Grundlagen Der Ernährungsberatung at Universität Hohenheim | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Grundlagen der Ernährungsberatung an der Universität Hohenheim

Greife auf kostenlose Karteikarten, Zusammenfassungen, Übungsaufgaben und Altklausuren für deinen Grundlagen der Ernährungsberatung Kurs an der Universität Hohenheim zu.

TESTE DEIN WISSEN
Wie erfolgt die Qualitätssicherung bei Ernährungsberatung?
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
  • Kein gesetzlicher Schutz für den Begriff Ernährungsberatung
  • keine gesetzliche Regelung an die Qualifikation des Anbieters und den Prozess der Beratung

QUALITÄTSSICHERUNG v.a. über die Kostenerstattung durch gesetzliche Krankenversicherung basierend auf § 20 & 20a (Prävention und Selbsthilfe) SGB V
STRUKTURQUALITÄT
  • Grundqualifikation (Diätassistenten, Studium der Ökotrophologie/Ernährungswissenschaften etc.)
  • Zusatzqualifikation (Zertifikat: VDD, VDOE, DGE, VFED, QUETHEB)

KONZEPT UND PLANUNGSQUALITÄT
  • Prozessqualität (Gruppengröße, Zielgruppe, Ausschluss Kontraindikationen, Umfang/Frequenz, Räumlichkeiten)
  • Ausschluss von Produktwerbung und/oder Koppelung an einen Produktverkauf
  • Beratungsmethodische und/oder pädagogische Standards d.h. eingesetzte Medien müssen eine personenzentrierte bzw. teilnehmerorientierte Beratung ermöglichen
  • Ergebnisqualität (Dokumentation und Evaluationsmaßnahmen)
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TESTE DEIN WISSEN
Was versteht man unter Ernährungsberatung? Was sind deren Ziele?
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
= ist eine freiwillig in Anspruch genommene, kurzfristige Interaktion zwischen Ratsuchendem und Berater

  • Richtet sich an Gesunde
  • bietet einem Klienten individuell Hilfestellungen, die seine Kompetenzen und Bedürfnisse berücksichtigen zur persönlichen Problemlösung
  • stützt sich auf aktuelle, wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse

ZIELE
  • Vermittlung der Grundsätze einer gesundheitsfördernden, vollwertigen Ernährung, um Mangel- und Fehlernährung zu vermeiden und das Risiko ernährungsbedingter Krankheiten reduzieren.
  • Nachhaltige Verbesserung der Individuellen Ernährungsweise und des Ernährungsverhaltens sowie ggf. die Lösung von Ernährungsproblemen
  • Verbesserung der Entscheidungsfähigkeit und Handlungskompetenz
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TESTE DEIN WISSEN
Welche Ziele hat die Gesprächstechnik “AKTIVES ZUHÖREN“?
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Ziel: den Gesprächspartner möglichst gut verstehen 

  • Sich auf den Gegenüber einlassen, konzentrieren und dies durch eine positive Haltung ausdrücken.
  • Blickkontakt
  • Gefühle des Gegenübers erkennen und ansprechen
  • Geduld
  • Bestätigung durch kurze Äußerungen
  • Nachfragen
  • Pausen einsetzen

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TESTE DEIN WISSEN
Was zeichnet den Kognitiven Beratungsansatz aus?
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Vermittlung der Inhalte hauptsächlich durch vortragenden Stil
  • Ernährungsberatung = Informationsvermittlung
  • Qualität der Informationsvermittlung wird nicht davon bestimmt wie viele Informationen der Berater anbieten kann, sondern wie viel der Patient/Klient davon aufnehmen bzw. umsetzen konnte

Problematik:
  • DER KLIENT BESTIMMT, ob und welche Informationen er hören und umsetzen möchte (zum Scheitern verurteilt)
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TESTE DEIN WISSEN
Welche Haftwerte von Informationen hat der Mensch?
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Der Mensch behält:
  • 10 % dessen, was er liest
  • 20 % dessen, was er hört
  • 30 % dessen, was er sieht
  • 50 % dessen, was er hört und sieht
  • 70 % dessen, was er sagt
  • 90 % dessen, was er selbst ausführt
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
Welche Punkte umfasst das Prozessmodell der Ernährungsberatung?
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
= Rahmenmodell zur allgemeinen Strukturierung des planmäßigen Aufbaus und Ablauf einer Ernährungsberatung

