Klinische Psychologie Und Psychopathologie at Universität Salzburg | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Klinische Psychologie und Psychopathologie an der Universität Salzburg

Greife auf kostenlose Karteikarten, Zusammenfassungen, Übungsaufgaben und Altklausuren für deinen Klinische Psychologie und Psychopathologie Kurs an der Universität Salzburg zu.

TESTE DEIN WISSEN
Was sind Gefahren des traditionellen medizinischen Modells?
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TESTE DEIN WISSEN
- Akzent auf inneren statt äußeren Ursachen

- meist monokausale Modelle

- Eigenverantwortlichkeit der Patienten zu wenig thematisiert

- Akzent eher auf Therapie als Prävention (Krankheitsbekämpfung statt Gesundheitsförderung)

- Favorisieren somatischer Therapien (z. B. Antidepressiva)
—> auch in Psychatrie (Depression= Ungleichgewicht von Neurotransmittern im serotonergen System)

- Neuroreduktionismus: psychische Störungen= Hirnerkrankungen

- gesellschaftliches Favorisieren bestimmter Berufsgruppen und Ausbildungsinhalte

- problematischer Begriff “Geisteskrankheit”
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TESTE DEIN WISSEN
Was wurde in der Rosenhan-Studie (1973) erforscht und wie lief sie ab?
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TESTE DEIN WISSEN
- 8 Pseudopatienten berichten Halluzinationen (Stimmen: empty, hollow, thud) bei Selbsteinweisung in psychiatrische Anstalten (12x), verhalten sich danach völlig normal
—> Diagnosen: 11x Schizophrenie, 1x manisch-depressive Psychose
- nach ca. 3 Wochen wieder entlassen (max. 8 Wochen) als symptomfrei (Schizophrenie in Remission anstatt geheilt)
- ca. 2100 Tabletten (wurden heimlich entsorgt)
—> Protokollierung der Ergebnisse wird als pathologisches Schreibverhalten diagnostiziert
- andere Patienten erkennen VP als gesund

—> andere Klinik will das widerlegen: Rosenhan sagt, dass er für 3 Monate Pseudopatienten dorthin schickt (tut er nicht)
- von 193 aufgenommenen Patienten werden 41 als Testpersonen identifiziert, 42 als verdächtig eingestuft

=> Kritik (Spitzer): in anderen medizinischen Fachdisziplinen führt das bewusste Vorspielen von Symptomen zu Fehldiagnosen
=> Folge: Bemühungen um Verbesserung der diagnostischen Standards (Diagnose damals war noch sehr subjektiv und an psychoanalytischen Konzepten wie Neurose orientiert)
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TESTE DEIN WISSEN
Was sind Meilensteine im Verständnis psychischer Störungen?
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TESTE DEIN WISSEN
- Mittelalter: religiös-magische Krankheitsauffassung (Aderlass, Hexenverbrennung, Teufelaustreibung usw.)

- 19 JH: Schulen der Somatiker (Persönlichkeit ist im Hirn verortet) und der Psychiker (Psyche ist unsterblich; Persönlichkeit ist in Psyche verortet)
—> ca. 1800: Gemälde (Pinel befreit die Irren) von Charles-Louis Mullet; war Arzt, der Irrenhäuser kritisiert und die Reintegration von psychisch Kranken fordert
- 2. Hälfte des 19 JH: Dominanz hirnpathologischer Auffassungen (psychische Störungen sind pathologische Probleme im Gehirn)

- 1. Hälfte des 20 JH: psychoanalytische Krankheitskonzeption (Freud)
- 2. Hälfte des 20 JH: soziologische und lerntheoretisch begründete Störungsmodelle
- seit 1960er: biopsychosoziales Krankheitsmodell (Zusammenführung biologischer, psychischer, sozialer Faktoren)

- letzte Jahrzehnte: Versuch der Einordnung psychopathologischer Symptome durch moderne Neurowissenschaften (somatischer Ansatz)

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TESTE DEIN WISSEN
Wie lautet das traditionelle medizinische Modell von Krankheit?
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TESTE DEIN WISSEN
Erreger —> Infektion —> Erkrankung

