Diabetes at TU Braunschweig | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Diabetes an der TU Braunschweig

Greife auf kostenlose Karteikarten, Zusammenfassungen, Übungsaufgaben und Altklausuren für deinen Diabetes Kurs an der TU Braunschweig zu.

TESTE DEIN WISSEN
Diabetes-Typ-2
1. Schema
2. WM von 4 unterschiedlichen AS-Gruppen
3. Diabetes Typ 2: Welche AM, wenn Metformin nicht vertragen wird bei hohem kardiovaskulären Risiko

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TESTE DEIN WISSEN
1. Sulfonylharnstoff  Glibenclamid, Glimepirid, Glubonurid—> insulinotrop, fördern die Insulinsekretion aus den Betazellen, Insulin bei geringerer Glucosekonzentration ausgeschüttet
2. Glitazone Pioglitazon, Rosiglitazon —> vermindern die periphere Insulinresistenz = “Insulinsensitizer“
3. Metformin (Biguanide) —> reduzieren die Glucosebildung in der Leber und hemmt die Glucoseabgabe aus den Zellen
4. alpha-Glucosidase-Inhibitoren Acarbose, Miglitol —> hemmt die Verdauung von Kohlenhydraten = hemmt die alpha-Glucosidase im Darm —> Stärke/Disaccharide werden langsamer abgebaut —> Blutglucosespiegel steigt langsam
5. Insulin (Humaninsulin, Insulinanaloga) —> substituieren endogenes Insulin
6. Glinide Repaglinid, Nateglinid —> fördern die Insulinsekretion aus den Betazellen
7. Gliptine (Dipeptidylpeptidase-4-Inhibitoren = DPP-4-Inhibitoren) Alogliptin, Linagliptin, Saxagliptin, Sitagliptin —> erhöhen die Insulinsekretion, vermindern die Glucagonausschüttung und erhöhen das Sättigungsgefühl
8. GLP-1-Rezeptor-Agonisten Albiglutid, Dulaglutid, Exanatid, Liraglutid: wie bei Gliptine
9. SGLT2-Hemmer Canagliflozin, Dapagliflozin, Empagliflozin  —>fördern die Ausscheidung von Glucose an der Niere, indem sie die Reabsorption über den Transporter SGLT2 hemmen
10. Amylinomimetika Pramlintid —> vermindern die Glucagonsekretion
****Begleitmedikation bei Diabetes
  • Antihypertonika
  • Thrombozytenaggregationshemmer: ASS
  • Lipidsenker
  • Antiadiposita
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TESTE DEIN WISSEN
1. 1 SUlfonylharnstoff
2. Wieso sind diese Sz. nicht zur Therapie des Typ-1-Diabetes geeignet?
3. und eine charakt, u.U, lebensbedrohliche UAW

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TESTE DEIN WISSEN
1. Glibenclamid
2. 
  • Da bei Typ-1-Diabetes ein absoluter Insulinmangel besteht bzw. kein/nicht ausreichend Insulin produziert und ausgeschüttet werden kann und die Wirksamkeit der Sulfonylharnstoffe an eine Insulinsekretion gebunden ist, ist sie bei Typ-1-Diabetikern unwirksam sind
3. 
  • Blutdruckabfall: blutdrucksenkende Wirkung (24h Wirkdauer) —>Gefahr eines hypoglykämischen Zustands/hypoglykämischen Schocks bei Überdosierung, da es  auch unter normo/hypoglykämieschen Bedinung zu einer Insulinsekretion kommt, wodurch schwere Hypoglykämien ausgelöst werden können.
  • Gewichtszunahme, da die Insulinfreisetzung den Appetit erhöht (Bei Metformin keine Gewichtszunahme) —> Problem bei der Behandlung adipöser Patienten
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TESTE DEIN WISSEN
Die kontinuierliche Anwendung von einem unselektiven Betablocker wie Propranolol und Insulin ist nicht kontraindiziert. Erläutern Sie das Risiko, das für Diabetiker bei dieser Therapie dennoch besteht
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TESTE DEIN WISSEN
  • Betablocker hemmt die Glykogenolyse in der Leber, was zu blutglucosesenkender Wirkung und dadurch zu Hypokaliämie führen kann. Betablocker maskieren die Symptome einer Hypoglykämie (Zittern, erhöhte Herzfrequenz, Tachykardie, Herzpalpitationen) —> Es besteht Gefahr, dass eine Hypoglykämie nicht rechtzeitig erkannt wird
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TESTE DEIN WISSEN
  • 1. Welche 2 Arten vom diabetischem Koma gibt es? Bei welchem Diabetestyp treten Sie vorwiegend auf?
  • 2. Parameter zur Bestimmung der Insulinsekretion bei insulinpflichtigem Diabetes
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TESTE DEIN WISSEN
1.
  • Diabetisches Koma = schwerste Form der akuten diabetischen Stoffwechselentgleisung
    • besteht eine extreme Glucoseverwertungsstörung
  • 2 Formen
    • wesentlich häufigere (80-90%) ketoazidotishe Koma: v.a. bei Typ-1-Diabetikern
      • Eine Ketozidose entwickelt sich durch die Bildung größerer Menge von Ketonkörper.
      • Da die Säure in Form ihrer Natrium-/Kaliumsalze ausgeschieden werden, tritt ein Verlust an Na+ und K+ auf
      • Die Glucoseexkretion im Urin löst eine osmotische Diurese mit Wasserverlust aus. 
      • —> Das ketoazidotische Koma ist somit durch Azidose, Elektrolytverschiebungen, Dehydratation und Minderdurchblutung des Gehirns mit Hypoxie
    • hyperosmolare Koma bei Typ-2-Diabetikern:
      • fehlt die Ketoazidose, da das noch vorhandene Insulin ausreicht, die hepatische Ketonkörperbildung zu verhindern.
      • Dagegen ist die Blutglucosekonzentration mit > 6g/Liter deutlich höher als beim ketoazidotischen Koma
  • Ein diabetisches Koma, inbesondere die hyperosmolare Form, entwickelt sich meist allmählich über ein Prodromalstadium (Präkoma) mit Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Muskelschwäche und Schläfrigkeit, Durst, Polydipsie, Polyurie
    • Haut, Schleimhäute und Zunge erscheinen trocken 
    • Augenbulbi sind weich
    • Atmung ist vertieft und verlangsamt
    • Beim ketoazidotishen Koma riecht außerdem die Ausatmungsluft des Patienten nach Aceton
2. C-Peptid-Ausscheidung im Urin, Blutglucosespiegel, HbA1c (Langzeit-Blutzuckerwert)
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TESTE DEIN WISSEN
Verzögerungsinsuline
a. Insulindetemir
b. Insilinglargin
c. NPH-Insulin
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TESTE DEIN WISSEN
Verzögerungsinsuline: langwirksames Basalinsulin
UAW, IA sehen Humaninsulin
a. Insulindetemir: durch Entfernen und Hinzufügen jeweils einer Aminosäure in der B-Kette = chemisch Modifizierung der B-Kette —> Eine Myristin-Fettsäurekette (C14) wird am B29-Lysin eingefügt und das B30-Threonin wird entfernt. Die native Form assoiiert dabei zu Hexameren. Im Zielgewebe geben die Assoziate langsam die Monomere frei, die bevorzugt an Albumin gebunden werden. Durch dieses Proteinbindung, die sowohl Gewebe als auch im Blut stattfindet, werden langanhaltende Wirkstoffspiegel erreicht.
  • Dosierung: mit einem mahlzeitabhängigen Kurzzeitinsulin kombiniert
  • KI: Schwangerschaft, Stillzeit, Hypoglykämie
b. Insuilinglargin: durch Austausch von einer Aminosäure in der B-Kette und durch Zusatz von 2 Aminosäuren in der A-Kette = Modifizierung der A-Kette (Tausch von Glycin gegen Asparaginsäure) und B-Kette (Verlängerung um 2 Argininreste) —> Insulinglardin weist einen anderen isoelektrischen Punkt auf löst sich kaum im neutralen Milieu des Körper. Die appl.sfertige Lösung ist auf pH 4 eingestellt. Nach der Appl. wird es im s.c. Gewebe neutralisiert und es bilden sich Mikropräzipitate, aus denen Insulin konstant über mehr als 24h in geringen Mengen freigesetzt wird.
  • KI: Hypoglykämie, Kinder < 6J
c. NPH-Insulin = Neutrales Protamin Hagedorn: durch Zusatz von Protamin (basischer Fischeiweiß)—> verringerte Resorptionsgeschwindigkeit, indem die Menge von Protamin genau zum sauren Insulin, die zur Neutralisation nötig ist, gegeben wird. Dadurch entsteht eine Suspension mit gleichförmigen Kristallen, die nach s.c. Injektion nur langsam in Lösung gehen.
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TESTE DEIN WISSEN
Humaninsulin —> wieso Spritz-Ess-Abstand und wie lange bei Humaninsulin


