Kognitionspsycho4 at Universität Greifswald | Flashcards & Summaries

Lernmaterialien für Kognitionspsycho4 an der Universität Greifswald

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TESTE DEIN WISSEN

Behavioristische Analyse des Problemlöseverhaltens


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TESTE DEIN WISSEN

=je häufiger Reiz-Reaktion, desto stärker Assoziation

-Problem =die stärkste Reaktion führt nicht zum Ziel 

->Problemlösen beruht auf: 

a) Anwendung erlernter Reaktionen (wenn nicht fkt. dann b)

b) Versuch-Irrtum

-Gesetz des Effekts:

=Reaktionen, die zu Belohnung führen, werden verstärkt (=häufiger ausgeführt) & Reaktionen, die zu Bestrafung führen, werden abgeschwächt 

-graduelle Bildung von Reaktions-bzw. Gewohnheitshierarchien (=reproduktives Verhalten ->Versuch-Irrtum)

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TESTE DEIN WISSEN

Gestaltpsychologischer Ansatz -kreatives Problemlösen des Menschenaffen Sultan


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TESTE DEIN WISSEN

-Zielgerichtetheit:

->Verhalten ist auf Ziel (=Banane) hin organisiert ->nicht zufällig 

-Zerlegung in Teilziele:

->Suchen von Werkzeug, um Ziel zu erreichen 

-Anwendung von Operatoren:

->erkennt & nutzt Operatoren, um vorliegenden Problemzustand in neuen Problemzustand zu transformieren

 

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TESTE DEIN WISSEN

Problemlösen


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TESTE DEIN WISSEN

-Generieren & Ausführung Sequenz von Operatoren, die Anfangszustand in Zielzustand transformiert

-dabei Überwindung von Barrieren bzw. Schließen von Lücken in Handlungsplan

-bewusste, kognitive Aktivität, die Erreichen eines Ziels möglich machen soll

-erfordert Aufmerksamkeit & Kontrolle kognitiver Aktivitäten

-Motivation & Emotion beim Problemlösen (low-& high-stake problem)

 

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TESTE DEIN WISSEN

Einfache vs. komplexe Probleme


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TESTE DEIN WISSEN

-einfache Probleme:

->liegen in Situationen vor, in der eine einzelne (bekannte) Lücke in einem Handlungsplan zu erfüllen ist

->ist wohl definiert & besitzt eine Lösung

-komplexe Probleme:

->bestehen in großer Zahl unbekannter Lücken, die sich teilweise erst im Verlauf Problembearbeitung auftun

->schlecht definierte Situation & oft nicht im Voraus erkennbar, ob Lösungsentwurf Problem wirklich löst (z.B. in Politik, Umwelt, Technik) ->können klares Ziel haben

 

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TESTE DEIN WISSEN

Gestaltpsychologischer Ansatz -Affenstudien Köhler


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TESTE DEIN WISSEN

-Einsicht & Re-Strukturierung

-Wolfgang Köhler (1914-1920): Studien zum Problemlösen bei Schimpansen auf Anthropoidenstation der Preussischen Akademie der Wissenschaften auf Teneriffa

-Problemlösen nicht ausschließlich als reproduktives Verhalten!

-Schimpanse Sultan, 4 Phasen des Problemlösens (Wallas, 1926):

-Vorbereitungsphase: Sammeln von Informationen, erste Lösungsversuche

-Inkubation: nach Scheitern der Versuche, Beschäftigung mit anderen Dingen

-Illumination/Einsicht: Erkennen der Lösung, Aha-Erlebnis

-Verifikation: Überprüfung der Lösung

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TESTE DEIN WISSEN

Gestaltpsychologischer Ansatz -Köhler’s Beobachtungen an Sultan


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TESTE DEIN WISSEN

-Köhlers Intelligenzprüfungen am Menschenaffen haben „Einsicht“ als intelligenten Werkzeuggebrauch im Tierreich nachgewiesen 

-Beobachtungen an Sultan:

->Lösung (an Banane mit Hilfsmitteln gelangen) wird nicht allmählich erreicht, sondern infolge internen Umstrukturierungsvorgangs mit daraus folgender Einsicht von Sekunde auf andere

->Umstrukturierung erleichtert, wenn lösungsrelevanten Gegenstände im Wahrnehmungsfeld der Tiere liegen

->bei Wiederholungen nach erfolgreichem Verhalten –adäquate Verhalten wird sofort gezeigt

