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Kernkraftwerke

In diesem Artikel erhältst du grundlegende Informationen über Kernkraftwerke. Dabei ist es das Ziel, komplexe physikalische Phänomene verständlich darzustellen, um ein breites Verständnis für die Thematik zu fördern. Es wird ausführlich auf den Aufbau und die Funktionsweise von Kernkraftwerken eingegangen, ergänzt durch historische und aktuelle Beispiele sowie eine Erörterung der Vor- und Nachteile dieser Art von Energieerzeugung.

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In diesem Artikel erhältst du grundlegende Informationen über Kernkraftwerke. Dabei ist es das Ziel, komplexe physikalische Phänomene verständlich darzustellen, um ein breites Verständnis für die Thematik zu fördern. Es wird ausführlich auf den Aufbau und die Funktionsweise von Kernkraftwerken eingegangen, ergänzt durch historische und aktuelle Beispiele sowie eine Erörterung der Vor- und Nachteile dieser Art von Energieerzeugung.

Kernkraftwerke: Eine Einführung

Kernkraftwerke sind komplexe Einrichtungen, die auf dem Prinzip der Kernspaltung basieren, um Energie zu erzeugen. Sie sind eine wichtige Quelle für elektrische Energie auf der ganzen Welt und spielen eine entscheidende Rolle bei der Reduzierung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen.

Ein Kernkraftwerk ist eine Anlage zur Erzeugung von elektrischer Energie durch Nutzung der Kernenergie.

Kernkraftwerke einfach erklärt

In Kernkraftwerken findet eine kontrollierte Kettenreaktion statt, bei der Energie freigesetzt wird. Diese Energie wird in Form von Hitze genutzt, um Dampf zu erzeugen. Dieser Dampf treibt dann eine Turbine an, die einen Generator zur Stromerzeugung betreibt.

Die Hauptkomponenten eines Kernkraftwerks sind der Reaktor, der die Kettenreaktion kontrolliert, die Kühlung zur Ableitung der Wärme, die Turbine und der Generator zur Umwandlung der Wärmeenergie in elektrische Energie.

Die genaue Funktionsweise und die verwendeten Materialien können von Kraftwerk zu Kraftwerk stark variieren. Dennoch basieren sie alle auf demselben grundlegenden Prinzip der Kernspaltung.

Ein gutes Beispiel für ein Kernkraftwerk ist das Kernkraftwerk Gravelines in Frankreich. Es ist das sechstgrößte Kernkraftwerk der Welt und besteht aus sechs Druckwasserreaktoren, die jeweils 910 MW Leistung erzeugen.

Kernkraftwerke Beispiele

  • Kernkraftwerk Gravelines, Frankreich
  • Kernkraftwerk Bruce, Kanada
  • Kernkraftwerk Kashiwazaki-Kariwa, Japan
  • Kernkraftwerk Palo Verde, USA

Beachte bitte, dass jedes einzelne Kernkraftwerk aufgrund von Unterschieden in Design, Technologie und Management unterschiedliche Vorteile und Nachteile hat.

Kernkraftwerke Liste

Kashiwazaki-Kariwa Japan
Bruce Kanada
Palo Verde USA
Gravelines Frankreich

Denke daran, dass Kernkraftwerke trotz ihrer Vorteile wie der geringen CO2-Emission und der hohen Leistungsdichte auch Nachteile wie den Umgang mit radioaktivem Abfall und potenzielle Sicherheitsrisiken haben. Es handelt sich also um eine Technologie, die sorgfältige Regulierung und ständige Überwachung erfordert.

Der Aufbau eines Kernkraftwerkes

Die Konstruktion und der Aufbau eines Kernkraftwerkes sind aufgrund ihrer Komplexität und der hohen Sicherheitsanforderungen sehr spezifisch. Ein Kernkraftwerk besteht aus mehreren Hauptkomponenten, die jeweils eine spezielle Funktion haben, um die Kettenreaktion zu steuern und die freigesetzte Energie in nutzbare elektrische Energie umzuwandeln.

Beim Aufbau eines Kernkraftwerkes sind die wichtigsten Komponenten der Kernreaktor, das Kühlsystem, die Turbine und der Generator sowie eine Reihe von Sicherheitssystemen.

