Gesundheitsökonomie WDHF at Hochschule Furtwangen | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Gesundheitsökonomie WDHF an der Hochschule Furtwangen

Greife auf kostenlose Karteikarten, Zusammenfassungen, Übungsaufgaben und Altklausuren für deinen Gesundheitsökonomie WDHF Kurs an der Hochschule Furtwangen zu.

TESTE DEIN WISSEN

Funktionen des Wettbewerbs auf der Nachfrager/ Anbieter/ und der gesellschaftlichen Seite

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TESTE DEIN WISSEN

Anbieterseite:

• Anpassung von Angeboten an Konsumentenpräferenzen (= Steuerungsfunktion),
• Anwendung effizienter Produktionsverfahren (= Allokationsfunktion),
• Realisierung technischen Fortschritts (Innovationsfunktion)
• Flexible Reaktion auf Wettbewerbsänderungen (Anpassungsfunktion)

Nachfragerseite:
• Funktionierender Wettbewerb sorgt für eine möglichst kostengünstige und bedarfsgerechte
Versorgung aller Bürger und Bürgerinnen


Gesellschaftliche Funktion:

• Handlungsfreiheit: Marktteilnehmer sollen auf  Markt ohne Wettbewerbsbeschränkungen handeln können
• Wahlfreiheit: Verbraucher haben Wahl zwischen verschiedenen Angeboten und Arbeitnehmer die Chance zum Wechsel ihres Arbeitsplatzes
• Kontrollfunktion: Funktionierender Wettbewerb mit einer Vielzahl von Konkurrenten beugt gleichzeitig starken gesellschaftlichen und politischen Machtstellungen vor
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TESTE DEIN WISSEN
Wie würde man es bezeichnen, wenn ein Arzt ohne ersichtlichen Grund ein Röntgenbild anfordert?
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TESTE DEIN WISSEN
Überversorgung ?
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TESTE DEIN WISSEN
Nach welcher Person ist unser heutiges Gesundheitssystem „benannt“?
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TESTE DEIN WISSEN
Entwicklung des Sozialsystems (nach Bismarck):
• 1883 Einführung einer verpflichtenden gesetzlichen Krankenversicherung unter Reichskanzler Bismarck
• 1884 Betriebsunfallversicherung
• 1889 Rentenversicherung
• 1927 Arbeitslosenversicherung
• 1994 Pflegeversicherung
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TESTE DEIN WISSEN
Wie werden sie im Gesundheitswesen eingesetzt?
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TESTE DEIN WISSEN
• Gesundheitswesen als Markt: auch herkömmliche Instrumente der Wirtschaftspolitik könnten
auf ihre Eignung zur Steuerung geprüft werden
• Weniger an Regulierung bedeutet → ein Mehr an Marktkräften
• Ziel: Begrenzung von Marktmacht und die Errichtung eines möglichst funktionierenden Marktes sowie der Wettbewerb um Effizienz
• Eingreifen der Gesundheitspolitik nur, sofern ein Marktversagen vorliegt, d.h. wenn die Märkte nicht so funktionieren, wie sie sollen
Ideales Gesundheitswesen (im Sinne der Ökonomie):
• legt Rahmenbedingungen fest: anschließend sorgt System wettbewerblich unter den Akteuren (Anbietern und Nachfragern) für einen Ausgleich, maximiert den Nutzen für die Gesellschaft
• Es gibt theoretische Modelle, wie ein solches Gesundheitswesen aussehen müsste; empirisch konnte bisher kein Gesundheitswesen zeigen, dass eine marktliche Steuerung Vorzüge gegenüber einer staatlichen Regulierung aufweisen kann
• Insbesondere ein rasant wachsender Finanzbedarf und gleichzeitig zunehmende Ungleichheiten der Versorgung machen marktlichen Systemen zu schaffen
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TESTE DEIN WISSEN
Was sind Beitrittskriterien der PKV?
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TESTE DEIN WISSEN
• Vor Abschluss eines Versicherungsvertrags kommt es zu einer Risikoprüfung (vorvertragliche
Anzeigepflicht )
• Bei vorliegenden Risiken gibt es Risikozuschläge oder Leistungsausschlüsse
• Gesundheitsprüfung kann sogar zu Ablehnung eines Versicherungsvertrags führen
→Ablehnungsdiagnosen können Selektionsersparnisse für die Versicherung bringen (es gibt zwischen privaten Krankenkassen keine Risikoselektion)
→es gibt also keinen Kontrahierungszwang
• Mittlerweile gibt es auch Bonitätsprüfungen wegen einer zunehmenden Zahl von nicht
zahlungsfähigen Versicherten
• Wartezeiten ohne Leistungsansprüche sind zu Beginn des Vertrags möglich
• Für privat Versicherte ist eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenkassen nach dem 55. Lebensjahr nicht mehr möglich
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TESTE DEIN WISSEN
Welche Entwicklungen/Veränderungen der Zeit können als Ursache für die steigenden Ausgaben im deutschen Gesundheitswesen genannt werden?
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TESTE DEIN WISSEN
Finanzierungsproblematik
Finanzierungsproblematik des Gesundheitswesens durch 2 Faktoren beeinflusst:
• Steigende Ausgaben durch:
− Demographischen Wandel
− Medizinischen Fortschritt
− Ineffizienz der Leistungsanbieter: Trennung ambulanter, stationärer Sektor (Doppeluntersuchungen, Informationsverlust, Anreiz möglichst viel abzurechnen)
• Sinkende Einnahmen durch:
− Demographischen Wandel
− Wirtschaftliche Entwicklung (Bruttoinlandsprodukt (BIP)): Beiträge an Gehalt gekoppelt und nicht an das BIP
− Kostenproblematik wird sich verschärfen, daher: Umdenken notwendig (mehr s.u.)
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TESTE DEIN WISSEN
 Welche negativen Auswirkungen von Zuzahlungen kennen Sie?
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TESTE DEIN WISSEN
Nachfragesteuerung

