Kapazitiver Sensor

Dich erwartet eine ausführliche und fundierte Betrachtung der technischen Wunderwerke, die sich hinter dem komplexen Begriff "Kapazitiver Sensor" verbergen. Du wirst nicht nur deren Definition und Funktion gründlich kennenlernen, sondern auch ihren Aufbau und die dazugehörigen Berechnungsmethoden sowie zahlreiche beispielhafte Anwendungen dieser technologischen Errungenschaft in der Praxis. Außerdem gibt der Artikel einen einfach verständlichen Überblick über die Vor- und Nachteile von kapazitiven Sensoren und stellt gängige Schaltzeichen und Prinzipien vor. Damit erhältst du fundiertes Wissen, das tiefer in die faszinierende Welt der kapazitiven Sensoren führt.

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Kapazitiver Sensor

Kapazitiver Sensor

Dich erwartet eine ausführliche und fundierte Betrachtung der technischen Wunderwerke, die sich hinter dem komplexen Begriff "Kapazitiver Sensor" verbergen. Du wirst nicht nur deren Definition und Funktion gründlich kennenlernen, sondern auch ihren Aufbau und die dazugehörigen Berechnungsmethoden sowie zahlreiche beispielhafte Anwendungen dieser technologischen Errungenschaft in der Praxis. Außerdem gibt der Artikel einen einfach verständlichen Überblick über die Vor- und Nachteile von kapazitiven Sensoren und stellt gängige Schaltzeichen und Prinzipien vor. Damit erhältst du fundiertes Wissen, das tiefer in die faszinierende Welt der kapazitiven Sensoren führt.

Kapazitiver Sensor: Definition und Funktion

Ein kapazitiver Sensor ist in der Ingenieurwissenschaft ein transduktives Gerät, das physikalische, chemische oder biologische Größenänderungen in elektrische Signale umwandeln kann. Durch die Änderung von Faktoren wie Abstand, Größe oder Material einer Elektrode in der Nähe, kann der kapazitive Sensor diese Änderungen in Form von Kapazitätsänderungen erfassen.

Was sind kapazitive Sensoren?

Kapazitive Sensoren sind eine Unterklasse von Sensoren. Ihre Funktion beruht auf der Messung von Änderungen im elektrischen Feld, die durch Näherung oder Berührung hervorgerufen werden. Im Gegensatz zu induktiven oder resistiven Sensoren, die auf Metalle reagieren, können kapazitive Sensoren nahezu alle Materialien erfassen, einschließlich Glas, Kunststoff, Holz und Flüssigkeiten.

Stell dir vor, du hast einen Behälter, der mit einer Flüssigkeit gefüllt ist. Ein kapazitiver Sensor könnte dazu verwendet werden, um festzustellen, wie voll der Behälter ist, ohne den Behälter öffnen oder die Flüssigkeit berühren zu müssen. Der Sensor könnte nahe an der Außenwand des Behälters angebracht werden und würde dann auf die Veränderung der Kapazität reagieren, die durch die Anwesenheit der Flüssigkeit im Behälter verursacht wird.

Funktion eines kapazitiven Sensors

Kapazitive Sensoren arbeiten nach dem Prinzip der Kapazitätsänderung. Die Grundkonfiguration eines kapazitiven Sensors besteht aus zwei metallischen Elektroden, die einen Kondensator bilden. Wenn sich ein Gegenstand den Elektroden nähert, verändert er das elektrische Feld zwischen den Elektroden und somit die Kapazität des Kondensators. Diese Änderung kann dann gemessen werden. Kapazitive Sensoren können entweder zum Messen von Berührungen (als berührungsempfindliche Schalter) oder von Näherungen (als Abstandssensoren) verwendet werden.

Die Kapazität eines Kondensators kann durch die Formel \[ C = \frac{\varepsilon \cdot A}{d} \] beschrieben werden, wobei \(\varepsilon\) die Permittivität des Materials zwischen den Elektroden ist, A die Fläche der sich überlappenden Teile der Elektroden und d der Abstand zwischen den Elektroden.

Kapazitiver Sensor Messprinzip

Das Messprinzip eines kapazitiven Sensors ist einfach. Da die Kapazität direkt von der Fläche der Elektroden und dem Abstand zwischen ihnen abhängt, verursacht jede Änderung dieser Parameter eine Änderung der Kapazität. Beispielsweise wird sich die Kapazität erhöhen, wenn sich ein Gegenstand den Elektroden nähert, da dies die effektive Fläche der Elektroden erhöht. Ebenso wird eine Erhöhung der Größe der Elektroden eine Erhöhung der Kapazität verursachen.

