Kognition at Universität Erfurt | Flashcards & Summaries

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TESTE DEIN WISSEN

PRP: Psychologische Refraktärperiode (Welford 1952, Pashler 1993)


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TESTE DEIN WISSEN

Einem Probanden wurden zwei Reize in schneller Aufeinanderfolge dargeboten, wobei so schnell wie möglich auf jeden der Reize reagiert werden musste (Tastendruck).


Ergebnis: Die Reaktionszeit auf den zweiten von zwei fast gleichzeitig dargebotenen Reizen ist von der SOA zwischen den Reizen abhängig.

Die Reaktionszeit ist um so länger, je kürzer die SOA ist. (PRP)

-> die Verarbeitung des ersten Reizes muss erst abgeschlossen sein, bevor die des zweiten Reizes beginnen kann.

Diese Limitation deutet auf einen Engpass im Verarbeitungssystem hin.

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TESTE DEIN WISSEN

Sie wissen worin sich die Theorien unterscheiden.

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TESTE DEIN WISSEN

Ort der Selektion

- Filtertheorie: Frühe Selektion, nicht flexibel

- Attenutionstheorie: Frühe Selektion, flexibel

- Theorie der späten Selektion: Späte Selektion, handlungsgesteuerte


Art der Weiterleitung


- Filtertheorie: „Alles-oder-Nichts-Prinzip“

- Attenuationstheorie: „Mehr-oder-Weniger-Prinzip“


Konsens: begrenzte Informationsverarbeitungskapazität

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TESTE DEIN WISSEN

Das Paradigma des dichotischen Hörens (Cherry, 1953)

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TESTE DEIN WISSEN

Methode: "shadowing"

Dem linken und dem rechten Ohr einer Probandin werden gleichzeitig je eine "Nachricht" zugespielt, wobei eine der Nachrichten zu beschatten, d.h. laut nachzusprechen war.

Die Frage war, was die Probanden im Anschluss an das Experiment von der nicht beachteten Nachricht wiedergeben konnten.


Veränderungen physikalischer Eigenschaften der nicht beschatteten Information werden entdeckt.

Z.b. Wechsel von Frauenstimme zu Männerstimme 

oder 400 Hz Ton


Deshalb gingen Broadbent und andere von einer frühen Selektion, da nur physikalische Merkmale verarbeitet wurden und nicht Merkmale, die eine semantische Verarbeitung benötigt hätten.


Nicht bemerkt wurde

- eine andere Sprache

- Wortwiederholungen

- rückwärts abspielen des Tonbands

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TESTE DEIN WISSEN


Spit-Span Paradigma (Broadbent, 1954)
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TESTE DEIN WISSEN

Wenn simultan ans rechte und linke Ohr gerichtete Informationen (hier: simultan dargebotene Sequenzen von Ziffernpaaren) berichtet werden müssen, erfolgt der Bericht getrennt nach Quellen (d.h. das Ohr) , die Wiedergabe folgt also nicht der zeitlichen Struktur der Darbietung.

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TESTE DEIN WISSEN

Sie wissen welche Mechanismen der Ausrichtung der Aufmerksamkeit auf einen Ort zugrunde liegen und können dies an einem Beispiel verdeutlichen

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TESTE DEIN WISSEN

Exogen:

-  Reiz kommt plötzlich aus der unbeobachteten Umgebung (peripher dargeboten).


-  Hat eine automatischer Funktionsweise (schnell wirksam = kurze Latenz)

- Beispiel: Etwas fällt um und erzeugt ein lautes Geräusch → man richtet Aufmerk-samkeit auf das plötzlich entstandene Geräusch.


Endogen:

-  Reiz wird willentlich wahrgenommen (intentional)

- Hat eine kontrollierende Funktionsweise (informativ – kontrollierte Steuerung mit relativ langer Latenz aber dauerhafter Wirksamkeit = lange Aktivation)

- Beispiel: Man richtet seine Aufmerksamkeit willentlich auf den Unterricht, und blen-det das Gespräch der Nebensitzer_innen aus.