- Krankheit= qualitativ verschieden von Gesundheit
- jede Krankheit hat spezifische Ursache, spezifischen Verlauf und spezifischen Endzustand
- Ursachen liegen in biologischen Gegebenheiten
- Krankheit wird oft ohne eigenes Zutun verursacht (keine Selbstverantwortung, Anspruch auf Hilfe)
- biologische Therapien stehen im Vordergrund
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TESTE DEIN WISSEN
Welche 13 Items beinhaltet die PMH (positive mental health scale)?
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TESTE DEIN WISSEN
1. Ich genieße mein Leben
2. Ich bin oft unbeschwert und gut aufgelegt
3. Ich fühle mich von den Leuten, die mir wichtig sind, gemocht und verstanden
4. Alles in allem bin ich zufrieden mit meinem Leben
5. Im Allgemeinen bin ich zuversichtlich
6. Ich kann mich schnell und sicher entscheiden
7. Es gelingt mir gut, meine Bedürfnisse zu erfüllen
8. Ich glaube, dass mein Leben einen Sinn hat
9. Vieles, was ich tue, macht mir Freude
10. Ich bin in guter körperlicher und seelischer Verfassung
11. Ich fühle mich dem Leben und seinen Schwierigkeiten eigentlich gut gewachsen
12. Viele Erfahrungen, die ich mache, bringen mich persönlich weiter
13. Ich bin ein ruhiger, ausgeglichener Mensch
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TESTE DEIN WISSEN
Wie lässt sich Gesundheit definieren?
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TESTE DEIN WISSEN
- WHO (1958): Zustand vollkommenen psychischen, körperlichen und sozialen Wohlbefindens, nicht nur Abwesenheit von Krankheit/Behinderung

- Erich Fromm (1964): Fähigkeit zu lieben und schöpferisch zu sein (Schüler von Freud)

- Thomas Szasz (1960): Geistige Krankheit ist Mythos; wenn jemand niemandes Rechte verletzt, sollte er ungeachtet seines (bizarren) Verhaltens in Ruhe gelassen werden
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TESTE DEIN WISSEN
Welche 3 Standbeine der Psychologie gibt es?
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TESTE DEIN WISSEN
1. Alltagserfahrung
—> häufig Überbetonung individueller Erfahrung

2. Berufserfahrung
—> subjektive Einschätzung im Therapiesetting ist oft verzerrt und selektiv (selektierte Einzelfälle, self-serving-bias, mangelhafte Datenbasis)

selektierte Einzelfälle: nur ein Teil des Lebens des Klienten wird gesehen, je nachdem, welche Fragen der Therapeut stellt 
self-serving-bias= Therapeuten nehmen sich selbst oft als überdurchschnittlich gut/positiver wahr
mangelhafte Datenlage: von Symptomen einer Person kann nicht allgemein auf Störungsbild geschlossen werden

3. Wissenschaft
—> Ätiologieforschung (wissenschaftlich fundierte Störungsmodelle)
—> Therapieforschung (“empirically supported treatments”)

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TESTE DEIN WISSEN
Wie lassen sich psychische Störungen verlässlich diagnostizieren und klassifizieren?
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TESTE DEIN WISSEN
=> im Alltag Tendenz zu Pathologisierung bzw. umgangssprachlicher Verwendung von Krankheitsbegriffen (”der ist ja paranoid!”)

Diagnostische Klassifikationssysteme ermöglichen wissenschaftlich begründete Diagnostik 
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TESTE DEIN WISSEN
Was sind Aufgabenbereiche der Forschung zu psychischen Störungen?
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TESTE DEIN WISSEN
Deskription und Klassifikation:

- Erfassung des Erscheinungsbilds der Störung
- Identifikation von Symptommustern
- sinnvolle Trennung verschiedener Symptommuster in Diagnosen

Epidemiologie:

- Verteilung der Störungen und den mit ihnen zusammenhängenden Variablen
- Korrelation mit anderen Merkmalen
- gesundheitspolitische Implikationen (Krankheit häufig -> gesellschaftl. Implikation)
—>  Inzidenz/Prävalenz (Jahres- und Lebenszeitprävalenz)

Ätiologie:

- Aufdeckung ursächlicher Faktoren für Entstehung, Aufrechterhaltung und längsschnittliche Variation von Störungen
- ein- vs. mehrkausale Modelle (einkausal= z. B. rein biologisch)
- Zuordnung von Ätiologie und Deskription 

Therapie und Prävention:

- am stärksten anwendungsbezogen
- bedeutend für Gesundheitsversorgung
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TESTE DEIN WISSEN
Was sind menschliche Fehler bei klinischer Urteilsbildung?
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TESTE DEIN WISSEN
=> klinische Arbeitsbedingungen schränken Erfahrungslernen ein und begünstigen selbsterfüllende Prophezeiungen, z. B. durch
—> mangelnde Rückmeldung über Ergebnisse (was passiert mit Patient nach Therapie?)
—> deswegen Katamnese in klinischen Studien (ist Therapieerfolg stabil?)

menschliche Fehler bei klinischer Urteilsbildung:

- Überschätzung bestätigter Fakten
- Abwertung widersprechender Fakten
- Vernachlässigen von Basisraten (z. B. Modediagnose DIS)
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TESTE DEIN WISSEN
Was sind die 10 wichtigsten Ursachen von DALYs in entwickelten Ländern bei 15-44-jährigen?
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TESTE DEIN WISSEN
- Depression (12,3 %)
- Alkoholkonsum (8,9 %)
- Verkehrsunfälle (8,5 %)
- Schizophrenie (5 %)
- Selbstverletzung (4,2 %)
- Bipolare Störung (3,7 %)
- Drogenkonsum (2,9 %)
- Zwangsstörung (2,7 %)
- Osteoarthritis (2,7 %)
- Gewalt (2,4 %)

psychische Störungen — andere Ursachen
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TESTE DEIN WISSEN
Was sind die 5 wichtigsten Ursachen für DALYs weltweit? Wie entwickelt sich deren Rangfolge von 1990 auf 2020?
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TESTE DEIN WISSEN
(DALYs= disability adjusted life years; Anzahl verlorener Lebensjahre durch vorzeitigen Tod oder Leben mit starker Beeinträchtigung)

1990
1. Atemwegsinfektionen
2. Durchfallerkrankungen
3. perinatal verursachte Schäden
4. unipolare Depression
5. koronare Herzerkrankungen

2020:
1. koronare Herzerkrankungen
2. unipolare Depression
3. Verkehrsunfälle
4. cerebrovaskuläre Krankheiten (Schlaganfall etc.)
5. chronisch obstruktive Lungenkrankheit

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Beispielhafte Karteikarten für deinen Klinische Psychologie und Psychopathologie Kurs an der Universität Salzburg - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:
Was sind Gefahren des traditionellen medizinischen Modells?
A:
- Akzent auf inneren statt äußeren Ursachen

- meist monokausale Modelle

- Eigenverantwortlichkeit der Patienten zu wenig thematisiert

- Akzent eher auf Therapie als Prävention (Krankheitsbekämpfung statt Gesundheitsförderung)

- Favorisieren somatischer Therapien (z. B. Antidepressiva)
—> auch in Psychatrie (Depression= Ungleichgewicht von Neurotransmittern im serotonergen System)

- Neuroreduktionismus: psychische Störungen= Hirnerkrankungen

- gesellschaftliches Favorisieren bestimmter Berufsgruppen und Ausbildungsinhalte

- problematischer Begriff “Geisteskrankheit”
Q:
Was wurde in der Rosenhan-Studie (1973) erforscht und wie lief sie ab?
A:
- 8 Pseudopatienten berichten Halluzinationen (Stimmen: empty, hollow, thud) bei Selbsteinweisung in psychiatrische Anstalten (12x), verhalten sich danach völlig normal
—> Diagnosen: 11x Schizophrenie, 1x manisch-depressive Psychose
- nach ca. 3 Wochen wieder entlassen (max. 8 Wochen) als symptomfrei (Schizophrenie in Remission anstatt geheilt)
- ca. 2100 Tabletten (wurden heimlich entsorgt)
—> Protokollierung der Ergebnisse wird als pathologisches Schreibverhalten diagnostiziert
- andere Patienten erkennen VP als gesund

