VII Emotion at Universität Jena | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für VII Emotion an der Universität Jena

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TESTE DEIN WISSEN

108. Erklären sie die Begriffe Emotion und Stimmung und grenzen sie die beiden Phänomene voneinander ab. 

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Gehören beide zu Affekt (Oberbegriff für Gefühle, Stimmungen, Vorlieben/Aversionen)


Emotion 

Diskret: jede Emotion ist für sich ein spezifischer Zustand 

Objektbezug: beziehen sich auf Gegenstand, Situation oder Person 

• im Fokus der Aufmerksamkeit: man kann keine Emotion haben ohne es zu wissen 

• Klar bestimmbarer zeitlicher Verlauf


"Ich bin wütend, weil..."



Stimmung 

Diffus, im Hintergrund: man kann eine Idee haben warum man sich so fühlt aber ist nicht notwendig 

• Langanhaltend ohne klaren Beginn und klares Ende, nicht klar bestimmbarer zeitlicher Verlauf


    („Ich    bin    gut    drauf,    ich    bin    gelangweilt“)  

 


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TESTE DEIN WISSEN

109. Was bedeutet es, dass Emotionen einen Objektbezug haben? Erläutern Sie dies an einem Beispiel.

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Objektbezug: jede Emotion wird durch ihren Bezug zu einem Objekt, einer Situation oder einer Person charakterisiert 

→ es gibt immer einen klaren Anlass der die Emotion hervorruft 


BSP: Ich bin wütend, weil mich mein Bruder geärgert hat 


Wenn man nicht weiß worüber man wütend ist, kann man nicht von einer Emotion sprechen, eher von einer Stimmung 

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TESTE DEIN WISSEN

110. Was sind Basisemotionen? Nennen sie 6 Basisemotionen. 

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TESTE DEIN WISSEN

• Idee: sehr viele Emotionen möglich, alle lassen sich auf Basisemotionen reduzieren 

• Kategorialer Ansatz: große Bandbreite an Emotionsbegriffen, Ähnliche werden zusammengefasst 

Merkmale

o eindeutig identifizierbar, voneinander unabhängig 

o Kulturübergreifend 

o Charakteristische Mimik 


6 Basisemotionen: Freude, Angst, Überraschung, Wut, Ekel, Trauer 

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TESTE DEIN WISSEN
112. Skizzieren sie das 2-Faktoren-Modell der Emotion von Watson, Clark & Tellegen 1988. Worinliegen die zentralen Unterschiede zum Circumplexmodell von Russell? Wie hängen diebeidenModelle zusammen? Verorten sie auch hier die in Frage 111 genannten Gefühlszustände. 
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Positiver Affekt (hoch - niedrig)

Negativer Affekt (hoch - niedrig)


x Kreuzdimensionen:

Valenz(Pleaseatness - Unpleasantness) Arousal/Erregung(Strong Engagement - Disengagement)  


Unterschied: Es kann gleichzeitig einen negativen und einen positiven Affekt geben


Zusammenhang: wenn man das 2 Faktoren-Modell um 45° dreht und die Valenz Dimension umpolt, wird es zum Circumplexmodell


Verortung der Gefühlszustände:


- Angst: hoch negativer Affekt

−Freude: positive Valenz

−Trauer: niedrige Erregung

−Freudige Überraschung: hoch positiver Affekt

−Entspannung: niedriger negativer Affekt

−Schläfrigkeit: niedriger positiver Affekt 


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TESTE DEIN WISSEN

113.Was bedeutet „appraisal“ und was ist die Kernannahme der Appraisal-Theorien der Emotion? Erläutern sie ihre Ausführungen mithilfe eines Beispiels 

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Appraisal = Einschätzung/Bewertung

•Emotionen werden durch Objekte, Situationen ausgelöst, die aber die Emotion als solche noch nicht festlegen

