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Lernmaterialien für Standortkunde an der Hochschule Osnabrück

Greife auf kostenlose Karteikarten, Zusammenfassungen, Übungsaufgaben und Altklausuren für deinen Standortkunde Kurs an der Hochschule Osnabrück zu.

TESTE DEIN WISSEN

Welcher ist der mesophytische Saum?

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TESTE DEIN WISSEN

Trifolion medii

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TESTE DEIN WISSEN


• die Bedeutung von Mikrohabitaten des Alt- und Totholzes in Wäldern erläutern
und dazu charakteristische Arten mit ihren Ansprüchen nennen …,

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TESTE DEIN WISSEN

Abgesehen von vielen Vogelarten, Fledermäusen, Siebenschläfer, dem Steinmader etc., ist Alt- und Totholz ganz wichtig für viele Käferarten. 


Ein paar Beispiele von Käferarten in Buchentotholz: 


In alten, harten Ästen: Bockkäferarten wie z.B. Augenfleckbock


In Mulmlöchern: Blatthornkäferarten wie z.B. Goldglänzende Rosenkäfer


An Baumpilzen: Schwarzkäferarten wie Zuckerschwammschwarzkäfer


--> Käferfauna in Totholzstrukturen eingenischt und spezialisiert auf verschiedene Bereiche des Totholzes wie die oben genannten. Gibt auch noch welche die in abgestorbenen Zweigen, hinter feuchter, verpilzter Rinde, unter loser Rinde etc. wohnen.

Man sieht also wie groß die Käferartenvielfalt in Totholz sein kann und was für eine hohe Bedeutung Totholz also für Artenvielfalt hat

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Was sind die maßgeblichen Eigenschaften von Ruderalpflanzen?

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  • große Mengen an Samen, schnelle Keimlingsentwicklung 
  • effiziente Fernausbreitung
  • lichtliebend, oft trockenheits- und wärmeresistent 
  • salz- und schwermetallresistent 
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drei typische „Wald-Fledermäuse“ nennen und eine Art in Bezug auf ihre
ökologischen Ansprüchen näher charakterisieren

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  • Kleinabendsegler
  • Nymphenfledermaus
  • Bechsteinfledermaus 


2/3 der Fledermausarten sind eng an Wald gebunden über Sommerquartier, Nahrungssuche, manchmal auch Überwinterung in Baumhöhlen.


Bechsteinfledermaus: 


  • Hohe Verantwortung hier in Mitteleuropa, weil weltweit größte Verbreitungsgebiet
  • typisch ist, dass sie häufig das Quartier wechselt 
  • deshalb benötigt sie ein hohes Quartierangebot von bis zu 50 Baumhöhlen pro Sommer 



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TESTE DEIN WISSEN

Ökologische Gruppe, Funktionelle Artengruppe, Gilde (mit Beispiel) 


(Alle drei Begriffe können weitgehend synonym verwendet werden) 

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Gruppen von Arten, die hinsichtlich bestimmter Kriterien ähnliche Eigenschaften aufweisen. Sie werden je nach Fragestellung gruppiert, bspw. was ihre Ernährungsweise oder Nahrungserwerb betrifft (functional feeding group)


Beispiele: 

Pflanzenfressende Anthropoden: 

Nutzer bestimmter Pflanzenarten können unterteilt werden in: 

  • Säftesauger, 
  • ektophage Blattfresser oder 
  • Minierer


Vögel: 

  • Waldarten, Offenlandarten, Gewässerarten..
  • Zugvögel, Teilzieher, Wintergast.. 
  • Baum-, Hecken-, Fels-, Gebäudebrüter


Typisches Planungsbeispiel: bei Planung von Windenergieanlagen werden Arten der Vogelschutzrichtlinie nach Gilden abgearbeitet 

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TESTE DEIN WISSEN

Anhand von drei Argumenten erklären, warum Biotopkartierungen faunistische/tierökologische Untersuchungen nicht ersetzen können


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TESTE DEIN WISSEN

1. Habitate von Arten selten deckungsgleich mit Biotopen (vor allem Arten mit hoher Mobilität brauchen oft Habitate, die sich aus vielen Biotoptypen zusammensetzen) 

--> räumlich funktionale Beziehungen der Tiere zwischen ihren Teillebensräumen werden so ebenfalls nicht erfasst (z.B. Stören Windanlagen bestimmte Vogelarten bei ihrem Flug von einem, zum anderen Teilhabitat?) 