Kernkraftwerk Aufbau: Der Grundriss

Der physikalische Aufbau eines Kernkraftwerkes kann je nach Design und Technologie variieren, aber es gibt dennoch grundlegende Komponenten, die in allen Kernkraftwerken zu finden sind. Hier ist ein allgemeiner Überblick über den Grundriss eines typischen Kernkraftwerkes:

  • Kernreaktor: Hier findet die eigentliche Kernspaltung statt, die die Energie erzeugt. Dies ist die aktivste Zone des Kraftwerks.
  • Kühlsystem: Seine Hauptfunktion besteht darin, die vom Reaktor erzeugte Wärme abzuleiten. Es handelt sich um eine Schleife, die den Dampf zu den Turbinen führt.
  • Turbine und Generator: Hier wird die vom Kühlsystem erhaltene Wärmeenergie in mechanische Energie und anschließend in elektrische Energie umgewandelt.
  • Sicherheitssysteme: Diese sind für den Betrieb eines Kernkraftwerks von entscheidender Bedeutung. Sie enthalten mehrere Barrieren, um die Freisetzung radioaktiver Materialien zu verhindern, sowie Notfallschutzmaßnahmen.

Ein Bespiel-Grundriss eines Kernkraftwerks könnte so aussehen: Im Zentrum der Anlage befindet sich der Kernreaktor. Rund um den Reaktor befinden sich das Kühlsystem und die Turbinen. Die Generatoren sind gewöhnlich außerhalb des Hauptgebäudes platziert, ebenso wie die meisten Sicherheitssysteme.

Kernkraftwerk Funktion und Arbeitsablauf

Die Funktion eines Kernkraftwerkes und sein Arbeitsablauf sind eng ineinander verwoben. Im Kernkraftwerk wird eine kontrollierte Kernkettenreaktion erzeugt. Hierbei spalten Neutronen schwere Atomkerne, was zu einer enormen Freisetzung von Energie führt. Diese Energie wird durch das Kühlsystem in Form von Hitze abgeführt, die dazu genutzt wird, Wasserdampf zu erzeugen.

Der Dampf strömt durch eine Turbine, die in Folge dessen zu rotieren beginnt. Diese Rotation wird in mechanische Energie umgewandelt, die wiederum durch einen Generator in elektrische Energie umgewandelt wird. Diese Energie wird schließlich in das Stromnetz eingespeist.

In einem realen Szenario könnte folgender Ablauf stattfinden: Der allgemeine Arbeitsablauf beginnt mit der Initiierung der Kettenreaktion im Reaktor. Weitere Neutronen treffen auf weitere Atomkerne, wodurch mehr Energie freigesetzt und die Reaktion aufrechterhalten wird. Die dabei entstehende Wärme wird zur Erzeugung von Dampf genutzt, der auf die Turbinenschaufeln trifft und sie in Bewegung setzt. Die Turbine ist mit einem Generator verbunden, der die mechanische Energie in elektrische Energie umwandelt.

Im Kernkraftwerk wird insbesondere das Prinzip der Kernspaltung veranschaulicht und genutzt: Wenn ein Neutron auf einen schweren Atomkern trifft, spaltet es diesen Kern und setzt dabei eine gewaltige Menge an Energie frei – eine Grundlage der Kernenergie. Bei diesem Prozess entstehen zusätzliche Neutronen, die ihrerseits weitere Atomkerne spalten können, womit eine Kettenreaktion in Gang gesetzt wird. Der trickreiche und zentrale Aspekt eines Kernkraftwerkes besteht darin, diesen Prozess zu kontrollieren und die entstehende Energie nutzbar zu machen.

Die Energieumwandlung in Kernkraftwerken

In einem Kernkraftwerk wird die Energie, die bei der Spaltung von Atomkernen freigesetzt wird, in elektrische Energie umgewandelt. Dieser Prozesses der Energieumwandlung ist sowohl komplex als auch faszinierend und veranschaulicht einige grundlegende Prinzipien der Physik.

Die Energieumwandlung in einem Kernkraftwerk bezieht sich auf den Prozess, durch den die Kernenergie von Atomkernen in elektrische Energie umgewandelt wird.