Die Permittivität \(\varepsilon\) des Materials, das sich zwischen den Elektroden befindet, spielt auch eine wichtige Rolle bei der Bestimmung der Kapazität. Verschiedene Materialien haben unterschiedliche Permittivitäten, und somit können kapazitive Sensoren auch zur Unterscheidung verschiedener Materialien verwendet werden.

Aufbau und Berechnung eines kapazitiven Sensors

Ein kapazitiver Sensor besteht in seiner einfachsten Form aus zwei Metallelektroden, die einen Kondensator bilden. Hinter diesen Elektroden ist eine Schaltung angeschlossen, welche Änderungen in der Kapazität des Kondensators erkennt und in ein für uns nützliches Format umwandelt - in der Regel in ein elektrisches Signal.

Die Elektroden können dabei verschiedenste Formen annehmen, abhängig vom jeweiligen Anwendungszweck des Sensors. Oftmals sind sie plattenförmig ausgeführt, sie können jedoch auch ringförmig oder zylindrisch sein.

Die Elektroden des kapazitiven Sensors bilden einen Kondensator. Jede Änderung in der Nähe dieser Elektroden – sei es eine Näherung, Berührung oder Materialänderung – führt zu einer Veränderung des elektrischen Feldes und somit zur Änderung der Kapazität des Kondensators. Diese Kapazitätsänderung wird von der Schaltung zu einem elektrischen Signal umgewandelt.

Eine Barriereschicht, oder Dielektrikum, trennt die beiden Elektroden. Es kann sich dabei um Luft, einen keramischen Werkstoff, Kunststoff oder ein anderes isolierendes Material handeln. Die Eigenschaften des verwendeten Dielektrikums haben einen erheblichen Einfluss auf die Performance des Sensors.

Kapazitiver Sensor Schaltplan

Ein einfacher Schaltplan für einen kapazitiven Sensor könnte aus zwei parallelgeschalteten Leiterplatten bestehen, die die Elektroden des Kondensators bilden. Die Platten können durch ein Isolationsmaterial getrennt sein, das als Dielektrikum dient. Das elektrische Feld zwischen den Platten ist gleichmäßig verteilt, solange die Platten parallel und gleich groß sind und sich in einem ausreichenden Abstand voneinander befinden.

An die Elektroden ist eine elektronische Schaltung angeschlossen, die gewöhnlich aus einem Oszillator, einem Demodulator und einem Schmitt-Trigger besteht. Der Oszillator erzeugt eine Wechselspannung, die über die Elektroden des Sensors angelegt wird. Ändert sich die Kapazität des Kondensators durch die Annäherung oder Berührung eines Objekts, so verändert sich die Amplitude der Oszillatorschwingung. Diese Amplitudenänderung wird durch den Demodulator in eine Gleichspannung umgewandelt, die anschließend vom Schmitt-Trigger in ein digitales Signal umgewandelt wird.

In manchen Anwendungen kann eine Schutzschicht hinzugefügt werden, um die Sensorelemente vor Umwelteinflüssen zu schützen. Diese Schicht kann aus Kunststoff, Glas, Metall oder anderen Materialien bestehen.

Wie berechnet man einen kapazitiven Sensor?

Die Berechnung eines kapazitiven Sensors beginnt mit der Größe der Elektroden und dem Abstand d zwischen ihnen. Die Kapazität C eines kapazitiven Sensors lässt sich mit der Formel

\[ C = \varepsilon_0 \cdot \varepsilon_r \cdot \frac{A}{d} \] berechnen, wobei \(\varepsilon_0\) die Permittivität des Vakuums, \(\varepsilon_r\) die relative Permittivität des Materials zwischen den Elektroden, A die Fläche der überlappenden Teile der Elektroden und d der Abstand zwischen den Elektroden ist.

Die Permittivität des Vakuums \(\varepsilon_0\) ist eine Konstante und hat den Wert von etwa \(8,85·10^{-12}\) F/m (Farad pro Meter). Die relative Permittivität \(\varepsilon_r\) ist der Faktor, um den das Material zwischen den Elektroden die Kapazität im Vergleich zu einem Vakuum erhöht. Luft hat beispielsweise eine relative Permittivität von etwa 1, während die relative Permittivität von Wasser etwa 80 beträgt.

