Gedächtnis, Denken, Sprache - Allgemeine I at Universität Jena | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Gedächtnis, Denken, Sprache - Allgemeine I an der Universität Jena

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TESTE DEIN WISSEN
Abruf-induziertes Vergessen 
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TESTE DEIN WISSEN
- Gedächtnisabruf einer Information trägt zu Vergessen einer anderen zeitgleich gelernten bei

Anderson (1994)
- Wortliste semantischer Kategorien
- Abruf der Hälfte wiederholt geübt
-> geübte besonders gut erinnert
-> nicht geübt Items aus geübten Kategorien schlechter erinnert als die aus gar nicht geübten Kategorien
-> selektives, wiederholtes Einprägen von Informationen schädigt Erinnerung an nicht trainierte Infos selber Kategorie
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TESTE DEIN WISSEN
Verzerrung Augenzeugenaussagen vor bzw. nach kritischem Ereignis
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TESTE DEIN WISSEN
Vorher
- individuelle Unterschiede: own age/race bias
- Schemata: zur Rekonstruktion unklarer Infos, zB Schema typischen Bankräubers

Post-Hoc
- irreführende Informationen: Gedächtnisverzerrung (Quellen-Monitoring, Fehlattribution von anderem Ereignis); unbewusste Personen-Fehlattribution (bekannte Menschen besser wiedererkannt)
- Interviewtechnik: zB zu spezifische Fragen (unklaren an Formulierungen angepasst)
- Verbal Overshadowing: verbale Täterbeschreibung lässt Augenzeugen bei späterer Gegenüberstellung vorsichtiger werden (Gesichtergedächtnis besser mit spezifischen Enkodierungsstrategien)
- polizeiliche Prozeduren: simultane besser als sequenzielle Präsentation, Info dass Täter evtl nicht in Gegenüberstellung
- Einfluss extremer Emotionen
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TESTE DEIN WISSEN
Chunking und Subitizing
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TESTE DEIN WISSEN
- Methoden zur KZG-Spannen Vergrößerung

C: Prozess bei dem gewisse Anzahl items in Gruppe zusammengefasst werden
- von langfristigen Sprachgewohnheiten abhängig
- auf Basis LZG
- Rhythmus/Kombination bekannter Spracheinheiten
- KZG-Spanne nicht von Anzahl Nummern, sondern Anzahl gemerkter Gruppen (Miller)

S: Simultanerfassung (Kaufmann)
- schnelle geschätzte Beurteilung
- mehrere Objekte visuell erfassbar (weiß Anzahl ohne zu zählen)
- Kapazität unmittelbarer Merkspanne: 7±2 (Miller'sche Zahl)
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TESTE DEIN WISSEN
Interindividuelle Unterschiede bei Zeugenaussagen + Empirie
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TESTE DEIN WISSEN
- Alter Zeugen: kleine Kinder/ältere Menschen weniger reliabel, own age bias
- Ethnische Zugehörigkeit
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TESTE DEIN WISSEN
"Die Konfidenz eines Augenzeugen ist guter Prädiktor für Güte der Identifikation"
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TESTE DEIN WISSEN
- Konfidenz beeinflusst Richter/Geschworene
- aber: schwacher/moderater Prädiktor der Identifikationsgenauigkeit (Sporer, 1995)
-> Konfidenz korreliert mit Allgemeinwissen, nicht eigentlicher Identifikationsleistung (Perfect, Hollins, 1996)
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TESTE DEIN WISSEN
Unterschied Kurz-/Arbeitsgedächtnis
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TESTE DEIN WISSEN
K: temporäre Speicherung, begrenzte Anzahl Informationen -> sofort/nach kurzer Verzögerung abrufbar
-> häufig als Teil des AG gesehen

A: temporäre Speicherung und Manipulation begrenzter Informationen -> Verständnis komplexer Sätze, Problemlösen, schlussfolgerndes Denken (mental workspace)
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TESTE DEIN WISSEN
Beispiel Verzerrung je nach Wortwahl Befragung
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TESTE DEIN WISSEN
Loftus/Palmer, 1974: 
- Film Autokollision, dann beschreiben
-> Fragen zB how fast collided/bumped into/hit each other? Ändert Geschwindigkeit