Kernkraftwerk Energieumwandlung: Von Kern zu Strom

Der Prozess der Energieumwandlung in einem Kernkraftwerk beginnt mit der Libertätion von Energie durch Kernspaltung. Hierbei wird ein schwerer Atomkern mithilfe von Neutronen gespalten, was eine erhebliche Menge an Energie freisetzt. Diese Energie wird in Form von Hitze aufgenommen und durch ein Kühlsystem, wie etwa Wasser, abgeleitet.

Das aufgeheizte Kühlmittel erzeugt Dampf, der eine Turbine antreibt. Diese Turbine ist wiederum mit einem Generator verbunden. Durch ihre Drehung erzeugt die Turbine mechanische Energie, die der Generator schließlich in elektrische Energie umwandelt. Diese elektrische Energie wird in das Stromnetz eingespeist und kann genutzt werden.

Hier ist ein sehr konkreter Beispielablauf: Im Kernreaktor befördert man Uran-235 oder Plutonium-239 mit Neutronen zur Spaltung. Diese Spaltung erzeugt eine große Menge Energie in Form von Hitze und Strahlung. Diese Energie wird durch ein Kühlmittel, oft Wasser, aufgenommen, was Dampf erzeugt. Dieser Dampf treibt eine Turbine an. Durch die Bewegung der Turbine wird ein Generator aktiviert, der die mechanische Energie in elektrische Energie umwandelt und sie ins Netz einspeist.

Kernkraftwerk Wirkungsgrad: Effizienz und wirtschaftlicher Aspekt

Der Wirkungsgrad eines Kernkraftwerks ist ein Maß dafür, wie effizient das Kraftwerk die aus der Kernspaltung gewonnene Energie in elektrische Energie umwandelt. Es ist ein wesentlicher Aspekt bei der Beurteilung der Gesamtleistung des Kraftwerks und seiner Wirtschaftlichkeit.

Wirkungsgrad ist das Verhältnis von nutzbarer Ausgangsleistung zu eingegebener Leistung in einem System. In einem Kernkraftwerk ist es das Verhältnis der erzeugten elektrischen Energie zur Energie, die durch die Kernspaltung freigesetzt wird.

Der Wirkungsgrad eines Kernkraftwerks hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Art des verwendeten Reaktor-Designs, der Qualität des eingesetzten Brennstoffs, der Effizienz des Kühlsystems und der Turbine sowie den Verlusten durch Strahlung und Wärme.

Im Allgemeinen liegt der Wirkungsgrad von Kernkraftwerken bei etwa 33 bis 37 Prozent, was bedeutet, dass etwa ein Drittel der durch die Kernspaltung erzeugten Energie tatsächlich in elektrische Energie umgewandelt und genutzt wird. Der Rest geht als Abwärme verloren.

Zum Vergleich: Der Wirkungsgrad von Kohlekraftwerken, einer anderen wichtige Form der Stromerzeugung, liegt im Bereich von 35 bis 45 Prozent. So sind Kernkraftwerke in Bezug auf den reinen Wirkungsgrad zwar weniger effizient als einige andere Methoden der Stromerzeugung, jedoch ihrer Fähigkeit zur kontinuierlichen Leistungserzeugung und der Fähigkeit, große Mengen an Strom mit sehr wenig Brennstoff zu produzieren, ist beispiellos.

Ein Kernkraftwerk mit einem Wirkungsgrad von 33 Prozent bedeutet, dass wenn 1 GJ (Gigajoule) an Energie durch Kernspaltung erzeugt wird, etwa 0,33 GJ als elektrische Energie genutzt werden können. Der Rest der Energie geht verloren, vor allem als Wärme. Dies zeigt, dass trotz der enormen Mengen an Energie, die durch Kernspaltung erzeugt werden können, die Technologie immer noch Herausforderungen in Bezug auf Effizienz und Energieverluste hat.

Historische und aktuelle Beispiele von Kernkraftwerken

Kernkraftwerke haben eine lange Geschichte und sind in vielen Ländern auf der ganzen Welt in Betrieb. Sie haben die Welt der Energieproduktion revolutioniert, obwohl sie auch ihre Herausforderungen und Kontroversen hatten. Einige sind historische Meilensteine, während andere aktuell sind und immer noch eine bedeutende Rolle in der Energieversorgung vieler Nationen spielen.