Neben diesen geometrischen und materialabhängigen Faktoren muss bei der Berechnung eines kapazitiven Sensors auch die Frequenz des Oszillatorsignals berücksichtigt werden, da die Kapazität eines Kondensators auch von der Frequenz des angelegten Signals abhängt.

Als Beispiel betrachten wir einen kapazitiven Sensor mit quadratischen Elektroden der Kantenlänge a = 10mm und einem Abstand d = 1mm zwischen den Elektroden. Das Dielektrikum besteht aus Luft. Die Kapazität des Sensors kann mit obiger Formel berechnet werden zu \(C = \varepsilon_0 \cdot \varepsilon_r \cdot \frac{A}{d} = 8,85·10^{-12} F/m \cdot 1 \cdot \frac{(0,01m)^2}{0,001m} = 8,85·10^{-11}F\).

Anwendung und Praxisbeispiele kapazitiver Sensoren

Kapazitive Sensoren haben eine Vielzahl von Einsatzbereichen. In erster Linie werden sie eingesetzt, um Berührungen oder Näherungen von Objekten zu detektieren. Dies kann beispielsweise in der Fertigungs- und Prozesstechnologie nutzen, um die Präsenz, den Standort oder die Form eines Werkstücks zu überprüfen. Auch in der Medizintechnik und im Automobilbereich finden sie vielfältige Anwendungen.

Ein weiteres Anwendungsgebiet der kapazitiven Sensortechnologie ist die Füllstandsmessung von Flüssigkeiten oder Granulaten in Behältern. Durch ihre Fähigkeit, nicht-metallische Materialien und Flüssigkeiten durch Behälterwände hindurch zu detektieren, können kapazitive Sensoren die Füllhöhe von Behältern kontinuierlich und berührungslos überwachen.

AnwendungsfeldBeispiel
Fertigungs- und ProzesstechnologieWerkstück Detektion
MedizintechnikGerätesteuerung
AutomobilbereichSitzbelegungserkennung
FüllstandsmessungMilchtank

In integrierten Schaltkreisen und in der Mikrosystemtechnik können kapazitive Sensoren dazu genutzt werden, mechanische Größen wie Druck, Beschleunigung oder Kraft zu messen. Auch in der berührungslosen Bedienung von Geräten, beispielsweise in Touchscreens, spielen kapazitive Sensoren eine wichtige Rolle.

Eine interessante Anwendung von kapazitiven Sensoren ist die sogenannte Kapazitive Kopplung. Diese Technologie ermöglicht die drahtlose Übertragung von Energie oder Daten über eine Kapazität. Dabei wird ein elektrisches Feld zwischen zwei Elektroden erzeugt, das von einem Steuersignal moduliert wird. Durch die Modulation des elektrischen Feldes können Daten oder Energie kabellos übertragen werden.

Kapazitiver Sensor Beispiel

Eines der bekanntesten Beispiele für die Anwendung von kapazitiven Sensoren sind Touchscreens. Die Touchscreens von Smartphones oder Tablets nutzen die kapazitive Technologie, um Berührungen und Wischbewegungen zu erkennen.

Ein kapazitiver Touchscreen besteht aus einer Glasschicht, die mit einem leitfähigen Material beschichtet ist. Darüber liegt eine weitere Schicht, die mit einem Raster von leitenden Streifen versehen ist. Berührt ein Finger den Bildschirm, ändert sich das elektrische Feld an dieser Stelle, und die Position des Fingers kann anhand der veränderten Kapazitäten ermittelt werden.

In der Praxis sind kapazitive Touchscreens genauer und zuverlässiger als ihre resistiven Gegenstücke. Sie erlauben Mehrpunktberührungen und sind beständiger gegen Verschmutzungen und Kratzer.

Mit einem Smartphone kannst du wahrscheinlich aus eigener Erfahrung sprechen: Wenn du deinen Finger auf den Bildschirm legst, wird er sofort erkannt - egal, ob du gerade eine App öffnest, einen Text eingibst oder durch deine Fotos scrollst. Dank der kapazitiven Sensortechnik erkennt dein Smartphone genau, wo und wie du den Bildschirm berührst.

kHz Bei der Berührung mit einem Finger verändert sich die Kapazität der entsprechenden Elektroden. Diese Änderung wird von der Schaltung des Touchscreens erkannt und in eine Information über die Position und Bewegung des Fingers umgewandelt. Daher reagieren kapazitive Touchscreens nur auf die Berührung mit leitfähigen Materialien, wie beispielsweise deinem Finger, und nicht mit nicht-leitenden Materialien wie einem Kunststoffstift.

