EBS SoSe 19 Erziehung at Universität Münster | Flashcards & Summaries

Lernmaterialien für EBS SoSe 19 Erziehung an der Universität Münster

Greife auf kostenlose Karteikarten, Zusammenfassungen, Übungsaufgaben und Altklausuren für deinen EBS SoSe 19 Erziehung Kurs an der Universität Münster zu.

TESTE DEIN WISSEN
Ziel und weg Erziehung
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Ziel der Erziehung ist, dass der Mensch erst zum Menschen wird. Dies geschieht durch das Erreichen der Mündigkeit. Diese definiert sich durch:
- Selbstständigen und öffentlichen Gebrauch der Vernunft
- Liberale Forderung nach (Meinungs-)Freiheit

- „Der Mensch ist nichts, als was die Erziehung aus ihm macht.“  Ziel der Erziehung ist folglich, dass der Mensch erst noch zum Menschen wird.
- Milderung der natürlichen Antriebe; da der Mensch keinen Instinkt hat, muss er sich selber einen Plan seines Verhaltens machen
- da der Mensch im Kindheitsalter noch keine Vernunft besitzt, muss die o.g. Aufgabe von anderen Menschen übernommen werden.


- Disziplinierung (= Milderung negativer Impulse und Antriebe und Förderung der positiven Eigenschaften)
- Kultivierung (= Ausbau von Fähigkeiten)
- Zivilisierung (= Ausbau der sozialen Kompetenz und Haltung)
- Moralisierung (= Erweiterung des Vernunftgebrauchs zur moralisch guten Gesinnung)

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
Erziehungsbegriff von Wolfgang Brezinka  5 Stufen
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
1. Erziehen als Handeln.
2. Erziehen als soziales Handeln zwischen mindestens zwei Personen.
3. Erziehung ist intentional, ist wirkungsorientiert.
4. Die Wirkung ist nicht nur äußerlich, sie zielt bzw. betrifft die Persönlichkeit.
5. Erziehung ist normativ (Brezinkas Erziehungsbegriff selbst will deskriptiv sein).
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
Erziehungsbegriff von Wolfgang Brezinka: Kritik 3p
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
1. Erziehung als intentionales Handeln: ob das Handeln aber tatsächlich erzieherisch ist, kann nicht eindeutig nur durch Vorliegen einer Intention festgestellt werden.
2. Erziehung als UrsacheWirkungsverhältnis?
3. Erziehung als Subjekt-Objekt-Relation – asymmetrisch und hierarchisch?
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
Erziehungsbegriff von Friedrich W. Kron
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Erziehung = „aufeinander bezogenes gegenseitiges soziales Handeln oder ein Prozeß symbolischer Interaktion zwischen mindestens zwei Personen – im Regelfall einer älteren, wissenderen oder kompetenteren Person und einer jüngeren, weniger wissenden und noch nicht kompetenten – in welcher es um die gegenseitige Aufhellung und Aufklärung von Rollen, Positionen und Wertorientierungen, Normen, Intentionen und Legitimationen des sozialen Handelns und des dieses mitbedingenden sozialen und gesellschaftlichen Feldes geht“
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
Leerstelle bei Kant:
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Macht
Emotionale Beziehung zwischen Erziehern und Zöglingen
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
Erziehungsbegriff von Wolfgang Brezinka
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
In erster Linie durch den Zweck, den der Handelnde verfolgt.
Er will durch sein Handeln etwas bestimmtes erreichen: er will in einem oder in mehreren anderen Menschen eine bestimmte Wirkung hervorbringen. Erzieherisches Handeln ist also auf Mitmenschen gerichtet; es ist mitmenschliches oder soziales Handeln“ 
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
Erziehungsbegriff von Friedrich W. Kron Im Gegensatz zu Kant (und Brezinka):
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
>>> Wechselseitigkeit des Erziehungsprozesses als Aushandlungsund Interaktionsgeschehen
>>> in Abgrenzung zu Brezinka: gegenseitige Aufhellung und Aufklärung!

