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FinanzenSteuern Steuersoftware 2025
FinanzbildungSteuersoftware9 Min.

Steuersoftware 2025 So wählst du die richtige

Welche Steuersoftware 2025 lohnt sich & Berufseinsteiger? Kriterien, typische Funktionen & wie du mit dem Brutto-Netto-Rechner sparst.

SteuererklärungRechnerWarum lohnt eine
Das Wichtigste in 30 Sekunden
  • Viele Studierende zahlen während Nebenjobs Lohnsteuer, die sie sich teilweise oder vollständig zurückholen können.
  • Erstausbildungskosten (z. B. Studiengebühren, Fachbücher, Laptop) können als Werbungskosten oder Sonderausgaben geltend gemacht werden – genaue Abzugsfähigkeit hängt vom Einzelfall ab.
  • Auch wer keine Steuerschuld hat, kann durch eine freiwillige Erklärung eine Rückerstattung erhalten; die Frist für freiwillige Abgaben beträgt mehrere Jahre rückwirkend.
  • Steuersoftware senkt die Hürde: Schritt-für-Schritt-Assistenten erklären Formulare und Fachbegriffe allgemeinverständlich.

Steuererklärung: Lohnt sich das – und welche Software hilft?

Viele Sparer:innen und Anleger:innen zahlen während ihres Jobs Lohnsteuer, die sie sich teilweise oder vollständig zurückholen können.

Ja, eine Steuererklärung lohnt sich für die meisten Arbeitnehmer:innen. Wer Lohnsteuer gezahlt hat, kann einen Teil oder sogar den vollen Betrag zurückbekommen. Die richtige Steuersoftware 2025 macht den Prozess deutlich einfacher – auch ohne Vorkenntnisse.

Kurzfassung: Arbeitnehmer:innen mit Nebenjob, Teilzeitstelle oder beruflichen Ausgaben profitieren fast immer von einer Steuererklärung. Kostenlose Tools wie die offizielle ELSTER-Webanwendung sind ein Einstieg; geführte Steuersoftware mit Interview-Modus senkt die Hürde noch weiter. Wer seinen Nettolohn verstehen möchte, bevor er die Erklärung angeht, findet mit dem Brutto-Netto-Rechner von StudySmarter einen guten Ausgangspunkt.

AUF EINEN BLICK

  • Berufliche Ausgaben (z. B. Fachbücher, Laptop) können als Werbungskosten oder Sonderausgaben geltend gemacht werden – genaue Abzugsfähigkeit hängt vom Einzelfall ab.
  • Auch wer keine Steuerschuld hat, kann durch eine freiwillige Erklärung eine Rückerstattung erhalten; die Frist für freiwillige Abgaben beträgt mehrere Jahre rückwirkend.
  • Steuersoftware senkt die Hürde: Schritt-für-Schritt-Assistenten erklären Formulare und Fachbegriffe allgemeinverständlich.

Rechner: Steuer sparen

Schätze, wie viel dir absetzbare Kosten zurückbringen.

🧮 Steuer-Spar-Rechner

Grobe Orientierung. Ohne steuerpflichtiges Einkommen wirken Kosten oft als Verlustvortrag. Keine Steuerberatung.

Warum lohnt sich eine Steuererklärung überhaupt?

Geführter Interview-Modus statt leerer Formulare: wichtig für Erstnutzer ohne Steuerwissen.

Viele Sparer:innen und Anleger:innen unterschätzen, wie viel Geld sie durch eine Steuererklärung zurückbekommen können. Wer als Arbeitnehmer:in oder in Teilzeit beschäftigt ist, zahlt über die monatliche Lohnabrechnung automatisch Lohnsteuer an den Staat. Diese Steuer wird anhand der eingetragenen Steuerklasse berechnet – oft ohne Berücksichtigung von Freibeträgen, Werbungskosten oder besonderen Lebensumständen. Das Finanzamt kennt deinen individuellen Fall schlicht nicht, solange du keine Steuererklärung einreichst. Erst dann wird geprüft, ob du zu viel gezahlt hast – und in diesem Fall erhältst du eine Erstattung.

