Preiskrieg

In der Betriebswirtschaftslehre ist das Phänomen des Preiskriegs ein bekanntes und viel diskutiertes Thema. In diesem Artikel erläutert du die Definition des Preiskriegs, siehst dir Beispiele an und erfährst mehr über die verschiedenen Marktformen und wie sie sich auf den Preiskrieg auswirken. Außerdem werden die Konsequenzen eines Preiskriegs sowohl für Unternehmen als auch für den Markt und die Volkswirtschaft insgesamt beleuchtet. Es ermöglicht dir, Strategien zur Bewältigung eines solchen Phänomens zu entwickeln.

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Inhaltsverzeichnis
Inhaltsangabe

    Einführung in den Preiskrieg

    Du hast sicherlich schon den Begriff 'Preiskrieg' im Kontext der Betriebswirtschaftslehre gehört. Aber was verbirgt sich tatsächlich dahinter? In diesem Artikel erhältst du alle wesentlichen Informationen über den Preiskrieg, seine Auswirkungen und Strategien, wie Unternehmen damit umgehen können.

    Preiskrieg Definition

    Ein Preiskrieg bezeichnet eine Situation, in der Unternehmen im Wettbewerb stehen und ihre Preise aggressiv senken, um Marktanteile zu gewinnen oder zu halten. Dies kann sich negativ auf die Profitabilität aller Marktteilnehmer auswirken.

    • Häufig tritt ein Preiskrieg auf, wenn Produkte oder Dienstleistungen sehr ähnlich und leicht austauschbar sind (hohe Substituierbarkeit)
    • Preiskriege können eine kritische Phase für Unternehmen darstellen
    • Sie können indirekt auch den Konsumenten schaden, da Unternehmen möglicherweise an der Qualität der Produkte abstriche machen, um die Kosten zu senken

    Viele Unternehmen versuchen, Preiskriege zu vermeiden, da diese langfristig zu erheblichen finanziellen Verlusten führen können. Es gibt allerdings auch erfolgreiche Beispiele für die Nutzung der Preiskriegsstrategie, zum Beispiel im Einzelhandel oder im Telekommunikationsmarkt.

    Preiskrieg einfach erklärt

    In den meisten Branchen konkurrieren Unternehmen hauptsächlich über den Preis. Wenn ein Unternehmen jedoch einen signifikanten Preisnachlass gewährt, kann es dazu führen, dass die Konkurrenz nachzieht und ihre Preise ebenfalls senkt. Dieses Muster kann eine Kettenreaktion auslösen, bei der Preissenkungen zur Norm werden - dies bezeichnet man als Preiskrieg.

    AktionReaktion der Konkurrenz
    Unternehmen A senkt die Preise Unternehmen B senkt ebenfalls die Preise
    Unternehmen A senkt die Preise weiterUnternehmen B zieht nach und senkt auch weiter die Preise

    Preiskrieg Beispiel

    Ein reales Beispiel für einen Preiskrieg findest du im Fluggeschäft. Im Zuge der Deregulierung in den USA in den 1970er Jahren, entbrannte ein harter Preiskampf unter den Airlines. Es wurden immer günstigere Tickets angeboten, um Kunden zu gewinnen. Das hatte zur Folge, dass einige etablierte Fluglinien Insolvenz anmelden mussten, während Billigfluglinien wie Southwest Airlines expandieren konnten.

    In der Praxis ist es wichtig, die richtige Strategie zu wählen, um sich in einem Preiskrieg behaupten zu können. Dabei kann es hilfreich sein, sich eine Nische im Markt zu suchen oder den Fokus auf Service und Qualität zu legen, statt nur auf den Preis.

    Die Rolle von Marktformen und Oligopol im Preiskrieg

    Bei der Betrachtung von Preiskriegen ist es wichtig zu verstehen, dass die Marktform und insbesondere die Marktstruktur eine entscheidende Rolle spielen. Nicht alle Märkte sind gleich und auf einigen Märkten kann ein Preiskrieg sogar eine potenziell effektive Strategie sein. Im Folgenden soll der Fokus speziell auf den Marktformen und der speziellen Rolle von Oligopolen liegen.

