Nichtzulassungsbeschwerde

In der Welt des Rechts ist die Nichtzulassungsbeschwerde ein wichtiger Aspekt, der oft diskutiert und dennoch häufig missverstanden wird. Dieser Artikel gibt einen umfassenden und leicht verständlichen Überblick über diese juristische Thematik. Im Verlauf der Ausführungen wirst du sowohl mit der Definition und Anwendung, als auch mit den gestellten Anforderungen und verschiedenen Formvorschriften vertraut gemacht. Dabei wird auch die Strategie für eine erfolgreiche Anwendung diskutiert und auf die Erfolgschancen einer Nichtzulassungsbeschwerde eingegangen. Durch die Ausleuchtung von Berufung und Nichtzulassungsbeschwerde werden Unterschiede und Anwendungsbeispiele demonstriert, die das Thema vertiefen und verständlich machen. Standesgemäß wird dieses fundierte Wissen durch Einsichten in den Spezialfall des Verwaltungsrechts und im Rahmen des Zivilprozessrechts abgerundet.

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Inhaltsverzeichnis
Inhaltsangabe

    Nichtzulassungsbeschwerde: Eine Einführung

    Die Nichtzulassungsbeschwerde zählt zu den Rechtsmitteln im deutschen Zivilprozessrecht. Sie kommt ins Spiel, wenn eine Revision gegen ein Urteil von einem Berufungsgericht nicht zugelassen wurde und der Rechtsuchende dennoch eine Überprüfung des Urteils durch ein Revisionsgericht erreichen möchte. Demnach ist sie ein Instrument zur Wahrung der Rechtseinheit und Rechtsklarheit.

    Eine Nichtzulassungsbeschwerde bezeichnet ein Rechtsmittel, das beim Bundesgerichtshof eingelegt werden kann, wenn eine Revision gegen ein Urteil zuvor nicht zugelassen wurde.

    Ein Beispiel hierfür könnte ein Fall sein, bei dem die Rechtsauslegung durch das Landgericht nach Meinung des Klägers fehlerhaft war, eine Revision aber vom Oberlandesgericht nicht zugelassen wurde. Um das Urteil des OLG auf Fehler überprüfen zu lassen, kann der Kläger eine Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesgerichtshof einlegen.

    Nichtzulassungsbeschwerde Definition: Das musst Du wissen

    Die gesetzliche Grundlage für die Nichtzulassungsbeschwerde findet sich in § 544 ZPO. Ihnen zufolge ist eine Revision von Urteilen, die vom Berufungsgericht erlassen wurden, nur zulässig, wenn sie vom Berufungsgericht in dem Urteil selbst oder von dem Revisionsgericht auf Beschwerde gegen die Nichtzulassung zugelassen wird.

    Der Paragraph 544 ZPO (Zivilprozessordnung) bildet die Rechtsgrundlage für die Nichtzulassungsbeschwerde. Er regelt die Voraussetzungen und das Prozedere für die Einlegung dieser Art von Beschwerde.

    Wissenswert ist, dass das Revisionsgericht bei der Zulassung der Revision einen erheblichen rechtlichen Fehler des Berufungsgerichts feststellen muss. Es prüft dabei nicht erneut den Sachverhalt, sondern lediglich die Anwendung und Auslegung des Rechts im konkreten Fall.

    Nichtzulassungsbeschwerde einfach erklärt: Einfach und verständlich

    Stell dir vor, du verlierst einen Prozess und legst Berufung ein, aber das Berufungsgericht lässt eine Revision nicht zu. Du bist jedoch der Meinung, das Gericht hat einen Fehler bei der Rechtsanwendung gemacht. In diesem Fall kannst du eine Nichtzulassungsbeschwerde einlegen, damit ein höheres Gericht, der Bundesgerichtshof, das Urteil überprüft.

    Ein Praxisbeispiel: Angenommen, du hast eine Klage gegen deinen Vermieter wegen einer ungerechtfertigten Kündigung verloren. Du gehst in Berufung, doch das Berufungsgericht lässt eine Revision nicht zu. In diesem Fall könntest du beim Bundesgerichtshof eine Nichtzulassungsbeschwerde einlegen, um das Urteil überprüfen zu lassen.

    Nichtzulassungsbeschwerde Anforderungen: Was ist zu beachten?

    Der Paragraph 544 ZPO setzt für die Zulassung der Revision bestimmte Voraussetzungen voraus. So muss beispielsweise eine Rechtssache grundsätzliche Bedeutung haben oder die Fortbildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Revisionsgerichts erfordern.