Einfache Erklärung und Vor- und Nachteile von kapazitiven Sensoren

Ein kapazitiver Sensor ist ein Gerät, das Änderungen in seiner unmittelbaren Umgebung erfasst und diese in ein elektrisches Signal umwandelt. Namen und Funktion bezieht er von dem physikalischen Phänomen der Kapazität - einer Eigenschaft von Kondensatoren. Ein Kondensator kann elektrische Ladung speichern und besteht im Grunde aus zwei leitenden Platten, die durch ein isolierendes Material, das Dielektrikum, getrennt sind.

Ein Kapazitiver Sensor ist wie ein Kondensator aufgebaut. Der Sensor nutzt das elektrische Feld zwischen den beiden Platten und erfasst Änderungen in Distanz, Größe oder Material von Objekten in seiner Nähe, indem er die resultierenden Änderungen in der Kapazität misst.

Kapazitive Sensoren sind besonders gut darin, nicht-metallische Materialien und Flüssigkeiten zu detektieren, was sie in vielen verschiedenen Industriebereichen einsetzbar macht. Berührungen oder Näherungen können ohne direkten Kontakt erkannt werden, was diese Sensorart ideal für die Verwendung in Berührungsbildschirmen, Positions- und Füllstandsmessungen oder in sicherheitskritischen Anwendungen macht.

Kapazitiver Sensor Vor- und Nachteile

Wie bei jeder Technologie, so gibt es auch bei den kapazitiven Sensoren Vor- und Nachteile, die es abzuwägen gilt. Sie haben eine Vielzahl von Vorteilen, wie zum Beispiel ihre Sensibilität, vielseitige Einsetzbarkeit und ihre Zuverlässigkeit. Doch es gibt auch Nachteile, zu denen Störeinflüsse, eine komplexe Signalverarbeitung und ihre Sensibilität gegenüber Materialänderungen zählen.

Die Vorteile von kapazitiven Sensoren umfassen:

  • Die Fähigkeit, sowohl feste als auch flüssige Materialien einschließlich Glas, Kunststoff, Holz, und Flüssigkeiten zu detektieren.
  • Funktionieren auch durch nicht-leitende Materialien hindurch.
  • Hohe Auflösung und Empfindlichkeit.
  • Vielseitig einsetzbar in verschiedenen Industrien.

Die Nachteile von kapazitiven Sensoren umfassen:

  • Sind empfindlich gegen Störeinflüsse durch Umgebungsfaktoren wie Temperatur, Feuchtigkeit, und elektromagnetische Felder.
  • Die Signalverarbeitung kann komplex sein, da Kapazitätsänderungen klein ausfallen können.
  • Eine Berührungsfläche kann durch Schmutz, Staub oder andere Debris beeinflusst werden.

Trotz der Nachteile sind kapazitive Sensoren dank ihrer Bauweise und Funktionsweise sehr flexibel in vielen Anwendungsbereichen einsetzbar und oft die beste Wahl, wenn es darum geht, eine große Vielfalt an Materialien zu detektieren oder berührungsempfindliche Anwendungen zu realisieren.

Die Wahl, ob ein kapazitiver Sensor für eine bestimmte Anwendung geeignet ist oder nicht, hängt immer von den spezifischen Anforderungen ab. Im Bereich der Füllstandsüberwachung zum Beispiel, kannst du mit einem kapazitiven Sensor durch die Tankwand hindurch messen, eine Lösung, die mit vielen anderen Arten von Sensoren nicht möglich wäre. Da die kapazitiven Sensoren auch sehr empfindlich sind, können sie allerdings auch auf Störeinflüsse reagieren, wie zum Beispiel auf Wasserflecken auf der Aussenseite des Tanks. Hier wären dann gegebenenfalls Maßnahmen nötig, um solche Störeinflüsse zu minimieren.

Kapazitiver Sensor: Schaltzeichen und Prinzipien

Im Kontext elektrischer Schaltungen wird ein kapazitiver Sensor oft durch ein einfaches Schaltzeichen dargestellt, das im Wesentlichen aus zwei parallelen Linien besteht. Diese Linien stellen die beiden Elektroden des Kondensators dar, die durch ein Dielektrikum getrennt sind. Dieses Schaltzeichen kann je nach Anwendung durch zusätzliche Symbole ergänzt werden, die spezifische Eigenschaften oder Funktionen des Sensors darstellen.