    Marktformen und Preiskriege

    Wenn du von Marktstrukturen oder Marktformen sprichst, beziehst du dich auf die organisatorischen Eigenschaften eines Marktes, einschließlich der Anzahl der Akteure auf dem Markt (Anbieter und Nachfrager), die Art der Produkte und die Informationen, die den Akteuren zur Verfügung stehen. Das Spektrum der Marktformen reicht von vollkommenem Wettbewerb über Monopolwettbewerb und Oligopol bis hin zum Monopol.

    • Bei einem vollkommenen Wettbewerb gibt es viele Anbieter, die ähnliche oder identische Produkte anbieten. Ein Preiskrieg ist in dieser Form unwahrscheinlich, da die Preise bereits niedrig sind und es kaum Spielraum für weitere Senkungen gibt.
    • Bei einem Monopol gibt es nur einen Anbieter. Ein Preiskrieg kann hier nicht stattfinden, da es keinen Wettbewerb gibt.
    • Beim Monopolwettbewerb gibt es viele Anbieter, die jedoch unterschiedliche Produkte anbieten. Ein Preiskrieg ist möglich, aber wegen der Unterschiede in den Produkten nicht so wahrscheinlich.
    • Ein Oligopol ist eine Marktform, bei der es wenige Anbieter gibt. Hier sind Preiskriege am wahrscheinlichsten.

    In oligopolistischen Märkten haben die wenigen existierenden Unternehmen einen erheblichen Einfluss auf den Preis und die Produktion. Preiskriege können in Oligopolen ein häufiges Phänomen sein, da jedes Unternehmen versucht, den anderen zu unterbieten, um höhere Marktanteile zu gewinnen. Dies kann jedoch dazu führen, dass alle beteiligten Unternehmen letztlich weniger profitabel sind.

    Oligopol und Preiskrieg

    Ein Oligopol ist eine Marktform, die durch eine geringe Anzahl von Verkäufern gekennzeichnet ist. In einem Oligopol haben die einzelnen Anbieter ein hohes Maß an Marktmacht, da es nur wenige Alternativen für die Käufer gibt. Diese Marktform ist anfällig für Preiskriege, da ein Preisnachlass eines Anbieters normalerweise eine sofortige Reaktion der übrigen Anbieter zur Folge hat. Unter bestimmten Bedingungen kann ein Oligopol einen stabilen Markt mit hohen Preisen und guten Gewinnen für alle Anbieter schaffen. Diese Stabilität kann jedoch durch Preiskriege empfindlich gestört werden.

    Unternehmensstrategie bei Preiskriegen

    In einem Preiskrieg unter Oligopolbedingungen ist es entscheidend, dass Unternehmen strategisch agieren. Sie könnten versuchen, sich durch Preisführerschaft, Differenzierung oder Nischenstrategien zu differenzieren.

    • Preisführerschaft: Ein Unternehmen kann versuchen, die Preiskontrolle zu übernehmen, indem es seine Preise als erstes senkt und darauf hofft, dass die Konkurrenz nachzieht. Dabei geht das Unternehmen das Risiko ein, dass die Konkurrenten nicht mitziehen und somit der Marktanteil trotz der Verluste nicht erhöht wird.
    • Differenzierungsstrategie: Anstatt in einen Preiskrieg einzutreten, könnte ein Unternehmen versuchen, sein Produkt oder seine Dienstleistung so zu gestalten, dass es einzigartig und schwer zu kopieren ist. Auf diese Weise kann es sich von der Konkurrenz abheben und einen höheren Preis verlangen.
    • Nischenstrategie: Ein Unternehmen könnte auch versuchen, eine spezialisierte Zielgruppe zu bedienen und sich so von der breiten Masse abzuheben. Hierbei konzentriert sich das Unternehmen darauf, eine Nische optimal zu bedienen, anstatt in einen Preiskampf um die gesamte Marktfläche zu geraten.

    Ein gutes Beispiel für die Anwendung einer Differenzierungsstrategie in einem oligopolistischen Markt ist das Unternehmen Apple. Trotz des intensiven Preiskampfes im Markt für Mobiltelefone und Computer, hat Apple es geschafft, seine Produkte so zu positionieren, dass sie für viele Verbraucher einzigartig und attraktiv erscheinen. Das Unternehmen stellt qualitativ hochwertige und innovative Produkte her und kann daher höhere Preise als die Konkurrenz verlangen und dennoch einen hohen Marktanteil behalten.