•Entscheidend ist die subjektive Bewertung

•Spezifische Emotionen entstehen aus Kombination von Einschätzungen auf unterschiedlichen Dimensionen

•Daher können verschiedene Personen in derselben Situation andere Emotionen empfinden

Wenn man etwas an der Emotion verändern will, muss man die Bewertung der auslösenden Situation verändern

Aber man kann sich Sichtweise nicht aussuchen: Bewertung hat den Anspruch richtig zu sein, man muss dem auch glauben

Beispiel: Klausurergebnis 2,3→einige freuen sich, andere sind traurig, enttäusch 

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TESTE DEIN WISSEN


114.Nennen sie mindestens 4 verschiedene Einschätzungsdimensionen, die für die Differenzierung und Identifikation emotionaler Zustände relevant sein können 

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Relevanz, Zieldienlichkeit, Valenz (fundamental) --> positiv/negativ


•Verantwortung, Absichtlichkeit --> Ereignis/andere Person/ich


•Bewältigungspotential, Handlungsressourcen --> Kontrolle hoch/gering


•Zeitbezug --> Vergangenheit/Gegenwart/Zukunft


•Erwartung, Wahrscheinlichkeit -->hoch/niedrig


•Moralische Standards --> involviert ja/nein --> wenn ja: verletzt ja/nein

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TESTE DEIN WISSEN


115. Nennen Sie für die folgenden Emotionen die zugehörigen Verhaltenstendenzen, die von evolutionspsychologischen Theorien der Emotion postuliert wurden: Furcht, Ekel, Ärger.  Grenzen Sie emotionale Handlungssteuerung von einer reflexhaften Handlungssteuerung ab. Inwiefern ist die emotionale Steuerung flexibler als die reflexhafte?


Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Furcht --> Flucht vor bspw. wilden Tieren oder Feinden, Schutzsuche


Ekel --> Abstoßung, Zurückweisung


Ärger --> Aggression, Kampf, Zerstörung 


- Emotionen sind instinktähnliche Reaktionsmuster bereiten auf ein Verhaltensmuster vor

- Emotion erzeugt kein automatisches Motorprogramm, sondern sie erteilt Informationen und Ziele

--> Emotionen geben vor in welche Richtung das Verhalten gehen sollte


Reflexe stehen nicht in Verbindung mit dem Denken (sondern mit dem motorischen System)

Emotion hingegen schon und ermöglichen flexibles Denken/Handeln

! zwischengeschaltet ist die subjektive Bewertung!

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TESTE DEIN WISSEN

116.Schildern sie Ablauf und Ergebnisse der Untersuchung von Bartlett & De Steno 2006 zum Zusammenhang zwischen Dankbarkeit und Hilfeverhalten. Warum ist es für die Aussagekraft der Untersuchung so wichtig zu zeigen, dass der Effekt auch für „neue“ Personen auftritt, die um Hilfe bitten? 

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

VP nimmt an Experiment teil, bearbeitet extrem langweilige, lange Aufgabe am Computer

•Daneben im Raum sitzt Konföderierter, der scheinbar auch an Experiment teilnimmt

    o KG: keine Komplikationen, VP bearbeitet Aufgabe zu ende 

    o EG: Konföderierter zieht heimlich den Stecker des Computerbildschirms, sodass die lw Aufgabe nicht zu Ende gemacht werden kann

• Versuchsleiter kommt dazu und sagt das er den Techniker ruft und VP die Aufgabewahrscheinlich nochmal von vorne machen muss, verlässt den Raum --> Frustration steigt

•Konföderierter hilft und „findet“ den gezogenen Stecker

•Computer geht wieder, VP muss nicht neu anfangen→ dankbar 


Danach fragt Konföderierter ob VP bei seiner eigenen Studie mitmacht: je länger desto besser, also man kann aufhören wann man möchte

