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Vermögenswirksame Leistungen günstig anlegen: So holst du das Maximum aus VL

Vermögenswirksame Leistungen sind Geld vom Arbeitgeber für deinen Vermögensaufbau. Mit der richtigen Anlageform und staatlicher Förderung machst du aus kleinen Beträgen ein solides Polster.

11 Kapitel · 13 Min. Lesezeit · Aktualisiert 12.10.2026

Das Wichtigste

  • VL sind freiwillige Zuschüsse des Arbeitgebers, meist zwischen 6 und 40 Euro monatlich.
  • Die Arbeitnehmersparzulage fördert VL-Fondssparpläne und VL-Bausparverträge, nicht aber Banksparpläne.
  • Die Einkommensgrenze für die Arbeitnehmersparzulage liegt bei 40.000 Euro zu versteuerndem Einkommen pro Person und Jahr.
  • Ein VL-Fondssparplan mit ETF bietet langfristig die höchste Renditechance, ein VL-Banksparplan ist die einfachste Variante.

01 · Grundlagen

Was sind vermögenswirksame Leistungen?

Vermögenswirksame Leistungen sind eine freiwillige Zusatzzahlung deines Arbeitgebers, die direkt in einen Sparvertrag fließt. Sie sind zweckgebunden und können nicht als Gehalt ausgezahlt werden.

Vermögenswirksame Leistungen sind in vielen Branchen üblich, auch wenn kein gesetzlicher Anspruch darauf besteht. Die monatliche Höhe liegt meist zwischen 6 und 40 Euro, wobei Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen den Betrag festlegen können. Als Studierende mit Nebenjob solltest du prüfen, ob dein Arbeitsvertrag oder der Tarifvertrag deiner Branche eine VL-Zahlung vorsieht.

Die Zahlung ist zweckgebunden und fließt direkt in einen Sparvertrag, nicht auf dein Girokonto. Du kannst zwischen Banksparplan, Bausparvertrag, Fondssparplan oder der Tilgung einer Baufinanzierung wählen. Eine gesetzliche Obergrenze für die Höhe der VL gibt es nicht.

Für dich als Studierende bedeutet das: Auch bei einem Minijob oder einer Werkstudentenstelle kannst du VL erhalten, wenn der Arbeitgeber sie zahlt. Die Beträge sind klein, summieren sich aber über die Jahre zu einem soliden Grundstock.

Kurz erklärt

Vermögenswirksame Leistungen (VL)

Geldleistung des Arbeitgebers, die direkt in einen VL-Vertrag (Banksparplan, Bausparvertrag, Fondssparplan oder Baufinanzierung) eingezahlt wird und dem Vermögensaufbau dient.

VL sind freiwillig, haben keine gesetzliche Obergrenze und werden häufig durch Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen geregelt.

02 · Vergleich

Welche Anlageformen für VL gibt es?

Du kannst deine vermögenswirksamen Leistungen in verschiedene Produkte einzahlen lassen. Die Wahl beeinflusst Rendite, Risiko und staatliche Förderung.

Die Wahl der Anlageform entscheidet darüber, ob du staatliche Förderung erhältst und wie hoch deine Renditechance ausfällt. Ein VL-Banksparplan ist sicher und unkompliziert, bringt aber keine Arbeitnehmersparzulage. Ein VL-Bausparvertrag wird mit 9 Prozent auf maximal 470 Euro jährlich gefördert und eignet sich, wenn du später Wohneigentum planst.

Der VL-Fondssparplan bietet die höchste Renditechance, weil dein Geld in Aktienfonds oder ETFs investiert wird. Dafür musst du Kursschwankungen aushalten können. Die staatliche Förderung beträgt hier 20 Prozent auf maximal 400 Euro im Jahr, also höchstens 80 Euro.

Für Studierende ist der Fondssparplan oft die beste Wahl, weil der Anlagehorizont von sieben Jahren lang genug ist, um Schwankungen auszugleichen. Wer kein Risiko eingehen möchte, fährt mit einem Banksparplan besser, verzichtet dann aber auf die Förderung.

