Lehrerprofession at LMU München

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Kritik 

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Aufgaben von Lehrkräften nach KMK (2004) - Unterrichten 

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Aufgaben der L nach KMK (2004) 

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Aufgabe der L nach KMK (2004) - Erziehen 

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Lehramt lange Zeit kein eigenständiger Beruf  

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Profession vs. Beruf 

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Worauf kommt es nun bei der Professionalisierung von Lehrkräften an

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6 Bereiche der Lehrerexpertise 

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Aufgaben von Lehrkräften 

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Ziele der interkulturellen Didaktik:

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Philogenese vs. Onthogenese
(Interkulturelle Erziehung) 

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Was sind die Leitmotive interkultureller Pädagogik?

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Kritik 

(Hallitzky/Seibert, 2013)


o Primat der Inhalte führt zu einseitiger inhaltlicher Betrachtung (keine Methodik!) o Wer entscheidet, was exemplarisch für etwas Allgemeines/Größeres stehen kann – Wissenschaft, Lehrer? o Nachträgliche Legitimation ausgewählter Inhalte wäre möglich o Auswahl des Stoffes, Zielsetzung etc. liegt allein beim Lehrer – SuS werden ausgeblendet o Stabilisierungsfunktion bzgl. der vorherrschenden Gesellschaftsverhältnisse (Gesellschaft von heute schreibt der Gesellschaft von morgen vor, was sie lernen und können muss) o Bildungstheorie arbeitet losgelöst von der Unterrichtspraxis wegen fehlenden Bezugs auf empirische Methoden o Keine Realisierungs-/Reflexionshilfen für den Unterricht (da keine Methodik und kein Feedback von den SuS)

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Aufgaben von Lehrkräften nach KMK (2004) - Unterrichten 

1) Unterrichten: Kernbereich von Lehrkräften
- Unterrichten ist ein geplantes, systematisches, methodisches und zielgerichtetes pädagogisches Handeln, das in einer bestimmten institutionellen Rahmung erfolgt. Wir sprechen nur dann von Unterricht, wenn solche Prozesse in Bildungsinstitutionen ablaufen.
- Hauptzielsetzung ist die Vermittlung von Wissen und die Unterstützung des individuellen Bildungsprozesses.
-
Planung und Durchführung von Unterricht ist an den Lernenden und ihren individuellen Voraussetzungen und Bedürfnissen auszurichten und muss gleichzeitig sachlich und fachlich korrekt sein.
- Unterrichten heißt aber nicht nur, sich auf eine einzelne Unterrichtstunde oder Unterrichtseinheit zu konzentrieren, sondern auch die Rahmenbedingungen inhaltlicher Art (z.B. Curricula, einen Lehrgang, etc.) zu berücksichtigen.
- Lehrkräfte sind darüber hinaus auch in die Erstellung von Fachcurricula, fächerübergreifenden Curricula, Stufenlehrplänen etc. involviert.

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Aufgaben der L nach KMK (2004) 
--> L haben hohe Verantwortung und vielfältige Aufgaben
1 Unterrichten
2 Erziehen
3 Beurteilen /( u.a Beraten)
4 Innovieren

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Aufgabe der L nach KMK (2004) - Erziehen 
2) Erziehen: zentraler, fundamentaler Prozess im Leben eines Menschen
- Im Grunde wird er durch die Beziehung zwischen zwei Menschen – oder auch mehreren – immer bezogen auf die Differenz zwischen Alter und Erfahrung definiert.
- In der Regel sind Eltern die Erziehenden und Kinder die zu Erziehenden.
- Die erfahrenere / ältere Person beeinflusst die unerfahrenere / jüngere Person intentional, also mit einer bestimmten Absicht.

- Ziel ist, dass der zu Erziehende sein Verhalten ändert.

- Im schulischen Bereich spielt hier die Klassenführung eine zentrale Rolle.

- Lehrkräfte sind für Schüler/innen zudem auch Vorbild bzw. Modell - durch ihr Verhalten --> erzieherischem Wirken oder erziehendem Unterricht  (MÄGDEFRAU, 2013), da Lehrkräfte nicht nur Aufgaben der Vermittlung von Lehrinhalten und der Unterstützung von Lernprozessen, sondern auch erzieherische Aufgaben übernehmen.

- Erzieherische Aufgabenbereich wird aufgrund sich verändernder gesellschaftlicher Bedingungen und Familienkonstellationen zunehmend bedeutsamer

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Lehramt lange Zeit kein eigenständiger Beruf  
o im 19. Jahrhundert erstmals die Trennung des Lehramts vom geistlichen Amt und die Etablierung des Lehrerberufs als eigenständiger Beruf vollzogen
o erst 1919 wurde die allgemeine Schulpflicht in der Weimarer Verfassung einheitlich für ganz Deutschland festgeschrieben
(Blömeke, 2009)

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Profession vs. Beruf 
(Bauer et al., 1996)

o Profession zeichnet sich dadurch aus, dass sie eine höhere Qualifikation voraussetzt und es sich vor allem um einen akademischen Beruf mit hohem Prestige handelt. Weitere Merkmale sind ein hoher Grad an beruflicher Organisation, persönliche und sachliche Gestaltungs- und Entscheidungsfreiheit in der Tätigkeit sowie eine eigene Berufsethik.
o Professionalisierung im weiteren Sinne: die Entwicklung einer privat oder ehrenamtlich ausge- übten Tätigkeit zu einem Beruf
o Professionalisierung im engeren Sinne: die Entwicklung eines Berufs zu einer Profession

