Stimme Logo11 at IB-Hochschule | Flashcards & Summaries

Lernmaterialien für Stimme Logo11 an der IB-Hochschule

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TESTE DEIN WISSEN

Stimmstörungen durch organische Veränderungen des Kehlkopfes


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TESTE DEIN WISSEN

Kehlkopffehlbildungen

  • Kehlkopfasymmetrie
  • Hypoplasie des Kehlkopfs
  • Sulcus glottidis (Stimmlippenfurche)
  • Synechie (Diaphragma laryngis)


Kehlkopftumoren:

  • Stimmlippenzyste (gutartig)
  • Stimmlippenpapillom (viral oder Präkanzerose)
  • Larynxkarzinom


Entzündungsbedingt

  1. Chronische hyperplastische Laryngitis
  2. Reinkeödem
  3. Stimmlippenpolyp


Traumabedingt

  1. Stimmlippenblutungen
  2. Intubationstraumen
  3. Posttraumatische Stimmstörung (äußeres Trauma)
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TESTE DEIN WISSEN

Subjektive Diagnostikverfahren bei Dysphonie

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TESTE DEIN WISSEN
  • Auditiv-perzeptive Stimmanalyse
    1. Beschreibung der Stimmparameter (z.B. mithilfe eines Diagnostikbogens)
    2. Beschreibung weiterer stimmbeeinflussender Faktoren (Haltung, Tonus..)
    3. RBH-System: R=Rauigkeit, B=Behauchtheit, H=Heiserkeit

 

Auditiv-perzeptive Stimmanalyse nach Hammer, Teufel-Dietrich (2017):

  1. Beobachtung der Ruhe- und beim Lesetext der Sprechatmung
  2. Einschätzung der Sprechstimme:
    • Mittlere Sprechstimmlage (MSSL)
    • Stimmklang (auch mit RBH)
    • Stimmgebung
    • Stimmsitz
    • Stimmvolumen
    • Modulation der Sprechstimme
    • Stimmabsätze
    • Steigerungsfähigkeit
  3. Weitere stimmassoziierte Parameter:
    • Artikulation
    • Kieferweite
    • Mimische Mitbewegungen
    • Sprechtempo
  4. Singstimme:
    • Stimmfeld (Dynamikumfang: Tonumfang und minimale/maximale Lautstärke)
    • Kieferweite
    • Mimische Mitbewegungen
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TESTE DEIN WISSEN

Nasalierungsmethode nach Pahn und Pahn


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TESTE DEIN WISSEN
  • Stimmübungsverfahren zur Therapie der gestörten Stimme und zur Stimmbildung
  • Unabhängig vom Störungsbild zur Erweiterung der Resonanz angewendet werden

 

Funktionsweise:

Nasalierung entsteht durch Herabsetzen der Spannung des Gaumensegels - dieses ist eng mit der Spannung der Muskulatur des Aufhängeapparats verbunden

Durch Inaktivierung des Gaumensegels während der Phonation sollen die kehlkopfhebenden Kräfte ausgeschaltet werden (+Entspannung beider Muskelgruppen)

-> Vergrößerung des Ansatzrohres als Resonator

-> Kehlkopf-Tiefstellung= gute Voraussetzung für Stimmgebung mit geringem Kraftaufwand

Bei Stabilisierung der neuen Position des KKs -> Nasalierung beenden

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TESTE DEIN WISSEN

Funktionelle Dysphonien


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TESTE DEIN WISSEN
  1. Hyperfunktionelle Dysphonie
  2. Hypofunktionelle Dysphonie
  3. Gemischte funktionelle Dysphonie
  4. Funktionelle bedingte Mutationsstörungen
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TESTE DEIN WISSEN

Funktionell bedingte organische Veränderungen (sekundär organisch)


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  • Stimmlippenknötchen
  • Kontaktgranulom
  • Vokalisatrophie
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TESTE DEIN WISSEN

