Klinische Psychologie II at Universität Jena | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Klinische Psychologie II an der Universität Jena

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TESTE DEIN WISSEN

4. Wie unterscheiden sich Positiv- und Negativsymptome?

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TESTE DEIN WISSEN
  • Positivsymptome

    •  es ist mehr da =>  in akuter psychotischer Phase, übermäßige Affektivität, starke Erregung
    • Notwendig für Diagnose der Schizophrenie
    • Übermaß und Verzerrung normaler psychischer Funktion 
    • Wahnsymptome, Halluzinationen, emotionale Erregung, Stimmenhören, Störung des Ich-Erlebens, bizarres Ausdrucksverhalten, Denkverfahrenheit 
    • es wird dem normalen Erleben etwas hinzugefügt 
    • durch Neuroleptika gebessert
  • Negativsymptome: 
    • Verminderung normaler Funktionen; es ist weniger da --> davor oder danach

      Affektverflachung

      • Verarmung/ Verlangsamung der Sprache und kognitiver Prozesse 
      • eingeschränkte Reagibilität (Fähigkeit, sehr sensibel zu reagieren) auf Umweltreize 
      • gehen Positivsymptomen oft voraus -> Gibt ein Früherkennungszentrum für Schizophrene Störungen z.B. in Jena 
      • sprechen nicht gut auf Neuroleptika an 
      • Verminderung Mimik und Gestik 
      • Asozialität, Kontaktmangel
      • Apathie, Aktivitätsminderung 

       

      • Schizophrenie: erblich, relativ stark sogar 
      • Wenn ein Elternteil Schizophren ist, dann mit 13 % WKT hat man es als Kind => keine Muss Diagnose, aber erhöhte WKT 























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TESTE DEIN WISSEN

11. Beschreibung klinischer Bilder – Wann diagnostiziert man .2 Abhängigkeit ?

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TESTE DEIN WISSEN
  • Verhaltens-, kognitive und körperliche Phänomene, die sich nach wiederholtem Substanzgebrauch entwickeln 
    • starker Wunsch, die Substanz einzunehmen (Craving) 
    • Schwierigkeiten, den Konsum zu kontrollieren  (Kontrollverlust) 
  • anhaltender Substanzgebrauch trotz schädlicher Folgen 
  • Substanzgebrauch wird Vorrang vor anderen Aktivitäten und Verpflichtungen gegeben (Steht über allem) 
  • eine Toleranzerhöhung (man verträgt mehr) 
  • manchmal körperliches Entzugssyndrom
  • --> Chronischer Alkoholismus; Dipsomanie (periodische Trunksucht), nicht näher bezeichnete Drogensucht
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2. Was sind charakteristische Merkmale einer schizophrenen Störung? F.2er 

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TESTE DEIN WISSEN
  • Erhebliche Schwierigkeit in organisierter Form zu denken 
  • Wahrnehmung, Gedanken, Bewusstsein, Ich-erleben gestört 
  • Wahrnehmungsveränderungen => Halluzinationen; 
    • Halluzinationen, sind bei schizophrenen Menschen meist bedrohliche Wahrnehmung
  • Denkveränderungen => Wahn 
    •  meine Realität weicht deutlich von der Realität anderer Personen ab 
    • Z.B. Pfleger hat mir gezeigt dass er mich liebt, kann mich nur nicht zur Frau nehmen, weil er seine Frau nicht verlassen kann -> ich versuche es ihm zu erleichtern mir meine Liebe zu gestehen, z.B. Briefe an ihn oder die Frau schreiben
    • Wahn = Ich habe eine Überzeugung, die im Gegensatz zur Realität besteht 
Ich-Synton 
  • Ich-Synton vs. Ich-Dyston (kann mich nicht davon differenzieren vs. kann mich von mir differenzieren) 
  • Ich-Synton: man ist überzeugt, dass das wahrgenommen wahr ist 
  • In Schizoprenie erklärt der Wahn die Sinneswahrnehmungen, um sie zu erklären  
  • Beispiele: 
    • Liebeswahn: Bedürfnis nach Nähe, Liebe, ...

