Störgrößen

In der Welt der Ingenieurwissenschaften und Elektrotechnik ist der Begriff 'Störgröße' kein Fremdwort. Sie ist oft das Zünglein an der Waage, das über die Qualität und Zuverlässigkeit eines technischen Systems entscheidet. Dieser Artikel beleuchtet die Funktion und Bedeutung von Störgrößen detailliert, angefangen von ihrer Definition, ihrer Rolle im Regelkreis, bis hin zur mathematischen Modellierung. Darüber hinaus werden Methoden zur Reduzierung von Störgrößen und deren Kompensation erörtert, um dir ein umfassendes Verständnis zu vermitteln. So erhältst du hier die Grundlagen, Praxisbeispiele und strategischen Ansätze in der Behandlung von Störgrößen innerhalb der Ingenieurwissenschaften. Es folgt eine gründliche und pädagogisch ansprechende Erklärung des Themas, für einen leichteren Zugang. Du kannst es erwarten, die Störgröße aus verschiedenen Perspektiven zu verstehen.

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Inhaltsverzeichnis
Inhaltsangabe

    Was ist eine Störgröße in der Elektrotechnik?

    In der Welt der Elektrotechnik tritt oftmals das Phänomen der Störgröße auf. Aber was genau ist eine Störgröße? An seiner einfachsten Definition ist eine Störgröße ein unerwünschter Eingriff in ein System oder eine Messung, das das erwartete Ergebnis verändert. Sie kann als jedes Phänomen angesehen werden, das eine Abweichung zwischen dem gemessenen Wert und dem tatsächlichen Wert einer Größe verursacht. Eine Störgröße kann intern oder extern sein, abhängig von ihrer Quelle und ihrer Wirkung auf das System unter Studie.

    Störgrößen bezeichnen im Allgemeinen alle Einflüsse, die das Verhalten und die Eigenschaften eines Systems in unerwünschter Weise verändern.

    Definition Störgröße Regelungstechnik

    In der Regelungstechnik werden Störgrößen als unkontrollierte Eingaben in ein System definiert. Sie haben eine signifikante Wirkung auf die Systemantwort und sind normalerweise unerwünscht.

    In der Regelungstechnik sind Störgrößen Einflüsse auf das System, die nicht von den Regelungsgrößen kontrolliert werden können und die das Verhalten des Systems beeinflussen.

    Der Begriff "Störgröße" wird oft in Bezug auf das Konzept der Störungsaufschaltung verwendet. Diese ist eine Technik, bei der die Wirkung der Störgröße kompensiert oder aufgehoben wird, um die gewünschte Systemleistung zu erreichen.

    Störgröße und Messung in Praxis

    In der Praxis besteht eine der größten Herausforderungen darin, die Auswirkungen von Störgrößen zu minimieren, um genaue Messungen und Kontrollreaktionen zu gewährleisten. Dies kann durch sorgfältige Systemdesign, korrekte Versuchsplanung und effiziente Datenauswertung erreicht werden.

    Hier sind verschiedene Methoden, die in der Praxis verwendet werden, um die Auswirkungen von Störgrößen zu minimieren:

    • Korrektur und Kompensation von Messungen
    • Entwicklung eines Systems, das unempfindlich gegen bestimmte Störgrößen ist
    • Nutzung von Störungsunterdrückungstechniken in der Regelungstechnik

    Diese Methoden sind nicht immer vollständig erfolgreich, da sie oft eine genaue Kenntnis der Störgröße erfordern, was nicht immer möglich ist. Daher sind Präzision und Genauigkeit in der Messtechnik oft ein Kompromiss zwischen der Minimierung der Auswirkungen von Störgrößen und der pragmatischen Durchführbarkeit und Kosten in der realen Welt.

    Die Fähigkeit, die Auswirkungen von Störgrößen zu kontrollieren und zu minimieren, ist ein Schlüsselbereich in der realen Produktentwicklung und Prozesskontrolle und kann erheblichen Einfluss auf die Produktqualität und den Systembetrieb haben.