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TESTE DEIN WISSEN
Da die Insulinzubereitungen erst aus dem Unterhautfettgewebe ins Blut diffundieren müssen und als Hexameren vorliegen, welche erst in Mono- und Dimeren aufgespalten werden müssen, bevor sie durchs Epithel und  aufgenommen werden kann.
—> Dispergierung + Diffusion dauert 20-30 min
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TESTE DEIN WISSEN
Glinide als Sulfonylharnstoffanaloga
z.B. Nateglinid 

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TESTE DEIN WISSEN
als Sulfonylharnstoffanaloga
  • WM: siehe Sulfonylharnstoff (Glibenclamid)
  • Kinetik: Nateglinid über CYP2C9 metabolisiert; Repaglinid über CYP2C8, CYP3A4; schneller Wirkungseintritt, Einnahme direkt vor den Hauptmahlzeiten, überwiegend renal in Form von Metaboliten ausgeschieden, Dosisanpassung bei leicht/mittelschwerer eingeschränkten Nierenfunktion ist aber nicht nötig
  • UAW: dem Pat. sollte Einhaltung einer kohlenhydratarmen Diät/regelmäßige körperliche Betätigung angeraten werden
    • Hypoglykämie: siehe Glibenclamid (aber geringer als bei Sulfonylharnstoffen)
    • Gestegerter Appetit
    • Infektionen der oberen Atemwege
    • GIT-Beschwerden
  • KI: 
    • Typ-1-Diabetes: siehe Glibenclamid
    • Diabetes Ketoazidose
    • Leberfunktionsstörungen
    • Kinder < 12J
    • Schwangerschaft, Stillzeit
    • siehe IA
  • IA:
    • verstärkte Wirkung durch
      • ACE-Hemmer, Betablocker
      • CYP2C9-Inhibitoren (auch CYP2C19-Inhibitoren): Omeprazol, Esomeprazol, Oxcabazepin, Fluconazol, Noscapin, Letrozol, Isoniazid, Amiodaron —> verzögern den Abbau von Nateglinid, PDE5-Hemmer (Sildenafil, Vardenafil), Antikoagulantien (Phenprocoumon, Warfarin), Benzodiazepin (Diazepam), Antiepileptika (Phenytoin)
      • CYP2C8-Inhibitoren: Gemfibrozil, Clopidogrel —> erhöhte Plasmakonz von Subtrate von CYP2C8 wie Repaglinid, Rosiglitazon
      • CYP3A4-Inhibitoren: Ciclosporin, Tacrolimus, Isoniazid, Aprepitant, Cimetidin, Chloramphenicol, Azol-Antimykotika (Fluconazol, Ketoconazol, Itraconazol, Clotrimazol), Antibiotika (Makrolide wie Erythromycin, Clarithromycin, Roxithromycin, aber NICHT Azithromycin), Virostatika (Delaviridin, Indinavir, Lopinavir + Ritonavir, Nelfinavir), Calciumantagonisten (Diltiazem, Verapamil, Nifedipin, Felodipin), Amiodaron, Dronedaron
    • verringerte Wirkung durch
      • Diuretika: 
        • besonders die Thiazide, da sie oft eine Hypokaliämie verursachen. Durch den erniedrigten Kaliumspiegel sind die Glucoseutilisation und die Insulinwirksamkeit erniedrigt. Da es in den Betazellen aufgrund der größeren Differenz zwischen intrazellulärem und plasmatischem Kalium schwerer zu einer Depolarisation kommt, wird weniger Insulin freigesetzt
        • aufgrund der hyperglykämischen Wirkung: das sympathikoadrenerge System wird durch das verminderte zirkulierende Volumen aktiviert und die Insulinempfindlichkeit wird damit verringert
      • Glucocorticoide: siehe Glibenclamid
      • Schilddrüsenhormone: verminderte Glucosetoleranz, erhöhte Blutzuckerwerte, gesteigerte Glucoseaufnahme aus dem Darm ins Blut und gesteigerte Gluconeogenese
      • Sympathomimetika: durch Aktivierung des Sympathikus wird die Insulinempfindichkeit verringert und die Glykogenolyse gesteigert —> erhöhte Blutzuckerwerte
        • Bei Repaglinid: ß-Sympathomimetika (Etilefrin) aktivieren die Adenylcyclase —> cAMP-Bildung, welches die Proteinkinase A aktiviert, die wiederum aktive Leber- und Muskelphosphorylasen aus inaktiven Vorstufen bildet. Diese Phosphorylasen katalysieren den Abbau von Glykogen —> kat. die Freisetzung von Glucose aus Leber und Muskel
      • CYP2C9-Induktoren (auch CYP2C19-Induktoren): Rifampicin, Carbamazepin, Interferone
      • CYP2C8-Induktoren: Rifampicin —> schnellerer Abbau
      • CYP3A4-Induktoren: Virostatika (Efavirenz, Nevirapin), Barbiturate (Phenobarbital), Carbamazepin, Phenytoin, Rifampicin, Oxacarbazepin, Rifabutin
    • Alkohol: siehe Glibenclamid
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TESTE DEIN WISSEN
1. Nennen Sie 2 Organe die langfristig beim Diabetes durch eien Mikroangiopathie geschädigt werden 
2. Nennen Sie 2 Organe, die langfristig durch eine Makroangiopathie geschädigt werden
3. Nennen Sie ein Inkretinmimetikum und geben Sie an, welchem körpereigenen Peptid es nähert
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TESTE DEIN WISSEN
1. Mikroangiopathie: Auge, Niere
2. Makroangiopathie: Herz, Gehirn
3. Exenatid —> GLP Glucagon-like-peptid
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TESTE DEIN WISSEN
Glitazone = Thiazolidindione
  • Pioglitazol
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TESTE DEIN WISSEN
Glitazone
  • WM: Verringerung der Insulinresistenz durch Agonismus am PPAR-Gamma-Rezeptor (nukleärer Rezeptor)
    • Primärer Angriffspunkt: Fettzellen
      • Glitazone binden als Agonisten an intrazelluläre Peroxisomen-Proliferator-aktivierte Rezeptoren vom Gamma-Subtyp der Fettzellen (diese Rezeptoren sind Transkriptionsfaktoren). Durch die vermehrte Expression bestimmter Gene werden Proteine in größerem Umfang gebildet, die die Reifung der Fettzellen fördern und die Triglyceridspeicherung anregen.
    • Weniger Insulinresistenz-auslösende Stoffe werden aus dem Fettgewebe freigesetzt (wie freie Fettsäuren FFA für die Stimulation der Gluconeogenese in der Leber, Glycerol als Substrat der Gluconeogenese, Tumornekrose-Faktor alpha TNF-alpha, Fettzellhormone) —> Da die Fettzellen weniger FFA und Glycerol abgeben, sinkt die Glucoseproduktion und Glucoseabgabe aus der Zellen von der Leber
    • Reduzieren der Insulinresistenz am Muskel = Erhöhung der Insulinsensivität —> Bildung von Glucosetransportern + deren Translokation in die Zellmembran steigt, wodurch der Blutzucker durch vermehrte Glucoseaufnahme aus dem Blutkreislauf in die Zelle/ins Gewebe sinkt. HbA1c-Wert wird normalisiert. 
    • Selbst kein Einfluss auf die Insulinsekretion 
  • Indikation: Typ-2-Diabetes
  • UAW: 
    • Gewichtzunahme: durch vermehrte Speicherung von Triglyceriden, Reifung von Fettzellen, Wassereinlagerung —> Herzinsuffizienz, Lungenödem (deswegen sollte: strikt an eine kalorienkontrollierte Diät gehalten werden + Kontroll der Leberwerte)
    • Ödeme, Flüssigkeitsretention (Pioglitazon) —> Herzinsuffizienz (häufiger bei Kombi mit Insulin)
    • Infektionen der oberen Atemwege
    • Hepatozelluläre Dysfunktion: Übelkeit, Erbrechen, Oberbauchschmerzen, Müdigkeit, Appetitslosigkeit u/o dunkler Harn
    • Sehstörungen, Makulaödem (als Spätkomplikation von Diabetes mellitus)
    • Hypästhesie
    • erhöhtes Frakturrisiko: auch in den Knoch gibt es auch PPAR-Gamma-Rezeptoren, über die die Reifung pluripotenter mesenchymaler Stammzellen reguliert wird. In vitro: die Stammzellen werden vermehrt zu Fellzellen und weniger als normal zu Osteoblasten ausdifferenziert. In vivo: ein erhöhtes Frakturrisiko bei Frauen
  • KI: Herzinsuffizienz, Leberfunktionsstörungen, Schwangerschaft, Stillzeit
  • Kinetik: über CYP2C8, CYP
  • IA: 
    • verstärkte blutdrucksenkende Wirkung 
      • durch ACE-Hemmer, welche den Blutzuckerspiegel senken können —> Dosisanpassung; Nierenfunktion kann akut durch ACE-Hemmer beeinträchtigt werden —> Risiko für Lactatazidose
      • durch Betablocker, bei den sich die Glykogenolyse in der Leber verringert, so dass die blutzuckersenkende Wirkung verstärkt wird (Hypoglykämie maskieren)
      • CYP2C8-Inhibitoren wie Gemfibrozil —> Dosisanpassung, Überwachung
    • gegenseitige Wirkverstärkgung durch Kombi zweier Antidiabetika ( Glitazone + Sulfonylharnstoff/Insulin)—-> erhöhtes Hypoglykämierisiko —> Dosisanpassung bzw. Glitazone + Insulin zur Herzinsuffizienz durch Flüssigkeitsretention
    • verringerte Wirkung durch 
      • Glucocorticoide, die Gluconeogenese fördern + den GLucoseumsatz erhöhen + Glucosetoleranz und Insulinempfindlichkeit verringern  —> Anstieg des Blutzuckerspiegels
      • Schilddrüsenhormone, die die Glucosetoleranz verringern + die Insulinresistenz verstärken —>Überwachung
      • CYP2C8-Induktoren wie Rifampicin—> Dosisanpassung, Überwachung
      • orale Kontreptiva
    • erhöhte Gefahr eines Ödem durch NSAR/NSAID aufgrund der Flüssigkeitsretention von beiden


