Wortfiguren (Englisch): Liste & Beispiele | StudySmarter
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Wortfiguren Englisch

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Englisch

In diesem Artikel erklären wir dir, was Wortfiguren sind und wie sie verwendet werden. Du lernst außerdem verschiedene Beispiele von englischen Wortfiguren kennen und ihre Definitionen. Wir zeigen dir darüber hinaus noch einige Tipps, Tricks und natürlich auch Anwendungsbeispiele, damit das Gelesene gleich besser hängen bleibt. Dieser Artikel gehört zum Fach Englisch und erweitert den Themenbereich Rhetorische Stilmittel.


  • Wortfiguren heißen im Englischen "imagery"
  • Sie sind Teil der rhetorischen Stilmittel
  • Sie beziehen sich auf einzelne Wörter und Wortgruppen
  • Es gibt im Englischen 8 Wortfiguren, welche hier genauer beleuchtet werden


Was sind Wortfiguren in Englisch?


Wortfiguren werden im Englischen "imagery" genannt und gehören als eine von vier Arten (Wortfiguren, Satzfiguren, Klangfiguren und Gedankenfiguren) zu den rhetorischen Stilmitteln. Sie haben den Zweck Texte aufzubessern und interessanter zu gestalten. 


Dabei beziehen sich die Wortfiguren auf einzelne Wörter oder Wortgruppen und heben diese auf unterschiedliche Weise hervor. Sie werden zum Beispiel in einer bestimmten Weise wiederholt oder verändert.

Wortfiguren gehören also zu den rhetorischen Stilmitteln. Dies sind sprachliche Stilmittel, welche zur weiteren Gestaltung der Sprache dienen.

Willst du noch einmal nachlesen was englische Stilmittel im Allgemeinen sind und was für Arten es gibt? Dann schau auf unserem Artikel "Rhetorische Stilmittel" vorbei.


Funktionen


Wortfiguren werden bewusst von dem/der Autor*in eingesetzt, um Texte aufzubessern und eine bestimmte Wirkung hervorzurufen. Des Weiteren dienen Wortfiguren dazu, die Aufmerksamkeit der Leser auf sich zu ziehen, denn durch sie werden die Leser*innen gezwungen nachzudenken und richtig in den Text einzusteigen.



Unterschiede Stilmittel Englisch


Es gibt insgesamt vier Arten von Stilmitteln im Englischen: Klangfiguren, Wortfiguren, Satzfiguren, Gedankenfiguren. 


1. Wortfiguren (imagery) beziehen sich nur auf einzelne Wörter oder Wortfolgen, welche in den meisten Fällen signifikant wiederholt oder variiert werden. Z.B. Akkumulation, Klimax und Onomatopoesie.


2. Satzfiguren (syntactical devices) arbeiten mit dem Satzbau und bestehen aus ganzen Sätzen oder Satzteilen. Beispiele für Satzfiguren sind: Ellipse, Parenthese oder auch Chiasmus.


3. Klangfiguren (sound devices) beziehen sich auf den Klang von Wörtern oder Sätzen und werden definiert als die akustische Gestaltung von Sätzen. Klangfiguren Beispiele sind: Anapher, Alliteration und Synkope.


4. Gedankenfiguren (sense devices) arbeiten mit den Gedanken der Leser*innen - diese sollen nämlich durch dieses stilistische Mittel neu strukturiert werden. Beispiele hierfür sind: Antithese, Euphemismus oder auch Correctio.



Englische Wortfiguren - Liste und Beispiele



Damit du einen Überblick bekommst, welche Wortfiguren es im Deutschen und Englischen überhaupt gibt und wie sie korrekt verwendet werden, haben wir dir hier die Wichtigsten einmal zusammengetragen:


Akkumulation - accumulation


Die Wortfigur Akkumulation beinhaltet die Nennung mehrerer Synonyme oder Unterbegriffe eines Wortes, anstatt das Wort selbst. So wird der nicht genannte Oberbegriff detailliert beschrieben und die Wirkung verstärkt. Außerdem wird so ein sprachliches Bild erschaffen, welches unsere Fantasie anregt.


"Sun, moon and stars" - instead of night sky

"Your organisation, your vigilance, your devotion to duty, your zeal for the cause must be raised to the highest intensity." - Winston Churchill

"The swords, bows, spears, the pain, the fights" - instead of war


Klimax - climax



Steigerung
Quelle: www.CanStockPhoto.at

 

Der Klimax besteht aus einer Aufzählung von sich steigernden Wörtern. Dabei wird zuerst das schwächste Wort genannt, welches dann immer mehr gesteigert wird. Dadurch wird die Aussage dieser Wörter verstärkt und die Erwartungen und Aufmerksamkeit des Lesers gesteigert.




"It´s a bird! It´s a plane! It´s Superman!"

"You have an obligation to yourself, your country and god."

"Veni, vidi, vici" - "Ich kam, sah und siegte" - Julius Caesar


Diminutiv - diminutive


Die Wortfigur Diminutiv ist die Verkleinerungs- oder Verniedlichungsform eines Substantives. Im Englischen wird dabei meist nur ein y an das Wortende angefügt, bzw. der letzte Buchstabe nochmal wiederholt. Dies ist jedoch nicht immer so.

"Dad - daddy"

"Dog - doggy"

"Mum - mummy"

"Charles - Charlie"

"Bill - Billy"

"Dear - Darling"

Die Verwendung dieser Wortfigur hat zur Folge, dass der angesprochene Sachverhalt verharmlost und abgeschwächt wird und, dass das Wort etwas entwertet wird.



Antonomasie - antonomasia


Die Wortfigur Antonomasie ist eine Unterform der Synekdoche, bei der eine charakteristische Eigenschaft einer Person oder eines Gegenstandes genommen und anstelle des Eigennamens gesetzt wird. Außerdem kann sie auch definiert werden als die Bezeichnung einer Gruppe durch die Nennung eines bekannten  Vertreters.

