Vorlesung 2: Paradigmen, Krankheitslehre, Vulnerabilität at SRH Hochschule Heidelberg | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Vorlesung 2: Paradigmen, Krankheitslehre, Vulnerabilität an der SRH Hochschule Heidelberg

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TESTE DEIN WISSEN
Definition von Krankheit & Gesundheit
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TESTE DEIN WISSEN
Webster Dictionary, 1985
  • körperliches, geistiges Wohlbefinden
  • Unversehrtheit, Freiheit von Defekt, Schmerz od. Krankheit
  • Normalität körperlicher & geistiger Funktion 
WHO, 1958
  • Zustand körperlichen, psychischen & sozialen Wohlbefinden
  • nicht nur definiert durch Abwesenheit von Krankheit & Behinderung 
Thomas Szasz, Psychiater
  • psychische Störungen -> Lebensprobleme in Gesellschaftssystem, kein Anzeichen einer inneren Störung 
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TESTE DEIN WISSEN
Fazit von krank od. Gesund
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TESTE DEIN WISSEN
  • Keine einheitlich/einfache Definition psychischer Störungen bzw. Grenze zw. Krank & gesund 
Lösungsversuch:
  • Auflistung von Kriterien, die mehrer Aspekte berücksichtige, müssen vorliegen um Einordnung in gesund bzw. krank zu treffen 
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TESTE DEIN WISSEN
Krankheit & Gesundheit als vielschichtiges Konstrukt
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TESTE DEIN WISSEN
Krankheitsursachen
  • Ätiologie: Erklärung der Ursache einer Krankheit (Faktoren, die mit beginn der Erkrankung verbunden sind)
  • Pathogenese: Ausgestaltung einer Krankheit (Verlauf, Erkrankungsdauer, Form)
Krankheit/Morbus
  • Nosos: ärztlicher Befund (objektiv)
  • Pathos: Struktur-/ Funktionsveränderung
  • Aegritudo: krank fühlen, Kranksein (subjektiv)
Krankheitsfolgen
  • Krankenrolle
  • Einschränkungen (psychisch, sozial, Verhalten)
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TESTE DEIN WISSEN
Kritik an Biomedizinischen Krankheitsmodell
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TESTE DEIN WISSEN
  • Nachweis von Kausalität zw. Ursache & Wirkung möglich?
  • Unterscheidung zw. Entstehungsfaktoren & aufrechterhaltenden Faktoren
  • Berücksichtigung von psychologischen & sozialen Faktoren wichtig
  • Bestimmte Faktoren erhöhen lediglich die Wahrscheinlichkeit psychischer Erkrankungen 
  • Faktoren populationsabhänigig & zeitlich betrachtet
  • Paradigmen-Pluralismus: viele Paradigmen, die Störung mit Theorien erklären  
-> nicht mehr aktuell
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TESTE DEIN WISSEN
Implikation der auf Pathogenese basierenden Krankheitsmodelle
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TESTE DEIN WISSEN
1. Klassifizierung ob gesund od. Krank
2. Jede Krankheit -> spezifische Ätiologie, durch best. Ursachen
3. jede medizinisch diagnostizierte Krankheit-> spezifische Behandlung (evtl. Beseitigung der Ursache)
4. Medizin & Forschung -> Aufgabe Pathogene zu identifizieren, Diagnose, Mittel zu Eliminierung bereitstellen & fachgerecht anwenden
 
