Didaktik und Curriculum Entwicklung at Universität Magdeburg

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Kapitel 1

1) Erläutern Sie Gegenstandsbereich und Aufgabenspektrum der Didaktik!

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Kapitel 1

2) Erläutern Sie den Unterschied zwischen der allgemeinen Didaktik und einer von Ihnen selbst gewählten Fachdidaktik!

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Kapitel 3

1) Erläutern Sie Ansatz, Grundprinzip und Kritikpunkte behavioristischer Lerntheorien!

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Kapitel 3

2) Erläutern Sie die Unterschiede zwischen klassischer Konditionierung und operanter Konditionierung anhand eines selbst gewählten Beispiels!

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Kapitel 3

3) Erläutern Sie das Prinzip der instrumentellen Konditionierung anhand eines selbst gewählten Beispiels und setzen Sie dieses Prinzip in Beziehung zur klassischen und operanten Konditionierung!

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Kapitel 3

5) Beschreiben Sie in kurzen Zügen die Aussagen von GALPERINs Interiorisationstheorie!

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Kapitel 3

6) Erläutern Sie anhand eines selbst gewählten Beispiels den Prozess der Verinnerlichung nach GALPERIN!

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Kapitel 3

8) Stützen Sie AEBLIS These „Begriffe sind Werkzeuge des Denkens“ mit der Logik der Begriffsbildung!

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Kapitel 3

9) Bitte unterscheiden Sie in einer knappen Darstellung die folgenden Begriffe nach AEBLI: 

a) Handlung 

b) Begriff 

c) Operation

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Kapitel 3

10) Erläutern Sie an einem selbst gewählten Beispiel die Möglichkeit einer Begriffsbildung!

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Kapitel 3

11) Was versteht man in der Kognitionspsychologie unter Interiorisation? Erläutern Sie diese an einem selbst gewählten Beispiel!

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Kapitel 3

12) Die Kognitionspsychologie unterscheidet die Grundmuster der Assimilation und Akkommodation. Bitte erläutern Sie diese beiden Grundformen der kognitiven Entwicklung und wenden diese auf ein Beispiel an!

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Didaktik und Curriculum Entwicklung

Kapitel 1

1) Erläutern Sie Gegenstandsbereich und Aufgabenspektrum der Didaktik!

  • Didaktik ist die Theorie und Praxis des Lehrens und Lernens
  • Gegenstandsbereiche ist das schulische und außerschulische Lernen und Lehren
  • Das Aufgabenspektrum umfasst:
    1. Inhaltsfragen von Unterricht
    2. Methodische Fragen von Unterricht
    3. Curriculumsforschung
    4. Didaktische Theoriebildung

Didaktik und Curriculum Entwicklung

Kapitel 1

2) Erläutern Sie den Unterschied zwischen der allgemeinen Didaktik und einer von Ihnen selbst gewählten Fachdidaktik!

  • Die allgemeine Didaktik beschreibt allgemeine Prinzipien und Regeln, die für jegliches Unterrichten und sämtliche Fachwissenschaften Anspruch auf Geltung erheben
  • Der Fachdidaktik ist immer eine oder mehrere Fachwissenschaften beigeordnet aus denen sie bedeutsame Inhalte auswählt und diese gemäß allgemeinen didaktischen Prinzipien und Regeln Zielgruppengerecht aufbereitet (keine Abbilddidaktik).
  • Fachdidaktik bezieht sich damit auf die Planung, Durchführung und Analyse von Unterricht im jeweiligen Unterrichtsfach.
  • Die Fachdidaktik sichert damit das Zusammenwirken von Fachwissenschaften, pädagogischer Forschung und Schulpraxis

Am Bsp. Metalltechnik:

  • Betriebliche und Schulische Lehrpläne (Curricula) sind in Einklang zu bringen (Abstimmung Betrieb – Berufsschule)
  • Die didaktischen Aneignungstheorien auf Anwendbarkeit prüfen und ggf. einsetzen
  • Methodenrepertoire der allg. Didaktik nutzen und anpassen für die Gestaltung handlungsorientierter Lernprozesse
  • An exemplarischen Beispielen (Drehen einer Welle) Handlungsprozesse nachvollziehen

Didaktik und Curriculum Entwicklung

Kapitel 3

1) Erläutern Sie Ansatz, Grundprinzip und Kritikpunkte behavioristischer Lerntheorien!

