Systematische Fehler

In der Welt der Ingenieurwissenschaften ist es unerlässlich, systematische Fehler zu verstehen und zu minimieren. Diese Fehler können dazu führen, dass Resultate und Auswertungen verzerrt werden, was weitreichende Folgen für Projekte und Arbeitsabläufe haben kann. In diesem Artikel werden systematische Fehler eingehend beleuchtet, von ihrer einfachen Erklärung und Definition bis hin zu praktischen Beispielen in technischen Prozessen. Es wird auch der Unterschied zwischen systematischen und zufälligen Fehlern untersucht und Möglichkeiten zur Erkennung und Minimierung von systematischen Fehlern vorgestellt. Mit konkreten Tipps und Lösungsansätzen wird ebenfalls aufgezeigt, wie systematische Fehler in technischen Prozessen vermieden werden können.

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Systematische Fehler

In der Welt der Ingenieurwissenschaften ist es unerlässlich, systematische Fehler zu verstehen und zu minimieren. Diese Fehler können dazu führen, dass Resultate und Auswertungen verzerrt werden, was weitreichende Folgen für Projekte und Arbeitsabläufe haben kann. In diesem Artikel werden systematische Fehler eingehend beleuchtet, von ihrer einfachen Erklärung und Definition bis hin zu praktischen Beispielen in technischen Prozessen. Es wird auch der Unterschied zwischen systematischen und zufälligen Fehlern untersucht und Möglichkeiten zur Erkennung und Minimierung von systematischen Fehlern vorgestellt. Mit konkreten Tipps und Lösungsansätzen wird ebenfalls aufgezeigt, wie systematische Fehler in technischen Prozessen vermieden werden können.

Was sind systematische Fehler?

In der Ingenieurwissenschaft und anderen experimentellen Disziplinen sind systematische Fehler eine konstante Herausforderung für Präzision und Genauigkeit. Diese Art von Fehlern können ein Experiment oder Messung beeinflussen und führen zu Ergebnissen, die konsistent, aber nicht zutreffend sind.

Systematische Fehler sind fehlerhafte Abweichungen, die immer in die gleiche Richtung weisen und durch Faktoren verursacht werden, die systemisch in die Messung eingreifen.

Systematische Fehler einfach erklärt

Ein systematischer Fehler tritt auf, wenn es Faktoren gibt, die die Messungen oder Beobachtungen beeinflussen, unabhängig davon, wie oft oder unter welchen Bedingungen sie gemacht werden. Das bedeutet, dass sie nicht zufällig, sondern systemisch sind, was bedeutet, dass sie immer in die gleiche Richtung weisen und daher konsistent sind. Um zu visualisieren, wie systematische Fehler auftreten, stelle dir vor, du misst die Länge einer Stange mit einem Zollstock, der an einem Ende beschädigt ist. Jede Messung, die du vornimmst, wäre konsistent - sie würde immer die gleiche Länge anzeigen - aber nicht korrekt, weil der Zollstock fehlerhaft ist.

Systematische Fehler Definition

Ein systematischer Fehler ist eine fehlerhafte Abweichung von dem wahren Wert, die immer gleich ist, wenn die Messung unter den gleichen Bedingungen wiederholt wird. Er resultiert aus einem Fehler in dem Messverfahren oder -gerät selbst.

Systematische Fehler können durch mehrere Faktoren verursacht werden, einschließlich mechanische Probleme mit Messgeräten, Umgebungsbedingungen und menschliches Versagen. Daher ist es wichtig, bei der Durchführung von Experimenten und Messungen sorgfältige Kontrollen und Doppelchecks durchzuführen.

Beispiele für systematische Fehler

Ein klares Beispiel für einen systematischen Fehler wäre der Fall, wenn die Waage, mit der du dein Gewicht misst, nicht richtig kalibriert ist und immer 2kg zu viel anzeigt. Unabhängig davon, wie oft du dich wiegst, das Ergebnis wird immer 2kg zu viel sein.