•Gemessen wird wie lange VP bei dem neuen Experiment mitmacht
➢VP viel bereiter zu helfen und bleibt viel länger dabei, wenn davor Hilfe von anderem (als KG)

•3. Person kommt dazu, unbeteiligt an allem davor

• Bittet VP auch um Teilnahme an ihrer Studie
➢Obwohl diese Person gar nicht in vorheriger Situation aufgetreten ist und man ihr nicht dankbar ist, ist in EG Bereitschaft zu helfen größer 
➔Wenn man Grund hat dankbar zu sein, ist die Tendenz zu helfen insgesamt erhöht (nicht nur im Bezug auf die spezielle Situation und Person)
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117.Schildern sie Ablauf und Ergebnisse der Untersuchung von Baumann & De Steno 2010 zum Zusammenhang zwischen Ärger und aggressiven Verhaltenstendenzen 

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

EG 1 und 2: Sollen sich an eine Situation erinnern in der sie sich sehr glücklich/ ärgerlich gefühlt haben

•KG: keine Situation


•Aufgabe: Objekte klassifizieren→ Waffe oder Werkzeug?

➢Wenn ärgerlich: öfter Objekt als Waffe klassifiziert


--> Liegt das nicht speziell am Ärger, sondern an der negativen Valenz der Emotion?


• EG 1,2,3: Situation erinnern in der man sich Ärger/ Ekel/ Trauer gefühlt hat 

•Alle Emotionen haben negative Valenz

➢Nur bei Ärger zeigt sich häufigere Entscheidung für Waffe

➔Nicht die Valenz ist entscheidend, sondern Ärger führt speziell zu Aggressivität 

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TESTE DEIN WISSEN


118.Schildern sie Ablauf und Ergebnisse der Untersuchung von Nieuwenhuys et al. 2012 zum Zusammenhang zwischen Angst und aggressivem Verhalten. Diskutieren Sie eine Alternativerklärung der Ergebnisse in termini strategischer Verhaltensplanung.

  


Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

- Versuchspersonen (Polizisten) stehen an einem Schießstand und sind in zwei Bedingungen eingeteilt. 

- 1. Bedingung: entweder Poster mit einem Mann mit einer Pistole zum Vorschein oder ein Mann der sich ergibt (low anxiety).

 Aufgabe: Der Mann mit der Pistole soll erschossen werde, der andere nicht

2. Bedingung: zusätzlich, wenn man auf den Mann mit Pistole zu spät schießt ein Gummigeschoss ans eigene Bein --> um Angst noch zu steigern (high anxiety).


Beobachtung:

> Untersucht werden die Fehler, die man macht. 


Ergebnis.

In der high-anxiety Bedingung ist vor allem auffällig, dass fast 7% mehr Fehlschüsse abgegeben werden, bei den Personen die sichergeben 



➔Verhaltensunterschied durch Angst: wenn die Angst vor Schmerz hoch ist, ist auch die Tendenzhöher zu schießen 

Problem: Ist das wirklich Emotion oder einfach rationales Verhalten als Reaktion auf den Schmerz?


Polizisten wissen, dass das keine echte Person ist, aber der Schmerz ist real-> es ist also strategisch besser einmal mehrschießen als den Schmerz zu riskieren 

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TESTE DEIN WISSEN

Lern das erst wenn die anderen Sachen sitzen!

119.Beschreiben sie die Untersuchung von Chen & Bargh 1999 zur Aktivierung instrumenteller Annäherungs-vs. Vermeidungstendenzen durch valente Reize. Welche Ergebnisse wurden in dieser Untersuchung erzielt und wie wurden diese Ergebnisse ursprünglich interpretiert? Welche Kritik lässt sich an dieser Interpretation üben? Beschreiben sie hierzu die weiter gehende Untersuchung von Markman & Brendl 2005 