Neurologische Stimmstörungen


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TESTE DEIN WISSEN
  • Bedingt durch neurologische Erkrankungen (Parkinson, MS, ALS..)
  • Bedingt durch Schädigung des ZNS -> meist Dysarthrophonie

Sonderform: Spastische/Spasmodische Dysphonie

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TESTE DEIN WISSEN

Konzept der interaktionalen & integrativen Stimmtherapie (KIIST) nach Spieker-Henke 


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TESTE DEIN WISSEN

Interaktional: Dialog ist wichtig integrativ: körperliche Subsysteme werden aufeinander bezogen und integriert

Vielfalt der methodischen Ansätze

Ziel: falsche kompensatorische Funktions- und Verhaltensmuster durch physiologisch sinnvolle ersetzen

Leistungsfähigkeit realistisch einschätzen

 

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TESTE DEIN WISSEN

SOVTE (u.a. Laxvox) - Semioccluded Vocal Tract Exercises


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TESTE DEIN WISSEN

SOVTE (u.a. Laxvox) Semioccluded Vocal Tract Exercises

=Oberbegriff für alle Stimmübungen, die mit teilweise verdeckten Vokaltrakt ausgeführt werden

Ziel: Verbesserung des Zusammenspiels von Atmung, Stimmproduktion und Resonanzbildung

 

Prinzipien: 

  • Druckausgleich
  • gleichmäßiger Anblasedruck bei gleichbleibender Strömungsgeschwindigkeit
  • Je höher der Strömungswiderstand, desto leichter die Phonation
  • 2 Typen: Übungen mit Okklusionswiderstand gegen Wasser (water resistance) oder gegen Luft (air resistance)
  • Formen: Schlauch- und Trinkhalmphonation (mit und ohne Wasserwiderstand, z.B. Lax-Vox) Phonation auf Frikative oder enge Vokale; Lippenflattern oder Zungentriller; Summ- und Kauübungen

 

Lax Vox Wirkungsweise: 

  • Vokaltrakt weitet sich
  • Kehlkopf senkt sich
  • Druckausgleich unterhalb – oberhalb der Glottis (subglottisch – supraglottisch) 
  • -> neutraler Stimmlippenschluss (weder zu fest noch zu locker)
  • effiziente und ökonomische Stimmgebung
  • Massageeffekt auf die Stimmlippen
  • weiter Durchmesser des Schlauches  - subglottischer Druck entspricht eher dem der gesprochenen Sprache; auch: Reduktion kompensatorischer Spannungen -> Eutonus, Entspannung
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Therapiebausteine in der Stimmtherapie


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TESTE DEIN WISSEN
  • Tonusregulation – Eutonus, Wahrnehmung, Haltung
  • Atmung – Volumen, Frequenz, Rhythmus, Nasenatmung, Atemmittellage, Ökonomisierung, reflektorisch, Dosierung
     willkürliches Eingreifen in vegetative Prozesse (Herzschlag, Emotionen, Blutdruck) vermeiden, eher indirekt arbeiten über Vorstellungshilfen, Bewegungs- und Haltungsveränderungen
  • Artikulation – Tonus; Beweglichkeit, Weite -> Resonanz; korrekte, präzise AK Muster, Koordination verbessern
  • Phonation – Wahrnehmung, optimale Stimmlage (Indifferenzlage, MSSL), Stimmführung – stabil, tragfähig; Modulation, Resonanz, Stimmumfang -volumen erweitern; StiLi schluss verbessern, Stimmein- und absätze verbessern
  • Person – Erkenntnis Ursachen, Faktoren; Akzeptanz, verbesserte Eigenwahrnehmung, Flexibilität
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TESTE DEIN WISSEN

Therapie nach Schlaffhorst und Andersen 


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TESTE DEIN WISSEN

Therapie nach Schlaffhorst und Andersen (1900 – Atemschule Leo Koffler England) 

Vorbild/Grundlage für viele andere Konzepte

  • Ganzheitliche Atem-, Stimm-, Sprechtherapie für pädagogisch-künstlerischen Bereich 
  • Für jede Form der Stimmstörung einsetzbar
  • Atmung als Spitze aller biologischen Grundfunktionen