VERHALTENSDIAGNOSE
Methodik 
  • Ernährungserhebung (Energie- und Nährstoffzufuhr; Anamnese, Ernährungstagebuch,...)
  • Verhaltensdiagnose bzgl. LM und Zubereitungsformen sowie die Situationsgebundenheit des Essverhaltens z.B.: Fragebogen zum Essverhalten (FEV)

ZIELDEFINITION
  • Vergleich IST- mit SOLL-Zustand:
  • Liefert konkrete und quantitativ bestimmbare Ziele, denen sich ein geändertes Essverhalten des Klienten annähern soll
  • SMARTE-Formel: S (spezifisch), (messbar), (aktionsorientiert, ausführbar), (realistisch), (terminiert), (eigenständig erreichbar)

MAßNAHMENPLANUNG 
  • Ziele zu konkreten Verhaltensmaßnahmen entwickeln (SMARTE-Formel)
  • handlungs- und lebensmittelorientiert und ohne zu hohen Aufwand umsetzbar
  • mit Zielhierarchie (Erfolgreich erreichte „leichtereZiele“ steigern Erfolgsaussicht für folgende „schwieriger zu erreichende Ziele)

TRAININGSAUFGABE
  • integrieren der Verhaltensmaßnahmen in den Alltag des Klienten

EVALUATION
  • Bewertung des Trainingserfolgs in jeder Folgesitzung
  • Bestimmung: Verhaltensaspekt weitertrainieren? Neue Maßnahmen notwendig? Ziele erreicht?
  • wenn Ergebnis der Evaluation kein Anstreben weiterer Veränderungen ist: Beendigung des Beratungsprozesses


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TESTE DEIN WISSEN
Was ist das DGEM-Rationalisierungsschema?

In welche Gruppen wird unterschieden?
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Eine von der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) erarbeitete Systematisierung von Kostformen

  • Das Schema dient u .a. Ärzten, Diätassistenten und Küchenleitern als Grundlage für die Anwendung wichtiger und häufig gebrauchter Diäten

  • neuste Version von 2004 unter Berücksichtigung der DACH-Werte 2000

HAUPTGRUPPEN:
1. Vollkost und leichte Vollkost
2. Energiedefinierte Kostformen
3. Elektrolyt- und eiweißdefinierte Kostformen
4. Sonderdiäten
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TESTE DEIN WISSEN
Was versteht man unter LEKuP?
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Neu 2019: „Leitfaden Ernährungstherapie in Klinik und Praxis“ (LEKuP) als Nachfolger des Rationalisierungsschemas

  • schlägt notwendige und sinnvolle Kostformen für den stationären und ambulanten Bereich vor
  • außerdem Vorschläge für Art und Weise der Ernährungsberatung und -therapie im ambulanten und stationären Bereich

  • wurde im Namen von sieben Fachgesellschaften, Berufsverbänden und sonstigen Institutionen im Bereich der Ernährungstherapie erstellt (DGEM, DGE, DAEM, BDEM, DAG, VDD, VDOe)
  • hat jedoch Limitationen (teilweise sehr knappe Darstellung)
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TESTE DEIN WISSEN
Welche Kostformen gibt es in LEKuP?
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Vollkost 
vollwertige Ernährung nach den lebensmittelbezogenen Ernährungsempfehlungen der DGE ( 10 Regeln der DGE & Ernährungskreis) unter Einhaltung der DACH Referenzwerte 
  • ca 1800 kcal/Tag für Patienten in Akutkrankenhäusern
  • ca 2100 kcal/Tag in Reha-Kliniken
  • Proteinzufuhr: 0,8 g/kg KG/Tag aus tierischen u pflanzlichen LM (15 En%)
  • Fettzufuhr: ca 30-35 En% (auf n-3-FS achten)
  • KH-Zufuhr: min 50 En% (+ min 30 g/Tag Ballaststoffe; freie Zucker max 10%)

