Med. Soziologie & Psychologie at Universität Mainz | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für med. Soziologie & Psychologie an der Universität Mainz

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TESTE DEIN WISSEN
Definition Gesundheit 
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TESTE DEIN WISSEN
Buch und Amboss
Definition richtet sich nach jeweiligen Bezugssystem: 

  • Medizinische: Gesundheit ist Abwesenheit von Krankheit (dichotomes Modell)

  • Aus Sicht der Person: Gesundheit ist subjektives Wohlbefinden, Handlungsvermögen, Funktionsfähigkeit im Alltag, Lebensqualität

  • Aus Sicht der Gesellschaft: Erfüllung sozialer Rollen 

  • WHO: Zustand des vollkommenen Körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens - und nicht einfach die Abwesenheit von Krankheit 
--> utopisch und empirisch nicht haltbar (80% der Menschen haben akute Probleme/Beschwerden sind bei Gesunden häufig -> meist harmlos) 

Amboss
- physische, psychische und soziale Faktoren haben Einfluss auf die Gesundheit 
- subjektives Erleben von Krankheiten kann interindividuell verschieden sein 
- Umweltfaktoren und kognitive Vorgänge beeinflussen Wahrnehmung des Körpers und das Wohlbefinden (positiv/negativ)
- Erwartungen und Bewertungen der Gesellschaft können Krankheitsverlauf beeinflussen (bsp. psychische Erkrankungen) 

Dichotome Betrachtung
Person ist entweder „Gesund oder Krank“

Kontinuierliche Betrachtung
Übergang „Gesund“ in „Krank“ wird als fließend betrachtet, sodass sich Pat. auf Position zw. krank und gesund befindet 
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TESTE DEIN WISSEN
Normbegriffe
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Idealnorm: wünschenswerter Sollwert gemäß WHO

funktionale Norm: Zustand, der mit Funktionsfähigkeit einhergeht (Fähigkeit den Alltag oder Arbeit zu bewältigen) 

Statistische Norm: individueller IST-Wert statistisch ausgedrückt. der selten ist und als pathologisch gewertet wird. 
-> Problem: Häufigkeit der Testung führt zu falsch positiven 

Diagnostische Norm: med. Test mit Abweichung vom Referenzbereich, Abweichung von Normal. 
Test kann positiv oder negativ ausfallen. Kriterium: mit hoher Wahrscheinlichkeit liegt gesuchte KH vor, wenn Test positiv ausfällt 

Therapeutische Norm: Normale Werte erfordern keine Behandlung; Abweichung von Normal erfordern Behandlung, da erhöhtes Risiko für Folgeerkrankungen   
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
Definition Soziologie 
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Lehre von sozialen Bedingungen und Folgen des menschlichen Handelns und von den Strukturen, Prozessen und Entwicklungen gesellschaftlicher Formationen 
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TESTE DEIN WISSEN
Definition Psychologie 
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TESTE DEIN WISSEN
Lehre von Erleben und Verhalten des Menschen 
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TESTE DEIN WISSEN
Begriffe bei Entstehung von Krankheit 
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Entstehung Krankheiten 
Ätiologie: 
Krankheitsursachen/Risikofaktoren  (Bsp: Hypertonie ist Krankheitsursache des HI)

Pathogenese : 
Prozess der Krankheitsentstehung (Bsp: Hypertonie führt zu Arteriosklerose der HKG -> Verschluss ->HI) 


Verlauf Krankheiten 
Chronifizierung
Übergang in chronische (dauerhafte) Krankheit 

Remission
Rückbildung von Krankheitszeichen (Bsp: Verschwinden eines Tumors nach erfolgreicher Therapie)

Rezidiv
Rückfall im Heilungsprozess (Wiederauftreten eines Tumors nach erfolgreicher Primärbehandlung) 

Risikofaktor 
Ist ein Merkmal, dessen Vorhandensein mit einem erhöhten Risiko für KH einhergeht (Hypertonie ist ein RF für HI) 
- erlaubt vorhersage in Bezug auf das Krankheitsrisiko, ohne kausale Beeinflussung des Risikos 