Erzieherisches Handeln erfolgt im Medium der Sprache = symbolische Interaktion
>>> Erziehung als intersubjektives Verhältnis
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
Erziehung - auch in der Schule?
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Erziehungsauftrag von Lehrerinnen und Lehrern >>> Einflussnahme auf die Persönlichkeit der Schülerinnen und Schüler Förderung von überfachlichen formalen Kompetenzen >>> auch Teil des Erziehungsauftrags der Schule

>>> Erziehungsauftrag der Lehrer zielt auf moralische Entwicklung der Schüler

iFokus >>> Grundlagen für das Zusammenleben von Menschen

>>> Gerechtigkeit, Verantwortung, Fürsorge

>>> „Die Schule erzieht für sich selbst, damit ihr Zweck, das Unterrichten, durchgeführt werden kann. Indem sie dies tut, lehrt sie zugleich die wichtigsten Regeln des vernünftigen und erfolgreichen öffentlichen Verhaltens.“

>>> „im Unterricht für den Unterricht zu erziehen“ (Gruschka, 2013, S. 51). >>> Erziehungsauftrag = dienende Funktion

Um funktionieren zu können, muss „Schule“ „für sich selbst erziehen, d.h. diejenigen Verhaltensweisen einfordern, die für die Erfüllung ihres Zweckes unabdingbar sind“
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
3 Ebenen der erzieherischen Einflussnahme  in Schule
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
(1) Unterrichts erzieht: Werteerziehung, soziale Verhaltensweisen
(2) Erziehung durch das Vorbild des Lehrers (?)
(3) Erzieherische Implikationen der Unterrichts und des Lehrers als Vorbild nur Angebote – aber: institutionelle Regeln als dritte erzieherische Implikation
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
ERzieherisches Handeln nach Brezinka 4P
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
1. Erziehung ist ein absichtsvolles, zweckgerichtetes Tun, das auf Menschen gerichtet ist
2. Soziales Handeln zwischen mindestens zwei Personen, die einander nicht gleichrangig gegenüberstehen - asymmetrisches / hierarchisches Verhältnis beider Akteure (Erzieher und Educand)
3. Bestehen eines kausalen „Ursache-Wirkungs-Verhältnisses“ - d.h. der Erzieher hat die Absicht, in einem oder mehreren Menschen (Educanden) eine vorher bestimmte Wirkung zu erzielen - birgt gleichzeitig ein Problem bei der Definition, ob jemand erzieherisch handle, da wir die ursprüngliche Intention im Inneren des Erziehers nicht kennen. - Kron interpretiert Brezinka an dieser Stelle falsch, indem er diesem Aspekt einen Determinierungszusammenhang vorwirft. Ohne eine Ursache würde somit keine Wirkung erzielt werden.
4. Betrachtung des Gefüges der psychischen Disposition des Educanden - Absicht des Erziehers ist es, dass der Educand gewisse Fähigkeiten, Fertigkeiten, Kenntnisse, Einstellungen, Haltungen, Gesinnungen oder Überzeugungen erwirbt und beibehält
5. Erziehung ist ein wertorientiertes und an Normen ausgerichtetes Handeln. Bei der Definition des Erziehungsbegriffs soll jedoch deskriptiv vorgegangen werden.
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
Gemeinsamkeiten der Erziehungsbegriffe von Kron und Brezinka: 3
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
- Unterscheiden zwischen den Begriffen der Sozialisation (bzw. soziales Handeln) und der Erziehung (bzw. erzieherisches Handeln)
- Bezeichnen Erziehung als eine gezielte auf Mitmenschen gerichtete Einwirkung
- Verstehen Erziehung als eine Form sozialen Handelns

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Legitimation von Zwang?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

1. Kindern können zunächst nur nachahmen und noch keine eigenständigen Urteile fällen >>> 

Regel 1: Die Einschränkung der Freiheit durch Zwang ist aber nur dann geboten, wenn das Kind sich sonst Schaden zufügen würde. 

, (>>> Regel 2) wenn sie die Freiheit anderer verletzt. 

 (>>> Regel 3) nur im Interesse der zukünftigen Freiheit – im Sinne von Selbständigkeit – zu rechtfertigen.