Besonders relevant ist dabei der Grundfreibetrag: Für das Veranlagungsjahr 2026 beträgt er 12.348 € für Ledige. Wer im gesamten Jahr unter dieser Grenze geblieben ist und trotzdem Lohnsteuer abgeführt hat – was bei schwankendem Monatseinkommen leicht passieren kann –, hat gute Chancen auf eine vollständige Rückerstattung. Das ist eine Situation, in der sich viele Arbeitnehmer:innen mit wechselnden Arbeitszeiten befinden.

Neben dem Lohnsteuer-Rückerstattungseffekt bietet die Steuererklärung eine weitere Möglichkeit: Ausgaben für die berufliche Weiterbildung geltend zu machen. Fortbildungskosten, Fachbücher, Lernmaterialien oder ein Laptop können je nach persönlicher Situation als Werbungskosten oder Sonderausgaben berücksichtigt werden. Die genaue steuerliche Behandlung hängt dabei entscheidend davon ab, ob es sich um eine Erst- oder Zweitausbildung handelt – dazu mehr im Abschnitt zu steuerlichen Besonderheiten. Wichtig zu wissen: Auch wer gar keine Steuerschuld hat, kann durch eine freiwillige Erklärung eine Rückerstattung beantragen. Die Frist für diese sogenannte Antragsveranlagung beträgt mehrere Jahre rückwirkend – du bist also nicht auf das aktuellste Steuerjahr beschränkt.

Ein weiterer Vorteil guter Steuersoftware: Sie erklärt Fachbegriffe auf verständliche Weise und führt Schritt für Schritt durch den gesamten Prozess. Das senkt die Einstiegshürde erheblich – besonders für Menschen, die noch nie eine Steuererklärung gemacht haben. Statt leerer Formulare gibt es gezielte Fragen, die das Programm anhand deiner Antworten selbst befüllt.

AUF EINEN BLICK

  • ELSTER-Schnittstelle für die direkte digitale Übermittlung ans Finanzamt – gesetzlich vorgeschrieben für bestimmte Einkunftsarten.
  • Unterstützung für typische Arbeitnehmer:innen-Fälle: Nebenjob (Minijob, Teilzeit), doppelte Haushaltsführung, Fahrtkosten zwischen Wohn- und Arbeitsort.
  • Klare Kostenstruktur: Manche Anbieter bieten Basisversionen kostenlos oder günstig für einfache Steuerfälle an; Zusatzmodule (z. B. Vermietung, Selbstständigkeit) kosten extra.
  • Datenschutz: Prüfe, ob Daten lokal oder cloudbasiert gespeichert werden – beide Modelle sind verbreitet, haben unterschiedliche Vor- und Nachteile.

Was macht gute Steuersoftware aus?

Kostenlose Optionen: Die offizielle ELSTER-Webanwendung (Finanzverwaltung) ist für alle kostenlos, bietet aber keinen geführten Assistenten.

Das wichtigste Merkmal für Einsteiger:innen ist der geführte Interview-Modus. Anstatt dich mit leeren Formularen zu konfrontieren, stellt die Software gezielte Fragen zu deiner Lebenssituation – Nebenjob, Arbeitsweg, Fahrten zwischen Wohn- und Arbeitsort, Fachliteratur, Laptop – und überträgt deine Antworten automatisch in die korrekten Felder. Das reduziert Fehler und stellt sicher, dass du keine abzugsfähigen Kosten vergisst. Für alle, die keine steuerliche Vorbildung haben, ist dieser Modus essenziell.

Ein technisches Muss ist die ELSTER-Schnittstelle. Über das offizielle Datenaustauschformat der deutschen Finanzverwaltung wird die Steuererklärung direkt und rechtssicher ans Finanzamt übermittelt. Gute Steuersoftware integriert diese Schnittstelle nahtlos, sodass du dich nicht selbst durch das ELSTER-Portal navigieren musst. Zudem sollte die Software typische Fälle von Arbeitnehmer:innen vollständig abdecken: Minijob oder Teilzeitstelle, doppelte Haushaltsführung, wenn du am Arbeitsort eine eigene Wohnung hast, und natürlich Fahrtkosten zwischen Wohnort und Arbeitsstätte.

