrichtungen gleichzeitig. Die Grenzen zwischen ihnen lösten sich immer stärker auf und eine klare Zuordnung der Kunstwerke in bestimmte Stilrichtungen wurde zunehmend schwieriger. Der Zeitraum nach dem Zweiten Weltkrieg wird daher oft auch als Postmoderner Pluralismus bezeichnet.

In der Erklärung über den "Postmodernen Pluralismus" erfährst Du mehr über den geschichtlichen Hintergrund und die unterschiedlichen Stilrichtungen.

20. Jahrhundert Kunst – Kunststile und Kunstströmungen

Die bildende Kunst des 20. Jahrhunderts ist reich an unterschiedlichen Kunststilen und übertrifft so die Diversität der Kunstlandschaft des 19. Jahrhunderts. Im 20. Jahrhundert wird deshalb seltener von Kunstepochen, als von Kunststilen oder Strömungen gesprochen. Während sich Anfang des 20. Jahrhunderts in der Klassischen Moderne noch viele Kunststile voneinander trennen lassen, nähern sich die Stile und Strömungen in den folgenden Jahrzehnten an oder beeinflussen sich zunehmend gegenseitig.

Die Kunst ab 1945 lässt sich immer schwieriger bestimmten Strömungen zuordnen. Häufig handelt es sich um ein Nebeneinanderexistieren von unterschiedlichen künstlerischen Richtungen. Ein gemeinsamer Stilkonsens lässt sich nur selten finden.

Der Fauvismus

Die Strömung des Fauvismus wird oftmals auch als erste Bewegung der Klassischen Moderne bezeichnet. In Paris bildete sich 1905 eine Gruppe von Künstler und Künstlerinnen, darunter die Maler Henri Matisse, André Derain und Maurice Vlaminck. Die Gruppe bestand nur bis 1907. Ihre Kunst wurde zu einem Skandal, sie wurden als "Les Fauves", auf Deutsch als "Die Wilden/die Biester" verspottet.

Sie schockierten mit ihren neuen Maltechniken und einem neuartigen Kunstverständnis: Ausdrucksstarke Farben, kraftvolle Linien bzw. Formen und eine starke Pinselführung lassen sich in den fauvistischen Werken finden. Die Fauvisten malten instinktiv und ihrem Gefühl folgend. Dabei entfernten sie sich von dem Naturvorbild und malten mithilfe von Farben und Formen, was sie fühlten.

In diesem Beispielwerk von Henri Matisse (1869–1954), erkennst Du die experimentierfreudige Farbigkeit und Pinselführung des Fauvismus. Zwischen den Farben Blau und Orange entsteht ein Kalt-Warm-Kontrast, ein Komplementärkontrast ist ebenfalls zwischen den Farben Grün und Rot unten im Bild zu erkennen.

20 Jahrhundert Kunst Expressionismus Fauvismus Henri Matisse StudySmarterAbbildung 1: Beispielwerk FauvismusHenri Matisse: "View of Collioure" (1905)Öl auf Leinwand, 59,5 x 73 cm Hermitage Museum, St. Petersburg

Der Expressionismus

Der Expressionismus (1905–1925) war eine Stilrichtung, die vorwiegend in Deutschland wirkte. Inspiriert von den Fauvisten in Frankreich ging es im Expressionismus um den Ausdruck der Gefühls- und Gedankenwelt. Dies wurde zum elementaren Gestaltungsmittel der Expressionisten und zeigte sich in den Werken in Form von ausdrucksstarken Farben, Formen und Kontrasten. Auch sie brachen dabei mit den traditionellen akademischen Kunstvorstellungen.

Es bildeten sich bald zwei Künstlergruppierungen, die die Kunst in Deutschland maßgeblich prägten: "Die Brücke" und "Der blaue Reiter".

"Die Brücke" war ein Künstlerverbund in Dresden. Zu ihm gehörten Künstler wie Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff, Max Pechstein und Emil Nolde. Ihre Werke zeigen oftmals düstere Farben, mit einem Hang zur Depressivität. Die Malweise ist schnell, hektisch und immer von Spontanität geleitet. Thematisch beschäftigten sie sich viel mit den Themen ihrer Zeit: die Modernisierung, Technik sowie gesellschaftliche Krisen.

"Der Blaue Reiter" war ein Bund von Kunstschaffenden in München rund um die beiden Maler Franz Marc und Wassily Kandinsky. Ähnlich wie bei den Expressionisten der "Brücke" geht es bei den Künstlern und Künstlerinnen des "Blauen Reiters" um die Abbildung der inneren Sicht auf die Realität. Die Werke zeigen jedoch eine hellere Farbpalette und thematisch bewegten sie sich weniger im politischen Rahmen.

Ein berühmtes Gemälde des Expressionismus ist das Werk "Blaues Pferd I" (1911) von Franz Marc (1880–1916). Es zeigt den Einsatz von simplen Farben und markanten Formen. Marc ist bekannt für seine Tierdarstellungen mit unnatürlichen Farbgebungen.

20 Jahrhundert Kunst Expressionismus Blaues Pferd 1 Franz Marc StudySmarterAbbildung 2: Bekanntes Werk von Franz MarcFranz Marc: "Blaues Pferd I“ (1911)Öl auf Leinwand, 112 x 84.5 cmLenbachhaus, München

Eine ausführliche Erklärung zum Expressionismus findest Du auf StudySmarter: "Expressionismus Kunst"!

Der Kubismus

Der Kubismus ist eine Strömung, die 1906 in Frankreich begann und den fauvistischen Stil ablöste. Als Begründer des Kubismus werden die Künstler Pablo Picasso (1881–1973) und Georges Braque (1882–1963) angesehen. Sie fingen an, mit Formen, Farben und neuen Perspektiven zu experimentieren. Als Schlüsselwerk des Kubismus wird dabei Picassos Gemälde „Les Demoiselles d’Avignon“ angesehen, das 1907 entstand.

