Wie Schüler & Studenten heute über Arbeitsmöglichkeiten im Ausland denken – Aktuelle Studie gibt Antworten
Arbeiten im Ausland, ein Gap Year nach dem Abi oder Work and Travel in Europa: Für viele Schüler und Studenten ist ein Auslandsaufenthalt längst mehr als ein netter Tagtraum. Aber was treibt die Generation Z und Y an? Geht es ums Geld, um die Karriere oder um etwas ganz anderes? Die Auslandsjob-Umfrage 2024/25 hat über 2.200 junge Menschen genau das gefragt.
Arbeiten im Ausland: Was Gen Z & Y wirklich motiviert
Wer glaubt, dass junge Menschen vor allem wegen eines dicken Gehalts ins Ausland gehen, liegt daneben. Die Global Mobility-Umfrage 2025 von www.auslandsjob.de zeigt etwas anderes: Rund zwei Drittel wollen vor allem neue Kulturen und Sprachen kennenlernen. Mehr als die Hälfte wünscht sich einen Tapetenwechsel, und knapp jeder Zweite will einfach raus aus Deutschland.
Klar, Gehalt und Lebenslauf spielen auch eine Rolle. Aber sie landen auf den hinteren Plätzen. Was steckt dahinter? Zwei Drittel geben an, dass sie das Ausland selbst anzieht, nicht etwa der Wunsch, Deutschland zu verlassen. Für die Generation Z und Y ist ein Auslandsjob also weniger Karrierestrategie als bewusste Lebensentscheidung. Es geht um neue Perspektiven, Selbstfindung und darum, das eigene Leben selbst in die Hand zu nehmen.
„Was wir in der Umfrage sehen, deckt sich mit unserer Erfahrung aus über 20 Jahren: Schüler und Studenten wollen nicht bloß einen Auslandsjob abhaken. Sie wollen im Ausland leben, einen echten Alltag aufbauen und an Herausforderungen wachsen, die ihnen kein Klassenzimmer bieten kann. Wer diesen Schritt geht, kommt mit einem ganz anderen Blick auf sich selbst zurück.“
– Frank Möller, Geschäftsführer von Auslandsjob.de

Work and Travel als Einstieg: Niedrigschwellig und beliebt
Gerade für Schüler nach dem Abi und Studenten in Übergangsphasen ist Work and Travel das beliebteste Format, um Arbeiten im Ausland auszuprobieren. Warum? Du brauchst keinen perfekten Lebenslauf und keine jahrelange Berufserfahrung. Typische Jobs: in der Strandbar kellnern, Touristen durch Nationalparks führen oder in einem Hostel an der Rezeption stehen. Und mehr als ein Drittel sagt: Mir egal, welche Branche. Hauptsache Ausland.
Ein Ergebnis sticht besonders heraus: Über sieben von zehn Befragten sehen sich bei Work and Travel auch jenseits der klassischen Ziele wie Australien, Neuseeland oder Kanada. Europa rückt dabei immer stärker in den Fokus.

Beliebte Ziele: Spanien vor Italien und Portugal
Wenn es um Europa geht, ist Spanien mit Abstand die Nummer eins. Gut ein Drittel der Befragten würde dort am liebsten arbeiten. Auf den Plätzen folgen Italien, Portugal, die Schweiz und Griechenland. Überraschend: Großbritannien ist gegenüber der Vorjahresumfrage von Platz 2 auf Platz 7 abgerutscht.
Außerhalb Europas dominieren vier englischsprachige Länder: die USA, Australien, Kanada und Neuseeland. Dahinter folgen mit deutlichem Abstand Thailand und Japan.
Bei der Länderwahl zeigen sich Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Frauen zieht es stärker nach Südeuropa, also nach Italien, Griechenland und Portugal. Männer tendieren eher zu mittel- und nordeuropäischen Ländern wie der Schweiz oder Schweden. Aber egal ob Frau oder Mann: Spanien gewinnt.
Mehr als eine Lücke im Lebenslauf: Auslandserfahrung als Karriere-Booster
Ein Gap Year als Makel im Lebenslauf? Das war einmal. Vier von fünf Befragten sind überzeugt, dass ein Auslandsjob ihre Karrierechancen verbessert. Und das zu Recht: Wer im Ausland gearbeitet hat, bringt Dinge mit, die kein Seminar vermittelt: Du lernst, dich selbst zu organisieren, mit unerwarteten Situationen umzugehen und dich in fremden Teams zurechtzufinden.
