Psychotherapieforschung SS2020 at Universität Osnabrück

Flashcards and summaries for Psychotherapieforschung SS2020 at the Universität Osnabrück

Arrow Arrow

It’s completely free

studysmarter schule studium
d

4.5 /5

studysmarter schule studium
d

4.8 /5

studysmarter schule studium
d

4.5 /5

studysmarter schule studium
d

4.8 /5

Study with flashcards and summaries for the course Psychotherapieforschung SS2020 at the Universität Osnabrück

Exemplary flashcards for Psychotherapieforschung SS2020 at the Universität Osnabrück on StudySmarter:

Begünstigung der wissenschaftlichen Ära
der Psychotherapie(-forschung)

Exemplary flashcards for Psychotherapieforschung SS2020 at the Universität Osnabrück on StudySmarter:

Gründe für Outcome-Forschung

Exemplary flashcards for Psychotherapieforschung SS2020 at the Universität Osnabrück on StudySmarter:

Bilanz empirischer Psychotherapieforschung

Exemplary flashcards for Psychotherapieforschung SS2020 at the Universität Osnabrück on StudySmarter:

Bilanz empirischer Psychotherapieforschung Teil 2

Exemplary flashcards for Psychotherapieforschung SS2020 at the Universität Osnabrück on StudySmarter:

Ziele von Psychotherapieforschungsstudien

Exemplary flashcards for Psychotherapieforschung SS2020 at the Universität Osnabrück on StudySmarter:

Gründe für die Kluft zwischen Wissenschaft und Praxis

Exemplary flashcards for Psychotherapieforschung SS2020 at the Universität Osnabrück on StudySmarter:

Warum lesen Psychotherapeuten keine Forschungsliteratur?

Exemplary flashcards for Psychotherapieforschung SS2020 at the Universität Osnabrück on StudySmarter:

Historische Entwicklung: 1) Legitimationsphase

Exemplary flashcards for Psychotherapieforschung SS2020 at the Universität Osnabrück on StudySmarter:

Historische Entwicklung: 2) Wettbewerbsphase

Exemplary flashcards for Psychotherapieforschung SS2020 at the Universität Osnabrück on StudySmarter:

Historische Entwicklung: 3) Verschreibungsphase

Exemplary flashcards for Psychotherapieforschung SS2020 at the Universität Osnabrück on StudySmarter:

Historische Entwicklung: 4) Prozessforschungsphase

Exemplary flashcards for Psychotherapieforschung SS2020 at the Universität Osnabrück on StudySmarter:

Nachteile herkömmlicher Therapieschulen

Your peers in the course Psychotherapieforschung SS2020 at the Universität Osnabrück create and share summaries, flashcards, study plans and other learning materials with the intelligent StudySmarter learning app.

Get started now!

Flashcard Flashcard

Exemplary flashcards for Psychotherapieforschung SS2020 at the Universität Osnabrück on StudySmarter:

Psychotherapieforschung SS2020

Begünstigung der wissenschaftlichen Ära
der Psychotherapie(-forschung)

  • Zweifel an der Wirksamkeit von Psychotherapie: Publikation von Eysenck (1952), in der herkömmlicher Psychotherapie jegliche Wirksamkeit jenseits der Rate einer Spontanremission
  • Methodologie: Anlehnung der Psychotherapieforschung an methodologische Prinzipien der psychologischen Forschung
  • Transparenz: Direkte und systematische Erfassung von Veränderungsprozessen notwendig (z. B. durch Audioaufnahmen); diese nur durch bis dahin undenkbare Transparenz möglich

Psychotherapieforschung SS2020

Gründe für Outcome-Forschung

  • steigende Gesundheitsausgaben:

stärkere Abzeichnung der Notwendigkeit der Überprüfung der Effektivität und Effizienz der Leistungen und Strukturen

  • Diskussion um die Integration der Psychotherapie in das Krankenkassen-finanzierte Gesundheitswesen:

Hoher Legitimationsdruck

Psychotherapieforschung SS2020

Bilanz empirischer Psychotherapieforschung

Innerhalb der letzten 40 Jahre: Psychotherapie etablierte Größe in der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung in den westlichen Industrienationen


In Vergleich zum Ausland: Hohe Standards in der Aus- bzw.
Weiterbildung von Psychotherapeut/innen

