Lernen - LRS at Europa-Universität Flensburg | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Lernen - LRS an der Europa-Universität Flensburg

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TESTE DEIN WISSEN

4.Welche Unterschiede stellt die empirische Forschung zwischen den beiden Schülergruppen (diskrepant und nicht diskrepant)
 a) ihrer Lese Kompetenzen,
 b) bezüglich des Entwicklungsverlauf ihrer Kompetenzen und 
 c) bezüglich des Fördererfolgs in Abhängigkeit vom IQ fest?

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TESTE DEIN WISSEN

a) keine Unterschiede
 b) sind fast identisch in der Entwicklung
 c) IQ gibt keinen vorhersagewert für das Ansprechen einer Förderung und den Verlauf der Leseentwicklung an 


beide Gruppen erreichen nicht die Kompetenz der Vergleichsgruppe
 
 = beide Gruppen würden von einer Förderung profitieren!

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TESTE DEIN WISSEN

Was besagt die Diskrepanz-Definition von LRS gemäß ICD-10 inhaltlich?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Vorliegen einer Lese-Rechtschreibstörung, isolierten Rechtschreibstörung oder isolierten Lesestörung: 

  • wenn Leseleistung und /oder Rechtschreibleistung deutlich unter dem Niveau liegt, das aufgrund der Altersnorm, oder der Klassennorm oder der Intelligenz zu erwarten ist 

und Bewältigung der Alltagsanforderungen beeinträchtigt/gefährdet ist


  • wenn Lese- und / oder Rechtschreibschwierigkeiten durch Evidenz aus der klinischen Untersuchung und den Ergebnissen der psychometrischen Verfahren belegt werden, kann ein weniger strenger Grenzwert herangezogen werden (ab 1,0 SD unter dem Durchschnitt der Klassennorm, der Altersnorm oder dem aufgrund der Intelligenz zu erwartenden Leistungsniveau im Lesen und/oder Rechtschreiben)

bei der Diagnostik durch psychometrische Verfahren soll wenn möglich auf schulformspezifische Normen und Klassennormen zurückgegriffen werden

 

 

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TESTE DEIN WISSEN

Welche Erkenntnisse von den Inhalten dieses Abschnitts würden sie für ihren Unterricht übernehmen ?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Strategievermittlung zur Verbesserung der Rechtschreibung und Überprüfung 
 - Förderung GPK
 - Arbeiten mit Morphemen (aber 1.Lernstufe)

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TESTE DEIN WISSEN
4. Worin unterscheiden sich die alphabetischen und die orthographische Stufe des Schriftspracherwerbs und welche Konsequenzen hat das für den Orthographie-Unterricht?

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TESTE DEIN WISSEN
  • in alphabetischer Stufe haben die Kinder bereits lautgetreues Schreiben erlernt, da sie die Graphem-Phonem-Korrespondenz benutzen
  • dennoch gibt es Fehler die zumeist auf eigener Aussprache, zurückzuführen sind
  • zeigt sich beim Vermachen oder Auslassen von Buchstaben
  • insgesamt werden vergleichsweise strukturelle Regelmäßigkeit betrachtet, orthographische Besonderheiten aber nicht berücksichtigt
 
  • bei orthographischen Stufen können Wörter vollständig als Repräsentation von Buchstabenfolgen im Gedächtnis gespeichert werden, auch unregelmäßige und strukturelle Besonderheiten
  • das Kind beherrscht nun bestimmte Rechtschreibregeln und Gesetzmäßigkeiten
  • für Orthographieunterricht gilt das Vorgehen vom Einfachen zum Schweren
  • es soll mit Wörtern begonnen werden, die einem Morphem entsprechen und mit denen der Wortstamm durch Anfangs-und Endmorphem angebaut werden kann
  • mögliche Übungen sind Lückentexte, Puzzletexte, Morphemkarten
 Konsequenzen für den Unterricht:
 - Richtig schreiben, ohne einzelne Regeln exakt zu kennen 
 -  Beginnen mit Wörtern, die einem Morphem entsprechen à dann zusammenfassen (Fuß-Ball)
 - Wörter mit einem Wortstamm bauen à dann Anfangs-und Endmorphem 
 - PC-gestützte Programme (REMO2)
 - mit Lückentexten ..arbeiten
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TESTE DEIN WISSEN

9.Welche Erkenntnisse aus den Inhalten dieses Abschnitts würden Sie Ihre spätere Praxis übernehmen?