  • Kausaler Risikofaktor: trägt ursächlich zu einem erhöhten Krankheitsrisiko bei 

Bsp: Alkoholiker haben erhöhtes Risiko für Lungenkrebs, dabei ist Ursache für LK ist nicht Alkohol, sondern das mit dem trinken meist einhergehende Rauchen.
-> Rauchen ist ein kausaler RF für LK 

  • RF der nicht kausal ist, aber trotzdem erhöhtes Risiko aufzeigt ist ein:  Risikoindikator (Alkohol) 

    = zeigt lediglich ein erhöhtes Risiko auf, hat aber keinen ursächlichen Einfluss 

Bsp: viel Fast Food, Alkohol .. 


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TESTE DEIN WISSEN
Begriff Schutzfaktoren 
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TESTE DEIN WISSEN
Protektive Faktoren

Merkmale, die mit Nichtauftreten/Ausbleiben von Erkrankungen in Zusammenhag stehen und vor KH schützen 

  • sind nicht das Fehlen von RF!

Sondern: qualitative personale und soziale Ressourcen   
Bsp: Selbstwirksamkeitserwartung, Bewältigungsfähigkeiten, soziale Unterstützung, körperliche Aktivität, gesunde Ernährung 
—> vermindern das Risiko eines HI 


Resilienz 
= Widerstandsfähigkeit 
psychologischer Schutzfaktor, der bewirkt, dass trotz ungünstiger Lebensbedingungen keine psychische Störung o. körperliche Erkrankung auftritt 
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TESTE DEIN WISSEN
Körperwahrnehmung
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TESTE DEIN WISSEN
Interzeption
Wahrnehmung von Vorgängen und Zuständen innerhalb des eignen Körpers 

Propriozeption 
Lage und Bewegungwahrnehmung des Körpers im Raum 
- meist unbewusst
- über Reflexe / Ausgleichsbewegung —> stellen bei Änderung der Körperhaltung Gleichgewicht her

Viszerozeption
Wahrnehmung der inneren Organe 

Nozizeption
Schmerzwahrnehmung 
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TESTE DEIN WISSEN
Subjektive Gesundheit
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TESTE DEIN WISSEN
Gesundheitsbezogene Lebensqualität  => subjektive Einschätzung des eigenen Gesundheitszustandes

  • Wichtiges Ziel med. Behandlung: Verbesserung der LQ des Pat.
    -> deshalb zunehmendes Kriterium des Therapieerfolgs (neben biomed. Kriterien wie Normalisierung pathologischer Befunde o. Überlebenszeit)
    —> Erhaltung/Wiederherstellung der LQ sollte stets oberstes Ziel sein

  • Objektive Befunde  ≠ Subjektives Erleben
    —> umso wichtiger ist es Sicht der betroffenen zu berücksichtigen
    —> vor allem bei chron. KH, da: meist keine Heilung, ständige Beschwerden, Einschränkungen LQ, verminderte LeistungQualität 

Patientenzufriedenheit 
Faktoren die Einfluss auf die Zufriedenheit haben: Wirksamkeit der Therapie, erhalten des Personals, fachliche/technische Kompetenz, Art der Informationsweitergabe, Umgebung (Zimmer, Essen,..) Ausmaß von Bürokratie/Organisation 

Gesundheitsbezogene Lebensqualität setzt sich aus 4 Kerndimensionen zusammen 
  • Körperliche/ Physische Beschwerden (Schmerz, Fatigue)
  • psychisches Befinden (Depressionen, Stimmmung, Angst)
  • Funktionsfähigkeit (Fähigkeit Treppen zu steigen)
  • Soziale Rollen/ soziales Befinden (Freundschaften, berufliche Leistungsfähigkeit) 

Messinstrumente 
Befragungen/Fragebögen: generische Fragebögen (= allg. & Krankheitsübergreifende FB, eingesetzt bei Erkrankten und Gesunden) oder Krankheitsspezifische 
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TESTE DEIN WISSEN
Biopsychosoziales Krankheitsmodell 
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Durch das Biopsychosozialemodell (der internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit) wird Pat. Neben seiner KH zusätzlich im Kontext:

  • seines Gesundheitsproblems,

  • seiner Personenbezogenen Faktoren (Alter, Geschlecht, genetische Prädispositionen, Ausbildung, Motivation, Lebensstil, Anpassungsermögen,..)  