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TESTE DEIN WISSEN

proximaler Reiz


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TESTE DEIN WISSEN

ein dem Beobachter naher Reiz (Reizvorgang am Sinnesorgan)

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TESTE DEIN WISSEN

distaler Reiz


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TESTE DEIN WISSEN

der vom Beobachter entfernte Reiz (Reizgegenstand), d.h. er bezeichnet das physikalische Objekt in der Umgebung.



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TESTE DEIN WISSEN

Absolutschwelle

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TESTE DEIN WISSEN

Ab welcher Reizintensität wird ein Reiz überhaupt wahrgenommen?

Die Absolutschwelle gibt die für die Reizentdeckung minimal notwendige Reizintensität an.


theoretisch Definition

Jene Reizintensität, bei der ein sensorisches Signal in der Hälfte der Darbietungen erkannt wird (Erkennungsrate: 50 %), d.h. Empfindungen von einer Stärke (z.B. Lichtquelle oder Geräusch), die wir gerade noch wahrnehmen können. 

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TESTE DEIN WISSEN

Wahrnehmung 


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TESTE DEIN WISSEN

Wahrnehmung ist ein konstruktiver Prozess

• der distale Reiz (Reizgegenstand) wird auf Grundlage des proximalen Reizes (Reizvorgang am Sinnesorgan) abgeleitet und als Perzept mental repräsentiert. 

• Grob können die drei Stufen: 


- sensorische Prozesse (Datenverarbeitung; Ergebnis: Empfindung)

- Perzeptuelle Organisation (mentale Repräsentation; Ergebnis: Perzept) 

- und die Identifikation (Interpretation; Ergebnis: Bedeutung) 


unterschieden werden. 


Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Wahrnehmungsambiguitäten

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TESTE DEIN WISSEN

- Ergebnis unterschiedlicher Interpretationen der Reizvorlage

- finden zu einem späteren Zeitpunkt der Reizverarbeitung statt, wenn Vorwissen zur Empfindung hinzukommt-> Top-Down-Prozesse

- Stufe der Identifikation/ des Wiedererkennens

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TESTE DEIN WISSEN

Bottom-Up-Prozesse

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TESTE DEIN WISSEN

Das Aufnehmen sensorischer Information aus der Umwelt und die neuronale Weiterverarbeitung, um relevante Informationen zu extrahieren und zu analysieren.

-> datengesteuert

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TESTE DEIN WISSEN

Weberkonstante

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TESTE DEIN WISSEN

Die Weberkonstante ist essentieller Bestandteil, weil sie die Sensitivität unserer Sinnessysteme auf die jeweilige Art des physikalischen Reizes in die Gleichung integriert.

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Q:

PRP: Psychologische Refraktärperiode (Welford 1952, Pashler 1993)


A:

Einem Probanden wurden zwei Reize in schneller Aufeinanderfolge dargeboten, wobei so schnell wie möglich auf jeden der Reize reagiert werden musste (Tastendruck).


Ergebnis: Die Reaktionszeit auf den zweiten von zwei fast gleichzeitig dargebotenen Reizen ist von der SOA zwischen den Reizen abhängig.

Die Reaktionszeit ist um so länger, je kürzer die SOA ist. (PRP)

-> die Verarbeitung des ersten Reizes muss erst abgeschlossen sein, bevor die des zweiten Reizes beginnen kann.

Diese Limitation deutet auf einen Engpass im Verarbeitungssystem hin.

Q:

Sie wissen worin sich die Theorien unterscheiden.

A:

Ort der Selektion

- Filtertheorie: Frühe Selektion, nicht flexibel

- Attenutionstheorie: Frühe Selektion, flexibel

- Theorie der späten Selektion: Späte Selektion, handlungsgesteuerte


Art der Weiterleitung


- Filtertheorie: „Alles-oder-Nichts-Prinzip“

- Attenuationstheorie: „Mehr-oder-Weniger-Prinzip“


Konsens: begrenzte Informationsverarbeitungskapazität

Q:

Das Paradigma des dichotischen Hörens (Cherry, 1953)

A:

Methode: "shadowing"

Dem linken und dem rechten Ohr einer Probandin werden gleichzeitig je eine "Nachricht" zugespielt, wobei eine der Nachrichten zu beschatten, d.h. laut nachzusprechen war.

Die Frage war, was die Probanden im Anschluss an das Experiment von der nicht beachteten Nachricht wiedergeben konnten.