Die wichtigsten VL-Anlageformen im Überblick
VL-BanksparplanVL-BausparvertragVL-Fondssparplan
Staatliche FörderungKeine ArbeitnehmersparzulageArbeitnehmersparzulage (9 % auf max. 470 EUR) und Wohnungsbauprämie möglichArbeitnehmersparzulage (20 % auf max. 400 EUR)
Verfügbarkeit nach 7 JahrenFrei verfügbarFrei verfügbar, Wert abhängig vom Kurs

03 · Schritt für Schritt

So funktioniert das Sparen mit vermögenswirksamen Leistungen

Der Ablauf ist bei allen Anlageformen ähnlich. Du schließt einen Vertrag ab, dein Arbeitgeber zahlt ein, und nach sieben Jahren kannst du über das Geld verfügen.

Der Ablauf ist bei allen Anlageformen gleich und dauert in der Regel sieben Jahre. In den ersten sechs Jahren wird eingezahlt, das siebte Jahr ist ein Ruhejahr. Danach kannst du frei über das angesparte Geld verfügen.

Nach dem sechsten Jahr kannst du bereits einen neuen Vertrag beginnen, damit die VL-Zahlungen deines Arbeitgebers ohne Unterbrechung weiterlaufen. Dein Anbieter informiert dich in der Regel automatisch über den Ablauf des alten Vertrags.

01

Anspruch prüfen

Erkundige dich bei deinem Arbeitgeber, Betriebsrat oder im Tarifvertrag, ob du VL erhältst und in welcher Höhe.

02

Anlageform wählen

Entscheide dich für einen VL-Banksparplan, VL-Bausparvertrag oder VL-Fondssparplan. Berücksichtige dabei deine Einkommenssituation und die staatliche Förderung.

03

VL-Vertrag abschließen

Schließe den Vertrag bei einer Bank, Bausparkasse oder einem Depotanbieter ab. Du erhältst ein Formular zur Bestätigung für deinen Arbeitgeber.

04

Arbeitgeber zahlen lassen

Dein Arbeitgeber überweist die VL direkt in deinen Vertrag. Du kannst den Betrag aus deinem Gehalt aufstocken, um die Förderung zu maximieren.

05

Sieben Jahre sparen

In den ersten sechs Jahren wird eingezahlt, das siebte Jahr ist Ruhejahr. Danach kannst du frei über das Geld verfügen.

04 · Was gilt

Wann zahlt der Staat die Arbeitnehmersparzulage?

Die Arbeitnehmersparzulage ist die staatliche Förderung für VL-Sparen. Sie ist an Einkommensgrenzen und bestimmte Anlageformen gebunden.

Die Arbeitnehmersparzulage ist an zwei Bedingungen geknüpft: die Anlageform und dein zu versteuerndes Einkommen. Gefördert werden VL-Fondssparpläne mit Aktienfondsanteil, VL-Bausparverträge und die Tilgung einer Baufinanzierung. Ein VL-Banksparplan geht leer aus.

Dein zu versteuerndes Einkommen darf 40.000 Euro pro Person und Jahr nicht übersteigen. Bei gemeinsam veranlagten Paaren liegt die Grenze bei 80.000 Euro. Wichtig ist, dass nicht dein Bruttoeinkommen zählt, sondern das zu versteuernde Einkommen nach Abzug von Freibeträgen und Werbungskosten.

Als Studierende liegst du mit deinem Einkommen aus Nebenjob oder Werkstudentenstelle in der Regel deutlich unter dieser Grenze. Du solltest die Förderung also auf jeden Fall beantragen, wenn du in einen förderfähigen Vertrag sparst.

Wird gefördert

·VL-Fondssparplan mit Aktienfondsanteil
·VL-Bausparvertrag
·Tilgung einer Baufinanzierung
·Zu versteuerndes Einkommen unter 40.000 EUR pro Person und Jahr
·Zu versteuerndes Einkommen unter 80.000 EUR bei gemeinsam veranlagten Paaren

Wird nicht gefördert

·VL-Banksparplan
·Zu versteuerndes Einkommen über 40.000 EUR pro Person und Jahr
·Zu versteuerndes Einkommen über 80.000 EUR bei gemeinsam veranlagten Paaren
·Auszahlung der VL als Gehaltsbestandteil

05 · Kosten

Wie viel Förderung bekommst du?

Die Höhe der Arbeitnehmersparzulage hängt von der Anlageform ab. Die Beträge sind jährlich gedeckelt.

Die Höhe der Arbeitnehmersparzulage hängt von der Anlageform ab und ist jährlich gedeckelt. Beim VL-Fondssparplan erhältst du 20 Prozent auf maximal 400 Euro, also höchstens 80 Euro pro Jahr. Beim VL-Bausparvertrag und bei der Tilgung eines Baukredits sind es 9 Prozent auf maximal 470 Euro, also höchstens 43 Euro jährlich.