Zuzahlungen: (Finanzierungs- oder Steuerungsfunktion)
• Beabsichtigte Steuerungswirkung
− Ohne Zuzahlung sind die Grenzkosten von Leistungen gleich
null; dies Leistungen sollen einen „gefühlten“ Preis bekommen
− Senkung der Inanspruchnahme durch Zuzahlungen
− Niedrigerer Konsum nicht bedarfsgerechter Leistungen
• Anreize für Über-, Unter-, und Fehlversorgung
− Spürbare Zuzahlungen reduzieren die Inanspruchnahme
Quelle: https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2012/daz-12- 2012/vom-sinn-und-unsinn-von-zuzahlungen
 − ... sowohl bedarfsgerechter als auch nicht bedarfsgerechter Leistungen
− Ausweitung von Zuzahlungen führt zum gleichzeitigen Abbau von Überversorgung und
Anstieg von Unter-bzw. Fehlversorgung
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TESTE DEIN WISSEN
Nennen Sie die wichtigsten Merkmale der GKV
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TESTE DEIN WISSEN
 Krankenkassen sind keine Wirtschaftsunternehmen, sondern Gesellschaften des öffentlichen Rechts
− selbstverwaltet: unter staatlicher Aufsicht als Vollzug der Sozialgesetzgebung
− Dürfen dabei keinen Gewinn erzielen
− Interessensvertretung durch GKV-Spitzenverband
• Müssen – im Prinzip – jeden Antragsteller aufnehmen =Kontrahierungszwang

Zu den Leistungen gehören (§11 SGB V):
• Verhütung, Früherkennung und Behandlung von Krankheiten
• Rehabilitation
• Empfängnisverhütung, Sterilisation und Schwangerschaftsabbruch
• Palliativversorgung
• Krankengeld

Mitglieder:
= Pflicht- oder freiwillig Versicherte, die eigene Beträge zahlen
Versicherte:
= Beitragsfrei mitversicherte Familien- angehörige

Gesetzliche Krankenversicherung: Weitere Merkmale
• Freiwillige Mitgliedschaft ist trotz Überschreiten der Versicherungspflichtgrenze
(derzeit 5362,50€/Monat oder 64,350€/Jahr ) möglich
• Nichtarbeitende Familienmitglieder (Ehepartner und Kinder) können
beitragsfrei mitversichert werden
• Beamte sind nicht versicherungspflichtig und können prinzipiell frei zwischen
GKV und PKV wählen
− Bei einer freiwilligen GKV-Versicherung müssten sie jedoch den kompletten Beitrag inklusive Arbeitgeberanteil tragen, daher unattraktiv

