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Impressionismus Kunst

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Stell Dir vor, wie Du auf ein Gemälde blickst, das eine idyllische Szene eines Hafens am Morgen zeigt. Über den drei kleinen Booten, die vom Vordergrund in den Hintergrund des Bildes segeln, geht die Sonne auf. Im Hintergrund lassen sich große Schiffe erkennen. Ein Zusammenspiel von violetten und blauen Farbtönen mit orangefarbenen Akzenten wurde mit kleinen, kurzen Pinselstrichen auf dem Gemälde aufgetragen. Hast Du erkannt, um welches Gemälde es sich handelt? Beschrieben wird das Werk “Impression, Sonnenaufgang” des französischen Malers Claude Monet. Warum es als das Musterbeispiel schlechthin für die Epoche des Impressionismus gilt, erfährst du in der Erklärung!

Impressionismus – Definition und Zeitraum

Die Epoche des Impressionismus ist eine Strömung innerhalb der Kunst im 19. Jahrhundert. Sie wurde durch die Industrialisierung ausgelöst und durch ein großes Medienereignis beendet: die Pariser Weltausstellung im Jahr 1900.

Der Begriff “Impressionismus” stammt vom lateinischen Wort impressio (auf Deutsch übersetzt “Eindruck”). In der Kunst ist mit Impressionismus eine Stilrichtung gemeint, in der die Künstler*innen ihre spontanen Eindrücke und Sinneswahrnehmung als Momentaufnahme in ihren Kunstwerken festhielten.

In der Malerei des Impressionismus wurden neue Bildthemen entdeckt: Freizeit, Licht sowie Atmosphäre. Durch die neuen technischen Entwicklungen, unter anderem industriell hergestellte Farben und tragbare Staffeleien, konnten die Maler*innen unter freiem Himmel genau das malen, was sie in diesem Moment beobachteten.

In diesem Zusammenhang wird auch von Freilichtmalerei gesprochen. Die Künstler*innen konnten demnach draußen das Licht, den Schatten sowie die Atmosphäre in der Stadt oder auf dem Land beobachten und ihre Impressionen direkt auf ihre Leinwand übertragen.

Der Unterschied zwischen Impressionismus und Expressionismus:

  • Der Expressionismus (vom Lateinischen expressio für “Ausdruck”) ist nach dem Impressionismus, zu Beginn des 20. Jahrhunderts, entstanden.
  • Als Bildmotiv diente beiden Stilrichtungen häufig die Natur.
  • Impressionistische Künstler*innen hielten in ihren Kunstwerken ihre subjektiven Eindrücke eines Moments fest. Dabei stand, anders als in expressionistischen Werken, die Darstellung des Motivs als solches im Vordergrund.
  • Expressionistische Künstler*innen ließen hingegen das Motiv zum Ausdruck ihrer inneren Gefühlswelt werden.

Historischer Hintergrund des Impressionismus

Der zeitliche Rahmen der Entwicklung des Impressionismus ist auf die Jahre zwischen 1860 und 1900 festgelegt und hängt mit zwei wichtigen Ereignissen der Geschichte zusammen: Zum einen mit der industriellen Revolution in der Mitte des 19. Jahrhunderts, die sich über ganz Europa erstreckte. Zum anderen mit dem großen Medienereignis, der Pariser Weltausstellung im Jahr 1900.

Die Entstehung des Impressionismus

Der Beginn des Impressionismus wurde ausgelöst durch die industrielle Revolution in der Mitte des 19. Jahrhunderts, welche ganz Europa erfasste und den Weg in die Moderne ebnete.

Die industrielle Revolution begann ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und fand ihren Höhepunkt im 19. Jahrhundert.

Die technischen und kulturellen Innovationen veränderten und modernisierten das Leben der Menschen nachhaltig – das moderne Zeitalter begann. Die Industrialisierung führte zu einer dauerhaften Veränderung und Neuerung der wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse. Die Bevölkerungszahlen stiegen an und die Menschen siedelten auf der Suche nach Arbeit in die Städte um. Dadurch entstanden soziale Konflikte und gesellschaftliche Probleme wie Massenarmut.

Die Moderne als Beginn des Impressionismus

Die Anfänge des 19. Jahrhunderts waren bedeutend für die Schritte in Richtung Modernität. Die Industrie wurde durch Maschinen und neue Technik größer als je zuvor. Auch die Eisenbahn wurde zu dieser Zeit erfunden. In den einzelnen Ländern und sogar über die Ländergrenzen hinaus konnte somit schnell Ware von einem Ort zum nächsten transportiert werden. Außerdem konnten Bürger*innen aus der Stadt hinausfahren.