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TESTE DEIN WISSEN
  • Phonologische Bewusstheit früh fördern, da dieses ab der ersten Jahrgangsstufe am wirksamsten zur Prävention war (hat die größten Effektstärken)
  • am besten schon im Kindergarten ansetzen
  • induktives Training nur beim Erkennen von Regeln anwenden 
  • induktives Denken fördert
  • ganz explizit auf Gleichheit von Merkmalen und Beziehung zwischen Wörtern hinweisen
  • Integrieren in ein Rechtschreibprogramm
  • explizit im Unterricht Unterschiede und Gemeinsamkeiten der sprachlichen Struktur herausarbeiten (besonders was das Arbeiten mit lernschwachen Kindern abverlangt)
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1. Was versteht man unter visuellen Wahrnehmungsstörungen und welche kausalen Bezüge werden zu LRS hergestellt?

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TESTE DEIN WISSEN
  • bedeutet eine mangelnde visuelle Informationsverarbeitung, welche jedoch keine organische Störung des Auges als Ursache hat
  • Visuelle Wahrnehmung ist die Fähigkeit, visuelle Reize zu erkennen, zu unterscheiden und sie durch Vergleichen mit früheren Erfahrungen zu interpretieren
  • die Interpretation des visuellen Reizes erfolgt im Gehirn, nicht durch die Augen
  • visuelle Wahrnehmung ist von großer Bedeutung für das Erlernen von Lesen, Schreiben, Rechnen und allen anderen Fertigkeiten, die für den Schulerfolg wichtig sind
  • die Störung äußert sich symptomatisch im Schriftspracherwerb (z.B. durch das Vertauschen von Buchstaben wie b und p
  • das Geschehene kann nicht richtig verarbeitet werden
  • Probleme: Verwechslung optisch ähnlicher Zeichen oder Buchstaben beim Lesen & Schreiben


Kausale Bezüge zu LRS
 -> gilt immer noch häufig als Mitursache für LRS 

-> Studie von 1996 widerlegt dies jedoch, dass Hypothese Bestand hat

-> auch in neueren Untersuchungen ergaben zu ca. 80%, dass Behandlung der visuellen Wahrnehmung keine Besserung hervorbringt

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5. Welche kritischen Punkte kann man gegen das Doppel-Diskrepanz-Kriterium anführen?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

kritisch zu beurteilen, da auch die andere Gruppe eine Einzelförderung benötigen würde

-Kriterien für LRS eventuell zu streng festgelegt

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2. In welchem Alter kann die Diskrepanz in der Regel bei Kindern festgestellt werden? Welche möglichen Konsequenzen für das Einsetzen einer angemessenen Förderung kann das haben? (Wait to fail)

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TESTE DEIN WISSEN
  • ab 2. Schuljahr kann man es in der Regel feststellen, vorher haben ´Kinder noch keine/geringe Recht-Schreibkompetenz
  • ab 4. Klasse, meistens jedoch erst ab der 5. Klasse wird getestet
  • Wait to fail = Man wartet ab, bis sich stärkere Fehler ergeben oder man soll standardmäßig erst ab der 5.Klasse testen (Bildungssystem, Kostengründe?)
  • Konsequenzen= Kind erhält zu spät eine Förderung
  • Besserung zeigt sich in den Schuljahren zu spät
  • beeinträchtigt Schulempfehlung

-> frühere Förderung profitiert sich

 

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TESTE DEIN WISSEN

6. Welche Hypothesen über das Zustandekommen von Lese- und Rechtschreibstörungen sind möglicherweise plausibler?

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TESTE DEIN WISSEN

- Genetische, Neurologische und Soziale Einflüsse 

- Risiko einer LRS ist fünfmal höher bei Kindern, bei denen mindestens ein Elternteil dyslektisch ist

