Klinische Psychologie II at Universität Jena

Flashcards and summaries for Klinische Psychologie II at the Universität Jena

Arrow Arrow

It’s completely free

studysmarter schule studium
d

4.5 /5

studysmarter schule studium
d

4.8 /5

studysmarter schule studium
d

4.5 /5

studysmarter schule studium
d

4.8 /5

Study with flashcards and summaries for the course Klinische Psychologie II at the Universität Jena

Exemplary flashcards for Klinische Psychologie II at the Universität Jena on StudySmarter:

*V Welche Störungen gehören zu den Affektiven Störungen und wie werden sie gekennzeichnet?

Exemplary flashcards for Klinische Psychologie II at the Universität Jena on StudySmarter:

*V Welche Kriterien müssen für die Diagnose eine Hypomanie erfüllt sein?

Exemplary flashcards for Klinische Psychologie II at the Universität Jena on StudySmarter:

*V Welche Kriterien müssen für die Diagnose einer Manie ohne psychotische Symptome erfüllt sein?

Exemplary flashcards for Klinische Psychologie II at the Universität Jena on StudySmarter:

*V Welche Kriterien bzgl. der Rahmenbedingungen müssen für eine depressive Episode erfüllt sein und was ist das somatische Syndrom?

Exemplary flashcards for Klinische Psychologie II at the Universität Jena on StudySmarter:

*V Welche Kriterien müssen für eine leichte depressive Episode erfüllt sein?

Exemplary flashcards for Klinische Psychologie II at the Universität Jena on StudySmarter:

*V Welche Kriterien müssen für eine schwere depressive Episode erfüllt sein?

Exemplary flashcards for Klinische Psychologie II at the Universität Jena on StudySmarter:

*V Was sind die zwei diagnostischen Kernfragen für eine Depression?

Exemplary flashcards for Klinische Psychologie II at the Universität Jena on StudySmarter:

*V Was sind die zentralen Merkmale einer bipolaren Störung?

Exemplary flashcards for Klinische Psychologie II at the Universität Jena on StudySmarter:

*V Treten bei bipolaren Störungen i.d.R. häufiger depressive oder manische Phasen häufiger auf? Welche Rolle spielen die manischen Phasen für die Diagnostik?

Exemplary flashcards for Klinische Psychologie II at the Universität Jena on StudySmarter:

*V Wie hoch ist die Suizidrate bei bipolaren Störungen im Vergleich zu Depressionen.

Exemplary flashcards for Klinische Psychologie II at the Universität Jena on StudySmarter:

*V Welche dysfunktionalen Kognitionen und Schemata gibt es nach Beck? Erläutern+Beispiel

Exemplary flashcards for Klinische Psychologie II at the Universität Jena on StudySmarter:

*V Welche kognitiv-verhaltenstherapeutischen Methoden zur Veränderung ungünstiger Kognitionen gibt es?

Your peers in the course Klinische Psychologie II at the Universität Jena create and share summaries, flashcards, study plans and other learning materials with the intelligent StudySmarter learning app.

Get started now!

Flashcard Flashcard

Exemplary flashcards for Klinische Psychologie II at the Universität Jena on StudySmarter:

Klinische Psychologie II

*V Welche Störungen gehören zu den Affektiven Störungen und wie werden sie gekennzeichnet?

F30 manische Episode

F31 bipolare affektive Störung

F32 depressive Episode

F33 rezidivierende depressive Störung

F34 anhaltende affektive Störungen

F38 andere affektive Störungen

Klinische Psychologie II

*V Welche Kriterien müssen für die Diagnose eine Hypomanie erfüllt sein?

A. Stimmung gehoben oder gereizt (in einem für die Betroffenen deutlich abnormen Ausmaß, an mind. 4 aufeinander folgenden Tagen)

B. Mind. 3 der folgenden Merkmale vorhanden + beeinträchtigen persönliche Lebensführung :

  1. gesteigerte Aktivität oder motorische Ruhelosigkeit
  2. gesteigerte Gesprächigkeit
  3. Konzentrationsschwierigkeiten oder Ablenkbarkeit
  4. vermindertes Schlafbedürfnis
  5. gesteigerte Libido
  6. übertriebene Geldausgaben (Einkäufe) oder andere Arten von leicht¬sinnigem oder
    verantwortungslosen Verhalten
  7. gesteigerte Geselligkeit oder übermäßige Vertraulichkeit.