  • Behandlungsmotivation mit Wahn-Patienten ist unglaublich schwer , funktioniert wenn immer wieder personelle Konflikte entstehen 
  • Paranoide Störung: 
    • die wollen mir alle was böses 
  • Gibt aber auch Patienten die schwer aus der Behandlung rauszuholen sind = hospitalisieren, weil sie so unsicher sind 
  • In soziale Beziehungen auf merkwürdige Art und Weise reinzugehen
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2. Wie verteilen sich die AU-Tage auf die verschiedenen psychischen Störungen?

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TESTE DEIN WISSEN
  • F40er (44,9 %) haben ähnliche Lebenszeitprävalenz wie Affektive Störungen (F30er) ( 46,2 %)
  • AU teilt sich folgendermaßen auf: F40er = 46,7 %; F30er (44,9%)  
  • Auch Demenzen, aber die fallen nicht bei AU auf 
  • Persönlichkeitsstörungen (1 %)
  • Schizophrenie (2 %) 
  • Psychotrope Substanzen (3,9 %) 
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Wie wird Schizophrenie im ICD 10 klassifiziert?

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TESTE DEIN WISSEN
  • F20 = Schizophrenie 
  • F21 = Schizoide Störung 
    • Entspricht im Prinzip einer Persönlichkeitsstörung, häufig Doppel-Diagnose 
  • F22 = Anhaltende Wahnhafte Störung 
    • Wahn als einziges, größtes Merkmal, keine manische Episode 
  • F23 = akute, vorübergehende psychotische Störung
    • bessert sich in kurzer zeit 
  • F24 = induzierte Wahnhafte Störung  entwickle die gleiche Störung weil ich lange mit einer Person zusammenlebe die Wahn hat z.B. Sekten 
  • F25 = Mixform depression und Schizophrenie 


  • .0 paranoide Schizophrenie
    • Andere wollen mir böses = paranoid
  • .1 hebephrene Schizophrenie = Affektverflachung 
  • .2 katatone Schizophrenie 
    • gibt es fast nicht mehr -> Leute die stundenlang in einer Pose ausharren
  • .3 undifferenzierte Schizophrenie
    • Gelegenheitsdiagnose
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Beschreibe einen typischen Verlauf eines Schizophrenen Patienten. Welche Phasen gibt es? 

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  • Verlauf: Stark heterogen => Heilung bis zu schwerer chronischer Psychose mit schwerer sozialer Behinderung und Pflegebedürftigkeit 
  • Unregelmäßige psychotische Episoden mit mehr oder weniger langen Zwischenintervallen mit Negativsymptomatik 
  • Ohne Positivsymptomatik oder psychotischen Episoden keine Schizophrenie diagnostizierbar 
  • Frühverlauf:
  • Verlauf bis zur Ersthospitalisierung (also 1. Ausbruch der Positivsymptome):
    • Im Durchschnitt 6 Jahre zwischen ersten Symptomen und stationärer Behandlung (retrospektive Beurteilungen) 
  • Prototypischer Verlauf: 
    • Prodromalphase: 5J, unspezifische Negativsymptomatik (Vorlaufphase) 
    • Psychotische Vorphase: 1J, Wahnvorstellung, Halluzination, Denkstörungen (erste Symptome, die schnell hochkumulieren)
    • Latenzphase: Zeit bis Klinikaufnahme nach Störungshöhepunkt: 0.2J  ( Vollausgeprägte Positivsymptomatik) 
  • Schnelles Abklingen der Positivsymptomatik (durch Neuroleptika) 
  • Längeres Bestehen der Negativsymptomatik 
  • Residualsymptomatik (oft negativ)  (=Restsymptomatik, besteht länger)
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1. Welche Arten der Neurotischen, Belastungs- und somatoformen Störungen (F4) werden unterschieden?

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  • F40.- Phobischen Störungen
  • F41.- Andere Angststörungen
  • F42.- Zwangsstörungen
  • F43.- Reaktion auf schwere Belastungen & Anpassungsstörungen  
  • F44.- Dissoziative Störungen (Konversionsstörungen)
  • F45.- Somatoforme Störungen 
  • F48.- Andere neurotische Störungen 

 

  • IM VORDERGRUND STEHEN:
    • Angst, Unwohlsein (F40-42)
    • Traumatische Ereignisse (F43)
    • Körperliche Symptome (F44-48) 
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Was sind erste Schizophrenieanzeichen und erste positive Symptome?