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TESTE DEIN WISSEN
Exenatid - GLP-1-Agonist
(GLP-1-Agonist: Exenatid 50%, Liraglutid 97%, Dulaglutid 90%)
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TESTE DEIN WISSEN
Exenatid (50% homolog mit GLP-1) —> es stimuliert den zugehörigen Rezeptor (GLP-1-Rezeptor)
  • Inkretin-Mimetikum = GLP-1-Analogon
  • WM: Steigerung der Insulinsekretion und Hemmung der Glucagonfreisetzung
    • GLP-1 gehört zu Inkretinen
      • wird im Körper sehr schnell vom Enzym DPP-4 (Dipeptidyl-Peptidase-4) abgebaut, was zu einer sehr geringen Halbwertzeit führt (1,5-2 min). Um die HWZ der Mimetika zu verlängern, wurden Veränderungen in der Aminosäuresequenz vorgenommen, die resultierenden HWZ betragen 2,4h (Exenatid), 11-15h (Liraglutid), 4,7 Tage (Dulaglutid)
      • Inkretinen: antihyperglykämische Hormone, die nach Nahrungsaufnahme im GIT freigesetzt werden und die Insulinsekretion aus den Betazellen stimulieren. Inkretine binden an den GLP-1-Rezeptor und aktivieren ihn. Dadurm kommt es zu folgenden Effekten:
        • Die Insulinsekretion aus Betazellen wird blutzuckerabhängig erhöht —> wenn die Blutzucker sinkt, wird auch die Insulinsekretion weniger angeregt, wodurch es nicht so leicht zu einer Unterzuckerung kommen kann (bei niedrigem Blutzuckerspiegel < 70 mg/dl wird kein Insulin freigesetzt, bei < 50 mg/dl wird die Glucagonsekretion nicht mehr gehemmt) —> Vorteil
        • Die bei Typ-2-Diabetikern erhöhte Glucagonsekretion wird vermindert. Dadurch sinkt die Glucoseabgabe aus der Leber. Bei einer Hypoglykämie wird die gegenregulatorische Wirkung des Glucagons und anderer Hormone aber nicht beeinflusst.
        • verzögerte Magenentleerung —> die Resorption von Kohlenhydraten wird damit verlangsamt —> die Nahrungsaufnahme soll durch ein verstärktes Sättigungsgefühl vermindert werden
        • Exenatid ist resistent gegen den Abbau durch die DPP-4 ist, welches normal. GLP-1 abbaut.
      • Folgen: Postprandialer Blutzucker und Nüchtern-Blutzucker sinken und es kommt zu einer mäßigen Abnahme des HbA1c um bis zu 1%.
        • Auch Gewichtsabnahme (2-4 kg) (Übelkeit)
  • Dosierung: innerhalb von 60 min vor der Mahlzeiten, darf nicht nach einer Mahlzeit nachgeholt werden
  • UAW: 
    • Hypoglykämie: erhöhtes Risiko bei Kombi mit Sulfonylharnstoffen/Insulin
    • GIT-Beschwerden: Übelkeit (Therapieabbrüchen), Gewichtsabnahme (als positives Ergebnis)
    • Immunogenität: Exenatid ist ein Peptid-AM —> Bildung von Antikörpern —> ca 6% zeigen einen hoher Antikörpertiter —> möglich zu einer Unwirksamkeit des AM
    • Darmverschluss (Ileus): eine nicht mechanische intestinale Obstruktion
    • akute Pankreatitis: andauernde, schwere abdominale Schmerzen —> Absetzen
    • Dehydratation und akutes Nierenversagen: durch Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
    • Kopfschmerzen, Schwindel
    • Kanzerogenität: Karzinome werden vermehrt entwickelt (Neoplasien, Schilddrüsen- und Prostatakarzinom)
    • Bei Dulaglutid: AV-Block ersten Grades
    • Bei Liraglutid: häufig Atemwegserkrankungen wie Bronchitis, Nasopharyngitis, Rachenentzündung oder Schilddrüsentumore, Struma, Erhöhung des Calcitoninspiegels
    • Bei Kombi von Liraglutid mit Metformin: Kopfschmerzen
  • KI:
    • Typ-1-Diabetes und diabetische Ketoazidose: Pat., deren Betazellen kein Insulin mehr produzieren, können aufgrund des WM keinen therapeutischen Effelt nach der Gabe eines GLP-1-Agonisten erwarten, da eine Stimulation der Insulinsekretion ins Leere läuft
    • Insulinpflichtiger Typ-2-Diabetes
    • Schwere GIT-Erkrankungen
    • Schwere Nierenfunktionsstörungen
    • Pat. < 18J
    • Pat. mit BMI < 25
    • Schwangerschaft und Stillzeit
  • IA:
    • Verstärkte Wirkung
      • Sulfonylharnstoffe/Insulin: —> erhöhtes Hypokaliämierisiko —> Dosisreduktion von Sulfonylharnstoff (ABER bei Kombi mit Metform führt es nicht zur Erhöhung des Hypokaliämierisikos)
      • Betablocker: siehe Glibenclamid
    • verringerte Wirkung
      • Glucocorticoide
      • Schilddrüsenhormone
      • Bei Liraglutid: orale Kontrazeptiva, Liraglutid senkt Cmax von Ethinylestradiol und Levonorgestrel um 12 bzw. 13%, tmax im 1,5h verzögert
      • orale AM: kristisch bei AM, die entwede rasche GIT-Resorption erfordern oder eine enge therapeutische Breite, weil die Exenatide die Magenentleerung verzögert, kann das Ausmaß und die Geschwindigkeit der Resorption von oral angewendeten AM verringert werden.
        • Bei AM, deren Wirksamkeit von einer Mindestkonz. abhängt (Kontrazeptiva, Antibiotika), sollte die Einnahme mindestens eine Stunde vor der Exenatid-Applikation erfolgen
        • Mangensaftresistenze Zubereitungen sollten 1 Stunde vor/mindestens 4 Std. nach der Exenatid-Applikation angewendet werden.
        • Bei AM, die zur Mahlzeit eingenommen werden sollen —> keine Exenatid-Gabe