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TESTE DEIN WISSEN
Paradigma der Salutogenese
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TESTE DEIN WISSEN
Kernfragen:
  • Was hält Mensch gesund, trotz Risiken & Bedingungen?
  • Wie, unter welchen Bedingungen entsteht Gesundheit?
Kernaussage:
  • beibringen mit schwierigen Phasen umzugehen und trotzdem gesund bleiben (Schwimmen)
  • Ergänzung zu Pathogenese (welche Defizite, wie beseitigen)
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TESTE DEIN WISSEN
Stabisisierende Faktoren
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TESTE DEIN WISSEN
Stabilisierende Faktoren
Schutzfaktoren:
  • umgebungsbezogene Faktoren -> Puffern psychische Wirkung vom belastenden Umweltbedingungen od. Anderen risikoerhöhenden Faktoren ab
  • distale (z.B Wohngebiet, Einkommen, soziale Schicht; Proximale (z.B tragfähige Beziehung zu Eltern); internale (z.B Temperament)
Resilienz: 
  • Widerstandsfähigkeit: Fähigkeit internale & externale Ressourcen erfolgreich nutzen -> Entwicklungsanliegen zu bewältigen
  • kein stabiles Persönlichkeitsmerkmal, zeitlich & situativ variabel 
  • biologische & psychologische Bedingungen 
  • positive & stabilisierende frühe Erfahrungen -> Begünstigung Widerstandskräfte
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TESTE DEIN WISSEN
Destabilisierende Faktoren
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TESTE DEIN WISSEN
Destabilisierende Faktor
Vulnerabilität:
  • Anfälligkeit/Disposition, unter Belastung psychopathologische Symptome zu entwickeln
  • Ausmaß der Wirksamkeit von Risikofaktoren 
  • je höher Vulnerabilität, desto eher & stärker können Risikofaktoren ungünstig wirksam werden
Risikofaktoren:
  • innere od. äußere Einflüsse, die bei Entstehung & Verlauf einer Erkrankung nachweislich Rolle spielen
  • Distal (z.B. Armut, Wohngebiet); Proximal (z.B. unsichere Bindungsstil); Internal (z.B. Temperament)
-> Problem bei Unterscheidung von Vulnerablität & Resilenz, Schutz-/Risikofaktoren

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TESTE DEIN WISSEN
Allmählicher ParadigmaWechsel im Gesundheitssektor
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TESTE DEIN WISSEN
Klassischer Krankheitsbegriff:
  • Biomedizinisch, Pathogenetisch (=negativ), Gesund = nicht krank

...zu modernen Gesundheitsbegriff:
  • biopsychosozial, salutogenetisch (=positiv), Gesund= mehr als nicht krank, Implikation für Gesundheitsförderung
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TESTE DEIN WISSEN
Modellperspektiven der klinischen Psychologie
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TESTE DEIN WISSEN
Neurobiologische Perspektive: 
  • Geisteskrankheiten -> Gehirnkrankheiten

psychodynamische Perspektive: 
  • Geisteskrankheiten als Funktionsstörung auf psychischer Ebene 

kognitiv-behaviorale Perspektive:
  •  psychische Störung als fehlerhafte Wahrnehmung objektiver Situationswirklichkeiten od./und fehlerhafte Schlussfolgerungen od. Problemlösungen