In Bewerbungsgesprächen zählt Auslandserfahrung heute richtig. Vor allem, wenn du konkret erzählen kannst, was du dabei gelernt hast. Die Studie zeigt: Die meisten reden nicht nur, sie handeln. Vier von fünf Befragten wollen innerhalb der nächsten zwölf Monate ins Ausland starten. Ein Drittel sogar innerhalb von drei Monaten. Knapp die Hälfte plant, mindestens ein Jahr oder dauerhaft im Ausland zu bleiben.
Was junge Menschen noch bremst – und welche Hilfe sie sich wünschen
Trotzdem: Zwischen Wollen und Machen klafft eine Lücke. Die größten Hürden liegen im Alltag: Fast die Hälfte der Befragten sieht das Thema Unterkunft und Ankommen vor Ort als größte Herausforderung. Dicht dahinter folgen der Planungs- und Bürokratieaufwand sowie fehlende Sprachkenntnisse. Wer sich vorab über rechtliche Rahmenbedingungen informieren will, findet beim Auswärtigen Amt eine gute erste Anlaufstelle. Viele finden außerdem keinen passenden Job oder fürchten, zu wenig zu verdienen.
Was sich die meisten wünschen: Hilfe bei der Jobsuche und ein Portal, auf dem sie passende Jobangebote finden. Viele schätzen außerdem Erfahrungsberichte von anderen Auslandsjobbern und Sprachtrainings, die schon von Deutschland aus starten. Kaum jemand sagt: Das schaffe ich komplett allein.
Wer hier Klarheit schafft, nimmt vielen die letzte Hürde.
Fazit
Die Auslandsjob-Umfrage 2024/25 macht deutlich: Schüler und Studenten denken beim Thema Arbeiten im Ausland vor allem in Lebenserfahrungen. Am meisten zieht sie der Wunsch nach neuen Kulturen und persönlichem Wachstum. Work and Travel bleibt dabei der beliebteste Einstieg, und Europa gewinnt als Zielregion an Bedeutung. Gleichzeitig scheitern viele an ganz banalen Dingen: Wo schlafe ich? Wie läuft das mit der Versicherung? Wo finde ich überhaupt einen Job? Wenn du also überlegst, ins Ausland zu gehen: Warte nicht auf den perfekten Moment. Die Infos und die Unterstützung sind da. Es braucht nur den ersten Klick.
Häufige Fragen zum Thema Arbeiten im Ausland
Was ist die Auslandsjob-Umfrage 2025?
Für die Auslandsjob-Umfrage hat Auslandsjob.de über 2.200 Personen zwischen Oktober 2024 und Januar 2025 befragt. Sie untersucht Motive, Wunschziele und Hürden rund um das Arbeiten im Ausland.
Was motiviert junge Menschen am meisten, im Ausland zu arbeiten?
Neue Kulturen und Sprachen stehen an erster Stelle, gefolgt vom Wunsch nach einem Tapetenwechsel. Gehalt und Karriere spielen eine untergeordnete Rolle. Die Mehrheit reizt das Ausland selbst, der Wunsch, Deutschland zu verlassen, steht selten im Vordergrund.
Welche Länder sind bei jungen Deutschen für einen Auslandsjob am beliebtesten?
Innerhalb Europas führt Spanien deutlich vor Italien und Portugal. Außerhalb Europas sind die USA, Australien, Kanada und Neuseeland die gefragtesten Ziele.
Ist Work and Travel auch in Europa möglich?
Ja, und das Interesse daran wächst stark. Über sieben von zehn Befragten ziehen Work and Travel auch jenseits der klassischen Ziele wie Australien oder Neuseeland in Betracht. Europäische Länder punkten mit geringeren Kosten, kurzen Distanzen und unkomplizierten Einreisebedingungen für EU-Bürger.
Welche Hürden halten junge Menschen vom Auslandsjob ab?
Die größten Hindernisse betreffen konkrete Dinge: die Suche nach einer Unterkunft, bürokratischer Aufwand und fehlende Sprachkenntnisse. Die meisten Befragten wünschen sich Unterstützung bei der Jobsuche sowie ein übersichtliches Portal mit passenden Jobangeboten.
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Gabriel Freitas ist AI Engineer mit solider Erfahrung in Softwareentwicklung, maschinellen Lernalgorithmen und generativer KI, einschließlich Anwendungen großer Sprachmodelle (LLMs). Er hat Elektrotechnik an der Universität von São Paulo studiert und macht aktuell seinen MSc in Computertechnik an der Universität von Campinas mit Schwerpunkt auf maschinellem Lernen. Gabriel hat einen starken Hintergrund in Software-Engineering und hat an Projekten zu Computer Vision, Embedded AI und LLM-Anwendungen gearbeitet.
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