Die maßgebliche und dauerhafte Reform der wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse sowie der Arbeitsbedingungen und Lebensumstände veränderten die Gesellschaft und die Städte. Die stark beschleunigte Entwicklung von Technik und Produktivität brachte die Mobilität in die Stadt – Eisenbahnen und Bahnhöfe wurden in das Stadtbild integriert. Sie beschleunigten das Leben auf eine neue Weise.

Die moderne Stadt

Die Städte wuchsen stetig weiter. In Paris kam es aufgrund der stark steigenden Bevölkerungszahlen im Jahr 1848 sogar zur Revolution. Der Monarch Napoleon III. beauftragte deswegen die schnelle Modernisierung der Stadt.

Die moderne Stadt, z. B. das neue Paris, bestand nun aus einem geordneten Straßennetz mit integrierter Eisenbahn und neuen Bahnhöfen. Es entstanden die sogenannten Boulevards, Parks und mehrstöckige Häuser, die genug Platz für alle boten.

Impressionismus Beispiel für einen Boulevard gemalt von Claude Monet StudySmarterAbbildung 1: Beispiel für BoulevardQuelle: commons.wikipedia.orgClaude Monet: Boulevard des Capucines (1873)Nelson-Atkins Museum of Art, Kansas City, Missouri

Auch technische Neuheiten wurden in das Stadtbild integriert: Straßenlaternen, Bänke und große Uhren. Außerdem waren kleine Stände und Kioske kennzeichnend für eine moderne Stadt.

Das moderne Leben

Die Welt um die Menschen herum veränderte sich und ihr Leben ebenso. Neben der Arbeit gab es nun verschiedene Möglichkeiten für die Freizeitgestaltung. In den Städten konnte man sich verabreden, sich in großen Gruppen auf Plätzen treffen. Es gab Tanzabende, Restaurants und viele neue Möglichkeiten den Abend oder das Wochenende zu verbringen.

Zu dieser Zeit entstand das sogenannte “Flanieren”. Dabei liefen die Bürger*innen rastlos durch die Stadt oder passierten ohne ein bestimmtes Ziel Straßen und Plätze. Zwischen ihnen fuhren Kutschen und Karossen gemeinsam auf den gepflasterten Straßen.

Die gehobene Schicht der Bürger*innen sah sich die Stadt bei einem Spaziergang in moderner, repräsentativer Kleidung an. Sie blieben entweder allein, versammelten sich, besuchten Cafés und Ausstellungen oder fuhren mit der Eisenbahn auf das Land, um die Natur zu genießen.

Die Gruppe der Impressionisten und ihre Namensgebung

Seit ihrer Entstehung in der Renaissance dominierten in der Kunstwelt nach wie vor die Akademien. Die Jurys der verschiedenen Kunstakademien entschieden, welche Gemälde oder Plastiken sie als ausstellungswürdig für die Salons erachteten. Die neuen Motive, die neue Malart und die Lichtverhältnisse in den impressionistischen Werken stießen bei der Jury nur selten auf Gefallen. Demnach wurden in den Salons selten impressionistische Werke ausgestellt.

Anfang der 1860er-Jahre trafen sich allwöchentlich donnerstags Maler*innen im Café Guerbois in Paris, um sich über ihre Arbeiten zu unterhalten und neue Ideen zu entwickeln. Auch kamen sie zusammen, um den Kampf gegen die Akademie und den Salon weiter voranzutreiben. Sie alle hatten gemeinsam, immer wieder von den Kunstakademien abgelehnt zu werden. Heute werden viele dieser Maler mit impressionistischer Kunst verknüpft. Damals nannten sie ihre Gruppe Société anonyme des artistes, peintres, sculpteurs, graveurs was übersetzt heißt “Die anonyme Gesellschaft der Künstler, Maler, Bildhauer und Grafiker”.

Der Künstler Claude Monet schlug vor, eine eigene, selbstfinanzierte Gruppenausstellung zu veranstalten. Die Ausstellung fand in einem ehemaligen Atelier des berühmten Fotografen Paul Nadar am Boulevard des Capucines statt und lockte viele Besucher*innen an. Doch kamen – Berichten zufolge – die meisten Menschen nur, um sich über die neuartige, farbgeladene Malerei zu amüsieren.

