WS - Somatoforme Störungen (K21) at Universität Kassel

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Somatoforme Störungen vs. Psychosomatische Erkrankungen

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Psychosomatische Erkrankungen

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Somatoforme Störungen:
Somatisierungsstörung

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Somatoforme Störungen:
Konversionsstörung
Somatoforme Schmerzstörung

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Somatoforme Störungen:

Hypochondrie
Körperdysmorphe Störung

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Somatoforme Störungen:

Somatoforme autonome Funktionsstörung


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Somatoforme Störungen:
Fibromyalgie
Neurasthenie

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Komorbidität Somatoforme Störungen - Depressionen

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Psychoanalytische Modelle:
Konversionsmodell (Freud & Alexander)

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Psychonanalytische Modelle:
Modell der De- und Resomatisierung (Max Schur)

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Psychonanalytische Modelle:

Alexithymie ("Seelenblindheit")

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Psychoanalytische Modelle:

Giving-Up-Given-Up-Complex (Engel & Schmale, 1967)


Depressive Somatisierung (Rudolf, 2008)

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WS - Somatoforme Störungen (K21)

Somatoforme Störungen vs. Psychosomatische Erkrankungen

Somatoforme Störungen

= Vorhandensein  von körperlichen Symptomen, die einen medizinischen Krankheitsfaktor nahe legen und die durch einen medizinischen Krankheitsfaktor, durch die direkte Wirkung einer Substanz oder durch eine andere psychische Störung (z. B. Panikstörung) nicht vollständig erklärt werden können


Psychosomatische Erkrankungen

= körperliche Erkrankungen

mit entsprechendem Organbefund, bei deren Entstehung und Aufrechterhaltung psychische Faktoren aber eine wichtige Rolle spielen; werden in ICD und DSM zwar nicht behandelt, sind aber sehr wichtig

WICHTIG: DSM-5
Somatisierungsstörung, Somatoforme Schmerzstörung, Hypochondrie und die Undifferenzierte somatoforme Störung werden als "somatic symptom discorder" zusammengefasst

=> Frage, ob organische Erkrankung vorliegt oder nicht verliert an Bedeutung

WS - Somatoforme Störungen (K21)

Psychosomatische Erkrankungen

Als klassische Psychosomatosen gelten (Ermann 2007):

  • Asthma bronchiale
  • Essenzielle Hypertonie
  • Ulcus pepticum ventriculi und duodeni
  • Colitis ulcerosa
  • Enteritis regionalis (Morbus Crohn)
  • Hyperthyreose (Morbus Basedow)
  • Neurodermitis (atopisches Ekzem)
  • Chronische Polyarthritis (Rheumatoide Arthritis)

WS - Somatoforme Störungen (K21)

Somatoforme Störungen:
Somatisierungsstörung

Somatisierungsstörung

Störung, die durch Kombination mehrerer Symptome charakterisiert ist; beginnt vor dem 30. LJ und hält über mehrere Jahre an


DSM-IV: jedes der folgenden Kriterien

  • Schmerz (z. B. Kopf, Rücken, Gelenke, Extremitäten, während der Menstruation),
  • Gastrointestinale Symptome (z. B. Übelkeit, Völlegefühl, Erbrechen, Durchfall, Unverträglichkeit von verschiedenen Speisen)
  • Sexuelle Symptome (z. B. sexuelle Gleichgültigkeit, Erektionsstörungen, unregelmäßige Menstruationen)
  • pseudoneurologische Symptome (z. B. Koordinations- oder Gleichgewichtsstörungen, Lähmungen, Schluckschwierigkeiten, Aphonie, Verlust der Berührungs- oder Schmerzempfindung, Blindheit)


ICD-10: "weicher"

1. Mindestens zwei Jahre anhaltende multiple und unterschiedliche körperliche Symptome, für die keine ausreichende somatische Erklärung gefunden wurde

2. hartnäckige Weigerung, den Rat oder die Versicherung mehrerer Ärzte anzunehmen, dass für die Symptome keine körperliche Erklärung zu finden ist;

3. eine gewisse Beeinträchtigung familiärer und sozialer Funktionen durch die Art der Symptome und das daraus resultierende Verhalten

WS - Somatoforme Störungen (K21)

Somatoforme Störungen:
Konversionsstörung
Somatoforme Schmerzstörung

Konversionsstörung:
umfasst nicht erklärbare Symptome oder Ausfälle der willkürlichen motorischen oder sensorischen Funktionen, die eine neurologische oder sonstige somatische Störung nahe legen; nicht bei "kulturell sanktioniertem Verhalten und Erleben"