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TESTE DEIN WISSEN
Welche der aufgeführten Bevölkerungsgruppen sind von der Versicherungspflicht befreit?
a) Behinderte, die in Werkstätten tätig sind
b) Verbeamtete Professoren
c) Selbstständige Handwerker
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TESTE DEIN WISSEN
Wenige Personengruppen sind nach § 6 und § 7 SGB V von der Pflicht befreit
− z.B. Beamte, Werkstudenten, Selbstständige
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TESTE DEIN WISSEN
Erklären Sie die Ziele des Morbi-RSA. Wie werden diese evaluiert?
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TESTE DEIN WISSEN
Morbi-RSA= Morbiditätsorientierter Risikostrukturausgleich
 Der Morbi-RSA dient zum Ausgleich der unters. Wettbewerbsfähigkeit der Krankenkassen (unterschiedliche Risikostruktur)
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TESTE DEIN WISSEN
Aus welchem Grund kann man korrekterweise nicht von einem Ärztemangel sprechen? '
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TESTE DEIN WISSEN
Es fehlen Fachkräfte im Gesundheitswesen: trägt zur Unterversorgung bei
• „Ärztemangel“
− Wenig Ärzte auf dem Land, genügend Ärzte in der Stadt (eher Umverteilungsproblematik)
− Mangel an Allgemeinärzten (NC zur Zulassung zum Medizinstudium=1,0)
• Pflegekräftemangel
− Pflegekräftemangel in der Stadt und auf dem Land
− Mangel in der ambulanten, stationären und Altenpflege


 System ist ärztezentriert
− Ärzte haben eine große Entscheidungsmacht
− Gesundheitsfachberufe sind häufig von Weisungen der Ärzte abhängig
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TESTE DEIN WISSEN
Nennen Sie jeweils ein Beispiel für Unter-, Über- und Fehlversorgung.
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TESTE DEIN WISSEN
Überversorgung:
• Versorgung mit nicht indizierten Leistungen oder
• Versorgung mit Leistungen ohne hinreichend gesicherten Netto-Nutzen (medizinische Überversorgung) oder
 • Versorgung mit Leistungen mit nur geringem Nutzen, der
die Kosten nicht mehr rechtfertigt (ökonomische Überversorgung)
Unterversorgung:
Quelle: https://de.cleanpng.com/png-cuciz0/preview.html
• Teilweise oder gänzliche Verweigerung einer Versorgung trotz anerkannten Bedarfs, obwohl Leistungen mit hinreichendem Netto-Nutzen zur Verfügung stehen oder obwohl Leistungen kosteneffektiv zur Verfügung stehen
Fehlversorgung:
• Versorgung mit bedarfsgerechten Leistungen, die aber nicht fachgerecht erbracht werden oder
• Versorgung mit nicht bedarfsgerechten Leistungen oder
• unterlassene oder nicht rechtzeitige Durchführung an sich bedarfsgerechter
Leistungen.
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  • 61546 Karteikarten
  • 1305 Studierende
  • 73 Lernmaterialien

Beispielhafte Karteikarten für deinen Gesundheitsökonomie WDHF Kurs an der Hochschule Furtwangen - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Funktionen des Wettbewerbs auf der Nachfrager/ Anbieter/ und der gesellschaftlichen Seite

A:

Anbieterseite:

• Anpassung von Angeboten an Konsumentenpräferenzen (= Steuerungsfunktion),
• Anwendung effizienter Produktionsverfahren (= Allokationsfunktion),
• Realisierung technischen Fortschritts (Innovationsfunktion)
• Flexible Reaktion auf Wettbewerbsänderungen (Anpassungsfunktion)

Nachfragerseite:
• Funktionierender Wettbewerb sorgt für eine möglichst kostengünstige und bedarfsgerechte
Versorgung aller Bürger und Bürgerinnen


Gesellschaftliche Funktion:

