PHN: 2 Ausgewählte Theorien Zum Gesundheitsverhalten at TU München | Flashcards & Summaries

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Theorie der kognitiven Dissonanz

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Abgeleitet aus den Theorien zur kognitiven Konsistenz. 


Eine der einflussreichsten und am intensivsten untersuchten Theorien zur kognitiven Konsistenz. 


Grundannahme 

Wenn man neue Informationen zum kognitiven System hinzufügt, versucht man Konsistenz zu erreichen oder aufrechtzuerhalten zwischen den einzelnen Kognitionen, d.h. 

  • Wahrnehmungen 
  • Gedanken 
  • Meinungen 
  • Einstellungen 
  • Wünsche 
  • Absichten
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Theorie der kognitiven Dissonanz: Irrelevante Beziehung zwischen Kognitionen:

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Kognitionen haben unterschiedliche Inhalte (z.B. Discounter ALDI und Bundesligaverein Borussia Dortmund)

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Theorie der kognitiven Dissonanz: Definition Kognition (Internet)

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Gesamtheit aller Prozesse, die mit dem Wahrnehmen und Erkennen zusammenhängen

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Theorie der kognitiven Dissonanz: Konsonante Beziehung

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Zwei Kognitionen werden subjektiv (!) als übereinstimmend empfunden

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Theorie der kognitiven Dissonanz: Dissonante Beziehung

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  • Zwei Kognitionen sind dissonant, wenn aus einer Kognition das Gegenteil einer anderen Kognition folgt. 
  • Dissonanz ist unabhängig von objektiver Logik. Entscheidend ist allein die subjektive Wahrnehmung
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Theorie der kognitiven Dissonanz: Folgen dissonanter Kognitionen

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  • Negativer Gefühlszustand 
  • Innere Spannung 
  • Drang zur Dissonanzauflösung 
  • Entweder durch Änderung von Einstellungen, Überzeugungen oder Verhaltensweisen, 
  • Oder durch Rechtfertigung bzw. Rationalisierung (z.B. Schokolade & Gesundheit). 
  • Je stärker die empfundene Dissonanz, desto größer ist die Motivation zur Dissonanzauflösung.
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Theorie der kognitiven Dissonanz: Relevante Beziehung zwischen Kognitionen


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Kognitionen haben überlappende, ähnliche oder übereinstimmende Inhalte (z.B. politische Überzeugung und Meinung über Angela Merkel).

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Beispiel: Kognitive Dissonanz und Fleischkonsum

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Die 4Ns sind häufige Argumente, Zur Rationalisierung des Fleischverzehrs. 

Demnach ist der Verzehr von Fleisch zwar mit der Tötung von (höheren) Lebewesen verbunden, aber eben auch … 

  • Natural 
  • Normal 
  • Necessary 
  • Nice.
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Theorie der kognitiven Dissonanz: The Meat Paradoxon 


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Moralischer Konflikt von Omnivoren: 

  • Fleischverzehr ist verbunden mit der Tötung von Tieren. 
  • Fleischverzehr bereitet Genuss. 


Konfliktbewältigung 

  • Verhaltensadaption: Anpassung des Verhaltens an die moralischen Vorstellungen (→ Vegetarismus, Veganismus). 
  • Kognitionsadaption: Anpassung von Überzeugungen und Einstellungen an das Verhalten, z.B.  “Die Erzeugung tierischer Lebensmittel erfolgt frei von Leid.” oder “Tiere sind es nicht wert, sich mit moralischen Bedenken zu belasten.” oder  Rationalisierung (4Ns) 
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The 4Ns: Rechtfertigungen des Fleischverzehrs

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Natural 

  • Fleischverzehr ist natürlich.
  • Fleischverzehr ist biologisch determiniert. 
  • Es gibt ein natürliches Verlangen nach Fleisch.


Normal 

  • Fleischverzehr ist normal (im Sinne sozialer Normen). 
  • Fleischverzehr ist üblich in jeder zivilisierten Gesellschaft. 
  • Wer Fleischverzehr ablehnt, grenzt sich aus. 
  • Fleischverzehr ist in vielen Situationen das gesellschaftlich erwartete Verhalten (d.h. soziale Norm). 


Necessary 

  • Fleischverzehr ist lebensnotwendig. 
  • Fleischverzehr macht stark. 
  • Fleischverzehr ist gesund. 