-lernzielorientierte Didaktik aus Behaviorismus 

-zentral: Verhaltensbegriff, Gesamtheit aller beobachtbaren, feststellbaren + messbaren Aktivitäten des lebenden Organismus' (Reiz - Black Box -Reaktion) 

-empirisch-analytische Wissenschaft (System aus Aussagen - lässt sich durch Erfahrungen überprüfen) 

-intersubjektiv überprüfbar - das Äußere an psychischen Prozessen, also das Verhalten 

-basiert auf Tierversuche, positive + negative Verstärkung auftretender Verhaltensweisen, Wiederholung + Übung 

-Kritik: Reduzierung menschliches Lernen auf Reiz-Reaktion (Motive+ Sinnfragen werden ignoriert) 7 nicht vergleichbar mit Tieren, Reflexivität+ Eigenbestimmung+ Selbstkritik etc. vernachlässigt) 

-Heute: bspw. gute Note als Belohnung, eigene Erkenntnis (Aha-Effekt - Stimulation limbisches System) 􀀿 sonst für uns als Theorie aber nicht sonderlich empfehlenswert 





  • Der Ansatz des Behaviorismus besteht darin, nur beobachtbares Verhalten als Untersuchungsgegenstand angenommen wird è hierdurch soll Intersubjektivität hergestellt werden (empirisch analytische Wissenschaft).
  • Der lebende Organismus wir als Black-Box angesehen, der nach einem Reiz-Reaktions-Schema arbeitet und bei dem intrapsychische Prozesse nicht sichtbar sind und daher nicht als Untersuchungsgegenstand taugen:
    1. Reiz è Black-Box è Reaktion
  • Lernen erfolgt auf der Grundlagen von Umweltreizen und Verhaltenskonsequenzen.
  • Kritikpunkte:
    1. Keine Berücksichtigung von Sinn- und Motivfragen.
    2. Vernachlässigung von Eigenbestimmung und –verantwortung, Selbstbewusstsein und Selbstkritik.
  • Menschliches und tierisches Verhalten können nicht gleichgesetzt werden (Erkenntnisse zum große Teil im Tierversuch gewonnen). 
  • Eigenbestimmung und –verantwortung also der „Freie Wille“ und die Reflexionsfähigkeit menschlichen Handelns werden vernachlässigt

Didaktik und Curriculum Entwicklung

Kapitel 3

2) Erläutern Sie die Unterschiede zwischen klassischer Konditionierung und operanter Konditionierung anhand eines selbst gewählten Beispiels!

-klassische Konditionierung: Pawlow + Hund 7 Reaktion ist bekannt, wird durch bestimmten Reiz verstärkt (bestimmte Reaktion wird am Anfang provoziert) 

-Pausenklingeln: Am Anfang unproblematisch, irgendwann merken Schüler, dass das das Ende der Stunde bedeutet und alle gehen dürfen/ sollen/ ihre Sachen einpacken müssen. Irgendwann löst das Klingeln Unruhe aus, auch wenn der Lehrer mitten in der Stunde ist und nichts mehr dazu sagt. Es wurde vom Lehrer so konditioniert. (auch Aufstehen bei Stundenbeginn) 

-operante Konditionierung: Skinner + Ratte 7 zufällig auftretende Reaktion wird verstärkt (Belohnungslernen) (am Anfang findet keine Beeinflussung statt) 

-Gute Note, Lob, Geschenk/ leckeres Essen (hat halt Konsequenzen, also auch Strafe) 





  • Bei der klassischen Konditionierung erfolgt ein Lernen über den Zusammenhang von zwei Reizen.
    1. Bsp. ein unkonditionierter Stimmulus (Futter), welcher zu einer unkonditionierten Reaktion (Speichelfluss) führt, wird mit einem ursprünglichen neutralen Reiz gepaart (z.B. Glocke). Durch die zeitliche Kontingenz von unkonditionierten Reiz (Futter) und ursprünglich neutralem Reiz (Glocke) lernt der Organismus über den Zusammenhang zwischen beiden Reizen und der ursprünglich neutrale Reiz (konditionierter Reiz) ist nun in der Lage ebenfalls den Speichelfluss auszulösen (konditionierte Reaktion).
    2. Klassisch:
  • Ein neutraler Reiz, welcher ursprünglich keine Reaktion hervorruft, wird mit einem unbedingten Reiz, der eine unbedingte Reaktion hervorruft, gekoppelt
  • Die Kopplung bewirkt, dass der neutrale Reiz auch die unbedingte Reaktion auslöst
  • Bsp.: Pawlowscher Hund
    1. Neutral à Stimmgabel
    2. Unbedingter Reiz à Nahrung löst Speichelfluss aus
    3. Nahrungsaufnahme immer gekoppelt mit Stimmgabel 
    4. Bewirkt: alleiniger Stimmgabelton löst Speichelfluss aus

