Systemverhalten

Im Rahmen der Ingenieurwissenschaften spielt das Systemverhalten eine zentrale Rolle - vor allem in der Elektrotechnik, Regelungstechnik und digitalen Technologie. Du erfährst in diesem Artikel, was genau unter Systemverhalten zu verstehen ist und wie es detailliert analysiert werden kann. Differentialgleichungen sind dabei ein wichtiger Bestandteil zur Beschreibung von Systemverhalten, dem diesem Artikel ebenfalls ein ausführlicher Teil gewidmet wird. Praktische Beispiele runden das Thema ab und ermöglichen es, das erworbene Wissen auf realistische Fälle anzuwenden.

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Systemverhalten

Systemverhalten

Im Rahmen der Ingenieurwissenschaften spielt das Systemverhalten eine zentrale Rolle - vor allem in der Elektrotechnik, Regelungstechnik und digitalen Technologie. Du erfährst in diesem Artikel, was genau unter Systemverhalten zu verstehen ist und wie es detailliert analysiert werden kann. Differentialgleichungen sind dabei ein wichtiger Bestandteil zur Beschreibung von Systemverhalten, dem diesem Artikel ebenfalls ein ausführlicher Teil gewidmet wird. Praktische Beispiele runden das Thema ab und ermöglichen es, das erworbene Wissen auf realistische Fälle anzuwenden.

Was ist Systemverhalten in der Elektrotechnik?

In der Ingenieurwissenschaften, insbesondere in der Elektrotechnik, fasst das Systemverhalten alle in einem System stattfindenden Dynamiken und Prozesse zusammen und beschreibt deren Zusammenhänge und Abhängigkeiten. Es gibt sogar verschiedene Analysemethoden, um Systemverhalten detailliert zu untersuchen und zu verstehen.

Definition von Systemverhalten

Systemverhalten in ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen, einschließlich Elektrotechnik, bezieht sich auf die Reaktionen und Verhaltensweisen, die ein System aufgrund von Eingabebedingungen oder anderen in diesem System stattfindenden Aktivitäten zeigt.

Zum Verständnis gehört die Erkenntnis, wie ein System auf verschiedene Stimuli oder Änderungen reagiert. Merkmale wie Stabilität, Oszillation, Resonanz und Chaos sind dabei wesentliche Aspekte, die das Systemverhalten kennzeichnen.

Analyse von Systemverhalten in Elektrotechnik

Die Analysemethode zur Untersuchung des Systemverhaltens hängt von der Art des Systems und den spezifischen Zielen der Analyse ab. Einige der gängigen Analysetechniken umfassen Zeitbereichsanalyse, Frequenzbereichsanalyse und Zustandsraumanalyse.
  • Zeitbereichsanalyse - konzentriert sich auf die Untersuchung der Systemantworten über die Zeit. Zum Beispiel experimentelle oder numerische Zeitverläufe der Nenngröße oder der Leistungsäußerung.
  • Frequenzbereichsanalyse - betrachtet das Verhalten eines Systems im Frequenzbereich. Sie kann verwendet werden, um systemische Reaktionen auf harmonische Eingabebedingungen zu untersuchen.
  • Zustandsraumanalyse - analysiert das Systemverhalten unter Berücksichtigung aller möglichen Zustände eines Systems, die durch seine Zustandsvariablen beschrieben werden.

Beispiele für Systemverhalten in der Elektrotechnik

Ein einfaches Beispiel für ein System in der Elektrotechnik könnte ein einfacher elektrischer Kreislauf mit einem Widerstand und einer Spannungsquelle sein. Der Stromfluss in diesem System würde sich entsprechend Ohms Law verhalten, das durch die Formel \( I = \frac{V}{R} \) ausgedrückt wird. Hier ist "I" der Strom, "V" ist die angelegte Spannung und "R" ist der Widerstand. Die Reaktion des Systems auf Änderungen in "V" oder "R" kann durch diese Formel verstanden und vorhergesagt werden.

In komplexeren Elektrotechniksystemen kann das Systemverhalten unter Verwendung von Differentialgleichungen modelliert werden. Zum Beispiel können RLC-Schaltungen, die aus einem Widerstand (R), einer Induktivität (L) und einer Kapazität (C) bestehen, mithilfe der Differentialgleichung 2. Ordnung \(L\frac{d^2q}{dt^2} + R\frac{dq}{dt} + \frac{q}{C} = 0\) analysiert werden. Hierbei ist \(q(t)\) die Ladung auf dem Kondensator zu einer Zeit \(t\).