Nice 

  • Fleisch ist sehr schmackhaft. 
  • Fleischverzehr macht Spaß (z.B. Grill-Party) 


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Theory of Planned Behaviour (Theorie des geplanten Verhaltens)

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  • Erweiterung der Theory of Reasoned Action (Theorie des überlegten bzw. vernünftigen Handelns) 
  • Entwickelt von Ajzen (1985) bzw. Ajzen & Madden (1986)


Hintergrund: 

  • Empirische Studien konnten keinen engen Zusammenhang nachweisen, zwischen Verhaltensabsicht (behavioural intention)  und tatsächlichem Verhalten (actual behaviour) (wie es in der Theory of Reasoned Action postuliert wird). 
  • Situative Einschränkungen müssen ebenfalls berücksichtigt werden. 
  • Verhaltensabsicht kann nicht die exklusive Determinante des Verhaltens sein, wenn eine Person keine vollständige Kontrolle über ihr Verhalten hat.  


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Theory of Reasoned Action vs. Theory of Planned Behaviour

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Theory of Reasoned Action (TRA) 

Verhaltensabsicht (Intention) wird gebildet aus 

  • Einstellungen (Attitude) gegenüber dem Verhalten 
  • Subjektiv empfundene soziale Normen (Subjective Norms). 

Aus der Verhaltensabsicht resultiert das tatsächliche Verhalten (Behavior) 


Theory of Planned Behaviour 

TRA wird ergänzt um die wahrgenommene Verhaltenskontrolle (Perceived Behavioural Control). 


Die wahrgenommene Verhaltenskontrolle beeinflusst … 

  • nicht nur unmittelbar das Verhalten per se (als Proxy für die tatsächliche Verhaltenskontrolle), 
  • sondern auch die Verhaltensabsicht.



Zusammenfassung 

Die Intention, ein bestimmtes Verhalten zu zeigen ist um so stärker, 

  • je positiver die eigenen Einstellungen gegenüber jenem Verhalten 
  • je stärker die subjektiv empfundenen sozialen Normen 
  • je stärker der Glaube an die eigenen Fähigkeiten, das Verhalten zu zeigen.  



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Q:

Theorie der kognitiven Dissonanz

A:

Abgeleitet aus den Theorien zur kognitiven Konsistenz. 


Eine der einflussreichsten und am intensivsten untersuchten Theorien zur kognitiven Konsistenz. 


Grundannahme 

Wenn man neue Informationen zum kognitiven System hinzufügt, versucht man Konsistenz zu erreichen oder aufrechtzuerhalten zwischen den einzelnen Kognitionen, d.h. 

  • Wahrnehmungen 
  • Gedanken 
  • Meinungen 
  • Einstellungen 
  • Wünsche 
  • Absichten
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Theorie der kognitiven Dissonanz: Irrelevante Beziehung zwischen Kognitionen:

A:

Kognitionen haben unterschiedliche Inhalte (z.B. Discounter ALDI und Bundesligaverein Borussia Dortmund)

Q:

Theorie der kognitiven Dissonanz: Definition Kognition (Internet)

A:

Gesamtheit aller Prozesse, die mit dem Wahrnehmen und Erkennen zusammenhängen

Q:

Theorie der kognitiven Dissonanz: Konsonante Beziehung

A:

Zwei Kognitionen werden subjektiv (!) als übereinstimmend empfunden

Q:

Theorie der kognitiven Dissonanz: Dissonante Beziehung

A:
  • Zwei Kognitionen sind dissonant, wenn aus einer Kognition das Gegenteil einer anderen Kognition folgt. 
  • Dissonanz ist unabhängig von objektiver Logik. Entscheidend ist allein die subjektive Wahrnehmung
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Q:

Theorie der kognitiven Dissonanz: Folgen dissonanter Kognitionen

A:
  • Negativer Gefühlszustand 
  • Innere Spannung 
  • Drang zur Dissonanzauflösung 
  • Entweder durch Änderung von Einstellungen, Überzeugungen oder Verhaltensweisen, 
  • Oder durch Rechtfertigung bzw. Rationalisierung (z.B. Schokolade & Gesundheit). 
  • Je stärker die empfundene Dissonanz, desto größer ist die Motivation zur Dissonanzauflösung.
Q:

Theorie der kognitiven Dissonanz: Relevante Beziehung zwischen Kognitionen


A:

Kognitionen haben überlappende, ähnliche oder übereinstimmende Inhalte (z.B. politische Überzeugung und Meinung über Angela Merkel).