Ein weiteres Beispiel könnte in der Astrophysik auftreten. Wenn ein Teleskop zur Beobachtung von Sternen und Galaxien benutzt wird und dieses Teleskop systematisch eine bestimmte Position bevorzugt, hätte das zur Folge, dass die erfassten Bilder schief oder verzerrt wären.
Typ des systematischen Fehlers Beispiel
Kalibrierungsfehler Eine Waage zeigt systematisch 2kg zuviel an
Positionierungsfehler Ein Teleskop bevorzugt eine bestimmte Position und erfasst dadurch verzerrte Bilder
Egal in welchem Bereich du arbeitest oder studierst, es ist wichtig, dass du dich mit den potenziellen systematischen Fehlern vertraut machst, die auftreten können, und lernst, wie du sie identifizieren und minimieren kannst. Nur so kannst du sicherstellen, dass deine Messungen und Daten möglichst genau sind.

Interessanterweise, obwohl systematische Fehler in der Regel als negative Faktoren betrachtet werden, die die Genauigkeit von Messungen beeinträchtigen, können sie auch verwendet werden, um Messsysteme oder –verfahren zu verbessern. Indem du systematische Fehler identifizierst und ihre Ursachen verstehst, kannst Korrekturmaßnahmen ergreifen, um die Zuverlässigkeit deiner Messungen zu erhöhen.

Unterschiede zwischen systematischen und zufälligen Fehlern

Eines der wichtigsten Konzepte bei der Messung und Analyse in den Ingenieurwissenschaften sind die Fehlerquellen. Während schon die verschiedenen Arten systematischer Fehler analysiert wurden, ist es ebenso entscheidend, die Unterschiede zwischen systematischen und zufälligen Fehlern zu verstehen.

Systematische vs. zufällige Fehler

Systematische und zufällige Fehler haben unterschiedliche Ursachen und Eigenschaften, daher wirken sie sich auch unterschiedlich auf Messungen und Analysen aus. Systematische Fehler sind, wie bereits erklärt, konsistente Abweichungen vom wahren Wert, die auf Mängel im Messverfahren, im Gerät oder auf andere kontrollierbare Faktoren zurückzuführen sind. Sie lassen sich durch verbesserte Experimentdesigns, Ausrüstungskalibrierungen und genaue Protokolle minimieren. Einige typische Ursachen für systematische Fehler sind:
  • Fehler in der Datenübertragung
  • Messgeräte, die nicht auf Null gesetzt sind
  • Fehlerhafte Kalibrierung von Geräten
  • Messungen, die unter verschiedenen Bedingungen durchgeführt werden
Auf der anderen Seite sind zufällige Fehler unvorhersehbare Statistiken. Sie folgen dem Prinzip der Normalverteilung und ihre Ursachen sind oft schwer zu identifizieren. Im Gegensatz zu systematischen Fehlern sind zufällige Fehler unvermeidlich und betreffen jede Messung, unabhängig von ihrer Qualität. Einige typische Ursachen für zufällige Fehler sind:
  • Natürliche Fluktuationen und Unregelmäßigkeiten in der gemessenen physikalischen Größe
  • Unvermeidbare Unterschiede in wiederholten Messungen
  • Menschliche Einschränkungen wie begrenzte Wahrnehmungsfähigkeiten

Systematischen Fehler Berechnen

Anders als zufällige Fehler, die durch Verfeinern der Messmethode und Durchführung zahlreicher Wiederholungen reduziert werden können, erfordert die Behandlung systematischer Fehler eine genaue Identifizierung ihrer Quellen und eine geeignete Korrekturmaßnahme. Um den systematischen Fehler zu berechnen, muss zunächst bekannt sein, was der "wahre Wert" des Messobjekts ist. Dies kann erreicht werden durch Vergleichsmessungen mit sehr genauen Geräten oder durch eine genaue theoretische Berechnung des erwarteten Werts. Der systematische Fehler wird dann als Differenz zwischen dem gemessenen Wert und dem "wahren Wert" berechnet. In mathematischer Form ausgedrückt, kann der systematische Fehler durch die Formel \[ E = X - X' \] berechnet werden, wobei \( E \) der systematische Fehler ist, \( X \) der gemessene Wert und \( X' \) der tatsächliche oder wahre Wert. Es ist jedoch wichtig zu bedenken, dass diese Berechnung nur so zuverlässig ist wie der "wahre Wert", auf den sie sich bezieht. Der berechnete systematische Fehler beinhaltet nur den identifizierten systematischen Fehler, eventuell nicht erkannte weitere systematische Fehler sind nicht enthalten. Um die Genauigkeit von Messungen und Experimenten zu verbessern, müssen sowohl systematische als auch zufällige Fehler in Betracht gezogen und kontrolliert werden. Der Weg zur Genauigkeit erfordert das Verständnis der Rolle, die beide Arten von Fehlern dabei spielen.

