Prosoziales Verhalten at Universität Klagenfurt | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Prosoziales Verhalten an der Universität Klagenfurt

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TESTE DEIN WISSEN

altruistisches Verhalten

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TESTE DEIN WISSEN

-Unterkategorie von prosozialem Verhalten 

-Spezialfall prosozialen Verhaltens, das durch Empathie mit Opfer motiviert ist

-dient Hilfeempfänger, ohne (offensichtliche) egoistische Beweggründe des Helfenden

->verlangt keine Reziprozität 

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TESTE DEIN WISSEN

Bystander Effekt

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TESTE DEIN WISSEN

-je größer Anzahl der Zuschauer (bystander), die Notfall beobachten, desto weniger wahrscheinlich, dass irgendjemand Opfer hilft

-robuster Effekt

-ob und inwieweit Hilfe geleistet wird, hängt weniger von Persönlichkeit, sondern von Situation ab->ob Menschen helfen oder nicht, ist von Beurteilung der Situation abhängig

-damit es zur Hilfeleistung kommt, müssen in Urteilsprozess mehrere „Hürden genommen werden“ (Ereignis bemerken->als Notfall interpretieren->Verantwortung übernehmen->Kompetenzgefühl vorhanden->Kosten-Nutzen-Verhältnis günstig)

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TESTE DEIN WISSEN

Bystander-Effekt

Beispiel

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TESTE DEIN WISSEN

-im Jahre 1964 wurde Kitty Genovese in Apartmentkomplex in New York Queens brutal ermordet  

-Angriff dauert 45 Minuten

-38 Nachbarn gaben später zu, Hilfeschreie gehört zu haben-> keiner von ihnen versuchte einzugreifen oder Polizei zu rufen

-Fall erregte großes Aufsehen und verlangte nach Erklärung

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TESTE DEIN WISSEN

Bemerken eines Ereignisses

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TESTE DEIN WISSEN

-1. Hürde zum Helfen

-abhängig von:

  -kognitiver Kapazität

    -Ablenkung/Reizüberflutung

    -Zeitdruck

  -Affekt

    -negative Stimmung

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TESTE DEIN WISSEN

Kognitive Kapazität

Ablenkung

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TESTE DEIN WISSEN

-mehr prosoziales Verhalten gegenüber Fremden auf Land/ kleineren Städten 

-Einwohner in Großstädten weniger bereit, verloren gegangene Briefe nachzusenden, einem Kind, das sich verlaufen hat, zu helfen oder jemandem kleine Gefälligkeit zu erweisen 

-mögliche Erklärungsansätze: 

-personalistische Sicht: Aufwachsen in ländlichen Gegend fördert altruistische Persönlichkeit, während Aufwachsen in Großstadt dem entgegenwirkt->verinnerlichte prosoziale Werte/Normen 

-situativer Ansatz: Urban-overload-Hypothese

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TESTE DEIN WISSEN

Kognitive Kapazität

Urban-overload-Hypothese

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TESTE DEIN WISSEN

-Notsituation ist nur ein Reiz unter vielen->Menschen schotten sich eher gegenüber Außenreizen ab 

-je höher Bevölkerungsdichte, desto unwahrscheinlicher sind spontane Hilfsleistungen gegenüber Fremden

-Hilfeverhalten korreliert stärker mit Bevölkerungsdichte als mit Einwohneranzahl

-in kleinem Gebiet mit vielen Menschen wird es eher zu Reizüberflutung kommen als in weitläufigen Gegend mit gleichen Anzahl Menschen

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TESTE DEIN WISSEN

Kognitive Kapazität

Zeitdruck

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TESTE DEIN WISSEN

-Personen, die in Eile sind, helfen weniger als Personen, die nicht unter Zeitdruck stehen

-Wichtigkeit der Sache ist von Bedeutung, derentwegen Personen in Eile sind: es wird umso weniger geholfen, je wichtiger sie ist

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TESTE DEIN WISSEN

Studie zu Hilfeverhalten und Zeitdruck (Darley & Batson, 1973)

Ablauf

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

-Theologiestudenten wurden gebeten Textpassage zu lesen, über die sie im 2. Teil der Studie ein Kurzreferat halten sollten