Kernkraftwerk Tschernobyl: Ein Rückblick

Das Kernkraftwerk Tschernobyl im Norden der Ukraine spielt eine tragische Rolle in der Geschichte der Kernenergie. Am 26. April 1986 ereignete sich eine katastrophale nukleare Kernschmelze, welche als das schlimmste Unglück in der Geschichte der zivilen Atomkraft gilt und weitreichende und lang anhaltende Auswirkungen hatte.

Das Kernkraftwerk Tschernobyl bestand aus vier RBMK-1000-Reaktoren, einem Typ von Hochleistungs-Graphitreaktoren, die für ihre Leistung, aber auch für ihre Instabilität und Gefahr bekannt sind. Bei der Katastrophe von 1986 geschah eine ungeplante Kettenreaktion im Reaktor 4, die zur Explosion des Reaktors führte und große Mengen radioaktiver Partikel in die Atmosphäre abgab.

Die Explosion und der darauffolgende Brand führten zur Freisetzung von großen Mengen an Radioaktivität, die sich über die Ukraine, Weißrussland, Russland und weiter über Europa verteilt hat. Die unmittelbaren und langfristigen Auswirkungen der Katastrophe sind enorm und weiterhin Gegenstand von Studien und Diskussionen. Seit dem Unglück wurde das Kernkraftwerk Tschernobyl stillgelegt und ist heute ein Mahnmal der Risiken der Kernenergie.

Zum Zeitpunkt der Explosion war das Kernkraftwerk Tschernobyl eines der größten Kernkraftwerke der Welt. Ursprünglich war geplant, das Kraftwerk auf sechs Reaktoren zu erweitern. Nach dem Unfall wurden diese Pläne jedoch auf Eis gelegt. Der Kontrollraum des Reaktors 4, in dem die Katastrophe ihren Anfang nahm, kann heute - stark verstrahlt und verlassen - als Teil von kontrollierten Touren besucht werden, ein düsteres Zeugnis einer der größten Katastrophen in der Geschichte der zivilen Kernenergie.

Aktive und stillgelegte Kernkraftwerke weltweit

Heute gibt es weltweit über 400 aktive Kernkraftwerke, die rund 10% der weltweiten Stromversorgung bereitstellen. Die meisten Kernkraftwerke sind in entwickelten Ländern in Betrieb, einschließlich der USA, Frankreich und Japan, aber auch viele aufstrebende Volkswirtschaften betreiben Kernkraftwerke.

Neben den aktiven Kernkraftwerken gibt es auch eine Anzahl von stillgelegten Kernkraftwerken. Die Stilllegung, oder Ausserbetriebnahme, eines Kernkraftwerks ist ein komplexer und zeitaufwändiger Prozess, der mehrere Jahrzehnte in Anspruch nehmen kann. Das liegt daran, dass sämtliches radioktives Material sicher entfernt und entsorgt werden muss.

Aktives Kernkraftwerk Land
Kernkraftwerk Taishan China
Kernkraftwerk Olkiluoto Finnland
Kernkraftwerk South Texas Project USA

Kernkraftwerke haben enorme Vorteile, insbesondere ihre Fähigkeit, große Mengen an Strom zu produzieren, gefolgt von der Tatsache, dass sie im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen keine Treibhausgase emittieren. Kernkraftwerke haben jedoch auch Nachteile und Herausforderungen. Dazu gehören die notwendige Regelung der Sicherheit, der Umgang mit radioaktivem Abfall und mögliche Unfälle wie die Katastrophen in Tschernobyl und Fukushima. Daher wird die Kernenergie weiterhin Gegenstand intensiver Debatten bleiben.

Ein interessantes Beispiel für ein aktives Kernkraftwerk ist das Kernkraftwerk Bruce in Kanada, das größte aktive Kernkraftwerk der Welt. Es besteht aus acht CANDU-Reaktoren, die zusammen eine maximale Kapazität von 6,34 GW haben. Ein Beispiel für ein stillgelegtes Kraftwerk ist das Kernkraftwerk Zion in den USA. Nach mehr als 20 Jahren Betrieb wurde es 1998 aus wirtschaftlichen Gründen stillgelegt, und der Prozess der Ausserbetriebnahme und Demontage hat seit 2010 begonnen.