Der Kubismus lässt sich in zwei Stilrichtungen einteilen:

Analytischer Kubismus

Bei dieser Stilrichtung des Kubismus, die sich ab 1910 entwickelte, geht es um die Analyse der zu malenden Gegenstände. Sie wurden gedanklich in ihre Einzelteile zerlegt und danach wieder neu zusammengesetzt abgebildet. Zudem wurde versucht, eine gleichzeitige Darstellung von mehreren Ansichten eines Objektes zu malen (Simultanität). Die Farbpalette konzentrierte sich häufig auf Grau-, Braun- und Okertöne.

Synthetischer Kubismus

Ab 1912 entstand der synthetische Kubismus, der auf der Collagetechnik beruht. Einzelne Bildelemente wurden in freier Komposition zusammengesetzt, sodass sie sich gedanklich zu Gegenständen bzw. Personen zusammenfügen lassen (Synthese). In den Werken verwendeten die Künstlerinnen und Künstler unterschiedliche Materialien. Neben Braque und Picasso war auch der spanische Maler Juan Gris ein wichtiger Vertreter des synthetischen Kubismus.

Das folgende Werk des Künstlers Juan Gris (1887–1927) zeigt eine für den synthetischen Kubismus typische collagenartige Zusammensetzung von Bildelementen. Im Kubismus wurde häufig das Malen von Stillleben mit Alltagsgegenständen wie Musikinstrumenten, Gefäßen oder Zeitungen bevorzugt. Der Bildinhalt ist eher nebensächlich, es geht vor allem um die Umsetzung der Formen.

20 Jahrhundert Kunst Kubismus StudySmarterAbbildung 3: Beispiel für ein kubistisches WerkJuan Gris: "Gitarre und Klarinette“ (1920)Öl auf Leinwand, 73 x 92 cmKunstmuseum Basel

Wenn Du mehr über die Entstehung und die einzelnen Künstlerinnen und Künstler des Kubismus erfahren willst, sieh Dir die Erklärung "Kubismus Kunst" an!

Der Futurismus

Die Kunstbewegung des Futurismus begann 1909 und ging bis ca. 1944. Grundlage des Futurismus war das "futuristische Manifest" des Künstlers Filippo Tommaso Marinetti (1876–1944). Es handelte sich dabei um ein Schriftstück, welches 1909 in einer französischen Zeitung veröffentlicht wurde und einen neuen, progressiven Weg in der Kunst proklamierte.

Der Futurismus setzte sich mit den Themen der damaligen Zeit auseinander: Die Technik und Motorisierung veranlassten die Kunstschaffenden Motive zu malen, die Dynamik, Schnelligkeit und Bewegung ausdrückten. Dafür versuchten die Künstlerinnen und Künstler Bildinhalte simultan abzubilden, das heißt, sie malten beispielsweise mehrere Ansichten eines Objektes oder ganze Bewegungssequenzen gleichzeitig in einem Bild. Dies wird auch Simultanitätsdarstellung genannt.

Typisch für Werke des Futurismus war die Verwendung von vielen hellen und dunklen Farben in unterschiedlichen Intensitäten. Dadurch entstanden häufig Farbkontraste, wie der Qualitätskontrast, bei dem gedeckte Farben im Kontrast zu leuchtenden Farben stehen. In der Malerei wurden oftmals sogenannte Kraftlinien gemalt, die sich ausdrucksstark durch ein Bild zogen und häufig die Komposition dominierten.

In dem folgenden Werk von Umberto Boccioni (1882–1916) kannst Du starke Farbkontraste und Kraftlinien erkennen. Einzelne Formen dringen ineinander und durchschneiden sich gegenseitig. Die Komposition ist stark dynamisiert und überwältigt die betrachtende Person nahezu. Außerdem gibt es eine Simultanitätsdarstellung: Das Gesicht in der Mitte des Bildes wird in zwei verschiedenen Ansichten abgebildet.

20 Jahrhundert Kunst Futurismus Umberto Boccioni StudySmarterAbbildung 4: Werk des FuturismusUmberto Boccioni: „Simultaneous Visions“ (1912)60,5 x 60,5 cm Von der Heydt-Museum, Wuppertal

Wenn Du Dich mehr mit den Merkmalen des Futurismus beschäftigen möchtest, findest Du auf StudySmarter eine eigene Erklärung dazu: "Futurismus Kunst".

Der Dadaismus

Dadaismus oder auch Dada genannt war eine internationale antibürgerliche Protestbewegung. Sie wurde 1916 in Zürich von einer Gruppe Kunstschaffenden gegründet, darunter Hugo Ball, Emmy Hennings und Tristan Tzara. Die Dada-Bewegung rebellierte gegen die Gesellschaft und die Wertesysteme ihrer Zeit. Ziel der Bewegung war es, traditionelle, künstlerische Ausdrucksformen durch unkonventionelle Gestaltungs- und Aktionsformen aufzubrechen. Dafür nutzten die Künstlerinnen und Künstler unter anderem Satire und Parodie.

In den Kunstwerken kamen vorwiegend Collage- und Montagetechniken zum Einsatz. In der dadaistischen Collage wurden Bilder, Worte und Materialreste so kombiniert, dass ein scheinbar bedeutungsloser und uneinheitlicher Zusammenhang entstand. Im Arbeitsprozess war das wichtigste Gestaltungsmittel der Zufall.

Die Künstlerinnen und Künstler kombinierten ihre Gestaltungselemente losgelöst von Kompositionsüberlegungen. Unter anderem wurden einfache Gebrauchsgegenstände zur Kunst erklärt. Ein häufiges Motiv der dadaistischen Kunstwerke war die Maschine. Sie wurde als gefühlloser Automat angesehen und sollte die moderne Zeit anprangern.