Es kann oft vorkommen, dass systematische Fehler und zufällige Fehler gleichzeitig auftreten und deine Messung beeinträchtigen. In solchen Fällen kann man die Größe des systematischen Fehlers vernachlässigen im Vergleich zur Größe des zufälligen Fehlers, insbesondere wenn Messungen mit wenig Präzision durchgeführt werden.

Systematische Fehler im Ingenieurwesen

In den Ingenieurwissenschaften sind systematische Fehler von großer Bedeutung, da sie die Qualität und Zuverlässigkeit von Messungen und Ergebnissen direkt beeinflussen. Insbesondere in technischen Prozessen, wo Zuverlässigkeit und Präzision entscheidend sind, können systematische Fehler umfangreiche und kostspielige Konsequenzen haben. Ein solcher Fehler kann schon in der Mechanik, Elektronik, Thermodynamik oder in anderen technischen Gebieten auftreten.

Systematische Fehler in technischen Prozessen

In technischen Prozessen, etwa Fertigungsprozessen oder ingenieurtechnischen Untersuchungen, können systematische Fehler auf verschiedene Weisen entstehen: zum Beispiel durch falsche Gerätekalibrierung, Ausrichtungsfehler von Geräten, Umgebungsbedingungen, die nicht in die Kalibrierung einbezogen wurden, und sogar durch die natürliche Abnutzung von Geräten im Laufe der Zeit.

Stell dir ein einfaches technisches System vor, eine mechanische Presse in einer Produktionslinie. Wenn die Presse nicht korrekt ausgerichtet ist, wird jedes produzierte Teil einen systematischen Fehler aufweisen - es wird konsequent in die gleiche falsche Form gepresst. Das Ausrichtungsproblem kann zwar durch routinemäßige Wartung und Inspektion korrigiert werden, doch bis zur Korrektur produziert die fehlerhafte Presse konstant fehlerhafte Teile.

Die Auswirkungen solcher systematischer Fehler in technischen Prozessen können beträchtlich sein, von der verringerten Effizienz und Produktqualität bis hin zu größer angelegten technischen Fehlern und Stillständen. Daher ist es entscheidend für Ingenieure und Techniker, systematische Fehler zu erkennen und zu minimieren.

Statistische und Systematische Fehler

Es ist wichtig, den Unterschied zwischen systematischen Fehlern und statistischen oder zufälligen Fehlern zu verstehen, da sie unterschiedlich behandelt werden müssen. Systematische Fehler sind konsistent und vorhersehbar, sie resultieren aus Faktoren, die stets in die Messung eingreifen. Sie können minimiert werden, indem die Ursachen für die Fehlerquellen identifiziert und adressiert werden. Statistische oder zufällige Fehler hingegen sind unvorhersehbare und unkontrollierbare Abweichungen, die aufgrund natürlicher Variationen auftreten. Diese Fehler folgen der Verteilungstheorie und können durch Erhöhung der Stichprobengröße minimiert werden.
  • Systematische Fehler: Vorhersehbar, messen konstant abweichende Werte, Ursachen können behoben werden.
  • Statistische Fehler: Unvorhersehbar, messen zufällig abweichende Werte, minimiert durch Erhöhen der Stichprobengröße.

Umgang mit Systematischen Fehlern

Umgang mit systematischen Fehlern erfordert mehrere Schritte, von der Identifikation bis zur Nachkorrektur der Messwerte.

Die Identifikation eines systematischen Fehlers erfordert eine sorgfältige Beurteilung der Konsistenz von Messungen und Beobachtungen, oft im Vergleich zu einem bekannten Standard.

Sobald ein systematischer Fehler identifiziert wurde, kann er korrigiert werden, indem das fehlerhafte Messgerät oder -verfahren justiert wird. In einigen Fällen kann der systematische Fehler auch nachträglich aus den Daten herausgerechnet werden. Für diese Nachkorrektur wird der ermittelte Wert des systematischen Fehlers von den gemessenen Daten abgezogen. \[ D_{korrigiert} = D_{gemessen} - E_{systematisch} \] wobei \( D_{korrigiert} \) der nachkorrigierte Datenwert ist, \( D_{gemessen} \) der gemessene Datenwert und \( E_{systematisch} \) der ermittelte systematische Fehler. Ein weiterer Aspekt des Umgangs mit systematischen Fehlern ist die ständige Überprüfung und Kalibrierung von Messgeräten und -verfahren, um sicherzustellen, dass sie korrekt funktionieren und genaue Messungen liefern. Bei der Durchführung von Messungen im professionellen oder wissenschaftlichen Kontext ist es entscheidend, den Umgang mit systematischen Fehlern zu verstehen und zu priorisieren.