    Wie du siehst, ist die Auswahl der richtigen Unternehmensstrategie zur Bewältigung eines Preiskrieges im Kontext von Oligopolen eine komplexe, aber entscheidende Aufgabe. Ein tieferer Einblick in die Kenntnisse der Marktstrukturen und Strategien kann helfen, das Verständnis für erfolgreiche Wettbewerbsmaßnahmen und damit auch für das Phänomen des Preiskriegs zu schärfen.

    Konsequenzen und Strategien zur Bewältigung eines Preiskriegs

    Wenn Preiskriege ausbrechen, können sie schwerwiegende Konsequenzen für Unternehmen, Kunden und den gesamten Markt haben. Dabei variieren die Auswirkungen je nach Marktumfeld, der betroffenen Branche und der Fähigkeit der Unternehmen, den Auswirkungen zu begegnen und sich dem Preiskampf zu stellen. Im Folgenden betrachten wir diese Effekte genauer und zeigen dir verschiedene Strategien auf, wie Unternehmen mit Preiskriegen umgehen können.

    Preiskrieg und seine Auswirkungen

    Die Auswirkungen von Preiskriegen können unterschiedlich sein. In der Praxis hängt vieles davon ab, wie lange der Preiskrieg andauert und wie tief die Preissenkungen sind. Allerdings können einige allgemeine Aussagen getroffen werden: Preiskriege führen oft zu einer Senkung der Profitabilität für die beteiligten Unternehmen. Die Verbraucher profitieren auf kurze Sicht von günstigeren Preisen, langfristig kann jedoch auch die Produktqualität leiden oder die Auswahl vermindert werden. Ein andauernder Preiskrieg kann zu erheblichen Marktveränderungen führen, einschließlich der Pleite von Unternehmen und einer Veränderung der Marktstruktur.

    • Auswirkungen auf Unternehmen: Unternehmen, die in einem Preiskrieg gefangen sind, sehen oft ihre Gewinnspannen schrumpfen. In einigen Fällen können sie sogar Verluste erleiden. Langfristig können sie gezwungen sein, in anderen Bereichen Einsparungen vorzunehmen, beispielsweise bei der Qualität ihrer Produkte oder bei Investitionen in Forschung und Entwicklung.
    • Auswirkungen auf Verbraucher: Auf den ersten Blick könnten Verbraucher von einem Preiskrieg profitieren, da sie weniger für Produkte oder Dienstleistungen zahlen müssen. Wenn der Preiskrieg jedoch dazu führt, dass Unternehmen ihre Qualität senken oder weniger investieren, kann dies die Verbraucher langfristig negativ beeinflussen.
    • Auswirkungen auf den Markt: Preiskriege können die Marktstruktur verändern. Unternehmen, die den Preisdruck nicht aushalten können, müssen eventuell den Markt verlassen, was zu einer höheren Konzentration im Markt führen kann.

    Preiskrieg Folgen für den Markt

    Wie bereits erwähnt, gibt es langfristig auch Auswirkungen des Preiskriegs auf den Markt selbst. Ein massiver Preiskrieg kann zu Schwankungen im Marktgeschehen führen.

    FolgeMögliche Auswirkung auf den Markt
    Unternehmen müssen den Markt verlassenDie Marktstruktur kann sich durch das Ausscheiden von Unternehmen verändern. Dies kann zu einer höheren Konzentration im Markt führen und neue Markteintritte erschweren.
    Mangel an Qualität und InnovationDurch Senkung von Kosten um mithalten zu können, kann sich die Qualität der Produkte verringern. Außerdem können Unternehmen weniger Geld in die Forschung und Entwicklung investieren.
    Mögliche Preiserhöhungen in der ZukunftNach dem Ende eines Preiskriegs könnten die Preise möglicherweise steigen, insbesondere wenn der Preiskrieg zu einer Verringerung der Marktteilnehmer geführt hat.

    Strategien gegen Preiskriege

    Zahlreiche Strategien können von Unternehmen angewendet werden, um einen Preiskrieg zu vermeiden oder zu bewältigen. Zu diesen gehören unter anderem die Preisführerschaft, Differenzierungsstrategien und Nischenstrategien. Während Preisführerschaft und Differenzierung versuchen, auf der Produkt- oder Dienstleistungsebene Werte zu schaffen, konzentriert sich die Nischenstrategie darauf, Zielgruppen zu bedienen, die von den meisten Unternehmen übersehen werden.