Die Collage, von dem französischen Wort coller (= "kleben"), ist eine Technik, bei der verschiedene Materialien auf einen Untergrund geklebt und somit zu einer neuen Abbildung zusammengefügt werden. Die Materialien treten folglich in einen neuen Zusammenhang. Die Montage verfolgt dasselbe Prinzip, jedoch im dreidimensionalen Raum. Objekte und Gegenstände werden aus ihrem ursprünglichen Kontext herausgelöst und neu zusammengestellt.

Der Dadaismus hatte einige Zentren, darunter Zürich, Berlin, New York, Hannover, Köln, Dresden und Paris. Die Bewegung trieb die zufallsgesteuerte Kunstauffassung Anfang des 20. Jahrhunderts voran und gilt als Grundlage für den Surrealismus.

Sophie Taeuber-Arp (1889–1943) gehörte zu den bedeutendsten Künstlerinnen der Dada-Bewegung. Ihre Skulptur "Dada-Kopf" zeigt die scheinbar wahllose collagenartige Zusammenstellung von Farben, Formen und Materialien in einem dreidimensionalen Objekt.

20 Jahrhundert Kunst Dadaismus StudySmarterAbbildung 5: Dadaistisches WerkSophie Taeuber-Arp: „Dada-Kopf“ (1920)Öl und Metallicfarbe auf Holz, 29,4 x 14 cmMusée National d'Art Moderne, Paris

Der Konstruktivismus

Die Stilrichtung des Konstruktivismus entwickelte sich ab 1913 und hielt die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts an. Hauptsächlich entwickelte sich der Konstruktivismus in Russland und wurde dort auch für propagandistische Zwecke der Sowjetunion eingesetzt: Die konstruktivistische Kunst sollte das kommunistische Gedankengut in das Volk tragen.

Der Kommunismus ist eine politische Ideologie, die sich auf die Gleichheit aller Gesellschaftsmitglieder stützt und für die Idee eines Gemeineigentums steht. Die Ideologie wurde als offizielle Ausrichtung der damaligen Sowjetunion erklärt, obwohl es aufgrund der totalitären, diktatorischen Ausrichtung der Sowjetunion grundlegende Unterschiede zwischen der kommunistischen Theorie und dem tatsächlichen Kommunismus in der Sowjetunion gab.

In Deutschland und den Niederlanden arbeiteten die Kunstbewegungen des Bauhauses und die De-Stijl-Gruppe nach konstruktivistischem Stil. Dieser europäische Konstruktivismus wird auch analytischer Konstruktivismus genannt. Die Arbeit der europäischen Künstlerinnen und Künstler war zwar von der sowjetischen Kunst inspiriert, hatte aber keine Absichten der Propaganda.

Die De-Stijl-Gruppe war eine Vereinigung von Kunstschaffenden in den Niederlanden, die sich 1917 gründete. Grundlage ihrer Kunsttheorie war die geometrische Abstraktion in den Bereichen Kunst und Architektur. Im Vordergrund stand die Funktionalität, ähnlich, wie es bei den Theorien des deutschen Bauhauses der Fall war. Beeinflusst wurden sie unter anderem auch von den künstlerischen Theorien des expressionistischen Künstlers Wassily Kandinsky.

Charakteristisch für die konstruktivistische Malerei ist ein rationaler, kühler und ruhiger Ausdruck. Werke werden aus Farbflächen, Linien und geometrischen Grundflächen aufgebaut und verbleiben dabei ungegenständlich, das bedeutet, es lassen sich keine realen Abbildungen von Menschen oder Objekten ausmachen. Im Konstruktivismus wurden meist reine und einfache Farben benutzt.

Dieses Beispielwerk von Piet Mondrian (1872–1944), zeigt einen klaren Bildaufbau aus Rechtecken mit Primärfarben (gelb, rot und blau). Mondrian war Anhänger der niederländischen De-Stijl-Gruppe und ist bekannt für seine schlichten geometrischen Kompositionen – schwarze Linien auf weißen Hintergrund finden sich häufig in seinen Werken.

20 Jahrhundert Kunst Konstruktivismus StudySmarterAbbildung 6: Beispielwerk des KonstruktivismusPiet Mondrian: "Tableau I" (1921)Öl auf Leinwand, 103 x 100 cmKunstmuseum Den Haag

Der Konstruktivismus ist eine spannende Stilrichtung, die sich deutlich von anderen Strömungen der Moderne unterscheidet. Wenn Du mehr darüber erfahren möchtest, solltest Du Dir die Erklärung "Konstruktivismus Kunst" ansehen!

Der Surrealismus

Der Surrealismus ist eine Kunstströmung ab 1924, die sich mit der Unwirklichkeit und dem Übernatürlichen beschäftigte. Werke des Surrealismus waren vom Fantastischen und Unbewussten sowie von Träumen inspiriert und überraschen durch ungewöhnliche Darstellungen.

Ein Auslöser für die neue Denkweise der Surrealisten war die Erarbeitung der Psychoanalyse von Sigmund Freud. Die Künstlerinnen und Künstler teilten die Auffassung Freuds über die Macht des Unterbewusstseins und verarbeiteten dies in ihrer Kunst mit Motiven von Träumen, Rauschzustände, Begierden und Visionen.

Gegenstände, Landschaften oder Motive werden im Surrealismus häufig zusammenhangslos kombiniert. In der Malerei steht dies häufig im direkten Kontrast mit der Darstellungsweise: Bildelemente werden naturalistisch und realitätsnah gemalt, obwohl sie in der Realität häufig gar nicht in dieser Form vorkommen.

Ein Beispiel für diesen Kontrast zeigt das Werk "Die Beständigkeit der Erinnerung" (1931) von Salvador Dalí (1904–1989). Alle Gegenstände und die Landschaft sind realitätsnah gemalt, die Objekte selbst und ihre Zusammenstellung lassen sich jedoch so, wie im Bild dargestellt, nicht in der Realität finden.