Somatoforme Schmerzstörung

charakterisiert durch Schmerzen,

die im Mittelpunkt der klinischen

Aufmerksamkeit stehen; psychischen Faktoren wird eine wichtige Rolle bezüglich Beginn, Schweregrad, Exazerbation & Aufrechtherhaltung beigemessen
Beeinträchtigungen & Folgen: Unfähigkeit zu Arbeiten / Schule, häufige Inanspruchnahme des Gesundheitswesen, Schmerz wird Zentralthema im Leben -> Schonverhalten soziale Isolation -> psychische Probleme (z.B. Depressionen)



WS - Somatoforme Störungen (K21)

Somatoforme Störungen:

Hypochondrie
Körperdysmorphe Störung

Hypochondrie

übermäßige Beschäftigung mit Angst oder Überzeugung, ernsthafte Krankheit zu haben (durch Fehlinterpretation körperlicher Symptome); ausführliche und detaillierte Schilderung der Beschwerden; "doctor hopping", Verschlechterung der Arzt-Patient-Beziehung; Fokus liegt auf Krankheits- und nicht  Genesungsprozess


Körperdysmorphe Störung

übermäßige Beschäftigung mit einem eingebildeten oder überbewerteten Mangel bzw. einer Entstellung der körperlichen Erscheinung; reichliches Überprüfen der Entstellung (Stunden bis Tage); extremes Pflegeverhalten; soziale Isolation

WS - Somatoforme Störungen (K21)

Somatoforme Störungen:

Somatoforme autonome Funktionsstörung


Somatoforme autonome Funktionsstörung

"Symptome werden so geschildert, als beruhten sie auf der körperlichen Krankheit eines Systems oder eines Organs, das weitgehend oder vollständig vegetativ innerviert und kontrolliert wird, so etwa des kardovaskulären, gastrointestinalen oder respiratorischen Systems"; Diagnose wird nur noch in wenigen Ländern vergeben und Patient*innen eher bei depressiven oder Angststörungen eingeordnet


2 Symptomgruppen:

1. Beschwerden, die objektivierbare Symptome der vegetativen Stimulation darstellen, wie etwa Herzklopfen, Schwitzen, Erröten, Zittern etc.

2. idiosynchratisch, subjektiv und unspezifischer und besteht etwa aus Gefühlen von fließenden Schmerzen, Brennen, Schwere etc., die vom Patienten einem bestimmten Organ oder System zugeordnet werden


WS - Somatoforme Störungen (K21)

Somatoforme Störungen:
Fibromyalgie
Neurasthenie

Fibromyalgie 

keine Störung im DSM/ICD, sondern eher von Rheumatologen gestellt; definiert durch das Vorliegen von Schmerzen (auf Druck) an mindestens 12 sogenannten "Tender-Points"

Neurasthenie

2 Hauptformen

1. Hauptcharakteristikum = vermehrte Müdigkeit nach geistigen Anstrengungen, häufig mit einer abnehmenden Leistungsfähigkeit. Die geistige Müdigkeit wird typischerweise als Konzentrationsschwäche oder als »unangenehmes Eindringen

ablenkender Assoziationen oder Erinnerungen« beschrieben.


2. Gefühle körperlicher Schwäche und Erschöpfung nach nur geringer Anstrengung, begleitet von muskulären oder anderen Schmerzen und der Unfähigkeit,

sich zu entspannen

WS - Somatoforme Störungen (K21)

Komorbidität Somatoforme Störungen - Depressionen

hohe Raten (von bis zu 70%)

Thesen dazu:

1. Somatoforme Störungen sind Ausdruck einer zugrunde liegenden Depression


2. Somatoforme Störungen bewirken, wenn weitere prädisponierende Faktoren vorhanden sind, eine depressive Störung


3. Depressive Störungen bewirken, wenn weitere prädisponierende Faktoren vorhanden sind, eine somatoforme Störung.


4. Somatoforme und depressive Störungen haben gemeinsame psychologische und biologische Ursachen

WS - Somatoforme Störungen (K21)

Psychoanalytische Modelle:
Konversionsmodell (Freud & Alexander)

