Economic Value Added

Du wirst in diesem Artikel eine ergebnisorientierte Einführung in das Thema Economic Value Added (EVA) erhalten. Unternehmerisches Handeln auf Gewinn auszurichten, ist eine der grundlegenden Herausforderungen jedes Geschäfts. Hierfür bietet das Konzept des Economic Value Added eine effektive Lösung. Im Laufe des Artikels wirst du den Begriff Economic Value Added kennenlernen, dessen Bedeutung verstehen, dein Wissen zur Berechnung dieses betriebswirtschaftlichen Indikators vertiefen und schließlich anhand von Praxisbeispielen nachvollziehen. Die betrachteten Vor- und Nachteile geben dabei einen umfassenden Blickwinkel auf diese Methode.

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Economic Value Added

Economic Value Added

Du wirst in diesem Artikel eine ergebnisorientierte Einführung in das Thema Economic Value Added (EVA) erhalten. Unternehmerisches Handeln auf Gewinn auszurichten, ist eine der grundlegenden Herausforderungen jedes Geschäfts. Hierfür bietet das Konzept des Economic Value Added eine effektive Lösung. Im Laufe des Artikels wirst du den Begriff Economic Value Added kennenlernen, dessen Bedeutung verstehen, dein Wissen zur Berechnung dieses betriebswirtschaftlichen Indikators vertiefen und schließlich anhand von Praxisbeispielen nachvollziehen. Die betrachteten Vor- und Nachteile geben dabei einen umfassenden Blickwinkel auf diese Methode.

Was ist Economic Value Added?

Der Economic Value Added (EVA) ist ein Maß für die finanzielle Leistung eines Unternehmens, das die tatsächlichen wirtschaftlichen Gewinne widerspiegelt. Dieses Maß geht über einfache Bilanzergebnisse hinaus und berücksichtigt den Gesamtkapitalbedarf des Unternehmens. EVA zeigt dir, ob die realisierten Gewinne höher sind als die Kosten des im Unternehmen eingesetzten Kapitals.

EVA = Nettobetriebsergebnis nach Steuern (NOPLAT) - (eingesetztes Kapital x Kapitalkosten)

Angenommen, ein Unternehmen hat einen NOPLAT von 500.000 Euro und hat 5.000.000 Euro Kapital mit Kosten von 8% eingesetzt. Die EVA wäre 500.000 Euro - (5.000.000 Euro x 0,08) = -100.000 Euro. Dies würde bedeuten, dass das Unternehmen nicht genug Gewinn erwirtschaftet hat, um die Kosten des eingesetzten Kapitals zu decken.

Wenn der EVA positiv ist, bedeutet dies, dass das Unternehmen einen Überschuss generiert hat über das, was es brauchte, um das in das Unternehmen investierte Kapital zu bezahlen. Ein negativer EVA zeigt, dass das Unternehmen nicht in der Lage war, genug zu verdienen, um die Kapitalkosten zu decken.

Economic Value Added Definition

Der Economic Value Added (EVA) ist ein leistungsorientierter Maßstab, der sowohl den operativen Gewinn als auch die Kosten des im Unternehmen verwendeten Kapitals berücksichtigt. Der EVA wird berechnet, indem die Kapitalkosten vom Nettobetriebsergebnis nach Steuern (NOPLAT) subtrahiert werden. \[EVA = NOPLAT - (Kapital x Kapitalkosten)\]

Du könntest den NOPLAT als das Betriebsergebnis nach Steuern verstehen. Es handelt sich hierbei um das operative Ergebnis eines Unternehmens, nachdem alle betrieblichen Aufwendungen und Steuern abgezogen wurden, aber noch bevor Zinsen und Dividenden bezahlt wurden.

Die Kapitalkosten sind die Kosten, die ein Unternehmen aufbringen muss, um Kapital zu beschaffen. Diese Kosten könnten sowohl aus den Kosten für Eigen- als auch Fremdkapital bestehen.

Angenommen, ein Unternehmen hat einen NOPLAT von 2.000.000 Euro und ein gesamtes Kapital von 10.000.000 Euro zu Kosten von 10%. Der EVA errechnet sich also folgendermaßen: 2.000.000 Euro - (10.000.000 Euro x 0,10) = 0 Euro. Das bedeutet, dass das Unternehmen gerade genug Gewinn gemacht hat, um seine Kapitalkosten zu decken.