C. Ausschluss: 

Fast alle anderen affektiven Störungen:

  • Manie (F30.1. F30.2)
  • bipolare affektive Störung (F31)
  • depressive Episode (F32)
  • Zyklothymie (F34.0)

Und:

  • Anorexia nervosa (F50.0)

D. Ausschluss II:

  • Episode ist nicht auf einen Missbrauch psychotroper Substanzen (F1) oder auf eine organische psychische Störung (F0) zurückzuführen

Klinische Psychologie II

*V Welche Kriterien müssen für die Diagnose einer Manie ohne psychotische Symptome erfüllt sein?

A. Stimmung vorwiegend gehoben, expansiv oder gereizt + für Betroffenen deutlich abnorm, Stimmungswechsel muss dominieren und mind. 1 Woche anhalten (außer Krankenhauseinweisung)

B. Mind. 3 der folgenden Merkmale: (4, wenn Stimmung nur gereizt) + schwere Störung der persönlichen Lebensführung verursachen:

  1. gesteigerte Aktivität oder motorische Ruhelosigkeit
  2. gesteigerte Gesprächigkeit (Rededrang)
  3. Ideenflucht oder subjektives Gefühl von Gedankenrasen
  4. Verlust normaler sozialer Hemmungen, was zu einem den Umständen unangemessenen Verhalten führt
  5. vermindertes Schlafbedürfnis
  6. überhöhte Selbsteinschätzung oder Größenwahn
  7. Ablenkbarkeit oder andauernder Wechsel von Aktivitäten oder Plänen
  8. tollkühnes oder leichtsinniges Verhalten, dessen Risiken die Betroffenen nicht erkennen, z. B. Lokalrunden ausgeben, törichte Unternehmungen, rücksichtsloses Fahren
  9. gesteigerte Libido oder sexuelle Taktlosigkeit.

C. Fehlen von Halluzinationen oder Wahn; Wahrnehmungsstörungen können aber vorkommen (z.B. subjektive Hyperakusis, Wahrnehmung von Farben als besonders leuchtend etc.).

D. Ausschlussvorbehalt: Die Episode ist nicht auf einen Missbrauch psychotroper Substanzen (F1x) oder auf eine organische psychische Störung (F0x) zurückzuführen.

Klinische Psychologie II

*V Welche Kriterien bzgl. der Rahmenbedingungen müssen für eine depressive Episode erfüllt sein und was ist das somatische Syndrom?

G1. Die depressive Episode sollte mindestens zwei Wochen dauern.

G2. Ausschluss: 

  • manische oder hypomanische Episode (F30)

G3. Ausschlussvorbehalt: 

  • Die Episode ist nicht auf einen Missbrauch psychotroper Substanzen (F1) oder auf eine organische psychische Störung (F0) zurückzuführen.


Somatisches Syndrom: Einige depressive Symptome haben eine allgemein anerkannte und spezielle klinische Bedeutung und werden hier «somatisch» genannt (in anderen Klassifikationen biologisch, vital, melancholisch oder endomorph).

Klinische Psychologie II

*V Welche Kriterien müssen für eine leichte depressive Episode erfüllt sein?

A. Allgemeine Kriterien für depressive Episode (F32)

B. Mind.zwei der folgenden Symptome:

  1. depressive Stimmung, in einem für die Betroffenen deutlich ungewöhnlichen Ausmaß, die meiste Zeit des Tages, fast jeden Tag, im Wesentlichen unbeeinflusst von den Umständen und mind. 2 Wochen anhaltend
  2. Interessen- oder Freudeverlust an Aktivitäten, die normalerweise angenehm waren
  3. verminderter Antrieb oder gesteigerte Ermüdbarkeit.

C. Mind. 1 von den folgenden Symptomen, sodass Gesamtzahl aus B und C mind. 4 Symptome

  1. Verlust des Selbstvertrauens oder des Selbstwertgefühles
  2. unbegründete Selbstvorwürfe oder ausgeprägte, unangemessene  Schuldgefühle
  3. wiederkehrende Gedanken an den Tod oder an Suizid oder suizidales Verhalten
  4. Klagen über oder Nachweis eines verminderten Denk- oder Konzentrationsvermögens, Unschlüssigkeit oder Unentschlossenheit
  5. psychomotorische Agitiertheit oder Hemmung (subjektiv oder objektiv)
  6. Schlafstörungen jeder Art
  7. Appetitverlust oder gesteigerter Appetit mit entsprechender Gewichtsveränderung.

Klinische Psychologie II

*V Welche Kriterien müssen für eine schwere depressive Episode erfüllt sein?