Die Förderung wird nicht automatisch ausgezahlt, sondern nur auf Antrag über deine Steuererklärung. Die Arbeitnehmersparzulage wird für maximal 400 Euro beziehungsweise 470 Euro deiner jährlichen Sparleistung gewährt. Alles, was du darüber hinaus einzahlst, bleibt ungefördert.

Für Studierende lohnt sich besonders der Fondssparplan, weil die Förderung mit 80 Euro pro Jahr fast doppelt so hoch ausfällt wie beim Bausparvertrag. Voraussetzung ist, dass du die maximale Sparleistung von 400 Euro jährlich erreichst, notfalls durch eigene Beiträge.

Maximale jährliche Arbeitnehmersparzulage nach Anlageform

VL-Fondssparplan (20 % auf max. 400 EUR)80 EUR
VL-Bausparvertrag (9 % auf max. 470 EUR)43 EUR
Tilgung Baukredit (9 % auf max. 470 EUR)43 EUR
VL-Banksparplan0 EUR

06 · Hintergrund

VL-Fondssparplan: Lohnt sich die Anlage in Fonds?

Ein VL-Fondssparplan investiert deine vermögenswirksamen Leistungen in Investmentfonds oder ETFs. Das bietet langfristig die höchste Renditechance, ist aber mit Kursschwankungen verbunden.

Über die Laufzeit von sieben Jahren profitierst du von der langfristigen Entwicklung der Kapitalmärkte. Kurzfristige Verluste sind möglich, gleichen sich bei breit gestreuten Fonds über mehrere Jahre aber meist aus.

Die staatliche Förderung beträgt 20 Prozent auf maximal 400 Euro im Jahr, also höchstens 80 Euro jährlich. Damit ist der Fondssparplan die förderstärkste VL-Anlageform. Du kannst den Sparplan mit eigenen Beiträgen aufstocken, um die volle Förderung zu erhalten, falls dein Arbeitgeber weniger als 400 Euro pro Jahr einzahlt.

Für dich als Studierende ist der Fondssparplan besonders interessant, weil du Zeit hast, Kursschwankungen auszusitzen. Achte bei der Depotwahl auf niedrige laufende Kosten und die Möglichkeit, VL-fähige ETFs zu besparen. Nach sieben Jahren kannst du das Geld frei verwenden, zum Beispiel für den Berufseinstieg oder eine Weiterbildung.

Mit einem VL-Fondssparplan legst du die monatlichen Zahlungen deines Arbeitgebers in Aktienfonds oder ETFs an. Über einen Zeitraum von sieben Jahren kannst du von der langfristigen Entwicklung der Kapitalmärkte profitieren. Die staatliche Förderung beträgt 20 Prozent auf maximal 400 Euro im Jahr, also höchstens 80 Euro jährlich.

Ein großer Vorteil ist die Flexibilität: Du kannst den Sparplan mit eigenen Beiträgen aufstocken, um die volle Förderung zu erhalten. Achte bei der Auswahl des Depots auf niedrige laufende Kosten und die Möglichkeit, VL-fähige ETFs zu besparen. Nach sieben Jahren kannst du das angesparte Kapital frei verwenden oder weiter investieren.

Das Risiko liegt in den Kursschwankungen der Fonds. Ein Anlagehorizont von sieben Jahren federt kurzfristige Verluste in der Regel ab, eine Garantie auf den Erhalt des eingesetzten Kapitals gibt es jedoch nicht. Für sicherheitsorientierte Sparer kann ein VL-Banksparplan die bessere Wahl sein.

07 · Checkliste

VL-Bausparvertrag: Wann lohnt er sich?

Ein VL-Bausparvertrag kombiniert Sparen mit einem späteren Anspruch auf ein zinsgünstiges Darlehen. Er eignet sich besonders, wenn du Wohneigentum planst.

Er eignet sich vor allem, wenn du in den nächsten Jahren eine Immobilie kaufen oder modernisieren möchtest. Die staatliche Förderung beträgt 9 Prozent auf maximal 470 Euro jährlich, also höchstens 43 Euro.

Für Studierende ist der Bausparvertrag meist nur dann sinnvoll, wenn du bereits konkrete Pläne für Wohneigentum hast. Ohne diesen Bezug ist die Rendite niedrig und die Förderung geringer als beim Fondssparplan. Die Mindestlaufzeit für die volle staatliche Förderung beträgt sieben Jahre.