Wie erkennt man systematische Fehler?

Um systematische Fehler zu erkennen, bedarf es einer Kombination aus der Wahrnehmung inkonsistenter Messungen, einem umfassenden Verständnis des Messprozesses und gegebenenfalls dem Vergleich der Ergebnisse mit den Erwartungen aus der Theorie. Es ist zudem wichtig, unterschiedliche Ursachen von Fehlern zu unterscheiden, um festzustellen, ob ein systematischer Fehler vorliegt.

Techniken zur Erkennung systematischer Fehler

Es gibt viele unterschiedliche Techniken zur Erkennung systematischer Fehler, die je nach Kontext und Art des Experiments variieren können. Hier sind einige der am häufigsten verwendeten Methoden:
  • Überprüfung der Geräte: Eine der ersten und wichtigsten Methoden zur Identifizierung systematischer Fehler ist die Überprüfung der Messgeräte. Sind Sie korrekt kalibriert? Sind sie richtig eingestellt? Kleinste Unkorrektheiten oder Abweichungen können zu systematischen Fehlern führen.
  • Analyse der Daten: Beim Vergleich der Messergebnisse mit theoretischen Vorhersagen oder bekannten Werten kann eine systematische Abweichung Hinweise auf einen systematischen Fehler geben. Es können auch statistische Testmethoden, wie Student's t-Test oder Analysis of Variance (ANOVA), zur Identifizierung systematischer Fehler angewendet werden.
  • Vergleich mit anderen Messungen: Wenn in einem Experiment mehrere Messungen desselben Parameters durchgeführt werden, sollten diese Werte nahe beieinander liegen. Wenn sie stark abweichen, könnte dies ein Hinweis auf einen systematischen Fehler sein.
  • Blindstudien: Ein besonderes Verfahren zur Identifizierung systematischer Fehler ist die so genannte "Blindstudie". Dabei weiß der Experimentator nicht, welchen Wert er erwartet, um Vorurteile oder vorgefertigte Meinungen auszuschließen, die zu systematischen Fehlern führen könnten.

Eine Blindstudie ist ein Experiment, bei dem Informationen vor dem oder den Experimentatoren, die die Daten erheben und analysieren, verborgen gehalten werden, um den Einfluss von Vorurteilen oder voreingenommenen Erwartungen zu minimieren.

Schritte zum Minimieren systematischer Fehler

Sobald ein systematischer Fehler erkannt wurde, muss er minimiert oder völlig ausgeschaltet werden. Hier sind einige Schritte, die dazu beitragen können, systematische Fehler zu minimieren:
  • Gerätekorrektur: Wenn ein Gerät falsche Messungen liefert, sollte es korrigiert, kalibriert oder, wenn nötig, ausgetauscht werden.
  • Verbesserung der Methodik: Falls der systematische Fehler in der Methodik liegt, kann es notwendig sein, das experimentelle Design oder die Durchführung zu überdenken und zu verbessern.
  • Nachjustierung der Daten: Manchmal kann der systematische Fehler durch eine Nachjustierung der Daten, etwa durch Subtraktion des Fehlers von den Messwerten, korrigiert werden.
  • Vermeidung von Bias: Bias, ob bewusst oder unbewusst, kann zu systematischen Fehlern führen. Durch Verwendung von Blindstudien und anderen Methoden kann Bias vermieden werden.
Letztendlich ist es wichtig zu beachten, dass trotz der Bemühungen zur Minimierung von systematische Fehlern, es immer noch die Möglichkeit gibt, dass sie auftreten. Deshalb sollte die kontinuierliche Überwachung und Verbesserung ein integraler Bestandteil jedes technischen oder wissenschaftlichen Arbeitens sein.