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Erste Schizophrenieanzeichen 

  • Unruhe 
  • Depression 
  • Angst 
  • Denk- und Konzentrationsstörungen
  • Sorgen 
  • Mangelndes Selbstvertrauen 
  • Energieverlust, Verlangsamung 
  • Verschlechterung des Arbeitsverhältnisses
  • Sozialer Rückzug, Misstrauen 
  • Sozialer Rückzug, Kommunikationsprobleme

Erste positive Symptome

  • Wahn (im Mittel 14 Mon vor Erstaufnahme) 
  • Halluzinationen (im Mittel 9 Mon vor Erstaufnahme) 
  • Psychotische Denkstörungen (im Mittel 8 Mon vor Erstaufnahme) 
  • => Früher Behandlungsbeginn für soziale Entwicklung wichtig!
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5. Wie teilen Häfner und Maurer Negativsymptome ein?

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  • Langfristig stabile Negativsymptome: 
    • Prämorbide Persönlichkeitszüge: Hirnveränderungen, die sich nicht mehr umkehren lassen => gibt verschiedene Verläufe 
    • Sehr aktives Hirnnetzwerk v.a. Assoziations- und Salienznetzwerk => springen sehr schnell an 
  • Veränderliche Negativsymptome: 
    • Kovariieren mit Positivsymptomatik
  •  Residualsymptome
    • nach schizophrenen Episoden, kumulieren zu Defizitsyndrom
    •  z.B. Konzentrationsstörungen 
  • Negativsymptome als Bewältigungsversuch erhöhter Vulnerabilität
    • Bsp. sozialer Rückzug als Kompensationsmechanismus
  • Institutionalismussyndrom: Antriebs- und Sprachverarmung als Folge langer Hospitalisierung
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3. Wie unterscheiden sich Angst und Furcht?

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TESTE DEIN WISSEN
  • Furcht
    • Tritt IN einer angstauslösenden Situation auf (AKUT)
    • Starke autonome Erregung -> führt zu Arousal (Herzschlag, Schwitzen, Kurzatmigkeit) 
    • Ausgeprägte Kampf- und Fluchtreaktion 
  • Angst
    • Antizipatorischer Zustand (VORHER) 
    • Somatische Symptome wie Unwohlsein, Unruhe 
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4. Was sind die Charakteristika einer Angststörung?

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  • 1. Furcht in angstauslösender Situation 
    • → Arousal (Herzschlag, Schwitzen) → mehr Angst durch Arousal → Vorbereitung Flucht vs. Kampf →  Vermeidung  (z.B. Hundephobie)
  • 2. VERMEIDUNG
    • Grundlegender Mechanismus: Klassische Konditionierung 
  • 3. Sicherungsmechanismen 
    • Angst ist in Begleitung ertragbar 
    • Man hält etwas aus, weil z.B. ein Freund dabei ist  „ich konnte es aushalten, weil jemand bei mir saß“
      • Übersteigerung rationalen Verhaltens 
      • So entsteht Abhängigkeit von Benzodiazepinen 
  • 4. Hohe Komorbidität
    • Depressionen meist nach Angststörungen 
      • Sozialer Rückzug durch Angst  Vereinsamung 
      • Überlastung mit folgender Erschöpfung (viel Energie bei Panikattacken) 
    • Mit Abhängigkeitserkrankungen 
      • Z.B. Stresszigarette
      • Alkohol (z.B. weniger Hemmung in Sozialen Gruppen)
      • Benzodiazepine (weniger stark sanktioniert als Alkohol) 
  • 5. Frauen sind häufiger betroffen als Männer 
  • 6. Angst vs. Furcht 
  • 7. Häufiger Abwehrmechanismus: Rationalisierung des eigenen Verhaltens 
    • „ich kann nicht zur Prüfung gehen, weil ich wegen meiner Angst nicht gut sein werde“ 
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10. Beschreibung klinischer Bilder – Wann diagnostiziert man einen .1 schädlichen Gebrauch?