Ziele: 

  • Harmonisierung des Wechselspiels von Atmung, Bewegung und Stimme durch Körperbewusstsein und Kenntnis der funktionellen Zusammenhänge
  • 3-teiligen Atemrhythmus erspüren
  • Willkürliche Regelung der Ausatmung mittels Lautfunktion
  • 5 Regenerationswege: Kreisen, Schwingen, Rhythmus, Atmen, Tönen 
  • Ganzkörperliche Eutonisierung
  • Einsatz von Körperbewegung, Gestik

Methoden:

Rollenspiel, Vorstellungshilfen, Textgestaltung, Atemschriftzeichen 

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TESTE DEIN WISSEN

Manuelle Stimmtherapie nach Münch


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TESTE DEIN WISSEN

Ziele: 

- die Schaffung einer Basis für eine gute Statik und Beweglichkeit der stimm-, schluck-, atem- und artikulationsgebenden Organe,   

- Tiefatmung, Verbesserung der Atem-, Artikulations-, Kau-, Stimm- und Schluckmotorik, 

- aufrechte. eutone Haltung, Kehl- und Kieferweite, gute Resonanz, 

- verbesserte Durchblutung, gute Körperwahrnehmung, 

- ausgeglichenes vegetatives und hormonelles System

Inhalte: 

- ausführliche Diagnostik

- postisometrische muskuläre Dehnbehandlungen, Druckpunktmassagen
- Anleitung zum Muskeltraining - innere oder habituelle Haltungsmuster werden thematisiert und wenn möglich verändert

- Aktive Atem-, Artikulations-, Schluck- und Stimmübungen 

(Begründerin ist Physiotherapeutin, Osteopathin und Sprecherzieherin)

 

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TESTE DEIN WISSEN

Atemrhythmisch angepasste Phonation 


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TESTE DEIN WISSEN

Atemrhythmisch angepasste Phonation Wichtig! Basisarbeit für die Atmung!

Coblenzer und Muhar (Schauspieler/Stimmlehrer und Lungenarzt): 

  • Abspannen/Reflektorische Atemergänzung ist Grundlage (Einfluss: Schlaffhorst-Andersen)
  • Abspannen ist angeborene Fähigkeit, Koordination von Atmung und Stimmgebung wird optimiert Fähigkeit wird verlernt -> dies kann zu einer Stimmstörung führen
  • Abspannen: prägnantes Lösen der artikulatorischen Hemmstelle und/oder der Stimmlippenspannung mit Abgabe der Restluft, (bspw. beim [t] in dem Wort „Licht“)
     mit der Druckentlastung des [t] entspannt sich die Muskulatur des Kiefergelenks und der Bauchdecke, die Stimmritze (Glottis) öffnet sich, der Kehlkopf senkt sich, der Brustkorb bleibt flexibel aufgerichtet, nur das Zwerchfell spannt sich reflexartig an, es bewegt sich nach unten, in den Lungen entsteht ein Unterdruck, Luft strömt ein.
     Abspannen: Voraussetzung, dass sich Luft schnell, d.h. reflektorisch, ergänzen kann, dauert ca 0,2 Sek.

Für alle Therapien geeignet

Ziele

  •  Koordination von Atmung, Stimme und Artikulation 
  • größtmögliche Umwandlung von Atemluft in Klangleistung
  • klangdichte Stimme, durch Abspannen entlasten
  • Balance zwischen den Kräften der Ein- und Ausatmung - Atemmittellage
  • Individueller Atemrhythmus„Schaukeln“ als Taktgeber; Bewegung + Phonation  
  • Qualität der Pausensetzung - regenerierende Wirkung gesamter Atem-, Stimm- und Sprechapparat  resultierende Lockerheit
  • Plastische Artikulation und Intentionale Ausrichtung