Lösungsansätze im Umgang mit systematischen Fehlern

Im Umgang mit systematischen Fehlern existieren verschiedene Lösungsansätze, von denen einige genauere Analysen und Anpassungen der Methodologie erfordern, während andere auf der Änderung der Messinstrumente oder Prozesse basieren. Allen gemeinsam ist das grundlegende Ziel, die Genauigkeit und Verlässlichkeit der Messungen und Ergebnisse zu verbessern.

Praktische Beispiele zur Korrektur systematischer Fehler

Um systematische Fehler zu korrigieren, ist es wichtig, die genaue Ursache des Fehlers zu bestimmen. Oft sind es die einfachsten Aspekte, die korrigiert werden müssen. Betrachten wir einige praktische Beispiele:

Angenommen, du führst eine Reihe von Temperaturmessungen in einer bestimmten Umgebung durch. Nach der Durchsicht der Daten stellst du fest, dass die gesamten Messungen konstant 2 Grad höher liegen als der bekannte Standard. In diesem Fall könnte es sich um einen systematischen Fehler handeln, der aus der Fehlkalibrierung des Thermometers resultiert. Die Korrektur in diesem Fall wäre einfach – das Thermometer muss neu kalibriert oder ausgetauscht werden.

Ein weiteres Beispiel könnte in einem komplexeren Prozess, wie einem industriellen Fertigungsprozess, auftreten.

Hier könnten systematische Fehler auftreten, wenn zum Beispiel eine Maschine konsequent Bauteile produziert, die ein wenig zu groß sind. Dies könnte auf eine viele Faktoren zurückzuführen sein, wie etwa eine fehlerhafte Einstellung der Fertigungsanlage, zu hohen Verschleiß eines Werkzeugs oder einfach das Ergebnis einer falsch programmierten Spezifikation. In jedem Fall wäre die Korrektur desselben, den genauen Verursacher des Fehlers zu identifizieren und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen - sei es eine Neuprogrammierung, die Durchführung routinemäßiger Wartungen oder der Austausch von Werkzeugen oder Geräten.

Tipps um systematische Fehler zu vermeiden

Die Vermeidung von systematischen Fehlern beginnt bereits im Vorfeld eines Experiments oder technischen Prozesses. Hier sind einige allgemeine Tipps:
  • Proper Calibration: Stelle sicher, dass alle Messgeräte korrekt kalibriert sind. Dies sollte vor jeder Messreihe erfolgen, um die Genauigkeit zu gewährleisten.
  • Messungen überprüfen: Überprüfe deine Messungen regelmäßig gegen bekannte Standards oder Vergleichsmessungen. Das kann helfen, systematische Fehler frühzeitig zu erkennen.
  • Geräte warten: Richte eine regelmäßige Wartung und Inspektion deiner Messgeräte und Maschinen ein, um ihre ordnungsgemäße Funktion sicherzustellen.
  • Blindstudien verwenden: In bestimmten Situationen kann es nützlich sein, Blindstudien durchzuführen, um Voreingenommenheiten zu vermeiden, die zu systematischen Fehlern führen können.
  • Mehrere Messungen durchführen: Führe wenn möglich mehrere Messungen durch und vergleiche die Ergebnisse. Wenn die Ergebnisse konsistent abweichen, kann das ein Hinweis auf einen systematischen Fehler sein.
Das Vermeiden von systematischen Fehlern ist ein entscheidender Aspekt der Qualitätssicherung in jeder technischen oder wissenschaftlichen Disziplin. Mit gründlicher Planung, regelmäßiger Verifizierung und korrektem Umgang können systematische Fehler effektiv minimiert und kontrolliert werden.