2. Viele Tierarten sind weniger auf Biotoptypen angewiesen als auf bestimmte
Strukturen in ihrem Lebensraum 

--> Qualität/Ausprägung des Lebensraums ist ausschlaggebend 

--> Strukturparameter z.B.: Altholz, Lichtungen, besonderes Mikroklima (Süd- oder Nordexposition?), offene Landschaft etc. 


3. Biotoptypenschlüssel meist eher vegetationskundlich geprägt --> vegetationsfreie oder 

-arme, meist kleinflächige Lebensräume werden vernachlässigt, diese sind aber oft wichtige Lebensräume für spezialisierte, oft auch stark gefährdete Arten (z.B. Dünenanriss, Schotterflächen, Uferabbrüche etc.) 


4. Biotoptypen zeigen weiterhin nicht:

  • das Verbreitungsgebiet einer Art (Biotoptyp könnte guter Lebensraum für Art sein, diese hat aber in dem Gebiet gar keine vorkommenden Populationen) 
  • ist der Lebensraum ungestört genug (Schwarzstorch braucht z.B. komplett Ruhe im Wald) 
  • Zeit und Raum (nur gegenwärtiger Biotop wird kartiert, nicht Entwicklung des Lebensraums; Vernetzung mit anderen Lebensräumen, Zuwanderungsmöglichkeiten etc. werden nicht kartiert) 


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Migration/Wanderung

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-regelmäßige Wanderung bei Tieren, bei der i.d.R. eine Rückkehr derselben oder der nächsten Generation folgt


-jahreszeitlich, tageszeitlich oder durch Fortpflanzung bedingt


-migrierende Arten sind Teilsiedler


-Migration/Wanderung ist Überlebensstrategie


Beispiele: Europäischer Aal, Distelfalter


--> wichtig: Dispersal ist keine Wanderung! 


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Zielarten (mit Beispiel) 

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TESTE DEIN WISSEN

-dienen der Formulierung von konkreten und überprüfbaren Zielen  des Naturschutzes

--> Bsp.: Wiedervernässung von Feuchtgebieten; Ziel: Hier sollen wieder Uferschnepfen brüten. Also Uferschnepfen als Zielart. An ihr ist zu erkennen ob Wiedervernässung erfolgreich war 


-für Zielarten werden oft Leitarten genutzt 


-ermöglichen sachliche und räumliche Konkretisierung von abstrakt gehaltenen Zielen 


-messen des Erfolges von Naturschutzmaßnahmen


-werden planerisch ausgewählt; in LRPs  können Zierlartenkonzepte integriert werden, was sehr wünschenswert ist und einen guten LRP ausmacht (LRPs konkretisieren ja die Ziele von Naturschutz und Landschaftspflege auf regionaler Ebene)

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Bedeutung tierökologischer Planungsbeiträge in drei Punkten erläutern 


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1. Rechtliches

  • Tiere sind eigenständiges Schutzgut
  • Im Umwelt-/Naturschutzrecht ist definiert, dass Fauna untersucht werden muss 
  • --> Zieldimension 1: Diversitätssicherung
  • --> Zieldimension 3:  Tiere als Bestandteil der Landschaft in ihrer Vielfalt, Eigenheit und Schönheit (Naturerlebnis)


2. Tiere als Bioindikatoren

  • auf Grund spezifischer ökologischer Anspruchsprofile können einige Tierarten helfen Lebensräume zu bewerten und zu charakterisieren
  • z.B.: Biologische Gewässergüte kann mit Makrozoobenthos-Arten bewertet werden


3. Biotoptypenkartierung ungenügend

  • Tiere und Lebensräume können nicht ausreichend über Biotoptypenkartierung erfasst werden
  • dienen lediglich als Hilfe z.B. bei Auswahl von Untersuchungsflächen 
  • --> daher sind eigenständige faunistische Erhebungen unabdingbar für tierökologische Planungsbeiträge 


Grundsätzlich

---> in jedem PEPL und LP ist also abzuprüfen inwieweit Tierarten und ihre Lebensräume in konkreter Planung zu berücksichtigen sind 


---> Eine Planung, in der auf dieses Schutzgut nicht inhaltlich eingegangen wird,
entspricht nicht den fachlichen Mindestanforderungen.