Bei den Fahrtkosten lohnt sich ein genauer Blick: Die Entfernungspauschale beträgt für die ersten 20 Kilometer 0,30 € pro Kilometer und ab dem 21. Kilometer 0,38 € pro Kilometer. Wer regelmäßig zwischen Wohn- und Arbeitsort pendelt – etwa an mehreren Tagen pro Woche –, kann hier einen relevanten Betrag zusammenbekommen. Gute Software fragt gezielt nach diesen Strecken und rechnet sie automatisch hoch.

Schließlich spielt die Kostenstruktur eine wichtige Rolle. Manche Anbieter bieten Basisversionen kostenlos oder zu einem günstigen Einstiegspreis an, der für einfache Arbeitnehmer-Fälle vollständig ausreicht. Zusatzmodule für Vermietung, Gewerbeeinkünfte oder Selbstständigkeit kosten dann extra – für den klassischen Angestelltenfall ist das aber meist nicht relevant. Prüfe also vorab, welche Fälle in welcher Version enthalten sind, damit du nicht für Funktionen zahlst, die du nicht brauchst.

AUF EINEN BLICK

  • Günstige Einsteiger-Software: Deckt Arbeitnehmer-Fälle inkl. Nebenjob gut ab; in der Regel ausreichend für Angestellte ohne Selbstständigkeit.
  • Mid-Range-Software: Bietet umfangreichere Assistenten, Steueroptimierungs-Hinweise und oft auch Steuertipps für Spezialfälle (z. B. Homeoffice, Kapitalerträge).
  • Premium-/Profi-Software: Für Freiberufler, Gewerbetreibende oder komplexe Anlageportfolios – für den klassischen Angestelltenfall meist überdimensioniert.
  • Web-basierte Dienste (SaaS): Keine Installation nötig, Updates automatisch – besonders praktisch für wechselnde Geräte im Alltag.

Typische Steuersoftware-Kategorien im Überblick

Erstausbildung vs. Zweitausbildung: Die steuerliche Behandlung von Ausbildungskosten unterscheidet sich erheblich – Bundesfinanzhof-Rechtsprechung und Gesetzgebung sind hier maßgeblich, Software bildet das jeweils gültige Recht ab.

Der Markt für Steuersoftware lässt sich grob in vier Kategorien einteilen – und je nach deiner Situation passt eine davon besser als die anderen. Die wichtigste kostenlose Option ist die offizielle ELSTER-Webanwendung der deutschen Finanzverwaltung. Sie ist für alle Steuerpflichtigen kostenlos zugänglich und ermöglicht die digitale Übermittlung der Steuererklärung. Der Nachteil: ELSTER bietet keinen geführten Assistenten. Du siehst primär die Originalformulare und musst selbst wissen, welche Felder du ausfüllen musst. Für Einsteiger:innen ohne Steuererfahrung kann das schnell überfordernd wirken.

Günstige Einsteiger-Software schließt diese Lücke. Sie deckt die gängigsten Arbeitnehmer-Fälle inkl. Nebenjob, Werbungskosten und Sonderausgaben gut ab. Für den typischen Fall einer angestellten Person mit Fahrtkosten und Weiterbildungskosten ist diese Kategorie in der Regel vollständig ausreichend. Wer hingegen im Ausland gearbeitet hat, eine steuerfreie Einnahme bezieht oder besondere Umstände vorliegen hat, profitiert möglicherweise von einer Mid-Range-Software. Diese Anwendungen bieten umfangreichere Assistenten, Steueroptimierungs-Hinweise und Unterstützung für Spezialfälle wie Auslandstätigkeiten oder bestimmte Einkunftsarten.

Am anderen Ende des Spektrums stehen Premium- und Profi-Lösungen, die sich vor allem an Freiberufler, Gewerbetreibende oder Personen mit komplexen Kapitalanlageportfolios richten. Für den klassischen Angestelltenfall sind diese meist überdimensioniert – und auch entsprechend teurer. Wer aber neben dem Hauptberuf selbstständig tätig ist, zum Beispiel als freie:r Grafiker:in oder Berater:in mit Gewerbe, sollte prüfen, ob die Mid-Range-Kategorie bereits ausreicht oder ob tatsächlich eine Profi-Lösung benötigt wird.