Psychotherapieforschung SS2020

Bilanz empirischer Psychotherapieforschung Teil 2

In der Praxis oft Verlass auf einmal Gelerntes
Wissen und die eigene Intuition anstatt auf Forschungsbefunde


Mögliche Gründe: Psychologische Interventionen relativ junge Interventionsform im Gesundheitswesen; wissenschaftliche Grundlagen erst vor ca. 50 Jahren gegründet


lange Zeit:Vernachlässigung von ungünstigen Therapieverläufen und schwierigen Patient/innen

da Fokus auf Nachweis von Effiktivität und optimalen Therapieverläufen

Psychotherapieforschung SS2020

Ziele von Psychotherapieforschungsstudien

  • Experimenteller und Quasi-experimenteller Vergleich einer Intervention mit (unbehandelter) Kontrollbedingung oder mehrerer Therapieverfahren hinsichtlich Wirksamkeit oder Effizienz
  • Im Kontext der Prozessforschung Untersuchung der angenommenen Wirkmechanismen/Wirkungsweise therapeutischer Verfahren im Verlaufe einer Psychotherapie auf unterschiedlichen Inhalts- und Zeitebenen

Psychotherapieforschung SS2020

Gründe für die Kluft zwischen Wissenschaft und Praxis

  • Dauer zwischen Ende einer Studie und Veröffentlichung ihrer Ergebnisse durch oft langwierigen Begutachtungs- und Revisionsprozess
    vor Veröffentlichung einer Studie in Fachjournal
  • Zeitschriften, in denen die Ergebnisse publiziert

werden, für praktisch tätige Kollegen oft nicht oder

nur schwer zugänglich

  • Methodisch-wissenschaftliche Sprache ggf. nicht

(oder nicht mehr) gut verständlich für Personen

außerhalb der „aktiven“ Wissenschaft

Psychotherapieforschung SS2020

Warum lesen Psychotherapeuten keine Forschungsliteratur?

-bevorzugen qualitative Studien

-therapiespezifische Faktoren seien einflussreicher als die tatsächlichen therapeutischen Techniken

-eigene Erfahrungen und Erfahrungen/Wünsche der Patienten seien Quellen und Maßstab bei Treffen der Therapieentscheidungen

-KVTler nutzen Forschungsliteratur häufiger als andere Therapeuten

Psychotherapieforschung SS2020

Historische Entwicklung: 1) Legitimationsphase

Zentrale Frage: Ist Psychotherapie überhaupt wirksam?


  • In den Anfängen: Entwicklung psychotherapeutischer

Verfahren fest in Therapieschulen verankert

  • 1950-er Jahre: Praxisalltag dominiert durch klassisch psychoanalytische und verwandte Therapieformen
  • Eysenck: Psychotherapie kann im besten Falle spontane Remission nicht verhindern, auf jeden Fall aber keinen über eine spontane Remission hinausgehenden Beitrag zur Verbesserung
    psychischen Leidens liefern (Grundlage: Auswertung von Falldokumentationen stationärer Einrichtungen)
    • Basis: Publikation von H. J. Eysenck (1952):                                            

2/3 der unbehandelten „neurotischen“ Patienten zeigen nach zwei Jahren deutliche Besserung; Absprache jeglicher Wirksamkeit der herkömmlichen Psychotherapie jenseits dieser Spontanremissionsrate 

  • Inzwischen Revision der Befunde: Spontanremissionsraten zwischen d = 0,0 (Grawe, 1992) und d = 0,30 (Bergin, 1971) Effekte von Psychotherapie im Bereich von d = 0,85 (Grawe, 1992; 1994)                           (→ im Vergleich zu medizinischen Interventionen hoher Wert)

Psychotherapieforschung SS2020

Historische Entwicklung: 2) Wettbewerbsphase

Zentrale Frage: Welche Form der Psychotherapie ist besser?


  • Wettbewerb der Therapieschulen (i.S. von „Was wirkt besser: Psychoanalyse oder Verhaltenstherapie?“)
  • Grober Auflösungsgrad hinsichtlich der Operationalisierung der untersuchten Interventionen (z.B. Verhaltenstherapie als Obergruppe für viele mögliche Techniken und Strategien) als auch hinsichtlich der differentiellen Indikationskriterien
    („Therapie X hilft bei neurotischen, nicht aber bei psychotischen Störungen“)
    ->„The Great Psychotherapy Debate“

Psychotherapieforschung SS2020

Historische Entwicklung: 3) Verschreibungsphase

Zentrale Frage: Welche Form der Psychotherapie ist bei wem (unter welchem Umständen) indiziert?