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

hen & Bargh:In dem Experiment gibt es zwei Bedingung in der einen tauchen auf einem Bildschirmpositive und negative Wörter auf. Mit einem Joystick soll man bei den positiven Wörtern denJoystick zu sich ziehen, bei negativen Wörtern wegdrücken (congruency). In der zweitenBedingung soll man bei negativen Wörtern zu sich hinziehen und bei positiven Wörtern denJoystick von sich wegdrücken (incongruency). In den Ergebnissen wird deutlich, dass diecongruency-Bedingung mit deutlich schnelleren Reaktionszeiten einhergeht. Ursprünglichwurde vermutet, dass die Reize jeweils motorisch entsprechende Programme aktivieren.Also bei einem negativen Reiz eine Streckbewegung (Vermeidung) passiert, während beieinem positiven Reiz eine Beugebewegung aktiviert wird (Annäherung).Markman & Brendl:Die beiden Forschenden kritisierten, dass nicht motorische Programme aktiviert werden,sondern flexible umsetzbare Verhaltensziele.Der Versuchsaufbau war Folgender:Es gab vier verschiedene Bedingungen. In jeder Bedingung erschien in der Mitte desBildschirms der Name der Versuchsperson. Die ersten beiden Bedingungen waren äquivalentzum Experiment von Chen & Bargh.Positive und negative Wörter erschienen oberhalb deseigenen Namens und sollten in Bedingung eins kongruent behandelt werden, also positiveWörter sollten rangezogen werden und negative Wörter abgestossen werden. In Bedingungzwei waren es inkongruent, also sollten negative Wörter herangezogen werden, währendpositive Wörter abgestossen wurden.Nun kommt es zum eigentlich spannenden Teil des Experiments. In Bedingung 3 und 4erschienen die Wörter unterhalb des eigenen Namens. In Bedingung 3 sollte man positiveWörter heranziehen (vom eigenen Namen weg) und positive Wörter wegdrücken (zumeigenen Namen). Bedingung 4 sah folgendermaßen aus, dass positive Wörter zu sich gezogen werden sollten (vom Namen weg) und negative Wörter von sich weg (zum Namenhin).Die Ergebnisse der Studie waren, dass ich mich diesmal nicht an mir als Person orientiere,sondern an meinem Namen auf dem Bildschirm und ich schneller bin, wenn ich die positivenDinge zu mir ziehe oder drücke, bzw. langsamer bin, wenn ich die negativen Wörter zu mirziehe bzw. drücke 

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TESTE DEIN WISSEN

120. Nennen Sie verschiedene Beispiele für verhaltenshemmende Effekte von Emotionen. Welche dieser Effekte verweisen möglicherweise dennoch auf eine funktionale emotionale Handlungsregulation? 

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TESTE DEIN WISSEN

Eigentlich begünstigen Emotionen Handlungstendenzen, sie können aber auch hemmend wirken 


BSP: Prüfungsangst, Verkrampfung bei Wettkämpfen


Angst bspw. sollte zu Flucht führen, je nach Situation ist aber auch eine Hemmung/Freezing effektiver (Tierwelt-> Maus als Stein --> besser als zu bewegen wenn Adler kreist --> gegebenenfalls sieht der Adler die Maus nicht)


Oder bei Trauer/ Depression:

o Wenn ich ein wichtiges Ziel nicht erreicht werden kann (Studium nicht geschafft, Trennung) ist das meist einschneidend in vielen Lebensbereichen

o Damit man nicht die ganze Zeit weiter Ressourcen investiert obwohl das Zielunerreichbar ist, wird alles was am Ziel attraktiv war neutralisiert 

o aber der Organismus schafft es nicht nur das eine Ziel selektiv abzuwerten  


o Darum „Notbremse“: alles wird auf 0 gefahren, damit man nicht für immer diesem Ziel nach jagt 

→Antriebslosigkeit in allen Bereichen 

o Das dient als Vorbereitung zur Zielablösung, da man sonst nie darüber hinwegkommen würde 