AUF EINEN BLICK

  • Privilegien bei der Sozialversicherung für bestimmte Beschäftigungsverhältnisse (Rentenversicherungspflicht bleibt, KV/PV/AV entfallen unter bestimmten Bedingungen) – das beeinflusst, was in der Steuererklärung einzutragen ist.
  • Bestimmte staatliche Leistungen sind steuerfrei und müssen nicht als Einkommen angegeben werden.
  • Stipendien: Grundsätzlich steuerfrei, jedoch gibt es Ausnahmen – gute Software weist auf diese hin.
  • Umzug aus beruflichen Gründen: Kosten können ggf. als Werbungskosten oder außergewöhnliche Belastungen angesetzt werden.

Steuerlich relevante Besonderheiten bei Aus- und Weiterbildung

Schritt 1 – Belege sammeln: Lohnsteuerbescheinigung (vom Arbeitgeber), Kontoauszüge für Weiterbildungskosten, Mietvertrag/Nebenkostenabrechnung, Fahrtkosten-Nachweise.

Eine der wichtigsten und gleichzeitig am häufigsten missverstandenen Unterscheidungen im Steuerrecht ist die zwischen Erstausbildung und Zweitausbildung. Bei einer Erstausbildung – also der ersten Berufsausbildung oder dem ersten Studium direkt nach der Schule ohne vorherige abgeschlossene Berufsausbildung – können Ausbildungskosten grundsätzlich nur als Sonderausgaben und damit nicht unbegrenzt geltend gemacht werden. Bei einer Zweitausbildung hingegen, zum Beispiel einem Aufbaustudium nach abgeschlossenem Bachelor oder einer Weiterbildung nach einer Berufsausbildung, können Ausbildungskosten als Werbungskosten abgezogen werden – potenziell in unbegrenzter Höhe. Die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs und die aktuelle Gesetzgebung sind hier maßgeblich. Gute Steuersoftware bildet das jeweils gültige Recht ab und stellt die richtigen Fragen, um deinen Fall korrekt einzuordnen.

Für Arbeitnehmer:innen in Teilzeit oder mit einem sogenannten Werkstudenten-Status gibt es eine wichtige sozialversicherungsrechtliche Besonderheit, die sich auf die Steuererklärung auswirkt: das sogenannte Werkstudenten-Privileg. Wer als ordentlich Eingeschriebene:r nicht mehr als 20 Stunden pro Woche arbeitet, bleibt in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung beitragsfrei – lediglich in der Rentenversicherung besteht Pflicht. Das bedeutet, dass deine Lohnabrechnung anders aussieht als die eines regulären Vollzeitbeschäftigten. Was dort eingetragen ist, muss korrekt in der Steuererklärung erfasst werden – Software hilft dabei, keine Position zu übersehen oder doppelt einzutragen.

Wer staatliche Förderungen wie etwa Ausbildungsförderung erhält, muss sich keine Sorgen machen: Diese Leistungen sind steuerfrei und müssen nicht als Einkommen in der Steuererklärung angegeben werden. Sie beeinflussen also weder die Steuerschuld noch eventuelle Rückerstattungen. Anders kann es bei Stipendien aussehen: Die meisten Stipendien, insbesondere die der großen deutschen Förderwerke, sind steuerfrei. Es gibt jedoch Ausnahmen – zum Beispiel wenn ein Stipendium eine Gegenleistung voraussetzt oder als Entgelt für eine Tätigkeit gezahlt wird. Hochwertige Steuersoftware weist auf diese Grenzfälle hin und fragt gezielt nach der Art des Stipendiums.

