Weiterbildung finanzieren: Die Förderwege im Vergleich
Welche Förderung passt, entscheiden dein Ziel und deine Arbeitssituation. Unterscheide beruflichen Wiedereinstieg, Qualifizierung im Betrieb, Aufstiegsfortbildung und Zeit für Weiterbildung.
01 · Ratgeber
Arbeitsuchend oder von Arbeitslosigkeit bedroht
Ein Bildungsgutschein kann eine zugelassene Weiterbildung oder Umschulung unterstützen, wenn die Voraussetzungen passen. Zeige, welche Qualifikation dir für eine realistische Beschäftigung fehlt. Besprich Kurskosten und Lebensunterhalt gemeinsam.
- Wenn zunächst Orientierung, Bewerbung oder Vermittlung im Vordergrund stehen, kann eine andere Unterstützung wie ein passendes Coaching sinnvoll sein. Ein AVGS und ein Bildungsgutschein verfolgen unterschiedliche Ziele und sollten entsprechend ausgewählt werden.
Kurse von 1.699 Anbietern stehen im Katalog; die meisten bietet velpTEC GmbH an (1.542 Kurse).
Kurse in Zahlen
67.671 der 68.377 Kurse (99 %) sind im Katalog als förderfähig gekennzeichnet.
02 · Ratgeber
Im bestehenden Arbeitsverhältnis lernen
Bei einer weitergehenden Qualifizierung im Betrieb lohnt sich ein gemeinsamer Plan mit dem Arbeitgeber. Der Arbeitgeber-Service kann zu Lehrgangskosten und möglicher Unterstützung während der Lernzeit beraten.
- Bildungszeit beziehungsweise Bildungsurlaub betrifft dagegen die Freistellung nach den jeweils geltenden Regeln. Bezahlte Lernzeit heißt nicht, dass auch Kurs, Reise und Unterkunft übernommen werden.
03 · Ratgeber
Einen höheren Berufsabschluss anstreben
Für bestimmte berufliche Aufstiegsfortbildungen, beispielsweise zum Meister, Techniker oder Fachwirt, kommt Aufstiegs-BAföG infrage. Maßnahmekosten und möglicher Unterhalt sind dabei getrennt zu betrachten.
- Beispiel: Eine beschäftigte Fachkraft vergleicht einen Meisterkurs. Sie prüft zunächst die Förderfähigkeit des Abschlusses, anschließend Lehrgangsgebühren, Unterrichtsform und den möglichen Unterhaltsbedarf. Eine allgemeine Förderung für irgendeinen kurzen Kurs wäre hier nicht der passende Ausgangspunkt.
04 · Ratgeber
Eigenanteil und nächste Schritte ordnen
Notiere Kursgebühr, Prüfung, Material, Fahrt und mögliche Betreuung. Ziehe nur zugesagte Erstattungen ab und vermerke, wann Zahlungen fällig werden. So erkennst du, welche Kosten tatsächlich bei dir bleiben.
- Beruflich veranlasste eigene Ausgaben können auch steuerlich relevant sein. Eine mögliche Steuerwirkung ersetzt jedoch keine unmittelbare Finanzierung. Sammle Belege und kläre die Einordnung für deine Situation.
Häufige Fragen
Weiterbildung finanzieren: 5 Fragen, kurz beantwortet
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Vom Vergleich zur passenden Weiterbildung
Wähle zwei Angebote mit demselben Lernziel. Entscheidend sind Abschluss, Übungsanteil, Lernzeit und dein Kostenanteil.
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