Vegetarische Kost
ovo-lact-vegetarische Kost ohne Fisch und Fleisch, Energie- und Nährstoffgehalte entsprechen der Vollkost
  • abwechslungsreiche, vielfältige Auswahl pflanzlicher LM ergänzt durch Eier, Milch und Milchprodukte 

Mediterrane Kost
  • hoher Gehalt an Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, fermentierte Milchprodukte, Nüsse, Samen, Fisch und Olivenöl (reich an einfach ungesättigten Fs)
  • geringer Verzehr von Fleisch, Wurstprodukten, Milch und Milchprodukten

Angep. Vollkost bei unspez. Unverträglichkeiten und gastrointestinalen Erkrankungen (ehemals leichte Vollkost)
  • Weglassen individuell unverträglicher LM zu Verbesserung des Wohlbefindens des Patienten
  • konsistenzmodifizierte Vollkost

Besonderheiten bei geriatrischen Patienten
  • Vollkost bei erniedrigtem Energiebedarf, Nährstoffbedarf unverändert oder sogar erhöht
  • leicht kau- und schluckbare Kost, eventuell sogar Anreicherung der Mahlzeiten
Besonderheiten für Schwangere und Stillende
  • Vollkost, erhöhter Nährstoffbedarf, Energiebedarf steigt nur leicht an (ca 10%)
  • Vermeidung von rohen tierischen LM, Alkohol und Koffein
Interkulturelle Anforderungen
  • religiöse Speisevorschriften 


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TESTE DEIN WISSEN
PC als Hilfsmittel in der Ernährungsberatung
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
  • Spielen und Lernen
  • Auskünfte erteilen
  • Ernährungsberatung machen

APPS
  • für Nährwertberechnung
  • Ernährungstagebuch

Pocket-PCs mit Anbindung an den Ernährungsberater
oder Apps
  • zb. „Mein Ess-Coach“ von der DGE (Nachrichten, Fotos, Gewichts- und Aktivitätsdaten des Klienten erscheinen auf dem Bildschirm der Ernährungsfachkraft)

ONLINE RECHNER
  • Souci-FachMann-Kraut (WVG Stuttgart)
  • EBISpro
  • DGExpert
  • GESO Ernährungsberater
  • Prodi
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TESTE DEIN WISSEN
Was zeichnet den Klientenzentrierten Beratungsansatz aus?
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Nicht das (Ernährungs-)Problem, sondern das Individuum, dessen Perspektive und Erleben stehen im Mittelpunkt
  • Prinzip: „miteinander beraten“ statt „jemanden beraten“
  • Ich-Botschaften

Keine Vorgabe des Lösungsweges durch den Berater, stattdessen...
  • Hilfestellung zur Selbsthilfe
  • Bereitstellung des inhaltlichen und methodischen Expertenwissens zur gemeinsamen Erarbeitung von Lösungswegen

Voraussetzung: gute Berater-Klienten-Beziehung
  • strukturierte, partnerschaftliche Beziehung
  • Vertrauen als Grundlage (Selbstöffnung)

  • Beratereigenschaften: Akzeptanz (unbedingte Wertschätzung), Empathie (einfühlendes Versthen), Kongruenz (Echtheit)
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TESTE DEIN WISSEN
Was ist die Nationale Verzehrsstudie? Welche Ziele hat sie?
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TESTE DEIN WISSEN
Deutschlandweite Querschnittsstudie
  • Befragung von 20.000 Teilnehmern und Teilnehmerinnen in Deutschland
  • Alter: zwischen 14 und 80 Jahre

Ziel: Aussagen über
o Ernährungsverhalten
o Vitamin- und Mineralstoffzufuhr
o Verzehr der wichtigsten LM Gruppen

Diet History Interview in der NVS
  • Interview zu üblichen Ernährungsgewohnheiten der letzten 4 Wochen
  • Verwendung von DISHES 05 und EPIC Soft
  • Quantifizierung der LM durch Fotobuch
24h Recall in der NVS
  • Abfrage des LM Verzehr in den letzten 24h
  • Telefonische Abfrage
  • Verwendung von EPIC Soft (Fotobuch)