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TESTE DEIN WISSEN

die grundsätzlichen Wirkungen von Fragmentierung und Isolation erklären

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Durch Fragmentierung und Isolation wird das Dispersal von Tieren eingeschränkt oder verhindert. 


Je kleiner die Lebensräume sind und je weiter voneinander entfernt sie sind, desto schwieriger wird es für die Arten sich auszubreiten und/oder neue Lebensräume zu rekolonisieren.


Jede Tierart hat eine bestimmte Mobilitätsleistung. Wird ein Lebensraum über diese Mobilitätsleitung hinaus isoliert, kann Art nur noch schwer oder gar nicht ins Ausbreitungsdispersal gehen. 

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Bioindikation (mit Beispiel) 


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1. Definition nach SCHAEFER:

Anzeige von Umweltzuständen (--> im engeren Sinne anthropogene Stresswirkungen) durch Organismen


Bioindikation kann sich beziehen auf: 


  • biochemische, morphologische oder physiologische Charakteristika von Organismen,
  • auf Eigenschaften von Populationen (z. B. Populationsdichte),
  • auf synökologische Parameter (Änderung der Lebensgemeinschaft) oder
  • auf strukturelle oder funktionelle Merkmale von Ökosystemen 


2. naturschutznahe Definition:


Bioindikation als Ansatz mittels Organismen Aussagen über ökosystemare Zusammenhänge im Hinblick auf naturschutzfachliche Fragestellungen  zu treffen 


Umfasst insbesondere das Anzeigen von Naturelementen hinsichtlich: 

  • Zuständen,
  • Entwicklungen,
  • Wertigkeiten,

                    oder

  • Zielständen


 

Beispiel: Nach Flussrenaturierung Entwicklung mittels Bioindikation messen mit EPT-Erfassungsmethode





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Wat sind Apophyten?

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TESTE DEIN WISSEN

Einheimische (=indigene) Arten, die von natürlichen auf anthropogene Standorte übergewechselt sind

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Beispielhafte Karteikarten für deinen Standortkunde Kurs an der Hochschule Osnabrück - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Welcher ist der mesophytische Saum?

A:

Trifolion medii

Q:


• die Bedeutung von Mikrohabitaten des Alt- und Totholzes in Wäldern erläutern
und dazu charakteristische Arten mit ihren Ansprüchen nennen …,

A:

Abgesehen von vielen Vogelarten, Fledermäusen, Siebenschläfer, dem Steinmader etc., ist Alt- und Totholz ganz wichtig für viele Käferarten. 


Ein paar Beispiele von Käferarten in Buchentotholz: 


In alten, harten Ästen: Bockkäferarten wie z.B. Augenfleckbock


In Mulmlöchern: Blatthornkäferarten wie z.B. Goldglänzende Rosenkäfer


An Baumpilzen: Schwarzkäferarten wie Zuckerschwammschwarzkäfer


--> Käferfauna in Totholzstrukturen eingenischt und spezialisiert auf verschiedene Bereiche des Totholzes wie die oben genannten. Gibt auch noch welche die in abgestorbenen Zweigen, hinter feuchter, verpilzter Rinde, unter loser Rinde etc. wohnen.

Man sieht also wie groß die Käferartenvielfalt in Totholz sein kann und was für eine hohe Bedeutung Totholz also für Artenvielfalt hat

Q:

Was sind die maßgeblichen Eigenschaften von Ruderalpflanzen?

A:
  • große Mengen an Samen, schnelle Keimlingsentwicklung 
  • effiziente Fernausbreitung
  • lichtliebend, oft trockenheits- und wärmeresistent 
  • salz- und schwermetallresistent 
Q:

drei typische „Wald-Fledermäuse“ nennen und eine Art in Bezug auf ihre
ökologischen Ansprüchen näher charakterisieren

A:
  • Kleinabendsegler
  • Nymphenfledermaus
  • Bechsteinfledermaus 


2/3 der Fledermausarten sind eng an Wald gebunden über Sommerquartier, Nahrungssuche, manchmal auch Überwinterung in Baumhöhlen.