Systematische Fehler - Das Wichtigste

  • Definition und Beispiele für systematische Fehler: Systematische Fehler sind konsistente Abweichungen vom wahren Wert, die auf Mängel im Messverfahren oder Gerät zurückzuführen sind. Beispiele sind eine mangelhaft kalibrierte Waage, die konstant 2kg zu viel anzeigt, oder ein Teleskop, das eine bestimmte Position bevorzugt und dadurch verzerrte Bilder aufnimmt.
  • Unterschied zwischen systematischen und zufälligen Fehlern: Systematische Fehler sind vorhersehbar und konsistent, während zufällige Fehler unvorhersehbar, unkontrollierbar und oft schwer zu identifizieren sind. Typische Ursachen für systematische Fehler sind Gerätekalibrierungsprobleme und Ineffizienzen in der Datenübertragung, während zufällige Fehler durch natürliche Fluktuationen und menschliche Beschränkungen verursacht werden.
  • Berechnung von systematischen Fehlern: Systematische Fehler werden als Differenz zwischen dem gemessenen und dem "wahren" Wert berechnet. Es ist wichtig, diese Berechnung ist nur so verlässlich wie der "wahre Wert".
  • Rolle systematischer Fehler im Ingenieurwesen: Systematische Fehler haben eine erhebliche Bedeutung in den Ingenieurwissenschaften, da sie Qualität und Zuverlässigkeit von Messungen und Ergebnissen direkt beeinflussen. Sie können in verschiedenen technischen Prozessen entstehen und zu verringerte Effizienz oder größeren technischen Problemen führen.
  • Wie man systematische Fehler erkennt: Systematische Fehler können durch Überprüfung der Geräte, Datenanalyse, Vergleich mit anderen Messungen und Durchführung von Blindstudien erkannt werden.
  • Umgang mit systematischen Fehlern: Einmal erkannt, können systematische Fehler oft durch Gerätekorrektur, Verbesserung der Methodik, Nachjustierung der Daten und Vermeidung von Bias minimiert werden.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Systematische Fehler

Ein systematischer Fehler ist eine konstante Abweichung der Messergebnisse vom tatsächlichen Wert, die durch ein Problem mit dem Messinstrument oder der Messmethode verursacht wird. Diese Fehler sind oft vorhersehbar und können korrigiert werden.

Grobe systematische Fehler sind systematische Fehler, die durch ungenaue Messgeräte oder methodische Fehler hervorgerufen werden, während zufällige Fehler zufällig und unvorhersehbar sind und selbst unter gleichen Bedingungen variieren können. Sie resultieren oft aus unbekannten oder unbeabsichtigten Änderungen in der Messsituation.

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Was sind systematische Fehler?

Was ist ein konkretes Beispiel für einen systematischen Fehler?

Was unterscheidet systematische von zufälligen Fehlern?

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Was sind systematische Fehler?

Systematische Fehler sind fehlerhafte Abweichungen, die immer in die gleiche Richtung weisen und durch Faktoren verursacht werden, die systemisch in die Messung eingreifen. Sie sind nicht zufällig, sondern immer konstant, wenn die Messung unter den gleichen Bedingungen wiederholt wird.

Was ist ein konkretes Beispiel für einen systematischen Fehler?

Ein systematischer Fehler wäre der Fall, wenn die Waage, mit der du dein Gewicht misst, nicht richtig kalibriert ist und immer 2kg zu viel anzeigt. Unabhängig davon, wie oft du dich wiegst, das Ergebnis wird immer 2kg zu viel sein.

Was unterscheidet systematische von zufälligen Fehlern?

Systematische Fehler sind konsistente Abweichungen vom wahren Wert, die auf Mängel im Messverfahren oder Gerät zurückzuführen sind. Sie lassen sich durch Verbesserungen minimieren. Zufällige Fehler sind unvorhersehbare Statistiken, folgen dem Prinzip der Normalverteilung und sind schwer zu identifizieren. Sie sind unvermeidlich und betreffen jede Messung.

Wie wird der systematische Fehler berechnet?

Der systematische Fehler wird als Differenz zwischen dem gemessenen Wert und dem "wahren Wert" berechnet. Hierfür wird die Formel E = X - X' verwendet, wobei E der systematische Fehler ist, X der gemessene Wert und X' der tatsächliche oder wahre Wert.

Was ist der Unterschied zwischen systematischen und statistischen Fehlern im Ingenieurwesen?

Systematische Fehler sind vorhersehbar und führen zu konstant abweichenden Messungen, deren Ursachen behoben werden können. Statistische Fehler sind unvorhersehbar, führen zu zufällig abweichenden Messungen und können durch Erhöhung der Stichprobengröße minimiert werden.

Wie kann ein systematischer Fehler im Ingenieurwesen identifiziert und korrigiert werden?

Ein systematischer Fehler kann durch die Beurteilung der Konsistenz von Messungen und Beobachtungen identifiziert werden. Nach der Identifikation kann er durch Justierung des fehlerhaften Messgeräts oder -verfahrens korrigiert werden, oder er kann nachträglich aus den Daten herausgerechnet werden.

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