Beachte: Wenn wichtige Symptome, wie Agitiertheit oder Verlangsamung, sehr
deutlich ausgeprägt sind, können oder wollen die Betroffenen möglicherweise
nähere Angaben zu weiteren Symptomen nicht machen. Eine Einordnung als
schwere depressive Episode kann unter solchen Umständen dennoch
gerechtfertigt sein.


A. Allgemeine Kriterien für depressive Episode (F32)

B. Alle drei Symptome von F32.0 B

C. Zusätzliche Symptome von F32.0 C., so dass Gesamtzahl von mind. 8 Symptomen

D. Keine Halluzinationen. Wahn oder depressiver Stupor.


Somatisches Syndrom muss bei schwerer depressiver Störung nicht kodiert werden, kann man aber für Forschung machen

Klinische Psychologie II

*V Was sind die zwei diagnostischen Kernfragen für eine Depression?

  1. Gab es in Ihrem Leben einmal eine Zeitspanne von´2 Wochen oder länger, in der Sie sich fast täglich, die meiste Zeit über traurig, niedergeschlagen oder deprimiert fühlten?
  2. Gab es (jemals) eine Zeitspanne von 2 Wochen oder länger in der Sie Ihr Interesse an fast allen Dingen verloren haben? Ich meine damit z. B. Hobbys, Freizeit, Zusammensein mit Freunden, also Dinge, die Ihnen gewöhnlich Freude bereiten?

Klinische Psychologie II

*V Was sind die zentralen Merkmale einer bipolaren Störung?

  • Hinweis: Hierbei handelt es sich um eine Störung, die durch
    wenigstens zwei Episoden charakterisiert ist.
  • Stimmung und Aktivitätsniveau des Betroffenen sind deutlich
    gestört.
  • Diese Störung besteht einmal in
    – gehobener Stimmung,
    – vermehrtem Antrieb und Aktivität (Hypomanie oder Manie),
    – dann wieder in einer Stimmungssenkung und vermindertem Antrieb und
    Aktivität (Depression).
  • Wiederholte hypomanische oder manische Episoden sind ebenfalls
    als bipolar zu klassifizieren.

Klinische Psychologie II

*V Treten bei bipolaren Störungen i.d.R. häufiger depressive oder manische Phasen häufiger auf? Welche Rolle spielen die manischen Phasen für die Diagnostik?

  • In der Regel sind depressive Phasen bei bipolaren Störungen häufiger und intensiver
  • Das Auftreten einer manischen Phase ist für die Diagnostik der bipolaren Störung wegweisend

Klinische Psychologie II

*V Wie hoch ist die Suizidrate bei bipolaren Störungen im Vergleich zu Depressionen.

Die Suizidrate bei unipolarer Depressionen und bei Bipolaren Störungen sind vergleichbar hoch.

Klinische Psychologie II

*V Welche dysfunktionalen Kognitionen und Schemata gibt es nach Beck? Erläutern+Beispiel