    Besonders interessant ist hier die Anwendung von Spieltheorie-Modellen wie dem Gefangenendilemma, um das Verhalten von Unternehmen in einem Preiskrieg zu analysieren. Wenn Unternehmen erkennen, dass ihr individuelles Handeln zur Maximierung ihres eigenen Gewinns das gemeinsame Ergebnis verschlechtert, können sie entscheiden, zusammenzuarbeiten und den Preiskrieg zu beenden, um den größtmöglichen Gesamtgewinn zu erzielen.

    Wettbewerbsstrategien im Preiskrieg

    Hier sind einige Strategien, die Unternehmen zur Bewältigung eines Preiskriegs anwenden könnten.

    • Preisführerschaft: Unternehmen können versuchen, die Kontrolle über die Preisgestaltung im Markt zu erlangen. Dies bedeutet, dass sie ihre Preise senken, in der Hoffnung, dass andere Unternehmen dies ebenfalls tun, wodurch sie einen größeren Marktanteil gewinnen können.
    • Differenzierungsstrategie: Statt sich auf Preiswettbewerb zu konzentrieren, können Unternehmen versuchen, sich durch einzigartige Angebote zu differenzieren. Sie könnten in Produktqualität, Kundenservice oder Innovation investieren, um sich von ihren Mitbewerbern abzuheben.
    • Nischenstrategie: Einige Unternehmen könnten versuchen, sich auf eine bestimmte Käufergruppe oder einen speziellen Teil des Marktes zu konzentrieren, in dem sie spezialisierte Produkte oder Dienstleistungen anbieten, die durch andere Unternehmen nicht leicht kopiert werden können.

    Preisabsprachen und Preiskriege

    Eine besondere Strategie gegen Preiskriege sind Preisabsprachen. Dabei einigen sich die Unternehmen auf ein Mindestniveau für ihre Preise, anstatt sich in einem Preiskampf gegenseitig zu unterbieten. Doch diese Methode ist in vielen Regionen, einschließlich der Europäischen Union und den USA, aufgrund kartellrechtlicher Bestimmungen illegal.

    Ein bekanntes Beispiel für eine illegale Preisabsprache fand in der deutschen Lebensmittelbranche statt. Zwischen 2003 und 2013 wurden hohe Geldstrafen gegen mehrere große Lebensmittelhersteller und Einzelhandelsketten verhängt, weil sie ihre Preise für Süßwaren, Kaffee und Bier abgesprochen hatten. Die Absprachen hatten zur Folge, dass Verbraucher überhöhte Preise für diese Produkte zahlen mussten.

    Zusammengefasst können Preiskriege dem Markt erheblichen Schaden zufügen, indem sie die Profitabilität der Unternehmen verringern und die Auswahl und Qualität der Produkte vermindern. Unternehmen müssen daher effektive Strategien entwickeln, um mit diesen Herausforderungen umzugehen. Während einige dieser Strategien, wie Preisabsprachen, rechtliche Risiken mit sich bringen, können andere, wie Differenzierungs- und Nischenstrategien, effektive Mittel sein, um einem Preiskrieg zu widerstehen und gleichzeitig den Unternehmenswert zu steigern.

    Preiskrieg in der volkswirtschaftlichen Perspektive

    Ein Preiskrieg kann erhebliche Auswirkungen auf eine Volkswirtschaft haben. Es können sowohl positive als auch negative Aspekte beobachtet werden. Auf der positiven Seite können niedrigere Preise dazu führen, dass mehr Konsumenten Zugang zu Produkten und Dienstleistungen bekommen. Das kann die Nachfrage ankurbeln, was wiederum die Wirtschaft ankurbeln kann. Auf der negativen Seite können Preiskriege zu einer Senkung der Qualität führen, Unternehmen aus dem Markt drängen und langfristig sogar zu höheren Preisen führen, wenn die Wettbewerbsbedingungen sich verschlechtern. In der Folge betrachten wir die Auswirkungen eines Preiskriegs unter dem Blickwinkel der Volkswirtschaftslehre.