Economic Value Added Bedeutung

Nun, was bedeutet der EVA eigentlich für ein Unternehmen? Der EVA ist ein nützlicher Indikator für die wirtschaftliche Profitabilität eines Unternehmens. Eine positive EVA zeigt an, dass das Unternehmen einen Gewinn generiert, der über den Kosten des eingesetzten Kapitals liegt. Ein Unternehmen mit positiven EVA generiert einen Mehrwert für die Kapitalgeber.

Ein negativer EVA deutet hingegen daraufhin, dass das Unternehmen nicht genug Gewinn erwirtschaftet hat, um die Kosten des Kapitals zu decken. Dies bedeutet entweder, dass das Unternehmen ineffizient arbeitet oder dass das eingesetzte Kapital nicht effektiv genutzt wird.

Nehmen wir an, ein Unternehmen mit einer EVA von -200.000 Euro. Dies deutet darauf hin, dass das Unternehmen nicht genug Gewinn erzielt, um seine Kapitalkosten zu decken. Dies könnte auf ineffiziente Geschäftsprozesse oder unzureichende Umsatzgenerierung hinweisen.

Im Kontext eines Portfolios kann die EVA genutzt werden, um zu erkennen, welche Unternehmen ihre Kapitalkosten effektiv decken und welche nicht. Es ermöglicht den Vergleich von Unternehmen basierend auf ihrer wirtschaftlichen Rentabilität, unabhängig davon, wie sie ihre Gewinne bilanziell darstellen.

Es ist zu beachten, dass der EVA nur eine Messgröße unter vielen ist und während er wertvolle Einblicke liefern kann, sollte er nicht isoliert betrachtet werden. Stattdessen sollte er in Verbindung mit anderen finanziellen und nicht finanziellen Metriken genutzt werden.

Wie berechne ich Economic Value Added?

Die Berechnung des Economic Value Added (EVA) kann auf den ersten Blick komplex erscheinen, aber sobald du die einzelnen Komponenten der EVA Formel verstanden hast, wirst du feststellen, dass sie recht logisch aufgebaut ist. Der EVA konzentriert sich auf zwei Hauptbereiche: das Nettobetriebsergebnis nach Steuern (NOPLAT) und die Kosten des im Unternehmen eingesetzten Kapitals.

Economic Value Added Formel

In seiner einfachsten Form lautet die EVA Formel: \[EVA = Nettobetriebsergebnis nach Steuern (NOPLAT) - (eingesetztes Kapital x Kapitalkosten)\]

Die Berechnung des NOPLAT erfordert einige Arbeit. Du beginnst mit dem Betriebsergebnis (oder EBIT), ziehst davon die Steuern ab, die auf dem EBIT basieren, und erhältst den NOPLAT. Der NOPLAT repräsentiert den Gewinn, den das Unternehmen nach Zahlung aller betrieblichen Aufwendungen und Steuern, aber vor Zinsen und Dividenden, erzielt hat. Es handelt sich hierbei also um den reinen Betriebsgewinn nach Steuern.

Weiterhin musst du das in das Unternehmen investierte Kapital berechnen, bestehend aus Eigen- und Fremdkapital. Eigenkapital umfasst unter anderem das von den Eigentümern investierte Geld und die im Laufe der Zeit angesammelten Gewinne, die das Unternehmen nicht als Dividenden ausgezahlt hat. Fremdkapital enthält Schulden, die das Unternehmen aufgenommen hat, zum Beispiel über Kredite oder Anleihen. Bei den Kapitalkosten handelt es sich um die Rendite, die die Kapitalgeber als Kompensation für das eingegangene Risiko erwarten.

Stell dir ein Unternehmen vor, das einen Jahresgewinn (EBIT) von 1.000.000 Euro hat. Die Steuern darauf betragen 25%, so dass das Nettobetriebsergebnis nach Steuern 750.000 Euro beträgt. Das Kapital, das im Unternehmen eingesetzt ist, beträgt 5.000.000 Euro, und die Kapitalkosten belaufen sich auf 10%. Der EVA errechnet sich folgendermaßen: 750.000 Euro - (5.000.000 Euro x 10%) = 250.000 Euro. In diesem Fall erzielt das Unternehmen einen positiven EVA, was bedeutet, dass es die Kapitalkosten deckt und einen Gewinn erwirtschaftet hat.