  • & auf die einwirkenden Umweltfaktoren (Technologien, Stress, Produkte, Umwelt, Beziehungen, Arbeitsmarkt, Gesellschaftssysteme) 

erfasst 

- Betrachtung was KrankZeiten fördern kann 
- Krankheit hat wiederum Auswirkung auf biologischer, psychischer und sozialer Ebene 
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TESTE DEIN WISSEN
Bezugssysteme von KH und Gesundheit //
Klassifikationssysteme 
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Internationales Klassifikationssystem der Krankheiten (ICD-10)

Diagnostisches und Statistisches Manual Psychischer Störungen (DMS-5)

  • zur Dokumentation von Diagnosen verbindlich 
  • zur Diagnosenstellung und Definierung 
  • Objektivierung von Krankheitsbildern, medizinischen Prozedere, Prognosen, Therapiemöglichkeiten 
  • Multiaxial: diagnose, psychosoziale Funktionsfähigkeit, Belastungsfaktoren, Persönlichkeitsstörungen

Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit (ICF)
hier ist Pat. Schin diagnostiziert —> es geht darum Funktionsfähigkeit herauszufinden 
  • Folgen einer Krankheit auf Berufsleben, Gesellschaftsleben, Alltagsaktivitäten 
 
Vorteile
  • erleichtere Therapieplanung und Dokumentation

Nachteile:
  • muss ständig weiterentwickelt werden 
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TESTE DEIN WISSEN
Bezugssysteme von KH und Gesundheit //
Subjektives Empfinden
Somatisierung 
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Somatisierung
= die Angabe körperlicher Beschwerden, für die sich keine
    ausreichende körperliche ErKlärung finden lässt 
-> sind jedoch Ausdruck von Psychischen Stress 

Pat. Sind emotional belastet, ängstlich oder depressiv. 
-> sie nehmen Belastung jedoch nicht bewusst wahr, sondern in
    Form von körperlicher Beschwerden 

Somatisierungsstörung
—> Beschwerden verfestigen sich & sie sind davon überzeugt an
      organischer KH zu leiden (auch ohne organischen Befund) 
—> Pathologische Ausprägung 

  • gehört zur Gruppe somatoformen Störungen/Somatische Belastungsstörung

Typisch
  • viele wechselnde Symptome (mind. 2 Jahre) 
  • chronischer Verlauf
  • Arztwechseln und wiederholte Untersuchungen (ohne organischen Befund) 
  • verminderte LQ und Arbeitsunfähig, frühberentet
    -> tragen aber kein erhöhtes Risiko für Entstehung einer körperlichen Erkrankung  
  • hartnäckige Weigerung gegen Versicherung 
—> Teufelskreis: Beeinträchtigung von Gedanken, Gefühlen und Handeln; Krankheitssorgen, Zeit und Energie 

nicht zu verwechseln mit Hypochondire (Angststörung)
- Unbegründete, schwer kontrollierbare Angst an körperlicher Erkrankung zu leiden 
- Beschäftigung mit Krankheitsängsten trotz angemessener med. Abklärung 
- mind. 6 M
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TESTE DEIN WISSEN
Epidemiologische Begriffe 
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Epidemiologie untersucht Verteilung und Häufigkeit von Krankheiten in einer Bevölkerung 

Morbidität 
Häufigkeit einer Erkrankung 

Inzidenz 
Anzahl Neuerkrankungen innerhalb eines Zeitraums bezogen auf eine bestimmte Krankheite 

Prävalenz
Anzahl der erkrankten Personen oder RF in einer bestimmten Population 
  • Punktprävalenz: zu einem bestimmten Zeitpunkt 
  • Periodenprävalenz: Über einen bestimmten Zeitraum 