Es gibt noch viele weitere Aspekte des Systemverhaltens zu entdecken, von der Untersuchung der Stabilität bis hin zur Untersuchung von Zeitverhalten und Frequenzverhalten. Jede dieser Analysemethoden bietet einen einzigartigen Einblick, wie Elektrotechniksysteme auf verschiedene Eingaben und Änderungen reagieren und welche Auswirkungen diese Verhaltensweisen auf die Systemleistung haben können.

Systemverhalten und Regelungstechnik

In nahezu jedem technischen System spielen die Regelungstechnik und das Systemverhalten eine entscheidende Rolle. Geht es doch darum, ein System so zu steuern und zu regeln, dass es ein gewünschtes Verhalten aufweist, selbst bei komplexen oder sich ändernden Umgebungsbedingungen.

Bedeutung der Regelungstechnik für das Systemverhalten

Die Regelungstechnik ist ein Teilgebiets der Ingenieurwissenschaften und bedient sich mathematischer Modelle und Prinzipien, um Systeme zu analysieren und zu steuern. Dabei geht es um die Entwicklung von Reglern und die Durchführung von Regelvorgängen, um das Systemverhalten zu steuern und zu optimieren. Mit Regelungstechnik kannst du das Systemverhalten nicht nur analysieren und verstehen, sondern auch beeinflussen und steuern.

Regelungstechnik ist die Technik zur Messung, Beeinflussung und Vorhersage des Systemverhaltens von technischen Prozessen mithilfe von Regelalgorithmen und entsprechenden Regelgeräten.

In einem Regelkreis gibt es vier grundlegende Komponenten:
  • Regler - Er entscheidet, welche Aktion ausgeführt werden soll, basierend auf den Daten, die er vom Messglied erhält.
  • Messglied - Dieses Element misst den Ist-Zustand des Systems und sendet die Daten an den Regler.
  • Stellelement - Es führt die vom Regler bestimmte Aktion aus.
  • Regelstrecke - Dies ist das eigentliche System, das geregelt wird.

Beispiel für Systemverhalten in der Regelungstechnik

Ein klassisches Beispiel für Systemverhalten in der Regelungstechnik ist die Temperaturregelung eines Raumes mithilfe einer Heizungsanlage. Dieses System besteht aus den vier oben genannten Komponenten.

Der Thermostat (Regler) misst die Raumtemperatur (Messglied). Wenn die Raumtemperatur unter eine voreingestellte Schwelle (Soll-Wert) fällt, sendet der Thermostat ein Signal an die Heizung (Stellelement), um die Wärmezufuhr zu erhöhen und die Raumtemperatur auf das gewünschte Niveau zu bringen (Regelstrecke).

Man könnte das Verhalten dieses Systems mithilfe einer Differentialgleichung modellieren. Eine mögliche Formulierung wäre \( \frac{dT(t)}{dt} = -K(T(t) - T_{umg}) + P(t)\), wobei \(T(t)\) die Raumtemperatur ist, \(T_{umg}\) die Umgebungstemperatur, \(P(t)\) die Heizleistung und \(K\) ein Proportionalitätsfaktor, der von der Isolierung des Raumes abhängt.

Ein tieferes Verständnis vom Systemverhalten und der Regelungstechnik kann dazu führen, dass Lösungen zur Optimierung entwickelt werden. Im Falle des Heizungssystems könnte eine optimierte Lösung darin bestehen, dass der Thermostat nicht nur die aktuelle Temperatur berücksichtigt, sondern auch andere Faktoren wie die Außentemperatur oder die Anwesenheit von Personen im Raum.

Vermittlung von Systemverhalten durch Differentialgleichungen

Eine Differentialgleichung ist ein mathematisches Werkzeug, das zur Beschreibung von Systemen verwendet wird, deren Zustand sich mit der Zeit ändert. Diese Gleichungen können das Systemverhalten sehr effektiv vermitteln, weil sie die Beziehungen zwischen den verschiedenen Systemvariablen und deren Ableitungen darstellen.

Differentialgleichung Systemverhalten einfach erklärt

Eine Differentialgleichung ist eine Gleichung, die eine Funktion und eine oder mehrere ihrer Ableitungen enthält. Sie hat eine weite Anwendung in der Physik, Ingenieurwissenschaften und anderen Wissenschaftsbereichen, wo sie zur Beschreibung von dynamischen Systemen genutzt wird.

