Gyn at Universität Göttingen | Flashcards & Summaries

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TESTE DEIN WISSEN

Mayer-Rokitansky-Küster-Hauser-Syndrom

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TESTE DEIN WISSEN

Fehlen der Genitalorgane (Vaginalaplasie, Zervixaplasie, rudimentäre Uterushörner)


Ätiologie unbekannt


Klinik:

  • Normaler Genotyp, normale Ovarfunktion, normale Entwicklung Mammae und Vulva
  • Erstes Symptom: Primäre Amenorrhoe
  • schmerzhafte/nicht mögliche vaginale Penetration
  • Sterilität


Diagnostik:

  • Geschlechtshormone normal, da Ovarien vorhanden
  • Sono
    • Begleitfehlbildungen Niere/Harnwege


Therapie: konservative/operative Verfahren


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TESTE DEIN WISSEN

Androgenresistenz

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TESTE DEIN WISSEN

Ausprägung weiblicher Phänotyp trotz Vorliegen eines männlichen Genotyps

  • X-Chromosomal-rezessiv


Klinik:

  • Bei kompletter Androgenresistenz: Äußere GO weiblich (inkl. Mammae, Uterusaplasie, fehlende Geschlechtsehaarung "hairless woman", keine Menarche -> primäre Amenorrhoe)
  • Innere GO männlich (Hoden intraabdominell)


Diagnostik:

  • Präpubertär: Testosteron (++)
  • Postpubertär: LH (+), Testosteron (normal bis +)
  • Direkte Genanalyse


Therapie:

  • abhängig vom Rezeptorstatus
  • evtl. Hormontherapie
    • inkomplette Resistenz: Hochdosiert Androgentherapie
    • Komplett: Östrogentherapie
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TESTE DEIN WISSEN

Polyzystisches Ovarialsyndrom

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TESTE DEIN WISSEN

Stoffwechselstörung mit Assoziation zum metabolischen Syndrom und multiplen Ovarialzysten

Mind. 2 Kriterien:

1. Oligo-/Anvoluation

2. Virilisierung durch Hyperandrogenismus

3, Polyzystische Ovarien


Epi: 20-30. LJ, 4-12%


PP: Gestörter Insulinstoffwechsel als Ursache (herabgesetzte Insulinempfindlichkeit)

  • Insulin steigert ovarielle Androgenproduktion in Theca-Zellen -> viele Androgenvorstufen -> Virilisierung


Klinik:

  • Zyklusstörungen (Primäre Amenorrhö, Oligomenorrhö)
    • Infertilität a.G. Oligo-/Anvoluation
  • Virilisierung
    • Hirsutismus: Männliches Behaarungsmuster
    • Hyperseborrhö: Akne vulgaris
    • Stimmveränderungen
  • metabolisches Syndrom (Adipositas, Hyperglykämie, Hypertriglizeridämie, Hypercholesterinämie)


Diagnostik:

  • Hormone
    • isoliert LH (+), FSH (norm oder-)
      • Die hohen Testosteron- und Östrogenspiegel hemmen über den negativen Feedbackmechanismus die Freisetzung von FSH und LH. Die Hyperinsulinämie stimuliert aber die LH-Freisetzung, wodurch es zu einer isolierten LH-Erhöhung kommt.
    • Östrogen (+), Progesteron (-, da kein gelbkörper), Testosteron (+), SHBG (-)
  • Sono


Therapie:

  • Bei jungen Pat. mit Kinderwunsch
    • symptomatisch: Orale Kontrazeptiva (antiandrogene Wirkung), Metformin (Senkung Androgenkonz.), Glucocorticoide
    • Kinderwunsch: Absetzen Kontrazeptiva, Follikelstimulation (Clomifen)
  • Kein Kinderwunsch: Antiandrogene (Cyproteronacetat)
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TESTE DEIN WISSEN

Klimakterium (Wechseljahre)

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Übergangsphase von reproduktiven Zeit bis zum Erlöschen ovarieller Funktion


Prämenopause: Zeitraum zwischen Auftreten der ersten klimakterischen, unregelmäßgen Menstruationszyklen und letzter Menstruation