Schritte zur Economic Value Added Berechnung

Die Berechnung des EVA erfolgt in mehreren Schritten. Hier sind sie im Detail:

  • Berechne das Nettobetriebsergebnis nach Steuern (NOPLAT). Ziehe dazu von dem Betriebsergebnis vor Steuern (EBIT) die Betriebssteuer ab.
  • Berechne das im Unternehmen eingesetzte Kapital. Dies umfasst sowohl das Eigen- als auch das Fremdkapital.
  • Berechne die Kapitalkosten. Hierbei handelt es sich meist um den gewichteten Durchschnitt der Kosten von Eigen- und Fremdkapital, auch als WACC (Weighted Average Cost of Capital) bezeichnet.
  • Setze die gewonnenen Werte in die Formel \[EVA = NOPLAT - (eingesetztes Kapital x Kapitalkosten)\] ein, um den EVA zu berechnen.

Die genannten Schritte können je nach Unternehmen und Branche variieren, insbesondere bei der Berechnung von NOPLAT und Kapitalkosten. So können bei NOPLAT etwa bestimmte nicht zahlungswirksame Aufwendungen hinzugefügt oder abgezogen werden. Bei den Kapitalkosten kann die Berechnung je nach Mischung von Eigen- und Fremdkapital sowie den damit verbundenen Kosten variieren.

Stell dir ein Unternehmen vor, das einen EBIT von 700.000 Euro erzielt hat. Die Betriebssteuer beträgt 28%, was einen NOPLAT von 504.000 Euro ergibt. Das verwendete Eigenkapital im Unternehmen beträgt 2.000.000 Euro und das Fremdkapital 3.000.000 Euro. Die Kosten des Eigenkapitals betragen 7% und die des Fremdkapitals 5%. Der WACC beträgt 5,8% (gewogen aus Eigen- und Fremdkapital). Der EVA errechnet sich folgendermaßen: 504.000 Euro - (5.000.000 Euro x 5,8%) = -24.000 Euro. Das Unternehmen erwirtschaftet demnach keinen ausreichenden Gewinn, um seine Kapitalkosten zu decken.

Während der EVA ein nützliches Werkzeug zur Bewertung der wirtschaftlichen Profitabilität eines Unternehmens sein kann, gibt es auch Kritik an diesem Konzept. Insbesondere wird angemerkt, dass der EVA sehr stark von den angenommenen Kapitalkosten abhängt und dass es schwierig sein kann, diese genau zu bestimmen. Dennoch, wenn er sorgfältig berechnet und im Kontext anderer Finanzkennzahlen betrachtet wird, kann der EVA wertvolle Einblicke in die wirtschaftliche Leistung eines Unternehmens liefern.

Praxisbeispiele für Economic Value Added

In der Praxis kann der Economic Value Added (EVA) sehr nützlich sein, um die Leistung eines Unternehmens zu bewerten und Vergleiche zwischen verschiedenen Unternehmen zu ermöglichen. EVA kann in vielen verschiedenen Branchen angewendet werden und ist nicht auf bestimmte Arten von Unternehmen oder Geschäftsmodellen beschränkt. Im Folgenden betrachten wir ein konkretes Beispiel und diskutieren mögliche Interpretationen von EVA in realen Geschäftsszenarien.

Economic Value Added Beispiel: Unternehmen A

Für ein klares Verständnis ist es hilfreich, anhand eines konkreten Beispiels die Berechnung von EVA nachzuvollziehen. Wir betrachten ein hypothetisches Unternehmen A.

Unternehmen A ist ein Produktionsunternehmen mit einem Umsatz von 20 Millionen Euro. Es hat Betriebskosten von 16 Millionen Euro, was zu einem Betriebsergebnis vor Steuern (EBIT) von 4 Millionen Euro führt. Die Körperschaftssteuer beträgt 25%, daher beträgt das Nettobetriebsergebnis nach Steuern (NOPLAT) 3 Millionen Euro.