Interviewtechniken
- typische Fehler: zu enge Fragen, Unterbrechungen, vorgefertigte Schemata
- kognitives Interview (Geiselmann, 1985): mentales reinstatement Umgebung, Ermunterung unwichtiger Details, erzählen unterschiedlicher Abfolgen/Blickwinkel
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TESTE DEIN WISSEN
proaktive/retroaktive Interferenz + Experiment
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TESTE DEIN WISSEN
p: Beeinflussung/Überlagerung neu erworbener Gedächtnisinhalte durch früher Gelerntes
- abhängig von Ähnlichkeit Items
- erklärt schlechtere Leistung bei wiederholten Merken-Wiedergabe-Durchgängen
- Entlastung durch Kategoriewechsel

r: Beeinflussung/Überlagerung früher erworbener Gedächtnisinhalte durch neu Gelerntes
- Voraussetzung: sehr ähnliches Material, keine ausreichende Speicherung zwischen Lernphasen

Empirie:
Peterson/Peterson (1959)
- Konsonanten-Triplett einprägen, dann rückwärtszählen, abrufen
-> dramatische Verschlechterung ab 2. Durchgang
-> Vergessen als Spurenzerfall

- Triplet von Tiernamen merken -Redeaufgabe- Triplet wiedergeben
-> je semantisch ähnlicher desto schwerer
-> nach Kategorienwechsel proaktive Interferenz aufgehoben
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TESTE DEIN WISSEN
Unterschied räumliche Positions- und visuelle Muster-Aspekte visuellen KZGs + Evidenz Klavier/Zhao, 2004
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TESTE DEIN WISSEN
1: räumliche Aufgabe (Position weißer Punkt auf schwarzem Grund erinnern), visuelle Aufgabe (chinesische Schriftzeichen erinnern)
- zwischen Präsentation und Test 10s Speicher-Intervall erworbener Infos
2: r (nicht bewegenden Punkt finden), -> interferiert nur mit räumlicher KZG-Aufgabe, v (abweichende Farbe finden) -> interferiert nur mit visueller
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TESTE DEIN WISSEN
Kodierung Sprache in KZG: phonologisch
in LZG: semantisch 
+ Experiment
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TESTE DEIN WISSEN
- KZG und LZG unterschiedliche Systeme
-> Amnesie: intaktes KZG/gestörtes LZG, andere Patienten: andersrum
-> Evidenz für doppelte Dissoziation

KZG: phonologisch (oberflächlich/Klang)
LZG semantisch (Bedeutung)

Experiment
- Conrad (1964): Tendenz sofortiger Abruf verbales Material schlechter, wenn phonologisch ähnlich
- Baddeley (1966): phonologische Ähnlichkeit meister Einfluss auf Einprägen
-> nur bei KZG, längere Liste, weniger Einfluss
- Articulatory Suppression: rehearsal system KZG kann artikulatorische Suppression stören
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TESTE DEIN WISSEN
Ansatz der Verarbeitungstiefe (Levels of Processing) - Craik/Lockhart (1972)
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TESTE DEIN WISSEN
- wie Items von KZG in LZG übertragen?

Ursprünglich: Wahrscheinlichkeit dass Item von KZG in LZG abhängig von Verweildauer in KZG (Atkinson/Shiffrin, 1968)
- aber: normales Lernen bei extrem gestörten KZG
- Craik/Lockheart: abhängig von Verarbeitungstiefe
-> hohe Verarbeitungstiefe: semantische Verarbeitung der Wortbedeutung (deep encoding)
-> niedrige: rein phonologische/orthographische Verarbeitung (shallow encoding)
-> Manipulation durch Aufgabeninstruktion: 1 belebtes/unbelebten Objekt? vs. 2 beinhaltet Buchstabe B?
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TESTE DEIN WISSEN
Veränderungsblindheit (change blindness) + Studie
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TESTE DEIN WISSEN
- Veränderung visueller Szene oft nicht bemerkt
-> Veränderung nicht fixierter Objekte besonders leicht zu übersehen