Verhaltenshemmung kann also dabei helfen Ressourcen zu schonen und dabei helfen sich auf die Zielablösung vorzubereiten

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  • 133050 Karteikarten
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Beispielhafte Karteikarten für deinen VII Emotion Kurs an der Universität Jena - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

108. Erklären sie die Begriffe Emotion und Stimmung und grenzen sie die beiden Phänomene voneinander ab. 

A:

Gehören beide zu Affekt (Oberbegriff für Gefühle, Stimmungen, Vorlieben/Aversionen)


Emotion 

Diskret: jede Emotion ist für sich ein spezifischer Zustand 

Objektbezug: beziehen sich auf Gegenstand, Situation oder Person 

• im Fokus der Aufmerksamkeit: man kann keine Emotion haben ohne es zu wissen 

• Klar bestimmbarer zeitlicher Verlauf


"Ich bin wütend, weil..."



Stimmung 

Diffus, im Hintergrund: man kann eine Idee haben warum man sich so fühlt aber ist nicht notwendig 

• Langanhaltend ohne klaren Beginn und klares Ende, nicht klar bestimmbarer zeitlicher Verlauf


    („Ich    bin    gut    drauf,    ich    bin    gelangweilt“)  

 


Q:

109. Was bedeutet es, dass Emotionen einen Objektbezug haben? Erläutern Sie dies an einem Beispiel.

A:

Objektbezug: jede Emotion wird durch ihren Bezug zu einem Objekt, einer Situation oder einer Person charakterisiert 

→ es gibt immer einen klaren Anlass der die Emotion hervorruft 


BSP: Ich bin wütend, weil mich mein Bruder geärgert hat 


Wenn man nicht weiß worüber man wütend ist, kann man nicht von einer Emotion sprechen, eher von einer Stimmung 

Q:

110. Was sind Basisemotionen? Nennen sie 6 Basisemotionen. 

A:

• Idee: sehr viele Emotionen möglich, alle lassen sich auf Basisemotionen reduzieren 

• Kategorialer Ansatz: große Bandbreite an Emotionsbegriffen, Ähnliche werden zusammengefasst 

Merkmale

o eindeutig identifizierbar, voneinander unabhängig 

o Kulturübergreifend 

o Charakteristische Mimik 


6 Basisemotionen: Freude, Angst, Überraschung, Wut, Ekel, Trauer 

Q:
112. Skizzieren sie das 2-Faktoren-Modell der Emotion von Watson, Clark & Tellegen 1988. Worinliegen die zentralen Unterschiede zum Circumplexmodell von Russell? Wie hängen diebeidenModelle zusammen? Verorten sie auch hier die in Frage 111 genannten Gefühlszustände. 
A:

Positiver Affekt (hoch - niedrig)

Negativer Affekt (hoch - niedrig)


x Kreuzdimensionen:

Valenz(Pleaseatness - Unpleasantness) Arousal/Erregung(Strong Engagement - Disengagement)  


Unterschied: Es kann gleichzeitig einen negativen und einen positiven Affekt geben


Zusammenhang: wenn man das 2 Faktoren-Modell um 45° dreht und die Valenz Dimension umpolt, wird es zum Circumplexmodell


Verortung der Gefühlszustände:


- Angst: hoch negativer Affekt

−Freude: positive Valenz

−Trauer: niedrige Erregung

−Freudige Überraschung: hoch positiver Affekt

−Entspannung: niedriger negativer Affekt

−Schläfrigkeit: niedriger positiver Affekt 


Q:

113.Was bedeutet „appraisal“ und was ist die Kernannahme der Appraisal-Theorien der Emotion? Erläutern sie ihre Ausführungen mithilfe eines Beispiels 

A:

Appraisal = Einschätzung/Bewertung

•Emotionen werden durch Objekte, Situationen ausgelöst, die aber die Emotion als solche noch nicht festlegen