Vor- und Nachteile von Kernkraftwerken

Wie jede Form der Energieerzeugung haben auch Kernkraftwerke ihre Vor- und Nachteile. Ihre Fähigkeit, große Mengen an Elektrizität zu produzieren und dabei wenig Treibhausgase auszustoßen, ist durchaus beeindruckend. Jedoch nicht ohne Kontroversen und Herausforderungen, insbesondere in den Bereichen Sicherheit, Abfallentsorgung und Umweltschutz.

Kernkraftwerke Vor- und Nachteile: eine Gegenüberstellung

Kernkraftwerke bieten eine Anzahl von Vorteilen, die sie zu einer attraktiven Option für die Stromerzeugung machen, insbesondere angesichts der wachsenden Sorgen um den Klimawandel und die Reduzierung der CO2-Emissionen. jedoch gibt es auch erhebliche Nachteile, die sie teilweise kontrovers machen.

Hier ist eine Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile von Kernkraftwerken:

  • Vorteile:
    • Hohe Energiedichte: Kernkraftwerke können enorme Mengen an Energie aus einer sehr kleinen Menge an Brennstoff erzeugen.
    • Wenig Treibhausgase: Im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen emittieren sie keine schädlichen Treibhausgase, die zur globalen Erwärmung beitragen.
    • Kontinuierliche Stromerzeugung: Sie können durchgängig große Mengen an Strom erzeugen, unabhängig von Wetter- oder Tageszeit.
  • Nachteile:
    • Radioaktiver Abfall: Kernkraftwerke erzeugen radioaktiven Abfall, der sorgfältig gelagert und über lange Zeiträume hinweg verwaltet werden muss.
    • Hohe Anfangsinvestitionen: Die Kosten für den Bau und die Inbetriebnahme eines Kernkraftwerks sind sehr hoch.
    • Potenzielle katastrophale Unfälle: Trotz strenger Sicherheitsmaßnahmen besteht immer noch das Risiko schwerwiegender Unfälle.

Das Kernkraftwerk Fukushima Daiichi in Japan ist ein dramatisches Beispiel für einige der Risiken der Kernenergie. Das Kernkraftwerk wurde 2011 durch einen Tsunami beschädigt, was zu einer Kernschmelze und zur Freisetzung von Radioaktivität führte. Auf der anderen Seite ist das Kernkraftwerk Palo Verde in den USA ein Beispiel für einen effizienten und sicheren Betrieb, der etwa ein Drittel des Stroms für den Bundesstaat Arizona erzeugt.

Kernkraftwerke und die Umweltauswirkungen

Die Auswirkungen von Kernkraftwerken auf die Umwelt sind komplex. Einerseits können sie helfen, die Emissionen von Treibhausgasen zu reduzieren, da sie im Betrieb keine CO2-Emissionen erzeugen. Andererseits erzeugen sie radioaktiven Abfall, der, wenn er nicht ordnungsgemäß verwaltet wird, erhebliche Umweltschäden verursachen kann. Außerdem können Unfälle in Kernkraftwerken gravierende und langfristige Auswirkungen auf die Umwelt haben.

Umweltauswirkungen von Kernkraftwerken beziehen sich auf die daran anknüpfenden ökologischen Effekte sowohl im normalen Betrieb als auch bei potenziellen Unfällen. Dazu gehören der Umgang mit radioaktivem Abfall, die thermische Verschmutzung von Wasserquellen durch Kühlwasser und die möglichen Effekte eines nuklearen Unfalls.

Einer der Hauptfaktoren, die die Umweltauswirkungen von Kernkraftwerken beeinflussen, ist die Art und Weise, wie sie abgebaut und entsorgt werden. Radioaktiver Abfall kann tausende von Jahren strahlend bleiben und muss daher sicher gespeichert werden, um Mensch und Umwelt zu schützen.