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  • 160637 Karteikarten
  • 1768 Studierende
  • 29 Lernmaterialien

Beispielhafte Karteikarten für deinen Grundlagen der Ernährungsberatung Kurs an der Universität Hohenheim - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:
Wie erfolgt die Qualitätssicherung bei Ernährungsberatung?
A:
  • Kein gesetzlicher Schutz für den Begriff Ernährungsberatung
  • keine gesetzliche Regelung an die Qualifikation des Anbieters und den Prozess der Beratung

QUALITÄTSSICHERUNG v.a. über die Kostenerstattung durch gesetzliche Krankenversicherung basierend auf § 20 & 20a (Prävention und Selbsthilfe) SGB V
STRUKTURQUALITÄT
  • Grundqualifikation (Diätassistenten, Studium der Ökotrophologie/Ernährungswissenschaften etc.)
  • Zusatzqualifikation (Zertifikat: VDD, VDOE, DGE, VFED, QUETHEB)

KONZEPT UND PLANUNGSQUALITÄT
  • Prozessqualität (Gruppengröße, Zielgruppe, Ausschluss Kontraindikationen, Umfang/Frequenz, Räumlichkeiten)
  • Ausschluss von Produktwerbung und/oder Koppelung an einen Produktverkauf
  • Beratungsmethodische und/oder pädagogische Standards d.h. eingesetzte Medien müssen eine personenzentrierte bzw. teilnehmerorientierte Beratung ermöglichen
  • Ergebnisqualität (Dokumentation und Evaluationsmaßnahmen)
Q:
Was versteht man unter Ernährungsberatung? Was sind deren Ziele?
A:
= ist eine freiwillig in Anspruch genommene, kurzfristige Interaktion zwischen Ratsuchendem und Berater

  • Richtet sich an Gesunde
  • bietet einem Klienten individuell Hilfestellungen, die seine Kompetenzen und Bedürfnisse berücksichtigen zur persönlichen Problemlösung
  • stützt sich auf aktuelle, wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse

ZIELE
  • Vermittlung der Grundsätze einer gesundheitsfördernden, vollwertigen Ernährung, um Mangel- und Fehlernährung zu vermeiden und das Risiko ernährungsbedingter Krankheiten reduzieren.
  • Nachhaltige Verbesserung der Individuellen Ernährungsweise und des Ernährungsverhaltens sowie ggf. die Lösung von Ernährungsproblemen
  • Verbesserung der Entscheidungsfähigkeit und Handlungskompetenz
Q:
Welche Ziele hat die Gesprächstechnik “AKTIVES ZUHÖREN“?
A:
Ziel: den Gesprächspartner möglichst gut verstehen 

  • Sich auf den Gegenüber einlassen, konzentrieren und dies durch eine positive Haltung ausdrücken.
  • Blickkontakt
  • Gefühle des Gegenübers erkennen und ansprechen
  • Geduld
  • Bestätigung durch kurze Äußerungen
  • Nachfragen
  • Pausen einsetzen

Q:
Was zeichnet den Kognitiven Beratungsansatz aus?
A:
Vermittlung der Inhalte hauptsächlich durch vortragenden Stil
  • Ernährungsberatung = Informationsvermittlung
  • Qualität der Informationsvermittlung wird nicht davon bestimmt wie viele Informationen der Berater anbieten kann, sondern wie viel der Patient/Klient davon aufnehmen bzw. umsetzen konnte

Problematik:
  • DER KLIENT BESTIMMT, ob und welche Informationen er hören und umsetzen möchte (zum Scheitern verurteilt)
Q:
Welche Haftwerte von Informationen hat der Mensch?
A:
Der Mensch behält:
  • 10 % dessen, was er liest
  • 20 % dessen, was er hört
  • 30 % dessen, was er sieht
  • 50 % dessen, was er hört und sieht
  • 70 % dessen, was er sagt
  • 90 % dessen, was er selbst ausführt
Mehr Karteikarten anzeigen
Q:
Welche Punkte umfasst das Prozessmodell der Ernährungsberatung?
A:
= Rahmenmodell zur allgemeinen Strukturierung des planmäßigen Aufbaus und Ablauf einer Ernährungsberatung