    • Vitami-K-Antagonisten wie Phenprocoumon: Erhöhung der Thromboplastinzeit. Thromoplastin (Gerinnungsfaktor III) aktiviert das extrinsische System der Blutgerinnung, indem Thromboplastin Prothrombin (Faktor II) zu Thrombin (Faktor IIa) umsetzt.
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TESTE DEIN WISSEN
Metformin
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TESTE DEIN WISSEN
Metformin
  • WM: 
    • Hemmung der Gluconeogenese und Glykogenolyse in der Leber —> Verringerung der Glucoseproduktion und -abgabe der Leber 
    • Verstärkung der intrazellulären Glykogensynthese durch Wirkung auf die Glykogensynthase  —> verbesserte Glucose-Verwertung im peripheren Gewebe
    • Effekt auf Fettstoffwechsel: Gesamtcholesterin, VLDL, LDL, Triglyceride sinken und das gefäßschützende HDL-Cholesterin wird erhöht
    • Metformin wirkt nicht beim Stoffwechselgesunden (nicht auf die Betazellen des Pankreas)
      • EIne Hypoglykämierisiko besteht nicht, nur bei übermäßigem Alkoholkonsum/ in Kombi mit Sulfonylharnstoffen oder anderen Antidiabetika
    • Voraussetzung für die Wirksamkeit von Metformin: das Vorhanden von Insulin —> Ist es nicht in ausreichendem Maße vorhanden, so kann es als Kombitherapie substituiert werden
  • Indikation: Typ-2-Diabetes
  • IA: 
    • Lactatazidose durch Alkohol
    • verstärkte blutzuckersenkende Wirkung 
      • durch ACE-Hemmer, welche den Blutzuckerspiegel senken können/ durch die Nierenfunktion akut beeinträchtigt + Folge einer Lactatazidose werden kann
      • durch Betablocker, die in der Lage sind, typ. Symptome von gefährlichen Hypoglykämie zu maskieren wie erhöhte Herzfrequenz
    • Diuretika: erhöhte Plasmaspiegel von Metformin durch intrinsische hyperglykämische Aktivität, wodurch Diuretika der Wirkung von Metformin entgegenwirken können/ insb. bei Schleifendiuretik —> Risiko einer Lactatazidose
    •  verringerte Wirkung 
      • durch ß2-Sympathomimetika, welche die Adenylycyclase aktivieren —> cAMP-Bildung + Aktivierung der Proteinkinase A —> aktivierte Leber- u. Muskelphosphorylasen, welche Abbau von Glykogen katalysieren —> erhöhte Freisetzung von Glucose aus Leber + Muskel
      • Glucocorticoide, welche die Gluconeogenese fördern —> erhöhen den Glucoseumsatz + verringern die Glucosetoleranz und Insulinempfindlichkeit —> Folge: Anstieg des Blutzuckerspiegels
      • Schilddrüsenhormone (L-Thyroxin), welche die Glucosetoleranz verringern + die Insulinresistenz verstärken —> Überwachung erforderlich
      • Iodhaltige Kontrastmittel (intravasal): Risiko eines Nierenversagen, Akkumulation 
  • Therapie: 
    • Mono: 500-1000 mg —> Metformin löst in der Monotherapie keine Hypoglykämie aus
    • Kombi: 850-1000mg Metformin kombiniert mit Sitagliptin 50 mg  —> in Kombitherapie: verstärkt zu Hypoglykämie
  • UAW:
    • Lactatazidose: bei Überdosierung, hemmt die Atmungskette in Darmepithel + Leber, wodurch weniger ATP gebildet wird. Um dieses zu kompensieren wird vermehrt GLucose unter anaeroben Bedingung abgebaut. Die dabei anfallende Brenztraubensäure wird unter anaeroben Bed. vermehrt zu Milchsäure (Lactat) reduziert —> lebensbedrohliche Lactatazidose (acidotische Dyspnoe mit Abdominalbeschweren, Hypothermie, gefolgt von Koma)
    • Pankreatitis, 
    • GIT-Störungen: Appetitslosiskeit, Übelkeit, Erbrechen, Magenschmerzen, Durchfall, Blähung, metallischer Geschmack
    • Vitmin-B12-Absorptionshemmung: Die Resorption von VitB12 erfolgt normal. über ein Depot, das über Jahre reicht. VitB12-Mangel: makrozytäre Anämie/Neuropathie
    • Infektion der oberen Atemwege, Schmerzen in den Extremitäten, Osteoarthrose
  • KI:
    • Alkholintoxikation, Alkoholismus
    • Gewebehypoxie
    • Diabetische Ketazidose, Präkoma
    • Reduktionsdiät (Kalorieaufnahme < 1000kcal/Tag): erhöhtes Risiko einer Lactatazidose durch Metformin
    • Typ-1-Diabetes
    • Nierenfunktionsstörungen (kontraindiziert bei GFR < 30ml/min) : überwiegend renal ausgeschieden/Kumulationsgefahr —> Einschränktung der Nierenfunktion —> Anstieg der Plasmakonz —> Risiko der Lactatacidose
    • Leberfunktionsstörungen
    • Schwangerschaft, Stillzeit: In der SS ist eine exakte Einstellung des Blutzuckerspiegels erforderlich. Schwangere sollten frühzeitig umgestellt werden, da dies nur über eine Insulintherapie möglich ist. (keine ausreichende Daten zur Anwendung beim Menschen, Metformin geht in die Muttermilch über, aber es wurde keine UAW bei gestillten Neugeborenen beobachtet)
  • Patientenhinweis: Auf die Einhaltung eienr kalorienreduzierte Diät, bei der die Kohlenhydrate gleichmäßig über den Tag verteilt sind, sollte geachtet werden.
    • Die Einnahme zu/ummittelbar nach den Mahlzeiten reduziert die durch Metformin verursachten GIT-UAW
Creatinin-Clearance: Maß für die Funktionstüchtigkeit der Niere
  • Dosisanpassung soll wegen Einschränkung der Nierenfunktion vorgenommen werden: 
    • Creatinin-Clearance < 50 ml/min
  • Der Anteil der resorbierten Dosis, der normal. über eine funktionstüchtige Niere ausgeschieden wird, liegt > 50-70%