    Störgröße Beispiel: Realität der Ingenieurwissenschaften

    Um das Konzept der Störgröße besser zu verstehen und wie es in echten Anwendungen auftreten kann, berücksichtigen wir das folgende Beispiel in der Ingenieurwissenschaft.

    Angenommen, du möchtest die Geschwindigkeit eines Autos mithilfe eines Radarsensors messen. In idealen Bedingungen würdest du erwarten, dass das Radarsignal direkt von dem Auto reflektiert wird und das gemessene Signal nur die Bewegung des Autos repräsentiert. Aber in der Realität gibt es viele mögliche Störgrößen. Beispiele wären das Signal, das von anderen Objekten reflektiert wird, das Wetter, das das Signal beeinflusst, oder sogar elektromagnetische Störungen von anderen nahegelegenen Geräten. All diese Faktoren können als Störgrößen betrachtet werden, da sie dazu führen können, dass die gemessene Geschwindigkeit vom tatsächlichen Wert abweicht.

    Regulierungstechnik und Störgrößen

    Die Regulierungstechnik, auch Regelungstechnik genannt, ist ein zentraler Bestandteil der Ingenieurwissenschaften und besonders relevant für Systemdesign und Prozesssteuerung. Leider bringt das Arbeiten mit realen Systemen oft auch das Phänomen der Störgrößen mit sich - unerwünschte Einflüsse, die die Systemleistung beeinflussen können. Wenn du die unterschiedlichen Facetten der Störgröße betrachten und ihre Auswirkungen in Regelkreisen verbessern möchtest, ist es entscheidend, ihre Eigenschaften und die verschiedenen Strategien zur Behandlung derselben zu verstehen.

    Regelkreis Störgröße: Ein Überblick

    Ein Regelkreis ist ein System, das ein gewünschtes Verhalten oder eine gewünschte Leistung durch eine kontrollierte Rückkopplung aufrecht erhält. Dabei spielt die Störgröße eine wesentliche Rolle. Sie repräsentiert hierbei alle unkontrollierbaren und unerwarteten Parameter, die in das System eingreifen und dessen Leistung und Stabilität beeinträchtigen können.

    Ein Regelkreis ist ein modellhaftes Konstrukt zur Beschreibung des dynamischen Verhaltens von Systemen mit Rückkopplung. Bei Regelkreisen mit Rückführung wird die Regelgröße mit der Führungsgröße verglichen, eine Störgröße aber kann diesen Vergleich beeinflussen.

    Ein typisches Beispiel für eine Störgröße in einem Regelkreis ist das thermische Rauschen in einem elektronischen System. Diese Art von Rauschen ist eine zufällige Fluktuation in den Signalen, die durch die zufällige Bewegung von Ladungsträgern in einem Leiter erzeugt wird. Sie kann die Leistung des Systems erheblich beeinträchtigen und ist oft schwierig zu kontrollieren oder zu eliminieren.

    Stell dir vor, du hast ein System zur Temperaturkontrolle in einem Gebäude, in dem ein Thermostat die Raumtemperatur regelt. Die gewünschte Temperatur wird als Eingabewert gesetzt und der Regelkreis passt die Heizleistung an, um diese Temperatur zu erreichen und aufrechtzuerhalten. Eine potenzielle Störgröße in diesem Fall könnte die Außentemperatur sein, insbesondere wenn sie stark schwankt und die Innentemperatur beeinflusst. Ein anderes Beispiel könnte die Anzahl der Personen sein, die den Raum betreten oder verlassen und so die Raumtemperatur beeinflussen.

    Regelungstechnik Störgröße: Wie funktioniert es?

    In der Regelungstechnik sind Störgrößen unerwünschte Eingabegrößen, die das Verhalten des Systems beeinflussen und die man nicht kontrollieren kann. Wie genau diese Störgrößen das System beeinflussen und wie man sie behandelt, hängt von den spezifischen Eigenschaften des Systems und der Störgröße ab.

    In der Regelungstechnik ist die Behandlung von Störgrößen oft eine Kombination aus Vorhersage, Kompensation und Minimierung. Vorhersage bezieht sich auf die Fähigkeit, mögliche Störungen im Voraus zu erkennen und vorzusehen, Kompensation beinhaltet das Einführen von Korrekturen, um die Auswirkungen von Störgrößen zu neutralisieren, und Minimierung beinhaltet Strategien zur Reduzierung der Anzahl und Größe von Störgrößen.