VERHALTENSDIAGNOSE
Methodik 
  • Ernährungserhebung (Energie- und Nährstoffzufuhr; Anamnese, Ernährungstagebuch,...)
  • Verhaltensdiagnose bzgl. LM und Zubereitungsformen sowie die Situationsgebundenheit des Essverhaltens z.B.: Fragebogen zum Essverhalten (FEV)

ZIELDEFINITION
  • Vergleich IST- mit SOLL-Zustand:
  • Liefert konkrete und quantitativ bestimmbare Ziele, denen sich ein geändertes Essverhalten des Klienten annähern soll
  • SMARTE-Formel: S (spezifisch), (messbar), (aktionsorientiert, ausführbar), (realistisch), (terminiert), (eigenständig erreichbar)

MAßNAHMENPLANUNG 
  • Ziele zu konkreten Verhaltensmaßnahmen entwickeln (SMARTE-Formel)
  • handlungs- und lebensmittelorientiert und ohne zu hohen Aufwand umsetzbar
  • mit Zielhierarchie (Erfolgreich erreichte „leichtereZiele“ steigern Erfolgsaussicht für folgende „schwieriger zu erreichende Ziele)

TRAININGSAUFGABE
  • integrieren der Verhaltensmaßnahmen in den Alltag des Klienten

EVALUATION
  • Bewertung des Trainingserfolgs in jeder Folgesitzung
  • Bestimmung: Verhaltensaspekt weitertrainieren? Neue Maßnahmen notwendig? Ziele erreicht?
  • wenn Ergebnis der Evaluation kein Anstreben weiterer Veränderungen ist: Beendigung des Beratungsprozesses


Q:
Was ist das DGEM-Rationalisierungsschema?

In welche Gruppen wird unterschieden?
A:
Eine von der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) erarbeitete Systematisierung von Kostformen

  • Das Schema dient u .a. Ärzten, Diätassistenten und Küchenleitern als Grundlage für die Anwendung wichtiger und häufig gebrauchter Diäten

  • neuste Version von 2004 unter Berücksichtigung der DACH-Werte 2000

HAUPTGRUPPEN:
1. Vollkost und leichte Vollkost
2. Energiedefinierte Kostformen
3. Elektrolyt- und eiweißdefinierte Kostformen
4. Sonderdiäten
Q:
Was versteht man unter LEKuP?
A:
Neu 2019: „Leitfaden Ernährungstherapie in Klinik und Praxis“ (LEKuP) als Nachfolger des Rationalisierungsschemas

  • schlägt notwendige und sinnvolle Kostformen für den stationären und ambulanten Bereich vor
  • außerdem Vorschläge für Art und Weise der Ernährungsberatung und -therapie im ambulanten und stationären Bereich

  • wurde im Namen von sieben Fachgesellschaften, Berufsverbänden und sonstigen Institutionen im Bereich der Ernährungstherapie erstellt (DGEM, DGE, DAEM, BDEM, DAG, VDD, VDOe)
  • hat jedoch Limitationen (teilweise sehr knappe Darstellung)
Q:
Welche Kostformen gibt es in LEKuP?
A:
Vollkost 
vollwertige Ernährung nach den lebensmittelbezogenen Ernährungsempfehlungen der DGE ( 10 Regeln der DGE & Ernährungskreis) unter Einhaltung der DACH Referenzwerte 
  • ca 1800 kcal/Tag für Patienten in Akutkrankenhäusern
  • ca 2100 kcal/Tag in Reha-Kliniken
  • Proteinzufuhr: 0,8 g/kg KG/Tag aus tierischen u pflanzlichen LM (15 En%)
  • Fettzufuhr: ca 30-35 En% (auf n-3-FS achten)
  • KH-Zufuhr: min 50 En% (+ min 30 g/Tag Ballaststoffe; freie Zucker max 10%)