Für Sparer:innen und Anleger:innen mit Kapitalerträgen – etwa Zinsen oder Dividenden – gilt: Der Sparerpauschbetrag beträgt 1.000 € für Ledige bzw. 2.000 € für Zusammenveranlagte. Erträge bis zu dieser Grenze bleiben steuerfrei, sofern ein Freistellungsauftrag bei der Bank eingerichtet wurde. Darüber liegende Beträge werden mit der Abgeltungsteuer von 25 % besteuert, zuzüglich Solidaritätszuschlag. Gute Software berücksichtigt auch diese Aspekte und fragt, ob Kapitalerträge vorliegen.

AUF EINEN BLICK

  • Schritt 2 – Software auswählen und installieren/öffnen: Steuerjahr 2025 wählen (Software erscheint meist Anfang des Folgejahres).
  • Schritt 3 – Persönliche Daten & Steuer-ID eingeben: 11-stellige Steuer-Identifikationsnummer (auf jedem Lohnzettel oder Brief des Finanzamts).
  • Schritt 4 – Einkünfte erfassen: Lohn/Gehalt aus Nebenjob, ggf. Kapitalerträge, Vermietungseinnahmen.
  • Schritt 5 – Ausgaben eintragen: Aus- und Weiterbildungskosten, Werbungskosten, Sonderausgaben.

Steuererklärung Schritt für Schritt mit Software meistern

Pflichtveranlagung: Wer bestimmte Einkunftsgrenzen überschreitet oder mehrere Arbeitgeber hatte, muss eine Steuererklärung abgeben – Frist: in der Regel 31. Juli des Folgejahres (gesetzliche Frist, kann verlängert werden).

Der erste und oft unterschätzte Schritt ist das Sammeln aller relevanten Belege, bevor du die Software öffnest. Du benötigst die Lohnsteuerbescheinigung deines Arbeitgebers – sie wird dir automatisch am Jahresende zugestellt oder ist über das Online-Portal deines Arbeitgebers abrufbar. Zusätzlich brauchst du Kontoauszüge oder Quittungen für Weiterbildungskosten: Fachbücher, Kursgebühren, Seminargebühren, Zertifikatslehrgänge. Falls du eine eigene Wohnung hast, sind Mietvertrag und Nebenkostenabrechnung wichtig. Und für Fahrtkosten zwischen Wohn- und Arbeitsort solltest du eine Liste der Fahrten mit Datum und Streckenlänge anlegen.

Im zweiten Schritt wählst du die Software aus und richtest sie ein. Für das Steuerjahr 2025 erscheinen die meisten Programme Anfang 2026, da das Steuerjahr erst nach dem 31. Dezember abgeschlossen ist. Achte also darauf, die Version für das korrekte Steuerjahr zu wählen – Anfängerfehler passieren hier häufiger als man denkt. Danach gibst du im dritten Schritt deine persönlichen Daten ein: Name, Adresse, Geburtsdatum und vor allem die 11-stellige Steuer-Identifikationsnummer. Diese findest du auf jedem Brief des Finanzamts sowie auf deiner Lohnsteuerbescheinigung. Ohne sie ist keine Übermittlung ans Finanzamt möglich.

Schritt vier ist die eigentliche Kernaufgabe: die Erfassung deiner Einkünfte. Der wichtigste Posten ist der Lohn oder das Gehalt aus deiner beruflichen Tätigkeit – alle Angaben dazu stehen auf der Lohnsteuerbescheinigung. Falls du Kapitalerträge hattest, gibst du diese ebenfalls an, ebenso wie etwaige Vermietungseinnahmen. Danach folgt die Eingabe deiner abzugsfähigen Kosten: Werbungskosten, Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen. Hier spielt der geführte Assistent seine Stärke aus – er fragt systematisch ab, was du hattest, und sorgt dafür, dass du nichts Relevantes vergisst.

Am Ende prüfst du die Zusammenfassung, die die Software erstellt, und übermittelst die Erklärung digital ans Finanzamt. Du erhältst eine Bestätigung und in der Regel nach einigen Wochen den Steuerbescheid per Post. Vergleiche diesen sorgfältig mit den Angaben, die du gemacht hast – und lege Einspruch ein, wenn etwas nicht stimmt. Auch dafür gibt gute Software Hinweise.