-2. Teil fand in anderem Gebäude statt, zu dem Versuchsleiter (VL) die Versuchspersonen (Vpn) mit unterschiedlichem Zeitdruck auf Weg schickten

-unabhängige Variable (UV): Zeitdruck 

-Gruppe 1: „Lassen Sie sich Zeit…“-> kein Zeitdruck 

-Gruppe 2: „Der Assistent erwartet Sie…“-> mittlerer Zeitdruck 

-Gruppe 3: „Oh, Sie sind spät dran…“-> starker Zeitdruck 

-auf Weg zum 2. Teil der Studie kamen Vpn an Person vorbei, die zusammengesunken im Hauseingang saß

-Hilfsbedürftige hustete und stöhnte

-abhängige Variable (AV): Angebot Vpn Hilfe zu leisten 

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TESTE DEIN WISSEN

Studie zu Hilfeverhalten und Zeitdruck (Darley & Batson, 1973)

Ergebnisse

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TESTE DEIN WISSEN

-je stärker Vpn zur Eile angehalten worden waren, desto seltener boten sie Hilfe an:

-Gruppe 1: 63%

-Gruppe 2: 45%

-Gruppe 3: 10%

-Annahme der Forscher bestätigt, dass Vpn mit zunehmendem Zeitdruck Hilfsbedarf weniger wahrgenommen haben

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TESTE DEIN WISSEN

Affekt

negative Stimmung

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TESTE DEIN WISSEN

-Menschen in negativer Stimmung sind stärker auf sich selbst konzentriert und nehmen Bedürfnisse anderer Personen weniger wahrscheinlich wahr als Personen in guter Stimmung 

-Personen bemerken nach negativem Feedback deutlich öfter Notfall nicht, als Personen, die positive Rückmeldung erhalten haben 

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TESTE DEIN WISSEN

Stimmung

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TESTE DEIN WISSEN

-langanhaltender und weniger intensiv als Emotion 

-oft weiß man nicht wieso man schlecht gelaunt ist

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TESTE DEIN WISSEN

prosoziales Verhalten

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TESTE DEIN WISSEN

-Person hat Absicht, einer konkreten Person Wohltat zu erweisen und wenn Person freiwillig handelt 

-kann auch Nutzen für Helfer beinhalten (z.B. soziale Anerkennung, Erwartung einer Gegenleistung)

-> egoistische Motive können vorliegen 

-aber: Hilfeleistungen im Rahmen beruflicher Verpflichtungen oder aufgrund finanzieller Anreize, gehören nicht dazu


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Q:

altruistisches Verhalten

A:

-Unterkategorie von prosozialem Verhalten 

-Spezialfall prosozialen Verhaltens, das durch Empathie mit Opfer motiviert ist

-dient Hilfeempfänger, ohne (offensichtliche) egoistische Beweggründe des Helfenden

->verlangt keine Reziprozität 

Q:

Bystander Effekt

A:

-je größer Anzahl der Zuschauer (bystander), die Notfall beobachten, desto weniger wahrscheinlich, dass irgendjemand Opfer hilft

-robuster Effekt

-ob und inwieweit Hilfe geleistet wird, hängt weniger von Persönlichkeit, sondern von Situation ab->ob Menschen helfen oder nicht, ist von Beurteilung der Situation abhängig

-damit es zur Hilfeleistung kommt, müssen in Urteilsprozess mehrere „Hürden genommen werden“ (Ereignis bemerken->als Notfall interpretieren->Verantwortung übernehmen->Kompetenzgefühl vorhanden->Kosten-Nutzen-Verhältnis günstig)

Q:

Bystander-Effekt

Beispiel

A:

-im Jahre 1964 wurde Kitty Genovese in Apartmentkomplex in New York Queens brutal ermordet  

-Angriff dauert 45 Minuten

-38 Nachbarn gaben später zu, Hilfeschreie gehört zu haben-> keiner von ihnen versuchte einzugreifen oder Polizei zu rufen

-Fall erregte großes Aufsehen und verlangte nach Erklärung

Q:

Bemerken eines Ereignisses

A:

-1. Hürde zum Helfen

-abhängig von:

  -kognitiver Kapazität

    -Ablenkung/Reizüberflutung

    -Zeitdruck

  -Affekt

    -negative Stimmung

Q:

Kognitive Kapazität

Ablenkung

A:

-mehr prosoziales Verhalten gegenüber Fremden auf Land/ kleineren Städten 

-Einwohner in Großstädten weniger bereit, verloren gegangene Briefe nachzusenden, einem Kind, das sich verlaufen hat, zu helfen oder jemandem kleine Gefälligkeit zu erweisen 

-mögliche Erklärungsansätze: 

-personalistische Sicht: Aufwachsen in ländlichen Gegend fördert altruistische Persönlichkeit, während Aufwachsen in Großstadt dem entgegenwirkt->verinnerlichte prosoziale Werte/Normen 

-situativer Ansatz: Urban-overload-Hypothese

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Q:

Kognitive Kapazität

Urban-overload-Hypothese

A:

-Notsituation ist nur ein Reiz unter vielen->Menschen schotten sich eher gegenüber Außenreizen ab 

-je höher Bevölkerungsdichte, desto unwahrscheinlicher sind spontane Hilfsleistungen gegenüber Fremden

-Hilfeverhalten korreliert stärker mit Bevölkerungsdichte als mit Einwohneranzahl

-in kleinem Gebiet mit vielen Menschen wird es eher zu Reizüberflutung kommen als in weitläufigen Gegend mit gleichen Anzahl Menschen

Q:

Kognitive Kapazität

Zeitdruck

A:

-Personen, die in Eile sind, helfen weniger als Personen, die nicht unter Zeitdruck stehen

-Wichtigkeit der Sache ist von Bedeutung, derentwegen Personen in Eile sind: es wird umso weniger geholfen, je wichtiger sie ist

Q:

Studie zu Hilfeverhalten und Zeitdruck (Darley & Batson, 1973)

Ablauf

A:

-Theologiestudenten wurden gebeten Textpassage zu lesen, über die sie im 2. Teil der Studie ein Kurzreferat halten sollten

-2. Teil fand in anderem Gebäude statt, zu dem Versuchsleiter (VL) die Versuchspersonen (Vpn) mit unterschiedlichem Zeitdruck auf Weg schickten

-unabhängige Variable (UV): Zeitdruck 

-Gruppe 1: „Lassen Sie sich Zeit…“-> kein Zeitdruck 

-Gruppe 2: „Der Assistent erwartet Sie…“-> mittlerer Zeitdruck 

-Gruppe 3: „Oh, Sie sind spät dran…“-> starker Zeitdruck 

-auf Weg zum 2. Teil der Studie kamen Vpn an Person vorbei, die zusammengesunken im Hauseingang saß

-Hilfsbedürftige hustete und stöhnte

-abhängige Variable (AV): Angebot Vpn Hilfe zu leisten 

Q:

Studie zu Hilfeverhalten und Zeitdruck (Darley & Batson, 1973)

Ergebnisse

A:

-je stärker Vpn zur Eile angehalten worden waren, desto seltener boten sie Hilfe an:

-Gruppe 1: 63%

-Gruppe 2: 45%

-Gruppe 3: 10%

-Annahme der Forscher bestätigt, dass Vpn mit zunehmendem Zeitdruck Hilfsbedarf weniger wahrgenommen haben

Q:

Affekt

negative Stimmung

A:

-Menschen in negativer Stimmung sind stärker auf sich selbst konzentriert und nehmen Bedürfnisse anderer Personen weniger wahrscheinlich wahr als Personen in guter Stimmung 

-Personen bemerken nach negativem Feedback deutlich öfter Notfall nicht, als Personen, die positive Rückmeldung erhalten haben 

Q:

Stimmung

A:

-langanhaltender und weniger intensiv als Emotion 

-oft weiß man nicht wieso man schlecht gelaunt ist

Q:

prosoziales Verhalten

A:

-Person hat Absicht, einer konkreten Person Wohltat zu erweisen und wenn Person freiwillig handelt 

-kann auch Nutzen für Helfer beinhalten (z.B. soziale Anerkennung, Erwartung einer Gegenleistung)

-> egoistische Motive können vorliegen 

-aber: Hilfeleistungen im Rahmen beruflicher Verpflichtungen oder aufgrund finanzieller Anreize, gehören nicht dazu


Prosoziales Verhalten

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