Psychotherapie at Universität Salzburg | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Psychotherapie an der Universität Salzburg

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TESTE DEIN WISSEN

Geschichte:
Hippokrates

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TESTE DEIN WISSEN

Psychische Krankheit = Ungleichgewicht der Körpersäfte Typentheorie: Phlegmatiker, Melancholiker, Sanguiniker, Choleriker Bei Extremformen: Therapie durch Lebensumstellung, Diät, Kräuter

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TESTE DEIN WISSEN
Wirksamkeit von Gesprächstherapie
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TESTE DEIN WISSEN

•Wirksamkeit der Gesprächspsychotherapie konnte für folgende Indikationsbereiche wissenschaftlich nachgewiesen werden: ▫Affektive Störungen ▫Angststörungen ▫Anpassungsstörungen, psychische & soziale Faktoren bei somatischen Krankheiten

Ist GT ein sinnvolles Verfahren? Meinungen: •Grawe: Ja, überzeugender Effektivitätsnachweis •Rief: Als Einzelverfahren nur bei begrenztem Indikationsgebiet einsetzbar, jedoch als eine mögliche Interventionsstrategie / Gesprächsstrategie bedeutungsvoll in Kombination mit anderen therapeutischen Skills

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TESTE DEIN WISSEN

Anwendungsbereiche Psychotherapie

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TESTE DEIN WISSEN

Beratung

Prävention

Psychotherapie

Nachsorge/Rehabilitation

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TESTE DEIN WISSEN

Moderne Definition von Therapieerfolg

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TESTE DEIN WISSEN

1. Efficacy Wirksamkeit einer Intervention unter idealen, kontrollierten Bedingen, um Störfaktoren auszuschließen (RCT=randomized controlled trial, randomisierte kontrollierte Studie) (z.B. wenig Komorbidität, Kontrollbedingungen, Randomisierung, Vorgehen genau nach Manual, Adherence check, etc.) Die meisten Therapiestudien ermitteln die efficacy eines Verfahrens. 2. Effectiveness Wirksamkeit unter durchschnittlichen Alltagsbedingungen (nicht kontrolliert und randomisiert, hohe externe Validität aber geringe interne Validität, kann deshalb nur der 2. Schritt sein) 3. Efficiency (Effizienz) Die Kosten-Nutzen-Relation überzeugt bei Anwendung in der Routineversorgung

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TESTE DEIN WISSEN

Definition Psychotherapie

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TESTE DEIN WISSEN

Bewusster und geplanter interaktionaler Prozess

Beeinflussung von Verhaltensstörungen und Leidenszuständen, die behandlungsbedürftig sind

Einsatz psychologischer Mittel (Kommunikation)

In Richtung auf ein definiertes, gemeinsam erarbeitetes Ziel (Symptomreduktion / Änderung der Persönlichkeitsstruktur)

Mittels lehrbarer Techniken

Auf der Basis einer Theorie von normalem/pathologischem Verhalten

In der Regel ist dazu eine tragfähige therapeutische Beziehung notwendig

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TESTE DEIN WISSEN

Geschichte:
Mediener des 18/19 Jh

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TESTE DEIN WISSEN

Mesmer, Charcot, Janet, Breuer, Freud

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TESTE DEIN WISSEN
Merkmale psychoanalytischer Psychotherapie
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TESTE DEIN WISSEN

•Grundregel - Patient Wahl des Anfangspunktes, aber: Sie werden beobachten, dass Ihnen während Ihrer Erzählung verschiedene Gedanken kommen, welche Sie mit gewissen Einwendungen zurückweisen möchten.-> diese soll Patient erzählen - Reisemetapher: Sagen Sie also alles, was Ihnen durch den Sinn geht. Benehmen Sie sich so, wie zum Beispiel ein Reisender, der am Fensterplatz des Eisenbahnwagens sitzt und dem im Inneren Untergebrachten beschreibt, wie sich vor seinen Blicken die Aussicht verändert

•Setting (Couch, Sessel) - Freud: unbewussten Gedanken überlasse, will ich nicht, dass meine Mienen dem Patienten Stoff zu Deutungen geben. - Patientensymptome leisten ihm den Dienst von Ersatzbefriedigung; jede Besserung: Triebkraft wird verringert, die zur Heilung drängt. Auf diese Triebkraft können wir aber nicht verzichten; eine Verringerung derselben ist für unsere Heilungsabsicht gefährlich ...

•Umfang (kurz, lang)

•Therapeutische Allianz

•Abstinenzregel - Die analytische Kur soll, soweit es möglich ist, in der Entbehrung - Abstinenz - durchgeführt werden ...

