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Wissenschaftliches Schreiben: Regeln

Um wissenschaftliches Schreiben kommst du im Studium nicht herum. Gliederung, Einleitung, Formatierung und Zitieren unterliegen meist strikten Regeln und Vorgaben. Aber keine Sorge, jeder kann wissenschaftliches Schreiben lernen. Welche Grundregeln du im Allgemeinen beachten solltest, damit deine wissenschaftliche Arbeit ihren Namen auch verdient, zeigen wir dir in diesem Artikel.

Wissenschaftliches Schreiben Regeln StudySmarter

1. Logische Gedankengänge sind das A und O für wissenschaftliches Schreiben

Egal, was das Thema deiner Arbeit ist, du musst es so aufbereiten, dass eine andere Person mit einem gewissen wissenschaftlichen Grundverständnis jeden deiner Gedankengänge nachvollziehen kann. Das beginnt schon bei der Wahl des Themas selbst. Für wen ist dieses Thema überhaupt relevant und wieso? So musst du jede Annahme und Behauptung mit Fakten hinterlegen, welche öffentlich zugänglich und somit für jeden überprüfbar sind. Das sind die berühmt berüchtigten Zitate.

 

2. Deine Gliederung muss eine Geschichte erzählen

Eine gut gemachte Gliederung zeigt dem Leser auf den ersten Blick, worauf du hinauswillst und wie du bei deiner Suche nach Antworten vorgegangen bist. Deshalb ist es total wichtig, deine Gedanken erstmal zu ordnen. Dabei sind  Mindmaps sehr hilfreich und keine Sorge: Gliederungen verändern und entwickeln sich im Schreibprozess immer wieder.

 

3. Wissenschaftliches Schreiben: Richtig zitieren

Es gibt zwei Arten von Zitaten: Die wörtlichen Zitate, die man: “in Anführungszeichen setzt und Auszüge einer Quelle 1 zu 1 inklusive Tippfehlern wiedergegeben“ und die indirekten Zitate, welche ohne Anführungszeichen auskommen und nur sinngemäß, aber nicht wörtlich den Inhalt einer Quelle wiedergeben. In der Regel, werden beide zitierweisen in wissenschaftlichen Arbeiten genutzt. Der Anteil an direkten Zitaten ist allerdings vergleichsweise gering, da sich die Arbeit ansonsten sehr schwer lesen ließe.

In beiden Fällen muss unmittelbar hinter dem Zitat die Quelle genannt werden. Entweder in Klammern gesetzt gemäß Harvard oder in der Fußzeile. Die Kennzeichnung ist deshalb so wichtig, damit dem Leser klar ist, dass du hier einen Gedanken einer anderen Person weiterdenkst. So wird auch recht schnell klar, wie du überhaupt auf solche Gedanken kommst. Markierst du Zitate nicht, machst du dich des Plagiats schuldig und fällst schlimmstenfalls durch die Prüfung.

 

4. Grafiken sind das Salz in der Suppe

Also übertreib’s nicht! Bilder und Grafiken sind ideal, um komplexe Sachverhalte zu veranschaulichen und zu erklären. Gut eingesetzte Grafiken  können dir den einen oder anderen Pluspunkt verschaffen. Viele Studenten versuchen damit aber nur ihre Ahnungslosigkeit zu kaschieren und die vorgegebene Seitenzahl vollzukriegen. Wenn das auffällt, erzielst du damit aber eher das Gegenteil und brauchst dich nicht über Punkteabzug wundern.

 

5. Forschung ist ergebnisoffen

Die meisten denken, sie müssten das Ende der Arbeit schon kennen bevor sie anfangen zu schreiben, aber das stimmt nicht. Wissenschaftliches Arbeiten ist immer ergebnisoffen. Natürlich hast du eine Vorstellung davon, wie das Ergebnis aussehen könnte, aber es ist auch völlig in Ordnung, wenn sich im Laufe der Arbeit herausstellt, dass der Gegenteil der Fall ist. Auch wenn deine Recherchen deine Anfangsannahmen nicht bestätigen, ist das ein gutes Ergebnis. Es geht nicht darum, recht zu haben sondern, die Wahrheit zu finden. Wie auch immer die Wahrheit aussehen mag.

 

6. Wissenschaftliches Schreiben – Deine Meinung interessiert niemanden

Klingt komisch, ist aber so. In wissenschaftlichen Texten geht es nicht um Meinungen, zumindest nicht um die der Autoren. Verwende niemals Personalpronomen wie „ich“ oder „wir“. Wissenschaft sucht nach allgemeingültiger Wahrheit, nicht nach Meinungen. Deshalb auch niemals sowas wie „meiner Meinung nach“ oder „das führt mich zu der Annahme“ schreiben. Bleib so allgemein wie nur irgendwie denkbar. Also lieber „daraus kann geschlossen werden, dass“ oder „es ist anzunehmen, dass“ schreiben.

 

7. Die Einleitung wird zum Schluss geschrieben

Die Einleitung gibt dem Leser einen Überblick darüber, was er oder sie auf den nächsten Seiten erwarten kann. Sie ist sozusagen eine Zusammenfassung dessen, was auf den nächsten Seiten folgt. Deshalb bringt es wenig bis nichts, die Einleitung zu formulieren bevor alles andere feststeht.

 

8. Formatierung wird überbewertet

Wie viel Zeit steckst du in die Formatierung deiner Textdokumente? Flippst du auch regelmäßig aus, wenn das eingefügte Bild einfach nicht dort stehen bleiben will, wo du es gern hättest? Das ist zwar ärgerlich, aber das Problem lässt sich meist ganz einfach damit lösen, Bilder ganz unspektakulär mittig in voller Breite im Fließtext zu platzieren ohne fancy Effekte. Geht sicher auch hübscher, aber das ist den Aufwand nicht wert. Nutze die Zeit lieber nochmal fürs Korrekturlesen oder Feedback von Freunden. Rechtschreibfehler, Plagiate und mangelnde Logik sind viel wichtiger als Schriftart, Schriftgröße und Farbe der Grafiken.