Menopause: Zeitpunkt letzter ovariell gesteuerter Menstruation (52. LJ)

Postmenopause: 12 Monate nach letzter M beginnt Postmenopause (bis 65. LJ, danach Senium)

Perimenopause: Zeitraum 1-2 Jahre um Menopause

Klimakterium praecox: Einsetzen Klimakterium vor 40. LJ


PP: Abnehmende Ovarialfunktion -> geringere Östrogen/Progesteronspiegel


Klinik: je 1/3 fühlrt sich stark, leicht oder gar nicht beeinträchtigt

  • Veget: Tachykardie, Kopfschmerzen, Obstipationen, Libidoverlust
  • Psych: Störung Nachtschlaf, Depress. Verstimmung
  • Vaginitis Senilis: Akute Entzündung durch Atrophie d. Plattenepithels d. Vagina (a.G. Östrogenmangel) -> verm. Sekretion -> Schmerzen bei GV + Begünstigung Infektionen
    • Klinik: Starker Juckreiz, Scheidentrockenheit (Dyspareunie), erhöhte Infektion
    • Therapie: Lokale Östrogentherapie


Diagnostik

  • FSH + LH (+)
  • Östradiol/Progesteron (-)
  • Testosteron + Prolaktin normal


Therapie

  • Hormonelle Ersatztherapie(Ind: Klimakterium praecox, starke veget. Einschränkungen)
    • Östrogentherapie erhöht Risiko für Mammakarzinom
    • Meist zusätzlich Gestagene, um Risiko für Endometriumhyperplasie gering zu halten
  • Alternativmedizinisch
    • Moorsitzbäder
    • Cimicifugawurzelstock: Östrogenähnliche Wirkung


Klimakterium Praecox

  • Ätiologie: anlagebedingt (Turner-Syndrom), OP-Entfernung Ovarien, Autoimmun...
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TESTE DEIN WISSEN

Nicht-hormonelle Kontrazeption

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TESTE DEIN WISSEN

Pearl-Index: Maß für Sicherheit der Verhütungsmethode (Anzahl Schwangerschaften im Verhältnis zu 100 Frauenjahren) -> je niedriger um so besser


Symptothermale Methode: Bestimmung fertile/nicht-fertile Phase d. Zyklus anhand Selbstbeobachtung (Zervixschleim) und Basaltemperaturmessung

  • PI: 0,3-2,3
  • Basaltemperaturmethode (steigt periovulatorisch an und sinkt erst am Zyklusende wieder ab): PI 1-10
  • Selbstbeobachtung Zervixschleim (sexuelle Abstinenz bei Schleim und Feuchtigkeitsabgang aus Scheide bis zum 3. Abend nach Höheüunkt d. Schleimproduktion): PI 5-35


Mechanische Kontrazeption

  • Kondom (PI 0,4-12)
  • Frauenkondom (Femidom, PI 5-25)
  • Scheidendiaphragma (PI 1-20)
  • Portiokappe (Okklusivpessar, PI 6-36)
  • Vaginalschwamm (PI 5-10)


Chemische Kontrazeption: Inaktivierung durch Tötung der Spermien (PI3-21)


Intrauterinpessar (Spirale): Spermizide und embrytoxische Wirkung von Kupfer-Ionen. Reizung Endometrium -> Leukozytose -> Spermizid + Nidationshemmung d. Zygote

  • PI 0,3-3
  • Erhöhtes Risiko gynäkol. Infektionen
  • Komplikationen:
    • Fremdkörperendometritis: Infektion mit tubarer Sterilität
    • Erhöhtes Risiko für Extrauteringravidität


Sterilisation: Operative Unterbrechung der Tubendurchgängigkeit (PI 0,1-0,4)

  • Vasektomie beim Mann deutlich effektiver (0,1-0,2)



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TESTE DEIN WISSEN

Hormonelle Kontrazeption

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TESTE DEIN WISSEN

Östrogen-Gestagen-Präparate (Kombipräparate)