Veränderungen physikalischer Eigenschaften der nicht beschatteten Information werden entdeckt.

Z.b. Wechsel von Frauenstimme zu Männerstimme 

oder 400 Hz Ton


Deshalb gingen Broadbent und andere von einer frühen Selektion, da nur physikalische Merkmale verarbeitet wurden und nicht Merkmale, die eine semantische Verarbeitung benötigt hätten.


Nicht bemerkt wurde

- eine andere Sprache

- Wortwiederholungen

- rückwärts abspielen des Tonbands

Q:


Spit-Span Paradigma (Broadbent, 1954)
A:

Wenn simultan ans rechte und linke Ohr gerichtete Informationen (hier: simultan dargebotene Sequenzen von Ziffernpaaren) berichtet werden müssen, erfolgt der Bericht getrennt nach Quellen (d.h. das Ohr) , die Wiedergabe folgt also nicht der zeitlichen Struktur der Darbietung.

Q:

Sie wissen welche Mechanismen der Ausrichtung der Aufmerksamkeit auf einen Ort zugrunde liegen und können dies an einem Beispiel verdeutlichen

A:

Exogen:

-  Reiz kommt plötzlich aus der unbeobachteten Umgebung (peripher dargeboten).


-  Hat eine automatischer Funktionsweise (schnell wirksam = kurze Latenz)

- Beispiel: Etwas fällt um und erzeugt ein lautes Geräusch → man richtet Aufmerk-samkeit auf das plötzlich entstandene Geräusch.


Endogen:

-  Reiz wird willentlich wahrgenommen (intentional)

- Hat eine kontrollierende Funktionsweise (informativ – kontrollierte Steuerung mit relativ langer Latenz aber dauerhafter Wirksamkeit = lange Aktivation)

- Beispiel: Man richtet seine Aufmerksamkeit willentlich auf den Unterricht, und blen-det das Gespräch der Nebensitzer_innen aus.

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Q:

proximaler Reiz


A:

ein dem Beobachter naher Reiz (Reizvorgang am Sinnesorgan)

Q:

distaler Reiz


A:

der vom Beobachter entfernte Reiz (Reizgegenstand), d.h. er bezeichnet das physikalische Objekt in der Umgebung.



Q:

Absolutschwelle

A:

Ab welcher Reizintensität wird ein Reiz überhaupt wahrgenommen?

Die Absolutschwelle gibt die für die Reizentdeckung minimal notwendige Reizintensität an.


theoretisch Definition

Jene Reizintensität, bei der ein sensorisches Signal in der Hälfte der Darbietungen erkannt wird (Erkennungsrate: 50 %), d.h. Empfindungen von einer Stärke (z.B. Lichtquelle oder Geräusch), die wir gerade noch wahrnehmen können. 

Q:

Wahrnehmung 


A:

Wahrnehmung ist ein konstruktiver Prozess

• der distale Reiz (Reizgegenstand) wird auf Grundlage des proximalen Reizes (Reizvorgang am Sinnesorgan) abgeleitet und als Perzept mental repräsentiert. 

• Grob können die drei Stufen: 


- sensorische Prozesse (Datenverarbeitung; Ergebnis: Empfindung)

- Perzeptuelle Organisation (mentale Repräsentation; Ergebnis: Perzept) 

- und die Identifikation (Interpretation; Ergebnis: Bedeutung) 


unterschieden werden. 


Q:

Wahrnehmungsambiguitäten

A:

- Ergebnis unterschiedlicher Interpretationen der Reizvorlage

- finden zu einem späteren Zeitpunkt der Reizverarbeitung statt, wenn Vorwissen zur Empfindung hinzukommt-> Top-Down-Prozesse

- Stufe der Identifikation/ des Wiedererkennens

Q:

Bottom-Up-Prozesse

A:

Das Aufnehmen sensorischer Information aus der Umwelt und die neuronale Weiterverarbeitung, um relevante Informationen zu extrahieren und zu analysieren.

-> datengesteuert

Q:

Weberkonstante

A:

Die Weberkonstante ist essentieller Bestandteil, weil sie die Sensitivität unserer Sinnessysteme auf die jeweilige Art des physikalischen Reizes in die Gleichung integriert.

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