• Handlungsfreiheit: Marktteilnehmer sollen auf  Markt ohne Wettbewerbsbeschränkungen handeln können
• Wahlfreiheit: Verbraucher haben Wahl zwischen verschiedenen Angeboten und Arbeitnehmer die Chance zum Wechsel ihres Arbeitsplatzes
• Kontrollfunktion: Funktionierender Wettbewerb mit einer Vielzahl von Konkurrenten beugt gleichzeitig starken gesellschaftlichen und politischen Machtstellungen vor
Q:
Wie würde man es bezeichnen, wenn ein Arzt ohne ersichtlichen Grund ein Röntgenbild anfordert?
A:
Überversorgung ?
Q:
Nach welcher Person ist unser heutiges Gesundheitssystem „benannt“?
A:
Entwicklung des Sozialsystems (nach Bismarck):
• 1883 Einführung einer verpflichtenden gesetzlichen Krankenversicherung unter Reichskanzler Bismarck
• 1884 Betriebsunfallversicherung
• 1889 Rentenversicherung
• 1927 Arbeitslosenversicherung
• 1994 Pflegeversicherung
Q:
Wie werden sie im Gesundheitswesen eingesetzt?
A:
• Gesundheitswesen als Markt: auch herkömmliche Instrumente der Wirtschaftspolitik könnten
auf ihre Eignung zur Steuerung geprüft werden
• Weniger an Regulierung bedeutet → ein Mehr an Marktkräften
• Ziel: Begrenzung von Marktmacht und die Errichtung eines möglichst funktionierenden Marktes sowie der Wettbewerb um Effizienz
• Eingreifen der Gesundheitspolitik nur, sofern ein Marktversagen vorliegt, d.h. wenn die Märkte nicht so funktionieren, wie sie sollen
Ideales Gesundheitswesen (im Sinne der Ökonomie):
• legt Rahmenbedingungen fest: anschließend sorgt System wettbewerblich unter den Akteuren (Anbietern und Nachfragern) für einen Ausgleich, maximiert den Nutzen für die Gesellschaft
• Es gibt theoretische Modelle, wie ein solches Gesundheitswesen aussehen müsste; empirisch konnte bisher kein Gesundheitswesen zeigen, dass eine marktliche Steuerung Vorzüge gegenüber einer staatlichen Regulierung aufweisen kann
• Insbesondere ein rasant wachsender Finanzbedarf und gleichzeitig zunehmende Ungleichheiten der Versorgung machen marktlichen Systemen zu schaffen
Q:
Was sind Beitrittskriterien der PKV?
A:
• Vor Abschluss eines Versicherungsvertrags kommt es zu einer Risikoprüfung (vorvertragliche
Anzeigepflicht )
• Bei vorliegenden Risiken gibt es Risikozuschläge oder Leistungsausschlüsse
• Gesundheitsprüfung kann sogar zu Ablehnung eines Versicherungsvertrags führen
→Ablehnungsdiagnosen können Selektionsersparnisse für die Versicherung bringen (es gibt zwischen privaten Krankenkassen keine Risikoselektion)
→es gibt also keinen Kontrahierungszwang
• Mittlerweile gibt es auch Bonitätsprüfungen wegen einer zunehmenden Zahl von nicht
zahlungsfähigen Versicherten
• Wartezeiten ohne Leistungsansprüche sind zu Beginn des Vertrags möglich
• Für privat Versicherte ist eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenkassen nach dem 55. Lebensjahr nicht mehr möglich
Mehr Karteikarten anzeigen
Q:
Welche Entwicklungen/Veränderungen der Zeit können als Ursache für die steigenden Ausgaben im deutschen Gesundheitswesen genannt werden?
A:
Finanzierungsproblematik
Finanzierungsproblematik des Gesundheitswesens durch 2 Faktoren beeinflusst:
• Steigende Ausgaben durch:
− Demographischen Wandel
− Medizinischen Fortschritt
− Ineffizienz der Leistungsanbieter: Trennung ambulanter, stationärer Sektor (Doppeluntersuchungen, Informationsverlust, Anreiz möglichst viel abzurechnen)
• Sinkende Einnahmen durch:
− Demographischen Wandel
− Wirtschaftliche Entwicklung (Bruttoinlandsprodukt (BIP)): Beiträge an Gehalt gekoppelt und nicht an das BIP
− Kostenproblematik wird sich verschärfen, daher: Umdenken notwendig (mehr s.u.)
Q:
 Welche negativen Auswirkungen von Zuzahlungen kennen Sie?
A:
Nachfragesteuerung

Zuzahlungen: (Finanzierungs- oder Steuerungsfunktion)
• Beabsichtigte Steuerungswirkung
− Ohne Zuzahlung sind die Grenzkosten von Leistungen gleich
null; dies Leistungen sollen einen „gefühlten“ Preis bekommen
− Senkung der Inanspruchnahme durch Zuzahlungen
− Niedrigerer Konsum nicht bedarfsgerechter Leistungen
• Anreize für Über-, Unter-, und Fehlversorgung
− Spürbare Zuzahlungen reduzieren die Inanspruchnahme
Quelle: https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2012/daz-12- 2012/vom-sinn-und-unsinn-von-zuzahlungen
 − ... sowohl bedarfsgerechter als auch nicht bedarfsgerechter Leistungen
− Ausweitung von Zuzahlungen führt zum gleichzeitigen Abbau von Überversorgung und
Anstieg von Unter-bzw. Fehlversorgung
Q:
Nennen Sie die wichtigsten Merkmale der GKV
A:
 Krankenkassen sind keine Wirtschaftsunternehmen, sondern Gesellschaften des öffentlichen Rechts
− selbstverwaltet: unter staatlicher Aufsicht als Vollzug der Sozialgesetzgebung
− Dürfen dabei keinen Gewinn erzielen
− Interessensvertretung durch GKV-Spitzenverband
• Müssen – im Prinzip – jeden Antragsteller aufnehmen =Kontrahierungszwang