Es ist wichtig zu beachten, dass das Schaltzeichen eines kapazitiven Sensors allein nicht ausreichend ist, um seine spezifischen Eigenschaften oder Verhaltensweisen zu beschreiben. Weitere Informationen, wie die Art der Sensorausgabe, die verwendete Betriebsspannung oder bestimmte Eigenschaften des Sensors, müssen in der Regel aus dem Datenblatt des Herstellers oder aus spezifizierten Kennlinien entnommen werden.

Wenn du zum Beispiel einen Schaltplan für ein Steuergerät in einem Industrieautomat erstellst, könnte das Schaltzeichen für einen kapazitiven Sensor als zwei parallele Linien dargestellt sein, die an eine positive und eine negative Spannungsquelle angeschlossen sind. Wenn der Sensor eine digitale Ausgabe besitzt, könnte zusätzlich ein Rechteck mit einem Pfeil, der auf die Seite des Sensors zeigt, hinzugefügt werden.

Kapazitiver Sensor Prinzip

Das Grundprinzip eines kapazitiven Sensors basiert auf der Änderung der Kapazität eines Kondensators. Ein Kondensator besteht aus zwei elektrisch leitfähigen Elektroden, die durch ein isolierendes Material, das Dielektrikum, getrennt sind. Wenn sich die Eigenschaften des Dielektrikums oder der Abstand der Elektroden ändert, ändert sich auch die Kapazität des Kondensators.

Im Falle eines kapazitiven Näherungssensors zum Beispiel würden Metalle oder andere leitfähige Materialien, die sich in der Nähe der Sensorelektroden befinden, eine Änderung in der Verteilung der elektrischen Ladung auf den Elektroden verursachen. Dies würde zu einer Veränderung der Kapazität des Kondensators führen. Der Sensor könnte diese Kapazitätsänderung messen und in ein elektrisches Signal umwandeln, das dann analysiert oder zur Steuerung anderer Geräte genutzt werden könnte.

Die Art und Weise, wie kapazitive Sensoren Kapazitätsänderungen messen, kann zwischen verschiedenen Sensortypen variieren. Meistens wird jedoch ein hochfrequentes Wechselspannungssignal verwendet, das über die Sensorelektroden angelegt wird. Änderungen in der Kapazität des Kondensators führen dann zu Änderungen in der Amplitude dieses Wechselspannungssignals, die gemessen und weiterverarbeitet werden können.

Die genaue Funktionsweise eines kapazitiven Sensors kann jedoch noch komplexer sein und weitere Phänomene wie die Dielektrizitätskonstante des Dielektrikums oder das Vorhandensein von parasitären Kapazitäten einschließen. Darüber hinaus können kapazitive Sensoren auch in unterschiedlichen Betriebsmodi wie dem Wechsel- oder Gleichspannungsbetrieb arbeiten, was wiederum ihre Empfindlichkeit und ihre Ansprechzeit beeinflusst.

Die genaue Wirkungsweise eines bestimmten kapazitiven Sensors hängt von vielen Faktoren ab und kann sehr unterschiedlich sein. Daher ist es wichtig, dass du die spezifischen Eigenschaften und Anforderungen deiner Anwendung verstehst, wenn du einen kapazitiven Sensor auswählst oder implementierst.

Kapazitiver Sensor - Das Wichtigste

  • Kapazitiver Sensor: Gerät, das Änderungen in seiner Umgebung erfasst und in ein elektrisches Signal umwandelt.
  • Messprinzip: Kapazität ändert sich mit Veränderungen der Elektrodenfläche und des Abstandes zwischen ihnen.
  • Aufbau: Besteht aus zwei Metallelektroden, die einen Kondensator bilden und eine Schaltung, die Kapazitätsänderungen erkennt.
  • Berechnung: Kapazität C berechnet sich über die Formel C = ε0 * εr * A/d, mit Permittivität des Vakuums ε0, relativer Permittivität des Materials εr, Fläche der überlappenden Teile der Elektroden A und Abstand zwischen den Elektroden d.
  • Anwendung: Einsatz in verschiedenen Bereichen wie Fertigungs- und Prozesstechnologie, Medizintechnik, Automobilbereich und Füllstandsmessung.
  • Vor- und Nachteile: Hohe Sensibilität und Vielseitigkeit, aber auch empfindlich gegen Störeinflüsse und komplex in der Signalverarbeitung.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Kapazitiver Sensor

Ein kapazitiver Sensor funktioniert, indem er Änderungen in der Näherungskapazität detektiert. Beim Näherkommen eines Objekts steigt die Kapazität zwischen den sensiblen Bereichen des Sensors. Diese Änderung wird in ein elektrisches Signal umgewandelt, das dann analysiert wird.

