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Reflektieren – Wieso man das regelmäßig machen sollte

Jeden Tag müssen wir Entscheidungen treffen. Dabei sind sich schnell ändernde Rahmenbedingungen, unterschiedliche Bedürfnisse und Zeitdruck wesentliche Faktoren, die unser tägliches Handeln beeinflussen. Reflektiertes Agieren ist dabei ein Muss. Für Selbstreflexion planen wir jedoch oft zu wenig Zeit ein. In diesem Beitrag möchte ich die Relevanz unterstreichen und zeigen, wie Selbstreflexion praktiziert werden kann.

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Reflektieren – Bedeutung Psychologie

In der Psychologie ist Reflexion die „Rückwendung des Subjekts vom wahrgenommenen Gegenstand auf seine eigenen Wahrnehmungen und Gedanken.“ Genauer gesagt bezeichnet Selbstreflexion die Tätigkeit, über sich selbst nachzudenken. Das bedeutet, das eigene Denken, Fühlen und Handeln gedanklich zu analysieren und zu hinterfragen mit dem Ziel, mehr über sich selbst herauszufinden. Dieses Nachdenken kann sich auf eine bestimmte Situation, z. B. eine Konfliktsituation beziehen, aber auch auf etwas Langanhaltendes beziehungsweise Regelmäßiges, wie beispielsweise eine Angewohnheit. Dabei können wir uns nicht nur selbst als individuelle Person hinterfragen, sondern auch als Teil eines Systems, zum Beispiel als Teil einer Familie, eines Teams, eines Freundeskreises oder eines Unternehmens.

Selbstreflexion ist in jedem Fall ein Lern- und Erfahrungsprozess. Manchmal dauert eine bewusste Auseinandersetzung nur kurze Zeit, manchmal viele Jahre oder ein Leben lang.

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Quelle: Unsplash

 

Warum reflektieren?

Ergebnisse von Selbstreflexion können zum Beispiel Selbsterkenntnis oder ein genaueres “Sich-selbst-bewusst-sein” sein. Daraus speist sich häufig auch unser Selbstbewusstsein. Was wir dann genau mit den Erkenntnissen machen, ist eine weitere Frage, die wir uns in diesem Prozess häufig stellen.

Gefällt mir das, was ich herausgefunden habe? Dann kann ich ja so weitermachen. Gefällt es mir nicht, kann ich mich fragen, was ich nun mit diesen Gedanken oder Gefühlen anfange.

Was, wenn mich ein Erlebnis aus der Vergangenheit beschäftigt? Dann kann ich zum Beispiel wählen, wie ich heute auf dieses Erlebnis schaue. Bin ich mir selbst böse oder den anderen? Kann ich dieses Erlebnis als für mich wertvoll einstufen oder gräme ich mich darüber? Wir gehen davon aus, dass wir Menschen sehr häufig die Wahl haben, für welche Haltung wir uns entscheiden.

Deshalb ist reflektieren wichtig

Selbstreflexion ist deswegen wichtig, um:

  • künftig bewusster zu handeln/zu entscheiden;
  • dieselben Fehler nicht zu wiederholen;
  • uns unseren Stärken bewusster zu sein und diese gezielt einzusetzen;
  • unsere Schwächen zu kennen und an diesen zu arbeiten;
  • Selbstbewusstsein zu entwickeln und/oder zu stärken.

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Sich selbst richtig reflektieren

Wer sich dafür entscheidet, sich ganz bewusst selbst zu reflektieren, sollte sich erst einmal auf die ersten beiden Schritte konzentrieren:

Erster Schritt

Was genau möchte ich mir genauer ansehen? Welche Situation, welche Gegebenheiten, Gewohnheiten, Verhaltensweisen oder Beziehungen? Die Wahrnehmung darauf zu richten, wie es mir mit einem bestimmten Sachverhalt oder einer Beziehung geht, das ist der erste wichtige Schritt. Dass mir zum Beispiel erst einmal klarer wird, nicht die anderen sind schuld daran, wie es mir geht, sondern ich selbst trage die Verantwortung.