Lehrerprofession

Worauf kommt es nun bei der Professionalisierung von Lehrkräften an

--> Aufgrund der Komplexität des Lehrerberufs ist professionelle Handlungsfähigkeit entscheidend!
Diese setzt sich nach BAUER ET AL. (1996) aus Wissen, Handlungsroutinen und einem pädagogischen Ethos zusammen:
o Sowohl fachwissenschaftliches als auch fachdidaktisches und erziehungswissenschaftliches Wissen sind eine wichtige Voraussetzung für die Planung und Durchführung von Bildungsangeboten.
o Handlungsroutinen ermöglichen es der Lehrperson, in vielfältigen Unterrichts- und Erziehungssituationen Entscheidungen zu treffen, die in der einzelnen Situation zum optimalen Ergebnis führen
o Unter pädagogischem Ethos wird die Einstellung und Haltung der Lehrperson zum und im Lehrerberuf verstanden
--> Verantwortung und Engagement sowie die Einhaltung ethisch-moralischer und demokratischer Grundsätze sind die Basis für professionelles Handeln.
--> Im Laufe dieses lebenslangen Prozesses der Professionalisierung müssen sich die drei genannten Aspekte der professionellen Handlungsfähigkeit jedoch erst entwickeln: " L erwerben ein differenziertes pädagogisches Wissen und Handlungsrepertoire nicht beiläufig oder nebenbei, auch ist es nicht als eine angeborene Disposition mit der Person verknüpft, sondern wird im Laufe der Berufsbiographie gezielt aufgebaut." (Bauer et al, 1996) 

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6 Bereiche der Lehrerexpertise 
(Shulman, 1986)

Fachliches Wissen: Reines fachspezifisches Wissen.

Curriculares Wissen: Wissen darüber, welche Teile des fachspezifischen Wissens vermittelt werden sollen.

Philosophie des Schulfaches: Epistemologische Überzeugungen.

Allgemeines pädagogisches Wissen: Kenntnisse verschiedener Instruktionsmethoden.

Fachspezifisches pädagogisches Wissen: Die Kenntnis fachbezogener Unterrichtsmethoden ist ein wichtiger Prädiktor für Schülerleistungen.

Diagnostische Kompetenz: Die Kompetenz zur Schülerbeurteilung umfasst nicht nur die Zensurenvergabe, sondern auch die Wahrnehmung individueller Fehlvorstellungen, Lernstrategien und Verständnisschwierigkeiten.

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Aufgaben von Lehrkräften 

o Welche professionsbezogenen Anforderungen an Lehrkräfte gestellt werden, wurde im Jahr 2004 als gemeinsamer Beschluss aller Kultusministerien der 16 Bundesländer in Deutschland in den KMK-Stan- dards für die Lehrer/innenbildung fixiert. 

o Sie haben das Ziel, auf diese Art und Weise einen vergleichbaren Standard bzw. vergleichbare Kompetenzen bei den Lehrkräften zu entwickeln.


Handreichung zu den KMK-Standards: 

1. L sind Fachleute für das Lehren und Lernen.

2. L sind sich bewusst, dass die Erziehungsaufgabe in der Schule eng mit dem Unterricht und dem Schulleben verknüpft ist.

3. L üben ihre Beurteilungs- und Beratungsaufgabe im Unterricht 

kompetent, gerecht und verantwortungsbewusst aus.

4. L entwickeln ihre Kompetenzen ständig weiter

5. L beteiligen sich an der Schulentwicklung

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Ziele der interkulturellen Didaktik:

1. Auslösen von Befremdung (Krise)

2. Reflexion – Selbstreflexion

3. Erkennen ethnozentristischer Vorstellungen

4. Identifikation mit Gemeinsamkeiten

5. Finden einer gemeinsamen Basis

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Philogenese vs. Onthogenese
(Interkulturelle Erziehung) 
1) Philogenese

= Menschheitsgeschichte (Korte, 2004)

o Mensch ist von Ethnozentrismus geprägt, der die eigene Kultur als natürlich gegeben und als beste Lebensform ansieht o Mensch als Kleingruppenwesen, nicht von vornherein offener Weltbürger, kulturelles Neu- und Umlernen fällt schwer o Menschen suchen sich Gleichgesinnte o Phylogenetisch betrachtet sind Erziehungsinstitutionen, auch die Schule, traditionell national und monokulturell geprägt (z.B. mehrsprachiger Unterricht ist nicht existent)


2) Onthogenese

= eigene individuelle Entwicklung

Kultur ist ein universelles, für eine Gesellschaft, Organisation und Gruppe sehr typisches Orientierungssystem. Dieses beeinflusst das [alltägliche] Wahrnehmen, Denken, Werten und Handeln aller ihrer Mitglieder.“ (Thomas, 2002)

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Was sind die Leitmotive interkultureller Pädagogik?

o Eintreten für die Gleichheit aller ungeachtet der Herkunft

o Wahrung des Respekts für Andersartigkeit

o Befähigung zum interkulturellen Verstehen und zum interkulturellen Dialog

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