Bechsteinfledermaus: 


  • Hohe Verantwortung hier in Mitteleuropa, weil weltweit größte Verbreitungsgebiet
  • typisch ist, dass sie häufig das Quartier wechselt 
  • deshalb benötigt sie ein hohes Quartierangebot von bis zu 50 Baumhöhlen pro Sommer 



Q:

Ökologische Gruppe, Funktionelle Artengruppe, Gilde (mit Beispiel) 


(Alle drei Begriffe können weitgehend synonym verwendet werden) 

A:

Gruppen von Arten, die hinsichtlich bestimmter Kriterien ähnliche Eigenschaften aufweisen. Sie werden je nach Fragestellung gruppiert, bspw. was ihre Ernährungsweise oder Nahrungserwerb betrifft (functional feeding group)


Beispiele: 

Pflanzenfressende Anthropoden: 

Nutzer bestimmter Pflanzenarten können unterteilt werden in: 

  • Säftesauger, 
  • ektophage Blattfresser oder 
  • Minierer


Vögel: 

  • Waldarten, Offenlandarten, Gewässerarten..
  • Zugvögel, Teilzieher, Wintergast.. 
  • Baum-, Hecken-, Fels-, Gebäudebrüter


Typisches Planungsbeispiel: bei Planung von Windenergieanlagen werden Arten der Vogelschutzrichtlinie nach Gilden abgearbeitet 

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Q:

Anhand von drei Argumenten erklären, warum Biotopkartierungen faunistische/tierökologische Untersuchungen nicht ersetzen können


A:

1. Habitate von Arten selten deckungsgleich mit Biotopen (vor allem Arten mit hoher Mobilität brauchen oft Habitate, die sich aus vielen Biotoptypen zusammensetzen) 

--> räumlich funktionale Beziehungen der Tiere zwischen ihren Teillebensräumen werden so ebenfalls nicht erfasst (z.B. Stören Windanlagen bestimmte Vogelarten bei ihrem Flug von einem, zum anderen Teilhabitat?) 


2. Viele Tierarten sind weniger auf Biotoptypen angewiesen als auf bestimmte
Strukturen in ihrem Lebensraum 

--> Qualität/Ausprägung des Lebensraums ist ausschlaggebend 

--> Strukturparameter z.B.: Altholz, Lichtungen, besonderes Mikroklima (Süd- oder Nordexposition?), offene Landschaft etc. 


3. Biotoptypenschlüssel meist eher vegetationskundlich geprägt --> vegetationsfreie oder 

-arme, meist kleinflächige Lebensräume werden vernachlässigt, diese sind aber oft wichtige Lebensräume für spezialisierte, oft auch stark gefährdete Arten (z.B. Dünenanriss, Schotterflächen, Uferabbrüche etc.) 


4. Biotoptypen zeigen weiterhin nicht:

  • das Verbreitungsgebiet einer Art (Biotoptyp könnte guter Lebensraum für Art sein, diese hat aber in dem Gebiet gar keine vorkommenden Populationen) 
  • ist der Lebensraum ungestört genug (Schwarzstorch braucht z.B. komplett Ruhe im Wald) 
  • Zeit und Raum (nur gegenwärtiger Biotop wird kartiert, nicht Entwicklung des Lebensraums; Vernetzung mit anderen Lebensräumen, Zuwanderungsmöglichkeiten etc. werden nicht kartiert) 


Q:

Migration/Wanderung

A:

-regelmäßige Wanderung bei Tieren, bei der i.d.R. eine Rückkehr derselben oder der nächsten Generation folgt


-jahreszeitlich, tageszeitlich oder durch Fortpflanzung bedingt


-migrierende Arten sind Teilsiedler


-Migration/Wanderung ist Überlebensstrategie


Beispiele: Europäischer Aal, Distelfalter


--> wichtig: Dispersal ist keine Wanderung! 