Anders als bisherige Begriffe wie Realismus oder Naturalismus entstand die Bezeichnung Impressionismus nicht als programmatischer Name einer Bewegung. Der Name kam ereignisgebunden auf und sogar eher als Spott. Bei der Erstellung des Katalogs für die Ausstellung wollten die Künstler übliche Titel für ihre Kunstwerke vermeiden, so gab Claude Monet einem seiner Werke den Namen “Impression, Sonnenaufgang”. Erinnerst du dich noch an das Gemälde? Es wurde zu Beginn der Erklärung beschrieben.

Impressionismus Gemälde Claude Monet StudySmarterAbbildung 2: Impressionistisches Gemälde von Claude Monet Quelle: commons.wikimedia.orgClaude Monet: “Impression, Sonnenaufgang” (1872)Öl auf Leinwand, 48 x 63 cm Musée Marmottan Monet, Paris

Angeregt durch diesen Gemäldetitel nannte ein Kunstkritiker in einem Artikel in der Zeitschrift Charivari im Jahr 1874 die Veranstaltung erbost “Ausstellung der Impressionisten”.

Die Künstler der Gruppe, darunter Monet, Paul Cézanne, Edgar Degas und Auguste Renoir, waren weder mit der Rezeption ihrer Ausstellung zufrieden, noch waren sie mit dem Namen “Impressionismus” einverstanden. Dieser setzte sich allerdings binnen weniger Monate allgemein durch. Der Begriff bezeichnet eine Kunst, die hauptsächlich Motive aus der Natur oder aus dem Leben in der Großstadt darstellt.

Merkmale des Impressionismus

Wesentlich für die impressionistische Malerei ist der Eindruck einer Momentaufnahme und Bildthemen aus der Natur oder aus dem Leben der Großstadt. Licht und Atmosphäre werden in einer neuen Weise wiedergeben.

Der Eindruck einer Momentaufnahme entsteht durch ungewöhnliche, zufällig gewählt scheinende Bildausschnitte und durch alltägliche Szenen als Bildthema. Bis zu diesem Zeitpunkt malten Künstler*innen keine Alltagsszenen. Doch durch die Möglichkeit überall malen zu können, wo die Künstler*innen es wollten, widmeten sie sich neuen Bildthemen.

Die neuen industriell hergestellten Farbtuben ermöglichten es den Künstler*innen auch woanders zu malen als im Atelier. Sie konnten mit einem Farbkoffer und ihrer tragbaren Staffelei in die Natur fahren oder zu Plätzen in der Stadt und direkt vor Ort zeichnen, skizzieren oder malen.

Um die Wirklichkeit so wiederzugeben, wie sie ist, malten viele der Impressionisten unter freiem Himmel, en plein air. Die Freilichtmalerei (Pleinairmalerei) entstand. Beim Malen oder Skizzieren konnten die Maler*innen die Wirkung des Lichts beobachten und direkt festhalten. Viele der impressionistischen Bilder haben deswegen Licht und Atmosphäre als Bildthema.

Die impressionistische Malweise

Die Maltechnik und die Farbe sind charakteristische Merkmale der impressionistischen Malerei. Der Gebrauch von viel Farbe war einer der wichtigsten Neuerungen gegenüber den akademischen Regeln.

Der Gebrauch von viel Farbe war einer der Gründe, warum die Gemälde den Jurys nicht gefielen. Nach akademischen Regeln sollte Schatten schwarz gemalt werden und Objekte so, wie sie in üblicher Beleuchtung aussehen.

Die Impressionisten beobachteten jedoch viele Stunden lang das Licht und stellten fest, dass Objekte nicht immer die gleiche Farbe haben. Je nach Licht, nach Sonneneinstrahlung und Wetter verändert sich ihre Farbigkeit im Auge des Betrachtenden. Die Farbigkeit wird zum gestalterischen Mittel, um die wirklichkeitsgetreue Darstellung zu malen.

Die Aufhellung der Leinwand durch eine helle Grundierung war ebenfalls eine neue Entwicklung der Impressionisten, die den akademischen Vorgaben widersprach. In den vorhergehenden Epochen wurde mit dunklen Farben grundiert. Die helle Grundierung hatte strahlendere Farben zur Folge.

Ein weiteres wichtiges Merkmal der impressionistischen Malweise ist der Verzicht auf eine genaue Definition der Figuren und der Gegenstände im Bild. Die Konturen und Linien sind nicht mehr klar abgegrenzt voneinander. Die Umrisse des Dargestellten werden ungenauer und verschmelzen mit ihrer Umgebung.