•Gegenfrageregel - Gegenfrageregel: Gegenfrage auf Frage stellen, „wie kommst du zu dieser Frage?“, um Quellen der Neugierde zu eruieren

•Techniken •Freie Assoziation - Der Klient soll seinen Einfällen zu Personen, Ereignissen, Dingen oder Symbolen völlig freien Lauf lassen, ohne seine Äußerungen zu zensieren, auch wenn sie ihm als unpassend, unangenehm, unsinnig oder unwichtig erscheinen - Psychoanalytische Grundregel und einzige unentbehrliche Methode, um das Unbewusste zu erforschen

•(Traum)deutung - Traumgeschehen als wichtige Informationsquelle über unbewusste Inhalte - In zahlreichen Publikationen (u.a. Buch „Die Traumdeutung“) legte Freud eine Theorie dar, welche die Entstehung und Bedeutung der Träume sowie ihre Deutung systematisiert - Traum = Befriedigung eines verdrängten Triebwunsches - Traumgestaltung = Primärprozess, spielt sich im Unbewussten ab - Schlaf setzt Verdrängung herab, die den Übergang unbewussten Materials zum Bewusstsein am Tag verhindert - Dadurch gelangt unbewusstes Material als manifester Trauminhalt ins Bewusstsein - meist verschlüsselt, durch Symbole - Ziel der Therapie: systematische „Entschlüsselung“ des latenten Trauminhalts - Wird u.a. durch freie Assoziation zu den Symbolen erreicht - Auch wichtig für die psychoanalytische Diagnostik

- (Neurokognitive Schlafforschung: subjektives Traumphänomen ist auf neuronale Prozesse des Gehirns zurückzuführen, in deren Verlauf unwichtige Verhaltensmodi gelöscht werden

•Analyse der Fehlleistungen - Unbeabsichtigte Handlungen und sprachliche Äußerungen, die als „Versprecher“, „Verhören“, „Vergessen“ oder „Versehen“ bezeichnet werden Ergeben nach Freud auf einer unbewussten Ebene durchaus Sinn - - Beispiel: jemand äußert, etwas sei zum „Vorschwein“ gekommen (anstatt „Vorschein“). Auf Nachfrage hin räumt der Sprecher zögernd ein, dass er die Machenschaften, über die er gerade berichtete, für eine echte Schweinerei hielt. - Die Theorie der Fehlleistungen entwickelte Freud in „Zur Psychopathologie des Alltagslebens“ - - (Kognitionspsychologie: Interferenz durch mögliche andere Phoneme bei der Sprachproduktion, ironische Effekte der Gedankenunterdrückung, etc.) Freie Assoziation, Traumdeutung und Analyse der Fehlleistungen stellen die drei wichtigsten technischen Mittel der klassischen Psychoanalyse dar

•Übertragung/Gegenübertragung - Wichtige Analysetechnik der tiefenpsychologischen Therapien - Klient richtet bestimmte Gefühle, Erwartungen oder Wünsche, die aus früheren Beziehungserfahrungen des Klienten herrühren, auf seinen Therapeuten - Umgekehrt kann auch der Therapeut Gefühle und Motive auf seinen Klienten übertragen -> Gegenübertragung - Beispiel: Die Klientin verhält sich gegenüber dem Therapeuten verführerisch (Übertragung). Der Therapeut fühlt sich auch sexuell zu ihr hingezogen (Gegenübertragung), bleibt aber professionell distanziert. Im Verlauf der Therapie wird dies thematisiert und die Klientin erkennt, dass ihre psychischen Probleme weitgehend auf den sexuellen Missbrauch durch ihren Vater zurückzuführen sind.

•Widerstand - Freud: „Was immer die Fortsetzung der Arbeit stört, ist Widerstand.“ - - - Oft gefühlsmäßig spürbare Abwehr, die gewöhnlich auch von scheinbar vernünftig klingenden Argumenten gerechtfertigt wird Z.B. Ablenkung auf anderes Thema, leerer Kopf, „No-show“ bei Sitzung - Dahinter werden vom Therapeuten unbewusste Wünsche vermutet, die verdrängt wurden Ziel der Therapie: bewusst gemeinsam in der Richtung weiter suchen, in der sich ein Widerstand zu regen scheint, denn dieser steht wahrscheinlich in einem ursächlichen Zusammenhang mit der Grundproblematik des Klienten

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TESTE DEIN WISSEN

Geschichte:
Mittelalter

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TESTE DEIN WISSEN

Aberglaube, magische Vorstellungen, Stigmatisierung, Ausgrenzung Aderlass, Teufelsaustreibung, auch: Hexenverbrennung