    Preiskampf in der Volkswirtschaftslehre

    Die Volkswirtschaftslehre ist eine Wissenschaft, die sich mit der Analyse und Erklärung ökonomischer Vorgänge beschäftigt. Unter anderem betrachtet sie, wie Märkte funktionieren und was passiert, wenn Wettbewerbsbedingungen gestört werden, beispielsweise durch einen Preiskrieg. Ein Preiskrieg kann durch die Theorie des vollkommenen Wettbewerbs erklärt werden. Diese besagt, dass bei vollkommener Konkurrenz die Preise auf einem Niveau liegen, bei dem die Unternehmen gerade noch ihre Kosten decken können. Wenn Unternehmen versuchen, durch Preissenkungen Marktanteile zu gewinnen, kann das zu einem Preiskrieg führen. Daten und Informationen sind in der VWL von entscheidender Bedeutung. So kann die Analysierung von Daten helfen, die Auswirkungen von Preiskriegen besser zu verstehen.

    Betrachten wir zunächst die kurzfristigen Auswirkungen eines Preiskriegs. Im Allgemeinen führen Preiskriege zu einer Senkung der Preise. Dies kann die Nachfrage ankurbeln und zu einer Erhöhung der gesamtwirtschaftlichen Produktion führen. Diese kann jedoch durch den Preiskrieg bedingt sein und ist nicht unbedingt ein Indikator für wirtschaftliches Wachstum oder Verbesserungen der Lebensbedingungen.

    • Mehr Nachfrage: Die Konsumenten können Produkte und Dienstleistungen billiger erwerben, was die Nachfrage ankurbelt.
    • Mehr Produktion: Die Unternehmen stellen mehr Produkte und Dienstleistungen her, um der gestiegenen Nachfrage gerecht zu werden. Aber diese Produktionserhöhung ist hauptsächlich auf den Preiskrieg zurückzuführen und nicht auf ein allgemeines wirtschaftliches Wachstum.

    Langfristig jedoch können die Auswirkungen eines Preiskriegs gravierender sein und nicht nur das einzelne Unternehmen, sondern auch die gesamte Wirtschaft beeinträchtigen.

    • Minderung der Qualität: Unternehmen versuchen, ihre Kosten zu senken, indem sie die Qualität ihrer Produkte herabsetzen. Dies kann zu schlechteren Produkten und langfristig zu Unzufriedenheit bei den Konsumenten führen.
    • Unternehmen verlassen den Markt: Wenn Unternehmen ihre Kosten nicht mehr decken können, müssen sie den Markt verlassen. Dies kann zu weniger Auswahl und schlechterer Qualität für die Konsumenten führen.
    • Höhere Preise in der Zukunft: Wenn der Wettbewerb abnimmt, weil Unternehmen den Markt verlassen, können die übriggebliebenen Unternehmen ihre Preise erhöhen. Dies führt langfristig zu höheren Preisen für die Konsumenten.

    Ein gutes Beispiel für einen Preiskrieg und seine Auswirkungen auf die Volkswirtschaft ist der Flugverkehr. In den frühen 2000er Jahren gab es einen starken Preiskrieg zwischen verschiedenen Fluggesellschaften. Kurzfristig führte dies zu niedrigeren Preisen und höherer Nachfrage. Langfristig jedoch hatten diese Preiskriege negative Auswirkungen. Viele Fluggesellschaften mussten Insolvenz anmelden oder wurden von größeren Fluggesellschaften übernommen. Die verbleibenden Fluggesellschaften konnten die Preise wieder erhöhen, was letztendlich zu höheren Preisen für die Verbraucher führte.

    Gefahren des Preiskrieges

    Preiskriege können erhebliche Risiken und Gefahren für die beteiligten Unternehmen und die gesamte Wirtschaft mit sich bringen. Sie können zu Verlusten für die Unternehmen, schlechter Qualität für die Verbraucher und langfristig sogar zu höheren Preisen und einer Verringerung der Wettbewerbsfähigkeit führen. Besonders betroffen sind Unternehmen mit hohen festen Kosten, die nicht so leicht auf Preissenkungen reagieren können.