Du kannst den Bausparvertrag mit eigenen Zahlungen aufstocken, um die Bausparsumme zu erreichen und zusätzlich die Wohnungsbauprämie zu beantragen. Diese Kombination lohnt sich, wenn dein zu versteuerndes Einkommen unter 35.000 Euro pro Jahr liegt.

Ein VL-Bausparvertrag passt zu dir, wenn...

01

du in den nächsten Jahren eine Immobilie kaufen oder modernisieren möchtest

02

du Anspruch auf die Arbeitnehmersparzulage hast (zu versteuerndes Einkommen unter 40.000 EUR)

03

du zusätzlich die Wohnungsbauprämie beantragen kannst

04

du eine sichere Anlageform mit planbarer Verzinsung bevorzugst

05

du die VL-Beiträge mit eigenen Zahlungen aufstocken kannst, um die Bausparsumme zu erreichen

08 · Hintergrund

VL-Banksparplan: Die einfache Alternative

Ein VL-Banksparplan ist die unkomplizierteste Form des VL-Sparens. Du erhältst eine feste Verzinsung, aber keine staatliche Förderung.

Der VL-Banksparplan funktioniert wie ein klassischer Sparvertrag mit festem Zinssatz. Dein Arbeitgeber zahlt die VL ein, und nach sieben Jahren kannst du über das angesparte Kapital frei verfügen. Kursschwankungen gibt es nicht, dafür ist die Rendite im Vergleich zu Fondssparplänen niedrig.

Diese Variante lohnt sich vor allem, wenn du kein Risiko eingehen möchtest oder dein zu versteuerndes Einkommen über der Fördergrenze von 40.000 Euro liegt. Banksparpläne werden nicht staatlich gefördert, die Arbeitnehmersparzulage entfällt also.

Für Studierende ist der Banksparplan nur die zweite Wahl, weil du auf die Förderung verzichtest. Wenn du jedoch kurzfristig auf das Geld angewiesen bist oder keine Wertschwankungen akzeptieren willst, bietet er eine sichere und unkomplizierte Lösung.

Der VL-Banksparplan funktioniert wie ein klassischer Sparvertrag: Dein Arbeitgeber zahlt die VL ein, und du bekommst einen festen Zinssatz. Nach sieben Jahren kannst du über das angesparte Kapital frei verfügen. Die Rendite ist im Vergleich zu Fondssparplänen niedrig, dafür gibt es keine Kursschwankungen.

Diese Variante lohnt sich vor allem, wenn du kein Risiko eingehen möchtest oder dein zu versteuerndes Einkommen über der Fördergrenze liegt. Da Banksparpläne nicht staatlich gefördert werden, entgeht dir die Arbeitnehmersparzulage. Du kannst den Vertrag aber jederzeit mit eigenen Beiträgen aufstocken.

Achte bei der Auswahl auf die Konditionen: Manche Banken verlangen Kontoführungsgebühren oder einen Mindestsparbetrag. Ein Vergleich lohnt sich, denn die Zinssätze unterscheiden sich deutlich.

09 · Was gilt

Arbeitgeberzuschuss und Tarifvertrag: So viel VL bekommst du

Die Höhe der vermögenswirksamen Leistungen ist Verhandlungssache oder im Tarifvertrag festgelegt. Eine gesetzliche Obergrenze gibt es nicht.

In vielen Branchen sind Beträge zwischen 6 und 40 Euro pro Monat üblich. Eine gesetzliche Obergrenze gibt es nicht, auch wenn viele Arbeitgeber maximal 40 Euro zahlen.

Als Studierende mit Nebenjob solltest du aktiv nachfragen, ob dein Arbeitgeber VL zahlt. Der Anspruch kann sich aus dem Tarifvertrag deiner Branche ergeben, auch wenn er nicht in deinem individuellen Arbeitsvertrag steht. Ohne eine entsprechende Vereinbarung besteht kein gesetzlicher Anspruch auf VL.

Wenn dein Arbeitgeber weniger zahlt, als du für die volle staatliche Förderung benötigst, kannst du den Betrag aus deinem Gehalt aufstocken. Das lohnt sich besonders beim Fondssparplan, wo du für 400 Euro jährlich die maximale Förderung von 80 Euro erhältst.