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TESTE DEIN WISSEN
Ätiologieverständnis der Verhaltenstherapie
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TESTE DEIN WISSEN

Drei Klassen von Ursachen bzw. Bedingungen psychischer Störungen müssen unterschieden werden:

1.Anfälligkeit (Vulnerabilität, Prädisposition) ▫Vorexistierende genetische, somatische oder erlernte Merkmale machen Erstauftreten möglich bzw. wahrscheinlicher

2.Auslösende Bedingungen ▫Psychische, soziale oder somatische Bedingungen (Belastungen, Erfahrungen) lösen das Erstauftreten aus

3.Aufrechterhaltende Bedingungen ▫Falsche Reaktionen oder anhaltende Belastungen verhindern rasches Abklingen und machen Probleme chronisch

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TESTE DEIN WISSEN
Postulate für ein evidenzbasiertes Gesundheitssystem
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TESTE DEIN WISSEN

systematische Forschung zu den spezifischen Ursachen verschiedener Störungen („Störungsmechanismen“) kann die Therapie verbessern

Therapie sollte an den Störungsmechanismen ansetzen

Systematische Therapieforschung führt zu effektiveren Therapien

Patientenversorgung kann durch aktuelles empirisches Wissen verbessert werden

Kliniker haben es schwer, auf dem neuesten Stand zu bleiben

Ohne Aktualisierung nehmen Wissen und klinische Leistung mit zunehmender Distanz zur Ausbildung ab

Kliniker brauchen valide und zugängliche Zusammenfassungen der aktuellen Evidenz

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TESTE DEIN WISSEN

Standbeine therapeutischen Handelns

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TESTE DEIN WISSEN

Alltagserfahrung, Berufswerfahrung, Wissenschaft

Verschiedene Funktionen der Standbeine, nicht gegeneinander austauschbar  Häufig Überbetonung individueller Erfahrung  Subjektive Einschätzung ist im Therapiesetting oft selektiv und verzerrt Self-serving bias, z.B. bei Sigmund Freud

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TESTE DEIN WISSEN

Professionelle Therapie vs guter Rat von nebenan

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TESTE DEIN WISSEN

Therapeutische Entscheidung muss wissenschaftlich begründbar sein

Therapeutische Entscheidung muss auf Störungs- und Veränderungswissen aufbauen

Therapieschritte müssen einem Therapieplan und Therapiezielen folgen

Therapie muss lernbar sein

selbstkritisch: Evaluation des eigenen Vorgehens; Supervision

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  • 130920 Karteikarten
  • 1650 Studierende
  • 20 Lernmaterialien

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Q:

Geschichte:
Hippokrates

A:

Psychische Krankheit = Ungleichgewicht der Körpersäfte Typentheorie: Phlegmatiker, Melancholiker, Sanguiniker, Choleriker Bei Extremformen: Therapie durch Lebensumstellung, Diät, Kräuter

Q:
Wirksamkeit von Gesprächstherapie
A:

•Wirksamkeit der Gesprächspsychotherapie konnte für folgende Indikationsbereiche wissenschaftlich nachgewiesen werden: ▫Affektive Störungen ▫Angststörungen ▫Anpassungsstörungen, psychische & soziale Faktoren bei somatischen Krankheiten

Ist GT ein sinnvolles Verfahren? Meinungen: •Grawe: Ja, überzeugender Effektivitätsnachweis •Rief: Als Einzelverfahren nur bei begrenztem Indikationsgebiet einsetzbar, jedoch als eine mögliche Interventionsstrategie / Gesprächsstrategie bedeutungsvoll in Kombination mit anderen therapeutischen Skills

Q:

Anwendungsbereiche Psychotherapie

A:

Beratung

Prävention

Psychotherapie

Nachsorge/Rehabilitation

Q:

Moderne Definition von Therapieerfolg

A:

1. Efficacy Wirksamkeit einer Intervention unter idealen, kontrollierten Bedingen, um Störfaktoren auszuschließen (RCT=randomized controlled trial, randomisierte kontrollierte Studie) (z.B. wenig Komorbidität, Kontrollbedingungen, Randomisierung, Vorgehen genau nach Manual, Adherence check, etc.) Die meisten Therapiestudien ermitteln die efficacy eines Verfahrens. 2. Effectiveness Wirksamkeit unter durchschnittlichen Alltagsbedingungen (nicht kontrolliert und randomisiert, hohe externe Validität aber geringe interne Validität, kann deshalb nur der 2. Schritt sein) 3. Efficiency (Effizienz) Die Kosten-Nutzen-Relation überzeugt bei Anwendung in der Routineversorgung