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TESTE DEIN WISSEN
Nennen 2 Mögligkeiten, die Wirkung von Insulin verzögern

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
1. Bindung an neutrales Protamin A —> NPH-Insulin
2. Bindung an Zink —> Insulin glargin
3. Anfügen von Myristinsäure —> Insulin detemir
4. Anfügen von 2 ARgininresten
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  • 114132 Karteikarten
  • 2426 Studierende
  • 84 Lernmaterialien

Beispielhafte Karteikarten für deinen Diabetes Kurs an der TU Braunschweig - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:
Diabetes-Typ-2
1. Schema
2. WM von 4 unterschiedlichen AS-Gruppen
3. Diabetes Typ 2: Welche AM, wenn Metformin nicht vertragen wird bei hohem kardiovaskulären Risiko

A:
1. Sulfonylharnstoff  Glibenclamid, Glimepirid, Glubonurid—> insulinotrop, fördern die Insulinsekretion aus den Betazellen, Insulin bei geringerer Glucosekonzentration ausgeschüttet
2. Glitazone Pioglitazon, Rosiglitazon —> vermindern die periphere Insulinresistenz = “Insulinsensitizer“
3. Metformin (Biguanide) —> reduzieren die Glucosebildung in der Leber und hemmt die Glucoseabgabe aus den Zellen
4. alpha-Glucosidase-Inhibitoren Acarbose, Miglitol —> hemmt die Verdauung von Kohlenhydraten = hemmt die alpha-Glucosidase im Darm —> Stärke/Disaccharide werden langsamer abgebaut —> Blutglucosespiegel steigt langsam
5. Insulin (Humaninsulin, Insulinanaloga) —> substituieren endogenes Insulin
6. Glinide Repaglinid, Nateglinid —> fördern die Insulinsekretion aus den Betazellen
7. Gliptine (Dipeptidylpeptidase-4-Inhibitoren = DPP-4-Inhibitoren) Alogliptin, Linagliptin, Saxagliptin, Sitagliptin —> erhöhen die Insulinsekretion, vermindern die Glucagonausschüttung und erhöhen das Sättigungsgefühl
8. GLP-1-Rezeptor-Agonisten Albiglutid, Dulaglutid, Exanatid, Liraglutid: wie bei Gliptine
9. SGLT2-Hemmer Canagliflozin, Dapagliflozin, Empagliflozin  —>fördern die Ausscheidung von Glucose an der Niere, indem sie die Reabsorption über den Transporter SGLT2 hemmen
10. Amylinomimetika Pramlintid —> vermindern die Glucagonsekretion
****Begleitmedikation bei Diabetes
  • Antihypertonika
  • Thrombozytenaggregationshemmer: ASS
  • Lipidsenker
  • Antiadiposita
Q:
1. 1 SUlfonylharnstoff
2. Wieso sind diese Sz. nicht zur Therapie des Typ-1-Diabetes geeignet?
3. und eine charakt, u.U, lebensbedrohliche UAW

A:
1. Glibenclamid
2. 
  • Da bei Typ-1-Diabetes ein absoluter Insulinmangel besteht bzw. kein/nicht ausreichend Insulin produziert und ausgeschüttet werden kann und die Wirksamkeit der Sulfonylharnstoffe an eine Insulinsekretion gebunden ist, ist sie bei Typ-1-Diabetikern unwirksam sind
3. 
  • Blutdruckabfall: blutdrucksenkende Wirkung (24h Wirkdauer) —>Gefahr eines hypoglykämischen Zustands/hypoglykämischen Schocks bei Überdosierung, da es  auch unter normo/hypoglykämieschen Bedinung zu einer Insulinsekretion kommt, wodurch schwere Hypoglykämien ausgelöst werden können.
  • Gewichtszunahme, da die Insulinfreisetzung den Appetit erhöht (Bei Metformin keine Gewichtszunahme) —> Problem bei der Behandlung adipöser Patienten
Q:
Die kontinuierliche Anwendung von einem unselektiven Betablocker wie Propranolol und Insulin ist nicht kontraindiziert. Erläutern Sie das Risiko, das für Diabetiker bei dieser Therapie dennoch besteht
A:
  • Betablocker hemmt die Glykogenolyse in der Leber, was zu blutglucosesenkender Wirkung und dadurch zu Hypokaliämie führen kann. Betablocker maskieren die Symptome einer Hypoglykämie (Zittern, erhöhte Herzfrequenz, Tachykardie, Herzpalpitationen) —> Es besteht Gefahr, dass eine Hypoglykämie nicht rechtzeitig erkannt wird
Q:
  • 1. Welche 2 Arten vom diabetischem Koma gibt es? Bei welchem Diabetestyp treten Sie vorwiegend auf?
  • 2. Parameter zur Bestimmung der Insulinsekretion bei insulinpflichtigem Diabetes
A:
1.
  • Diabetisches Koma = schwerste Form der akuten diabetischen Stoffwechselentgleisung
    • besteht eine extreme Glucoseverwertungsstörung
  • 2 Formen
    • wesentlich häufigere (80-90%) ketoazidotishe Koma: v.a. bei Typ-1-Diabetikern
      • Eine Ketozidose entwickelt sich durch die Bildung größerer Menge von Ketonkörper.
      • Da die Säure in Form ihrer Natrium-/Kaliumsalze ausgeschieden werden, tritt ein Verlust an Na+ und K+ auf
      • Die Glucoseexkretion im Urin löst eine osmotische Diurese mit Wasserverlust aus. 
      • —> Das ketoazidotische Koma ist somit durch Azidose, Elektrolytverschiebungen, Dehydratation und Minderdurchblutung des Gehirns mit Hypoxie
    • hyperosmolare Koma bei Typ-2-Diabetikern:
      • fehlt die Ketoazidose, da das noch vorhandene Insulin ausreicht, die hepatische Ketonkörperbildung zu verhindern.
      • Dagegen ist die Blutglucosekonzentration mit > 6g/Liter deutlich höher als beim ketoazidotischen Koma
  • Ein diabetisches Koma, inbesondere die hyperosmolare Form, entwickelt sich meist allmählich über ein Prodromalstadium (Präkoma) mit Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Muskelschwäche und Schläfrigkeit, Durst, Polydipsie, Polyurie
    • Haut, Schleimhäute und Zunge erscheinen trocken 
    • Augenbulbi sind weich
    • Atmung ist vertieft und verlangsamt
    • Beim ketoazidotishen Koma riecht außerdem die Ausatmungsluft des Patienten nach Aceton
2. C-Peptid-Ausscheidung im Urin, Blutglucosespiegel, HbA1c (Langzeit-Blutzuckerwert)
Q:
Verzögerungsinsuline
a. Insulindetemir
b. Insilinglargin
c. NPH-Insulin
A:
Verzögerungsinsuline: langwirksames Basalinsulin
UAW, IA sehen Humaninsulin
a. Insulindetemir: durch Entfernen und Hinzufügen jeweils einer Aminosäure in der B-Kette = chemisch Modifizierung der B-Kette —> Eine Myristin-Fettsäurekette (C14) wird am B29-Lysin eingefügt und das B30-Threonin wird entfernt. Die native Form assoiiert dabei zu Hexameren. Im Zielgewebe geben die Assoziate langsam die Monomere frei, die bevorzugt an Albumin gebunden werden. Durch dieses Proteinbindung, die sowohl Gewebe als auch im Blut stattfindet, werden langanhaltende Wirkstoffspiegel erreicht.
  • Dosierung: mit einem mahlzeitabhängigen Kurzzeitinsulin kombiniert
  • KI: Schwangerschaft, Stillzeit, Hypoglykämie
b. Insuilinglargin: durch Austausch von einer Aminosäure in der B-Kette und durch Zusatz von 2 Aminosäuren in der A-Kette = Modifizierung der A-Kette (Tausch von Glycin gegen Asparaginsäure) und B-Kette (Verlängerung um 2 Argininreste) —> Insulinglardin weist einen anderen isoelektrischen Punkt auf löst sich kaum im neutralen Milieu des Körper. Die appl.sfertige Lösung ist auf pH 4 eingestellt. Nach der Appl. wird es im s.c. Gewebe neutralisiert und es bilden sich Mikropräzipitate, aus denen Insulin konstant über mehr als 24h in geringen Mengen freigesetzt wird.
  • KI: Hypoglykämie, Kinder < 6J
c. NPH-Insulin = Neutrales Protamin Hagedorn: durch Zusatz von Protamin (basischer Fischeiweiß)—> verringerte Resorptionsgeschwindigkeit, indem die Menge von Protamin genau zum sauren Insulin, die zur Neutralisation nötig ist, gegeben wird. Dadurch entsteht eine Suspension mit gleichförmigen Kristallen, die nach s.c. Injektion nur langsam in Lösung gehen.
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Q:
Humaninsulin —> wieso Spritz-Ess-Abstand und wie lange bei Humaninsulin