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TESTE DEIN WISSEN
  • Konsum psychotroper Substanzen, der zu Gesundheitsschädigung führt
    • Diese kann bspw. als körperliche Störung auftreten, etwa in Form einer Hepatitis nach Selbstinjektion der Substanz oder als psychische Störung z.B. als depressive Episode durch massiven Alkoholkonsum 
  • Missbrauch psychotroper Substanzen 
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Q:

4. Wie unterscheiden sich Positiv- und Negativsymptome?

A:
  • Positivsymptome

    •  es ist mehr da =>  in akuter psychotischer Phase, übermäßige Affektivität, starke Erregung
    • Notwendig für Diagnose der Schizophrenie
    • Übermaß und Verzerrung normaler psychischer Funktion 
    • Wahnsymptome, Halluzinationen, emotionale Erregung, Stimmenhören, Störung des Ich-Erlebens, bizarres Ausdrucksverhalten, Denkverfahrenheit 
    • es wird dem normalen Erleben etwas hinzugefügt 
    • durch Neuroleptika gebessert
  • Negativsymptome: 
    • Verminderung normaler Funktionen; es ist weniger da --> davor oder danach

      Affektverflachung

      • Verarmung/ Verlangsamung der Sprache und kognitiver Prozesse 
      • eingeschränkte Reagibilität (Fähigkeit, sehr sensibel zu reagieren) auf Umweltreize 
      • gehen Positivsymptomen oft voraus -> Gibt ein Früherkennungszentrum für Schizophrene Störungen z.B. in Jena 
      • sprechen nicht gut auf Neuroleptika an 
      • Verminderung Mimik und Gestik 
      • Asozialität, Kontaktmangel
      • Apathie, Aktivitätsminderung 

       

      • Schizophrenie: erblich, relativ stark sogar 
      • Wenn ein Elternteil Schizophren ist, dann mit 13 % WKT hat man es als Kind => keine Muss Diagnose, aber erhöhte WKT 























Q:

11. Beschreibung klinischer Bilder – Wann diagnostiziert man .2 Abhängigkeit ?

A:
  • Verhaltens-, kognitive und körperliche Phänomene, die sich nach wiederholtem Substanzgebrauch entwickeln 
    • starker Wunsch, die Substanz einzunehmen (Craving) 
    • Schwierigkeiten, den Konsum zu kontrollieren  (Kontrollverlust) 
  • anhaltender Substanzgebrauch trotz schädlicher Folgen 
  • Substanzgebrauch wird Vorrang vor anderen Aktivitäten und Verpflichtungen gegeben (Steht über allem) 
  • eine Toleranzerhöhung (man verträgt mehr) 
  • manchmal körperliches Entzugssyndrom
  • --> Chronischer Alkoholismus; Dipsomanie (periodische Trunksucht), nicht näher bezeichnete Drogensucht
Q:

2. Was sind charakteristische Merkmale einer schizophrenen Störung? F.2er 

A:
  • Erhebliche Schwierigkeit in organisierter Form zu denken 
  • Wahrnehmung, Gedanken, Bewusstsein, Ich-erleben gestört 
  • Wahrnehmungsveränderungen => Halluzinationen; 
    • Halluzinationen, sind bei schizophrenen Menschen meist bedrohliche Wahrnehmung
  • Denkveränderungen => Wahn 
    •  meine Realität weicht deutlich von der Realität anderer Personen ab 
    • Z.B. Pfleger hat mir gezeigt dass er mich liebt, kann mich nur nicht zur Frau nehmen, weil er seine Frau nicht verlassen kann -> ich versuche es ihm zu erleichtern mir meine Liebe zu gestehen, z.B. Briefe an ihn oder die Frau schreiben
    • Wahn = Ich habe eine Überzeugung, die im Gegensatz zur Realität besteht 
Ich-Synton 
  • Ich-Synton vs. Ich-Dyston (kann mich nicht davon differenzieren vs. kann mich von mir differenzieren) 
  • Ich-Synton: man ist überzeugt, dass das wahrgenommen wahr ist 
  • In Schizoprenie erklärt der Wahn die Sinneswahrnehmungen, um sie zu erklären  
  • Beispiele: 
    • Liebeswahn: Bedürfnis nach Nähe, Liebe, ...