    • Grundsätzliche Bedeutung der Rechtssache
    • Fortbildung des Rechts
    • Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung

    Die grundsätzliche Bedeutung einer Rechtssache ist gegeben, wenn sie eine entscheidungserhebliche, klärungsbedürftige und klärungsfähige Rechtsfrage aufwirft, die über den Einzelfall hinaus Bedeutung für die Allgemeinheit hat. Die Fortbildung des Rechts bezieht sich auf Fälle, bei denen die obersten Gerichtshöfe des Bundes neue Rechtsgrundsätze entwickeln oder bestehende weiterentwickeln müssen. Bei der Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung geht es darum, unterschiedliche Auslegungen des Rechts zu verhindern oder aufzuheben.

    Nichtzulassungsbeschwerde in verschiedenen Rechtsbereichen

    Die Nichtzulassungsbeschwerde ist ein wichtiges Rechtsmittel, das nicht nur im Zivilrecht, sondern auch in anderen Bereichen des Rechts wie dem Verwaltungsrecht, Finanzrecht oder Sozialrecht eine entscheidende Rolle spielt. Dabei kann es je nach Rechtsbereich Unterschiede im Anwendungsbereich, im Verfahren und den Anforderungen an eine Nichtzulassungsbeschwerde geben.

    Nichtzulassungsbeschwerde ZPO: Der Anwendungsbereich im Zivilprozessrecht

    Im Zivilrecht stützt sich die Nichtzulassungsbeschwerde auf die Vorschriften der Zivilprozessordnung (ZPO). Sie kommt zur Anwendung, wenn eine Entscheidung der Berufungsinstanz vorliegt und eine Revision von diesem Gericht nicht zugelassen wurde. Ziel ist es, das Urteil von einem Revisionsgericht (typischerweise dem Bundesgerichtshof) überprüfen zu lassen.

    Nehmen wir als Beispiel einen Fall aus dem Mietrecht. Ein Mieter klagt gegen seinen Vermieter wegen einer falschen Nebenkostenabrechnung. Er verliert den Prozess und legt Berufung ein. Das Berufungsgericht bestätigt jedoch das Urteil der Vorinstanz und lässt eine Revision nicht zu. In dieser Situation könnte der Mieter eine Nichtzulassungsbeschwerde einlegen, um das Urteil vom Bundesgerichtshof überprüfen zu lassen.

    Es sei darauf hingewiesen, dass eine Nichtzulassungsbeschwerde im Zivilrecht an ganz klare Voraussetzungen gebunden ist. Dazu gehören unter anderem eine erhebliche Rechtsfrage, die Entscheidung des Revisionsgerichts zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung oder zur Fortbildung des Rechts. Zudem muss die Beschwerde innerhalb einer bestimmten Frist und in bestimmter Form beim Revisionsgericht eingereicht werden.

    Nichtzulassungsbeschwerde Verwaltungsrecht: Ein besonderes Verfahren

    Im Verwaltungsrecht findet die Nichtzulassungsbeschwerde Anwendung, wenn gegen ein Urteil des Verwaltungsgerichts Berufung eingelegt wurde und das Oberverwaltungsgericht die Revision nicht zulässt. Die Beschwerde kann dann beim Bundesverwaltungsgericht eingereicht werden.

    Im Verwaltungsrecht ist die Nichtzulassungsbeschwerde ein Rechtsmittel, das den Zugang zum Bundesverwaltungsgericht eröffnet, wenn die Berufungsinstanz keine Revision zugelassen hat.

    Stellen wir uns vor, du hast eine Auseinandersetzung mit einer Behörde. Du klagst gegen eine ablehnende Entscheidung, verlierst jedoch vor dem Verwaltungsgericht. Auf Berufung bestätigt das Oberverwaltungsgericht das Urteil und lässt keine Revision zu. In diesem Fall könntest du wiederum mit einer Nichtzulassungsbeschwerde versuchen, das Urteil vom Bundesverwaltungsgericht überprüfen zu lassen.

    Im Verwaltungsrecht gibt es ähnliche Anforderungen an eine Nichtzulassungsbeschwerde wie im Zivilrecht. So muss auch hier eine erhebliche Rechtsfrage bestehen, die Entscheidung des Bundsverwaltungsgerichts zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung oder zur Fortbildung des Rechts notwendig sein. Des Weiteren sind bestimmte Formen und Fristen bei der Einreichung der Beschwerde zu beachten.