Der Surrealismus hat keinen einheitlichen Stil, daher können nur schwer einheitliche Merkmale festgehalten werden. Grundsätzlich erkennst Du surrealistische Werke an einer oftmals bizarren Darstellungskombination. Die Werke erinnern an Traumwelten, Du findest beispielsweise verdrehte Perspektiven oder fiktive Wesen.

Alle Details und Hintergrundgeschichten zu der Kunstbewegung des Surrealismus findest Du in der Erklärung "Surrealismus".

Die Neue Sachlichkeit

Die Neue Sachlichkeit war eine Kunstbewegung, welche sich von den vorherigen stark expressionistisch-abstrakten Stilrichtungen abgrenzte. Künstlerinnen und Künstler der Neuen Sachlichkeit wie Otto Dix, Lotte Laserstein oder George Grosz besonnen sich größtenteils wieder auf die Darstellung der Realität.

Die Bewegung etablierte sich mit dem Ende des Ersten Weltkriegs und prägte die deutsche Kunst der Weimarer Republik. Demzufolge waren viele Kunstwerke der Neuen Sachlichkeit auch stark politisiert, um satirisch auf die sozialen und politischen Krisen der damaligen Zeit aufmerksam zu machen. Diese politische Strömung der Neuen Sachlichkeit wird auch "Verismus" genannt.

Innerhalb der Neuen Sachlichkeit gibt es keinen einheitlichen Stil. Das Hauptmerkmal liegt jedoch weitestgehend auf einer naturalistischen Darstellung. Die Motivwahl ging von Karikaturen, über Stillleben, bis hin zu Stadtlandschaften hinaus. Durch das veränderte Frauenbild in der Weimarer Republik wurden auch häufig emanzipierte Frauenporträts zu einem beliebten Motiv.

Auch in Nordamerika zeigt sich die Bewegung der Neuen Sachlichkeit durch einen äußerst realitätsnahen Malstil. Zu diesem berühmten Gemälde "American Gothik" werden Thesen zu verschiedenste Deutungen erhoben. Beispielsweise wird häufig angenommen, dass der Künstler Grant Wood (1891–1942) satirisch die amerikanische Lebensweise aufgriff, die wahre Bedeutung ist jedoch unbekannt und bleibt umstritten.

20 Jahrhundert Kunst Neue Sachlichkeit Grant Wood American Gothic StudySmarterAbbildung 7: Beispiel für Einfluss der Neuen Sachlichkeit über Deutschland hinaus Grant Wood: "American Gothic" (1930)Öl auf Hartfaserplatte, 78 cm x 65,3 cmArt Institute of Chicago, USA

Welche politischen Interessen die Künstlerinnen und Künstler der Neuen Sachlichkeit hatten und wie sich dies in ihrer Kunst äußerte, kannst Du in der Erklärung "Neue Sachlichkeit Kunst" nachlesen.

Der Abstrakter Expressionismus

Der abstrakte Expressionismus ist eine Kunstströmung der Malerei in den 1940er- und 1950er-Jahren in Nordamerika. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten und dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs immigrierten zahlreiche europäische Künstlerinnen und Künstler in die USA, davon viele nach New York. Einige amerikanische Kunstschaffende waren inspiriert von den künstlerischen Vorstellungen der Europäer und Europäerinnen und fingen an, abstrakte Malstile zu entwickeln.

Hauptmerkmal des abstrakten Expressionismus ist der Ausdruck des Unterbewussten und der Spontanität. Im Malprozess wurde nach dem Prinzip des surrealistischen Automatismus gearbeitet. Dies bedeutete, dass sich die Künstlerinnen und Künstler einer intuitiven Malweise hingaben und frei von (Vor-)Überlegungen malten. Im abstrakten Expressionismus geht es weniger um die Darstellung bestimmter Motive, als um den Ausdruck selbst.

Es gab zwei Maltechniken, die in der Kunstbewegung Anwendung fanden: das Action Painting und die Farbfeldmalerei:

Beim Action Painting wurde Farbe dynamisch auf den Bildträger aufgetragen – sie wurde gespritzt, geschüttet oder getropft. Außerdem gab es die sogenannte "Dripping-Methode", bei der Farbe durch Löcher in einer Farbdose auf die Leinwand getropft wurde.

Bei der Farbfeldmalerei wurden größere Farbfelder neben- oder übereinander auf der Leinwand angeordnet. Die Wirkung der Farbfeldmalerei ist ruhiger und wird häufig als meditativ bezeichnet.

Ein bekannter Künstler und Mitbegründer des Action Paintings ist Jackson Pollock (1912–1956). Er war bekannt dafür, große Werke mit der Dripping-Methode anzufertigen. Dafür legte er seine Leinwände häufig auf den Boden, um sie von allen Seiten bearbeiten zu können. Es entstanden viele stark dynamisierte Werke.

20 Jahrhundert Kunst Abstrakter Expressionismus Jackson Pollock Action Painting StudySmarterAbbildung 8: Bekanntes Werk von Jackson PollockJackson Pollock: „Number 1, 1950 (Lavender Mist)“ (1950)Öl, Emaille und Aluminium auf LeinwandNational Gallery of Art, Washington

Bei der Dripping-Methode werden Farbeimer oder sonstige Behälter mit Löchern versehen. Die Farbe kann so durch die Löcher auf die Leinwand tropfen und es entstehen fließende Linien. Mehr über Jackson Pollock und die Maltechniken des abstrakten Expressionismus findest Du in der Erklärung "Abstrakter Expressionismus Kunst"!

Die Pop-Art

Die Pop-Art verarbeitete in den 50er- und 60er-Jahren zentrale Themen der damaligen Zeit: Massenmedien, Konsumverhalten und Werbung. Die Bewegung entwickelte sich unabhängig voneinander in Großbritannien und den USA und wendete sich gegen die abstrakten Techniken der Vorgängerbewegung des abstrakten Expressionismus.