—> andere Klinik will das widerlegen: Rosenhan sagt, dass er für 3 Monate Pseudopatienten dorthin schickt (tut er nicht)
- von 193 aufgenommenen Patienten werden 41 als Testpersonen identifiziert, 42 als verdächtig eingestuft

=> Kritik (Spitzer): in anderen medizinischen Fachdisziplinen führt das bewusste Vorspielen von Symptomen zu Fehldiagnosen
=> Folge: Bemühungen um Verbesserung der diagnostischen Standards (Diagnose damals war noch sehr subjektiv und an psychoanalytischen Konzepten wie Neurose orientiert)
Q:
Was sind Meilensteine im Verständnis psychischer Störungen?
A:
- Mittelalter: religiös-magische Krankheitsauffassung (Aderlass, Hexenverbrennung, Teufelaustreibung usw.)

- 19 JH: Schulen der Somatiker (Persönlichkeit ist im Hirn verortet) und der Psychiker (Psyche ist unsterblich; Persönlichkeit ist in Psyche verortet)
—> ca. 1800: Gemälde (Pinel befreit die Irren) von Charles-Louis Mullet; war Arzt, der Irrenhäuser kritisiert und die Reintegration von psychisch Kranken fordert
- 2. Hälfte des 19 JH: Dominanz hirnpathologischer Auffassungen (psychische Störungen sind pathologische Probleme im Gehirn)

- 1. Hälfte des 20 JH: psychoanalytische Krankheitskonzeption (Freud)
- 2. Hälfte des 20 JH: soziologische und lerntheoretisch begründete Störungsmodelle
- seit 1960er: biopsychosoziales Krankheitsmodell (Zusammenführung biologischer, psychischer, sozialer Faktoren)

- letzte Jahrzehnte: Versuch der Einordnung psychopathologischer Symptome durch moderne Neurowissenschaften (somatischer Ansatz)

Q:
Wie lautet das traditionelle medizinische Modell von Krankheit?
A:
Erreger —> Infektion —> Erkrankung

- Krankheit= qualitativ verschieden von Gesundheit
- jede Krankheit hat spezifische Ursache, spezifischen Verlauf und spezifischen Endzustand
- Ursachen liegen in biologischen Gegebenheiten
- Krankheit wird oft ohne eigenes Zutun verursacht (keine Selbstverantwortung, Anspruch auf Hilfe)
- biologische Therapien stehen im Vordergrund
Q:
Welche 13 Items beinhaltet die PMH (positive mental health scale)?
A:
1. Ich genieße mein Leben
2. Ich bin oft unbeschwert und gut aufgelegt
3. Ich fühle mich von den Leuten, die mir wichtig sind, gemocht und verstanden
4. Alles in allem bin ich zufrieden mit meinem Leben
5. Im Allgemeinen bin ich zuversichtlich
6. Ich kann mich schnell und sicher entscheiden
7. Es gelingt mir gut, meine Bedürfnisse zu erfüllen
8. Ich glaube, dass mein Leben einen Sinn hat
9. Vieles, was ich tue, macht mir Freude
10. Ich bin in guter körperlicher und seelischer Verfassung
11. Ich fühle mich dem Leben und seinen Schwierigkeiten eigentlich gut gewachsen
12. Viele Erfahrungen, die ich mache, bringen mich persönlich weiter
13. Ich bin ein ruhiger, ausgeglichener Mensch
Mehr Karteikarten anzeigen
Q:
Wie lässt sich Gesundheit definieren?
A:
- WHO (1958): Zustand vollkommenen psychischen, körperlichen und sozialen Wohlbefindens, nicht nur Abwesenheit von Krankheit/Behinderung

- Erich Fromm (1964): Fähigkeit zu lieben und schöpferisch zu sein (Schüler von Freud)

- Thomas Szasz (1960): Geistige Krankheit ist Mythos; wenn jemand niemandes Rechte verletzt, sollte er ungeachtet seines (bizarren) Verhaltens in Ruhe gelassen werden
Q:
Welche 3 Standbeine der Psychologie gibt es?
A:
1. Alltagserfahrung
—> häufig Überbetonung individueller Erfahrung