 

  • Bei der operanten Konditionierung lernt der Organismus über den Zusammenhang zwischen Verhalten und Verhaltenskonsequenzen.
    1. Bsp. wird ein unerwünschtes Verhalten bestraft, dann führt dies dazu, dass dieses Verhalten weniger häufig bzw. nicht mehr gezeigt wird. Wird ein erwünschtes Verhalten dagegen positiv oder negativ verstärkt, dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Verhalten aufrechterhalten wird.
  • Häufigkeit eines Verhaltens beeinflusst durch angenehme oder unangenehme Konsequenzen (Belohnung / Verstärkung)
  • Unterscheidung in direkte und indirekte Bestrafung bzw. positive oder negative Verstärkung
  • Bsp.: 
    1. Direkte Bestrafung: Verbot einer durchgeführten Handlung; schlechte Note
    2. Indirekte Bestr.: angekündigte Privilegien entfallen nach der Handlung 
    3. Positive Verstärker: Anerkennung; Lob; gute Noten
    4. Negative Verstärker: Aufheben von Hausarrest, wenn Zimmer aufgeräumt wird

Didaktik und Curriculum Entwicklung

Kapitel 3

3) Erläutern Sie das Prinzip der instrumentellen Konditionierung anhand eines selbst gewählten Beispiels und setzen Sie dieses Prinzip in Beziehung zur klassischen und operanten Konditionierung!

-Lernen durch Versuch, Irrtum+ zufälligem Erfolg (Taube, klassisches Erfahrungslernen) -> Instrumentalisierung des eigenen Verhaltens zur Erreichung eines bestimmten Ziels 

-Bspw. Katze springt an Türklinke-Tür geht auf; Türen sind manchmal auch nur angelehnt -Erfahrungslernen ohne Fremdkonditionierung, aus sich selbst heraus, vom Organismus aus -> keine ,gelernte' Reaktion durch Fremdverstärkung 






Bei der instrumentellen Konditionierung betrachtet man das Verstärken oder Abschwächen von instrumentellem Verhalten. Das Verhalten wird also als Instrument (= Mittel, Werkzeug) eingesetzt, um etwas herbeizuführen. Damit bezweckt dann ein Lebewesen ein bestimmtes Ziel zu erreichen und hat entweder Erfolg oder nicht.

 

Klassischen: Kein Bewusstsein, nur Reiz-Reaktion

 

Als instrumentelle Konditionierung bezeichnet man das Erlernen einer bestimmten Verhaltensweise mit dem Ziel, eine bestimmte Konsequenz zu erreichen. D.h., das eigene Verhalten wird als Instrument für das Erreichen eines Zieles eingesetzt.

 

Instrumentelle Konditionierung wurde erstmals durch Thorndikes Puzzle-Boxen erforscht, in denen Katzen sich durch das Lösen eines Puzzles aus ihren Käfigen befreien sollten. Führte eine bestimmte Verhaltensweise (die Lösung des Puzzles) zur erwünschten Konsequenz (der Befreiung), so erhöhte sich die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Verhalten zukünftig wieder auftritt. Die Katzen hatten gelernt, dass ein bestimmtes Verhalten eine erwünschtes Ziel zur Folge hat.

 

Die instrumentelle Konditionierung steht damit im Gegensatz zur gelernten Reaktion von Pawlows Hunden. Die Hunde haben gelernt, dass nach einem bestimmten Reiz ein bestimmtes Ereignis eintritt. Thorndikes Katzen haben dagegen gelernt, dass ein bestimmtes Verhalten eine bestimmte Konsequenz zur Folge hat.