Zweiter Schritt

Dann ist es wichtig, sich selbst ein Ziel zu setzen. Denn wofür soll sich die Anstrengung lohnen? Kein Mensch verändert sich, wenn es sich nicht für irgendetwas lohnen würde. Wenn mir das erst einmal klarer wird und ich gute Antworten auf folgende Frage habe – dann sind die ersten wichtigen Impulse gesetzt: Angenommen, die ganze Anstrengung mit der Selbstreflexion hätte sich gelohnt: Woran würde ich das merken? Wenn ich hier zielführende und zufriedenstellende Antworten für mich finde, dann ist das ein guter Anreiz, einen Schritt weiterzugehen. Dann geht es um die Umsetzung und die ersten kleinen Schritte, die einen Weg bilden werden.

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Selbstreflexion – Methoden

Viele durchlaufen die Selbstreflexion einfach im Kopf bei einem Spaziergang beispielsweise. Doch anderen hilft eine schriftliche Selbstreflexion.

Fragen zur schriftlichen Selbstreflexion

Ein sehr beliebtes Beispiel ist „das Ich“, das ich einfach in Körpergestalt auf ein Blatt Papier male. Ich stelle mir vor, wie ich mich selbst als gesamten Menschen in voller Größe ansehe und mir Gedanken mache zu meinen einzelnen Teilen:

  • Kopf: Was geht mir im Moment durch den Kopf?
  • Blick auf den Hals: Sitzt mir etwas im Nacken – und wenn ja, warum?
  • Zum Bauch: Mein Bauch sagt mir…
  • Zum Herz: Mein Herz schlägt für….
  • Die Hand: Das geht mir leicht von der Hand…
  • Der Fuß: Mein nächster Schritt ist…
  • Über das Gesamtbild: Was trägt mich auch in schwierigen Zeiten?

Selbstreflexion soll zur Gewohnheit und regelmässig praktiziert werden. Täglich 20 Minuten nach der Arbeit oder Uni reichen aus, um eine oder mehrere positive sowie negative Situation zu rekapitulieren.

Folgende Fragen solltest du dir beantworten

  • Positive Situation/Stärken: Was lief heute gut? Weshalb? Wer oder was hatte einen Einfluss auf die Situation? Was nehme ich mit für das nächste Mal?
  • Negative Situation/Schwächen: Was lief nicht gut? Warum nicht? Wer oder was hat dazu beigetragen, dass es nicht gut lief? Hätte ich die Situation (alleine) verbessern können?
  • Weiterentwicklung: Was kann ich beim nächsten Mal besser machen? Was auf der zwischenmenschlichen, was auf der fachlichen Ebene? Fehlen mir allenfalls Erfahrung oder fehlt mir Wissen, das ich mir aneignen könnte? Wer oder was, wenn nicht ich alleine könnte mich dabei unterstützen, mich weiterzuentwickeln?

Reflektieren – Fazit

Wichtig: Selbstreflexion ist nur dann effektiv, wenn man es ernsthaft tut. Dazu gehört, sich die Zeit zu nehmen und bereit zu sein, das eigene Handeln in Frage zu stellen. Mit dem Ziel persönlich zu wachsen und beruflich weiterzukommen.

Weitere hilfreiche Tipps & Tricks rund ums Leben findest du hier:

Reflektieren: Häufige Fragen und Antworten

Warum ist Selbstreflexion wichtig?

Selbstreflexion ist deswegen wichtig. Um: - künftig bewusster zu handeln/zu entscheiden; - dieselben Fehler nicht zu wiederholen; - unseren Stärken bewusster zu sein und diese gezielt einzusetzen; - unsere Schwächen zu kennen und an diesen zu arbeiten; - Selbstbewusstsein zu entwickeln und/oder zu stärken.

Wie mache ich eine Selbstreflexion?

Selbstreflexion soll zur Gewohnheit und regelmässig praktiziert werden. Täglich 20 Minuten nach der Arbeit reichen aus, um eine oder mehrere positive sowie negative Situation zu rekapitulieren und die folgenden Fragen für sich zu beantworten: Was lief heute gut und was nicht gut? Weshalb? Wer oder was hatte einen Einfluss auf die Situation? Was nehme ich mit für das nächste Mal?

Was bedeutet es, etwas zu reflektieren?

In der Psychologie ist Reflexion die "Rückwendung des Subjekts vom wahrgenommenen Gegenstand auf seine eigenen Wahrnehmungen und Gedanken." Genauer gesagt bezeichnet Selbstreflexion die Tätigkeit, über sich selbst nachzudenken. Das bedeutet, sein Denken, Fühlen und Handeln gedanklich zu analysieren und zu hinterfragen mit dem Ziel, mehr über sich selbst herauszufinden.