Anspruchsgrundlage

·Tarifvertrag deiner Branche
·Betriebsvereinbarung
·Arbeitsvertrag
·Freiwillige Zahlung des Arbeitgebers

Kein Anspruch

·Gesetzlicher Anspruch für alle Arbeitnehmer
·Automatische Zahlung ohne Vereinbarung
·Auszahlung als Gehaltsbestandteil

10 · Fehler vermeiden

Typische Fehler beim VL-Sparen vermeiden

Viele Arbeitnehmer verschenken bares Geld, weil sie sich nicht um ihre VL kümmern oder die falsche Anlageform wählen. Diese Fehler solltest du vermeiden.

Der häufigste Fehler ist, sich gar nicht um vermögenswirksame Leistungen zu kümmern. Viele Arbeitnehmer wissen nicht, dass ihr Arbeitgeber VL zahlt, und lassen das Geld liegen. Frage aktiv bei deinem Arbeitgeber oder Betriebsrat nach, ob du anspruchsberechtigt bist.

Ein weiterer Fehler ist die Wahl der falschen Anlageform. Wer förderberechtigt ist, aber einen Banksparplan abschließt, verschenkt die Arbeitnehmersparzulage. Prüfe dein zu versteuerndes Einkommen, bevor du dich für eine Anlageform entscheidest. Das zu versteuernde Einkommen ist oft deutlich niedriger als dein Bruttoeinkommen.

Viele vergessen auch, die Förderung über die Steuererklärung zu beantragen. Die Arbeitnehmersparzulage wird nicht automatisch ausgezahlt. Nach sieben Jahren solltest du außerdem rechtzeitig einen neuen Vertrag abschließen, damit die VL-Zahlungen deines Arbeitgebers weiterlaufen.

Die häufigsten Fehler im Umgang mit vermögenswirksamen Leistungen

·VL nicht beantragen: Viele wissen nicht, dass ihr Arbeitgeber VL zahlt. Frage aktiv nach.
·Falsche Anlageform wählen: Ein Banksparplan bringt keine Förderung, obwohl du anspruchsberechtigt wärst.
·Einkommensgrenze falsch einschätzen: Das zu versteuernde Einkommen ist oft niedriger als das Bruttoeinkommen.
·Förderung nicht beantragen: Die Arbeitnehmersparzulage gibt es nur auf Antrag über die Steuererklärung.
·Vertrag nach sieben Jahren vergessen: Ohne neuen Vertrag entgehen dir weitere VL-Zahlungen des Arbeitgebers.
·Zu hohe Kosten akzeptieren: Ausgabeaufschläge und Depotgebühren fressen die Rendite von Fondssparplänen.

11 · Im Vertrag

Wohnungs­bauprämie: Zusätzliche Förderung für Bausparer

Neben der Arbeitnehmersparzulage können Bausparer die Wohnungsbauprämie erhalten. Sie ist eine weitere staatliche Zulage für das Bausparen.

Sie beträgt 10 Prozent auf maximal 700 Euro Sparleistung pro Jahr, also höchstens 70 Euro. Die Prämie wird nur für Bausparverträge gewährt, nicht für Fondssparpläne oder Banksparpläne.

Dein zu versteuerndes Einkommen darf 35.000 Euro pro Person und Jahr nicht übersteigen, bei gemeinsam veranlagten Paaren liegt die Grenze bei 70.000 Euro. Der Bausparvertrag muss mindestens sieben Jahre laufen, damit die volle Prämie ausgezahlt wird.

Für Studierende ist die Wohnungsbauprämie nur relevant, wenn du einen Bausparvertrag abschließt und dein Einkommen unter der Grenze liegt. In diesem Fall kannst du die Prämie zusätzlich zur Arbeitnehmersparzulage beantragen und so die staatliche Förderung kombinieren.

Wohnungsbauprämie: Die wichtigsten Fakten

FörderhöheZulageDie Wohnungsbauprämie beträgt 10 Prozent auf maximal 700 Euro Sparleistung pro Jahr, also höchstens 70 Euro.
EinkommensgrenzeVoraussetzungDas zu versteuernde Einkommen darf 40.000 Euro pro Person und Jahr nicht übersteigen, bei gemeinsam veranlagten Paaren 80.000 Euro.
AnlageformBindungDie Prämie wird nur für Bausparverträge gewährt, nicht für Fondssparpläne oder Banksparpläne.
SperrfristLaufzeitDer Bausparvertrag muss mindestens sieben Jahre laufen, damit die volle Prämie ausgezahlt wird.

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FinanzredaktionAktualisiert am 12.10.2026