Q:

Beispiel: Kognitive Dissonanz und Fleischkonsum

A:

Die 4Ns sind häufige Argumente, Zur Rationalisierung des Fleischverzehrs. 

Demnach ist der Verzehr von Fleisch zwar mit der Tötung von (höheren) Lebewesen verbunden, aber eben auch … 

  • Natural 
  • Normal 
  • Necessary 
  • Nice.
Q:

Theorie der kognitiven Dissonanz: The Meat Paradoxon 


A:

Moralischer Konflikt von Omnivoren: 

  • Fleischverzehr ist verbunden mit der Tötung von Tieren. 
  • Fleischverzehr bereitet Genuss. 


Konfliktbewältigung 

  • Verhaltensadaption: Anpassung des Verhaltens an die moralischen Vorstellungen (→ Vegetarismus, Veganismus). 
  • Kognitionsadaption: Anpassung von Überzeugungen und Einstellungen an das Verhalten, z.B.  “Die Erzeugung tierischer Lebensmittel erfolgt frei von Leid.” oder “Tiere sind es nicht wert, sich mit moralischen Bedenken zu belasten.” oder  Rationalisierung (4Ns) 
Q:

The 4Ns: Rechtfertigungen des Fleischverzehrs

A:

Natural 

  • Fleischverzehr ist natürlich.
  • Fleischverzehr ist biologisch determiniert. 
  • Es gibt ein natürliches Verlangen nach Fleisch.


Normal 

  • Fleischverzehr ist normal (im Sinne sozialer Normen). 
  • Fleischverzehr ist üblich in jeder zivilisierten Gesellschaft. 
  • Wer Fleischverzehr ablehnt, grenzt sich aus. 
  • Fleischverzehr ist in vielen Situationen das gesellschaftlich erwartete Verhalten (d.h. soziale Norm). 


Necessary 

  • Fleischverzehr ist lebensnotwendig. 
  • Fleischverzehr macht stark. 
  • Fleischverzehr ist gesund. 


Nice 

  • Fleisch ist sehr schmackhaft. 
  • Fleischverzehr macht Spaß (z.B. Grill-Party) 


Q:

Theory of Planned Behaviour (Theorie des geplanten Verhaltens)

A:
  • Erweiterung der Theory of Reasoned Action (Theorie des überlegten bzw. vernünftigen Handelns) 
  • Entwickelt von Ajzen (1985) bzw. Ajzen & Madden (1986)


Hintergrund: 

  • Empirische Studien konnten keinen engen Zusammenhang nachweisen, zwischen Verhaltensabsicht (behavioural intention)  und tatsächlichem Verhalten (actual behaviour) (wie es in der Theory of Reasoned Action postuliert wird). 
  • Situative Einschränkungen müssen ebenfalls berücksichtigt werden. 
  • Verhaltensabsicht kann nicht die exklusive Determinante des Verhaltens sein, wenn eine Person keine vollständige Kontrolle über ihr Verhalten hat.  


Q:

Theory of Reasoned Action vs. Theory of Planned Behaviour

A:

Theory of Reasoned Action (TRA) 

Verhaltensabsicht (Intention) wird gebildet aus 

  • Einstellungen (Attitude) gegenüber dem Verhalten 
  • Subjektiv empfundene soziale Normen (Subjective Norms). 

Aus der Verhaltensabsicht resultiert das tatsächliche Verhalten (Behavior) 


Theory of Planned Behaviour 

TRA wird ergänzt um die wahrgenommene Verhaltenskontrolle (Perceived Behavioural Control). 


Die wahrgenommene Verhaltenskontrolle beeinflusst … 

  • nicht nur unmittelbar das Verhalten per se (als Proxy für die tatsächliche Verhaltenskontrolle), 
  • sondern auch die Verhaltensabsicht.



Zusammenfassung 

Die Intention, ein bestimmtes Verhalten zu zeigen ist um so stärker, 

  • je positiver die eigenen Einstellungen gegenüber jenem Verhalten 
  • je stärker die subjektiv empfundenen sozialen Normen 
  • je stärker der Glaube an die eigenen Fähigkeiten, das Verhalten zu zeigen.  



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