  • Typen
    • Einphasig (gleichbleibende Dosierung Östrogen + Gestagen)
      • z.B. Kontrazeptionspflaster, Kombipille, Vaginalring
    • Mehrphasig (Annäherung an normalen Zyklus
  • Wirkung: Zentrale Ovulationshemmung
    • neg. Rückkopplung: Supression GnRH-Freisetzung im Hypothalamus -> verminderte LH/FSH-Freisetzung -> Hemmung Follikelreifung, kein LH-Peak und Ovulation, verm. ovarielle Androgensynthese
    • Periphere Gestagen-Wirkung: Hemmung Spermienaszension und Nidation durch Verdickung Zervixschleim, verm. Proliferation Endometrium
  • UAW: Thromboserisiko
    • protektiv bei Ovarial/Endometrium und Kolonkrazinom aber erh. Risiko Zervixkarzinom
  • KI: Art. Hypertonie I, Raucherinnen > 35, Adipositas, Migräne


Gestagen-Monopräparate (z.B. Minipille, Depotpräparat)

  • Ind: Östrogen-Unverträglichkeit oder KI
  • Wirkung
    • Zentrale Ovulationshemmung (bei den meisten Präparaten jedoch zu niedrige Dosierung)
    • Periphere Gestagen-Wirkung (s. oben)
  • KI: Schwere Lebererkrankung, cholestatischer Ikterus 


Postkoitale Kontrazeptiva (Stoffe verzögern Eisprung)

  • am besten bis 12h nach GV; Präparate wirken nicht, wenn Eisprung schon stattgefunden hat
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TESTE DEIN WISSEN

Descensus genitalis

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TESTE DEIN WISSEN

Senkung Gebärmutter/Scheide bis zum Vorfall vor Scheideneingag


Ätiologie: Insuffizienz Beckenbodenmuskulatur und ligamentärer Halteapparat


Klinik:

  • Druckgefühl Damm
  • Ziehende UB-Schmerzen
  • Miktionsbeschwerden/Stuhlentleerung


Diagnostik:

  • KU: Inspektion in Ruhe, Husten, Pressen
    • Grad I: Die Portio reicht bis 1 cm vor den Introitus vaginae heran
    • Grad II: Die Portio liegt am Introitus
    • Grad III: Die Portio reicht bis 2 cm über den Introitus hinaus
    • Grad IV: Totalprolap
  • Sono
  • Urodynamische Untersuchung


Therapie:

  • Konservativ: Training Beckenbodenmuskulatur, lokale Östrogenbehandlung
  • OP: Vaginale Hysterektomie mit Kolporrhagie und sakrospinaler Vaginalstumpffixation
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TESTE DEIN WISSEN

Vulvitis

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TESTE DEIN WISSEN

Entzündung Vulva und Introitus vaginae


Klinik:

  • Pruritus, Fluor vaginalis


Diagnostik:

  • Pruritus: Candidose, Scabies, Lichen sclerosus , Allergie, Neurodermitis
  • Brennen: Herpes, Lichen ruber


Therapie:

  • symptomatishc
  • ggf. Doxycyclin + Metronidazol
  • Mitbehandlung Partner
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TESTE DEIN WISSEN

Bartholinitis

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TESTE DEIN WISSEN

Bakterielle Entzündung Bartholindrüsen


Ätiologie: Mischinfektionen (E.coli, Gonokokken, Streptokokken, S. aureus)


Klinik: Einseitige Rötung/Schwellung und starke Schmerzen im hinteren Bereichn d. Labien, plötzliches Auftreten


Therapie:

  • Symptomatisch: antiseptisch + Schmerzbehandlung
  • bei schwerem Verlauf: Amoxicillin + Metronidazol
  • Bei Empyem ohne Spontanruptur: + Marsupialisation (Eröffnung Pseudoabszess)
  • Mitbehandlung Partner
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TESTE DEIN WISSEN

Bakterielle Vaginose

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Ungleichgewicht der Scheidenflora zugunsten Milchsäurebakterien