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TESTE DEIN WISSEN

4. Was macht die (vermeintliche) Plausibilität der Ursachenzuschreibung „Wahrnehmungsstörungen“ für LRS aus?

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TESTE DEIN WISSEN
  • Plausibilität kommt dadurch zustande, dass sowohl visuell als auch auditive Wahrnehmungsstörungen die Informationsverarbeitung beeinflussen und lassen dadurch negative Effekte in der Sprachentwicklung und im Schriftspracherwerb aufzeigen
  • Symptomatik sowohl bei Menschen mit LRS als auch bei Menschen mit einer visuellen/auditiven Wahrnehmungsstörung stimmt überein -> daher wird davon ausgegangen, dass beide Gruppen Wahrnehmungsstörungen haben
  • nur Wahrnehmungsstörungen sind nicht der ursächliche Faktor für LRS

Beispiel: Schwierigkeit bei Raumlagewahrnehmung beim Verdrehen von Buchstaben (z.B. b und p) 

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TESTE DEIN WISSEN

1) Bezüglich welcher Verhaltensweisen wurden LRS-auffällige und unauffällige Kinder im Verlauf der Kindergartenzeit und im Verlauf der Grundschulzeit bei Klicpera et al.(2006) untersucht?

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TESTE DEIN WISSEN
  • Hyperaktivität 
  • störendes Verhalten 
  • Zurückgezogenheit 
  • Viktimisierung 
  • aggressives Verhalten 
  • prosoziales Verhalten 
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3. Welche Übungsformen werden im Zusammenhang mit a) visuellen und b) auditiven Wahrnehmungsstörungen realisiert?

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TESTE DEIN WISSEN

a) Visuell 
 Raumlageunsicherheit: (Segel die sich rechts befinden blau anmalen, Segel die links sind rot)
 
 Erkennung von verschiedenen Symbolen die sich aufeinander beziehen: (Durchstreichübungen) 
 
 b) Auditiv 
 Tondifferenzierungstraining : Übungen zum Differenzieren von Tönen unterschiedlicher Tonhöhe, Tondauer, Lautstärke am Computer
 
 Horchspiele: Zuordnung von in Spiele integrierte Klängen und Geräusche in Gruppen oder am Computer 

Hochtontraining: Hören von Musik/Sprach mit Verstärkung hoher Frequenzen
 
 Richtungshörtraining: Übungen zur Lokalisation von Tönen/Geräuschen in spielerischer Form

 

Auditives Ordnungsschwellentraining: Erkennen der Reihenfolge von schnell hintereinander auftretenden akustischen Signalen 

 

Auditives Hemisphären-Koordinationstraining (Lateraltraining): Hören von Musik/Sprache über Kopfhörer mit einem Hin- und Herwandern der auditiven Angebote zwischen dem rechten und linken Ohr

 

Ohrdominanztraining: Schulung des Hörens von Musik oder Sprache mit dem rechten Ohr zum Erreichen von Rechtsohrigkeit


Dichotisches Hörtraining: auditive Differenzierungsübungen, wobei das rechte und linke Ohr zeitgleich unterschiedliche Informationen erhalten

 

Tomatis-Therapie: Hören von technisch veränderter Musik mit einer Verstärkung schlecht gehörter und hoher Frequenz mit wechselnder Übertragung über Luft- und Knochenleitung und mit zunehmender Rücknahme der Lautstärke am linken Ohr
 

Audio-Vokales-Integratives Training (AVIT-Therapie, Klangtherapie bzw. Hörtraining): der Tomatis-Therapie ähnlich, aber mit zahlreichen methodischen Varianten

 

Fast ForWord“: kombiniertes Trainingsprogramm mit Ordnungsschwellentraining und computertechnisch veränderter Sprache (insbesondere Verstärkung sowie Dehnung schneller Sprachanteile) eingebaut in ein Zirkusspiel