    Die möglichen Gefahren eines Preiskriegs umfassen:

    • Verluste für Unternehmen: Unternehmen, die ihre Preise senken, um Marktanteile zu gewinnen, riskieren Verluste. Wenn der Preiskrieg lange genug andauert, können diese Verluste dazu führen, dass Unternehmen Insolvenz anmelden müssen.
    • Schlechte Qualität: Um Kosten zu sparen und mit niedrigeren Preisen mithalten zu können, könnten Unternehmen die Qualität ihrer Produkte senken. Dies kann bei den Verbrauchern zu Unzufriedenheit führen und langfristig den Ruf des Unternehmens schädigen.
    • Verlust von Wettbewerb: Wenn viele Unternehmen den Markt verlassen müssen und nur wenige große Spieler übrig bleiben, kann dies zu einer Verringerung des Wettbewerbs führen. Dies kann zu höheren Preisen und geringerer Qualität führen.

    Es ist bemerkenswert, dass Preiskriege nicht nur negative Auswirkungen haben. Kurzfristig können sie zu günstigeren Preisen für die Verbraucher und zu einer höheren Produktion führen. Langfristig jedoch überwiegen in der Regel die negativen Auswirkungen, insbesondere wenn der Preiskrieg zu einer Verringerung des Wettbewerbs und einer Verschlechterung der Qualität führt. Daher ist es für Wirtschaftspolitiker und Regulierungsbehörden wichtig, einen Ausgleich zwischen den kurzfristigen positiven Effekten und den möglichen langfristigen Risiken von Preiskriegen zu finden.

    Preiskrieg - Das Wichtigste

    • Marktformen: Vollkommener Wettbewerb, Monopol, Monopolwettbewerb, Oligopol
    • Preiskrieg: Häufig in Oligopolen, da wenige Anbieter versuchen, durch Preisunterbietungen Marktanteile zu gewinnen
    • Oligopol und Preiskrieg: Auslöser ist meist eine Preisnachlass eines Anbieter, der eine sofortige Reaktion der übrigen Anbieter auslöst
    • Unternehmensstrategie bei Preiskriegen: Strategisches Agieren durch Preisführerschaft, Differenzierung oder Nischenstrategien
    • Preiskrieg und seine Auswirkungen: Mögliches Absinken der Profitabilität betroffener Unternehmen, günstigere Preise für Verbraucher auf kurze Sicht, Marktverändernungen durch Ausstieg betroffener Unternehmen.
    • Preiskriegen entgegenwirken: Preisführerschaft, Differenzierungsstrategien, Nischenstrategien und Preisabsprachen
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    Häufig gestellte Fragen zum Thema Preiskrieg
    Was heißt "Preiskrieg"?
    Ein Preiskrieg bezeichnet eine Situation auf einem Markt, in der Unternehmen ihre Preise stark reduzieren, um den Wettbewerb zu überbieten und Marktanteile zu gewinnen. Dies kann zu einem ständigen Zyklus von Preissenkungen führen, bis die Preise nicht mehr rentabel sind.
    Was ist ein Preiskrieg?
    Ein Preiskrieg ist eine aggressive Wettbewerbsstrategie, bei der Unternehmen ihre Preise drastisch senken, um Marktanteile zu gewinnen oder Konkurrenten aus dem Markt zu drängen. Dies kann jedoch die Profitabilität aller beteiligten Unternehmen beeinträchtigen.
    Wie wirkt sich ein Preiskrieg auf den Markt aus?
    Ein Preiskrieg kann zu niedrigeren Preisen für Verbraucher führen, was kurzfristig vorteilhaft sein kann. Langfristig kann er jedoch kleinere Unternehmen aus dem Markt drängen, die Wettbewerbsvielfalt verringern und zu Monopolen oder Oligopolen führen.
    Welche Strategien können Unternehmen im Preiskrieg anwenden?
    Unternehmen können im Preiskrieg verschiedene Strategien anwenden, wie Preissenkungen, Preisführerschaft, Preisunterbietung und aggressive Preisgestaltung. Ebenfalls können sie wertorientierte Preismodelle entwickeln, um sich vom Wettbewerb abzuheben, oder durch Kostenreduktion ihre Preise senken, ohne ihre Gewinnmargen zu beeinträchtigen.
    Was sind die möglichen Folgen eines Preiskriegs für Unternehmen?
    Die möglichen Folgen eines Preiskriegs für Unternehmen können unter anderem sinkende Gewinnmargen, finanzielle Belastungen, möglicher Marktaustritt von Wettbewerbern und langfristige Schädigung des Markenimages sein. Unternehmen könnten auch Schwierigkeiten haben, Preise nach dem Preiskrieg wieder zu erhöhen.

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