In der Mathematik ist eine Differentialgleichung eine Gleichung, die den Zusammenhang zwischen einer Funktion und ihren Ableitungen darstellt. Diese Gleichungen können verwendet werden, um das Verhalten von Systemen zu beschreiben, die in der Zeit variieren, wie mechanische, elektrische, physikalische und chemische Systeme.

Die Differentialgleichungen können in verschiedene Klassen eingeteilt werden, basierend auf mehreren Kriterien, darunter:
  • Der Grad der Differentialgleichung, definiert durch die höchste Jahreszeit ihrer Ableitungen.
  • Die Linearity, eine Differentialgleichung ist linear, wenn sie nur lineare Terme enthält und anders als linear, wenn sie nichtlineare Terme enthält.
  • Die Anzahl der variablen Größen, die sie umfasst. Eine univariate Differentialgleichung hat nur eine unbekannte Funktion und ihre Ableitungen, während eine multivariate Differentialgleichung mehrere unbekannte Funktionen enthält.

Anwendung von Differentialgleichungen zur Beschreibung von Systemverhalten

Die Lösung einer Differentialgleichung gibt das Systemverhalten über die Zeit dar. Diese Lösungen können verwendet werden, um systemische Reaktionen auf verschiedene Eingabebedingungen zu modellieren und vorherzusagen. Die Differentialgleichungen ermöglichen es uns, zu verstehen, wie sich ein System im Laufe der Zeit entwickeln wird, basierend auf seiner aktuellen Konfiguration und den physikalischen Gesetzen, die dieses System regieren. Ein Modell in Form einer Differentialgleichung kann helfen, technische Systeme zu optimieren, ihre Leistung zu verbessern oder ihre Reaktionen auf verschiedene Störungen zu minimieren.

Praktische Beispiele zur Differentialgleichung und Systemverhalten

Ein typisches Beispiel für die Anwendung von Differentialgleichungen zur Beschreibung des Systemverhaltens findet sich im Bereich der Elektrotechnik. Betrachten wir zum Beispiel ein einfaches LC-Schwingkreis, das aus einem Kondensator (Kapazität C) und einer Induktivität (Induktivität L) besteht. Die Dynamik dieses Systems kann durch die folgende Differentialgleichung zweiter Ordnung beschrieben werden: \( L\frac{d^2q(t)}{dt^2} + \frac{q(t)}{C} = 0 \), wobei \( q(t) \) die Ladung auf dem Kondensator zu einer Zeit \( t \) ist.

In der Praxis kann das systematische Lösen von Differentialgleichungen jedoch komplex sein, insbesondere wenn es darum geht, Systeme mit mehreren Variablen oder nichtlinearen Gleichungen zu behandeln. Heutzutage können jedoch numerische Methoden und computersoftware, wie MATLAB und Python mit ihrer Fähigkeit, komplexe numerische Berechnungen durchzuführen, bei der Lösung solcher Gleichungen helfen und somit das Verständnis des Systemverhaltens erleichtern.

Systemverhalten in digitaler Technologie

In der digitalen Technologie ist das Systemverhalten essenziell, um zu verstehen, wie eine digitale Einheit unter verschiedenen Umständen agiert und reagiert. Digitaltechnologien sind subtile Abläufe von Zustandsänderungen. Diese Zustände werden durch logische Operationen gesteuert und lassen sich durch neueste Technologien teilweise vorhersagen.

Vorhersage von Systemverhalten in digitaler Technologie

In der digitalen Technologie wird das Systemverhalten oft mithilfe von Software und Algorithmen vorhergesagt. Eine grundlegende Methode zur Vorhersage von Systemverhalten in digitalen Technologien ist die Simulation. Simulationen können verschiedene Bedingungen und Variablen berücksichtigen, um zu zeigen, wie das System unter einer Vielzahl von Umständen reagieren könnte.

Eine Simulation ist eine Methode zur Nachbildung oder Nachahmung eines Systems unter bestimmten Bedingungen. Sie wird häufig verwendet, um das Verhalten von Systemen zu analysieren und vorherzusagen, die sonst zu komplex, zu teuer oder zu riskant für echte Tests sind.

Ein anderer Ansatz zur Vorhersage des digitalen Systemverhaltens ist die Verwendung von Maschinellem Lernen und Künstlicher Intelligenz (KI). Maschinelles Lernen ist eine Technik, bei der ein Computermodell aus einer Menge von Daten trainiert wird, um eigenständig Entscheidungen zu treffen oder Vorhersagen zu treffen.

Maschinelles Lernen ist ein Bereich der Künstlichen Intelligenz, der Algorithmen und statistische Modelle verwendet, um Computer dazu zu bringen, Aufgaben auszuführen, ohne ausdrücklich programmiert zu sein.