Vorteile von kapazitiven Sensoren sind ihre hohe Genauigkeit, Unempfindlichkeit gegen Umwelteinflüsse, lange Lebensdauer und die Fähigkeit, nicht-metallische und auch nicht-leitende Materialien zu erkennen. Nachteile sind ihre begrenzte Reichweite, die Empfindlichkeit gegenüber Luftfeuchtigkeit und Schmutz sowie die Notwendigkeit der Kalibrierung.

Ein kapazitiver Sensor erkennt und misst Änderungen in der elektrischen Kapazität seiner Umgebung, die durch Material- oder Abstandsänderungen verursacht werden. Diese werden häufig eingesetzt, um die Näherung, Positionierung oder das Fehlen von Objekten zu erkennen, sowie Flüssigkeitsstände und andere physikalische Größen zu messen.

Ein kapazitiver Sensor ist ein Gerät, das Veränderungen in der Nähe zu ihm aufgrund von Änderungen in der elektrischen Kapazität misst. Er wird häufig zum Messen von nicht-metallischen Materialien wie Kunststoff, Wasser, Glas und Plattenmaterialien verwendet.

Ein kapazitiver Sensor detektiert Änderungen in der elektrischen Kapazität, die durch Nähe oder Berührung eines Objekts mit dem Sensor verursacht werden. Es kann zur Messung von verschiedensten Faktoren wie Position, Abstand, Füllstand oder Druck eingesetzt werden.

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Was ist ein kapazitiver Sensor und wie funktioniert er?

Ein kapazitiver Sensor ist ein Gerät, das physikalische, chemische oder biologische Größenänderungen in elektrische Signale umwandeln kann. Dies erfolgt durch die Erfassung von Änderungen der Kapazität, die durch Faktoren wie Abstand, Größe oder Material von nahen Elektroden verursacht werden.

Was ist das Messprinzip eines kapazitiven Sensors?

Das Messprinzip eines kapazitiven Sensors basiert auf der Kapazitätsänderung. Wenn sich ein Gegenstand den Elektroden eines Sensors nähert oder sich ihre Größe ändert, verändert sich die Kapazität. Auch die Permittivität des Materials zwischen den Elektroden spielt eine Rolle bei der Änderung der Kapazität.

Wie ist ein kapazitiver Sensor aufgebaut?

Ein kapazitiver Sensor besteht aus zwei Metallelektroden, die einen Kondensator bilden. Änderungen in der Kapazität des Kondensators werden durch eine angeschlossene Schaltung in ein elektrisches Signal umgewandelt. Die Elektroden sind von einer isolierenden Barriereschicht getrennt, die auch als Dielektrikum bezeichnet wird und einen erheblichen Einfluss auf die Performance des Sensors hat.

Wie berechnet man die Kapazität eines kapazitiven Sensors?

Die Kapazität eines kapazitiven Sensors berechnet sich aus der Permittivität des Vakuums, der relativen Permittivität des Materials zwischen den Elektroden, der Fläche der überlappenden Teile der Elektroden und dem Abstand zwischen den Elektroden. Die Formel lautet: C = ε0 * εr * (A/d). Dabei hat ε0 den Wert von etwa 8,85*10^-12 F/m und εr ist der materialabhängige Faktor.

Wo werden kapazitive Sensoren hauptsächlich eingesetzt?

Kapazitive Sensoren werden eingesetzt, um Berührungen und Näherungen von Objekten zu detektieren. Sie finden Anwendung in der Fertigungs- und Prozesstechnologie, Medizintechnik, Automobilbereich, und zur Füllstandsmessung von Flüssigkeiten oder Granulaten in Behältern. Zudem werden sie in integrierten Schaltkreisen und in der Mikrosystemtechnik zur Messung mechanischer Größen und in Touchscreens zur berührungslosen Bedienung von Geräten verwendet.

Wie funktioniert ein kapazitiver Touchscreen?

Ein kapazitiver Touchscreen besteht aus einer mit leitfähigem Material beschichteten Glasschicht und einer weiteren Schicht mit einem Raster von leitenden Streifen. Bei Berührung ändert sich das elektrische Feld an dieser Stelle und die Position des Fingers kann anhand der veränderten Kapazitäten ermittelt werden. Kapazitive Touchscreens reagieren nur auf leitfähige Materialien.

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