•Entscheidend ist die subjektive Bewertung

•Spezifische Emotionen entstehen aus Kombination von Einschätzungen auf unterschiedlichen Dimensionen

•Daher können verschiedene Personen in derselben Situation andere Emotionen empfinden

Wenn man etwas an der Emotion verändern will, muss man die Bewertung der auslösenden Situation verändern

Aber man kann sich Sichtweise nicht aussuchen: Bewertung hat den Anspruch richtig zu sein, man muss dem auch glauben

Beispiel: Klausurergebnis 2,3→einige freuen sich, andere sind traurig, enttäusch 

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Q:


114.Nennen sie mindestens 4 verschiedene Einschätzungsdimensionen, die für die Differenzierung und Identifikation emotionaler Zustände relevant sein können 

A:

Relevanz, Zieldienlichkeit, Valenz (fundamental) --> positiv/negativ


•Verantwortung, Absichtlichkeit --> Ereignis/andere Person/ich


•Bewältigungspotential, Handlungsressourcen --> Kontrolle hoch/gering


•Zeitbezug --> Vergangenheit/Gegenwart/Zukunft


•Erwartung, Wahrscheinlichkeit -->hoch/niedrig


•Moralische Standards --> involviert ja/nein --> wenn ja: verletzt ja/nein

Q:


115. Nennen Sie für die folgenden Emotionen die zugehörigen Verhaltenstendenzen, die von evolutionspsychologischen Theorien der Emotion postuliert wurden: Furcht, Ekel, Ärger.  Grenzen Sie emotionale Handlungssteuerung von einer reflexhaften Handlungssteuerung ab. Inwiefern ist die emotionale Steuerung flexibler als die reflexhafte?


A:

Furcht --> Flucht vor bspw. wilden Tieren oder Feinden, Schutzsuche


Ekel --> Abstoßung, Zurückweisung


Ärger --> Aggression, Kampf, Zerstörung 


- Emotionen sind instinktähnliche Reaktionsmuster bereiten auf ein Verhaltensmuster vor

- Emotion erzeugt kein automatisches Motorprogramm, sondern sie erteilt Informationen und Ziele

--> Emotionen geben vor in welche Richtung das Verhalten gehen sollte


Reflexe stehen nicht in Verbindung mit dem Denken (sondern mit dem motorischen System)

Emotion hingegen schon und ermöglichen flexibles Denken/Handeln

! zwischengeschaltet ist die subjektive Bewertung!

Q:

116.Schildern sie Ablauf und Ergebnisse der Untersuchung von Bartlett & De Steno 2006 zum Zusammenhang zwischen Dankbarkeit und Hilfeverhalten. Warum ist es für die Aussagekraft der Untersuchung so wichtig zu zeigen, dass der Effekt auch für „neue“ Personen auftritt, die um Hilfe bitten? 

A:

VP nimmt an Experiment teil, bearbeitet extrem langweilige, lange Aufgabe am Computer

•Daneben im Raum sitzt Konföderierter, der scheinbar auch an Experiment teilnimmt

    o KG: keine Komplikationen, VP bearbeitet Aufgabe zu ende 

    o EG: Konföderierter zieht heimlich den Stecker des Computerbildschirms, sodass die lw Aufgabe nicht zu Ende gemacht werden kann

• Versuchsleiter kommt dazu und sagt das er den Techniker ruft und VP die Aufgabewahrscheinlich nochmal von vorne machen muss, verlässt den Raum --> Frustration steigt

•Konföderierter hilft und „findet“ den gezogenen Stecker

•Computer geht wieder, VP muss nicht neu anfangen→ dankbar 


Danach fragt Konföderierter ob VP bei seiner eigenen Studie mitmacht: je länger desto besser, also man kann aufhören wann man möchte

•Gemessen wird wie lange VP bei dem neuen Experiment mitmacht
➢VP viel bereiter zu helfen und bleibt viel länger dabei, wenn davor Hilfe von anderem (als KG)