    Eine häufig verwendete Methode zur Kompensation von Störgrößen ist die sogenannte Störungsaufschaltung. Dabei wird ein zusätzliches Signal in das System eingeführt, das genau entgegengesetzt zur prognostizierten Störgröße ist. Wenn das korrekt durchgeführt wird, kann die Störgröße vollständig kompensiert und die Auswirkungen der Störung auf die Systemleistung minimiert oder sogar eliminieren werden.

    Allgemein gesehen ist der Umgang mit Störgrößen in der Regelungstechnik ein nicht-trivialer Task und erfordert ein tiefergehendes Verständnis der Systemdynamik, der Störcharakteristik und der zur Verfügung stehenden Werkzeuge und Techniken. Aber mit geeigneten Strategien und Methoden ist es möglich, die negativen Auswirkungen von Störgrößen zu minimieren und die Leistung und Zuverlässigkeit von Regelungssystemen erheblich zu verbessern.

    Störgrößenreduktion und Kompensation in der Ingenieurwissenschaften

    Die Ingenieurwissenschaften treffen ständig auf diverse Herausforderungen, darunter auch die Reduzierung und Kompensation von Störgrößen. Diese spielen eine entscheidende Rolle in der Leistung und Funktionalität von Systemen. Es lassen sich verschiedene Methoden zur Reduzierung und Kompensation von Störgrößen anwenden, von denen hier einige diskutiert werden.

    Methoden zur Störgrößenreduktion

    Die Reduzierung von Störgrößen ist ein zentraler Aspekt bei der Konstruktion und dem Betrieb von Systemen in verschiedenen Bereichen der Ingenieurwissenschaften. Es gibt verschiedene Wege zur Störgrößenreduktion, und die Auswahl der am besten geeigneten Methode hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich der Art der Störgröße, den spezifischen Eigenschaften des Systems und den Anforderungen an Leistung und Zuverlässigkeit.

    Ein Ansatz zur Reduzierung von Störgrößen besteht darin, die Unabhängigkeit des Systems von störenden Eingangsgrößen zu maximieren. Dies ist beispielsweise bei der Gestaltung von Schaltkreisen relevant, bei denen das System so gestaltet sein muss, dass es möglichst unempfindlich gegen Veränderungen der Spannung oder des Stroms ist.

    Ein anderer Ansatz besteht darin, Störungen durch präzise Kontrolle und Überwachung der Systemeingänge zu begrenzen. Dies ist beispielsweise bei der Konstruktion von Antriebssystemen von Bedeutung, bei denen das System durch sorgfältige Kontrolle der Antriebsparameter auf seine optimale Leistungseffizienz gebracht werden kann.

    Störgrößenreduktion ist ein Prozess, bei dem die Empfindlichkeit eines Systems gegenüber unerwünschten Eingriffen minimiert wird.

    Hier einige spezifische Methoden zur Reduzierung von Störgrößen, die in der Praxis angewandt werden:

    • Schirmung: durch sie werden Störgrößen durch physikalische Barrieren blockiert.
    • Fehlerkorrektur und -erkennung: Diese Techniken werden verwendet, um Störgrößen zu erkennen und zu korrigieren, die Datenverlust oder Fehlfunktionen verursachen könnten.
    • Filterung: Filter können verwendet werden, um unerwünschte Frequenzkomponenten zu entfernen und so Störgrößen zu reduzieren.
    • Kompensationstechniken: Diese Methoden werden verwendet, um die Auswirkungen von Störgrößen zu neutralisieren.

    Störgrößenkompensation in den Ingenieurwissenschaften

    Innerhalb der Vielfalt der Ingenieurdisziplinen spielt die Störgrößenkompensation eine wesentliche Rolle. Ihre Basis besteht darin, die Auswirkungen unerwünschter, störender Veränderungen auf die Leistung eines Systems auszugleichen. Hierfür sind eine Vielzahl von spezialisierten Methoden und Ansätzen verfügbar.