"A very beautiful woman" - Madonna

"A lover or womanizer "- Casanova

"A very smart person" - Einstein

"A wild person" - Tarzan

Um die Antonomasie effektiv verwenden zu können, müssen dabei Begriffe verwendet werden, die jeder kennt. Sonst ergeben die Wortspiele keinen Sinn für die Leser*innen. Würde man beispielsweise statt den Namen Einstein zu verwenden sagen: "Du bist ja ein Hans Bethe." würde keiner wissen was gemeint ist.


Die Funktion der Antonomasie ist es, den Text interessanter zu Gestalten und die Köpfe der Leser*innen anzustrengen. Außerdem wird sie auch verwendet um Wortwiederholungen zu vermeiden.



Neologismus - neologism


Neologismus ist die sprachliche Neuprägung von Wörtern, also eine Wortneuschöpfung. Diese werden geschaffen, um bestimmte Dinge noch genauer und detaillierter zu beschreiben ohne alles mit vielen Wörtern umschreiben zu müssen. 


Es gibt dabei drei Arten von Neologismen:


1. Neue Wörter: Wenn Wörter wirklich neu erfunden werden:

"Flexetarian"  - s.o. who sometimes is a vegetarian and sometimes not

"FOMO" - feeling of missing out 


2. Kombination von schon existierenden Wörtern zu neuen Wörtern:

"Foodstagramming" - posting pictures of food on instagram

"adorkable" - an adorable dork


3. Neubedeutung von schon vorhandenen Wörtern z.B. im Slang:

"based" - not as a description where anything is (e.g. based in Hamburg) but meaning "ageeable, admireable"


Metonymie - metonymy


Eine Metonymie ist eine Wortfigur, welche die Ersetzung eines Begriffes durch einen anderen, welcher nahe zu dem ersten Wort steht (aber kein Synonym ist) beinhaltet. Das Ziel dabei kann ganz unterschiedlich sein: manchmal soll es ein Wort verkürzen oder einfach nur eine Wortwiederholung verhindern. Sie können auch dazu dienen den Gedankengang der Leser*innen zu lenken.

"We had an argument last night." - instead of "fight"

"The White House held a press conference this morning." - instead of "the government of the USA"

"Germany is playing against Mexico tonight." - instead of "the soccer team of Germany and Mexico are playing 


Paronomasie - paranomasia


Eine Paranomasie (auch "pun" genannt im Englischen) ist ein Wortspiel, bei welchem gleichklingende Wörter nebeneinander gestellt werden, obwohl sie unterschiedliche Bedeutungen haben. Meist wird dieses Stilmittel verwendet, um eine lustige Wirkung zu erzeugen und die Aufmerksamkeit des Lesers zu steigern. 


"It is no matter if the tied were lost; for it is the unkindest tied that ever any man tied." - William Shakespeare

"Not I, believe me. You have dancing shoes with nimble soles; I have a soul of lead." - William Shakespeare


Onomatopoesie - onomatopoeia


Die Wortfigur Onomatopoesie ist eine sogenannte Laumalerei. Das heißt, es ist die sprachliche Nachahmung von Geräuschen. Dabei gibt es 3 Arten von Onomatopoesie:


1. Wortbildung von Geräuschen:

"Dog goes "woof", cat goes "meow", brid goes "tweet" and mouse goes "squeek"." - Song: What does the fox say

2. Interjektionen:

"BOOM!"

"PENG"

"POW"

3. Umschreibungen:

"It made a metallic sound."

"He barked loudly."



Wortfiguren Englisch - Übungen


Damit du Wortfiguren und ihre Bedeutungen auch gut alleine zu hause üben kannst, haben wir dir hier ein paar kleine Übungsaufgaben zusammengestellt.


1. Gucke dir alle Wortfiguren an und versuche sie so gut es geht zu verstehen und auswendig zu lernen.


2. Wie grenzen sich Wortfiguren von den anderen stilistischen Mitteln ab?


3. Nenne Beispiele für: 

  • Onomatopoeia
  • Neologism
  • Antonomasia


4. Nenne die stilistischen Mittel für folgende Beispiele:

  • "When the bomb exploded it made a loud BOOM."
  • "She walked, she ran, she raced."
  • "LOL that´s so funny." 



Wortfiguren Englisch - Das Wichtigste auf einen Blick

  • Wortfiguren ("imagery") sind rhetorische Stilmittel, welche Texte aufbessern sollen und die Aufmerksamkeit der Leser*innen auf sich ziehen sollen
  • Sie bilden eine der 4 Kategorien der rhetorischen Stilmittel
  • Wortfiguren bestehen aus einzelnen Wörtern und Wortgruppen, welche meist signifikant abgewandelt oder wiederholt werden
  • Beispiele für Wortfiguren sind: Akkumulation, Klimax, Diminutiv, Antonomasie, Neologismus, Metynomie, Paranomasie und Onomatopoesie

Häufig gestellte Fragen zum Thema Wortfiguren Englisch

Es gibt die Wortfiguren Onomatopoesie, Paronomasie, Metonymie, Neologismus. Antonomasie, Diminutiv, Klimax und Akkumulation.

Die Wortfigur Akkumulation beinhaltet die Nennung mehrerer Synonyme oder Unterbegriffe eines Wortes, anstatt das Wort selbst. So wird der nicht genannte Oberbegriff detailliert beschrieben und die Wirkung verstärkt.

Der Klimax besteht aus einer Aufzählung von sich steigernden Wörtern.

Ein Diminutiv ist die Verkleinerungs- oder Verniedlichungsform eines Substantives.

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