Freud: Konversion als Umsetzung der Erregungssumme eines seelischen Konfliktes ins Körperliche, insbesondere in sensorische und motorische Innervationen. Die Symptombildung stellt den Lösungsversuch eines Konfliktes dar und verfolgt den Zweck der Vermeidung von unangenehmen oder peinlichen Affekten. Gleichzeitig hat die jeweilige Körpersymptomatik symbolische Bedeutung
=> Körpersymptomatik stellt unbewussten Konfliktkomponenten verschlüsselt dar; Auslösesituation führt zur Aktivierung eines unbewussten Konflikts, Impulse müssen abgewehrt werden -> Sprung ins Körperliche; Körpersymptom als Kompromiss


Alexander (1951):

Konversion: Körperliche Symptome, die unbewusst als symbolischer Ausdruck chronisch unerträglicher emotionaler Konflikte entstehen


Psychosomatose: Es liegt eine tatsächliche organische Krankheit vor, die aber aufgrund eines spezifischen unbewussten Konfliktes verursacht wurde


Organneurose: Unspezifischer Spannungszustand führt zu Organschädigung (aufgrund eines »organischen Entgegenkommens«).


Vegetative Neurose: Wie Organneurose, nur dass hier kein spezielles Organ erkrankt, sondern allgemeine vegetative Funktionen beeiträchtigt sind.

WS - Somatoforme Störungen (K21)

Psychonanalytische Modelle:
Modell der De- und Resomatisierung (Max Schur)

Entwicklungs- & Reifungsvorgänge können durch fortschreitende De-Somatisierung charakterisiert werden


Neugeborenes reagiert auf Störungen seiner Homöostase körperlich, unkoordiniert und primärprozesshaft

zunehmende Reifung des Ichs erlaubt mehr psychische, bewusste, sekundärprozesshafte Formen der Verarbeitung; unter anhaltendem Druck und nicht psychisch bewältigbarer Angst kann es zu einer Regression in Form einer Re-Somatisierung kommen

WS - Somatoforme Störungen (K21)

Psychonanalytische Modelle:

Alexithymie ("Seelenblindheit")

Wesentliches Merkmal ist die Unfähigkeit, Gefühle wahrzunehmen und mit Worten zu beschreiben


folgende Merkmale:

Operatives Denken: Beschreibt eine relative qualitative Armut im Zugang zu Gefühlen, Beziehungen und inneren Vorgängen; das Denken mutet sehr technisch an.


Ich-Störungen: In Form partieller psychischer Unreife; rigide aber brüchige Abwehr; mangelnde Symbolisierungsfähigkeit; Beziehungsleere; Unfähigkeit von echten Übertragungsbeziehungen.


Psychosomatische Regression: Regression auf primitive Abwehr mit aggressiven und autodestruktiven Tendenzen in Form der Somatisierung.


Projektive Verdoppelung: Patient sieht den anderen so wie sich selbst. Verneinung der Originalität von selbst und anderen. Andere sind genaue Entsprechungen vom

Selbst.


Kritik

Heute wird weder davon ausgegangen, dass Alexithymie spezifisch für Patienten mit Psychosomatosen ist, noch, dass es sich um eine notwendige Voraussetzung zur Entwicklung von Psychosomatosen handelt; eher unspezifischer Vulnerabilitätsfaktor

WS - Somatoforme Störungen (K21)

Psychoanalytische Modelle:

Giving-Up-Given-Up-Complex (Engel & Schmale, 1967)


Depressive Somatisierung (Rudolf, 2008)

Giving-Up-Given-Up-Complex 

im Kern durch die Affekte Hilflosigkeit oder Hoffnungslosigkeit charakterisiert; bei diesem Ich-Zustand dreht sich alles um die  Wahrnehmung der Unerreichbarkeit von Versorgung und die Vermutung, dass sich dies niemals ändern werde

=/ Depression, sondern viel mehr eine vorgehende Bedingung für die Entwicklung einer akuten Depression


Depressive Somatisierung

 Somatisierung auf der Basis des depressiven Grundkonflikts,

mit den Elementen Objektverlust, der Enttäuschungswut, der Wendung der aggressiven Impulse gegen das Selbst, Selbstzweifel und -hass, der weiter bestehenden Sehnsucht nach dem guten Objekt;

beim Zusammenbruch der Abwehr erfolgt die Regression zur Grundstörung und damit verbunden der Ausbruch der körperzentrierten Symptomatik. Körpersymptom und Symptomklage ermöglichen den Ausdruck unbewusster Bedürfnisse aus frühen enttäuschenden Beziehungserfahrungen

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