•3. Person kommt dazu, unbeteiligt an allem davor

• Bittet VP auch um Teilnahme an ihrer Studie
➢Obwohl diese Person gar nicht in vorheriger Situation aufgetreten ist und man ihr nicht dankbar ist, ist in EG Bereitschaft zu helfen größer 
➔Wenn man Grund hat dankbar zu sein, ist die Tendenz zu helfen insgesamt erhöht (nicht nur im Bezug auf die spezielle Situation und Person)
Q:


117.Schildern sie Ablauf und Ergebnisse der Untersuchung von Baumann & De Steno 2010 zum Zusammenhang zwischen Ärger und aggressiven Verhaltenstendenzen 

A:

EG 1 und 2: Sollen sich an eine Situation erinnern in der sie sich sehr glücklich/ ärgerlich gefühlt haben

•KG: keine Situation


•Aufgabe: Objekte klassifizieren→ Waffe oder Werkzeug?

➢Wenn ärgerlich: öfter Objekt als Waffe klassifiziert


--> Liegt das nicht speziell am Ärger, sondern an der negativen Valenz der Emotion?


• EG 1,2,3: Situation erinnern in der man sich Ärger/ Ekel/ Trauer gefühlt hat 

•Alle Emotionen haben negative Valenz

➢Nur bei Ärger zeigt sich häufigere Entscheidung für Waffe

➔Nicht die Valenz ist entscheidend, sondern Ärger führt speziell zu Aggressivität 

Q:


118.Schildern sie Ablauf und Ergebnisse der Untersuchung von Nieuwenhuys et al. 2012 zum Zusammenhang zwischen Angst und aggressivem Verhalten. Diskutieren Sie eine Alternativerklärung der Ergebnisse in termini strategischer Verhaltensplanung.

  


A:

- Versuchspersonen (Polizisten) stehen an einem Schießstand und sind in zwei Bedingungen eingeteilt. 

- 1. Bedingung: entweder Poster mit einem Mann mit einer Pistole zum Vorschein oder ein Mann der sich ergibt (low anxiety).

 Aufgabe: Der Mann mit der Pistole soll erschossen werde, der andere nicht

2. Bedingung: zusätzlich, wenn man auf den Mann mit Pistole zu spät schießt ein Gummigeschoss ans eigene Bein --> um Angst noch zu steigern (high anxiety).


Beobachtung:

> Untersucht werden die Fehler, die man macht. 


Ergebnis.

In der high-anxiety Bedingung ist vor allem auffällig, dass fast 7% mehr Fehlschüsse abgegeben werden, bei den Personen die sichergeben 



➔Verhaltensunterschied durch Angst: wenn die Angst vor Schmerz hoch ist, ist auch die Tendenzhöher zu schießen 

Problem: Ist das wirklich Emotion oder einfach rationales Verhalten als Reaktion auf den Schmerz?


Polizisten wissen, dass das keine echte Person ist, aber der Schmerz ist real-> es ist also strategisch besser einmal mehrschießen als den Schmerz zu riskieren 

Q:

Lern das erst wenn die anderen Sachen sitzen!

119.Beschreiben sie die Untersuchung von Chen & Bargh 1999 zur Aktivierung instrumenteller Annäherungs-vs. Vermeidungstendenzen durch valente Reize. Welche Ergebnisse wurden in dieser Untersuchung erzielt und wie wurden diese Ergebnisse ursprünglich interpretiert? Welche Kritik lässt sich an dieser Interpretation üben? Beschreiben sie hierzu die weiter gehende Untersuchung von Markman & Brendl 2005 