AUF EINEN BLICK

  • Freiwillige Abgabe (Antragsveranlagung): Möglich rückwirkend für mehrere Jahre
  • Steuerberatende Personen verlängern die Abgabefrist automatisch – relevant für komplexere Fälle (Auslandstätigkeit, Selbstständigkeit).
  • Alle Angaben in der Steuererklärung müssen der Wahrheit entsprechen (§ 150 AO) – Steuersoftware ersetzt keine Rechtsberatung.
  • Änderungen durch das Jahressteuergesetz 2024/2025 können neue Felder oder geänderte Pauschalen bedeuten – aktuelle Software bildet das gültige Recht ab.

Fristen und rechtliche Rahmenbedingungen 2025 im Überblick

Bevor du die Steuererklärung angehst, lohnt es sich zu verstehen, wie viel Lohnsteuer bereits einbehalten wurde – das zeigt dir unser Brutto-Netto-Rechner.

Wer zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet ist – zum Beispiel weil mehrere Arbeitgeber gleichzeitig vorhanden waren, weil Einkünfte aus Selbstständigkeit vorliegen oder weil bestimmte Einkunftsgrenzen überschritten wurden –, muss die Erklärung in der Regel bis zum 31. Juli des Folgejahres einreichen. Das bedeutet für die Steuererklärung 2025, dass der gesetzliche Abgabetermin der 31. Juli 2026 ist. Dieser Termin kann unter bestimmten Umständen verlängert werden, zum Beispiel auf Antrag oder bei besonderen Situationen.

Wer hingegen freiwillig eine Steuererklärung abgibt – die sogenannte Antragsveranlagung –, hat deutlich mehr Zeit. Die freiwillige Erklärung kann rückwirkend für mehrere Jahre eingereicht werden. Das bedeutet: Wenn du in früheren Jahren nie eine Erklärung abgegeben hast, könntest du unter Umständen noch Erstattungen für zurückliegende Steuerjahre beantragen. Prüfe die genaue Frist für die Antragsveranlagung, die sich nach dem Jahr der Entstehung der Steuer richtet.

Wer eine steuerberatende Person hinzuzieht, profitiert automatisch von einer verlängerten Abgabefrist. Das ist besonders relevant, wenn dein Fall komplex ist – etwa durch Einkünfte aus dem Ausland, eine selbstständige Tätigkeit neben dem Hauptberuf oder besondere Einkunftsarten. Steuersoftware ist in diesen Grenzfällen hilfreich, ersetzt aber keine individuelle Rechtsberatung. Grundsätzlich gilt nach § 150 der Abgabenordnung (AO): Alle Angaben in der Steuererklärung müssen der Wahrheit entsprechen. Unrichtige Angaben – auch aus Versehen – können zu Nachzahlungen oder im Extremfall zu rechtlichen Konsequenzen führen.

AUF EINEN BLICK

  • Eingabe: Bruttogehalt aus deinem Arbeitsverhältnis, Steuerklasse, Kirchensteuerstatus, Bundesland.
  • Output: Nettolohn, aufgeschlüsselte Abzüge (Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag, Sozialversicherungsbeiträge).
  • Diese Zahlen kannst du direkt mit deiner Lohnsteuerbescheinigung abgleichen und so Unstimmigkeiten früh erkennen.
  • CTA: Jetzt Brutto-Netto-Rechner nutzen → /s/rechner/brutto-netto

Brutto-Netto-Rechner: Verstehe dein Gehalt vor der Steuererklärung

Werbungskostenpauschale nicht ausschöpfen: Gute Software weist automatisch auf den Pauschbetrag hin und fragt, ob höhere Kosten vorliegen.

Bevor du die Steuererklärung angehst, lohnt es sich, genau zu verstehen, wie viel Lohnsteuer dein Arbeitgeber bereits monatlich einbehalten hat. Viele Arbeitnehmer:innen schauen nur auf den Nettobetrag, der auf dem Konto ankommt, ohne die einzelnen Abzüge zu kennen. Dabei ist genau dieses Wissen entscheidend: Wenn du weißt, wie viel Lohnsteuer und Solidaritätszuschlag abgeführt wurde, kannst du besser einschätzen, mit welcher Erstattung du rechnen kannst.