    Bei der Kompensation von Störgrößen kann eine vorwärts gerichtete Kompensation verwendet werden. Hierbei wird die Störgröße gemessen und ein Kompensationssignal erzeugt, das dann direkt in den Regelkreis eingebracht wird, um die Auswirkungen der Störgröße auszugleichen.

    Ein Beispiel für vorwärts gerichtete Kompensation wäre die Verwendung eines Anti-Windup-Reglers. Dieser erkennt, wenn ein Regelkreis an seine Grenzen stößt und vermeidet so, dass die Integratorkomponente des Reglers aufgrund der anhaltenden Störgröße "aufwindet".

    Ein weiterer Ansatz ist die rückwärts gerichtete Kompensation. Dies beinhaltet die Messung der Auswirkungen der Störgröße auf das System und das Einführen einer korrigierenden Aktion, um das gewünschte Systemverhalten wiederzuerlangen. Dies kann oft umfangreicher sein, da es das Wissen über das Systemverhalten und die Störgröße erfordert.

    Hier einige konkrete Methoden zur Kompensation von Störgrößen:

    • Feedback-Kompensation: Die Ausgabemessung wird genutzt, um die Kontrolleingabe anzupassen und Störungen zu kompensieren.
    • Feedforward-Kompensation: Die Störungen werden direkt gemessen und ein Kompensationssignal wird generiert, um ihre Auswirkungen zu neutralisieren.
    • Modellbasierte Kompensation: Ein Modell der Störgröße wird entwickelt und zur Generierung des Kompensationssignals verwendet.

    Die Wahl der geeigneten Methode zur Kompensation von Störgrößen hängt von der spezifischen Anwendung, den Eigenschaften der Störgröße und den Anforderungen an Leistung und Zuverlässigkeit ab. In vielen Situationen kann eine Kombination der genannten Methoden optimal sein, um sowohl Langzeiteffekte als auch kurzfristige Veränderungen effektiv zu behandeln.

    Mathematische Modellierung von Störgrößen

    Mathematische Modelle bieten eine systematische Methode zur Quantifizierung und Untersuchung von Störgrößen in kontrollierten Systemen. Sie können genutzt werden, um die dynamischen Charakteristiken von Störgrößen mit spezifischen Parametern zu erfassen.

    Grundlagen der mathematischen Modellierung von Störgrößen

    Die mathematische Modellierung einer Störgröße kann oft auf ein stochastisches Modell reduziert werden. Solche Modelle repräsentieren die Störgröße als einen Zufallsprozess oder eine Zufallsvariable. In der Praxis wird die Störgröße oft durch einen stochastischen Prozess mit bekannten statistischen Eigenschaften dargestellt, wie etwa einem Mittelwert von null und einer festgelegten Kovarianzfunktion.

    Ein stochastischer Prozess ist eine mathematische Funktion, die Ergebnisse produziert, die durch Wahrscheinlichkeitsverteilungen definiert sind. Ein solcher Prozess wird oft verwendet, um Störgrößen in Systemen zu modellieren, deren Verhalten zufällig ist und durch Wahrscheinlichkeiten beschrieben werden kann.

    Die Störgröße kann auch als Rauschen modelliert werden. In einem solchen Fall wird die Störgröße oft durch einen weißen Rauschprozess dargestellt, das heißt sie hat gleichmäßige Intensität bei unterschiedlichen Frequenzen innerhalb eines gegebenen Bandes.

    Eine andere wichtige mathematische Methode zur Modellierung von Störgrößen ist die Fehleranalyse. Dieses Konzept ist wertvoll, um die Wirkung von Störgrößen auf die Systemleistung zu bewerten. Grundlegend hierbei ist die Bestimmung des Abstands zwischen dem tatsächlichen Systemzustand und dem gewünschten Zielzustand. Meistens wird ein Fehlermaß wie der quadratische mittlere Fehler verwendet.

    Die grundlegenden Methoden zur mathematischen Modellierung von Störgrößen können variieren und hängen stark vom jeweiligen Kontext ab. Es könnte eine Situation geben, bei der mehrere Methoden kombiniert werden müssen. Man könnte beispielsweise sowohl stochastische Modelle als auch Fehleranalyse einsetzen, um einen umfassenden Überblick über die Auswirkungen von Störgrößen in einem gegebenen System zu erhalten.