 

Automatisierungstraining: kombiniertes Training mit Übungen zur Tondifferenzierung, Reizreaktionsübungen, Ordnungsschwellentraining, _ motorischen Übungen

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Beispielhafte Karteikarten für deinen Lernen - LRS Kurs an der Europa-Universität Flensburg - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

4.Welche Unterschiede stellt die empirische Forschung zwischen den beiden Schülergruppen (diskrepant und nicht diskrepant)
 a) ihrer Lese Kompetenzen,
 b) bezüglich des Entwicklungsverlauf ihrer Kompetenzen und 
 c) bezüglich des Fördererfolgs in Abhängigkeit vom IQ fest?

A:

a) keine Unterschiede
 b) sind fast identisch in der Entwicklung
 c) IQ gibt keinen vorhersagewert für das Ansprechen einer Förderung und den Verlauf der Leseentwicklung an 


beide Gruppen erreichen nicht die Kompetenz der Vergleichsgruppe
 
 = beide Gruppen würden von einer Förderung profitieren!

Q:

Was besagt die Diskrepanz-Definition von LRS gemäß ICD-10 inhaltlich?

A:

Vorliegen einer Lese-Rechtschreibstörung, isolierten Rechtschreibstörung oder isolierten Lesestörung: 

  • wenn Leseleistung und /oder Rechtschreibleistung deutlich unter dem Niveau liegt, das aufgrund der Altersnorm, oder der Klassennorm oder der Intelligenz zu erwarten ist 

und Bewältigung der Alltagsanforderungen beeinträchtigt/gefährdet ist


  • wenn Lese- und / oder Rechtschreibschwierigkeiten durch Evidenz aus der klinischen Untersuchung und den Ergebnissen der psychometrischen Verfahren belegt werden, kann ein weniger strenger Grenzwert herangezogen werden (ab 1,0 SD unter dem Durchschnitt der Klassennorm, der Altersnorm oder dem aufgrund der Intelligenz zu erwartenden Leistungsniveau im Lesen und/oder Rechtschreiben)

bei der Diagnostik durch psychometrische Verfahren soll wenn möglich auf schulformspezifische Normen und Klassennormen zurückgegriffen werden

 

 

Q:

Welche Erkenntnisse von den Inhalten dieses Abschnitts würden sie für ihren Unterricht übernehmen ?

A:

Strategievermittlung zur Verbesserung der Rechtschreibung und Überprüfung 
 - Förderung GPK
 - Arbeiten mit Morphemen (aber 1.Lernstufe)

Q:
4. Worin unterscheiden sich die alphabetischen und die orthographische Stufe des Schriftspracherwerbs und welche Konsequenzen hat das für den Orthographie-Unterricht?

A:
  • in alphabetischer Stufe haben die Kinder bereits lautgetreues Schreiben erlernt, da sie die Graphem-Phonem-Korrespondenz benutzen
  • dennoch gibt es Fehler die zumeist auf eigener Aussprache, zurückzuführen sind
  • zeigt sich beim Vermachen oder Auslassen von Buchstaben
  • insgesamt werden vergleichsweise strukturelle Regelmäßigkeit betrachtet, orthographische Besonderheiten aber nicht berücksichtigt
 
  • bei orthographischen Stufen können Wörter vollständig als Repräsentation von Buchstabenfolgen im Gedächtnis gespeichert werden, auch unregelmäßige und strukturelle Besonderheiten
  • das Kind beherrscht nun bestimmte Rechtschreibregeln und Gesetzmäßigkeiten
  • für Orthographieunterricht gilt das Vorgehen vom Einfachen zum Schweren
  • es soll mit Wörtern begonnen werden, die einem Morphem entsprechen und mit denen der Wortstamm durch Anfangs-und Endmorphem angebaut werden kann
  • mögliche Übungen sind Lückentexte, Puzzletexte, Morphemkarten
 Konsequenzen für den Unterricht:
 - Richtig schreiben, ohne einzelne Regeln exakt zu kennen 
 -  Beginnen mit Wörtern, die einem Morphem entsprechen à dann zusammenfassen (Fuß-Ball)
 - Wörter mit einem Wortstamm bauen à dann Anfangs-und Endmorphem 
 - PC-gestützte Programme (REMO2)
 - mit Lückentexten ..arbeiten
Q:

9.Welche Erkenntnisse aus den Inhalten dieses Abschnitts würden Sie Ihre spätere Praxis übernehmen?