Mortalität
Anzahl aller Sterbefälle innerhalb einer Bevölkerungsgruppe 

Letalität 
Verhältnis von Anzahl der Todesfälle zur Anzahl aller Erkrankten auf eine Krankheit  
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  • 238079 Karteikarten
  • 3745 Studierende
  • 132 Lernmaterialien

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Q:
Definition Gesundheit 
A:
Buch und Amboss
Definition richtet sich nach jeweiligen Bezugssystem: 

  • Medizinische: Gesundheit ist Abwesenheit von Krankheit (dichotomes Modell)

  • Aus Sicht der Person: Gesundheit ist subjektives Wohlbefinden, Handlungsvermögen, Funktionsfähigkeit im Alltag, Lebensqualität

  • Aus Sicht der Gesellschaft: Erfüllung sozialer Rollen 

  • WHO: Zustand des vollkommenen Körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens - und nicht einfach die Abwesenheit von Krankheit 
--> utopisch und empirisch nicht haltbar (80% der Menschen haben akute Probleme/Beschwerden sind bei Gesunden häufig -> meist harmlos) 

Amboss
- physische, psychische und soziale Faktoren haben Einfluss auf die Gesundheit 
- subjektives Erleben von Krankheiten kann interindividuell verschieden sein 
- Umweltfaktoren und kognitive Vorgänge beeinflussen Wahrnehmung des Körpers und das Wohlbefinden (positiv/negativ)
- Erwartungen und Bewertungen der Gesellschaft können Krankheitsverlauf beeinflussen (bsp. psychische Erkrankungen) 

Dichotome Betrachtung
Person ist entweder „Gesund oder Krank“

Kontinuierliche Betrachtung
Übergang „Gesund“ in „Krank“ wird als fließend betrachtet, sodass sich Pat. auf Position zw. krank und gesund befindet 
Q:
Normbegriffe
A:
Idealnorm: wünschenswerter Sollwert gemäß WHO

funktionale Norm: Zustand, der mit Funktionsfähigkeit einhergeht (Fähigkeit den Alltag oder Arbeit zu bewältigen) 

Statistische Norm: individueller IST-Wert statistisch ausgedrückt. der selten ist und als pathologisch gewertet wird. 
-> Problem: Häufigkeit der Testung führt zu falsch positiven 

Diagnostische Norm: med. Test mit Abweichung vom Referenzbereich, Abweichung von Normal. 
Test kann positiv oder negativ ausfallen. Kriterium: mit hoher Wahrscheinlichkeit liegt gesuchte KH vor, wenn Test positiv ausfällt 

Therapeutische Norm: Normale Werte erfordern keine Behandlung; Abweichung von Normal erfordern Behandlung, da erhöhtes Risiko für Folgeerkrankungen   
Q:
Definition Soziologie 
A:
Lehre von sozialen Bedingungen und Folgen des menschlichen Handelns und von den Strukturen, Prozessen und Entwicklungen gesellschaftlicher Formationen 
Q:
Definition Psychologie 
A:
Lehre von Erleben und Verhalten des Menschen 
Q:
Begriffe bei Entstehung von Krankheit 
A:
Entstehung Krankheiten 
Ätiologie: 
Krankheitsursachen/Risikofaktoren  (Bsp: Hypertonie ist Krankheitsursache des HI)

Pathogenese : 
Prozess der Krankheitsentstehung (Bsp: Hypertonie führt zu Arteriosklerose der HKG -> Verschluss ->HI) 


Verlauf Krankheiten 
Chronifizierung
Übergang in chronische (dauerhafte) Krankheit 

Remission
Rückbildung von Krankheitszeichen (Bsp: Verschwinden eines Tumors nach erfolgreicher Therapie)

Rezidiv
Rückfall im Heilungsprozess (Wiederauftreten eines Tumors nach erfolgreicher Primärbehandlung) 

Risikofaktor 
Ist ein Merkmal, dessen Vorhandensein mit einem erhöhten Risiko für KH einhergeht (Hypertonie ist ein RF für HI) 
- erlaubt vorhersage in Bezug auf das Krankheitsrisiko, ohne kausale Beeinflussung des Risikos 