Unser Brutto-Netto-Rechner zeigt dir auf Basis deines Bruttogehalts – also zum Beispiel aus deinem Hauptjob oder einer Nebentätigkeit – genau, welche Abzüge anfallen: Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und Sozialversicherungsbeiträge. Du gibst Steuerklasse, Kirchensteuerstatus und Bundesland ein und siehst sofort eine Aufschlüsselung. Diese Zahlen kannst du direkt mit deiner Lohnsteuerbescheinigung abgleichen. Stimmt der einbehaltene Betrag nicht überein, kann das ein Hinweis auf eine Unstimmigkeit sein – die du dann frühzeitig klären kannst, bevor du die fertige Erklärung einreichst.

Für alle, die in einem Minijob oder einer kurzfristigen Beschäftigung arbeiten, gilt außerdem: Der allgemeine GKV-Beitragssatz beträgt 14,6 %. Dank der Sonderregelung für geringfügig Beschäftigte entfällt dieser jedoch, solange du nicht mehr als 20 Stunden pro Woche arbeitest. Im Brutto-Netto-Rechner kannst du das entsprechend einstellen und siehst direkt, wie sich das auf deinen Nettolohn auswirkt. Das hilft dir nicht nur bei der Steuererklärung, sondern auch beim Verhandeln deines Lohns oder beim Vergleich verschiedener Stellen.

AUF EINEN BLICK

  • Steuer-ID vergessen oder falsch eingegeben: Führt zu Verzögerungen – Software validiert das Format.
  • Belege nicht aufbewahrt: Finanzämter können Nachweise anfordern – Digitalisierung und Ablage von Belegen direkt in der Software empfehlenswert.
  • Falsches Steuerjahr gewählt: Passiert vor allem Anfängern – Software fragt beim Start explizit nach.
  • Auslandskonten oder Stipendien vergessen: Manche Posten sind zwar steuerfrei, müssen aber trotzdem angegeben werden – Software-Assistenten fragen aktiv nach.

Häufige Fehler bei der Steuererklärung – und wie Software sie verhindert

Einer der häufigsten Fehler, den Einsteiger:innen machen, ist das Vergessen oder Unterschätzen der Werbungskostenpauschale. Das Finanzamt berücksichtigt automatisch einen Pauschbetrag für Werbungskosten – auch ohne Belege. Wer jedoch tatsächlich höhere Ausgaben hatte, zum Beispiel durch teure Fachbücher, Arbeitsmittel oder weite Fahrstrecken, kann mit belegten Kosten über den Pauschbetrag hinausgehen und so eine höhere Erstattung erzielen. Gute Steuersoftware weist dich aktiv darauf hin, fragt, ob deine tatsächlichen Kosten den Pauschbetrag übersteigen, und hilft dir, diese zu berechnen.

Ein weiterer typischer Fehler betrifft die Steuer-Identifikationsnummer. Wer sie falsch eingibt oder vergisst, löst Verzögerungen im Verfahren aus – das Finanzamt kann die Erklärung dann nicht korrekt zuordnen. Software validiert das Format der 11-stelligen Nummer automatisch und weist auf Eingabefehler hin, bevor die Erklärung übermittelt wird. Ähnlich verhält es sich mit dem falschen Steuerjahr: Vor allem Anfänger:innen öffnen manchmal versehentlich die Vorjahresversion der Software oder wählen beim Start das falsche Jahr aus. Gute Programme fragen beim Start explizit nach dem gewünschten Veranlagungsjahr und zeigen es prominent an.

Belege nicht aufzubewahren ist ein Fehler, der sich erst später rächt. Finanzämter können Nachweise für geltend gemachte Kosten anfordern – manchmal auch noch Monate nach dem Steuerbescheid. Wer Quittungen weggeworfen oder nie archiviert hat, kann diese Anforderungen nicht erfüllen und riskiert, dass die entsprechenden Ausgaben nicht anerkannt werden. Viele Steuerprogramme bieten daher integrierte Belegverwaltung oder zumindest die Möglichkeit, Dokumente digital zu hinterlegen. Das ist besonders praktisch, wenn du Quittungen direkt per Smartphone-Kamera einscannst und in der Software speicherst.