 




  • Operante Konditionierung betrachtet spontanes beliebiges Verhalten.
  • Bei der instrumentellen Konditionierung ist Verhalten ein Instrument, um etwas herbeizuführen, also ein bestimmtes Ziel zu erreichen (kognitive Leistung)
  • Je nach Resultat wird das Verhalten gezeigt oder nicht mehr gezeigt (Versuch-Irrtum).
  • Lernen durch Versuch und Irrtum (trial and error), nicht denken sondern ausprobieren
  • Verhaltensweisen ergeben zufällig eine gewünschte oder unerwünschte Konsequenz
  • Verhalten mit gewünschter Konsequenz wird häufiger gezeigt à Effektgesetz
  • Verhalten mit ungewünschter Konsequenz wird unterlassen
  • Erfolgreiche Reiz-Reaktionsverbindungen werden durch Wiederholen und Üben weiter verstärkt à Frequenzgesetz
  • Bsp.: Tier in einem Kasten mit mehreren Hebeln, einer davon gibt Futter frei à Tier wird nach einigen Versuchen nur noch den betreffenden Futterhebel betätigen

Bestimmtes Verhalten soll durch bestimmte Rahmenbedingungen (Versuchsanordnung) instrumentalisiert werden, im Gegensatz dazu liegt der Fokus bei der klassischen Konditionierung auf die Kopplung neutraler Reize an Reiz-Reaktion Schemata und bei der operanten Konditionierung auf die Beeinflussung von Verhalten durch geeignete Verstärker

Didaktik und Curriculum Entwicklung

Kapitel 3

5) Beschreiben Sie in kurzen Zügen die Aussagen von GALPERINs Interiorisationstheorie!

-Galperin Moskauer Schule 1960 Interiorisationstheorie 

-,Verinnerlichung' äußerer Handlungserfahrungen als geistige Tätigkeiten

  • Tätigkeit: das Denken (findet innerlich statt)
  • Handlung: zielgerichtet mit Motiv, auch Teilhandlungen möglich
  • Operation: Abläufe automatisiert (laufen ohne Nachdenken ab)

-Geistige Tätigkeit ist die Verinnerlichung der gegenständlichen (Voraussetzung: vorläufige Vorstellung der Aufgabe + Orientierungsgrundlage für (T eil)Handlung) 

-Etappen: 1 materialisierte Handlung (psychomotorisch ohne Unterlagen etc.) 2 gesprochene Sprache ( oder schriftlich) 3 Handeln im Geiste (innere Sprache) 􀀿 Automatisierung 

-Kritik: nicht jeder lernt damit gut, Motivation kann dadurch sinken 

-Beispiel ,Autofahren '






  • Untersucht den inneren Zusammenhang zwischen der äußeren Tätigkeit und dem Bewusstsein è Interiorisation = Verinnerlichung
  • Die Idee ist, dass die psychische Tätigkeit das Ergebnis der Übertragung des äußeren materiellen Handelns in Form der Widerspiegelung ist è in die Form der Wahrnehmung, der Vorstellungen und Begriffe.
  • Eine wichtige Differenzierung für den Prozess der Verinnerlichung wählt er mit den Begriffen:
    1. Tätigkeit
    2. Handlung (Zergliederung der Tätigkeit)
    3. Operation (Zergliederung der Handlungen)

Oder

  • Etappenweise Prozess der Verinnerlichung von Handlungen mittels sprachlichen Gebrauch zur geistigen Handlung
  • Voraussetzung:
    1. eine vorläufige Vorstellung von der Aufgabe
    2. eine Orientierungsgrundlage der Handlung
  • Prozess im wesentlichen in 3 Phasen:
    1. 1. Etappe à materialisierte Handlung (handeln mit materialisierten Gegenständen)
    2. 2. Etappe à Übertragung der Handlung in gesprochener Sprache (ohne sich unmittelbar auf die Gegenstände zu stützen)
    3. 3. Etappe à Handeln im Geiste (Sprachprozess verschwindet aus dem Bewusstsein, automatisiertes handeln)

Didaktik und Curriculum Entwicklung

Kapitel 3

6) Erläutern Sie anhand eines selbst gewählten Beispiels den Prozess der Verinnerlichung nach GALPERIN!

-Etappe 1: in der Grundschule kann man sprechen, aber noch nicht schreiben 􀀿 man malt also die Buchstaben mit Bleistift oder Füllfederhalter nach, die der Lehrer an Tafel schreibt 

-Etappe 2: gleichzeitig werden die Buchstaben und Wörter ausgesprochen (ich mache einen i-Punkt etc.)