Hilfsmittel   Softball (drücken – lösen; Vorstellung: etwas aufpumpen) , Impander („Bali“ Gerät), Deuser-Band; Ping-Pong spielen (sipp-sapp), Rudern (hol weg, hau ruck), 

 

Aufbau: stimmlose Ebene, stimmhafte Laute, Wörter, Sätze, Gedichte, Texte, freie Rede 

(GUT BEOBACHTEN! Unerwünschte vegetative Reaktionen könnten ausgelöst werden)

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Q:

Stimmstörungen durch organische Veränderungen des Kehlkopfes


A:

Kehlkopffehlbildungen

  • Kehlkopfasymmetrie
  • Hypoplasie des Kehlkopfs
  • Sulcus glottidis (Stimmlippenfurche)
  • Synechie (Diaphragma laryngis)


Kehlkopftumoren:

  • Stimmlippenzyste (gutartig)
  • Stimmlippenpapillom (viral oder Präkanzerose)
  • Larynxkarzinom


Entzündungsbedingt

  1. Chronische hyperplastische Laryngitis
  2. Reinkeödem
  3. Stimmlippenpolyp


Traumabedingt

  1. Stimmlippenblutungen
  2. Intubationstraumen
  3. Posttraumatische Stimmstörung (äußeres Trauma)
Q:

Subjektive Diagnostikverfahren bei Dysphonie

A:
  • Auditiv-perzeptive Stimmanalyse
    1. Beschreibung der Stimmparameter (z.B. mithilfe eines Diagnostikbogens)
    2. Beschreibung weiterer stimmbeeinflussender Faktoren (Haltung, Tonus..)
    3. RBH-System: R=Rauigkeit, B=Behauchtheit, H=Heiserkeit

 

Auditiv-perzeptive Stimmanalyse nach Hammer, Teufel-Dietrich (2017):

  1. Beobachtung der Ruhe- und beim Lesetext der Sprechatmung
  2. Einschätzung der Sprechstimme:
    • Mittlere Sprechstimmlage (MSSL)
    • Stimmklang (auch mit RBH)
    • Stimmgebung
    • Stimmsitz
    • Stimmvolumen
    • Modulation der Sprechstimme
    • Stimmabsätze
    • Steigerungsfähigkeit
  3. Weitere stimmassoziierte Parameter:
    • Artikulation
    • Kieferweite
    • Mimische Mitbewegungen
    • Sprechtempo
  4. Singstimme:
    • Stimmfeld (Dynamikumfang: Tonumfang und minimale/maximale Lautstärke)
    • Kieferweite
    • Mimische Mitbewegungen
Q:

Nasalierungsmethode nach Pahn und Pahn


A:
  • Stimmübungsverfahren zur Therapie der gestörten Stimme und zur Stimmbildung
  • Unabhängig vom Störungsbild zur Erweiterung der Resonanz angewendet werden

 

Funktionsweise:

Nasalierung entsteht durch Herabsetzen der Spannung des Gaumensegels - dieses ist eng mit der Spannung der Muskulatur des Aufhängeapparats verbunden

Durch Inaktivierung des Gaumensegels während der Phonation sollen die kehlkopfhebenden Kräfte ausgeschaltet werden (+Entspannung beider Muskelgruppen)

-> Vergrößerung des Ansatzrohres als Resonator

-> Kehlkopf-Tiefstellung= gute Voraussetzung für Stimmgebung mit geringem Kraftaufwand

Bei Stabilisierung der neuen Position des KKs -> Nasalierung beenden

Q:

Funktionelle Dysphonien


A:
  1. Hyperfunktionelle Dysphonie
  2. Hypofunktionelle Dysphonie
  3. Gemischte funktionelle Dysphonie
  4. Funktionelle bedingte Mutationsstörungen
Q:

Funktionell bedingte organische Veränderungen (sekundär organisch)


A:
  • Stimmlippenknötchen
  • Kontaktgranulom
  • Vokalisatrophie
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Q:

Neurologische Stimmstörungen


A:
  • Bedingt durch neurologische Erkrankungen (Parkinson, MS, ALS..)
  • Bedingt durch Schädigung des ZNS -> meist Dysarthrophonie