  • Voreilige Schlüsse: (?) Obwohl gegebene Tatsachen dagegen sprechen, werden negative Interpretationen bzw. Schlussfolgerungen vorgenommen. Beispiel: »Ich kann mich einfach nicht aufraffen, zu der Party zu gehen. Außerdem will mich dort niemand sehen.«
  • Gedankenlesen: Man ist überzeugt davon zu wissen, was andere (Negatives) über einen denken. Beispiel: »Warum soll ich mich anstrengen? Schließlich denkt er, ich kann das ohnehin nicht.«
  • Katastrophisieren: Man ist überzeugt, dass die eigene Entwicklung negativ verlaufen wird. Positive Aspekte oder Ereignisse werden nicht bedacht. Beispiel: »Ich werde immer der Fußabtreter vom Chef sein und nie etwas auf der Arbeit erreichen.«
  • Über‐ und Untertreibung: Leistungen und Situationen werden entweder über‐ oder unterschätzt. Bei einer Untertreibung werden die negativen Aspekte vergrößert , positive werden verkleinert. übertreibt man, werden die negativen Aspekte verkleinert und die positiven vergrößert. Beispiel Untertreibung: Ich wurde zum neuen Abteilungsleiter ernannt, obwohl mir jegliche Fähigkeiten dafür fehlen. Beispiel Übertreibung: Ich habe meine Freundin versetzt. Bestimmt will sie nun nichts mehr mit mir zu tun haben.
  • Alles‐oder‐nichts‐Denken: Man sieht Situationen nicht mehr als Kontinuum, sondern nur in zwei Kategorien –schwarz und weiß. Beispiel: Wenn ich meinen Mann nicht so verwohne, wie er es verdient hat, bin ich eine sehr schlechte Ehefrau.
  • Selektive Abstraktion: Schlüsse, die nur auf der Grundlage eines Elements von vielen in einer bestimmten Situation gezogen werden. Beispiel: »Unser Referat wurde so schlecht bewertet, weil ich viel zu schnell gesprochen habe.«
  • Tunnelblick: Man betrachtet nur noch die negativen Seiten eines Ereignisses oder einer Situation. Beispiel: Ich habe keine Lust mit dir essen zu gehen. Am Ende streiten wir uns wieder und der ganze Abend ist ruiniert.
  • Geistiger Filter: Es wird nicht das Gesamtbild einer Situation betrachtet, sondern nur ein negativer Teil herausgesucht. Dadurch wird die Realität verzerrt wahrgenommen. Beispiel: ≫Unser erstes Date lief wirklich schlecht. Stell dir vor, ich habe aus Versehen auf meine Bluse gekleckert!≪
  • Abwehr des Positiven: Das negative Grundbild wird aufrechterhalten, indem positive Erfahrungen, Taten und Eigenschaften nicht wertgeschätzt werden. Sie zählen nicht.
    Beispiel: ≫Dass ich den Job bekommen habe, war wirklich Gluck. An meinen schlechten Fähigkeiten kann es jedenfalls nicht gelegen haben.≪
  • Emotionale Beweisführung: Obwohl es entkräftende Beweise gibt, glaubt man, die negativen Gefühle drucken das aus, was wirklich passiert.
    Beispiel: ≫Ich weis, ich kümmere mich viel um meine Kinder, aber ich habe trotzdem das Gefühl, ich vernachlässige sie enorm.≪
  • Imperative: Man hat eine bestimmte Vorstellung davon, wie man sich selbst und wie sich andere verhalten sollten. Deshalb versucht man sich mit Aussagen wie ≫sollte≪ oder ≫musste≪ zu motivieren. Dadurch entsteht jedoch Druck, der zur Teilnahmslosigkeit fuhrt.
    Beispiel: ≫Eine halbe Stunde Pause ist zu lang. Ich sollte viel mehr lernen und mich weniger ausruhen.≪
  • Etikettierungen: Etikettierung ist eine übertriebene Form der Verallgemeinerung. Man gibt sich selbst, aber auch anderen, aufgrund von einem negativen Ereignis globale ≫Etiketten≪. Etikettieren bedeutet auch, dass jemand/etwas mit einer ungenauen und emotionalen Sprache beschrieben wird.
    Beispiel: ≫Ich werde immer zu blöd dazu sein.≪; ≫Er taugt nichts.≪
  • Personalisierung: Man attribuiert bei negativen Ereignissen auf sich, obwohl man in Wirklichkeit nichts damit zu tun hat.
    Beispiel: ≫Mein Chef war heute sehr schlecht gelaunt. Wahrscheinlich habe ich irgendetwas falsch gemacht.≪

Klinische Psychologie II

*V Welche kognitiv-verhaltenstherapeutischen Methoden zur Veränderung ungünstiger Kognitionen gibt es?

  • Realitätstestung
  • Reattribution
  • alternative Erklärungen finden
  • Entkatastrophisieren
  • Pro‐ und Contra‐Argumente sammeln
  • Rollentausch
  • Verhaltensexperimente

Sign up for free to see all flashcards and summaries for Klinische Psychologie II at the Universität Jena

Singup Image Singup Image
Wave

Other courses from your degree program

For your degree program Klinische Psychologie II at the Universität Jena there are already many courses on StudySmarter, waiting for you to join them. Get access to flashcards, summaries, and much more.

Back to Universität Jena overview page

What is StudySmarter?

What is StudySmarter?

StudySmarter is an intelligent learning tool for students. With StudySmarter you can easily and efficiently create flashcards, summaries, mind maps, study plans and more. Create your own flashcards e.g. for Klinische Psychologie II at the Universität Jena or access thousands of learning materials created by your fellow students. Whether at your own university or at other universities. Hundreds of thousands of students use StudySmarter to efficiently prepare for their exams. Available on the Web, Android & iOS. It’s completely free.

Awards

Best EdTech Startup in Europe

Awards
Awards

EUROPEAN YOUTH AWARD IN SMART LEARNING

Awards
Awards

BEST EDTECH STARTUP IN GERMANY

Awards
Awards

Best EdTech Startup in Europe

Awards
Awards

EUROPEAN YOUTH AWARD IN SMART LEARNING

Awards
Awards

BEST EDTECH STARTUP IN GERMANY

Awards