Die Fähigkeit, Systemverhalten vorherzusagen, ermöglicht es, Systeme zu optimieren, verbessert die Diagnose und Wartung digitaler Systeme und reduziert Risiken.

Beispiele für Systemverhalten in digitaler Technologie

Ein gutes Beispiel für Systemverhalten in der digitalen Technologie ist das von Suchmaschinen wie Google. Der Google-Algorithmus passt seine Suchergebnisse basierend auf dem Verhalten seiner Nutzer an. Diese algorithmischen Änderungen sind ein Schlüsselbeispiel für Systemverhalten, bei dem das Output eines Systems (die Suchergebnisse) anhand von Eingabedaten (dem Suchverhalten der Nutzer) geändert werden.

Ein anderes Beispiel ist die Leistung eines Prozessors in einem Computer. Die Leistung kann durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden, darunter die Art der ausgeführten Anwendung, die Temperatur des Prozessors und die Anzahl der gleichzeitig laufenden Prozesse. Mithilfe von Simulationen und Vorhersagemodellen können Ingenieure verstehen, wie diese Faktoren die Systemleistung beeinflussen und entsprechende Änderungen vornehmen, um die Leistung zu optimieren.

In der Mobil- und Drahtlostechnologie spielt das Systemverhalten eine zentrale Rolle. Beispielsweise kann das Verhalten eines Mobilfunknetzes von verschiedenen Faktoren wie der Anzahl der Benutzer, dem verwendeten Frequenzband und der Signalstärke beeinflusst werden. Durch die Vorhersage des Systemverhaltens können die Netzbetreiber Ressourcen effizient zuweisen, die Netzwerkabdeckung optimieren und die Netzwerkqualität sicherstellen.

In allen diesen Beispielen ermöglicht das Verständnis des Systemverhaltens die Vorhersage der Systemleistung unter unterschiedlichen Bedingungen, die Identifizierung von Problembereichen und die Durchführung geeigneter Maßnahmen zur Verbesserung der Systemleistung. Dabei spielen die Prinzipien der Regelungstechnik und der Verwendung computergestützter Modellierung und Simulation eine entscheidende Rolle.

Verständnis von Systemverhalten durch einfache Erklärung

Systemverhalten bezeichnet, wie ein System auf verschiedene Eingaben reagiert und welche Ausgaben es liefert. Dieses Verhalten kann auf einer Vielzahl von Ebenen betrachtet werden, von einzelnen Systemkomponenten bis hin zum Gesamtsystem. Systemverhalten kann für Systeme jeglicher Art definiert werden, einschließlich mechanischer, elektrischer, thermodynamischer und digitaler Systeme.

Systemverhalten einfach erklärt

Ein System kann als eine Menge von Elementen angesehen werden, die zusammenarbeiten, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. In diesem Zusammenhang stellt das Systemverhalten die Aktionen und Reaktionen dar, die innerhalb des Systems stattfinden, um auf äußere und innere Einflüsse zu reagieren. Das Systemverhalten wird durch Merkmale wie Stabilität, periodisches Verhalten, Transienten und Reaktionsgeschwindigkeit auf Änderungen charakterisiert. Zu diesen Merkmalen gehören:
  • Stabilität: Fähigkeit eines Systems, auf Störungen zu reagieren und zu einem Normalzustand zurückzukehren.
  • Periodisches Verhalten: Wiederholung des Systemverhaltens nach einem bestimmten Zeitintervall.
  • Transienten: Vorläufiges Verhalten eines Systems, bevor es einen stabilen Zustand erreicht.
  • Reaktionsgeschwindigkeit: Geschwindigkeit, mit der ein System auf eine Änderung reagiert.
Um das Systemverhalten zu verstehen, ist es notwendig, die Beziehungen zwischen den verschiedenen Elementen des Systems und den Regeln, die ihr Zusammenwirken bestimmen, zu kennen. Diese Beziehungen und Regeln können in Form von mathematischen Ausdrücken oder Gleichungen dargestellt werden.