Der Farbauftrag der Impressionisten wurde dicker und blieb in sichtbaren Pinselstrichen auf der Leinwand stehen. Durch das Auflösen der festen Linien der Konturen und durch den sichtbaren Pinselduktus, wurde die Wirkung der Farbe stärker. Der grobe und kurze Duktus der Pinselführung war für die Betrachter*innen von der akademischen Kunst des Salons neu und ungewohnt.

Der Begriff Pinselduktus beschreibt die Strichführung des Pinsels in der Malerei. Also wie der/die Künstler*in den Pinsel führt.

Den Pinselduktus kannst Du in die Beschreibung eines Gemäldes einbauen. Dafür gibt es mehrere Fachbegriffe:

  • grob oder fein
  • flächig
  • dynamisch und statisch
  • geordnet und ungeordnet
  • pastos (dick aufgetragen, deckend)
  • lasierend (durchsichtig)

Die charakteristischen Merkmale der Malweise der Impressionisten sind zum Beispiel in dem Porträtgemälde von Renoir, gemalt vom Künstler Frédéric Bazille im Jahr 1867, zu beobachten.

Abbildung 3: Beispiel für impressionistische MalweiseQuelle: commons.wikimediaFrédéric Bazille: “Porträt von Renoir” (1867)Öl auf Leinwand, 61,2 x 50 cm Musée d’Orsay, Paris

Die impressionistische Malweise in diesem Porträt ist durch die Verwendung von viel Farbe, die neben der Figur in den Vordergrund des Bildes rückt, zu erkennen. Auch der sichtbare Pinselduktus und die mit Weiß aufgetragene Helligkeit, durch die viel Licht ins Bild kommt, sind typisch impressionistisch. Trotz der eingefrorenen Bewegung des Porträtierten, hat das Bild durch den dynamischen Pinselduktus im Hintergrund viel Bewegung.

Die Perspektive in impressionistischen Werken

Auffallend und ungewöhnlich sind auch die Perspektiven der impressionistischen Malerei. Die impressionistischen Maler*innen wandten sich von der klassischen Perspektive – der Zentralperspektive – ab. Stattdessen zeigen viele impressionistische Gemälde Blickwinkel von oben (Vogelperspektive) oder von unten auf das Bildzentrum (Froschperspektive).

Die Bildthemen des Impressionismus

Die impressionistischen Künstler*innen hatten Interesse am Erfassen der Flüchtigkeit eines Moments und an der Bewegung. Sie malten die Veränderung des farbigen Eindrucks und widmeten sich neben dem Leben in der Großstadt, der Freizeit, der Natur und der Landschaft, aber auch den industriellen Neuerungen im Stadtbild und im sozialen Raum.

Es entsteht Claude Monets Bilderserie von Getreideschobern (1888 bis 1891), in denen er sich immer wieder dem gleichen Motiv zu verschiedenen Jahres- und Tageszeiten widmet, um die Veränderung des Lichts und der Atmosphäre festzuhalten.

Impressionismus Kunst Beispiel für Atmosphäre und Licht aus der Bilderserie Getreideschober Claude Monet StudySmarterAbbildung 4: Beispiel für Atmosphäre und LichtQuelle: commons.wikipedia.orgClaude Monet: “Getreideschober, Giverny, am Vormittag” (1889)Privatbesitz

Aber auch Bilder aus Fabriken, in denen der industrielle Fortschritt zu sehen ist, werden zu Bildthemen des Impressionismus. Ein Beispiel dafür ist das Gemälde “Eisenwalzwerk”, gemalt zwischen 1872 und 1875 vom Künstler Adolph von Menzel.


Impressionismus Kunst Beispiel Bildthema Industrialisierung Adolph Menzel StudySmarterAbbildung 5: Beispiel für ein Bildthema IndustrialisierungQuelle: commons.wikipedia.orgAdolph von Menzel: “Eisenwalzwerk” (1872–1875)Alte Nationalgalerie, Berlin

Die Lichtführung in der dunklen Fabrik, die Verwendung von viel Farbigkeit bei der Darstellung der Figuren und die sichtbar dicke Luft in der Fabrik, vermitteln einen besonderen Eindruck der Atmosphäre. Der Bildraum ist stark gefüllt und die Figuren sind in Bewegungen festgehalten als sei das Bild eine Momentaufnahme.

Merkmale der bildenden Kunst des Impressionismus

Die meisten bekannten impressionistischen Werke sind Gemälde, Skizzen und Grafiken. Doch auch im Bereich der Gattung der Plastik gab es berühmte Künstler*innen. Ein Beispiel dafür ist Auguste Rodin, der in der Plastik ebenfalls am Spiel mit Licht und Schatten interessiert war.


