Bodenkunde at Hochschule Darmstadt

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Unterschied Bodenstruktur und Bodentextur

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Bodeneigenschaften können sich verändern. Wodurch? Nennen Sie drei unterschiedliche Beispiele.

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Verwitterungsgrad
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in situ und ex situ Sanierungsverfahren

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Was ist unter den Begriff Lessivierung verstehen?

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Was ist der Unterschied zwischen einem Bodenhorizont und einer geologischen Schicht?

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Sprengungsmethoden von Gesteinen
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Sorptions – und Quellfähigkeit von Tonmineralen

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Organische Bodensubstanz

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Wie werden die organischen Auflagehorizonte eingeteilt?

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Funktion Filter –, Puffer – und Transformationssystem
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Was ist mit dem Begriff Bodenfruchtbarkeit gemeint und durch welche Standorteigenschaften wird die Bodenfruchtbarkeit beeinflusst?

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Exemplary flashcards for Bodenkunde at the Hochschule Darmstadt on StudySmarter:

Bodenkunde

Unterschied Bodenstruktur und Bodentextur
–> Textur= Körnung, äquivalente Durchmischung
     Struktur (Gefüge)= Räumliche Anordnung (Profil)
• Gefüge: Einzelkorn (strukturlos) zum Beispiel Sand und Kiesboden, kohärent (strukturlos, ungegliedert) zum Beispiel Ton und Kalk, Aggregat (Auf – und Absonderungsgefüge [durch Austrocknung und Schrumpfung])

Bodenkunde

Bodeneigenschaften können sich verändern. Wodurch? Nennen Sie drei unterschiedliche Beispiele.
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–> Verdichtung, Nutzung für Ackerbau, Änderung der Vegetation
–> vom pH-Wert beeinflusst
    • Nährstoffverfügbarkeit. • Witterung=> Änderung von Temperatur und Wassermenge
    • Redoxreaktionen.             • Vegetation=> menge und Art von Streu
    • Biologische Aktivität.       • Nutzungspflanzenabbau=> Entzug
    • Verwitterung.                     • Verdichtung=> Gefüge Zerstörung
    • Mineralisierung

Bodenkunde

Verwitterungsgrad
=> Erfassbar mithilfe der vorkommenden Leitminerale:
• schwach: Gips, Calcit, Olivin
• mäßig: Biotit, Illit, Smectit
•Stark: Chlorid, Kaolinit
• sehr stark: Gibbsit, Hämatit, Goethit, Anatas (TiO2)
> in weniger stark verwitterten Böden hoher Anteil an Klima (Bild) und Feldspäten
> in stark verwitterten Böden verwitterungsstabile Minerale wie zum Beispiel Zirkon und Hämatit

Bodenkunde

in situ und ex situ Sanierungsverfahren
in situ: Bodensanierung, die im Boden oder im Grundwasser befindlichen Schadstoffe werden behandelt, ohne die Bodenmassen zu bewegen oder das Grundwasser zu heben

Beispiele:
– physikalische Verfahren: – Bodenluftabsaugung
– Hydraulische Verfahren: – Grundwasserentnahme
                                                     – Bodenwäsche
– Biologische Verfahren: – in Situ Stimulation

ex situ: on site: Substratsanierung Der Boden wird aufgenommen, an Ort und Stelle mit geeigneten technischen Verfahren behandelt und anschließend wieder eingebaut.

off site: verunreinigte Böden werden in zentralen, vom Abfallort entfernten stationären Anlagen behandelt.

Beispiele:
– Thermische Verfahren: – Verbrennung
– Hydraulische Verfahren: – mit Wasser
– Biologische Verfahren: – Bioreaktoren

Bodenkunde

Was ist unter den Begriff Lessivierung verstehen?
–> Tonverlagerung/Lessivierung
(Franz.: lessiver=auswaschen)
• Absetzen Tonteilchen nach kurzen Weg (Hindernisse verhindern weiteres auswaschen)
• Tonverarmung in Oberboden und gleichzeitig Tonanreicherung im Unterboden
• Kennzeichen: Al (Tonverarmungshorizont: hell)
                              Bt (Tonanreicherungshorizont: dunkler)