  • Kausaler Risikofaktor: trägt ursächlich zu einem erhöhten Krankheitsrisiko bei 

Bsp: Alkoholiker haben erhöhtes Risiko für Lungenkrebs, dabei ist Ursache für LK ist nicht Alkohol, sondern das mit dem trinken meist einhergehende Rauchen.
-> Rauchen ist ein kausaler RF für LK 

  • RF der nicht kausal ist, aber trotzdem erhöhtes Risiko aufzeigt ist ein:  Risikoindikator (Alkohol) 

    = zeigt lediglich ein erhöhtes Risiko auf, hat aber keinen ursächlichen Einfluss 

Bsp: viel Fast Food, Alkohol .. 


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Q:
Begriff Schutzfaktoren 
A:
Protektive Faktoren

Merkmale, die mit Nichtauftreten/Ausbleiben von Erkrankungen in Zusammenhag stehen und vor KH schützen 

  • sind nicht das Fehlen von RF!

Sondern: qualitative personale und soziale Ressourcen   
Bsp: Selbstwirksamkeitserwartung, Bewältigungsfähigkeiten, soziale Unterstützung, körperliche Aktivität, gesunde Ernährung 
—> vermindern das Risiko eines HI 


Resilienz 
= Widerstandsfähigkeit 
psychologischer Schutzfaktor, der bewirkt, dass trotz ungünstiger Lebensbedingungen keine psychische Störung o. körperliche Erkrankung auftritt 
Q:
Körperwahrnehmung
A:
Interzeption
Wahrnehmung von Vorgängen und Zuständen innerhalb des eignen Körpers 

Propriozeption 
Lage und Bewegungwahrnehmung des Körpers im Raum 
- meist unbewusst
- über Reflexe / Ausgleichsbewegung —> stellen bei Änderung der Körperhaltung Gleichgewicht her

Viszerozeption
Wahrnehmung der inneren Organe 

Nozizeption
Schmerzwahrnehmung 
Q:
Subjektive Gesundheit
A:
Gesundheitsbezogene Lebensqualität  => subjektive Einschätzung des eigenen Gesundheitszustandes

  • Wichtiges Ziel med. Behandlung: Verbesserung der LQ des Pat.
    -> deshalb zunehmendes Kriterium des Therapieerfolgs (neben biomed. Kriterien wie Normalisierung pathologischer Befunde o. Überlebenszeit)
    —> Erhaltung/Wiederherstellung der LQ sollte stets oberstes Ziel sein

  • Objektive Befunde  ≠ Subjektives Erleben
    —> umso wichtiger ist es Sicht der betroffenen zu berücksichtigen
    —> vor allem bei chron. KH, da: meist keine Heilung, ständige Beschwerden, Einschränkungen LQ, verminderte LeistungQualität 

Patientenzufriedenheit 
Faktoren die Einfluss auf die Zufriedenheit haben: Wirksamkeit der Therapie, erhalten des Personals, fachliche/technische Kompetenz, Art der Informationsweitergabe, Umgebung (Zimmer, Essen,..) Ausmaß von Bürokratie/Organisation 

Gesundheitsbezogene Lebensqualität setzt sich aus 4 Kerndimensionen zusammen 
  • Körperliche/ Physische Beschwerden (Schmerz, Fatigue)
  • psychisches Befinden (Depressionen, Stimmmung, Angst)
  • Funktionsfähigkeit (Fähigkeit Treppen zu steigen)
  • Soziale Rollen/ soziales Befinden (Freundschaften, berufliche Leistungsfähigkeit) 

Messinstrumente 
Befragungen/Fragebögen: generische Fragebögen (= allg. & Krankheitsübergreifende FB, eingesetzt bei Erkrankten und Gesunden) oder Krankheitsspezifische 
Q:
Biopsychosoziales Krankheitsmodell 
A:
Durch das Biopsychosozialemodell (der internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit) wird Pat. Neben seiner KH zusätzlich im Kontext:

  • seines Gesundheitsproblems,

  • seiner Personenbezogenen Faktoren (Alter, Geschlecht, genetische Prädispositionen, Ausbildung, Motivation, Lebensstil, Anpassungsermögen,..)  