A:
Da die Insulinzubereitungen erst aus dem Unterhautfettgewebe ins Blut diffundieren müssen und als Hexameren vorliegen, welche erst in Mono- und Dimeren aufgespalten werden müssen, bevor sie durchs Epithel und  aufgenommen werden kann.
—> Dispergierung + Diffusion dauert 20-30 min
Q:
Glinide als Sulfonylharnstoffanaloga
z.B. Nateglinid 

A:
als Sulfonylharnstoffanaloga
  • WM: siehe Sulfonylharnstoff (Glibenclamid)
  • Kinetik: Nateglinid über CYP2C9 metabolisiert; Repaglinid über CYP2C8, CYP3A4; schneller Wirkungseintritt, Einnahme direkt vor den Hauptmahlzeiten, überwiegend renal in Form von Metaboliten ausgeschieden, Dosisanpassung bei leicht/mittelschwerer eingeschränkten Nierenfunktion ist aber nicht nötig
  • UAW: dem Pat. sollte Einhaltung einer kohlenhydratarmen Diät/regelmäßige körperliche Betätigung angeraten werden
    • Hypoglykämie: siehe Glibenclamid (aber geringer als bei Sulfonylharnstoffen)
    • Gestegerter Appetit
    • Infektionen der oberen Atemwege
    • GIT-Beschwerden
  • KI: 
    • Typ-1-Diabetes: siehe Glibenclamid
    • Diabetes Ketoazidose
    • Leberfunktionsstörungen
    • Kinder < 12J
    • Schwangerschaft, Stillzeit
    • siehe IA
  • IA:
    • verstärkte Wirkung durch
      • ACE-Hemmer, Betablocker
      • CYP2C9-Inhibitoren (auch CYP2C19-Inhibitoren): Omeprazol, Esomeprazol, Oxcabazepin, Fluconazol, Noscapin, Letrozol, Isoniazid, Amiodaron —> verzögern den Abbau von Nateglinid, PDE5-Hemmer (Sildenafil, Vardenafil), Antikoagulantien (Phenprocoumon, Warfarin), Benzodiazepin (Diazepam), Antiepileptika (Phenytoin)
      • CYP2C8-Inhibitoren: Gemfibrozil, Clopidogrel —> erhöhte Plasmakonz von Subtrate von CYP2C8 wie Repaglinid, Rosiglitazon
      • CYP3A4-Inhibitoren: Ciclosporin, Tacrolimus, Isoniazid, Aprepitant, Cimetidin, Chloramphenicol, Azol-Antimykotika (Fluconazol, Ketoconazol, Itraconazol, Clotrimazol), Antibiotika (Makrolide wie Erythromycin, Clarithromycin, Roxithromycin, aber NICHT Azithromycin), Virostatika (Delaviridin, Indinavir, Lopinavir + Ritonavir, Nelfinavir), Calciumantagonisten (Diltiazem, Verapamil, Nifedipin, Felodipin), Amiodaron, Dronedaron
    • verringerte Wirkung durch
      • Diuretika: 
        • besonders die Thiazide, da sie oft eine Hypokaliämie verursachen. Durch den erniedrigten Kaliumspiegel sind die Glucoseutilisation und die Insulinwirksamkeit erniedrigt. Da es in den Betazellen aufgrund der größeren Differenz zwischen intrazellulärem und plasmatischem Kalium schwerer zu einer Depolarisation kommt, wird weniger Insulin freigesetzt
        • aufgrund der hyperglykämischen Wirkung: das sympathikoadrenerge System wird durch das verminderte zirkulierende Volumen aktiviert und die Insulinempfindlichkeit wird damit verringert
      • Glucocorticoide: siehe Glibenclamid
      • Schilddrüsenhormone: verminderte Glucosetoleranz, erhöhte Blutzuckerwerte, gesteigerte Glucoseaufnahme aus dem Darm ins Blut und gesteigerte Gluconeogenese
      • Sympathomimetika: durch Aktivierung des Sympathikus wird die Insulinempfindichkeit verringert und die Glykogenolyse gesteigert —> erhöhte Blutzuckerwerte
        • Bei Repaglinid: ß-Sympathomimetika (Etilefrin) aktivieren die Adenylcyclase —> cAMP-Bildung, welches die Proteinkinase A aktiviert, die wiederum aktive Leber- und Muskelphosphorylasen aus inaktiven Vorstufen bildet. Diese Phosphorylasen katalysieren den Abbau von Glykogen —> kat. die Freisetzung von Glucose aus Leber und Muskel
      • CYP2C9-Induktoren (auch CYP2C19-Induktoren): Rifampicin, Carbamazepin, Interferone
      • CYP2C8-Induktoren: Rifampicin —> schnellerer Abbau
      • CYP3A4-Induktoren: Virostatika (Efavirenz, Nevirapin), Barbiturate (Phenobarbital), Carbamazepin, Phenytoin, Rifampicin, Oxacarbazepin, Rifabutin
    • Alkohol: siehe Glibenclamid
Q:
1. Nennen Sie 2 Organe die langfristig beim Diabetes durch eien Mikroangiopathie geschädigt werden 
2. Nennen Sie 2 Organe, die langfristig durch eine Makroangiopathie geschädigt werden
3. Nennen Sie ein Inkretinmimetikum und geben Sie an, welchem körpereigenen Peptid es nähert
A:
1. Mikroangiopathie: Auge, Niere
2. Makroangiopathie: Herz, Gehirn
3. Exenatid —> GLP Glucagon-like-peptid
Q:
Glitazone = Thiazolidindione
  • Pioglitazol
A:
Glitazone
  • WM: Verringerung der Insulinresistenz durch Agonismus am PPAR-Gamma-Rezeptor (nukleärer Rezeptor)
    • Primärer Angriffspunkt: Fettzellen
      • Glitazone binden als Agonisten an intrazelluläre Peroxisomen-Proliferator-aktivierte Rezeptoren vom Gamma-Subtyp der Fettzellen (diese Rezeptoren sind Transkriptionsfaktoren). Durch die vermehrte Expression bestimmter Gene werden Proteine in größerem Umfang gebildet, die die Reifung der Fettzellen fördern und die Triglyceridspeicherung anregen.
    • Weniger Insulinresistenz-auslösende Stoffe werden aus dem Fettgewebe freigesetzt (wie freie Fettsäuren FFA für die Stimulation der Gluconeogenese in der Leber, Glycerol als Substrat der Gluconeogenese, Tumornekrose-Faktor alpha TNF-alpha, Fettzellhormone) —> Da die Fettzellen weniger FFA und Glycerol abgeben, sinkt die Glucoseproduktion und Glucoseabgabe aus der Zellen von der Leber
    • Reduzieren der Insulinresistenz am Muskel = Erhöhung der Insulinsensivität —> Bildung von Glucosetransportern + deren Translokation in die Zellmembran steigt, wodurch der Blutzucker durch vermehrte Glucoseaufnahme aus dem Blutkreislauf in die Zelle/ins Gewebe sinkt. HbA1c-Wert wird normalisiert. 
    • Selbst kein Einfluss auf die Insulinsekretion 
  • Indikation: Typ-2-Diabetes
  • UAW: 
    • Gewichtzunahme: durch vermehrte Speicherung von Triglyceriden, Reifung von Fettzellen, Wassereinlagerung —> Herzinsuffizienz, Lungenödem (deswegen sollte: strikt an eine kalorienkontrollierte Diät gehalten werden + Kontroll der Leberwerte)
    • Ödeme, Flüssigkeitsretention (Pioglitazon) —> Herzinsuffizienz (häufiger bei Kombi mit Insulin)
    • Infektionen der oberen Atemwege
    • Hepatozelluläre Dysfunktion: Übelkeit, Erbrechen, Oberbauchschmerzen, Müdigkeit, Appetitslosigkeit u/o dunkler Harn
    • Sehstörungen, Makulaödem (als Spätkomplikation von Diabetes mellitus)
    • Hypästhesie
    • erhöhtes Frakturrisiko: auch in den Knoch gibt es auch PPAR-Gamma-Rezeptoren, über die die Reifung pluripotenter mesenchymaler Stammzellen reguliert wird. In vitro: die Stammzellen werden vermehrt zu Fellzellen und weniger als normal zu Osteoblasten ausdifferenziert. In vivo: ein erhöhtes Frakturrisiko bei Frauen
  • KI: Herzinsuffizienz, Leberfunktionsstörungen, Schwangerschaft, Stillzeit
  • Kinetik: über CYP2C8, CYP
  • IA: 
    • verstärkte blutdrucksenkende Wirkung 
      • durch ACE-Hemmer, welche den Blutzuckerspiegel senken können —> Dosisanpassung; Nierenfunktion kann akut durch ACE-Hemmer beeinträchtigt werden —> Risiko für Lactatazidose
      • durch Betablocker, bei den sich die Glykogenolyse in der Leber verringert, so dass die blutzuckersenkende Wirkung verstärkt wird (Hypoglykämie maskieren)
      • CYP2C8-Inhibitoren wie Gemfibrozil —> Dosisanpassung, Überwachung
    • gegenseitige Wirkverstärkgung durch Kombi zweier Antidiabetika ( Glitazone + Sulfonylharnstoff/Insulin)—-> erhöhtes Hypoglykämierisiko —> Dosisanpassung bzw. Glitazone + Insulin zur Herzinsuffizienz durch Flüssigkeitsretention
    • verringerte Wirkung durch 
      • Glucocorticoide, die Gluconeogenese fördern + den GLucoseumsatz erhöhen + Glucosetoleranz und Insulinempfindlichkeit verringern  —> Anstieg des Blutzuckerspiegels
      • Schilddrüsenhormone, die die Glucosetoleranz verringern + die Insulinresistenz verstärken —>Überwachung
      • CYP2C8-Induktoren wie Rifampicin—> Dosisanpassung, Überwachung
      • orale Kontreptiva
    • erhöhte Gefahr eines Ödem durch NSAR/NSAID aufgrund der Flüssigkeitsretention von beiden