A:

hen & Bargh:In dem Experiment gibt es zwei Bedingung in der einen tauchen auf einem Bildschirmpositive und negative Wörter auf. Mit einem Joystick soll man bei den positiven Wörtern denJoystick zu sich ziehen, bei negativen Wörtern wegdrücken (congruency). In der zweitenBedingung soll man bei negativen Wörtern zu sich hinziehen und bei positiven Wörtern denJoystick von sich wegdrücken (incongruency). In den Ergebnissen wird deutlich, dass diecongruency-Bedingung mit deutlich schnelleren Reaktionszeiten einhergeht. Ursprünglichwurde vermutet, dass die Reize jeweils motorisch entsprechende Programme aktivieren.Also bei einem negativen Reiz eine Streckbewegung (Vermeidung) passiert, während beieinem positiven Reiz eine Beugebewegung aktiviert wird (Annäherung).Markman & Brendl:Die beiden Forschenden kritisierten, dass nicht motorische Programme aktiviert werden,sondern flexible umsetzbare Verhaltensziele.Der Versuchsaufbau war Folgender:Es gab vier verschiedene Bedingungen. In jeder Bedingung erschien in der Mitte desBildschirms der Name der Versuchsperson. Die ersten beiden Bedingungen waren äquivalentzum Experiment von Chen & Bargh.Positive und negative Wörter erschienen oberhalb deseigenen Namens und sollten in Bedingung eins kongruent behandelt werden, also positiveWörter sollten rangezogen werden und negative Wörter abgestossen werden. In Bedingungzwei waren es inkongruent, also sollten negative Wörter herangezogen werden, währendpositive Wörter abgestossen wurden.Nun kommt es zum eigentlich spannenden Teil des Experiments. In Bedingung 3 und 4erschienen die Wörter unterhalb des eigenen Namens. In Bedingung 3 sollte man positiveWörter heranziehen (vom eigenen Namen weg) und positive Wörter wegdrücken (zumeigenen Namen). Bedingung 4 sah folgendermaßen aus, dass positive Wörter zu sich gezogen werden sollten (vom Namen weg) und negative Wörter von sich weg (zum Namenhin).Die Ergebnisse der Studie waren, dass ich mich diesmal nicht an mir als Person orientiere,sondern an meinem Namen auf dem Bildschirm und ich schneller bin, wenn ich die positivenDinge zu mir ziehe oder drücke, bzw. langsamer bin, wenn ich die negativen Wörter zu mirziehe bzw. drücke 

Q:

120. Nennen Sie verschiedene Beispiele für verhaltenshemmende Effekte von Emotionen. Welche dieser Effekte verweisen möglicherweise dennoch auf eine funktionale emotionale Handlungsregulation? 

A:

Eigentlich begünstigen Emotionen Handlungstendenzen, sie können aber auch hemmend wirken 


BSP: Prüfungsangst, Verkrampfung bei Wettkämpfen


Angst bspw. sollte zu Flucht führen, je nach Situation ist aber auch eine Hemmung/Freezing effektiver (Tierwelt-> Maus als Stein --> besser als zu bewegen wenn Adler kreist --> gegebenenfalls sieht der Adler die Maus nicht)


Oder bei Trauer/ Depression:

o Wenn ich ein wichtiges Ziel nicht erreicht werden kann (Studium nicht geschafft, Trennung) ist das meist einschneidend in vielen Lebensbereichen

o Damit man nicht die ganze Zeit weiter Ressourcen investiert obwohl das Zielunerreichbar ist, wird alles was am Ziel attraktiv war neutralisiert 

o aber der Organismus schafft es nicht nur das eine Ziel selektiv abzuwerten  


o Darum „Notbremse“: alles wird auf 0 gefahren, damit man nicht für immer diesem Ziel nach jagt 

→Antriebslosigkeit in allen Bereichen 

o Das dient als Vorbereitung zur Zielablösung, da man sonst nie darüber hinwegkommen würde 


Verhaltenshemmung kann also dabei helfen Ressourcen zu schonen und dabei helfen sich auf die Zielablösung vorzubereiten

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