Die Pop-Art Kunst wollte einen Bezug zur Realität herstellen bzw. klare Bildobjekte aufweisen. Dafür wurden zumeist Bilder und Gegenstände des Alltäglichen, zum Beispiel Suppendosen, Straßenschilder sowie Logos, und der Popkultur, wie Comics, berühmte Persönlichkeiten und Zeitungen, in die Kunstwerke integriert.

Charakteristisch für die Werke der Pop-Art waren vorwiegend herausstechende, bunte Farben. Oft benutzten die Künstler und Künstlerinnen die Primärfarben Rot, Gelb und Blau. Primärfarben lassen sich nicht mischen oder durch die Kombination anderer Farben bilden. Dargestellte Gegenstände im Werk waren in einfachen Formen, flächig und ohne Tiefenwirkung abgebildet. Häufig kannst Du Ähnlichkeiten zu Comic-Grafiken finden, da viele Bildelemente von den Kunstschaffenden mit schwarzen Linien, den sogenannten Outlines, umrandet wurden.

Die Pop-Art hatte häufig einen gesellschaftskritischen Hintergrund. Auf satirische Art wurde auf aktuelle Themen innerhalb der Gesellschaft, Politik oder Kultur aufmerksam gemacht. Außerdem war Humor eine beliebte Ausdrucksform. Bekannte Künstler der Pop-Art waren beispielsweise Andy Warhol, Roy Lichtenstein oder David Hockney.

In diesem Werk von Roy Lichtenstein (1923–1997) erkennst Du deutlich die Merkmale der Pop-Art. Die verwendeten Farben sind klare Primärfarben. Das Porträt ist im Comic-Stil gemalt und die Bildelemente sind schwarz umrandet.

20 Jahrhundert Kunst Pop-Art Primärfarben Roy Lichtenstein Oh Jeff StudySmarter Abbildung 9: Merkmale der Pop-ArtRoy Lichtenstein: "Oh Jeff... I Love You, Too... But..." (1964)Öl und Magna auf Leinwand 121,9 cm x 121,9 cmPrivate Kollektion

Was Suppendosen mit Kunst zu tun haben und welche Merkmale die Pop-Art ausmacht, kannst Du Dir in der Erklärung "Pop Art" genauer ansehen.

Der Neo-Expressionismus/die Neuen Wilden

In den 1970er- und 1980er-Jahren fand eine Wiederbelebung der expressionistischen Kunst statt. Diese Bewegung wird Neo-Expressionismus bzw. Neue Wilde genannt. Die Kunstströmung war besonders in Europa und den USA stark vertreten und stellte sich dort gegen die zuvor vorherrschende Kunstrichtung der Konzeptkunst.

Die Konzeptkunst war eine Stilrichtung in den 1960er-Jahren. Bei der Konzeptkunst steht nicht das Kunstwerk, sondern die Konzepte und Ideen dahinter, im Vordergrund. Häufig lassen sich Werke in Form von Anleitungstexten, Schriftstücken oder Skizzenarbeiten finden.

Neo-expressionistische Bilder zeigen häufig figurative Darstellungen, oftmals in archetypischer und verzerrter Form. Die Farbe wurde zum Mittel des inneren Ausdrucks und wurde stark deckend aufgetragen. Auf großformatigen Bildern wurden unterschiedliche Materialien verwendet, darunter Stroh, Sand oder Holz. Die Werke gewannen dadurch an Dreidimensionalität.

Der Begriff archetypisch bedeutet so viel wie Urtyp oder ursprüngliches Muster. Archetypische Figuren entsprechen den Erwartungen unserer Vorstellungen von dem, was sie darstellen.

Georg Baselitz (*1938) ist ein bekannter Maler der neo-expressionistischen Bewegung in Deutschland. Er benutzt häufig expressive Farben und Farbkontraste, wie Du im folgenden Beispiel sehen kannst. Mit seinen auf dem Kopf stehenden Bildern wurde er in den 1970er-Jahren weltberühmt.

20 Jahrhundert Kunst Neo-Expressionismus StudySmarterAbbildung 10: Beispielwerk für den Neo-ExpressionismusGeorg Baselitz: "Orangenesser IV", 1981Öl auf LeinwandPinakothek der Moderne, München

Die Strömung des Neo-Expressionismus ist sehr divers und international aufgestellt. Wenn Du mehr darüber erfahren möchtest, kannst Du die Erklärung "Neo Expressionismus" lesen.

Der Postmoderne Pluralismus

Richtung Ende des 20. Jahrhunderts werden die Abgrenzungen und zeitlichen Einordnungen einzelner Kunststile immer schwammiger. Der Begriff der Postmoderne wird dem zeitgeschichtlichen Abschnitt ab etwa 1950 zugeordnet.

Viele Kunstwissenschaftlerinnen und Kunstwissenschaftler sehen die Postmoderne noch nicht als abgeschlossen, demzufolge befinden wir uns immer noch in der Postmoderne. Angesichts dessen wird die Postmoderne auch oft dem Begriff "zeitgenössische Kunst" gleichgesetzt.

Wichtig zu wissen ist, dass sich innerhalb der Postmoderne eine Vielzahl an Stilen parallel entwickelten und bis heute entwickeln. Oftmals werden vergangene Stile oder Bewegungen neu aufgegriffen – wie beim Neo-Expressionismus – oder mit neuen Techniken der modernen Zeit gearbeitet. Die Stilrichtungen beeinflussen sich dabei auch häufig gegenseitig.

Zu viele neue Begriffe, Fachwörter und Zeitangaben? Wenn Du Dir einen genauen Überblick über den Postmodernen Pluralismus verschaffen möchtest, sieh Dir die Erklärung "Pluralismus Kunst" an. Dort werden Dir alle Begriffe im Einzelnen erklärt und Du erfährst mehr Details zu den verschiedenen Kunstbewegungen.