Sonderform: Spastische/Spasmodische Dysphonie

Q:

Konzept der interaktionalen & integrativen Stimmtherapie (KIIST) nach Spieker-Henke 


A:

Interaktional: Dialog ist wichtig integrativ: körperliche Subsysteme werden aufeinander bezogen und integriert

Vielfalt der methodischen Ansätze

Ziel: falsche kompensatorische Funktions- und Verhaltensmuster durch physiologisch sinnvolle ersetzen

Leistungsfähigkeit realistisch einschätzen

 

Q:

SOVTE (u.a. Laxvox) - Semioccluded Vocal Tract Exercises


A:

SOVTE (u.a. Laxvox) Semioccluded Vocal Tract Exercises

=Oberbegriff für alle Stimmübungen, die mit teilweise verdeckten Vokaltrakt ausgeführt werden

Ziel: Verbesserung des Zusammenspiels von Atmung, Stimmproduktion und Resonanzbildung

 

Prinzipien: 

  • Druckausgleich
  • gleichmäßiger Anblasedruck bei gleichbleibender Strömungsgeschwindigkeit
  • Je höher der Strömungswiderstand, desto leichter die Phonation
  • 2 Typen: Übungen mit Okklusionswiderstand gegen Wasser (water resistance) oder gegen Luft (air resistance)
  • Formen: Schlauch- und Trinkhalmphonation (mit und ohne Wasserwiderstand, z.B. Lax-Vox) Phonation auf Frikative oder enge Vokale; Lippenflattern oder Zungentriller; Summ- und Kauübungen

 

Lax Vox Wirkungsweise: 

  • Vokaltrakt weitet sich
  • Kehlkopf senkt sich
  • Druckausgleich unterhalb – oberhalb der Glottis (subglottisch – supraglottisch) 
  • -> neutraler Stimmlippenschluss (weder zu fest noch zu locker)
  • effiziente und ökonomische Stimmgebung
  • Massageeffekt auf die Stimmlippen
  • weiter Durchmesser des Schlauches  - subglottischer Druck entspricht eher dem der gesprochenen Sprache; auch: Reduktion kompensatorischer Spannungen -> Eutonus, Entspannung
Q:

Therapiebausteine in der Stimmtherapie


A:
  • Tonusregulation – Eutonus, Wahrnehmung, Haltung
  • Atmung – Volumen, Frequenz, Rhythmus, Nasenatmung, Atemmittellage, Ökonomisierung, reflektorisch, Dosierung
     willkürliches Eingreifen in vegetative Prozesse (Herzschlag, Emotionen, Blutdruck) vermeiden, eher indirekt arbeiten über Vorstellungshilfen, Bewegungs- und Haltungsveränderungen
  • Artikulation – Tonus; Beweglichkeit, Weite -> Resonanz; korrekte, präzise AK Muster, Koordination verbessern
  • Phonation – Wahrnehmung, optimale Stimmlage (Indifferenzlage, MSSL), Stimmführung – stabil, tragfähig; Modulation, Resonanz, Stimmumfang -volumen erweitern; StiLi schluss verbessern, Stimmein- und absätze verbessern
  • Person – Erkenntnis Ursachen, Faktoren; Akzeptanz, verbesserte Eigenwahrnehmung, Flexibilität
Q:

Therapie nach Schlaffhorst und Andersen 


A:

Therapie nach Schlaffhorst und Andersen (1900 – Atemschule Leo Koffler England) 

Vorbild/Grundlage für viele andere Konzepte

  • Ganzheitliche Atem-, Stimm-, Sprechtherapie für pädagogisch-künstlerischen Bereich 
  • Für jede Form der Stimmstörung einsetzbar
  • Atmung als Spitze aller biologischen Grundfunktionen

Ziele: 