zB Simons/Levin (1998): The Door Study
- Unterhaltung mit Fremdem; Tür zwischen durch getragen; Fremder gewechselt
-> bei 50% unbemerkt
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Beispielhafte Karteikarten für deinen Gedächtnis, Denken, Sprache - Allgemeine I Kurs an der Universität Jena - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:
Abruf-induziertes Vergessen 
A:
- Gedächtnisabruf einer Information trägt zu Vergessen einer anderen zeitgleich gelernten bei

Anderson (1994)
- Wortliste semantischer Kategorien
- Abruf der Hälfte wiederholt geübt
-> geübte besonders gut erinnert
-> nicht geübt Items aus geübten Kategorien schlechter erinnert als die aus gar nicht geübten Kategorien
-> selektives, wiederholtes Einprägen von Informationen schädigt Erinnerung an nicht trainierte Infos selber Kategorie
Q:
Verzerrung Augenzeugenaussagen vor bzw. nach kritischem Ereignis
A:
Vorher
- individuelle Unterschiede: own age/race bias
- Schemata: zur Rekonstruktion unklarer Infos, zB Schema typischen Bankräubers

Post-Hoc
- irreführende Informationen: Gedächtnisverzerrung (Quellen-Monitoring, Fehlattribution von anderem Ereignis); unbewusste Personen-Fehlattribution (bekannte Menschen besser wiedererkannt)
- Interviewtechnik: zB zu spezifische Fragen (unklaren an Formulierungen angepasst)
- Verbal Overshadowing: verbale Täterbeschreibung lässt Augenzeugen bei späterer Gegenüberstellung vorsichtiger werden (Gesichtergedächtnis besser mit spezifischen Enkodierungsstrategien)
- polizeiliche Prozeduren: simultane besser als sequenzielle Präsentation, Info dass Täter evtl nicht in Gegenüberstellung
- Einfluss extremer Emotionen
Q:
Chunking und Subitizing
A:
- Methoden zur KZG-Spannen Vergrößerung

C: Prozess bei dem gewisse Anzahl items in Gruppe zusammengefasst werden
- von langfristigen Sprachgewohnheiten abhängig
- auf Basis LZG
- Rhythmus/Kombination bekannter Spracheinheiten
- KZG-Spanne nicht von Anzahl Nummern, sondern Anzahl gemerkter Gruppen (Miller)

S: Simultanerfassung (Kaufmann)
- schnelle geschätzte Beurteilung
- mehrere Objekte visuell erfassbar (weiß Anzahl ohne zu zählen)
- Kapazität unmittelbarer Merkspanne: 7±2 (Miller'sche Zahl)
Q:
Interindividuelle Unterschiede bei Zeugenaussagen + Empirie
A:
- Alter Zeugen: kleine Kinder/ältere Menschen weniger reliabel, own age bias
- Ethnische Zugehörigkeit
Q:
"Die Konfidenz eines Augenzeugen ist guter Prädiktor für Güte der Identifikation"
A:
- Konfidenz beeinflusst Richter/Geschworene
- aber: schwacher/moderater Prädiktor der Identifikationsgenauigkeit (Sporer, 1995)
-> Konfidenz korreliert mit Allgemeinwissen, nicht eigentlicher Identifikationsleistung (Perfect, Hollins, 1996)
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Q:
Unterschied Kurz-/Arbeitsgedächtnis
A:
K: temporäre Speicherung, begrenzte Anzahl Informationen -> sofort/nach kurzer Verzögerung abrufbar
-> häufig als Teil des AG gesehen

A: temporäre Speicherung und Manipulation begrenzter Informationen -> Verständnis komplexer Sätze, Problemlösen, schlussfolgerndes Denken (mental workspace)
Q:
Beispiel Verzerrung je nach Wortwahl Befragung
A:
Loftus/Palmer, 1974: 
- Film Autokollision, dann beschreiben
-> Fragen zB how fast collided/bumped into/hit each other? Ändert Geschwindigkeit