    Anwendung der mathematischen Modellierung

    Die mathematische Modellierung spielt eine zentrale Rolle bei der Interpretation und Kontrolle von Störgrößen in technischen Systemen. Mithilfe solcher Modelle können wir die Erscheinungsform der Störgrößen quantifizieren, ihre Auswirkungen auf das Systemverhalten bewerten und adäquate Strategien für Kompensation oder Minimierung entwerfen.

    In der Regelungstechnik beispielsweise kommt die Modellierung zur Anwendung, um die Empfindlichkeit des Systems gegenüber Störgrößen zu beurteilen und entsprechende Regler zu entwerfen. So kann ein sogenannter Robustheitsindex helfen, zu beturteilen, wie stark das System auf Störungen reagiert und welches kontrollierte Verhalten dabei zu erwarten ist. Dies wird häufig eingesetzt, um mögliche Kompensationsstrategien zu entwerfen oder die Systemparameter anzupassen.

    Insbesondere im Störungsaufschaltungsbereich bietet die mathematische Modellierung von Störgrößen eine Grundlage zur Entwicklung verbesserter Kompensationsmethoden. Durch die genaue Kenntnis der Störcharaktsteristik und der Systemdynamik können gezielte Gegenmaßnahmen entwickelt werden, um die Störwirkung auszuschalten.

    In der Praxis sind die folgenden Anwendungsbeispiele der mathematischen Modellierung von Störgrößen häufig:

    • Systemidentifikation: Durch die Entwicklung eines mathematischen Modells der Störgröße, kann das reale Verhalten eines Systems besser erfasst werden. So können Vorhersagen über zukünftige Systemzustände gemacht werden.
    • Überwachung und Diagnose: Ein genaues Modell der Störgröße erleichtert die genaue Erkennung und Isolierung von Fehlern in einem System.
    • Optimiertes Systemdesign: Mithilfe des Modells der Störgröße können Systemparameter und Regler optimal entworfen werden, um das Systemverhalten unter dem Einfluss von Störgrößen zu verbessern.

    Ein Beispiel dafür ist die Entwicklung und Steuerung eines Fahrerassistenzsystems in einem Fahrzeug: Mithilfe der Modellierung der Reifen-Störgrößen und deren Auswirkungen auf das Verhalten des Fahrzeugs können gezielte Eingriffe des Assistenzsystems entwickelt werden, um das Fahrverhalten zu optimieren und somit ein sichereres und komfortableres Fahrerlebnis zu ermöglichen.

    Störgröße einfach erklärt: Ein pädagogischer Ansatz

    In den Ingenieurwissenschaften begegnen wir häufig dem Konzept der Störgröße. Dies ist ein elementares Konzept, das oft eine Herausforderung bei der Gestaltung und Steuerung technischer Systeme darstellt. Die Störgröße repräsentiert jene ungewünschten Faktoren, die auf ein System einwirken und dessen ideales Verhalten beeinflussen können. Diese Faktoren können intern oder extern sein und erfordern in der Regel geeignete Maßnahmen zur Minimierung und Kompensation, um einen optimalen Betriebszustand des Systems zu gewährleisten.

    Störgröße in der Technik einfach erklärt

    Im Kontext der Technik beziehen sich Störgrößen auf jene Faktoren, die in der Lage sind, die Leistung und Funktion einer Maschine, Anlage oder eines Geräts negativ zu beeinflussen. Ein einfaches Beispiel für eine Störgröße in der Technik ist der elektrische Rauschstrom, der die Signalübertragung in einem Kommunikationssystem beeinträchtigen kann. Unabhängig von der Art der Technik, spielen Störgrößen eine entscheidende Rolle bei der Analyse und Verbesserung der Systemleistung. Daher ist das Konzept der Störgröße ein grundlegender Bestandteil der Ausbildung und Praxis von Ingenieuren und Technikern.