  • Harmonisierung des Wechselspiels von Atmung, Bewegung und Stimme durch Körperbewusstsein und Kenntnis der funktionellen Zusammenhänge
  • 3-teiligen Atemrhythmus erspüren
  • Willkürliche Regelung der Ausatmung mittels Lautfunktion
  • 5 Regenerationswege: Kreisen, Schwingen, Rhythmus, Atmen, Tönen 
  • Ganzkörperliche Eutonisierung
  • Einsatz von Körperbewegung, Gestik

Methoden:

Rollenspiel, Vorstellungshilfen, Textgestaltung, Atemschriftzeichen 

Q:

Manuelle Stimmtherapie nach Münch


A:

Ziele: 

- die Schaffung einer Basis für eine gute Statik und Beweglichkeit der stimm-, schluck-, atem- und artikulationsgebenden Organe,   

- Tiefatmung, Verbesserung der Atem-, Artikulations-, Kau-, Stimm- und Schluckmotorik, 

- aufrechte. eutone Haltung, Kehl- und Kieferweite, gute Resonanz, 

- verbesserte Durchblutung, gute Körperwahrnehmung, 

- ausgeglichenes vegetatives und hormonelles System

Inhalte: 

- ausführliche Diagnostik

- postisometrische muskuläre Dehnbehandlungen, Druckpunktmassagen
- Anleitung zum Muskeltraining - innere oder habituelle Haltungsmuster werden thematisiert und wenn möglich verändert

- Aktive Atem-, Artikulations-, Schluck- und Stimmübungen 

(Begründerin ist Physiotherapeutin, Osteopathin und Sprecherzieherin)

 

Q:

Atemrhythmisch angepasste Phonation 


A:

Atemrhythmisch angepasste Phonation Wichtig! Basisarbeit für die Atmung!

Coblenzer und Muhar (Schauspieler/Stimmlehrer und Lungenarzt): 

  • Abspannen/Reflektorische Atemergänzung ist Grundlage (Einfluss: Schlaffhorst-Andersen)
  • Abspannen ist angeborene Fähigkeit, Koordination von Atmung und Stimmgebung wird optimiert Fähigkeit wird verlernt -> dies kann zu einer Stimmstörung führen
  • Abspannen: prägnantes Lösen der artikulatorischen Hemmstelle und/oder der Stimmlippenspannung mit Abgabe der Restluft, (bspw. beim [t] in dem Wort „Licht“)
     mit der Druckentlastung des [t] entspannt sich die Muskulatur des Kiefergelenks und der Bauchdecke, die Stimmritze (Glottis) öffnet sich, der Kehlkopf senkt sich, der Brustkorb bleibt flexibel aufgerichtet, nur das Zwerchfell spannt sich reflexartig an, es bewegt sich nach unten, in den Lungen entsteht ein Unterdruck, Luft strömt ein.
     Abspannen: Voraussetzung, dass sich Luft schnell, d.h. reflektorisch, ergänzen kann, dauert ca 0,2 Sek.

Für alle Therapien geeignet

Ziele

  •  Koordination von Atmung, Stimme und Artikulation 
  • größtmögliche Umwandlung von Atemluft in Klangleistung
  • klangdichte Stimme, durch Abspannen entlasten
  • Balance zwischen den Kräften der Ein- und Ausatmung - Atemmittellage
  • Individueller Atemrhythmus„Schaukeln“ als Taktgeber; Bewegung + Phonation  
  • Qualität der Pausensetzung - regenerierende Wirkung gesamter Atem-, Stimm- und Sprechapparat  resultierende Lockerheit
  • Plastische Artikulation und Intentionale Ausrichtung

Hilfsmittel   Softball (drücken – lösen; Vorstellung: etwas aufpumpen) , Impander („Bali“ Gerät), Deuser-Band; Ping-Pong spielen (sipp-sapp), Rudern (hol weg, hau ruck), 

 

Aufbau: stimmlose Ebene, stimmhafte Laute, Wörter, Sätze, Gedichte, Texte, freie Rede 

(GUT BEOBACHTEN! Unerwünschte vegetative Reaktionen könnten ausgelöst werden)

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