Beispiele zur Vereinfachung des Systemverhaltens

Consider some simple systems to illustrate the concept of system behavior: Ein Mechanisches Pendel ist ein einfaches mechanisches System, dessen Verhalten durch die Differentialgleichung des harmonischen Oszillators beschrieben werden kann. Der Zustand des Pendels zu einem bestimmten Zeitpunkt kann durch seine Position und Geschwindigkeit beschrieben werden. Die Pendelbewegung ist periodisch und das System kehrt immer zu seinem Ausgangszustand zurück, was ein Beispiel für ein stabiles System ist. Ein weiteres Beispiel ist ein elektrisches System wie ein RC-Tiefpassfilter, das aus einem Widerstand und einem Kondensator besteht, die in Reihe geschaltet sind. Die Ausgangsspannung entspricht den Spannungsabfällen über dem Kondensator und kann durch die erste Ordnung Differentialgleichung \( \tau\frac{dv(t)}{dt} + v(t) = 0 \), wobei \(\tau = RC\) beschrieben werden. Dieses einfache elektrische System wird durch die Zeitkonstante \(\tau\) gekennzeichnet, welche die Reaktionsgeschwindigkeit des Systems auf Spannungsänderungen beschreibt.

Methoden zur Analyse und Beschreibung von Systemverhalten

Es gibt verschiedene Methoden zur Analyse und Beschreibung von Systemverhalten, einschließlich:
  • Analytische Methoden: Mit Methoden der Mathematik und Physik, wie Differentialgleichungen, Linearisierung und Fourier-Analyse, kann das Systemverhalten präzise beschrieben werden.
  • Numerische Methoden: Numerische Methoden wie finite Differenzen und finite Elemente können verwendet werden, um das Systemverhalten zu modellieren und zu analysieren, insbesondere für komplizierte Systeme, die sich nicht gut durch analytische Methoden darstellen lassen.
  • Experimentelle Methoden: Experimentelle Methoden können verwendet werden, um systematisches Verhalten empirisch zu messen und zu analysieren. Dies beinhaltet oft das Aufzeichnen von Systemantworten auf verschiedene Eingangssignale.
  • Computersimulationen: Computersimulationen können verwendet werden, um das Verhalten komplexer Systeme unter variablen Bedingungen zu modellieren und zu analysieren. Simulationen ermöglichen es, die Auswirkungen von Designänderungen zu testen und vorherzusagen, ohne tatsächliche physische Änderungen am System vornehmen zu müssen.
Jede dieser Methoden hat ihre Stärken und Schwächen und oft, um ein vollständiges Bild des Systemverhaltens zu erhalten, werden verschiedene Methoden kombiniert. Aber egal welche Methode verwendet wird, es ist wichtig, dass die Analyse und Beschreibung des Systemverhaltens dazu beitragen, die Systemleistung zu verbessern, Störungen zu identifizieren und zu beseitigen und letztlich zur optimalen Systemleistung beizutragen.

Systemverhalten - Das Wichtigste

  • Definition von Systemverhalten
  • Anwendung von Regelungstechnik zur Steuerung des Systemverhaltens
  • Beschreibung von Systemverhalten mit Differentialgleichungen
  • Anwendung von Simulation und maschinellem Lernen zur Vorhersage von Systemverhalten in digitaler Technologie
  • Beispiel für Systemverhalten in Elektrotechnik und digitaler Technologie
  • Wichtige Merkmale des Systemverhaltens wie Stabilität, periodisches Verhalten, Transienten und Reaktionsgeschwindigkeit

Häufig gestellte Fragen zum Thema Systemverhalten

Systemverhalten bezeichnet die Reaktionen und Veränderungen eines Systems auf interne Prozesse oder externe Einflüsse. Es kann anhand von Systemparametern, Eingangs-Ausgangs-Beziehungen und dynamischen Eigenschaften analysiert und beschrieben werden.

Ein Beispiel für Systemverhalten wäre die Temperaturreaktion eines Thermostatsystems. Wenn die Raumtemperatur unter einen bestimmten Punkt fällt, reagiert das System (Thermostat) auf dieses Verhalten, indem es die Heizung einschaltet, um die Temperatur zu erhöhen.

Ein System wird durch seine Eingangs-Ausgangs-Beziehungen, seine Zustände und Parameter charakterisiert. Weitere wichtige Eigenschaften können seine Linearität, Zeitinvarianz, Stabilität, Kausalität und Kontrollierbarkeit sein.

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Was ist eine Übertragungsfunktion in der Elektrotechnik?

Eine Übertragungsfunktion ist ein mathematisches Modell, das das Verhalten eines linearen, zeitinvarianten Systems (LTI-System) in der Frequenzdomäne beschreibt. Sie ist das Verhältnis der Fourier-Transformierten des Ausgangssignals zur Fourier-Transformierten des Eingangssignals, wobei alle Anfangszustände gleich Null gesetzt werden.

Was wird durch die Betragsfrequenzgangsfunktion und die Phasenfrequenzgangsfunktion dargestellt?

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