Externes Rechnungswesen at FernUniversität in Hagen

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Welche Aussagen zu Pensionsgeschäften sind korrekt?

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  1. Bei unechten Pensionsgeschäften hat der Pensionsgeber ein Recht auf Rückübertragung.

  2. Bei echten Pensionsgeschäften hat der Pensionsnehmer die Pflicht zur Rückübertragung.

  3. Bei echten Pensionsgeschäften wird der Gegenstand beim Pensionsnehmer bilanziert.

  4. Bei unechten Pensionsgeschäften wird der Gegenstand beim Pensionsgeber bilanziert.

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Was sind Skonti, wie werden Sie verbucht? §?

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Was ist die Umsatzsteuer, wie wird sie verbucht?

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Wie werden Löhne und Gehälter verbucht?

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Was sind Abschreibungen auf das Anlagevermögen, wie werden sie verbucht, welche Varianten kennen Sie?

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Beschreibe den Grundsatz der Bilanzidentität!

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In welchen Bereichen sind Verfahrensvorschriften für die Erstellung eines JA zu beachten? Nenne je ein Beispiel!

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Welche zwei Hauptfunktionen erfüllt der Jahresabschluss neben seinen buchhalterischen und geschäftspolitischen/-strategische Zwecken?

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Erkläre die Zahlungsbemessungsfunktion des JA!

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Erkläre statische Bilanzauffassung!

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Welche Formen des Niederstwertprinzips kennst du? (2) Wo sind sie definiert?  Welchen Inhalt  haben sie?

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Welche der folgenden Aussagen sind richtig?


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  1. Die Bildung von Rechnungsabgrenzungsposten (RAP) dient dem Zweck einer periodengerechten Aufwands- und Ertragserfassung. Dabei ist ein aktiver RAP zu bilden für Ausgaben, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, ein passiver RAP ist zu bilden für Einnahmen, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

  2. Für passive latente Steuern besteht ein Aktivierungswahlrecht, für aktive latente Steuern eine Passivierungspflicht.

  3. Eine passive latente Steuer entsteht, wenn Verbindlichkeiten in der Handelsbilanz niedriger bewertet werden als in der Steuerbilanz bzw. Verbindlichkeiten sind nicht in der Handelsbilanz, aber in der Steuerbilanz angesetzt.

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Externes Rechnungswesen

Welche Aussagen zu Pensionsgeschäften sind korrekt?
  1. Bei unechten Pensionsgeschäften hat der Pensionsgeber ein Recht auf Rückübertragung.

  2. Bei echten Pensionsgeschäften hat der Pensionsnehmer die Pflicht zur Rückübertragung.

  3. Bei echten Pensionsgeschäften wird der Gegenstand beim Pensionsnehmer bilanziert.

  4. Bei unechten Pensionsgeschäften wird der Gegenstand beim Pensionsgeber bilanziert.

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Was sind Skonti, wie werden Sie verbucht? §?

Skonti sind (meist prozentuale) Preisnachlässe wegen vorzeitiger Zahlung. Ein Skonto kann damit sowohl als preispolitisch-absatzwirtschaftliches Instrument verstanden werden (wie Rabatte und Boni) als auch als Preis (Zins) für die Kreditierung der Kaufsumme.

Skonti führen wie Rabatte und Boni zur Minderung des Einstandswertes bzw. des Erlöses und werden daher analog verbucht.

Geregelt ist dies nun nach neuer Rechtslage in §§ 253, 255 HGB für den Einkauf, § 277 I HBG für den Verkauf.

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Was ist die Umsatzsteuer, wie wird sie verbucht?

Die Umsatzsteuer (UStG) wird nach dem Allphasen-Nettobesteuerung mit Vorsteuerabzug abgerechnet.

Dabei gelten vier Regeln:

1. Im Wareneinkauf wird dem Nettowarenwert der Betrag der Umsatzsteuer (19 bzw. 7%) zugerechnet.

2. Beim Verkäufer erfolgt die Buchung nach: Bank an MwSt 113/175. Das Konto 175 „den Kunden in Rechnung gestellte MwSt“ hat dabei den Charakter einer Verbindlichkeit an das FA (Steuer-Traglast).

3. Beim Käufer wird verbucht nach: Vorsteuer an Bank 155/113. Das Konto 155 „von Lieferanten belastete MwSt (Vorsteuer)“ hat dabei den Charakter einer Forderung an das FA.

4. Periodenweise (üblicherweise monatlich) werden Traglast und Vorsteuer saldiert (MwSt an Vorsteuer 175/155). Das Saldo des MwSt Konto ergibt die Zahllast des Unternehmens an das FA.