Integrative Perspektive: 
  • Vulnerabilitäts-Stress-Interaktionen-> Wechselwirkung zw. biologischen, kognitive-affektive, soziale, umweltbezogene Verhaltensaspekte in entwicklungs/ zeitlicher Dynamik
  • Störungübergreifend, multifaktoriell-probalistisch, bio-Psycho-sozial
  • Heuristik für individuelle Analyse d. Entstehung einer Störung
  • Bsp: Vulnerabilitäts-Strss-Modelle/ Diathese-Stress-Modelle
Humanistische Perspektive
Systemische Perspektive
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TESTE DEIN WISSEN
Multifinalität & Äquifinalität
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TESTE DEIN WISSEN
  • Äquifinalität: viele Bedingungen & viele Entwicklungswege zu gleichen Erscheinungsbild
  • Multifinalität: ein, derselbe Entwicklungweg bzw. Kombinationen von Bedingungen, führt zu untersch. Krankheitsbilder/Störungen, abhängig davon wie System Bedingung verarbeitet
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TESTE DEIN WISSEN
Fazit zu Modellperspektiven
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TESTE DEIN WISSEN
  • Es gibt nicht die Theorie, mit der Entstehung & Aufrechterhaltung psychischer Störungen erklären lassen
  • Keine Perspektive statisch, endgültig od. allgemeingültig
  • sollen zur Erklärung best. psychischer Prozesse & Verhaltensweisen wertvolle Erkenntnisfortschritte erreichen
  • andere Perspektiven haben zur historischen Entwicklung beigetragen
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Q:
Definition von Krankheit & Gesundheit
A:
Webster Dictionary, 1985
  • körperliches, geistiges Wohlbefinden
  • Unversehrtheit, Freiheit von Defekt, Schmerz od. Krankheit
  • Normalität körperlicher & geistiger Funktion 
WHO, 1958
  • Zustand körperlichen, psychischen & sozialen Wohlbefinden
  • nicht nur definiert durch Abwesenheit von Krankheit & Behinderung 
Thomas Szasz, Psychiater
  • psychische Störungen -> Lebensprobleme in Gesellschaftssystem, kein Anzeichen einer inneren Störung 
Q:
Fazit von krank od. Gesund
A:
  • Keine einheitlich/einfache Definition psychischer Störungen bzw. Grenze zw. Krank & gesund 
Lösungsversuch:
  • Auflistung von Kriterien, die mehrer Aspekte berücksichtige, müssen vorliegen um Einordnung in gesund bzw. krank zu treffen 
Q:
Krankheit & Gesundheit als vielschichtiges Konstrukt
A:
Krankheitsursachen
  • Ätiologie: Erklärung der Ursache einer Krankheit (Faktoren, die mit beginn der Erkrankung verbunden sind)
  • Pathogenese: Ausgestaltung einer Krankheit (Verlauf, Erkrankungsdauer, Form)
Krankheit/Morbus
  • Nosos: ärztlicher Befund (objektiv)
  • Pathos: Struktur-/ Funktionsveränderung
  • Aegritudo: krank fühlen, Kranksein (subjektiv)
Krankheitsfolgen
  • Krankenrolle
  • Einschränkungen (psychisch, sozial, Verhalten)
Q:
Kritik an Biomedizinischen Krankheitsmodell
A:
  • Nachweis von Kausalität zw. Ursache & Wirkung möglich?
  • Unterscheidung zw. Entstehungsfaktoren & aufrechterhaltenden Faktoren
  • Berücksichtigung von psychologischen & sozialen Faktoren wichtig
  • Bestimmte Faktoren erhöhen lediglich die Wahrscheinlichkeit psychischer Erkrankungen 
  • Faktoren populationsabhänigig & zeitlich betrachtet
  • Paradigmen-Pluralismus: viele Paradigmen, die Störung mit Theorien erklären  
-> nicht mehr aktuell
Q:
Implikation der auf Pathogenese basierenden Krankheitsmodelle
A:
1. Klassifizierung ob gesund od. Krank
2. Jede Krankheit -> spezifische Ätiologie, durch best. Ursachen
3. jede medizinisch diagnostizierte Krankheit-> spezifische Behandlung (evtl. Beseitigung der Ursache)
4. Medizin & Forschung -> Aufgabe Pathogene zu identifizieren, Diagnose, Mittel zu Eliminierung bereitstellen & fachgerecht anwenden
 