Bodenkunde

Was ist der Unterschied zwischen einem Bodenhorizont und einer geologischen Schicht?
–> Bodenmächtigkeit: einige Millimeter bis Dezimeter ≠ geologische Schicht

Bodenkunde

Sprengungsmethoden von Gesteinen
•Volumenveränderungen in festen Gestein durch Temperaturschwankungen
• Gesteinszertrümmerung durch Volumenzunahme von Wasser beim Übergang von flüssigen zu festen Aggregatzustand (Volumen Zwischenname 9 %) (Frostsprengung)
• durch Auskristallisation von in Wasser gelöst Stoffen –> Druck (Salzsprengung und Verdunstung von Wasser)
• Nitratbildung von Salzkristallen bei Wasseranlagerungen –> Volumenzunahme von bis zu 300 %
• Drücke von 1–1,5 mPa durch Pflanzenwurzelwachstum

Bodenkunde

Sorptions – und Quellfähigkeit von Tonmineralen
1:1 Schicht: geringer Abstand, nicht aufweitbare Wasserstoffbrücken
2:1 Schicht: austauschbare Ionen zwischen Schichten, Zusammenhalt zwischen 2:1 Schichten locker, je nach Wassergehalt hohe Quellfähigkeit
–> fruchtbare Böden
2:2 Schicht (Vierschicht–Tonmineral) : enger Zusammenhalt zwischen Schichtplatten H–Brücken, Zwischenraum eng, nicht aufweitbar, entsteht unter sauren Bedingung als 3 – Schichtmineral

Bodenkunde

Organische Bodensubstanz
=> Definition: lebende und abgestorbene pflanzliche und tierische Stoffe und deren Umwandlungsprodukte

=> kleiner Anteil (circa 5 %) der organischen Komponenten am Bodenvolumen, aber große Einfluss auf:
> Bodenfunktionen (Gefügebildung, Bodenfarbe, Austauschkapazität, Nährstoff –/Energiequelle)
> Kohlenstoff – Haushalt (80 % der terrestrischen organischen Kohlenstoffvorräte im Boden gebunden, nur 20 % in Vegetation)

=> lebende Materie–> Edaphon
> Bodenflora (Pflanzen) und Bodenfauna (Tiere)

=> abgestorbene Materie –> Humus
> Streustoffe: schwach umgewandelt, Gewebestruktur noch erkennbar, kurze Verweilzeit

Bodenkunde

Wie werden die organischen Auflagehorizonte eingeteilt?
L–Horizont: Litter Horizont, Streu
O– Horizont: organischer Horizont
  Of: Fermentiert (Teilweise zersetzt)
  Oh: humifiziert, weitgehend zersetzt durch Huminstoffe schwarz gefärbt

Bodenkunde

Funktion Filter –, Puffer – und Transformationssystem
Filter und Puffer:
–> Schutz der Nutzpflanzen
–> Schutz des Grundwassers
    • filtern und festlegen von Schadstoffen (zum Beispiel Pflanzenschutzmittel und Schwermetalle)
    • Puffern und neutralisieren von Säureeinträgen
Transformationsfunktion:
Umwandlung und Abbau organischer Schmutz und Schadstoffe durch Verwesung, Mineralisierung und Humifizierung

Bodenkunde

Was ist mit dem Begriff Bodenfruchtbarkeit gemeint und durch welche Standorteigenschaften wird die Bodenfruchtbarkeit beeinflusst?
Bodenfruchtbarkeit:
ist die Fähigkeit des Bodens, Pflanzennährstoffe zu speichern und bei Bedarf an die Pflanzen abzugeben, die Pflanzenbestände optimal mit Bodenwasser und Bodenluft zu versorgen und durch eine hohe biologische Aktivität ein optimales Wurzelwachstum und eine rasche Umsetzung der organischen Substanz zu ermöglichen. (Weil die Landwirtschaft mit dem Erntegut jeweils einen Teil der Nährstoffe abzieht, muss der Bauer sie regelmäßig durch Düngung ergänzen)
–> siehe Frage 35: gute Durchwurzelbarkeit (Krümelige Gefüge) und Speicherung von Wasser und Nährstoffen in Kapillaren tragen zu guter Bodenfruchtbarkeit bei
–> Landwirtschaftlich ist industrieller und weniger natürlich geworden (Precision Farming; Geographisch gestützt)

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