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Wie werden Löhne und Gehälter verbucht?

Die zu zahlenden Beträge setzen sich wie folgt zusammen (Stand 2019):

Personalaufwand
./. freiwillige Zusatzleistungen
./. Beitrag zur BG
=  Gesamtes Arbeitsentgelt

./. Beitrag zur BG
./. AG-Anteil zur Sozialversicherung (RentenV (9,3%) KV (7,3%+Zusatzbeitrag), ArbeitslosenV (1,25%), PflegeV (1,525%))
= Bruttogehalt

./. AN-Anteil zur Sozialversicherung (RentenV (9,3%) KV (7,3%+Zusatzbeitrag), ArbeitslosenV (1,25%), PflegeV (1,525% ggf. zzgl. 0,25%))
./. Lohnsteuer
./. Kirchensteuer
= Nettogehalt

Das Unternehmen fungiert dabei als Inkassostelle auch für die AN-Beiträge (Quellenabzugsverfahren).

Die Buchung erfolgt wie folgt:
Löhne und Gehälter an Bank 430/113
Löhne und Gehälter an einbehaltene Sozialversicherungsbeiträge (AN-Anteil) 430/172
Löhne und Gehälter an einbehaltene Lohn- und Kirchensteuer 430/171
AG-Anteil zur Sozialversicherung an einbehaltene Sozialversicherungsbeiträge (AG-Anteil) 440/172

Die Konten 171 und 172 haben dabei den Charakter einer Verbindlichkeit an das FA.

Die voraussichtlichen Beitragsschulden müssen zum drittletzten Bankarbeitstag des Monats an das FA gezahlt werden. Abweichungen zu den tatsächlichen Beitragsschulden werden zum Folgemonat ausgeglichen.

Demnach:
Sozialversicherungsbeiträge an Bank 172/113
Lohn- und Kirchensteuer an Bank 171/113

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Was sind Abschreibungen auf das Anlagevermögen, wie werden sie verbucht, welche Varianten kennen Sie?

Abschreibungen verteilen die Anschaffungsaufwendungen für ein Anlagegut auf die Jahre der Nutzung. Dabei komm außerplanmäßige und planmäßige Abschreibung in Betracht, letztere kann linear oder degressiv erfolgen. Für planmäßige Abschreibungen wird eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer geschätzt. Der Betrag der linearen Abschreibung ergibt sich aus:

Anschaffungswert ./. Restwert (Schrottwert) / Nutzungsdauer = Abschreibungssatz

Zur Buchung kommt einerseits die direkte Abschreibung nach:

jährliche Abschreibung:
Abschreibungen (Anlagevermögen) an BGA 230/010 (Abschreibungssatz)

Verkauf:
Bank an BGA 113/010 (Restwert)

bei Restwertdifferenz beim Verkauf zudem:
Bank an unregelmäßige Erträge/Aufwände 113/227 bzw. 113/221

in Betracht. Problematisch ist hier, dass sich aus der Bilanz der Anschaffungswert des Vermögensgegenstandes nicht ersehen lässt.

Daher findet auch die indirekte Abschreibung Anwendung:

jährliche Abschreibung:
Abschreibungen (Anlagevermögen) an Wertberichtigung auf Anlagen 230/080

Verkauf:
Wertberichtigung auf Anlagen an BGA 080/010
Bank an BGA 113/010 (Restwert)

bei Restwertdifferenz s.o.

sodass in der Bilanz die Anschaffungswerte (010) und die kumulativen Abschreibungswerte (080 – Passivbestandskonto) ausgewiesen werden.

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Beschreibe den Grundsatz der Bilanzidentität!

Der Grundsatz der Bilanzidentität (formelle Bilanzkontinuität) besagt, dass die Posten der Schlussbilanz eines Geschäftsjahres mit denjenigen der Eröffnungsbilanz des folgenden Geschäftsjahres nach Art und Wert übereinstimmen müssen, § 252 I Nr. 1 HGB.

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In welchen Bereichen sind Verfahrensvorschriften für die Erstellung eines JA zu beachten? Nenne je ein Beispiel!

Der JA ist ein aggregierendes und damit auf Detailgenauigkeit verzichtendes Abbild der Realität. Daher bedarf es Verfahrensregeln für dessen Aufstellung. Man spricht von den Abbildungsregeln für den JA:

  • Abgrenzungsregeln — sachliche und zeitliche Abgrenzung der zu erfassenden Bestands- und Stromgrößen; z.B. (sachlich) das Prinzip der Vollständigkeit, der Grundsatz der wirtschaftlichen Zugehörigkeit, §246 I 2 HGB.
  • Aggregations- und Gliederungsregeln — Zusammenfassung, Anordnung und Bezeichnung von Abbildungsaggregaten; z.B. Gliederung der Bilanz, § 247 HGB (AV, UV, EK, FK)
  • Bewertungsregeln — Zuordnung von Wertansätzen zu den einzelnen Strom- und Bestandspositionen; z.B. Niedrigstwertprinzip der Aktiva, § 253 HGB.