Lösung ausblenden
  • 179530 Karteikarten
  • 3652 Studierende
  • 95 Lernmaterialien

Beispielhafte Karteikarten für deinen EBS SoSe 19 Erziehung Kurs an der Universität Münster - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:
Ziel und weg Erziehung
A:
Ziel der Erziehung ist, dass der Mensch erst zum Menschen wird. Dies geschieht durch das Erreichen der Mündigkeit. Diese definiert sich durch:
- Selbstständigen und öffentlichen Gebrauch der Vernunft
- Liberale Forderung nach (Meinungs-)Freiheit

- „Der Mensch ist nichts, als was die Erziehung aus ihm macht.“  Ziel der Erziehung ist folglich, dass der Mensch erst noch zum Menschen wird.
- Milderung der natürlichen Antriebe; da der Mensch keinen Instinkt hat, muss er sich selber einen Plan seines Verhaltens machen
- da der Mensch im Kindheitsalter noch keine Vernunft besitzt, muss die o.g. Aufgabe von anderen Menschen übernommen werden.


- Disziplinierung (= Milderung negativer Impulse und Antriebe und Förderung der positiven Eigenschaften)
- Kultivierung (= Ausbau von Fähigkeiten)
- Zivilisierung (= Ausbau der sozialen Kompetenz und Haltung)
- Moralisierung (= Erweiterung des Vernunftgebrauchs zur moralisch guten Gesinnung)

Q:
Erziehungsbegriff von Wolfgang Brezinka  5 Stufen
A:
1. Erziehen als Handeln.
2. Erziehen als soziales Handeln zwischen mindestens zwei Personen.
3. Erziehung ist intentional, ist wirkungsorientiert.
4. Die Wirkung ist nicht nur äußerlich, sie zielt bzw. betrifft die Persönlichkeit.
5. Erziehung ist normativ (Brezinkas Erziehungsbegriff selbst will deskriptiv sein).
Q:
Erziehungsbegriff von Wolfgang Brezinka: Kritik 3p
A:
1. Erziehung als intentionales Handeln: ob das Handeln aber tatsächlich erzieherisch ist, kann nicht eindeutig nur durch Vorliegen einer Intention festgestellt werden.
2. Erziehung als UrsacheWirkungsverhältnis?
3. Erziehung als Subjekt-Objekt-Relation – asymmetrisch und hierarchisch?
Q:
Erziehungsbegriff von Friedrich W. Kron
A:
Erziehung = „aufeinander bezogenes gegenseitiges soziales Handeln oder ein Prozeß symbolischer Interaktion zwischen mindestens zwei Personen – im Regelfall einer älteren, wissenderen oder kompetenteren Person und einer jüngeren, weniger wissenden und noch nicht kompetenten – in welcher es um die gegenseitige Aufhellung und Aufklärung von Rollen, Positionen und Wertorientierungen, Normen, Intentionen und Legitimationen des sozialen Handelns und des dieses mitbedingenden sozialen und gesellschaftlichen Feldes geht“
Q:
Leerstelle bei Kant:
A:
Macht
Emotionale Beziehung zwischen Erziehern und Zöglingen
Mehr Karteikarten anzeigen
Q:
Erziehungsbegriff von Wolfgang Brezinka
A:
In erster Linie durch den Zweck, den der Handelnde verfolgt.
Er will durch sein Handeln etwas bestimmtes erreichen: er will in einem oder in mehreren anderen Menschen eine bestimmte Wirkung hervorbringen. Erzieherisches Handeln ist also auf Mitmenschen gerichtet; es ist mitmenschliches oder soziales Handeln“ 
Q:
Erziehungsbegriff von Friedrich W. Kron Im Gegensatz zu Kant (und Brezinka):
A:
>>> Wechselseitigkeit des Erziehungsprozesses als Aushandlungsund Interaktionsgeschehen
>>> in Abgrenzung zu Brezinka: gegenseitige Aufhellung und Aufklärung!