=keine Inkubation am nächsten Tag (visuelles Verständnis ist wichtig) 

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TESTE DEIN WISSEN

Modale Wissensrepräsentation -modale/multi-modale Repräsentation


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TESTE DEIN WISSEN

=abhängig von Modalität der Repräsentation

-Existenz verschiedener Repräsentationsformate (verbal, visuell-räumlich), die jeweils an verschiedene perzeptuelle & motorische Systeme gebunden sind

-direkte Umwandlung von visuell in motorisch & umgekehrt möglich (direkte Überführung)

-Beispiel für multi-modale Repräsentation: 

-verkörperte Kognition (embodied cognition)

->linguistische Stimuli (=Wortinfos) aktivieren Hirnareale, die mit sensorischen & funktionalen Konsequenz assoziiert sind

-Wort „Trompete“ ->auditorische Areale

-Wort „Schokolade“ ->gustatorische Areale 

-Wort „Springen“ ->motorische Areale

->passives Lesen von LICK, PICK, KICK ->aktiviert Areale für Zunge, Finger, Fuss in primär-motorischen Arealen

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TESTE DEIN WISSEN

Problem


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TESTE DEIN WISSEN

=Ziel verfolgen & plötzlich nicht wissen, ob & wie man dieses Ziel erreichen kann, weil Hindernis vorliegt bzw. Störung eingetreten ist, die Zielerreichung in Frage stellt

->das im Weg stehende Hindernis/Störung lässt sich nicht durch Routineaktivitäten beseitigen, sondern erfordert Nachdenken

 

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TESTE DEIN WISSEN

Arten von Problemen -wohl definierte Probleme


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TESTE DEIN WISSEN

-klar umrissene Ausgangs-& Zielbedingungen

-verfügen über bekannte Mittel (Operatoren)

-man weiß, wenn Problem gelöst 

->z.B. Schachproblem

-Schwarz setzt weiß matt in zwei Zügen

1) Domänenspezifität der Lösung 

2) Vorwissen benötigt

3) Wichtigkeit von Repräsentationshilfen

->2D Visualisierung (mentale Repräsentation)

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TESTE DEIN WISSEN

Arten von Problemen -schlecht definierte Probleme


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TESTE DEIN WISSEN

-unklar, worin das Problem genau besteht (Definition)

-Bedingungen der erfolgreichen Lösung?

-wann ist Problem gelöst 

->z.B. Nahost-Problem

-unscharfe Ränder

->geografisch (wo ist Problem lokalisiert? wer ist noch involviert?)

->zeithistorisch (wann hat es angefangen? nach 2. WK?)

-verschiedene Ebenen des Konflikts (worum geht es? um Öl oder Siedlungsrechte?)

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TESTE DEIN WISSEN

Gestaltpsychologischer Ansatz


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TESTE DEIN WISSEN

-Wurzeln in Wahrnehmungspsychologie des 19./20. Jahrhunderts (Organisationsprinzipien der Wahrnehmung) ->Köhler, Wertheimer, Lewin 

-Gegensatz zur „Elementenpsychologie“/Strukturalismus von Wundt:

->Wahrnehmung & Denken lassen sich nicht auf Assoziationen zwischen elementaren Bewusstseinsinhalten reduzieren (=ganze mehr als Summe seiner Einzelteile)

-Problem

=„defekte/unvollständige“ Gestalt, die im Menschen Spannung erzeugt, daraus gute Gestalt zumachen

->ist notwendig, die gegebenen Strukturen aufzubrechen & neue Problemstruktur zu erstellen, die Lösungseinsicht bringt (Restrukturierung = Einsicht)

-Problemlösen:

->planendes, organisierendes Handeln statt „trial & error“ (nicht nur reproduktiv)

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TESTE DEIN WISSEN

Anwendung gestaltpsychologischer Prinzipien auf Denkpsychologie


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TESTE DEIN WISSEN

-Problem:

->„unvollständige Gestalt/keine gute Gestalt“, die inneren „Spannungszustand“ erzeugt, der auf Auflösung drängt

-Problemlösen:

->Transformation „unvollständigen“ in „gute“ Gestalt (GP sagen nicht, wie Transformation aussieht)

-Reproduktives Denken:

->Wiederverwendung früherer Erfahrungen/erlernter Reaktionen

->kann Problemlösen beeinträchtigen ->„funktionale Fixierung/Gebundenheit“

-Produktives Denken (wichtigster Aspekt):