2. Berufserfahrung
—> subjektive Einschätzung im Therapiesetting ist oft verzerrt und selektiv (selektierte Einzelfälle, self-serving-bias, mangelhafte Datenbasis)

selektierte Einzelfälle: nur ein Teil des Lebens des Klienten wird gesehen, je nachdem, welche Fragen der Therapeut stellt 
self-serving-bias= Therapeuten nehmen sich selbst oft als überdurchschnittlich gut/positiver wahr
mangelhafte Datenlage: von Symptomen einer Person kann nicht allgemein auf Störungsbild geschlossen werden

3. Wissenschaft
—> Ätiologieforschung (wissenschaftlich fundierte Störungsmodelle)
—> Therapieforschung (“empirically supported treatments”)

Q:
Wie lassen sich psychische Störungen verlässlich diagnostizieren und klassifizieren?
A:
=> im Alltag Tendenz zu Pathologisierung bzw. umgangssprachlicher Verwendung von Krankheitsbegriffen (”der ist ja paranoid!”)

Diagnostische Klassifikationssysteme ermöglichen wissenschaftlich begründete Diagnostik 
Q:
Was sind Aufgabenbereiche der Forschung zu psychischen Störungen?
A:
Deskription und Klassifikation:

- Erfassung des Erscheinungsbilds der Störung
- Identifikation von Symptommustern
- sinnvolle Trennung verschiedener Symptommuster in Diagnosen

Epidemiologie:

- Verteilung der Störungen und den mit ihnen zusammenhängenden Variablen
- Korrelation mit anderen Merkmalen
- gesundheitspolitische Implikationen (Krankheit häufig -> gesellschaftl. Implikation)
—>  Inzidenz/Prävalenz (Jahres- und Lebenszeitprävalenz)

Ätiologie:

- Aufdeckung ursächlicher Faktoren für Entstehung, Aufrechterhaltung und längsschnittliche Variation von Störungen
- ein- vs. mehrkausale Modelle (einkausal= z. B. rein biologisch)
- Zuordnung von Ätiologie und Deskription 

Therapie und Prävention:

- am stärksten anwendungsbezogen
- bedeutend für Gesundheitsversorgung
Q:
Was sind menschliche Fehler bei klinischer Urteilsbildung?
A:
=> klinische Arbeitsbedingungen schränken Erfahrungslernen ein und begünstigen selbsterfüllende Prophezeiungen, z. B. durch
—> mangelnde Rückmeldung über Ergebnisse (was passiert mit Patient nach Therapie?)
—> deswegen Katamnese in klinischen Studien (ist Therapieerfolg stabil?)

menschliche Fehler bei klinischer Urteilsbildung:

- Überschätzung bestätigter Fakten
- Abwertung widersprechender Fakten
- Vernachlässigen von Basisraten (z. B. Modediagnose DIS)
Q:
Was sind die 10 wichtigsten Ursachen von DALYs in entwickelten Ländern bei 15-44-jährigen?
A:
- Depression (12,3 %)
- Alkoholkonsum (8,9 %)
- Verkehrsunfälle (8,5 %)
- Schizophrenie (5 %)
- Selbstverletzung (4,2 %)
- Bipolare Störung (3,7 %)
- Drogenkonsum (2,9 %)
- Zwangsstörung (2,7 %)
- Osteoarthritis (2,7 %)
- Gewalt (2,4 %)

psychische Störungen — andere Ursachen
Q:
Was sind die 5 wichtigsten Ursachen für DALYs weltweit? Wie entwickelt sich deren Rangfolge von 1990 auf 2020?
A:
(DALYs= disability adjusted life years; Anzahl verlorener Lebensjahre durch vorzeitigen Tod oder Leben mit starker Beeinträchtigung)

1990
1. Atemwegsinfektionen
2. Durchfallerkrankungen
3. perinatal verursachte Schäden
4. unipolare Depression
5. koronare Herzerkrankungen

2020:
1. koronare Herzerkrankungen
2. unipolare Depression
3. Verkehrsunfälle
4. cerebrovaskuläre Krankheiten (Schlaganfall etc.)
5. chronisch obstruktive Lungenkrankheit

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