  • Seit den 1990-er Jahren: Aufkommen der störungsspezifischen Perspektive („Research Supported Psychological Treatments“)
    → Zunehmende Überprüfung neuer therapeutischer Ansätze
  • Spezifische Interventionen sollen spezifischen Problemen zugeordnet werden (Analogie: Medikamentenverschreibung) Ergebnisse der Psychotherapieforschung
  • Indikationsbezogene „Programmpakete“ hinsichtlich ihrer Wirksamkeit geprüft, können jedoch immer noch unzureichend (oder falsch) theoretisch fundiert sein

Psychotherapieforschung SS2020

Historische Entwicklung: 4) Prozessforschungsphase

Zentrale Frage: Auf welche Weise wirkt Psychotherapie?


  • Dient als Grundlage für Neu- bzw. Weiterentwicklung von Interventionen 
  • Zwei Strömungen solcher Prozessforschung:
    1. Wissenschaftlicher Input aus den psychologischen
    Grundlagenfächern (z.B. Kognitionswissenschaften,
    psychobiologische Forschung)

    2. Versuch, „Theorien neuer Generation“ zu entwickeln, die bisherige Ergebnisse der Psychotherapieprozessforschung neu, d.h. unabhängig von spezifischen Schulen, beschreiben

Psychotherapieforschung SS2020

Nachteile herkömmlicher Therapieschulen

Weiterentwicklung und Legitimation immer nur im Rahmen ihrer theoretischen Grenzen


Beobachtung: Die jeweiligen Therapieschulen nehmen gegenseitige Befunde oft nicht zur Kenntnis, wenn sie nicht in das althergebrachte Konzept passen (Grawe, 1998)


Ursprünglich: Wichtige Rolle der traditionellen Therapieschulen („Psychotherapeutische Theorien erster
Generation“; Grawe, 1995) durch Konstituierung des Erfahrungsbereiches der Psychotherapie und Schaffung einer großen empirischen Basis


Häufiges Problem nach Grawe (1995): Vermischung der Feststellung von Fakten und deren Interpretation
→ Erklärung der gesamten Faktenlage bei keiner der Theorien möglich, da sie nicht mehr in den jeweiligen theoretischen Rahmen passten
→ Widerspricht dem Prinzip der Wissenschaft, alle Fakten
zum jeweiligen Bereich zu rezipieren (denn es gibt keine „verhaltenstherapeutischen“ oder „psychoanalytischen“ Fakten)


Mittlerweile: Umfangreiche objektive Befundlage, deren Existenz von den ursprünglichen Theorien unabhängig
geworden ist

Sign up for free to see all flashcards and summaries for Psychotherapieforschung SS2020 at the Universität Osnabrück

Singup Image Singup Image
Wave

Other courses from your degree program

For your degree program Psychotherapieforschung SS2020 at the Universität Osnabrück there are already many courses on StudySmarter, waiting for you to join them. Get access to flashcards, summaries, and much more.

Back to Universität Osnabrück overview page

Psychotherapie und Beratung

Verhaltensmedizin

Neuropsychologie

Diagnostik

Psychotherapie und Beratung WS19/20

Psychosomatik/Verhaltensmedizin SS2020

Pathopsychologie SS2020

What is StudySmarter?

What is StudySmarter?

StudySmarter is an intelligent learning tool for students. With StudySmarter you can easily and efficiently create flashcards, summaries, mind maps, study plans and more. Create your own flashcards e.g. for Psychotherapieforschung SS2020 at the Universität Osnabrück or access thousands of learning materials created by your fellow students. Whether at your own university or at other universities. Hundreds of thousands of students use StudySmarter to efficiently prepare for their exams. Available on the Web, Android & iOS. It’s completely free.

Awards

Best EdTech Startup in Europe

Awards
Awards

EUROPEAN YOUTH AWARD IN SMART LEARNING

Awards
Awards

BEST EDTECH STARTUP IN GERMANY

Awards
Awards

Best EdTech Startup in Europe

Awards
Awards

EUROPEAN YOUTH AWARD IN SMART LEARNING

Awards
Awards

BEST EDTECH STARTUP IN GERMANY

Awards