->Einsicht durch Restrukturierung & Reorganisation des Problems

->Rekombination vorhandener Erfahrungen zu neuer Struktur (Selz, 1922)

-Einsicht („Aha-Erlebnis“, Bühler):

->plötzliche Restrukturierung (Analogie zur Wahrnehmung: Necker-Würfel)

->Verständnis des Phänomens ->plötzliches Aufpoppen der Lösung

 

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Q:

Behavioristische Analyse des Problemlöseverhaltens


A:

=je häufiger Reiz-Reaktion, desto stärker Assoziation

-Problem =die stärkste Reaktion führt nicht zum Ziel 

->Problemlösen beruht auf: 

a) Anwendung erlernter Reaktionen (wenn nicht fkt. dann b)

b) Versuch-Irrtum

-Gesetz des Effekts:

=Reaktionen, die zu Belohnung führen, werden verstärkt (=häufiger ausgeführt) & Reaktionen, die zu Bestrafung führen, werden abgeschwächt 

-graduelle Bildung von Reaktions-bzw. Gewohnheitshierarchien (=reproduktives Verhalten ->Versuch-Irrtum)

Q:

Gestaltpsychologischer Ansatz -kreatives Problemlösen des Menschenaffen Sultan


A:

-Zielgerichtetheit:

->Verhalten ist auf Ziel (=Banane) hin organisiert ->nicht zufällig 

-Zerlegung in Teilziele:

->Suchen von Werkzeug, um Ziel zu erreichen 

-Anwendung von Operatoren:

->erkennt & nutzt Operatoren, um vorliegenden Problemzustand in neuen Problemzustand zu transformieren

 

Q:

Problemlösen


A:

-Generieren & Ausführung Sequenz von Operatoren, die Anfangszustand in Zielzustand transformiert

-dabei Überwindung von Barrieren bzw. Schließen von Lücken in Handlungsplan

-bewusste, kognitive Aktivität, die Erreichen eines Ziels möglich machen soll

-erfordert Aufmerksamkeit & Kontrolle kognitiver Aktivitäten

-Motivation & Emotion beim Problemlösen (low-& high-stake problem)

 

Q:

Einfache vs. komplexe Probleme


A:

-einfache Probleme:

->liegen in Situationen vor, in der eine einzelne (bekannte) Lücke in einem Handlungsplan zu erfüllen ist

->ist wohl definiert & besitzt eine Lösung

-komplexe Probleme:

->bestehen in großer Zahl unbekannter Lücken, die sich teilweise erst im Verlauf Problembearbeitung auftun

->schlecht definierte Situation & oft nicht im Voraus erkennbar, ob Lösungsentwurf Problem wirklich löst (z.B. in Politik, Umwelt, Technik) ->können klares Ziel haben

 

Q:

Gestaltpsychologischer Ansatz -Affenstudien Köhler


A:

-Einsicht & Re-Strukturierung

-Wolfgang Köhler (1914-1920): Studien zum Problemlösen bei Schimpansen auf Anthropoidenstation der Preussischen Akademie der Wissenschaften auf Teneriffa

-Problemlösen nicht ausschließlich als reproduktives Verhalten!

-Schimpanse Sultan, 4 Phasen des Problemlösens (Wallas, 1926):

-Vorbereitungsphase: Sammeln von Informationen, erste Lösungsversuche

-Inkubation: nach Scheitern der Versuche, Beschäftigung mit anderen Dingen

-Illumination/Einsicht: Erkennen der Lösung, Aha-Erlebnis

-Verifikation: Überprüfung der Lösung

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Q:

Gestaltpsychologischer Ansatz -Köhler’s Beobachtungen an Sultan


A:

-Köhlers Intelligenzprüfungen am Menschenaffen haben „Einsicht“ als intelligenten Werkzeuggebrauch im Tierreich nachgewiesen 

-Beobachtungen an Sultan:

->Lösung (an Banane mit Hilfsmitteln gelangen) wird nicht allmählich erreicht, sondern infolge internen Umstrukturierungsvorgangs mit daraus folgender Einsicht von Sekunde auf andere

->Umstrukturierung erleichtert, wenn lösungsrelevanten Gegenstände im Wahrnehmungsfeld der Tiere liegen

->bei Wiederholungen nach erfolgreichem Verhalten –adäquate Verhalten wird sofort gezeigt

=keine Inkubation am nächsten Tag (visuelles Verständnis ist wichtig) 

Q:

Modale Wissensrepräsentation -modale/multi-modale Repräsentation


A:

=abhängig von Modalität der Repräsentation

-Existenz verschiedener Repräsentationsformate (verbal, visuell-räumlich), die jeweils an verschiedene perzeptuelle & motorische Systeme gebunden sind

-direkte Umwandlung von visuell in motorisch & umgekehrt möglich (direkte Überführung)

-Beispiel für multi-modale Repräsentation: 

-verkörperte Kognition (embodied cognition)

->linguistische Stimuli (=Wortinfos) aktivieren Hirnareale, die mit sensorischen & funktionalen Konsequenz assoziiert sind

-Wort „Trompete“ ->auditorische Areale

-Wort „Schokolade“ ->gustatorische Areale 

-Wort „Springen“ ->motorische Areale

->passives Lesen von LICK, PICK, KICK ->aktiviert Areale für Zunge, Finger, Fuss in primär-motorischen Arealen

Q:

Problem


A:

=Ziel verfolgen & plötzlich nicht wissen, ob & wie man dieses Ziel erreichen kann, weil Hindernis vorliegt bzw. Störung eingetreten ist, die Zielerreichung in Frage stellt

->das im Weg stehende Hindernis/Störung lässt sich nicht durch Routineaktivitäten beseitigen, sondern erfordert Nachdenken

 

Q:

Arten von Problemen -wohl definierte Probleme


A:

-klar umrissene Ausgangs-& Zielbedingungen

-verfügen über bekannte Mittel (Operatoren)

-man weiß, wenn Problem gelöst 

->z.B. Schachproblem

-Schwarz setzt weiß matt in zwei Zügen

1) Domänenspezifität der Lösung 

2) Vorwissen benötigt

3) Wichtigkeit von Repräsentationshilfen

->2D Visualisierung (mentale Repräsentation)

Q:

Arten von Problemen -schlecht definierte Probleme


A:

-unklar, worin das Problem genau besteht (Definition)

-Bedingungen der erfolgreichen Lösung?

-wann ist Problem gelöst 

->z.B. Nahost-Problem

-unscharfe Ränder

->geografisch (wo ist Problem lokalisiert? wer ist noch involviert?)

->zeithistorisch (wann hat es angefangen? nach 2. WK?)

-verschiedene Ebenen des Konflikts (worum geht es? um Öl oder Siedlungsrechte?)

Q:

Gestaltpsychologischer Ansatz


A:

-Wurzeln in Wahrnehmungspsychologie des 19./20. Jahrhunderts (Organisationsprinzipien der Wahrnehmung) ->Köhler, Wertheimer, Lewin 

-Gegensatz zur „Elementenpsychologie“/Strukturalismus von Wundt:

->Wahrnehmung & Denken lassen sich nicht auf Assoziationen zwischen elementaren Bewusstseinsinhalten reduzieren (=ganze mehr als Summe seiner Einzelteile)

-Problem

=„defekte/unvollständige“ Gestalt, die im Menschen Spannung erzeugt, daraus gute Gestalt zumachen

->ist notwendig, die gegebenen Strukturen aufzubrechen & neue Problemstruktur zu erstellen, die Lösungseinsicht bringt (Restrukturierung = Einsicht)

-Problemlösen:

->planendes, organisierendes Handeln statt „trial & error“ (nicht nur reproduktiv)

Q:

Anwendung gestaltpsychologischer Prinzipien auf Denkpsychologie


A:

-Problem:

->„unvollständige Gestalt/keine gute Gestalt“, die inneren „Spannungszustand“ erzeugt, der auf Auflösung drängt

-Problemlösen:

->Transformation „unvollständigen“ in „gute“ Gestalt (GP sagen nicht, wie Transformation aussieht)

-Reproduktives Denken:

->Wiederverwendung früherer Erfahrungen/erlernter Reaktionen

->kann Problemlösen beeinträchtigen ->„funktionale Fixierung/Gebundenheit“

-Produktives Denken (wichtigster Aspekt):

->Einsicht durch Restrukturierung & Reorganisation des Problems

->Rekombination vorhandener Erfahrungen zu neuer Struktur (Selz, 1922)

-Einsicht („Aha-Erlebnis“, Bühler):

->plötzliche Restrukturierung (Analogie zur Wahrnehmung: Necker-Würfel)

->Verständnis des Phänomens ->plötzliches Aufpoppen der Lösung

 

Kognitionspsycho4

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