Weiterhin beträgt das Eigenkapital des Unternehmens 5 Millionen Euro und das Fremdkapital 7 Millionen Euro, daher beträgt das gesamte eingesetzte Kapital 12 Millionen Euro. Die Kosten des Eigenkapitals sind mit 8% höher als die des Fremdkapitals mit 6%. Daher ergibt sich ein gewichteter durchschnittlicher Kapitalkostensatz (WACC) von etwa 7%.

Mit dieser Information können wir den EVA berechnen: \[EVA = NOPLAT - (eingesetztes Kapital x Kapitalkosten)\] Setzen wir unsere Zahlen ein, erhalten wir: \[EVA = 3.000.000 Euro - (12.000.000 Euro x 0,07) = 2.160.000 Euro\] Da das Ergebnis positiv ist, können wir sagen, dass Unternehmen A nach Zahlung seiner Kapitalkosten einen Überschuss von 2.160.000 Euro erwirtschaftet hat.

Economic Value Added Interpretation aus realen Geschäftsszenarien

Die EVA kann in realen Geschäftsszenarien in vielfältiger Weise interpretiert werden. Ein positiver EVA, wie im Fall von Unternehmen A, zeigt an, dass das Unternehmen nach Abzug der Kapitalkosten einen Gewinn erwirtschaftet hat. Ein sehr hoher EVA kann jedoch auf eine zu konservative Finanzierungspolitik hinweisen, bei der das Unternehmen möglicherweise profitable Investitionsmöglichkeiten verpasst hat, um das Risiko zu minimieren.

Andererseits kann ein negativer EVA bedeuten, dass das Unternehmen nicht in der Lage ist, seine Kapitalkosten zu decken, und zeigt eine schlechte finanzielle Leistung. In diesem Fall sollte das Unternehmen seine Geschäftsstrategien überdenken, um seine Rentabilität zu verbessern.

Es ist wichtig zu betonen, dass eine Interpretation des EVA stets im Kontext des jeweiligen Geschäftsumfelds erfolgen sollte. So könnten etwa saisonale Schwankungen oder einmalige Ereignisse dazu führen, dass der EVA kurzfristig fällt, ohne dass dies auf langfristige Probleme hindeutet. Darüber hinaus können Faktoren wie das Wachstumspotenzial des Unternehmens oder das allgemeine makroökonomische Umfeld die Bedeutung der EVA beeinflussen. Daher sollte die Berechnung und Interpretation des EVA immer als Teil einer umfassenderen finanziellen Analyse erfolgen.

Insgesamt zeigt das Beispiel von Unternehmen A, dass der EVA ein nuanciertes Maß für die finanzielle Leistung eines Unternehmens darstellt, das sowohl die generierten Gewinne als auch die Kosten des eingesetzten Kapitals berücksichtigt.

Vorteile und Nachteile der Economic Value Added Methode

Die Economic Value Added Methode, kurz EVA, ist eine verbreitete Methode zur Bewertung der wirtschaftlichen Leistung eines Unternehmens. Wie alle Werkzeuge und Methoden hat auch der EVA seine Vorteile und Nachteile. In diesem Abschnitt wollen wir einige der wichtigsten positive und negative Aspekte des EVA erörtern.

Wichtige Vorteile von Economic Value Added

In einer Welt des Business und der Finanzen, in der Unternehmen ständig ihre Leistung bewerten und optimieren möchten, bietet der EVA eine praktische, klare und umfassende Art der Bewertung. Hier sind einige der wichtigsten Vorteile:

  • Umfassende Leistungsbewertung: EVA berücksichtigt sowohl die operativen Einnahmen des Unternehmens als auch die Kosten des im Unternehmen eingesetzten Kapitals. Durch diesen umfassenden Ansatz bietet er einen vollständigeren Überblick über die wirtschaftliche Leistung des Unternehmens als viele andere Maßnahmen.
  • Förderung wertmaximierender Entscheidungen: Da ein positiver EVA anzeigt, dass das Unternehmen mehr Gewinn erwirtschaftet als die Kosten des eingesetzten Kapitals, kann der EVA als Anreiz für das Management dienen, Entscheidungen zu treffen, die den Unternehmenswert maximieren.
  • Leichte Vergleichbarkeit: Der EVA ist leicht zu berechnen und leicht zu verstehen, was ihn zu einem praktischen Werkzeug für die Vergleichbarkeit von Unternehmen macht.