Ein weiterer Umweltfaktor ist die thermische Verschmutzung. Kernkraftwerke nutzen oft große Mengen Wasser zur Kühlung. Dieses Wasser, das oft aus einem nahegelegenen See oder Fluss entnommen wird, wird nach Gebrauch zurück in die Quelle geleitet. Da es wärmer ist, kann es die dortigen Ökosysteme schädigen.

Ein Beispiel für die Umweltauswirkungen von Kernkraftwerken ist das Kernkraftwerk Indian Point in den USA. Es ist bekannt, dass es etwa 2 Milliarden Gallonen Wasser pro Tag aus dem Hudson River entnimmt und es erwärmt zurückgießt, wodurch lokale Ökosysteme wie die Fischpopulationen beeinträchtigt werden. Andererseits hat es dazu beigetragen, die CO2-Emissionen der Region signifikant zu reduzieren, indem es fossile Brennstoffe ersetzt hat.

Ein interessanter Aspekt der Umweltauswirkungen von Kernkraftwerken betrifft die radioaktiven Abfälle. Obwohl sie oft als ein großes Problem dargestellt werden, erzeugen Kernkraftwerke tatsächlich relativ wenig Abfall, zumindest im Vergleich zu den Abfallmengen, die von anderen Energiequellen wie Kohle erzeugt werden. Das eigentliche Problem ist die Langlebigkeit dieses Abfalls und die Schwierigkeiten, ihn sicher zu lagern und zu verwalten.

Kernkraftwerke - Das Wichtigste

  • Kernkraftwerk bestehend aus Komponenten wie Kernreaktor, Kühlsystem, Turbine, Generator, und Sicherheitssystemen.
  • Funktion des Kernkraftwerks: Kontrollierte Kernkettenreaktion, Kernspaltung, Energieumwandlung von Wärme in mechanische und anschließend in elektrische Energie.
  • Energieumwandlung: Prozess der Umwandlung von Kernenergie in elektrische Energie durch Kernspaltung, Wärmeabfuhr, Dampferzeugung und Nutzung der mechanischen Energie der Turbine.
  • Der Wirkungsgrad eines Kernkraftwerks: Verhältnis von erzeugter elektrischer Energie zur durch Kernspaltung freigesetzten Energie.
  • Kernkraftwerk Tschernobyl: Beispiel für die potenziellen Risiken und Auswirkungen eines nuklearen Unglücks.
  • Vor- und Nachteile von Kernkraftwerken: Hohe Energiedichte und wenig Treibhausgasemissionen, aber Risiken durch radioaktiven Abfall und möglichen Unfällen.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Kernkraftwerke

Wenn ein AKW abgeschaltet wird, wird die Kettenreaktion im Reaktorkern gestoppt, indem die Steuerstäbe vollständig eingefahren werden. Aber die Abwärme von den radioaktiven Spaltprodukten muss weiterhin abgeführt werden, sonst droht eine Kernschmelze. Zudem muss das Abklingbecken, wo die abgebrannte Brennelemente gelagert werden, noch jahrelang gekühlt werden.

Kernkraftwerke gelten als umweltfreundlich, da sie eine bedeutende Menge an Energie mit sehr geringem CO2-Ausstoß erzeugen. Im Vergleich zu fossilen Brennstoffen führen sie nicht zur Emission von Treibhausgasen, die die Erderwärmung beschleunigen.

Atomkraftwerke produzieren radioaktiven Abfall, der tausende Jahre strahlt und für den es keine endgültige Entsorgungslösung gibt. Zusätzlich können Unfälle wie in Tschernobyl oder Fukushima katastrophale Auswirkungen auf Mensch und Umwelt haben.

Das erste kommerzielle Kernkraftwerk wurde von dem Physiker Enrico Fermi und seinem Team bei der US-amerikanischen Firma Argonne National Laboratory entwickelt. Es wurde 1954 in Obninsk, Russland, in Betrieb genommen.

Ein Atomkraftwerk erzeugt Energie durch Kernspaltung: Uran- oder Plutoniumkerne werden gespalten, wodurch Wärme freigesetzt wird. Diese Wärme wird dazu genutzt, Wasser zu erhitzen und Dampf zu erzeugen, der dann Turbinen antreibt, um Strom zu erzeugen.

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