Q:
Exenatid - GLP-1-Agonist
(GLP-1-Agonist: Exenatid 50%, Liraglutid 97%, Dulaglutid 90%)
A:
Exenatid (50% homolog mit GLP-1) —> es stimuliert den zugehörigen Rezeptor (GLP-1-Rezeptor)
  • Inkretin-Mimetikum = GLP-1-Analogon
  • WM: Steigerung der Insulinsekretion und Hemmung der Glucagonfreisetzung
    • GLP-1 gehört zu Inkretinen
      • wird im Körper sehr schnell vom Enzym DPP-4 (Dipeptidyl-Peptidase-4) abgebaut, was zu einer sehr geringen Halbwertzeit führt (1,5-2 min). Um die HWZ der Mimetika zu verlängern, wurden Veränderungen in der Aminosäuresequenz vorgenommen, die resultierenden HWZ betragen 2,4h (Exenatid), 11-15h (Liraglutid), 4,7 Tage (Dulaglutid)
      • Inkretinen: antihyperglykämische Hormone, die nach Nahrungsaufnahme im GIT freigesetzt werden und die Insulinsekretion aus den Betazellen stimulieren. Inkretine binden an den GLP-1-Rezeptor und aktivieren ihn. Dadurm kommt es zu folgenden Effekten:
        • Die Insulinsekretion aus Betazellen wird blutzuckerabhängig erhöht —> wenn die Blutzucker sinkt, wird auch die Insulinsekretion weniger angeregt, wodurch es nicht so leicht zu einer Unterzuckerung kommen kann (bei niedrigem Blutzuckerspiegel < 70 mg/dl wird kein Insulin freigesetzt, bei < 50 mg/dl wird die Glucagonsekretion nicht mehr gehemmt) —> Vorteil
        • Die bei Typ-2-Diabetikern erhöhte Glucagonsekretion wird vermindert. Dadurch sinkt die Glucoseabgabe aus der Leber. Bei einer Hypoglykämie wird die gegenregulatorische Wirkung des Glucagons und anderer Hormone aber nicht beeinflusst.
        • verzögerte Magenentleerung —> die Resorption von Kohlenhydraten wird damit verlangsamt —> die Nahrungsaufnahme soll durch ein verstärktes Sättigungsgefühl vermindert werden
        • Exenatid ist resistent gegen den Abbau durch die DPP-4 ist, welches normal. GLP-1 abbaut.
      • Folgen: Postprandialer Blutzucker und Nüchtern-Blutzucker sinken und es kommt zu einer mäßigen Abnahme des HbA1c um bis zu 1%.
        • Auch Gewichtsabnahme (2-4 kg) (Übelkeit)
  • Dosierung: innerhalb von 60 min vor der Mahlzeiten, darf nicht nach einer Mahlzeit nachgeholt werden
  • UAW: 
    • Hypoglykämie: erhöhtes Risiko bei Kombi mit Sulfonylharnstoffen/Insulin
    • GIT-Beschwerden: Übelkeit (Therapieabbrüchen), Gewichtsabnahme (als positives Ergebnis)
    • Immunogenität: Exenatid ist ein Peptid-AM —> Bildung von Antikörpern —> ca 6% zeigen einen hoher Antikörpertiter —> möglich zu einer Unwirksamkeit des AM
    • Darmverschluss (Ileus): eine nicht mechanische intestinale Obstruktion
    • akute Pankreatitis: andauernde, schwere abdominale Schmerzen —> Absetzen
    • Dehydratation und akutes Nierenversagen: durch Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
    • Kopfschmerzen, Schwindel
    • Kanzerogenität: Karzinome werden vermehrt entwickelt (Neoplasien, Schilddrüsen- und Prostatakarzinom)
    • Bei Dulaglutid: AV-Block ersten Grades
    • Bei Liraglutid: häufig Atemwegserkrankungen wie Bronchitis, Nasopharyngitis, Rachenentzündung oder Schilddrüsentumore, Struma, Erhöhung des Calcitoninspiegels
    • Bei Kombi von Liraglutid mit Metformin: Kopfschmerzen
  • KI:
    • Typ-1-Diabetes und diabetische Ketoazidose: Pat., deren Betazellen kein Insulin mehr produzieren, können aufgrund des WM keinen therapeutischen Effelt nach der Gabe eines GLP-1-Agonisten erwarten, da eine Stimulation der Insulinsekretion ins Leere läuft
    • Insulinpflichtiger Typ-2-Diabetes
    • Schwere GIT-Erkrankungen
    • Schwere Nierenfunktionsstörungen
    • Pat. < 18J
    • Pat. mit BMI < 25
    • Schwangerschaft und Stillzeit
  • IA:
    • Verstärkte Wirkung
      • Sulfonylharnstoffe/Insulin: —> erhöhtes Hypokaliämierisiko —> Dosisreduktion von Sulfonylharnstoff (ABER bei Kombi mit Metform führt es nicht zur Erhöhung des Hypokaliämierisikos)
      • Betablocker: siehe Glibenclamid
    • verringerte Wirkung
      • Glucocorticoide
      • Schilddrüsenhormone
      • Bei Liraglutid: orale Kontrazeptiva, Liraglutid senkt Cmax von Ethinylestradiol und Levonorgestrel um 12 bzw. 13%, tmax im 1,5h verzögert
      • orale AM: kristisch bei AM, die entwede rasche GIT-Resorption erfordern oder eine enge therapeutische Breite, weil die Exenatide die Magenentleerung verzögert, kann das Ausmaß und die Geschwindigkeit der Resorption von oral angewendeten AM verringert werden.
        • Bei AM, deren Wirksamkeit von einer Mindestkonz. abhängt (Kontrazeptiva, Antibiotika), sollte die Einnahme mindestens eine Stunde vor der Exenatid-Applikation erfolgen
        • Mangensaftresistenze Zubereitungen sollten 1 Stunde vor/mindestens 4 Std. nach der Exenatid-Applikation angewendet werden.
        • Bei AM, die zur Mahlzeit eingenommen werden sollen —> keine Exenatid-Gabe
    • Vitami-K-Antagonisten wie Phenprocoumon: Erhöhung der Thromboplastinzeit. Thromoplastin (Gerinnungsfaktor III) aktiviert das extrinsische System der Blutgerinnung, indem Thromboplastin Prothrombin (Faktor II) zu Thrombin (Faktor IIa) umsetzt.