Das folgende Bild zeigt Dir die bekanntesten Stilrichtungen der Postmoderne mit ihren zeitlichen Hochphasen:

20 Jahrhundert Kunst Stilpluralismus Postmoderne StudySmarterAbbildung 11: Stilpluralismus der Postmoderne in der Übersicht

20. Jahrhundert Kunst - Das Wichtigste

  • Das 20. Jahrhundert ist durch viele politische und gesellschaftliche Umbrüche geprägt, diese hatten häufig Auswirkungen auf die Kunst.
  • Viele Kunststile des 20. Jahrhunderts lehnen traditionelle Gestaltungsmittel und eine realitätsnahe Darstellung ab. Neue Farben, Formen und Malstile dominieren das künstlerische Schaffen.
  • Allgemein wird zwischen der Kunst vor und nach dem Zweiten Weltkrieg unterschieden.
  • Kunstbewegungen der Klassischen Moderne (1900–1945) sind der Fauvismus, der Expressionismus, der Kubismus, der Futurismus, der Dadaismus, der Konstruktivismus, der Surrealismus und die Neue Sachlichkeit.
  • Kunstbewegungen der Nachkriegszeit und Postmoderne (ab 1945/1950) sind der abstrakte Expressionismus, die Pop-Art und der Neo-Expressionismus. Weitere Stilrichtungen werden häufig unter dem Begriff des Postmodernen Pluralismus zusammengefasst.

Nachweise

  1. Hans-Heinrich Nolte (2009). Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts. Böhlau Verlag Wien.
  2. kunstunterricht.ch: Malerei der klassischen Moderne (07.06.2022)
  3. Abbildung 1: Beispielwerk Fauvismus; Henri Matisse: "View of Collioure" (1905) (https://en.wikipedia.org/wiki/File:Matisse_-_View_of_Collioure_(1905).jpg) (https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/)
  4. Abbildung 2: Bekanntes Werk von Franz Marc; Franz Marc: „Blaues Pferd I“ (1911) (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Franz_Marc_Blaues_Pferd_1911.jpg) (https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/)
  5. Abbildung 3: Beispiel für ein kubistisches Werk; Juan Gris: „Gitarre und Klarinette“ (1920) (https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:JuanGrisGuitarwithClarinetKuntsmuseu.jpg) (https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/)
  6. Abbildung 4: Werk des Futurismus; Umberto Boccioni: „Simultaneous Visions“ (1912) (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Umberto_Boccioni,_Visioni_simultanee_%28Simultanvisionen%29,_oil_on_canvas,_60.5_%C3%97_60.5_cm,_Von_der_Heydt_Museum.jpg) (https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/)
  7. Abbildung 5: Dadaistisches Werk; Sophie Taeuber-Arp: „Dada-Kopf“ (1920) (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Datei:Sophie_taeuber-arp,_testa_dada,_1920,_02.JPG) by Sailko (https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Sailko) licensed by CC BY 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/deed.de)
  8. Abbildung 6: Beispielwerk des Konstruktivismus; Piet Mondrian: "Tableau I" (1921) (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Tableau_I,_by_Piet_Mondriaan.jpg) (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/deed.de)
  9. Abbildung 7: Werk der Neuen Sachlichkeit; Grant Wood: "American Gothic" (1930) (https://en.wikipedia.org/wiki/File:Grant_Wood_-_American_Gothic_-_Google_Art_Project.jpg) (https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/)
  10. Abbildung 8: Bekanntes Werk von Jackson Pollock; Jackson Pollock: „Number 1, 1950 (Lavender Mist)“ (1950) (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lavender-mist.jpg) by Jackson Pollock (www.jackson-pollock.org) licensed by CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.en)
  11. Abbildung 9: Primärfarben in der Pop-Art; Roy Lichtenstein: "Oh Jeff... I Love You, Too... But..." (1964) (https://www.flickr.com/photos/24266175@N00/9281930281) von Gautier Poupeau (https://www.flickr.com/photos/lespetitescases/) unter der Lizenz CC BY 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/?ref=openverse)
  12. Abbildung 10: Beispielwerk für den Neo-Expressionismus; Georg Baselitz: "Orangenesser IV", 1981 (https://www.flickr.com/photos/westher/29697304446) by Esther Westerveld (https://www.flickr.com/photos/westher/) licensed by CC BY 2.0 (https://www.flickr.com/photos/westher/29697304446)

Häufig gestellte Fragen zum Thema 20 Jahrhundert Kunst

Die Modern beginnt in der Kunst Ende des 19. Jahrhunderts. Wenn von der Klassischen Moderne gesprochen wird, ist damit meist die avantgardistische Kunst Anfang des 20. Jahrhunderts bis etwa 1945 gemeint.

In der Kunst des 20. Jahrhunderts wird eher von einzelnen Kunstströmungen oder Stilen und weniger von Epochen gesprochen. Die häufig nebeneinander existierenden Stile und Strömungen des 20. Jahrhunderts lassen sich in die Klassische Moderne (1900–1945) und in die Kunstbewegungen der Nachkriegszeit und der Postmoderne (ab 1945/1950) einteilen. 

Bekannte Kunstwerke aus dem 20. Jahrhundert sind beispielsweise "Les demoiselles d'avignon" von Pablo Picasso, "Blaues Pferd I" von Franz Marc, "Die Beständigkeit der Erinnerung" von Salvador Dalí" oder "A Bigger Splash" von David Hockney.

Bekannte Künstlerinnen und Künstler, die im 20. Jahrhundert lebten und arbeiteten, waren beispielsweise Henri Matisse, Ernst Ludwig Kirchner, Wassily Kandinsky, Pablo Picasso, Georges Braque, Umberto Boccioni, Piet Mondrian, René Magritte, Salvador Dalí, Otto Dix, Lotte Laserstein, Jackson Pollock, Mark Rothko, Andy Warhol oder Georg Baselitz.

Finales 20 Jahrhundert Kunst Quiz

Frage

Was war der Hauptauslöser für die Entstehung der Neuen Sachlichkeit?

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Antwort

Als wichtigste Auslöser der Neuen Sachlichkeit gelten der Erste Weltkrieg und vor allem die gravierenden gesellschaftlichen Umbrüche, die auf ihn folgten.