Impressionismus Kunst Beispiel für eine Plastik im Impressionismus Auguste Rodin StudySmarterAbbildung 6: Beispiel für eine Plastik im ImpressionismusQuelle: blog.staedelmuseum.deAuguste Rodin: “Balzac” (1897)Privatsammlung London

Seine Plastiken konzipierte er so, dass Licht und Schatten auf der Oberfläche der plastischen Werke Bewegungen entstehen lassen. Wie den impressionistischen Maler*innen dienten auch Rodin Naturstudien als Ausgangspunkt jedes Kunstwerks.

Vertreter des Impressionismus

Neben den bereits genannten und betrachteten berühmten Künstler*innen, wie zum Beispiel Claude Monet (1840–1926), Frédéric Bazille (1841–1870) und Auguste Rodin (1840–1917), gibt es weitere berühmte impressionistische Maler*innen:

Camille Pissarro

Camille Pissarro (1830–1903) war einer der produktivsten Maler des Impressionismus.

Abbildung 7: Vertreter des ImpressionismusQuelle: commons.wikipedia.orgCamille Pissarro: “Selbstporträt” (1872)Öl auf Leinwand, 55,5 x 46 cmMusée d'Orsay, Paris

Pissarro malte vor allem mit reinen und unvermischten Farben, also den Primärfarben. Diese setzt er in kurzen Pinselstrichen nebeneinander, sodass sich die Farbe erst im Auge des Betrachtenden seiner Bilder zusammensetzt. Er malte viel draußen am Hafen und studierte das Licht. Er entwickelte seine Malweise stetig weiter und widmet sich später der pointillistischen Malerei.

Die Stilrichtung und Malerei des Pointillismus entwickelt sich aus der impressionistischen Malerei und ist eine eigene kurzweilige Epoche, die auch Post-Impressionismus oder Neoimpressionismus genannt wird.

Sie hat ihre Hauptzeit in den Jahren von 1889 bis 1910.

Abbildung 8: Beispielbild für PointillismusQuelle: commons.wikipedia.orgGeorges Seurat: Ein Sonntagnachmittag auf der Insel La Grande Jatte (1884-1886)Öl auf Leinwand, 207,5 x 308,1 cmArt Institute of Chicago

Der kurze und auffällige Pinselduktus der impressionistischen Malerei wird verkürzt, bis er nur noch ein Punkt ist. Die vielen farbigen Punkte ergeben nebeneinander stehend Farben, Helligkeit und Darstellungen von Figuren. Aber im Gegensatz zum Impressionismus wird nicht mehr die realistische Momentaufnahme angestrebt, sondern eine durchdachte Bildkomposition.

Auguste Renoir

Auguste Renoir (1841–1919) ist einer der wenigen impressionistischen Maler, der im Pariser Salon, der Kunstakademie, mit seinen impressionistischen Werken Erfolg hatte.

Impressionismus Kunst Berühmter Vertreter des Impressionismus Auguste Renoir StudySmarterAbbildung 9: Berühmter Vertreter des ImpressionismusQuelle: artsandculture.google.deAuguste Renoir: Tanz im Moulin de la Galette (1876)Öl auf Leinwand, 131 x 175 cmMusée d'Orsay, Paris

Weitere bedeutende Vertreter*innen des Impressionismus sind: Alfred Sisley (1839–1899), Edgar Degas (1834–1917) und Paul Cézanne (1839–1906).

Der Künstler Édouard Manet (1832–83) wird oft als Vater des Impressionismus bezeichnet, nahm jedoch nie an einer der Gruppenausstellungen der Impressionisten teil. Er wird so bezeichnet, da seine Malweise und Bildthemen als wegbereitend für die Entwicklung und Etablierung der Impressionisten gilt.

In Deutschland wurde die Malerei des Impressionismus zum Beispiel durch Künstler wie Fritz von Uhde (1848–1911), Max Liebermann (1874–1935) und Lovis Corinth (1858–1925) ausgeübt.

Max Liebermann

Der Künstler Max Liebermann (1874–1935) war ein Maler und Grafiker und gehört zu den bedeutendsten Vertretern des deutschen Impressionismus.