Ätiologie: v.a. Gardnerella vaginalis

  • Risikofaktoren: häufiger GV


Klinik

  • Amsel-Kriterien: mind 3
    • vermehrter dünflüssiger/schäumiger weiß bis gelber Fluor vaginalis
    • Nachweis Clue Cells (Platteneptihelzelle bedeckt mit kokkoiden Bakterien)
    • Fischiger Geruch (Amintest)
    • Vaginal-pH >4,5
  • Fakultativ: Dyspareunie, Pruritus, Dysurie


Therapie: IMMER AB (z.B. Metronidazol)

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TESTE DEIN WISSEN

Trichomonaden-Infektion

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TESTE DEIN WISSEN

Ätiologie: Trichomonas vaginalis


Klinik: meist als Vaginitis, kann aber auch aufsteigend zu Adnexitis werden

  • 70-85% asymptomatisch
  • Symptome 5-28 nach Infektion
    • Vulvovaginaler Pruritus und Rötung
    • Kolpitis granularis: Punktförmige Rötungen Vaginalschleimhaut (Erdbeerzervix)
    • Brennen
    • unangenehm riechender, grün-gelblicher Ausfluss


Diagnostik: Abstrich + Klinik


Therapie: Metronidazol oral

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TESTE DEIN WISSEN

Fehlbildungen Vulva und Vagina

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TESTE DEIN WISSEN

Angeboren: Hymenalatresie/Vaginaatresie

  • Hymenalatresie: Scheideneingang membranartig verschlossen
  • Vaginalatresie: äußere Mündung d. Vagina fehlt -> Menstruationsblut kann nicht abfließen (= Hämatokolpos), später in Uterus (Hämatometra) und Tuben (Hämatosalpinx)
  • Klinik: Vor Menarche symptomlos
    • Primäre Amenorrhö
    • Molimina menstrualia: Amenorrhö mit monatlicher Schmerzzunahme
    • Tastbarer Unterbauchtumor
  • Therapie: Inzision Hymen/Vagina


Erworben:

  • Synechien im Zervikalkanal
    • Ätiologie: postentzündlich (Chlamydien), posttraumatisch
    • Klinik: Molimina mentrualia, sekundäre Amenorrhoe
    • Therapie: OP -> Lösung Synechien
  • Labiensynchie (Partielle/komplette Verklebung kleine Labien)
    • 2-5% bis 4.LJ
    • Ätiologie: Östrogenmangel
    • Therapie: Lösung mit östrogenhaltiger Salbe (keine OP wegen Vernarbung und Rezidivrisiko)
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Q:

Mayer-Rokitansky-Küster-Hauser-Syndrom

A:

Fehlen der Genitalorgane (Vaginalaplasie, Zervixaplasie, rudimentäre Uterushörner)


Ätiologie unbekannt


Klinik:

  • Normaler Genotyp, normale Ovarfunktion, normale Entwicklung Mammae und Vulva
  • Erstes Symptom: Primäre Amenorrhoe
  • schmerzhafte/nicht mögliche vaginale Penetration
  • Sterilität


Diagnostik:

  • Geschlechtshormone normal, da Ovarien vorhanden
  • Sono
    • Begleitfehlbildungen Niere/Harnwege


Therapie: konservative/operative Verfahren


Q:

Androgenresistenz

A:

Ausprägung weiblicher Phänotyp trotz Vorliegen eines männlichen Genotyps

  • X-Chromosomal-rezessiv


Klinik:

  • Bei kompletter Androgenresistenz: Äußere GO weiblich (inkl. Mammae, Uterusaplasie, fehlende Geschlechtsehaarung "hairless woman", keine Menarche -> primäre Amenorrhoe)
  • Innere GO männlich (Hoden intraabdominell)


Diagnostik:

  • Präpubertär: Testosteron (++)
  • Postpubertär: LH (+), Testosteron (normal bis +)
  • Direkte Genanalyse


Therapie:

  • abhängig vom Rezeptorstatus
  • evtl. Hormontherapie
    • inkomplette Resistenz: Hochdosiert Androgentherapie
    • Komplett: Östrogentherapie
Q:

Polyzystisches Ovarialsyndrom

A:

Stoffwechselstörung mit Assoziation zum metabolischen Syndrom und multiplen Ovarialzysten