Interviewtechniken
- typische Fehler: zu enge Fragen, Unterbrechungen, vorgefertigte Schemata
- kognitives Interview (Geiselmann, 1985): mentales reinstatement Umgebung, Ermunterung unwichtiger Details, erzählen unterschiedlicher Abfolgen/Blickwinkel
Q:
proaktive/retroaktive Interferenz + Experiment
A:
p: Beeinflussung/Überlagerung neu erworbener Gedächtnisinhalte durch früher Gelerntes
- abhängig von Ähnlichkeit Items
- erklärt schlechtere Leistung bei wiederholten Merken-Wiedergabe-Durchgängen
- Entlastung durch Kategoriewechsel

r: Beeinflussung/Überlagerung früher erworbener Gedächtnisinhalte durch neu Gelerntes
- Voraussetzung: sehr ähnliches Material, keine ausreichende Speicherung zwischen Lernphasen

Empirie:
Peterson/Peterson (1959)
- Konsonanten-Triplett einprägen, dann rückwärtszählen, abrufen
-> dramatische Verschlechterung ab 2. Durchgang
-> Vergessen als Spurenzerfall

- Triplet von Tiernamen merken -Redeaufgabe- Triplet wiedergeben
-> je semantisch ähnlicher desto schwerer
-> nach Kategorienwechsel proaktive Interferenz aufgehoben
Q:
Unterschied räumliche Positions- und visuelle Muster-Aspekte visuellen KZGs + Evidenz Klavier/Zhao, 2004
A:
1: räumliche Aufgabe (Position weißer Punkt auf schwarzem Grund erinnern), visuelle Aufgabe (chinesische Schriftzeichen erinnern)
- zwischen Präsentation und Test 10s Speicher-Intervall erworbener Infos
2: r (nicht bewegenden Punkt finden), -> interferiert nur mit räumlicher KZG-Aufgabe, v (abweichende Farbe finden) -> interferiert nur mit visueller
Q:
Kodierung Sprache in KZG: phonologisch
in LZG: semantisch 
+ Experiment
A:
- KZG und LZG unterschiedliche Systeme
-> Amnesie: intaktes KZG/gestörtes LZG, andere Patienten: andersrum
-> Evidenz für doppelte Dissoziation

KZG: phonologisch (oberflächlich/Klang)
LZG semantisch (Bedeutung)

Experiment
- Conrad (1964): Tendenz sofortiger Abruf verbales Material schlechter, wenn phonologisch ähnlich
- Baddeley (1966): phonologische Ähnlichkeit meister Einfluss auf Einprägen
-> nur bei KZG, längere Liste, weniger Einfluss
- Articulatory Suppression: rehearsal system KZG kann artikulatorische Suppression stören
Q:
Ansatz der Verarbeitungstiefe (Levels of Processing) - Craik/Lockhart (1972)
A:
- wie Items von KZG in LZG übertragen?

Ursprünglich: Wahrscheinlichkeit dass Item von KZG in LZG abhängig von Verweildauer in KZG (Atkinson/Shiffrin, 1968)
- aber: normales Lernen bei extrem gestörten KZG
- Craik/Lockheart: abhängig von Verarbeitungstiefe
-> hohe Verarbeitungstiefe: semantische Verarbeitung der Wortbedeutung (deep encoding)
-> niedrige: rein phonologische/orthographische Verarbeitung (shallow encoding)
-> Manipulation durch Aufgabeninstruktion: 1 belebtes/unbelebten Objekt? vs. 2 beinhaltet Buchstabe B?
Q:
Veränderungsblindheit (change blindness) + Studie
A:
- Veränderung visueller Szene oft nicht bemerkt
-> Veränderung nicht fixierter Objekte besonders leicht zu übersehen

zB Simons/Levin (1998): The Door Study
- Unterhaltung mit Fremdem; Tür zwischen durch getragen; Fremder gewechselt
-> bei 50% unbemerkt
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