-Etappe 3: Manifestiert sich in einer Automatisierung des Schreibens und Lesens

-weitere Beispiele: Spanngurt befestigen, Autofahren







  • Vorläufige Vorstellung von der Aufgabe / Herausbildung einer Orientierungsgrundlage: 
    1. Überblick über Handlungsziele, Handlungsbedingungen und Handlungsstrukturen.
  • Materialisierte Handlung:
    1. Handeln mit den materiellen Gegenständen bzw. ihren materiellen Gegenständen.
  • Herausbildung der Handlung in sprachlicher Form:
    1. Verbalisierung der Handlung (erste Abstraktionsleistung)
  • Sprechen für sich selbst / Bildung geistiger Operationen:
    1. Herausbildung der Handlung in Form des inneren Sprechens.
    2. Die äußere Sprache beginnt sich in die innere Sprache zu verwandeln und verschwindet aus dem Bewusstsein.
    3. Lässt als Endresultat den gegenständlichen Inhalt der Operation zurück
  • Bsp. Rechnen lernen
    1. Materialisierte Handlung
      • Mithilfe eines Rechenschiebers werden nacheinander Kugeln zur Seite geschoben und abgezählt.
    2. Übertragung der Handlung in gesprochene Sprache
      • Abzählen/Aufsummieren erfolgt nur noch auf verbaler Ebene
    3. Handeln im Geiste
      • Zusammenzählen erfolgt nur noch im Geiste/ wurde verinnerlicht

Oder

  • Bsp. Rechnen lernen (2+1=3)
    1. 1. Etappe: mithilfe eines Rechenschiebers werden 2 Kugeln zur Seite geschoben, eine weitere wird hinzugefügt und abgezählt
    2. 2. Etappe: Das Abzählen / Aufsummieren erfolgt nur noch auf verbaler Ebene
    3. 3. Etappe: Zusammenzählen erfolgt als Rechenoperation im Geiste und wurde verinnerlicht

Didaktik und Curriculum Entwicklung

Kapitel 3

8) Stützen Sie AEBLIS These „Begriffe sind Werkzeuge des Denkens“ mit der Logik der Begriffsbildung!

-Begriffe sind Instrumente, die uns die Welt sehen und verstehen lassen 

-Begriffsbildung: Begriffsinhalt aufbauen (bspw. Lehrer) -Begriff durcharbeiten ( damit arbeiten/ variieren)-Begriff anwenden (als Werkzeug) 

-Begriffe müssen aufgebaut + damit gearbeitet + angewendet werden 􀀫 Automatisierung (innerliches Verstehen) 

-ergo: Begriff als Instrument, das Denken anzuregen und vor allem weiter zu denken (auf andere Kontexte zu übertragen + auch an andere weiterzugeben 􀀫 Verstehensprozess was ich da überhaupt mache + Verinnerlichung zur Automatisierung) 








  • In Begriffen werden wesentliche inhaltliche Zusammenhänge von Erscheinungen zusammengefasst bzw. geistig geordnet und der Inhalt stellvertretend durch einen Begriffsnamen repräsentiert.
    1. Somit ist in Begriffen ein ganzer Wissenskomplex repräsentiert/organisiert/vernetzt mit dem geistige Operationen vorgenommen werden können è Begriff als Netz von Sachzusammenhängen.
    2. Zusammengehörige Begriffe sind auch untereinander Verknüpft und bilden semantische Netzwerke, die darüber bestimmen wie neue Informationen aufgenommen und verarbeitet werden, wie die Welt interpretiert wird, welches Bild jemand von der Wirklichkeit hat, wie Probleme gelöst werden usw.
    3. Zudem dienen Begriffe als Kommunikationsmittel, bei dem Andere unter einem Begriff (Bsp. Säugetier) ähnliche Inhalte verstehen.
  • Prozess der Begriffsbildung
    1. Begriffsinhalt aufbauen è Wofür steht der Begriff
    2. Begriff durcharbeiten è Definition des Begriffs, tieferen Sinn verstehen.
    3. Begriff anwenden è Verwendung im eigenen Sprachgebrauch

Oder:

  • Begriffe sind ein zentrales Verständigungsmedium in der Kommunikation mit unserer Umwelt, aber auch beim Gebrauch unseren inneren Sprache
  • Die Symbolisierung von Dingen und Handlungen als Begriffe ist eine Verknüpfung auf kognitiver Ebene, welche beim Lern- und Verstehensprozess unterstützt
  • Prozess der Begriffsbildung gliedert sich in folgende Stufen:
    1. Begriffsinhalt aufbauen à Wofür steht der Begriff bzw. was ist Gegenstand?
    2. Begriff durcharbeiten à Definition des Begriffs, tieferen Sinn verstehen, Bsp.
    3. Begriff anwenden à Verwendung im eigenen Sprachgebrauch (innen/außen)