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Frage

Was war der Gedanke hinter der Neuen Sachlichkeit?

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Antwort

  • keine emotionalen, abstrakten oder idealistischen Werte
  • Rückbesinnung
  • nur die objektive Realität zählt

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Frage

Was war die "Novembergruppe"?

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Antwort

Bei der Novembergruppe handelte es sich um eine im Dezember 1918 gegründete Gruppe von Künstler*innen, die eine soziale Revolution in Deutschland anstrebten. Sie etablierten die Neue Sachlichkeit als Kunstrichtung.

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Frage

In welchem Zeitraum lässt sich die Neue Sachlichkeit einordnen?

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Antwort

Der Zeitraum der Neuen Sachlichkeit kann grundsätzlich mit dem Zeitraum des Bestehens der Weimarer Republik gleichgestellt werden; also vom Jahr 1918 bis 1933.

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Frage

Wie entstand der Begriff "Neue Sachlichkeit"?

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Antwort

Der Begriff "Neue Sachlichkeit" wurde 1925 von Gustav Friedrich Hartlaub geprägt, welcher in diesem Jahr eine Ausstellung in Mannheim mit dem Titel "Neue Sachlichkeit. Deutsche Malerei seit dem Expressionismus" präsentierte.

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Frage

Was waren andere Vorschläge für die Benennung der Kunstepoche "Neue Sachlichkeit" und was wurde aus ihnen?

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Antwort

Weitere Vorschläge für den Titel der Kunstepoche waren "Neorealismus", sowie "Magischer Realismus". Aus letzterem bildete sich schließlich eine eigene Strömung innerhalb der Neuen Sachlichkeit.

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Frage

Was war die "Neue Frau"?

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Antwort

Die Neue Frau war ein Begriff für die Wandlung des Frauenbildes in der Weimarer Republik. Ihre Darstellung war ein beliebtes Motiv für Werke der Neuen Sachlichkeit.

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Frage

Welchen Einfluss hatte die Neue Sachlichkeit?

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Antwort

  • Inspiration für Künstler weltweit (z.B. Salvador Dali, Grant Wood)
  • nach dem Zweiten Weltkrieg lange in Vergessenheit geraten, dann kurzzeitige Aufmerksamkeit --> Inspiration für Kritischen Realismus und Fotorealismus
  • Nach erneutem Interessensabklang heutzutage wieder relevant

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Frage

Was sind Merkmale der Neuen Sachlichkeit?

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Antwort

  • kein eindeutiger Stil
  • viele verschiedene Motive und Medien je nach Künstler*in und Strömung

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Frage

Welche Strömungen gab es innerhalb der Neuen Sachlichkeit?

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Antwort

  • Verismus
  • Klassizismus
  • Magischer Realismus

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Frage

Was ist der Verismus?

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Antwort

  • Strömung mit Auseinandersetzung mit gesellschaftskritischen und politischen Themen
  • Geprägt von satirischen und provokanten Werken
  • "linker Flügel" der Neuen Sachlichkeit
  • Vertreter*innen z.B. Otto Dix, George Grosz, Jeanne Mammen

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Frage

Was ist der Klassizismus?

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Antwort

  • "Rechter Flügel" der Neuen Sachlichkeit
  • klassische Malweisen ohne politische Botschaften
  • Vertreter*innen z.B. Georg Schrimpf, Alexander Kanoldt

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Frage

Was ist der Magische Realismus?

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Antwort

  • Vermischung der objektiven Realität mit surrealen Elementen
  • Werke mit "magischer" Atmosphäre
  • Vertreter*innen z.B. Franz Sedlacek, Max Beckmann

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Frage

Wer war Otto Dix?

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Antwort

  • Vertreter des Verismus
  • Verarbeitete Erfahrungen im Krieg in seinen Werken
  • Durch Nationalsozialisten seines Amtes entlassen
  • Erhielt Auszeichnungen wie u.a. dem Großen Bundesverdienstkreuz

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Frage

Wer war Lotte Laserstein?

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Antwort

  • Thematisierte häufig die "Neue Frau" in ihren Werken
  • Wanderte nach der Machtübernahme nach Schweden aus
  • War als Porträtistin und Landschaftsmalerin tätig

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Frage

Wer war George Grosz?

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Antwort

  • Mitbegründer der Dada-Bewegung und Hauptvertreter des Verismus
  • Behandelte gesellschaftskritische Themen, meist in Form von Karikaturen
  • Wanderte nach der Machtübernahme in die USA aus

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Frage

Was ist der Expressionismus?

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Antwort

Der Expressionismus ist ein Kunststil, bei dem es um den Ausdruck des Kunstwerkes geht. Man ordnet den Expressionismus ungefähr zwischen 1905 und 1925 ein. Der/die Künstler*in möchte nicht unbedingt die reale Welt abbilden sondern ein Werk erschaffen, dass durch seine/ihre eigene Emotionen beeinflusst ist.

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Frage

Gegen was stellten sich die Expressionisten?

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Antwort

  • Bürgertum des Kaiserreichs
  • Industriellen Materialismus
  • Krieg

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Frage

Nenne vier Künstler die als Wegbereiter des Expressionismus gelten.

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Antwort

  • Vincent Van Gogh
  • Paul Gauguin
  • Paul Cézanne
  • Edvard Munch

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Frage

Mit welcher kunsthistorischen Epoche teilt der Expressionismus einige Ähnlichkeiten?

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Antwort

Romantik

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Frage

Was gilt als weltweit erstes expressionistisches Werk?

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Antwort

Edvard Munchs „Der Schrei“ (1893)

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Frage

Wer waren die Fauvisten?

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Die Fauvisten waren eine Gruppe junger Künstler in Paris um 1905. Durch ihre neuartige Kunst, geprägt von Farbigkeit und verzerrten Formen wurden sie von ihren Kritikern auch abwertend "Les Fauves", zu deutsch "Die Wilden/die Biester", genannt.