Zu den Leistungen gehören (§11 SGB V):
• Verhütung, Früherkennung und Behandlung von Krankheiten
• Rehabilitation
• Empfängnisverhütung, Sterilisation und Schwangerschaftsabbruch
• Palliativversorgung
• Krankengeld

Mitglieder:
= Pflicht- oder freiwillig Versicherte, die eigene Beträge zahlen
Versicherte:
= Beitragsfrei mitversicherte Familien- angehörige

Gesetzliche Krankenversicherung: Weitere Merkmale
• Freiwillige Mitgliedschaft ist trotz Überschreiten der Versicherungspflichtgrenze
(derzeit 5362,50€/Monat oder 64,350€/Jahr ) möglich
• Nichtarbeitende Familienmitglieder (Ehepartner und Kinder) können
beitragsfrei mitversichert werden
• Beamte sind nicht versicherungspflichtig und können prinzipiell frei zwischen
GKV und PKV wählen
− Bei einer freiwilligen GKV-Versicherung müssten sie jedoch den kompletten Beitrag inklusive Arbeitgeberanteil tragen, daher unattraktiv

Q:
Welche der aufgeführten Bevölkerungsgruppen sind von der Versicherungspflicht befreit?
a) Behinderte, die in Werkstätten tätig sind
b) Verbeamtete Professoren
c) Selbstständige Handwerker
A:
Wenige Personengruppen sind nach § 6 und § 7 SGB V von der Pflicht befreit
− z.B. Beamte, Werkstudenten, Selbstständige
Q:
Erklären Sie die Ziele des Morbi-RSA. Wie werden diese evaluiert?
A:
Morbi-RSA= Morbiditätsorientierter Risikostrukturausgleich
 Der Morbi-RSA dient zum Ausgleich der unters. Wettbewerbsfähigkeit der Krankenkassen (unterschiedliche Risikostruktur)
Q:
Aus welchem Grund kann man korrekterweise nicht von einem Ärztemangel sprechen? '
A:
Es fehlen Fachkräfte im Gesundheitswesen: trägt zur Unterversorgung bei
• „Ärztemangel“
− Wenig Ärzte auf dem Land, genügend Ärzte in der Stadt (eher Umverteilungsproblematik)
− Mangel an Allgemeinärzten (NC zur Zulassung zum Medizinstudium=1,0)
• Pflegekräftemangel
− Pflegekräftemangel in der Stadt und auf dem Land
− Mangel in der ambulanten, stationären und Altenpflege


 System ist ärztezentriert
− Ärzte haben eine große Entscheidungsmacht
− Gesundheitsfachberufe sind häufig von Weisungen der Ärzte abhängig
Q:
Nennen Sie jeweils ein Beispiel für Unter-, Über- und Fehlversorgung.
A:
Überversorgung:
• Versorgung mit nicht indizierten Leistungen oder
• Versorgung mit Leistungen ohne hinreichend gesicherten Netto-Nutzen (medizinische Überversorgung) oder
 • Versorgung mit Leistungen mit nur geringem Nutzen, der
die Kosten nicht mehr rechtfertigt (ökonomische Überversorgung)
Unterversorgung:
Quelle: https://de.cleanpng.com/png-cuciz0/preview.html
• Teilweise oder gänzliche Verweigerung einer Versorgung trotz anerkannten Bedarfs, obwohl Leistungen mit hinreichendem Netto-Nutzen zur Verfügung stehen oder obwohl Leistungen kosteneffektiv zur Verfügung stehen
Fehlversorgung:
• Versorgung mit bedarfsgerechten Leistungen, die aber nicht fachgerecht erbracht werden oder
• Versorgung mit nicht bedarfsgerechten Leistungen oder
• unterlassene oder nicht rechtzeitige Durchführung an sich bedarfsgerechter
Leistungen.
Gesundheitsökonomie WDHF

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