Didaktik und Curriculum Entwicklung

Kapitel 3

9) Bitte unterscheiden Sie in einer knappen Darstellung die folgenden Begriffe nach AEBLI: 

a) Handlung 

b) Begriff 

c) Operation

-Handlung (Ausgangspunkt für Entwicklung des Denkens): zielgerichtet, physische (auf die Sache)+ soziale Handlungen (auf Personen) müssen verstanden+ verinnerlicht werden􀂈 Schemata können entstehen (abgespeichert, reproduzier-+ übertragbar) 

-Operation: abstrakte, durch Zeichen beschriebene Handlung (Verinnerlichung) 7 automatisierbar 

-Begriff: Werkzeuge des Denkens, bilden sich aus (individuellen Erfahrungs-) Handeln heraus 








  • Handlung
    1. Zielgerichtete, in ihrem inneren Aufbau verstandene Vollzüge, die ein fassbares Ergebnis erzeugen.
    2. Soziale, auf Personen bezogene, und physische, auf Sachen bezogene, Handlungen.
    3. Handlungs(ab)folgen/ Handlungsschemata –
    4. Handlungswissen/Handlungsgedächtniszielgerichteter Ablauf eines Tuns mit bestimmten Ergebnis (differenziert in physisch – auf Sachen bezogen und sozial – auf Menschen bezogen); innerhalb der Handlung ist in Handlungsfolgen (Ablauf) und Handlungsschemata (abgespeichertes Handlungswissen) zu unterscheiden
  • Begriffe
    1. Sind Werkzeuge des Denkens
    2. Bilden sich aus Handlungen heraus
    3. Werden aufgrund individueller Handlungserfahrungen entwickelt
  • Operation
    1. Abstrakte durch Zeichen beschriebene Handlungen
    2. Automatisierbar
    3. ist eine abstrakte (innere) Handlung, bzw. in ein Zeichensystem übersetzte Handlung welche automatisierbar sind also ohne bewusst geistig gesteuerten Ablauf; Merkmale: Aufbau der Operation – symbolische Kodierung – Verinnerlichung – Automatisierung

Didaktik und Curriculum Entwicklung

Kapitel 3

10) Erläutern Sie an einem selbst gewählten Beispiel die Möglichkeit einer Begriffsbildung!

  • Bsp. Hebelarm (Anfangs keine Vorstellung vom Begriff)
    1. Begriffsinhalt aufbauen
      • Mittels eines Kantholzes kann über einen Drehpunkt z.B. Stein eine Kiste leichter angehoben werden.
    2. Begriff durcharbeiten 
      • Mit verschieden langen Kanthölzern ausprobieren, Effekte erkennen und verinnerlichen, evtl. Formeln erarbeiten.
    3. Begriff anwenden
      • Prinzip ist verstanden und kann an Problemstellungen angewendet werden.




-Problem: optimale Beladung eines Lastenfahrstuhles, der nur in der Mitte einen Stempel hat, der die gesamte Last hoch drückt (3000kg) 

-Handlung: praktisch, indem man verschiedene Lademöglichkeiten durchprobiert (Aufzug verkeilt sich ab und an) oder rechnerisch -> eventuell kleines Modell 

-Begriffsbildung: nun können wenn-dann-Aussagen getroffen werden, die zur 

Begriffsbildung beitragen -> Schüler bringen Vorschläge -> Einigung -> Anwendung auf andere Beispiele

-> Eventuell noch Aufbau von Operationen (Tun - Verstehen - Verinnerlichung-

Automatisierung) 

Didaktik und Curriculum Entwicklung

Kapitel 3

11) Was versteht man in der Kognitionspsychologie unter Interiorisation? Erläutern Sie diese an einem selbst gewählten Beispiel!