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Frage

Wie heißen die beiden Künstlergruppierungen des deutschen Expressionismus?

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Antwort

  • "Die Brücke"
  • "Der Blaue Reiter"

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Frage

Nenne drei Künstler der "Brücke"?

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Antwort

  • Ernst Ludwig Kirchner
  • Erich Heckel
  • Karl Schmidt-Rottluff
  • Max Pechstein
  • Emil Nolde

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Frage

Was haben viele Werke der "Brücke" farblich gemeinsam?

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Antwort

Oft lassen düstere Farbtöne depressive Grundstimmungen in den Werken entstehen.

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Frage

Nenne 3 Künstler*innen der Künstlervereinigung "Blaue Reiter"?

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Antwort

  • Franz Marc
  • Wassily Kandinsky 
  • Alfred Kubin
  • Gabriele Münter
  • August Macke
  • Heinrich Campendonk 
  • Alexej von Jawlensky

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Frage

Warum findet man häufig Tierbildnisse in den Werken von Franz Marc?

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Antwort

Marc war davon inspiriert, wie Tiere im Einklang mit der Natur leben und sich von ihrem Instikt leiten lassen.

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Frage

Ist der Surrealismus eine künstlerische Strömung des 20. Jahrhunderts, die als avantgardistisch angesehen wird?

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Antwort

Ja, richtig! 

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Frage

Ist der Surrealismus eine künstlerische Strömung, die nur in der Malerei stattfand?

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Antwort

Nein, der Surrealismus erstreckte sich über alle Gattungen der Bildenden Künste (Malerei, Bildhauerei, Baukunst usw.).

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Frage

In welches Jahrhundert ist der Surrealismus zeitlich einzuordnen?

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Antwort

In das 20. Jahrhundert! (Ab ca. 1924)

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Frage

Was bedeutet "surreal"?

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Antwort

Es bedeutet über oder neben der Wirklichkeit stehend. 

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Frage

Ist die Kunst des Surrealismus durch einen einheitlichen künstlerischen (Mal-)Stil oder durch eine gemeinsame Geistes- und Lebenseinstellung gekennzeichnet?

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Antwort

Die surrealistische Kunstströmung ist durch eine Lebens- und Geisteshaltung geprägt! 

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Frage

Was ist das Bestreben der surrealistischen Avantgardisten?

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Antwort

Die Künstler*innen wollen sich von traditionellen Normen ablösen und offen für das Unwirkliche, Absurde und Unterbewusste sein. Sie wollen einen neuen Blick auf die Welt und das Leben ermöglichen.

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Frage

Wer gilt als Gründer*in der surrealistischen Bewegung? 

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Antwort

Der Dichter und Schriftsteller André Breton

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Frage

Was hat der Dadaismus mit dem Surrealismus zu tun? 

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Antwort

Die Dada-Bewegung brachte viele Künstler*innen nach Paris. 

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Frage

Was hatte Filippo Tommaso Marinetti mit dem Surrealismus zu tun?

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Antwort

Nichts! 

(Auf Filippo Tommaso Marinetti geht die Entstehung des Futurismus zurück.) 

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Frage

Was hatte Sigmund Freud mit dem Surrealismus zu tun?

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Antwort

Die Surrealisten waren fasziniert und inspiriert von der Traumdeutung Freuds.

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Frage

Nenne mindestens drei typische Bildmotive des Surrealismus!

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Antwort

  • Unwirkliches und Übernatürliches
  • Träume und Visionen
  • Rauschzustände
  • Wünsche, Begierden und Leiden

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Frage

Werden die typischen Bildmotive in der surrealistischen Malerei gegensätzlich und zusammenhangslos oder kompositorisch logisch und ergänzend zueinander gezeigt?  

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Antwort

Die Motive werden typischerweise gegensätzlich und zusammenhangslos dargestellt.

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Frage

War Salvador Dalí ein bekannter Künstler des Surrealismus?

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Antwort

Ja!

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Frage

Gibt es bestimmte künstlerische Verfahren / (Mal-)Methoden in der surrealistischen Kunst und wenn ja, welche?  

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Antwort

Ja, gibt es: 

  • den Automatismus 
  • und den hyperrealistischen Stil.

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Frage

Was haben der Futurismus und der Surrealismus miteinander zu tun?

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Antwort

Beide sind Kunstströmungen der Avantgarde des 20. Jahrhunderts!

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Frage

In welchem Land entstand der Futurismus?

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Antwort

In Italien!

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Frage

In welchem Zeitraum fand in etwa der Futurismus statt? 

(Nenne Jahreszahlen!)

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Antwort

Von 1909 bis 1944.

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Frage

Von welchem Wort leitet sich der Name Futurismus ab und was bedeutet er im Deutschen?

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Antwort

Vom italienischen Wort futuro, deutsch: Zukunft!

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Frage

Wer gilt als der Gründer des Futurismus?

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Antwort

Filippo Tommaso Marinetti

(Er verfasste die Manifeste des Futurismus.)

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Frage

Von was wollten sich die Futuristen abwenden?

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Antwort

Von der Vergangenheit! Sie wollten die gesamte vergangene Kunst aufgeben (Museen, Denkmäler etc.).

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Frage

Was waren die Hauptthemen der futuristischen Kunst? 

Nenne min. 3 Charakteristika!

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  • Geschwindigkeit 
  • Dynamik
  • Lärm / Lautstärke 
  • Simultaneität (Gleichzeitigkeit) 
  • Bewegungen
  • Urbanisierung

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Frage

Welche Künstler*innen gehören zu den Vertreter*innen des Futurismus?

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Antwort

Giacomo Balla

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Frage

Welche Wirkung hatte der Futurismus auf Italien?

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Antwort

Durch die futuristische Bewegung hatten die italienischen Künstler*innen einen Vorsprung beim Anschluss an die internationale Moderne.

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