    Berufung und Nichtzulassungsbeschwerde: Unterschiede und Beispiele

    Im juristischen Prozess der Rechtsfindung gibt es diverse Rechtsmittel, die dazu dienen, Entscheidungen einer niedrigeren Instanz durch eine höhere zu überprüfen. Zwei der wichtigsten Rechtsmittel in diesem Kontext sind die Berufung und die Nichtzulassungsbeschwerde. Beide ermöglichen eine Neubewertung der vorangegangenen Gerichtsentscheidung, unterscheiden sich jedoch in ihren spezifischen Eigenschaften und Anwendungsgebieten erheblich.

    Berufung Nichtzulassungsbeschwerde: Die wichtigsten Unterschiede

    Die beiden Rechtsmittel Berufung und Nichtzulassungsbeschwerde werden in unterschiedlichen Stadien des Gerichtsverfahrens genutzt und verfolgen verschiedene Zielsetzungen. Mithilfe einer Berufung wird eine erneute Überprüfung des gesamten Sachverhalts und der Rechtsanwendung durch die nächsthöhere Instanz erreicht. Ihr Ziel ist es, Fehler des erstinstanzlichen Gerichts zu korrigieren. Die Nichtzulassungsbeschwerde hingegen kommt zum Einsatz, wenn eine Revision gegen ein Urteil des Berufungsgerichts nicht zugelassen wurde. Sie zielt darauf ab, eine Überprüfung des Urteils durch das Revisionsgericht zu erreichen und dient der Wahrung der Rechtseinheit und Rechtsklarheit.

    Berufung Überprüfung des gesamten Sachverhalts und der Rechtsanwendung durch die nächsthöhere Instanz Ziel ist es, Fehler der ersten Instanz zu korrigieren
    Nichtzulassungsbeschwerde Überprüfung des Urteils durch das Revisionsgericht Ziel ist die Wahrung der Rechtseinheit und Rechtsklarheit

    Unter der Berufung versteht man ein Rechtsmittel, das dazu dient, ein in erster Instanz ergangenes Urteil auf tatsächliche oder rechtliche Fehler überprüfen zu lassen. Die Nichtzulassungsbeschwerde hingegen ist ein Rechtsmittel, das angewendet wird, um eine Überprüfung eines Urteils durch das Revisionsgericht zu erreichen, wenn eine Revision zuvor nicht zugelassen wurde.

    Als Beispiel könnte ein Fall dienen, in dem ein Kläger gegen ein Gerichtsurteil Berufung einlegt, da er der Meinung ist, dass das erstinstanzliche Gericht bei der Sachverhaltsfeststellung oder Rechtsanwendung Fehler gemacht hat. Wenn das Berufungsgericht jedoch seine Entscheidung trifft und keine Revision zulässt, hat der Kläger die Möglichkeit, eine Nichtzulassungsbeschwerde einzulegen.

    Nichtzulassungsbeschwerde Beispiel: Praktische Anwendung

    Um das Konzept der Nichtzulassungsbeschwerde besser zu verdeutlichen, kann ein praktisches Beispiel hilfreich sein. Stelle dir vor, du bist Teil einer großen Eigentümergemeinschaft und es gab eine strittige Abstimmung über teure Modernisierungsmaßnahmen. Du und eine Minderheit von Eigentümern sind gegen die Maßnahmen, jedoch hat der Verwalter die Mehrheit der Stimmen für die Maßnahmen gezählt und sie somit durchgesetzt.

    Du gehst vor das Amtsgericht und klagst gegen den Beschluss, weil du der Meinung bist, dass die Stimmenzählung nicht korrekt war. Das Gericht weist deine Klage ab, du gehst in Berufung, doch das Berufungsgericht lässt eine Revision nicht zu. In dieser Situation hast du die Möglichkeit, eine Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesgerichtshof einzureichen. Bei Erfolg wird das Bundesgericht den Fall nochmals prüfen und ein endgültiges Urteil fällen.

    Bei einer Nichtzulassungsbeschwerde prüft der Bundesgerichtshof nicht den Sachverhalt erneut, sondern lediglich, ob das Berufungsgericht das Recht richtig angewendet und ausgelegt hat. Die Beschwerde ist jedoch an bestimmte Voraussetzungen gebunden, beispielsweise an eine bestimmte Beschwerdesumme und die Einhaltung von Fristen. Es ist daher ratsam, sich bei der Überlegung, eine Nichtzulassungsbeschwerde einzureichen, von einem erfahrenen Juristen beraten zu lassen.