Impressionismus Kunst Beispiel für einen berühmten deutschen Impressionisten Max Liebermann StudySmarterAbbildung 10: Beispiel für ein Gemälde eines berühmten deutschen ImpressionistenQuelle: commons.wikipedia.orgMax Liebermann: Selbstbildung (1934)Öl auf Leinwand, 92,1 x 73,3 cmTate Britain

Seine Bildthemen wandelten sich zur Zeit des Impressionismus weg von einfachen Handwerkern und Bauern, hin zu Freizeitmotiven. Sein Farbauftrag wurde lockerer und pastöser und seine Farbpalette wurde heller, so wie es die französischen Impressionisten vormachten.

Impressionismus - Das Wichtigste

  • Die Epoche des Impressionismus wurde durch die Industrialisierung ausgelöst.
  • Durch industriell hergestellte Farben und tragbare Staffeleien konnten die Maler*innen unter freiem Himmel genau das malen, was sie in diesem Moment beobachteten (= Freilichtmalerei).
  • Themen wie Freizeit, Großstadt, Landschaften und Wasser mit Spiegelungen sind klassische Bildmotive des Impressionismus.
  • Auch Licht, Schatten und Atmosphäre galten als beliebte Bildthemen des Impressionismus.
  • Merkmale impressionistischer Kunstwerke sind u. a. ein sichtbarer, kurzer Pinselduktus, die großzügige Verwendung von Farben und der Verzicht auf eine genaue Definition der Figuren und der Gegenstände.
  • Als wichtige Vertreter*innen des Impressionismus gelten z. B. Claude Monet, Auguste Renoir und Frédéric Bazille.

Impressionismus Kunst

Die Impressionisten widmeten sich nicht nur neuen Bildthemen wie Momentaufnahmen von Freizeit, Licht und Atmosphäre, sie entwickelten auch neue Gestaltungsmittel wie ungewöhnliche Blickwinkel und Perspektiven, Verwendung von viel Farbe und einen pastosen Pinselduktus. Diese Neuentwicklungen widersprachen dem Bekannten und der akademischen Kunstlehre, weswegen die Impressionisten kritisiert wurden.

Die überwiegenden Bildthemen des Impressionismus sind Freizeitmotive, die moderne Großstadt, Landschaften und Wasser mit Spiegelungen sowie im Allgemeinen Licht und Atmosphäre.

In Frankreich endete der Impressionismus in etwa mit der Pariser Weltausstellung im Jahr 1900. Allgemein lässt sich sagen, der Impressionismus wurde vom Pointillismus abgelöst, der etwa ab 1889 begann. 

Die Merkmale des Impressionismus sind die im Zentrum stehende Farbigkeit und das Interesse an Licht, Schatten und Atmosphäre. Viele impressionistische Werke widmen sich der Wiedergabe eines realistischen Moments und Themen des Alltags und der Freizeit. 

Finales Impressionismus Kunst Quiz

Frage

Wahr oder falsch?


Der Impressionismus ist eine avantgardistische Kunstströmung des 19. Jahrhundert.

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Antwort

Wahr!

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Frage

Was war der Auslöser für die Entstehung des Impressionismus?

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Antwort

Die Industrialisierung!

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Frage

Was waren die Bildthemen des Impressionismus?

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Antwort

Freizeit, Licht und Atmosphäre

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Frage

Was war eine neue Entwicklung für die Malerei des Impressionismus?  

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Antwort

Die Künstler*innen konnten dank tragbarer Staffeleien und Tubenfarbe draußen zeichnen und malen.

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Frage

Was versteht man unter "Pleinairmalerei" und "Freilichtmalerei"?

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Antwort

Die Begriffe bezeichnen Malerei, die unter freiem Himmel, also draußen, gemalt wurde.

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Frage

Wodurch wurden die Impressionisten bekannt?

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Antwort

Durch eine Gruppenausstellung 1874, die viele Besucher*innen anlockte, aber leider viel schlechte Kritik nach sich zog. Nichtsdestotrotz waren die Impressionisten danach bekannt.

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Frage

Woher kommt der Name der Epoche "Impressionismus"?

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Antwort

Der Name kommt von der 1. Ausstellung: Monet gab einem seiner ausgestellten Werke den Titel "Impression - Sonnenaufgang". Ein Kritiker der Ausstellung nahm diesen auf und nannte die Ausstellung spöttisch die "Ausstellung der Impressionisten". 

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Frage

Was macht den impressionistischen Pinselduktus aus?

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Antwort

Der Pinselduktus, also die Maltechnik des Auftrags, zeigt einen groben, flächigen Duktus, der als solcher zu erkennen ist und nicht vermischt wird. 

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