Q:
Metformin
A:
Metformin
  • WM: 
    • Hemmung der Gluconeogenese und Glykogenolyse in der Leber —> Verringerung der Glucoseproduktion und -abgabe der Leber 
    • Verstärkung der intrazellulären Glykogensynthese durch Wirkung auf die Glykogensynthase  —> verbesserte Glucose-Verwertung im peripheren Gewebe
    • Effekt auf Fettstoffwechsel: Gesamtcholesterin, VLDL, LDL, Triglyceride sinken und das gefäßschützende HDL-Cholesterin wird erhöht
    • Metformin wirkt nicht beim Stoffwechselgesunden (nicht auf die Betazellen des Pankreas)
      • EIne Hypoglykämierisiko besteht nicht, nur bei übermäßigem Alkoholkonsum/ in Kombi mit Sulfonylharnstoffen oder anderen Antidiabetika
    • Voraussetzung für die Wirksamkeit von Metformin: das Vorhanden von Insulin —> Ist es nicht in ausreichendem Maße vorhanden, so kann es als Kombitherapie substituiert werden
  • Indikation: Typ-2-Diabetes
  • IA: 
    • Lactatazidose durch Alkohol
    • verstärkte blutzuckersenkende Wirkung 
      • durch ACE-Hemmer, welche den Blutzuckerspiegel senken können/ durch die Nierenfunktion akut beeinträchtigt + Folge einer Lactatazidose werden kann
      • durch Betablocker, die in der Lage sind, typ. Symptome von gefährlichen Hypoglykämie zu maskieren wie erhöhte Herzfrequenz
    • Diuretika: erhöhte Plasmaspiegel von Metformin durch intrinsische hyperglykämische Aktivität, wodurch Diuretika der Wirkung von Metformin entgegenwirken können/ insb. bei Schleifendiuretik —> Risiko einer Lactatazidose
    •  verringerte Wirkung 
      • durch ß2-Sympathomimetika, welche die Adenylycyclase aktivieren —> cAMP-Bildung + Aktivierung der Proteinkinase A —> aktivierte Leber- u. Muskelphosphorylasen, welche Abbau von Glykogen katalysieren —> erhöhte Freisetzung von Glucose aus Leber + Muskel
      • Glucocorticoide, welche die Gluconeogenese fördern —> erhöhen den Glucoseumsatz + verringern die Glucosetoleranz und Insulinempfindlichkeit —> Folge: Anstieg des Blutzuckerspiegels
      • Schilddrüsenhormone (L-Thyroxin), welche die Glucosetoleranz verringern + die Insulinresistenz verstärken —> Überwachung erforderlich
      • Iodhaltige Kontrastmittel (intravasal): Risiko eines Nierenversagen, Akkumulation 
  • Therapie: 
    • Mono: 500-1000 mg —> Metformin löst in der Monotherapie keine Hypoglykämie aus
    • Kombi: 850-1000mg Metformin kombiniert mit Sitagliptin 50 mg  —> in Kombitherapie: verstärkt zu Hypoglykämie
  • UAW:
    • Lactatazidose: bei Überdosierung, hemmt die Atmungskette in Darmepithel + Leber, wodurch weniger ATP gebildet wird. Um dieses zu kompensieren wird vermehrt GLucose unter anaeroben Bedingung abgebaut. Die dabei anfallende Brenztraubensäure wird unter anaeroben Bed. vermehrt zu Milchsäure (Lactat) reduziert —> lebensbedrohliche Lactatazidose (acidotische Dyspnoe mit Abdominalbeschweren, Hypothermie, gefolgt von Koma)
    • Pankreatitis, 
    • GIT-Störungen: Appetitslosiskeit, Übelkeit, Erbrechen, Magenschmerzen, Durchfall, Blähung, metallischer Geschmack
    • Vitmin-B12-Absorptionshemmung: Die Resorption von VitB12 erfolgt normal. über ein Depot, das über Jahre reicht. VitB12-Mangel: makrozytäre Anämie/Neuropathie
    • Infektion der oberen Atemwege, Schmerzen in den Extremitäten, Osteoarthrose
  • KI:
    • Alkholintoxikation, Alkoholismus
    • Gewebehypoxie
    • Diabetische Ketazidose, Präkoma
    • Reduktionsdiät (Kalorieaufnahme < 1000kcal/Tag): erhöhtes Risiko einer Lactatazidose durch Metformin
    • Typ-1-Diabetes
    • Nierenfunktionsstörungen (kontraindiziert bei GFR < 30ml/min) : überwiegend renal ausgeschieden/Kumulationsgefahr —> Einschränktung der Nierenfunktion —> Anstieg der Plasmakonz —> Risiko der Lactatacidose
    • Leberfunktionsstörungen
    • Schwangerschaft, Stillzeit: In der SS ist eine exakte Einstellung des Blutzuckerspiegels erforderlich. Schwangere sollten frühzeitig umgestellt werden, da dies nur über eine Insulintherapie möglich ist. (keine ausreichende Daten zur Anwendung beim Menschen, Metformin geht in die Muttermilch über, aber es wurde keine UAW bei gestillten Neugeborenen beobachtet)
  • Patientenhinweis: Auf die Einhaltung eienr kalorienreduzierte Diät, bei der die Kohlenhydrate gleichmäßig über den Tag verteilt sind, sollte geachtet werden.
    • Die Einnahme zu/ummittelbar nach den Mahlzeiten reduziert die durch Metformin verursachten GIT-UAW
Creatinin-Clearance: Maß für die Funktionstüchtigkeit der Niere
  • Dosisanpassung soll wegen Einschränkung der Nierenfunktion vorgenommen werden: 
    • Creatinin-Clearance < 50 ml/min
  • Der Anteil der resorbierten Dosis, der normal. über eine funktionstüchtige Niere ausgeschieden wird, liegt > 50-70%

Q:
Nennen 2 Mögligkeiten, die Wirkung von Insulin verzögern

A:
1. Bindung an neutrales Protamin A —> NPH-Insulin
2. Bindung an Zink —> Insulin glargin
3. Anfügen von Myristinsäure —> Insulin detemir
4. Anfügen von 2 ARgininresten
Diabetes

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