Mind. 2 Kriterien:

1. Oligo-/Anvoluation

2. Virilisierung durch Hyperandrogenismus

3, Polyzystische Ovarien


Epi: 20-30. LJ, 4-12%


PP: Gestörter Insulinstoffwechsel als Ursache (herabgesetzte Insulinempfindlichkeit)

  • Insulin steigert ovarielle Androgenproduktion in Theca-Zellen -> viele Androgenvorstufen -> Virilisierung


Klinik:

  • Zyklusstörungen (Primäre Amenorrhö, Oligomenorrhö)
    • Infertilität a.G. Oligo-/Anvoluation
  • Virilisierung
    • Hirsutismus: Männliches Behaarungsmuster
    • Hyperseborrhö: Akne vulgaris
    • Stimmveränderungen
  • metabolisches Syndrom (Adipositas, Hyperglykämie, Hypertriglizeridämie, Hypercholesterinämie)


Diagnostik:

  • Hormone
    • isoliert LH (+), FSH (norm oder-)
      • Die hohen Testosteron- und Östrogenspiegel hemmen über den negativen Feedbackmechanismus die Freisetzung von FSH und LH. Die Hyperinsulinämie stimuliert aber die LH-Freisetzung, wodurch es zu einer isolierten LH-Erhöhung kommt.
    • Östrogen (+), Progesteron (-, da kein gelbkörper), Testosteron (+), SHBG (-)
  • Sono


Therapie:

  • Bei jungen Pat. mit Kinderwunsch
    • symptomatisch: Orale Kontrazeptiva (antiandrogene Wirkung), Metformin (Senkung Androgenkonz.), Glucocorticoide
    • Kinderwunsch: Absetzen Kontrazeptiva, Follikelstimulation (Clomifen)
  • Kein Kinderwunsch: Antiandrogene (Cyproteronacetat)
Q:

Klimakterium (Wechseljahre)

A:

Übergangsphase von reproduktiven Zeit bis zum Erlöschen ovarieller Funktion


Prämenopause: Zeitraum zwischen Auftreten der ersten klimakterischen, unregelmäßgen Menstruationszyklen und letzter Menstruation

Menopause: Zeitpunkt letzter ovariell gesteuerter Menstruation (52. LJ)

Postmenopause: 12 Monate nach letzter M beginnt Postmenopause (bis 65. LJ, danach Senium)

Perimenopause: Zeitraum 1-2 Jahre um Menopause

Klimakterium praecox: Einsetzen Klimakterium vor 40. LJ


PP: Abnehmende Ovarialfunktion -> geringere Östrogen/Progesteronspiegel


Klinik: je 1/3 fühlrt sich stark, leicht oder gar nicht beeinträchtigt

  • Veget: Tachykardie, Kopfschmerzen, Obstipationen, Libidoverlust
  • Psych: Störung Nachtschlaf, Depress. Verstimmung
  • Vaginitis Senilis: Akute Entzündung durch Atrophie d. Plattenepithels d. Vagina (a.G. Östrogenmangel) -> verm. Sekretion -> Schmerzen bei GV + Begünstigung Infektionen
    • Klinik: Starker Juckreiz, Scheidentrockenheit (Dyspareunie), erhöhte Infektion
    • Therapie: Lokale Östrogentherapie


Diagnostik

  • FSH + LH (+)
  • Östradiol/Progesteron (-)
  • Testosteron + Prolaktin normal


Therapie

  • Hormonelle Ersatztherapie(Ind: Klimakterium praecox, starke veget. Einschränkungen)
    • Östrogentherapie erhöht Risiko für Mammakarzinom
    • Meist zusätzlich Gestagene, um Risiko für Endometriumhyperplasie gering zu halten
  • Alternativmedizinisch
    • Moorsitzbäder
    • Cimicifugawurzelstock: Östrogenähnliche Wirkung


Klimakterium Praecox

  • Ätiologie: anlagebedingt (Turner-Syndrom), OP-Entfernung Ovarien, Autoimmun...
Q:

Nicht-hormonelle Kontrazeption

A:

Pearl-Index: Maß für Sicherheit der Verhütungsmethode (Anzahl Schwangerschaften im Verhältnis zu 100 Frauenjahren) -> je niedriger um so besser


Symptothermale Methode: Bestimmung fertile/nicht-fertile Phase d. Zyklus anhand Selbstbeobachtung (Zervixschleim) und Basaltemperaturmessung

  • PI: 0,3-2,3
  • Basaltemperaturmethode (steigt periovulatorisch an und sinkt erst am Zyklusende wieder ab): PI 1-10
  • Selbstbeobachtung Zervixschleim (sexuelle Abstinenz bei Schleim und Feuchtigkeitsabgang aus Scheide bis zum 3. Abend nach Höheüunkt d. Schleimproduktion): PI 5-35


Mechanische Kontrazeption

  • Kondom (PI 0,4-12)
  • Frauenkondom (Femidom, PI 5-25)
  • Scheidendiaphragma (PI 1-20)
  • Portiokappe (Okklusivpessar, PI 6-36)
  • Vaginalschwamm (PI 5-10)


Chemische Kontrazeption: Inaktivierung durch Tötung der Spermien (PI3-21)


Intrauterinpessar (Spirale): Spermizide und embrytoxische Wirkung von Kupfer-Ionen. Reizung Endometrium -> Leukozytose -> Spermizid + Nidationshemmung d. Zygote

  • PI 0,3-3
  • Erhöhtes Risiko gynäkol. Infektionen
  • Komplikationen:
    • Fremdkörperendometritis: Infektion mit tubarer Sterilität
    • Erhöhtes Risiko für Extrauteringravidität


Sterilisation: Operative Unterbrechung der Tubendurchgängigkeit (PI 0,1-0,4)

  • Vasektomie beim Mann deutlich effektiver (0,1-0,2)



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Q:

Hormonelle Kontrazeption

A:

Östrogen-Gestagen-Präparate (Kombipräparate)

  • Typen
    • Einphasig (gleichbleibende Dosierung Östrogen + Gestagen)
      • z.B. Kontrazeptionspflaster, Kombipille, Vaginalring
    • Mehrphasig (Annäherung an normalen Zyklus
  • Wirkung: Zentrale Ovulationshemmung
    • neg. Rückkopplung: Supression GnRH-Freisetzung im Hypothalamus -> verminderte LH/FSH-Freisetzung -> Hemmung Follikelreifung, kein LH-Peak und Ovulation, verm. ovarielle Androgensynthese
    • Periphere Gestagen-Wirkung: Hemmung Spermienaszension und Nidation durch Verdickung Zervixschleim, verm. Proliferation Endometrium
  • UAW: Thromboserisiko
    • protektiv bei Ovarial/Endometrium und Kolonkrazinom aber erh. Risiko Zervixkarzinom
  • KI: Art. Hypertonie I, Raucherinnen > 35, Adipositas, Migräne


Gestagen-Monopräparate (z.B. Minipille, Depotpräparat)

  • Ind: Östrogen-Unverträglichkeit oder KI
  • Wirkung
    • Zentrale Ovulationshemmung (bei den meisten Präparaten jedoch zu niedrige Dosierung)
    • Periphere Gestagen-Wirkung (s. oben)
  • KI: Schwere Lebererkrankung, cholestatischer Ikterus 


Postkoitale Kontrazeptiva (Stoffe verzögern Eisprung)

  • am besten bis 12h nach GV; Präparate wirken nicht, wenn Eisprung schon stattgefunden hat
Q:

Descensus genitalis

A:

Senkung Gebärmutter/Scheide bis zum Vorfall vor Scheideneingag


Ätiologie: Insuffizienz Beckenbodenmuskulatur und ligamentärer Halteapparat


Klinik:

  • Druckgefühl Damm
  • Ziehende UB-Schmerzen
  • Miktionsbeschwerden/Stuhlentleerung


Diagnostik:

  • KU: Inspektion in Ruhe, Husten, Pressen
    • Grad I: Die Portio reicht bis 1 cm vor den Introitus vaginae heran
    • Grad II: Die Portio liegt am Introitus
    • Grad III: Die Portio reicht bis 2 cm über den Introitus hinaus
    • Grad IV: Totalprolap
  • Sono
  • Urodynamische Untersuchung


Therapie:

  • Konservativ: Training Beckenbodenmuskulatur, lokale Östrogenbehandlung
  • OP: Vaginale Hysterektomie mit Kolporrhagie und sakrospinaler Vaginalstumpffixation
Q:

Vulvitis

A:

Entzündung Vulva und Introitus vaginae


Klinik:

  • Pruritus, Fluor vaginalis


Diagnostik:

  • Pruritus: Candidose, Scabies, Lichen sclerosus , Allergie, Neurodermitis
  • Brennen: Herpes, Lichen ruber


Therapie:

  • symptomatishc
  • ggf. Doxycyclin + Metronidazol
  • Mitbehandlung Partner
Q:

Bartholinitis

A:

Bakterielle Entzündung Bartholindrüsen


Ätiologie: Mischinfektionen (E.coli, Gonokokken, Streptokokken, S. aureus)


Klinik: Einseitige Rötung/Schwellung und starke Schmerzen im hinteren Bereichn d. Labien, plötzliches Auftreten


Therapie:

  • Symptomatisch: antiseptisch + Schmerzbehandlung
  • bei schwerem Verlauf: Amoxicillin + Metronidazol
  • Bei Empyem ohne Spontanruptur: + Marsupialisation (Eröffnung Pseudoabszess)
  • Mitbehandlung Partner
Q:

Bakterielle Vaginose

A:

Ungleichgewicht der Scheidenflora zugunsten Milchsäurebakterien


Ätiologie: v.a. Gardnerella vaginalis

  • Risikofaktoren: häufiger GV


Klinik

  • Amsel-Kriterien: mind 3
    • vermehrter dünflüssiger/schäumiger weiß bis gelber Fluor vaginalis
    • Nachweis Clue Cells (Platteneptihelzelle bedeckt mit kokkoiden Bakterien)
    • Fischiger Geruch (Amintest)
    • Vaginal-pH >4,5
  • Fakultativ: Dyspareunie, Pruritus, Dysurie


Therapie: IMMER AB (z.B. Metronidazol)

Q:

Trichomonaden-Infektion

A:

Ätiologie: Trichomonas vaginalis


Klinik: meist als Vaginitis, kann aber auch aufsteigend zu Adnexitis werden

  • 70-85% asymptomatisch
  • Symptome 5-28 nach Infektion
    • Vulvovaginaler Pruritus und Rötung
    • Kolpitis granularis: Punktförmige Rötungen Vaginalschleimhaut (Erdbeerzervix)
    • Brennen
    • unangenehm riechender, grün-gelblicher Ausfluss


Diagnostik: Abstrich + Klinik


Therapie: Metronidazol oral

Q:

Fehlbildungen Vulva und Vagina

A:

Angeboren: Hymenalatresie/Vaginaatresie

  • Hymenalatresie: Scheideneingang membranartig verschlossen
  • Vaginalatresie: äußere Mündung d. Vagina fehlt -> Menstruationsblut kann nicht abfließen (= Hämatokolpos), später in Uterus (Hämatometra) und Tuben (Hämatosalpinx)
  • Klinik: Vor Menarche symptomlos
    • Primäre Amenorrhö
    • Molimina menstrualia: Amenorrhö mit monatlicher Schmerzzunahme
    • Tastbarer Unterbauchtumor
  • Therapie: Inzision Hymen/Vagina


Erworben:

  • Synechien im Zervikalkanal
    • Ätiologie: postentzündlich (Chlamydien), posttraumatisch
    • Klinik: Molimina mentrualia, sekundäre Amenorrhoe
    • Therapie: OP -> Lösung Synechien
  • Labiensynchie (Partielle/komplette Verklebung kleine Labien)
    • 2-5% bis 4.LJ
    • Ätiologie: Östrogenmangel
    • Therapie: Lösung mit östrogenhaltiger Salbe (keine OP wegen Vernarbung und Rezidivrisiko)
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