Der Weg zum Personalreferenten bzw. zur Personalreferentin ist nicht einheitlich vorgeschrieben – anders als bei klassischen Ausbildungsberufen führen mehrere Routen zum Ziel. Ob über Studium, kaufmännische Weiterbildung oder eine geförderte Umschulung: Entscheidend ist am Ende, dass du die praktischen und rechtlichen Grundlagen der Personalarbeit sicher beherrschst. Dieser Guide zeigt dir die gängigsten Wege und wie du für dich den passenden findest.
Primärquellen zu diesem Abschnitt: BA-Merkblatt 6 · BA: Bildungsgutschein · § 81 SGB III · Rechtsstand 07/2026.
⚡ Das Wichtigste in Kürze
- Am häufigsten führt der Weg über ein betriebswirtschaftliches Studium mit Schwerpunkt Personal oder Human Resources, alternativ über eine kaufmännische Ausbildung, zum …
- Für Berufserfahrene, die sich neu orientieren wollen, bietet sich häufig eine geförderte Umschulung bei einem AZAV-zertifizierten Bildungsträger an.
- Unabhängig vom gewählten Ausbildungsweg erwarten Arbeitgeber von Personalreferent:innen eine Mischung aus Fachwissen und persönlichen Kompetenzen.
Die klassischen Zugangswege
Am häufigsten führt der Weg über ein betriebswirtschaftliches Studium mit Schwerpunkt Personal oder Human Resources, alternativ über eine kaufmännische Ausbildung, zum Beispiel als Kaufmann bzw. Kauffrau für Büromanagement, mit anschließender Aufstiegsweiterbildung zum Personalfachkaufmann oder zur Personalfachkauffrau. Beide Wege vermitteln fundiertes Fachwissen in Arbeitsrecht, Personalwirtschaft und Recruiting und werden von Arbeitgebern entsprechend anerkannt.
Diese klassischen Wege haben den Vorteil, dass sie sehr etabliert sind und dir ein breites Fachwissen mitgeben, das für nahezu jede Personalabteilung relevant ist. Der Nachteil: Sie dauern oft mehrere Jahre und setzen meist bereits eine kaufmännische Grundausbildung oder ein Abitur voraus, was für Quereinsteiger:innen aus anderen Berufsfeldern eine Hürde sein kann.
Wer bereits mitten im Berufsleben steht und sich beruflich neu orientieren möchte, findet in diesen klassischen Wegen daher nicht immer die praktikabelste Lösung – hier lohnt sich der Blick auf alternative, kompaktere Formate.
Eine gezielte, kompakte Weiterbildung oder eine geförderte Umschulung führt in der Regel schneller zum Einstieg als ein klassisches Studium, besonders wenn du bereits Berufserfahrung mitbringst.
Alternative Wege: Umschulung und Weiterbildung
Für Berufserfahrene, die sich neu orientieren wollen, bietet sich häufig eine geförderte Umschulung bei einem AZAV-zertifizierten Bildungsträger an. Sie vermittelt die zentralen Inhalte der Personalarbeit – von Personalbeschaffung über Arbeitsrecht bis zu Gehaltsabrechnung und Personalentwicklung – kompakter und praxisnäher als ein klassisches Studium und ist speziell auf Erwachsene mit Berufserfahrung ausgerichtet.
- Umschulung: strukturierter, meist mehrmonatiger Weg mit anerkanntem Abschluss
- Kompaktweiterbildung: kürzeres Format zur gezielten Vertiefung einzelner HR-Themen
- Aufstiegsweiterbildung: baut auf vorhandener kaufmännischer Ausbildung auf
- Duales oder berufsbegleitendes Studium: parallel zum Job studieren
Welches Format zu dir passt, hängt von deiner bisherigen Ausbildung, deiner Lebenssituation und deinem Zeitrahmen ab. Ein Beratungsgespräch bei der Agentur für Arbeit oder direkt bei einem Bildungsträger hilft dir, realistisch einzuschätzen, welcher Weg für dich am sinnvollsten ist.
Primärquellen zu diesem Abschnitt: BA: Bildungsgutschein · § 81 SGB III · Rechtsstand 07/2026.
Was du im Berufsalltag mitbringen solltest
Unabhängig vom gewählten Ausbildungsweg erwarten Arbeitgeber von Personalreferent:innen eine Mischung aus Fachwissen und persönlichen Kompetenzen. Dazu zählen Kommunikationsstärke, ein sicherer Umgang mit vertraulichen Informationen, Organisationsgeschick und ein grundlegendes Verständnis für arbeitsrechtliche Zusammenhänge. Diese Fähigkeiten lassen sich sowohl im Studium als auch in einer praxisorientierten Umschulung erwerben und werden in der Regel durch Praktika oder Praxisphasen vertieft.
Wichtig ist außerdem eine gewisse digitale Affinität, da viele HR-Prozesse heute über spezialisierte Software abgewickelt werden, von der Bewerberverwaltung bis zur digitalen Personalakte. Wer sich hier frühzeitig einarbeitet, verbessert die eigenen Chancen auf dem Arbeitsmarkt deutlich.
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Stand 07/2026: Förderumfang und Höchstbeträge nach BA-Merkblatt 6; Voraussetzungen nach § 81 SGB III. Maßgeblich sind dein Bescheid und die individuelle Beratung.