Stell dir ein Unternehmen vor, das sich auf die Aufstellung von EVA-Berichten konzentriert, um seine Leistung zu beurteilen. Da der EVA sowohl das operative Ergebnis als auch die Kapitalkosten berücksichtigt, bietet er dem Unternehmen einen umfassenden Überblick darüber, ob es wirklich einen Überschuss erwirtschaftet. Dies wiederum hilft dem Management, wertsteigernde Entscheidungen zu treffen, etwa über Investitionen, Kostenkontrolle oder Preissetzung.

Mögliche Nachteile und Kritik an Economic Value Added

Trotz seiner Vorteile und Popularität ist der EVA auch Kritik ausgesetzt. Hier sind einige mögliche Nachteile und Kritikpunkte, die man beachten sollte:

  • Schwierige Kapitalkostenberechnung: Die genaue Berechnung der Kapitalkosten kann in der Praxis kompliziert und subjektiv sein. Diese setzen sich aus den Kosten für Eigen- und Fremdkapital zusammen, deren Ermittlung jeweils unterschiedliche Annahmen und Erwartungen umfasst.
  • Kurzfristiger Fokus: Obwohl der EVA einen umfassenderen Überblick über die Leistung eines Unternehmens bietet, kann er dennoch zu kurzfristigem Denken führen, da er die Leistung auf jährlicher Basis misst. Dies kann dazu führen, dass langfristige Investitionen oder strategische Ziele vernachlässigt werden.
  • Nicht finanzielle Aspekte: EVA fokussiert auf finanzielle Kennzahlen und berücksichtigt nicht nicht-finanzielle Aspekte wie Kundenzufriedenheit, Mitarbeiterzufriedenheit oder soziales Engagement, die für den langfristigen Erfolg eines Unternehmens ebenso wichtig sein können.

Ein Unternehmen, das ausschließlich auf EVA als Leistungsindikator setzt, könnte Schwierigkeiten haben, die wahren Kapitalkosten zu bestimmen, was zu verzerrten Resultaten führen könnte. Darüber hinaus könnte das Unternehmen dazu neigen, kurzfristig zu denken und langfristige Investitionen zu vernachlässigen, da der EVA jährlich gemessen wird. Schließlich könnte das Unternehmen nicht-finanzielle Aspekte vernachlässigen, die für den langfristigen Geschäftserfolg wichtig sein könnten.

Es ist wichtig zu bedenken, dass EVA nur ein Indikator unter vielen ist und nicht isoliert betrachtet werden sollte. Einen Unternehmen ganzheitlich zu betrachten, bedeutet verschiedene Methoden und Indikatoren zur Bewertung der Performance zu verwenden. Der EVA ist ein nützliches Instrument zur finanziellen Bewertung eines Unternehmens, es gibt jedoch viele weitere Aspekte, die in eine umfassende Unternehmensanalyse einfließen sollten.

Economic Value Added - Das Wichtigste

  • Economic Value Added (EVA) als leistungsorientierter Maßstab
  • EVA-Berechnung: NOPLAT - (Kapital x Kapitalkosten)
  • NOPLAT: Operatives Ergebnis eines Unternehmens nach betrieblichen Aufwendungen und Steuern
  • Kapitalkosten: Kosten, die das Unternehmen für die Beschaffung von Kapital aufbringen muss
  • EVA Bedeutung: Indikator für die wirtschaftliche Profitabilität eines Unternehmens
  • NOPLAT und Kapitalkosten als Hauptkomponenten der EVA-Formel

Häufig gestellte Fragen zum Thema Economic Value Added

Economic Value Added (EVA) ist ein Maß für die wirtschaftliche Rentabilität und die wertorientierte Unternehmenssteuerung. Es berechnet den Überschuss des erwirtschafteten Gewinns eines Unternehmens über die Kosten des eingesetzten Kapitals. Daher zeigt EVA, inwieweit Wert für die Anteilseigner geschaffen wurde.