  • & auf die einwirkenden Umweltfaktoren (Technologien, Stress, Produkte, Umwelt, Beziehungen, Arbeitsmarkt, Gesellschaftssysteme) 

erfasst 

- Betrachtung was KrankZeiten fördern kann 
- Krankheit hat wiederum Auswirkung auf biologischer, psychischer und sozialer Ebene 
Q:
Bezugssysteme von KH und Gesundheit //
Klassifikationssysteme 
A:
Internationales Klassifikationssystem der Krankheiten (ICD-10)

Diagnostisches und Statistisches Manual Psychischer Störungen (DMS-5)

  • zur Dokumentation von Diagnosen verbindlich 
  • zur Diagnosenstellung und Definierung 
  • Objektivierung von Krankheitsbildern, medizinischen Prozedere, Prognosen, Therapiemöglichkeiten 
  • Multiaxial: diagnose, psychosoziale Funktionsfähigkeit, Belastungsfaktoren, Persönlichkeitsstörungen

Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit (ICF)
hier ist Pat. Schin diagnostiziert —> es geht darum Funktionsfähigkeit herauszufinden 
  • Folgen einer Krankheit auf Berufsleben, Gesellschaftsleben, Alltagsaktivitäten 
 
Vorteile
  • erleichtere Therapieplanung und Dokumentation

Nachteile:
  • muss ständig weiterentwickelt werden 
Q:
Bezugssysteme von KH und Gesundheit //
Subjektives Empfinden
Somatisierung 
A:
Somatisierung
= die Angabe körperlicher Beschwerden, für die sich keine
    ausreichende körperliche ErKlärung finden lässt 
-> sind jedoch Ausdruck von Psychischen Stress 

Pat. Sind emotional belastet, ängstlich oder depressiv. 
-> sie nehmen Belastung jedoch nicht bewusst wahr, sondern in
    Form von körperlicher Beschwerden 

Somatisierungsstörung
—> Beschwerden verfestigen sich & sie sind davon überzeugt an
      organischer KH zu leiden (auch ohne organischen Befund) 
—> Pathologische Ausprägung 

  • gehört zur Gruppe somatoformen Störungen/Somatische Belastungsstörung

Typisch
  • viele wechselnde Symptome (mind. 2 Jahre) 
  • chronischer Verlauf
  • Arztwechseln und wiederholte Untersuchungen (ohne organischen Befund) 
  • verminderte LQ und Arbeitsunfähig, frühberentet
    -> tragen aber kein erhöhtes Risiko für Entstehung einer körperlichen Erkrankung  
  • hartnäckige Weigerung gegen Versicherung 
—> Teufelskreis: Beeinträchtigung von Gedanken, Gefühlen und Handeln; Krankheitssorgen, Zeit und Energie 

nicht zu verwechseln mit Hypochondire (Angststörung)
- Unbegründete, schwer kontrollierbare Angst an körperlicher Erkrankung zu leiden 
- Beschäftigung mit Krankheitsängsten trotz angemessener med. Abklärung 
- mind. 6 M
Q:
Epidemiologische Begriffe 
A:
Epidemiologie untersucht Verteilung und Häufigkeit von Krankheiten in einer Bevölkerung 

Morbidität 
Häufigkeit einer Erkrankung 

Inzidenz 
Anzahl Neuerkrankungen innerhalb eines Zeitraums bezogen auf eine bestimmte Krankheite 

Prävalenz
Anzahl der erkrankten Personen oder RF in einer bestimmten Population 
  • Punktprävalenz: zu einem bestimmten Zeitpunkt 
  • Periodenprävalenz: Über einen bestimmten Zeitraum 

Mortalität
Anzahl aller Sterbefälle innerhalb einer Bevölkerungsgruppe 

Letalität 
Verhältnis von Anzahl der Todesfälle zur Anzahl aller Erkrankten auf eine Krankheit  
med. Soziologie & Psychologie

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