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Q:
Paradigma der Salutogenese
A:
Kernfragen:
  • Was hält Mensch gesund, trotz Risiken & Bedingungen?
  • Wie, unter welchen Bedingungen entsteht Gesundheit?
Kernaussage:
  • beibringen mit schwierigen Phasen umzugehen und trotzdem gesund bleiben (Schwimmen)
  • Ergänzung zu Pathogenese (welche Defizite, wie beseitigen)
Q:
Stabisisierende Faktoren
A:
Stabilisierende Faktoren
Schutzfaktoren:
  • umgebungsbezogene Faktoren -> Puffern psychische Wirkung vom belastenden Umweltbedingungen od. Anderen risikoerhöhenden Faktoren ab
  • distale (z.B Wohngebiet, Einkommen, soziale Schicht; Proximale (z.B tragfähige Beziehung zu Eltern); internale (z.B Temperament)
Resilienz: 
  • Widerstandsfähigkeit: Fähigkeit internale & externale Ressourcen erfolgreich nutzen -> Entwicklungsanliegen zu bewältigen
  • kein stabiles Persönlichkeitsmerkmal, zeitlich & situativ variabel 
  • biologische & psychologische Bedingungen 
  • positive & stabilisierende frühe Erfahrungen -> Begünstigung Widerstandskräfte
Q:
Destabilisierende Faktoren
A:
Destabilisierende Faktor
Vulnerabilität:
  • Anfälligkeit/Disposition, unter Belastung psychopathologische Symptome zu entwickeln
  • Ausmaß der Wirksamkeit von Risikofaktoren 
  • je höher Vulnerabilität, desto eher & stärker können Risikofaktoren ungünstig wirksam werden
Risikofaktoren:
  • innere od. äußere Einflüsse, die bei Entstehung & Verlauf einer Erkrankung nachweislich Rolle spielen
  • Distal (z.B. Armut, Wohngebiet); Proximal (z.B. unsichere Bindungsstil); Internal (z.B. Temperament)
-> Problem bei Unterscheidung von Vulnerablität & Resilenz, Schutz-/Risikofaktoren

Q:
Allmählicher ParadigmaWechsel im Gesundheitssektor
A:
Klassischer Krankheitsbegriff:
  • Biomedizinisch, Pathogenetisch (=negativ), Gesund = nicht krank

...zu modernen Gesundheitsbegriff:
  • biopsychosozial, salutogenetisch (=positiv), Gesund= mehr als nicht krank, Implikation für Gesundheitsförderung
Q:
Modellperspektiven der klinischen Psychologie
A:
Neurobiologische Perspektive: 
  • Geisteskrankheiten -> Gehirnkrankheiten

psychodynamische Perspektive: 
  • Geisteskrankheiten als Funktionsstörung auf psychischer Ebene 

kognitiv-behaviorale Perspektive:
  •  psychische Störung als fehlerhafte Wahrnehmung objektiver Situationswirklichkeiten od./und fehlerhafte Schlussfolgerungen od. Problemlösungen

Integrative Perspektive: 
  • Vulnerabilitäts-Stress-Interaktionen-> Wechselwirkung zw. biologischen, kognitive-affektive, soziale, umweltbezogene Verhaltensaspekte in entwicklungs/ zeitlicher Dynamik
  • Störungübergreifend, multifaktoriell-probalistisch, bio-Psycho-sozial
  • Heuristik für individuelle Analyse d. Entstehung einer Störung
  • Bsp: Vulnerabilitäts-Strss-Modelle/ Diathese-Stress-Modelle
Humanistische Perspektive
Systemische Perspektive
Q:
Multifinalität & Äquifinalität
A:
  • Äquifinalität: viele Bedingungen & viele Entwicklungswege zu gleichen Erscheinungsbild
  • Multifinalität: ein, derselbe Entwicklungweg bzw. Kombinationen von Bedingungen, führt zu untersch. Krankheitsbilder/Störungen, abhängig davon wie System Bedingung verarbeitet
Q:
Fazit zu Modellperspektiven
A:
  • Es gibt nicht die Theorie, mit der Entstehung & Aufrechterhaltung psychischer Störungen erklären lassen
  • Keine Perspektive statisch, endgültig od. allgemeingültig
  • sollen zur Erklärung best. psychischer Prozesse & Verhaltensweisen wertvolle Erkenntnisfortschritte erreichen
  • andere Perspektiven haben zur historischen Entwicklung beigetragen
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