  • Behandlungsmotivation mit Wahn-Patienten ist unglaublich schwer , funktioniert wenn immer wieder personelle Konflikte entstehen 
  • Paranoide Störung: 
    • die wollen mir alle was böses 
  • Gibt aber auch Patienten die schwer aus der Behandlung rauszuholen sind = hospitalisieren, weil sie so unsicher sind 
  • In soziale Beziehungen auf merkwürdige Art und Weise reinzugehen
Q:

2. Wie verteilen sich die AU-Tage auf die verschiedenen psychischen Störungen?

A:
  • F40er (44,9 %) haben ähnliche Lebenszeitprävalenz wie Affektive Störungen (F30er) ( 46,2 %)
  • AU teilt sich folgendermaßen auf: F40er = 46,7 %; F30er (44,9%)  
  • Auch Demenzen, aber die fallen nicht bei AU auf 
  • Persönlichkeitsstörungen (1 %)
  • Schizophrenie (2 %) 
  • Psychotrope Substanzen (3,9 %) 
Q:

Wie wird Schizophrenie im ICD 10 klassifiziert?

A:
  • F20 = Schizophrenie 
  • F21 = Schizoide Störung 
    • Entspricht im Prinzip einer Persönlichkeitsstörung, häufig Doppel-Diagnose 
  • F22 = Anhaltende Wahnhafte Störung 
    • Wahn als einziges, größtes Merkmal, keine manische Episode 
  • F23 = akute, vorübergehende psychotische Störung
    • bessert sich in kurzer zeit 
  • F24 = induzierte Wahnhafte Störung  entwickle die gleiche Störung weil ich lange mit einer Person zusammenlebe die Wahn hat z.B. Sekten 
  • F25 = Mixform depression und Schizophrenie 


  • .0 paranoide Schizophrenie
    • Andere wollen mir böses = paranoid
  • .1 hebephrene Schizophrenie = Affektverflachung 
  • .2 katatone Schizophrenie 
    • gibt es fast nicht mehr -> Leute die stundenlang in einer Pose ausharren
  • .3 undifferenzierte Schizophrenie
    • Gelegenheitsdiagnose
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Q:

Beschreibe einen typischen Verlauf eines Schizophrenen Patienten. Welche Phasen gibt es? 

A:
  • Verlauf: Stark heterogen => Heilung bis zu schwerer chronischer Psychose mit schwerer sozialer Behinderung und Pflegebedürftigkeit 
  • Unregelmäßige psychotische Episoden mit mehr oder weniger langen Zwischenintervallen mit Negativsymptomatik 
  • Ohne Positivsymptomatik oder psychotischen Episoden keine Schizophrenie diagnostizierbar 
  • Frühverlauf:
  • Verlauf bis zur Ersthospitalisierung (also 1. Ausbruch der Positivsymptome):
    • Im Durchschnitt 6 Jahre zwischen ersten Symptomen und stationärer Behandlung (retrospektive Beurteilungen) 
  • Prototypischer Verlauf: 
    • Prodromalphase: 5J, unspezifische Negativsymptomatik (Vorlaufphase) 
    • Psychotische Vorphase: 1J, Wahnvorstellung, Halluzination, Denkstörungen (erste Symptome, die schnell hochkumulieren)
    • Latenzphase: Zeit bis Klinikaufnahme nach Störungshöhepunkt: 0.2J  ( Vollausgeprägte Positivsymptomatik) 
  • Schnelles Abklingen der Positivsymptomatik (durch Neuroleptika) 
  • Längeres Bestehen der Negativsymptomatik 
  • Residualsymptomatik (oft negativ)  (=Restsymptomatik, besteht länger)
Q:

1. Welche Arten der Neurotischen, Belastungs- und somatoformen Störungen (F4) werden unterschieden?

A:
  • F40.- Phobischen Störungen
  • F41.- Andere Angststörungen
  • F42.- Zwangsstörungen
  • F43.- Reaktion auf schwere Belastungen & Anpassungsstörungen  
  • F44.- Dissoziative Störungen (Konversionsstörungen)
  • F45.- Somatoforme Störungen 
  • F48.- Andere neurotische Störungen 

 

  • IM VORDERGRUND STEHEN:
    • Angst, Unwohlsein (F40-42)
    • Traumatische Ereignisse (F43)
    • Körperliche Symptome (F44-48) 
Q:

Was sind erste Schizophrenieanzeichen und erste positive Symptome?