Erzieherisches Handeln erfolgt im Medium der Sprache = symbolische Interaktion
>>> Erziehung als intersubjektives Verhältnis
Q:
Erziehung - auch in der Schule?
A:
Erziehungsauftrag von Lehrerinnen und Lehrern >>> Einflussnahme auf die Persönlichkeit der Schülerinnen und Schüler Förderung von überfachlichen formalen Kompetenzen >>> auch Teil des Erziehungsauftrags der Schule

>>> Erziehungsauftrag der Lehrer zielt auf moralische Entwicklung der Schüler

iFokus >>> Grundlagen für das Zusammenleben von Menschen

>>> Gerechtigkeit, Verantwortung, Fürsorge

>>> „Die Schule erzieht für sich selbst, damit ihr Zweck, das Unterrichten, durchgeführt werden kann. Indem sie dies tut, lehrt sie zugleich die wichtigsten Regeln des vernünftigen und erfolgreichen öffentlichen Verhaltens.“

>>> „im Unterricht für den Unterricht zu erziehen“ (Gruschka, 2013, S. 51). >>> Erziehungsauftrag = dienende Funktion

Um funktionieren zu können, muss „Schule“ „für sich selbst erziehen, d.h. diejenigen Verhaltensweisen einfordern, die für die Erfüllung ihres Zweckes unabdingbar sind“
Q:
3 Ebenen der erzieherischen Einflussnahme  in Schule
A:
(1) Unterrichts erzieht: Werteerziehung, soziale Verhaltensweisen
(2) Erziehung durch das Vorbild des Lehrers (?)
(3) Erzieherische Implikationen der Unterrichts und des Lehrers als Vorbild nur Angebote – aber: institutionelle Regeln als dritte erzieherische Implikation
Q:
ERzieherisches Handeln nach Brezinka 4P
A:
1. Erziehung ist ein absichtsvolles, zweckgerichtetes Tun, das auf Menschen gerichtet ist
2. Soziales Handeln zwischen mindestens zwei Personen, die einander nicht gleichrangig gegenüberstehen - asymmetrisches / hierarchisches Verhältnis beider Akteure (Erzieher und Educand)
3. Bestehen eines kausalen „Ursache-Wirkungs-Verhältnisses“ - d.h. der Erzieher hat die Absicht, in einem oder mehreren Menschen (Educanden) eine vorher bestimmte Wirkung zu erzielen - birgt gleichzeitig ein Problem bei der Definition, ob jemand erzieherisch handle, da wir die ursprüngliche Intention im Inneren des Erziehers nicht kennen. - Kron interpretiert Brezinka an dieser Stelle falsch, indem er diesem Aspekt einen Determinierungszusammenhang vorwirft. Ohne eine Ursache würde somit keine Wirkung erzielt werden.
4. Betrachtung des Gefüges der psychischen Disposition des Educanden - Absicht des Erziehers ist es, dass der Educand gewisse Fähigkeiten, Fertigkeiten, Kenntnisse, Einstellungen, Haltungen, Gesinnungen oder Überzeugungen erwirbt und beibehält
5. Erziehung ist ein wertorientiertes und an Normen ausgerichtetes Handeln. Bei der Definition des Erziehungsbegriffs soll jedoch deskriptiv vorgegangen werden.
Q:
Gemeinsamkeiten der Erziehungsbegriffe von Kron und Brezinka: 3
A:
- Unterscheiden zwischen den Begriffen der Sozialisation (bzw. soziales Handeln) und der Erziehung (bzw. erzieherisches Handeln)
- Bezeichnen Erziehung als eine gezielte auf Mitmenschen gerichtete Einwirkung
- Verstehen Erziehung als eine Form sozialen Handelns

Q:

Legitimation von Zwang?

A:

1. Kindern können zunächst nur nachahmen und noch keine eigenständigen Urteile fällen >>> 

Regel 1: Die Einschränkung der Freiheit durch Zwang ist aber nur dann geboten, wenn das Kind sich sonst Schaden zufügen würde. 

, (>>> Regel 2) wenn sie die Freiheit anderer verletzt. 

 (>>> Regel 3) nur im Interesse der zukünftigen Freiheit – im Sinne von Selbständigkeit – zu rechtfertigen.

EBS SoSe 19 Erziehung

Erstelle und finde Lernmaterialien auf StudySmarter.

Greife kostenlos auf tausende geteilte Karteikarten, Zusammenfassungen, Altklausuren und mehr zu.

Jetzt loslegen

Die all-in-one Lernapp für Studierende

Greife auf Millionen geteilter Lernmaterialien der StudySmarter Community zu
Kostenlos anmelden EBS SoSe 19 Erziehung
Erstelle Karteikarten und Zusammenfassungen mit den StudySmarter Tools
Kostenlos loslegen EBS SoSe 19 Erziehung