    Zum besseren Verständnis des Konzepts der Störgröße in der Technik starten wir mit einer einfachen Definition:

    In einem technischen System ist eine Störgröße ein unerwünschter oder unvorhersehbarer Eingriff, der die Fähigkeit des Systems, seine beabsichtigte Funktion auszuführen, beeinträchtigen kann.

    Die Störgröße kann interne oder externe Quellen haben. Interne Störgrößen entstehen innerhalb des Systems aufgrund verschiedener Faktoren wie Temperaturabweichungen, mechanischen Spannungen oder elektrischen Rauschens. Externe Störgrößen hingegen rühren von Faktoren außerhalb des Systems her, wie beispielsweise Umgebungsgeräusche, elektromagnetische Störungen oder Änderungen der Versorgungsspannung.

    Störgrößen können sich in verschiedenen Formen und Größen manifestieren. Sie können als kontinuierliche oder diskrete Variablen, als zeitabhängige oder unabhängige Variablen, sowie als deterministische oder stochastische Größen auftreten. Das Wissen um die spezifische Natur der Störgröße ist entscheidend für die Entwicklung geeigneter Kontroll- und Kompensationsmaßnahmen.

    Störgrößen können oftmals durch einfache Maßnahmen wie die Isolation des Systems von der Umgebung, die Verwendung hochwertiger Komponenten oder die Implementierung strenger Qualitätsstandards minimiert werden. In komplexeren Situationen kann es jedoch notwendig sein, fortschrittliche Kontrollsysteme oder Kompensationsalgorithmen zu verwenden, um die Störgrößen wirkungsvoll zu handhaben.

    Schauen wir uns hier noch ein einfaches und illustratives Beispiel an:

    Ein gutes Beispiel für eine Störgröße in der Technik ist das Rauschen in einem Audiosystem. Rauschen tritt oft als Hintergrundgeräusch auf, das die Qualität der Audioausgabe beeinträchtigt. Es kann durch verschiedene Faktoren verursacht werden, wie z. B. elektromagnetische Störungen, unsachgemäße Erdung, Temperaturschwankungen oder Komponentenalterung. Um das Rauschen zu minimieren, können Techniker verschiedene Maßnahmen ergreifen, wie z. B. die Verwendung hochwertiger Komponenten, die Verbesserung der Erdungs- und Verdrahtungspraktiken oder die Einbindung spezieller Rauschreduzierungschaltungen in das System.

    Letztlich ist es wichtig zu verstehen, dass in der Ingenieurwissenschaft das Konzept der Störgröße nicht nur als Problem, sondern auch als Chance gesehen wird. Durch das Verstehen und Kontrollieren der Störgrößen können wir robustere und effizientere Systeme entwickeln.

    Störgrößen - Das Wichtigste

    • Störgrößen als mögliche Beeinflusser der gemessenen Geschwindigkeit des Autos.
    • Störgrößen in der Regelungstechnik als unerwünschte Einflüsse, die Systemleistung beeinflussen können.
    • Regelkreis als System, das Verhalten oder Leistung durch kontrollierte Rückkopplung aufrecht erhält.
    • Beispiel einer Störgröße in einem Regelkreis: Thermisches Rauschen in einem elektronischen System.
    • Anwendung von Störgrößenkompensation durch Störungsaufschaltung zur Neutralisierung der Auswirkungen von Störgrößen.
    • Mathematische Modelle zur Quantifizierung und Untersuchung von Störgrößen und zur Vorhersage der Systemleistung.
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    Häufig gestellte Fragen zum Thema Störgrößen
    Was versteht man unter einer Störgröße?
    Unter einer Störgröße versteht man eine unerwünschte Variable, die in ein System eindringt und das gewünschte Ergebnis oder den Betriebszustand des Systems beeinträchtigt. Sie kann interne oder externe Ursachen haben und die Systemleistung negativ beeinflussen.
    Welche Störgrößen gibt es?
    Störgrößen können vielfältig sein und abhängig vom Kontext einschließen: Temperaturvariationen, mechanische Vibrationen, elektrische Störungen, Druckänderungen, feuchte Umgebung, chemische Verunreinigungen, Rauschen in elektronischen Systemen und menschliches Eingreifen.

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