A:

Erste Schizophrenieanzeichen 

  • Unruhe 
  • Depression 
  • Angst 
  • Denk- und Konzentrationsstörungen
  • Sorgen 
  • Mangelndes Selbstvertrauen 
  • Energieverlust, Verlangsamung 
  • Verschlechterung des Arbeitsverhältnisses
  • Sozialer Rückzug, Misstrauen 
  • Sozialer Rückzug, Kommunikationsprobleme

Erste positive Symptome

  • Wahn (im Mittel 14 Mon vor Erstaufnahme) 
  • Halluzinationen (im Mittel 9 Mon vor Erstaufnahme) 
  • Psychotische Denkstörungen (im Mittel 8 Mon vor Erstaufnahme) 
  • => Früher Behandlungsbeginn für soziale Entwicklung wichtig!
Q:

5. Wie teilen Häfner und Maurer Negativsymptome ein?

A:
  • Langfristig stabile Negativsymptome: 
    • Prämorbide Persönlichkeitszüge: Hirnveränderungen, die sich nicht mehr umkehren lassen => gibt verschiedene Verläufe 
    • Sehr aktives Hirnnetzwerk v.a. Assoziations- und Salienznetzwerk => springen sehr schnell an 
  • Veränderliche Negativsymptome: 
    • Kovariieren mit Positivsymptomatik
  •  Residualsymptome
    • nach schizophrenen Episoden, kumulieren zu Defizitsyndrom
    •  z.B. Konzentrationsstörungen 
  • Negativsymptome als Bewältigungsversuch erhöhter Vulnerabilität
    • Bsp. sozialer Rückzug als Kompensationsmechanismus
  • Institutionalismussyndrom: Antriebs- und Sprachverarmung als Folge langer Hospitalisierung
Q:

3. Wie unterscheiden sich Angst und Furcht?

A:
  • Furcht
    • Tritt IN einer angstauslösenden Situation auf (AKUT)
    • Starke autonome Erregung -> führt zu Arousal (Herzschlag, Schwitzen, Kurzatmigkeit) 
    • Ausgeprägte Kampf- und Fluchtreaktion 
  • Angst
    • Antizipatorischer Zustand (VORHER) 
    • Somatische Symptome wie Unwohlsein, Unruhe 
Q:

4. Was sind die Charakteristika einer Angststörung?

A:
  • 1. Furcht in angstauslösender Situation 
    • → Arousal (Herzschlag, Schwitzen) → mehr Angst durch Arousal → Vorbereitung Flucht vs. Kampf →  Vermeidung  (z.B. Hundephobie)
  • 2. VERMEIDUNG
    • Grundlegender Mechanismus: Klassische Konditionierung 
  • 3. Sicherungsmechanismen 
    • Angst ist in Begleitung ertragbar 
    • Man hält etwas aus, weil z.B. ein Freund dabei ist  „ich konnte es aushalten, weil jemand bei mir saß“
      • Übersteigerung rationalen Verhaltens 
      • So entsteht Abhängigkeit von Benzodiazepinen 
  • 4. Hohe Komorbidität
    • Depressionen meist nach Angststörungen 
      • Sozialer Rückzug durch Angst  Vereinsamung 
      • Überlastung mit folgender Erschöpfung (viel Energie bei Panikattacken) 
    • Mit Abhängigkeitserkrankungen 
      • Z.B. Stresszigarette
      • Alkohol (z.B. weniger Hemmung in Sozialen Gruppen)
      • Benzodiazepine (weniger stark sanktioniert als Alkohol) 
  • 5. Frauen sind häufiger betroffen als Männer 
  • 6. Angst vs. Furcht 
  • 7. Häufiger Abwehrmechanismus: Rationalisierung des eigenen Verhaltens 
    • „ich kann nicht zur Prüfung gehen, weil ich wegen meiner Angst nicht gut sein werde“ 
Q:

10. Beschreibung klinischer Bilder – Wann diagnostiziert man einen .1 schädlichen Gebrauch?

A:
  • Konsum psychotroper Substanzen, der zu Gesundheitsschädigung führt
    • Diese kann bspw. als körperliche Störung auftreten, etwa in Form einer Hepatitis nach Selbstinjektion der Substanz oder als psychische Störung z.B. als depressive Episode durch massiven Alkoholkonsum 
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