Externes Rechnungswesen

Welche zwei Hauptfunktionen erfüllt der Jahresabschluss neben seinen buchhalterischen und geschäftspolitischen/-strategische Zwecken?

1. Informationsfunktion: Er soll verschiedenen Adressatengruppen bestimmte Informationen über das betrachtete Unternehmen in standardisierter Form zur Verfügung zu stellen.

2. Zahlungsbemessungsfunktion: Er soll in Rechtsvorschriften und Verträgen allgemein umschriebene Rechte und Pflichten bestimmter Personengruppen, insbesondere von Gesellschaftern und Gesellschaftsorganen, für den jeweils vorliegenden Einzelfall in ihrem quantitativen Ausmaß konkretisieren. Dabei handelt es sich vorwiegend um Ansprüche oder Verpflichtungen, die auf Zahlungen gerichtet sind.

Externes Rechnungswesen

Erkläre die Zahlungsbemessungsfunktion des JA!

1. Außenwirkung als Zahlengrundlage für gesetzliche Ausschüttungssperren an persönlich nicht voll haftende Gesellschafter (z.B. Kommanditisten, Aktionäre, Genossen einer Genossenschaft, GmbH-Gesellschafter):

– so sind z.T. Ausschüttungen begrenzt auf den Verbleib eines bestimmtes Stamm- oder Grundkapital der Unternehmung

– und z.T. lebt die Haftung der Gesellschafter bei darüber hinausgehenden Auszahlungen wieder auf.

Diese dienen dem Schutz der Gläubiger davor, dass die für ihre Ansprüche haftende Masse durch Vermögensübertragungen aus dem (haftenden) Bereich des Gesellschaftsvermögens in den (grundsätzlich nicht haftenden) Bereich des Gesellschaftervermögens geschmälert wird.

2. Innenwirkung auf die gesellschaftsinterne Kompetenzaufteilung als Zahlengrundlage für gesetzlich oder vertraglich geregelte Entnahmerechte der Eigentümer (unabhängig von deren Haftung).

3. Steuerbemessungsgrundlage

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Erkläre statische Bilanzauffassung!

Als  statische  Bilanzauffassung  bezeichnet  man  eine  Betrachtungsweise, die  den  Informationsschwerpunkt  auf  die  Gegenüberstellung der Vermögens-  und Schuldbestände  zum  Bilanzstichtag legt.

„Ältere“  statische Schule: Darstellung des Schuldendeckungspotentials durch Ausweisung des vorhandenen Vermögens.

„Neuere“  statische Schule:  Darstellung des  gesamten Leistungspotentials durch Aufgliederung der Bilanzpositionen nach ihrem Verwendungszweck im betrieblichen Prozess

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Welche Formen des Niederstwertprinzips kennst du? (2) Wo sind sie definiert?  Welchen Inhalt  haben sie?

§  253 III 4  HGB
Gemildertes  Niederstwertprinzip: Bei Finanzanlagen des Anlagevermögens darf handelsrechtlich durch außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren Wert abgeschrieben werden, wenn die Wertminderung voraussichtlich nicht von Dauer ist. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung müssen alle Güter des Anlagevermögens auf den niedrigeren Wert abschreiben.

§ 253 IV HGB
Strenges  Niederstwertprinzip: Bei Gütern des Umlaufvermögens muss von mehreren möglichen Werten (Anschaffungspreis, Marktpreis) der niedrigste bilanziert werden.

Externes Rechnungswesen

Welche der folgenden Aussagen sind richtig?


  1. Die Bildung von Rechnungsabgrenzungsposten (RAP) dient dem Zweck einer periodengerechten Aufwands- und Ertragserfassung. Dabei ist ein aktiver RAP zu bilden für Ausgaben, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, ein passiver RAP ist zu bilden für Einnahmen, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

  2. Für passive latente Steuern besteht ein Aktivierungswahlrecht, für aktive latente Steuern eine Passivierungspflicht.

  3. Eine passive latente Steuer entsteht, wenn Verbindlichkeiten in der Handelsbilanz niedriger bewertet werden als in der Steuerbilanz bzw. Verbindlichkeiten sind nicht in der Handelsbilanz, aber in der Steuerbilanz angesetzt.

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