Schließlich unterschätzen viele Sparer:innen und Anleger:innen das Potenzial, vergangene Steuerjahre nachzuholen. Wer in früheren Jahren Lohnsteuer gezahlt hat, aber nie eine Erklärung einreichte, lässt möglicherweise Erstattungen verfallen. Steuersoftware macht es einfach, auch für ältere Steuerjahre – sofern die jeweilige Version verfügbar ist – eine Erklärung einzureichen und so ausstehende Rückerstattungen einzuholen.

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Häufige Fragen

Für Arbeitnehmer mit Nebenjob sind einfache Steuerprogramme oder die kostenlose Variante von ELSTER völlig ausreichend, da der Fall meist überschaubar ist. Kommerzielle Steuersoftware bietet zwar oft eine benutzerfreundlichere Oberfläche und hilfreiche Hinweise, ist aber nicht zwingend erforderlich.

Ja, ELSTER ist als offizielles Portal der Finanzverwaltung kostenlos nutzbar und reicht für die meisten Arbeitnehmer mit Nebenjob völlig aus. Sie können damit alle relevanten Formulare elektronisch ausfüllen und übermitteln, auch wenn die Bedienung etwas gewöhnungsbedürftig sein kann.

Ja, Aus- und Weiterbildungskosten können Sie als Werbungskosten oder Sonderausgaben absetzen, je nachdem, ob es sich um eine Erstausbildung oder eine Fortbildung handelt. Dazu zählen unter anderem Lehrgangsgebühren, Fachliteratur, Fahrtkosten und Arbeitsmittel wie Laptop oder Schreibtisch.

Die reguläre Abgabefrist für die Steuererklärung ist in der Regel der 31. Juli des Folgejahres, wobei Sie bei Nutzung von ELSTER oder Steuersoftware automatisch eine Fristverlängerung bis Ende Februar des übernächsten Jahres erhalten. Rückwirkend können Sie die Erklärung für bis zu vier Jahre abgeben, also für das Jahr 2026 noch bis Ende 2030.

Ja, steuerfreie Einnahmen wie Krankengeld müssen Sie in der Steuererklärung angeben, da sie als steuerfreier Betrag in der Anlage N oder im Mantelbogen erfasst werden. Der steuerfreie Teil dieser Einnahmen fließt in die Berechnung des sogenannten Progressionsvorbehalts ein, was sich auf Ihren Steuersatz auswirken kann.

Die Preise für Steuersoftware für Arbeitnehmer liegen in der Regel im unteren zweistelligen Bereich, wobei viele Anbieter spezielle Rabatte oder kostenlose Basisversionen anbieten. Konkrete Beträge variieren stark je nach Anbieter und Funktionsumfang, daher lohnt sich ein Vergleich.

Steuersoftware führt Sie Schritt für Schritt durch die Formulare und berechnet Ihre Steuer automatisch, während ein Steuerberater Ihre individuelle Situation persönlich prüft und rechtlich vertritt. Ein Steuerberater ist bei komplexen Fällen wie Selbstständigkeit oder Auslandssachverhalten sinnvoll, kostet aber in der Regel deutlich mehr als Software.

Ja, Sie können die Steuererklärung bequem mit dem Smartphone über die ELSTER-App oder die Apps kommerzieller Anbieter erstellen und einreichen. Die meisten Apps bieten eine vereinfachte Eingabe, die für einfache Fälle wie einen Nebenjob völlig ausreicht, auch wenn der Komfort am PC oft höher ist.

Quellen & Stand 09.07.2026

MS

StudySmarter-Redaktion

Finanz-Redaktion · StudySmarter
Marie macht Finanzthemen für Studierende verständlich – von der ersten Versicherung bis zum ersten Sparplan.

Redaktionell geprüft. Alle Zahlen mit Quellenangabe, Stand 09.07.2026. Dieser Artikel ist Finanzbildung – keine Rechts- oder Steuerberatung.

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