-Aus einer effektiven Handlung/ Operation wird verinnerlichte Handlung/ Operation -> 

Automatisierung 

-Problem stellen -> Handlung planen - verinnerlichen - durchführen -> durch Operation Automatisierung -> Begriffsbildung 

-Vorstellen des ( effektiven) Handlungsablaufes (verinnerlicht) -> viel Vorstellungskraft 

nötig um Reaktionen des Autos+ Kraftaufwendung am Lenkrad sich vorzustellen) 

-Verstehen/ Verinnerlichen eines Grundmusters wie bspw. das lxl oder wo ist was im Auto 􀀅 auf alle möglichen Marken anwendbar, nur geringe Unterschiede (materialisierte 

Handlung spielt keine große Rolle mehr, Schemata ist schon entworfen) 







  • Interiorisation = Verinnerlichung der Handlung – die Handlung kann innerlich ausgeführt werden.
  • Schritte
    1. Das Problem stellen
    2. Handlung planen
    3. Handlung durchführen
    4. Handlung verinnerlichen
      • Rückblick auf den gewählte Lösungsweg
        • Innerliches Rekapitulieren
        • Berichten über den Lösungsweg – präzise sprachlich Einwandfreie Schilderung
      • Schriftliche Fixierung der wichtigsten Lösungsschritte/Vorstellung des Handlungsablaufes mit Stützung auf bildliche Darstellung
        • Schriftliche Darstellung der Reihenfolge von Schalten und Kuppeln
        • Vorstellen der Reihenfolge von Schalten und Kuppeln
      • Sprachliche Beschreibung ohne jede anschauliche Stütze
        • Beschreiben der Reihenfolge von Schalten und Kuppeln
  • Bsp.: Fahrrad fahren lernen
    1. Anfangs Handlung noch mit Stützrädern als Hilfestellung
    2. Lenken, Treten, Bremsen als Begriffe werden beim Lernprozess durch Lehrperson im verbalen Sprachgebrauch eingesetzt
    3. Wie lenken, treten und bremsen auszuführen ist wird in inneren Sprache umgesetzt und als Handlungsablauf gespeichert
    4. Übergang in Automatisierung, keine bewusste geistige Steuerung mehr nötig
    5.  

Didaktik und Curriculum Entwicklung

Kapitel 3

12) Die Kognitionspsychologie unterscheidet die Grundmuster der Assimilation und Akkommodation. Bitte erläutern Sie diese beiden Grundformen der kognitiven Entwicklung und wenden diese auf ein Beispiel an!

-Assimilation: neue Wahrnehmungen in vorhandene (ähnliche) integrieren 7 didaktisches Dreieck, verschiedene Darstellungsformen oder Berliner und Hamburger Modell 

-Akkomodation: neue Schemata aufbauen 7 Mathematik das letzte Mal in der 12. Klasse, jetzt plötzlich Markt-, Mengen- und Gewinnrechnung, Aufbau neuen Wissens 

-> beide dienen der Herstellung eines Gleichgewichtszustandes in der , inneren Welt' 








  • Assimilation – integrieren von Wahrnehmungen in bestehende Schemata
    1. Wenn eine Wahrnehmung zu einem Schema passt
    2. Bsp.
      • Ein Kind hat gelernt, dass ein Apfel zum Mund geführt, der Mund geöffnet und ein Stück heraus gebissen werden muss.
      • Trift diese Kind nun auf eine Birne (sehen sich ähnlich) assimiliert das Kind und geht mit der Birne genauso um wie mit dem Apfel.
  • Bsp. Wauwau
    1. bellender Hund für ein Kleinkind mit ,,Wauwau“ bezeichnet
    2. eigenständig bezeichnet das Kind auch andere Hunde als ,,Wauwau“, weil Merkmale wie Fell, Bellen oder Bewegungsmuster dem vorhandenen Schemata entsprechen
      •  
  • Akkommodation – Anpassen der Schemata an neue Wahrnehmungen
    1. Wenn eine Wahrnehmung nicht zum bestehenden Schema passt
    2. Bsp.
      • Der Versuch des Kindes einen Bauklotz zu essen wird durch Assimilation gestützt, wenn der Bauklotz einem Essbaren Gegenstand ähnlich sieht.
      • Da der Bauklotz keine Nahrung darstellt, genügt Assimilation nicht, das Kind muss Akkommodieren:
      • Z.B. Erweiterung des Schema „Nahrung“ durch „nicht aus Holz“ „nicht blau“
  • Bsp. Wauwau à Muhmuh
    1. Kind mit Wauwau-Schema ordnet auch eine Kuh in dieses Schema ein
    2. Mutter bezeichnet Kuh als Muhmuh und neuer Reiz des Muhens sowie äußere Faktoren wie Größe, Farbe und evtl. veränderte Bewegungsmuster veranlasst Aufbau eines neuen Schemata „Muhmuh“

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