A:
  • Phonologische Bewusstheit früh fördern, da dieses ab der ersten Jahrgangsstufe am wirksamsten zur Prävention war (hat die größten Effektstärken)
  • am besten schon im Kindergarten ansetzen
  • induktives Training nur beim Erkennen von Regeln anwenden 
  • induktives Denken fördert
  • ganz explizit auf Gleichheit von Merkmalen und Beziehung zwischen Wörtern hinweisen
  • Integrieren in ein Rechtschreibprogramm
  • explizit im Unterricht Unterschiede und Gemeinsamkeiten der sprachlichen Struktur herausarbeiten (besonders was das Arbeiten mit lernschwachen Kindern abverlangt)
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Q:

1. Was versteht man unter visuellen Wahrnehmungsstörungen und welche kausalen Bezüge werden zu LRS hergestellt?

A:
  • bedeutet eine mangelnde visuelle Informationsverarbeitung, welche jedoch keine organische Störung des Auges als Ursache hat
  • Visuelle Wahrnehmung ist die Fähigkeit, visuelle Reize zu erkennen, zu unterscheiden und sie durch Vergleichen mit früheren Erfahrungen zu interpretieren
  • die Interpretation des visuellen Reizes erfolgt im Gehirn, nicht durch die Augen
  • visuelle Wahrnehmung ist von großer Bedeutung für das Erlernen von Lesen, Schreiben, Rechnen und allen anderen Fertigkeiten, die für den Schulerfolg wichtig sind
  • die Störung äußert sich symptomatisch im Schriftspracherwerb (z.B. durch das Vertauschen von Buchstaben wie b und p
  • das Geschehene kann nicht richtig verarbeitet werden
  • Probleme: Verwechslung optisch ähnlicher Zeichen oder Buchstaben beim Lesen & Schreiben


Kausale Bezüge zu LRS
 -> gilt immer noch häufig als Mitursache für LRS 

-> Studie von 1996 widerlegt dies jedoch, dass Hypothese Bestand hat

-> auch in neueren Untersuchungen ergaben zu ca. 80%, dass Behandlung der visuellen Wahrnehmung keine Besserung hervorbringt

Q:

5. Welche kritischen Punkte kann man gegen das Doppel-Diskrepanz-Kriterium anführen?

A:

kritisch zu beurteilen, da auch die andere Gruppe eine Einzelförderung benötigen würde

-Kriterien für LRS eventuell zu streng festgelegt

Q:

2. In welchem Alter kann die Diskrepanz in der Regel bei Kindern festgestellt werden? Welche möglichen Konsequenzen für das Einsetzen einer angemessenen Förderung kann das haben? (Wait to fail)

A:
  • ab 2. Schuljahr kann man es in der Regel feststellen, vorher haben ´Kinder noch keine/geringe Recht-Schreibkompetenz
  • ab 4. Klasse, meistens jedoch erst ab der 5. Klasse wird getestet
  • Wait to fail = Man wartet ab, bis sich stärkere Fehler ergeben oder man soll standardmäßig erst ab der 5.Klasse testen (Bildungssystem, Kostengründe?)
  • Konsequenzen= Kind erhält zu spät eine Förderung
  • Besserung zeigt sich in den Schuljahren zu spät
  • beeinträchtigt Schulempfehlung

-> frühere Förderung profitiert sich

 

Q:

6. Welche Hypothesen über das Zustandekommen von Lese- und Rechtschreibstörungen sind möglicherweise plausibler?

A:

- Genetische, Neurologische und Soziale Einflüsse 

- Risiko einer LRS ist fünfmal höher bei Kindern, bei denen mindestens ein Elternteil dyslektisch ist

Q:

4. Was macht die (vermeintliche) Plausibilität der Ursachenzuschreibung „Wahrnehmungsstörungen“ für LRS aus?

A:
  • Plausibilität kommt dadurch zustande, dass sowohl visuell als auch auditive Wahrnehmungsstörungen die Informationsverarbeitung beeinflussen und lassen dadurch negative Effekte in der Sprachentwicklung und im Schriftspracherwerb aufzeigen
  • Symptomatik sowohl bei Menschen mit LRS als auch bei Menschen mit einer visuellen/auditiven Wahrnehmungsstörung stimmt überein -> daher wird davon ausgegangen, dass beide Gruppen Wahrnehmungsstörungen haben
  • nur Wahrnehmungsstörungen sind nicht der ursächliche Faktor für LRS

Beispiel: Schwierigkeit bei Raumlagewahrnehmung beim Verdrehen von Buchstaben (z.B. b und p) 

Q:

1) Bezüglich welcher Verhaltensweisen wurden LRS-auffällige und unauffällige Kinder im Verlauf der Kindergartenzeit und im Verlauf der Grundschulzeit bei Klicpera et al.(2006) untersucht?

A:
  • Hyperaktivität 
  • störendes Verhalten 
  • Zurückgezogenheit 
  • Viktimisierung 
  • aggressives Verhalten 
  • prosoziales Verhalten 
Q:

3. Welche Übungsformen werden im Zusammenhang mit a) visuellen und b) auditiven Wahrnehmungsstörungen realisiert?

A:

a) Visuell 
 Raumlageunsicherheit: (Segel die sich rechts befinden blau anmalen, Segel die links sind rot)
 
 Erkennung von verschiedenen Symbolen die sich aufeinander beziehen: (Durchstreichübungen) 
 
 b) Auditiv 
 Tondifferenzierungstraining : Übungen zum Differenzieren von Tönen unterschiedlicher Tonhöhe, Tondauer, Lautstärke am Computer
 
 Horchspiele: Zuordnung von in Spiele integrierte Klängen und Geräusche in Gruppen oder am Computer 

Hochtontraining: Hören von Musik/Sprach mit Verstärkung hoher Frequenzen
 
 Richtungshörtraining: Übungen zur Lokalisation von Tönen/Geräuschen in spielerischer Form

 

Auditives Ordnungsschwellentraining: Erkennen der Reihenfolge von schnell hintereinander auftretenden akustischen Signalen 

 

Auditives Hemisphären-Koordinationstraining (Lateraltraining): Hören von Musik/Sprache über Kopfhörer mit einem Hin- und Herwandern der auditiven Angebote zwischen dem rechten und linken Ohr

 

Ohrdominanztraining: Schulung des Hörens von Musik oder Sprache mit dem rechten Ohr zum Erreichen von Rechtsohrigkeit


Dichotisches Hörtraining: auditive Differenzierungsübungen, wobei das rechte und linke Ohr zeitgleich unterschiedliche Informationen erhalten

 

Tomatis-Therapie: Hören von technisch veränderter Musik mit einer Verstärkung schlecht gehörter und hoher Frequenz mit wechselnder Übertragung über Luft- und Knochenleitung und mit zunehmender Rücknahme der Lautstärke am linken Ohr
 

Audio-Vokales-Integratives Training (AVIT-Therapie, Klangtherapie bzw. Hörtraining): der Tomatis-Therapie ähnlich, aber mit zahlreichen methodischen Varianten

 

Fast ForWord“: kombiniertes Trainingsprogramm mit Ordnungsschwellentraining und computertechnisch veränderter Sprache (insbesondere Verstärkung sowie Dehnung schneller Sprachanteile) eingebaut in ein Zirkusspiel

 

Automatisierungstraining: kombiniertes Training mit Übungen zur Tondifferenzierung, Reizreaktionsübungen, Ordnungsschwellentraining, _ motorischen Übungen

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