Q:

Definition Psychotherapie

A:

Bewusster und geplanter interaktionaler Prozess

Beeinflussung von Verhaltensstörungen und Leidenszuständen, die behandlungsbedürftig sind

Einsatz psychologischer Mittel (Kommunikation)

In Richtung auf ein definiertes, gemeinsam erarbeitetes Ziel (Symptomreduktion / Änderung der Persönlichkeitsstruktur)

Mittels lehrbarer Techniken

Auf der Basis einer Theorie von normalem/pathologischem Verhalten

In der Regel ist dazu eine tragfähige therapeutische Beziehung notwendig

Mehr Karteikarten anzeigen
Q:

Geschichte:
Mediener des 18/19 Jh

A:

Mesmer, Charcot, Janet, Breuer, Freud

Q:
Merkmale psychoanalytischer Psychotherapie
A:

•Grundregel - Patient Wahl des Anfangspunktes, aber: Sie werden beobachten, dass Ihnen während Ihrer Erzählung verschiedene Gedanken kommen, welche Sie mit gewissen Einwendungen zurückweisen möchten.-> diese soll Patient erzählen - Reisemetapher: Sagen Sie also alles, was Ihnen durch den Sinn geht. Benehmen Sie sich so, wie zum Beispiel ein Reisender, der am Fensterplatz des Eisenbahnwagens sitzt und dem im Inneren Untergebrachten beschreibt, wie sich vor seinen Blicken die Aussicht verändert

•Setting (Couch, Sessel) - Freud: unbewussten Gedanken überlasse, will ich nicht, dass meine Mienen dem Patienten Stoff zu Deutungen geben. - Patientensymptome leisten ihm den Dienst von Ersatzbefriedigung; jede Besserung: Triebkraft wird verringert, die zur Heilung drängt. Auf diese Triebkraft können wir aber nicht verzichten; eine Verringerung derselben ist für unsere Heilungsabsicht gefährlich ...

•Umfang (kurz, lang)

•Therapeutische Allianz

•Abstinenzregel - Die analytische Kur soll, soweit es möglich ist, in der Entbehrung - Abstinenz - durchgeführt werden ...

•Gegenfrageregel - Gegenfrageregel: Gegenfrage auf Frage stellen, „wie kommst du zu dieser Frage?“, um Quellen der Neugierde zu eruieren

•Techniken •Freie Assoziation - Der Klient soll seinen Einfällen zu Personen, Ereignissen, Dingen oder Symbolen völlig freien Lauf lassen, ohne seine Äußerungen zu zensieren, auch wenn sie ihm als unpassend, unangenehm, unsinnig oder unwichtig erscheinen - Psychoanalytische Grundregel und einzige unentbehrliche Methode, um das Unbewusste zu erforschen

•(Traum)deutung - Traumgeschehen als wichtige Informationsquelle über unbewusste Inhalte - In zahlreichen Publikationen (u.a. Buch „Die Traumdeutung“) legte Freud eine Theorie dar, welche die Entstehung und Bedeutung der Träume sowie ihre Deutung systematisiert - Traum = Befriedigung eines verdrängten Triebwunsches - Traumgestaltung = Primärprozess, spielt sich im Unbewussten ab - Schlaf setzt Verdrängung herab, die den Übergang unbewussten Materials zum Bewusstsein am Tag verhindert - Dadurch gelangt unbewusstes Material als manifester Trauminhalt ins Bewusstsein - meist verschlüsselt, durch Symbole - Ziel der Therapie: systematische „Entschlüsselung“ des latenten Trauminhalts - Wird u.a. durch freie Assoziation zu den Symbolen erreicht - Auch wichtig für die psychoanalytische Diagnostik

- (Neurokognitive Schlafforschung: subjektives Traumphänomen ist auf neuronale Prozesse des Gehirns zurückzuführen, in deren Verlauf unwichtige Verhaltensmodi gelöscht werden

•Analyse der Fehlleistungen - Unbeabsichtigte Handlungen und sprachliche Äußerungen, die als „Versprecher“, „Verhören“, „Vergessen“ oder „Versehen“ bezeichnet werden Ergeben nach Freud auf einer unbewussten Ebene durchaus Sinn - - Beispiel: jemand äußert, etwas sei zum „Vorschwein“ gekommen (anstatt „Vorschein“). Auf Nachfrage hin räumt der Sprecher zögernd ein, dass er die Machenschaften, über die er gerade berichtete, für eine echte Schweinerei hielt. - Die Theorie der Fehlleistungen entwickelte Freud in „Zur Psychopathologie des Alltagslebens“ - - (Kognitionspsychologie: Interferenz durch mögliche andere Phoneme bei der Sprachproduktion, ironische Effekte der Gedankenunterdrückung, etc.) Freie Assoziation, Traumdeutung und Analyse der Fehlleistungen stellen die drei wichtigsten technischen Mittel der klassischen Psychoanalyse dar