Vegetarische Kost
ovo-lact-vegetarische Kost ohne Fisch und Fleisch, Energie- und Nährstoffgehalte entsprechen der Vollkost
  • abwechslungsreiche, vielfältige Auswahl pflanzlicher LM ergänzt durch Eier, Milch und Milchprodukte 

Mediterrane Kost
  • hoher Gehalt an Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, fermentierte Milchprodukte, Nüsse, Samen, Fisch und Olivenöl (reich an einfach ungesättigten Fs)
  • geringer Verzehr von Fleisch, Wurstprodukten, Milch und Milchprodukten

Angep. Vollkost bei unspez. Unverträglichkeiten und gastrointestinalen Erkrankungen (ehemals leichte Vollkost)
  • Weglassen individuell unverträglicher LM zu Verbesserung des Wohlbefindens des Patienten
  • konsistenzmodifizierte Vollkost

Besonderheiten bei geriatrischen Patienten
  • Vollkost bei erniedrigtem Energiebedarf, Nährstoffbedarf unverändert oder sogar erhöht
  • leicht kau- und schluckbare Kost, eventuell sogar Anreicherung der Mahlzeiten
Besonderheiten für Schwangere und Stillende
  • Vollkost, erhöhter Nährstoffbedarf, Energiebedarf steigt nur leicht an (ca 10%)
  • Vermeidung von rohen tierischen LM, Alkohol und Koffein
Interkulturelle Anforderungen
  • religiöse Speisevorschriften 


Q:
PC als Hilfsmittel in der Ernährungsberatung
A:
  • Spielen und Lernen
  • Auskünfte erteilen
  • Ernährungsberatung machen

APPS
  • für Nährwertberechnung
  • Ernährungstagebuch

Pocket-PCs mit Anbindung an den Ernährungsberater
oder Apps
  • zb. „Mein Ess-Coach“ von der DGE (Nachrichten, Fotos, Gewichts- und Aktivitätsdaten des Klienten erscheinen auf dem Bildschirm der Ernährungsfachkraft)

ONLINE RECHNER
  • Souci-FachMann-Kraut (WVG Stuttgart)
  • EBISpro
  • DGExpert
  • GESO Ernährungsberater
  • Prodi
Q:
Was zeichnet den Klientenzentrierten Beratungsansatz aus?
A:
Nicht das (Ernährungs-)Problem, sondern das Individuum, dessen Perspektive und Erleben stehen im Mittelpunkt
  • Prinzip: „miteinander beraten“ statt „jemanden beraten“
  • Ich-Botschaften

Keine Vorgabe des Lösungsweges durch den Berater, stattdessen...
  • Hilfestellung zur Selbsthilfe
  • Bereitstellung des inhaltlichen und methodischen Expertenwissens zur gemeinsamen Erarbeitung von Lösungswegen

Voraussetzung: gute Berater-Klienten-Beziehung
  • strukturierte, partnerschaftliche Beziehung
  • Vertrauen als Grundlage (Selbstöffnung)

  • Beratereigenschaften: Akzeptanz (unbedingte Wertschätzung), Empathie (einfühlendes Versthen), Kongruenz (Echtheit)
Q:
Was ist die Nationale Verzehrsstudie? Welche Ziele hat sie?
A:
Deutschlandweite Querschnittsstudie
  • Befragung von 20.000 Teilnehmern und Teilnehmerinnen in Deutschland
  • Alter: zwischen 14 und 80 Jahre

Ziel: Aussagen über
o Ernährungsverhalten
o Vitamin- und Mineralstoffzufuhr
o Verzehr der wichtigsten LM Gruppen

Diet History Interview in der NVS
  • Interview zu üblichen Ernährungsgewohnheiten der letzten 4 Wochen
  • Verwendung von DISHES 05 und EPIC Soft
  • Quantifizierung der LM durch Fotobuch
24h Recall in der NVS
  • Abfrage des LM Verzehr in den letzten 24h
  • Telefonische Abfrage
  • Verwendung von EPIC Soft (Fotobuch)

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