    Erstellung und Erfolg der Nichtzulassungsbeschwerde

    Die Erstellung und Einreichung einer Nichtzulassungsbeschwerde stellt hohe Anforderungen an die Kenntnisse und Fähigkeiten des Rechtsanwalts. Von der Einhaltung der Form- und Fristvorschriften über die richtige Begründung bis hin zur korrekten Adressierung gibt es viele Aspekte, die beachtet werden müssen. Ebenso variiert der Erfolg einer Nichtzulassungsbeschwerde in Abhängigkeit von verschiedenen Faktoren, einschließlich des speziellen Falles, der juristischen Argumentation und der gegebenen Rechtsprechung.

    Nichtzulassungsbeschwerde Formvorschriften: Wie geht das?

    Die Einlegung einer Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesgerichtshof ist an bestimmte Formvorschriften gebunden, die in § 544 der Zivilprozessordnung (ZPO) geregelt sind. Gemäß diesen Bestimmungen muss die Nichtzulassungsbeschwerde binnen einer Frist von einem Monat nach Zustellung des in vollständiger Form abgefassten Urteils eingelegt werden. Darüber hinaus muss die Beschwerdebegründung innerhalb von zwei Monaten nach Zustellung des Urteils erfolgen.

    • Einhaltung einer Monatsfrist für die Einlegung der Beschwerde
    • Einhaltung einer Zweimonatsfrist für die Beschwerdebegründung
    • Formulierung und Einreichung der Beschwerde von einem beim Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalt

    Die Formvorschriften sind gesetzlich festgelegte Anforderungen an die Form der Nichtzulassungsbeschwerde und die Einhaltung bestimmter Fristen. Sie geben unter anderem vor, wann und wie die Beschwerde eingelegt und begründet werden muss und welche Kriterien der eingesetzte Rechtsanwalt erfüllen muss.

    Eine Nichtzulassungsbeschwerde könnte zum Beispiel von einem Rechtsanwalt eingereicht werden, der auf Handels- und Gesellschaftsrecht spezialisiert ist. Dieser könnte für einen Mandanten, dessen Firma in einen Rechtsstreit verwickelt ist, die Beschwerde einlegen. Dabei muss er sicherstellen, dass die Beschwerdeschrift innerhalb der vorgesehenen Frist eingereicht und korrekt begründet wird. Zudem muss er als beim Bundesgerichtshof zugelassener Rechtsanwalt agieren.

    Nichtzulassungsbeschwerde Strategie: Tipps für eine erfolgreiche Anwendung

    Eine erfolgreiche Nichtzulassungsbeschwerde erfordert einen strategischen Ansatz. Neben der strikten Einhaltung der Form- und Fristvorschriften ist eine gut formulierte Begründung der Beschwerde von entscheidender Bedeutung. Wichtig ist auch die Selektion relevanter Rechtsfragen sowie eine fundierte Kenntnis der aktuellen Rechtsprechung. Zudem sollte man sich der Tatsache bewusst sein, dass Nichtzulassungsbeschwerden eher selten erfolgreich sind und daher in erster Linie dann eingelegt werden sollten, wenn es um erhebliche Rechtsfragen geht, die über den Einzelfall hinaus Bedeutung haben.

    • Strikte Einhaltung der Form- und Fristvorschriften
    • Formulierung einer fundierten Beschwerdebegründung
    • Auswahl relevanter Rechtsfragen
    • Kenntnisse der aktuellen Rechtsprechung

    Ein Tipps für die erfolgreiche Anwendung der Nichtzulassungsbeschwerde könnte sein, sich auf die dezidierte Darstellung und Argumentation der grundsätzlichen Bedeutung der Rechtssache zu konzentrieren. Dabei sollte man versuchen, den speziellen Fall in einen größeren rechtlichen Kontext zu stellen und zu argumentieren, warum eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung oder zur Fortbildung des Rechts notwendig ist.

    Nichtzulassungsbeschwerde Erfolg: Wie hoch sind die Erfolgschancen?