•Übertragung/Gegenübertragung - Wichtige Analysetechnik der tiefenpsychologischen Therapien - Klient richtet bestimmte Gefühle, Erwartungen oder Wünsche, die aus früheren Beziehungserfahrungen des Klienten herrühren, auf seinen Therapeuten - Umgekehrt kann auch der Therapeut Gefühle und Motive auf seinen Klienten übertragen -> Gegenübertragung - Beispiel: Die Klientin verhält sich gegenüber dem Therapeuten verführerisch (Übertragung). Der Therapeut fühlt sich auch sexuell zu ihr hingezogen (Gegenübertragung), bleibt aber professionell distanziert. Im Verlauf der Therapie wird dies thematisiert und die Klientin erkennt, dass ihre psychischen Probleme weitgehend auf den sexuellen Missbrauch durch ihren Vater zurückzuführen sind.

•Widerstand - Freud: „Was immer die Fortsetzung der Arbeit stört, ist Widerstand.“ - - - Oft gefühlsmäßig spürbare Abwehr, die gewöhnlich auch von scheinbar vernünftig klingenden Argumenten gerechtfertigt wird Z.B. Ablenkung auf anderes Thema, leerer Kopf, „No-show“ bei Sitzung - Dahinter werden vom Therapeuten unbewusste Wünsche vermutet, die verdrängt wurden Ziel der Therapie: bewusst gemeinsam in der Richtung weiter suchen, in der sich ein Widerstand zu regen scheint, denn dieser steht wahrscheinlich in einem ursächlichen Zusammenhang mit der Grundproblematik des Klienten

Q:

Geschichte:
Mittelalter

A:

Aberglaube, magische Vorstellungen, Stigmatisierung, Ausgrenzung Aderlass, Teufelsaustreibung, auch: Hexenverbrennung

Q:
Ätiologieverständnis der Verhaltenstherapie
A:

Drei Klassen von Ursachen bzw. Bedingungen psychischer Störungen müssen unterschieden werden:

1.Anfälligkeit (Vulnerabilität, Prädisposition) ▫Vorexistierende genetische, somatische oder erlernte Merkmale machen Erstauftreten möglich bzw. wahrscheinlicher

2.Auslösende Bedingungen ▫Psychische, soziale oder somatische Bedingungen (Belastungen, Erfahrungen) lösen das Erstauftreten aus

3.Aufrechterhaltende Bedingungen ▫Falsche Reaktionen oder anhaltende Belastungen verhindern rasches Abklingen und machen Probleme chronisch

Q:
Postulate für ein evidenzbasiertes Gesundheitssystem
A:

systematische Forschung zu den spezifischen Ursachen verschiedener Störungen („Störungsmechanismen“) kann die Therapie verbessern

Therapie sollte an den Störungsmechanismen ansetzen

Systematische Therapieforschung führt zu effektiveren Therapien

Patientenversorgung kann durch aktuelles empirisches Wissen verbessert werden

Kliniker haben es schwer, auf dem neuesten Stand zu bleiben

Ohne Aktualisierung nehmen Wissen und klinische Leistung mit zunehmender Distanz zur Ausbildung ab

Kliniker brauchen valide und zugängliche Zusammenfassungen der aktuellen Evidenz

Q:

Standbeine therapeutischen Handelns

A:

Alltagserfahrung, Berufswerfahrung, Wissenschaft

Verschiedene Funktionen der Standbeine, nicht gegeneinander austauschbar  Häufig Überbetonung individueller Erfahrung  Subjektive Einschätzung ist im Therapiesetting oft selektiv und verzerrt Self-serving bias, z.B. bei Sigmund Freud

Q:

Professionelle Therapie vs guter Rat von nebenan

A:

Therapeutische Entscheidung muss wissenschaftlich begründbar sein

Therapeutische Entscheidung muss auf Störungs- und Veränderungswissen aufbauen

Therapieschritte müssen einem Therapieplan und Therapiezielen folgen

Therapie muss lernbar sein

selbstkritisch: Evaluation des eigenen Vorgehens; Supervision

Psychotherapie

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