Der Economic Value Added (EVA) wird berechnet, indem man die gesamten Kapitalkosten von dem Betriebsgewinn nach Steuern abzieht. Dabei ergeben die Kapitalkosten das Produkt aus dem gesamten investierten Kapital und den Kapitalkosten pro Einheit. Der EVA ist ein Maß für den wirtschaftlichen Gewinn über die erforderliche Rendite hinaus.

Der Economic Value Added (EVA) ermöglicht Unternehmen, die tatsächliche Profitabilität ihrer Investitionen zu messen. Er zeigt den Überschuss der Rendite gegenüber den Kapitalkosten auf. Dadurch können Unternehmen ineffiziente Investitionen identifizieren und ihre Ressourcen besser allozieren. Außerdem fördert EVA eine ergebnisorientierte Unternehmenskultur.

Der Economic Value Added (EVA) unterscheidet sich von anderen Finanzkennzahlen, indem er die Kapitalkosten des Unternehmens berücksichtigt. Er berechnet den echten wirtschaftlichen Gewinn einer Firma nach Abzug der Kosten für das eingesetzte Kapital. Dies ist im Vergleich zu herkömmlichen Kennzahlen wie Umsatz oder Gewinn ein umfassender Bewertungsansatz.

Der Economic Value Added (EVA) hat mehrere Limitationen. Er berücksichtigt nicht immer alle immateriellen Werte eines Unternehmens, wie zum Beispiel den Markenwert. Zudem basiert EVA auf Accounting-Daten, die oft Manipulationen ausgesetzt sind. Außerdem sollte das Konzept nur verwendet werden, wenn das Unternehmen gewinnorientiert ist.

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Was ist die Market Value Added (MVA) und wie wird diese berechnet?

Warum hat die MVA eine besondere Bedeutung fuer Unternehmen?

Kann eine negative MVA auf ein schlecht geführtes Unternehmen hindeuten?

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Was ist die Market Value Added (MVA) und wie wird diese berechnet?

Die Market Value Added (MVA) ist eine finanzielle Metrik, die den wirtschaftlichen Wert eines Unternehmens darstellt. Sie misst, ob das Management Wert für seine Aktionäre schafft, indem die Marktkapitalisierung des Unternehmens vom in das Unternehmen investierten Kapital abgezogen wird. Die Formel lautet: MVA = Marktwert des Unternehmens - Investiertes Kapital.

Warum hat die MVA eine besondere Bedeutung fuer Unternehmen?

Die MVA zeigt an, ob das Management sinnvoll investiert und Mehrwert für die Aktionäre schafft. Eine positive MVA deutet auf Erfolg hin, während eine negative MVA auf mögliche Probleme, hohe Investitionen oder Marktschwankungen hinweisen kann. Es wird nicht nur finanzieller Erfolg gemessen, sondern auch andere Faktoren, welche die Aktionäre als Vorteil erachten könnten.

Kann eine negative MVA auf ein schlecht geführtes Unternehmen hindeuten?

Eine negative MVA weist nicht zwingend auf ein schlecht geführtes Unternehmen hin. Sie kann auch auf Marktschwankungen, Konjunkturzyklen oder Investitionen in langfristige Projekte referenzieren, die noch keine Profite generieren. Ein Unternehmen, das viel in Forschung und Entwicklung investiert, könnte eine niedrige oder negative MVA haben, die sich allerdings in der Zukunft erhöhen könnte.

Wie berechnest du den Market Value Added (MVA)?

Um den MVA zu berechnen, ziehst du das investierte Kapital vom Marktwert des Unternehmens ab. Du benötigst also den aktuellen Marktwert des Unternehmens und das investierte Kapital, um die Berechnung durchzuführen.

Was stellt der Market Value Added (MVA) dar?

Der MVA zeigt, wie viel Mehrwert die Unternehmensführung für ihre Investoren geschaffen hat. Ein positiver MVA bedeutet, dass das Unternehmen einen zusätzlichen Wert über das ursprünglich investierte Kapital hinaus geschaffen hat.

Was ist bei der Berechnung des Market Value Added (MVA) zu beachten?

Bei der Berechnung des MVA ist zu beachten, dass beide Werte - der Marktwert des Unternehmens und das investierte Kapital - in der gleichen Währung und für den gleichen Zeitraum angewendet werden müssen, um ein genaues Ergebnis zu erhalten.

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