    Die Erfolgsaussichten einer Nichtzulassungsbeschwerde sind in der Regel eher gering. Der Bundesgerichtshof lässt jährlich nur einen sehr kleinen Prozentsatz der Nichtzulassungsbeschwerden zu. Daher sollte man eine solche Beschwerde in erster Linie dann in Betracht ziehen, wenn es um fundamentale Rechtsfragen oder erhebliche Interessen geht. Entscheidend für den Ausgang der Beschwerde sind neben den genannten Faktoren vor allem auch die Qualität der Beschwerdebegründung und die Einhaltung der Form- und Fristvorschriften.

    Angenommen, du bist ein Bauunternehmer und hast einen Rechtsstreit mit einem Zulieferer verloren, der deiner Meinung nach nicht konform mit den geltenden Vertragsbedingungen liefert. Das Berufungsgericht hat die Revision jedoch nicht zugelassen. Trotz der eher geringen Erfolgsaussichten könntest du über eine Nichtzulassungsbeschwerde nachdenken, wenn es um eine erhebliche Geldsumme oder grundlegende geschäftliche Beziehungen geht.

    Im Hinblick auf die Erfolgsaussichten einer Nichtzulassungsbeschwerde ist es ebenfalls wichtig zu wissen, dass der Bundesgerichtshof nicht erneut den Sachverhalt überprüft, sondern sich auf die rechtliche Überprüfung des Urteils konzentriert. Daher ist eine fundierte juristische Argumentation essenziell. Zudem sollten die finanziellen und zeitlichen Aufwendungen für eine solche Beschwerde bedacht werden.

    Nichtzulassungsbeschwerde - Das Wichtigste

    • Nichtzulassungsbeschwerde als rechtliches Instrument zur Revision von Urteilen des Berufungsgerichts, geregelt in § 544 ZPO
    • Das Revisionsgericht prüft beim Einsatz der Nichtzulassungsbeschwerde nur die Anwendung und Auslegung des Rechts, nicht den Sachverhalt
    • Zur Zulassung der Revision durch die Nichtzulassungsbeschwerde muss eine grundsätzliche Bedeutung der Rechtssache vorliegen oder eine Entscheidung des Revisionsgerichts zur Fortbildung des Rechts oder Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung erforderlich sein
    • Nichtzulassungsbeschwerde ist nicht nur im Zivilrecht, sondern auch in anderen Rechtsbereichen wie Verwaltungsrecht anwendbar
    • Unterschiede zwischen Berufung und Nichtzulassungsbeschwerde: Berufung erfolgt zur Überprüfung des gesamten Sachverhalts und der Rechtsanwendung durch die nächsthöhere Instanz, Nichtzulassungsbeschwerde erfolgt zur Überprüfung des Urteils durch das Revisionsgericht
    • Einhaltung spezifischer Form- und Fristvorschriften bei der Erstellung und Einreichung einer Nichtzulassungsbeschwerde
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    Häufig gestellte Fragen zum Thema Nichtzulassungsbeschwerde
    Was ist eine Nichtzulassungsbeschwerde?
    Eine Nichtzulassungsbeschwerde ist ein Rechtsmittel, das eingelegt wird, wenn ein Urteil der Vorinstanz vom obersten Gerichtshof nicht zur Revision zugelassen wurde. Ziel ist es, die Zulassung zur Revision zu erreichen.
    Wer kann eine Nichtzulassungsbeschwerde einlegen?
    Eine Nichtzulassungsbeschwerde kann von den Parteien eines Rechtsstreits eingelegt werden. Dies sind in der Regel die Kläger oder Beklagten, die mit dem Urteil der Vorinstanz nicht zufrieden sind.
    Was kommt nach der Nichtzulassungsbeschwerde?
    Nach der Nichtzulassungsbeschwerde kann das Revisionsgericht entweder die Erstentscheidung bestätigen und die Beschwerde ablehnen, oder es kann die Zulassung zur Revision entscheiden. Im letzteren Fall folgt dann das Revisionsverfahren.
    Welche Fristen gelten für eine Nichtzulassungsbeschwerde?
    Die Nichtzulassungsbeschwerde muss innerhalb eines Monats nach Zustellung des Urteils beim Bundesgerichtshof eingereicht werden. Die Begründung der Beschwerde muss dann innerhalb von zwei Monaten nach Zustellung des Urteils erfolgen.
    Wie sind die Erfolgschancen bei einer Nichtzulassungsbeschwerde?
    Die Erfolgschancen bei einer Nichtzulassungsbeschwerde im juristischen Sinne sind generell gering und liegen in der Praxis bei etwa 15-20%. Der Erfolg hängt jedoch immer von den Einzelfallumständen und der Begründung der Beschwerde ab.

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