Q:

Zielarten (mit Beispiel) 

A:

-dienen der Formulierung von konkreten und überprüfbaren Zielen  des Naturschutzes

--> Bsp.: Wiedervernässung von Feuchtgebieten; Ziel: Hier sollen wieder Uferschnepfen brüten. Also Uferschnepfen als Zielart. An ihr ist zu erkennen ob Wiedervernässung erfolgreich war 


-für Zielarten werden oft Leitarten genutzt 


-ermöglichen sachliche und räumliche Konkretisierung von abstrakt gehaltenen Zielen 


-messen des Erfolges von Naturschutzmaßnahmen


-werden planerisch ausgewählt; in LRPs  können Zierlartenkonzepte integriert werden, was sehr wünschenswert ist und einen guten LRP ausmacht (LRPs konkretisieren ja die Ziele von Naturschutz und Landschaftspflege auf regionaler Ebene)

Q:

Bedeutung tierökologischer Planungsbeiträge in drei Punkten erläutern 


A:

1. Rechtliches

  • Tiere sind eigenständiges Schutzgut
  • Im Umwelt-/Naturschutzrecht ist definiert, dass Fauna untersucht werden muss 
  • --> Zieldimension 1: Diversitätssicherung
  • --> Zieldimension 3:  Tiere als Bestandteil der Landschaft in ihrer Vielfalt, Eigenheit und Schönheit (Naturerlebnis)


2. Tiere als Bioindikatoren

  • auf Grund spezifischer ökologischer Anspruchsprofile können einige Tierarten helfen Lebensräume zu bewerten und zu charakterisieren
  • z.B.: Biologische Gewässergüte kann mit Makrozoobenthos-Arten bewertet werden


3. Biotoptypenkartierung ungenügend

  • Tiere und Lebensräume können nicht ausreichend über Biotoptypenkartierung erfasst werden
  • dienen lediglich als Hilfe z.B. bei Auswahl von Untersuchungsflächen 
  • --> daher sind eigenständige faunistische Erhebungen unabdingbar für tierökologische Planungsbeiträge 


Grundsätzlich

---> in jedem PEPL und LP ist also abzuprüfen inwieweit Tierarten und ihre Lebensräume in konkreter Planung zu berücksichtigen sind 


---> Eine Planung, in der auf dieses Schutzgut nicht inhaltlich eingegangen wird,
entspricht nicht den fachlichen Mindestanforderungen.


Q:

die grundsätzlichen Wirkungen von Fragmentierung und Isolation erklären

A:

Durch Fragmentierung und Isolation wird das Dispersal von Tieren eingeschränkt oder verhindert. 


Je kleiner die Lebensräume sind und je weiter voneinander entfernt sie sind, desto schwieriger wird es für die Arten sich auszubreiten und/oder neue Lebensräume zu rekolonisieren.


Jede Tierart hat eine bestimmte Mobilitätsleistung. Wird ein Lebensraum über diese Mobilitätsleitung hinaus isoliert, kann Art nur noch schwer oder gar nicht ins Ausbreitungsdispersal gehen. 

Q:

Bioindikation (mit Beispiel) 


A:

1. Definition nach SCHAEFER:

Anzeige von Umweltzuständen (--> im engeren Sinne anthropogene Stresswirkungen) durch Organismen


Bioindikation kann sich beziehen auf: 


  • biochemische, morphologische oder physiologische Charakteristika von Organismen,
  • auf Eigenschaften von Populationen (z. B. Populationsdichte),
  • auf synökologische Parameter (Änderung der Lebensgemeinschaft) oder
  • auf strukturelle oder funktionelle Merkmale von Ökosystemen 


2. naturschutznahe Definition:


Bioindikation als Ansatz mittels Organismen Aussagen über ökosystemare Zusammenhänge im Hinblick auf naturschutzfachliche Fragestellungen  zu treffen 


Umfasst insbesondere das Anzeigen von Naturelementen hinsichtlich: 

  • Zuständen,
  • Entwicklungen,
  • Wertigkeiten,

                    oder

  • Zielständen


 

Beispiel: Nach Flussrenaturierung Entwicklung mittels Bioindikation messen mit EPT-Erfassungsmethode





Q:

Wat sind Apophyten?

A:

Einheimische (=indigene) Arten, die von natürlichen auf anthropogene Standorte übergewechselt sind

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