MagazineFinanzenKostenlos starten
FinanzenVersicherung Smart Tan Plus
FinanzbildungSmart10 Min.

Smart TAN plus So funktioniert das TAN-Verfahren – einfach erklärt

Smart TAN plus einfach erklärt: manuell, optisch, Volksbank & Co. – So funktioniert der TAN-Generator sicher. Tipps & junge Erwachsene.

Smart TAN plusRechnerGrundlagen des
Das Wichtigste in 30 Sekunden
  • Smart TAN plus ist ein chipkartenbasiertes TAN-Verfahren für das Online-Banking, das von vielen Volks- und Raiffeisenbanken sowie Sparkassen eingesetzt wird.
  • Für die Nutzung wird ein physischer TAN-Generator (Lesegerät) benötigt, in den die eigene Bankkarte eingesteckt wird.
  • Das Verfahren erzeugt transaktionsspezifische Einmal-TANs – jede generierte TAN ist nur für genau eine Überweisung gültig.
  • Smart TAN plus gilt als deutlich sicherer als veraltete iTAN-Listen, weil die TAN an konkrete Transaktionsdaten gebunden ist.

Smart TAN plus: Das Wichtigste auf einen Blick

Smart TAN plus ist ein chipkartenbasiertes TAN-Verfahren für das Online-Banking, das von vielen Volks- und Raiffeisenbanken sowie Sparkassen eingesetzt wird.

Smart TAN plus ist ein chipkartenbasiertes Einmal-TAN-Verfahren für das Online-Banking, das besonders bei Volksbanken, Raiffeisenbanken und Sparkassen verbreitet ist. Es gilt als eines der sichersten klassischen TAN-Verfahren – weil jede generierte TAN fest an eine konkrete Transaktion gebunden ist und ohne physisches Lesegerät gar nicht erst entstehen kann.

Kurz zusammengefasst: Du steckst deine Bankkarte in einen kleinen TAN-Generator, gibst deine PIN ein und erhältst eine transaktionsspezifische Einmal-TAN – entweder durch manuelle Dateneingabe oder durch automatisches Einlesen per Flickercode vom Bildschirm. Die TAN gilt nur für genau diesen einen Auftrag und wird danach wertlos.

AUF EINEN BLICK

  • Für die Nutzung wird ein physischer TAN-Generator (Lesegerät) benötigt, in den die eigene Bankkarte eingesteckt wird.
  • Das Verfahren erzeugt transaktionsspezifische Einmal-TANs – jede generierte TAN ist nur für genau eine Überweisung gültig.
  • Smart TAN plus gilt als deutlich sicherer als veraltete iTAN-Listen, weil die TAN an konkrete Transaktionsdaten gebunden ist.
  • Für Verbraucher, die ihr Konto gerade erst eröffnet haben, ist es wichtig, das Verfahren von modernen App-basierten Alternativen (z. B. pushTAN, photoTAN) zu unterscheiden.

Rechner: Wie viel Absicherung brauchst du?

Schätze deinen monatlichen Bedarf mit den Reglern – Orientierung, kein Angebot.

Bedarfs-Rechner: Wie viel Absicherung brauchst du?

Grundlagen des Verfahrens verständlich erklärt

Beim manuellen Verfahren werden die Transaktionsdaten (Betrag, Empfänger-IBAN) vom Nutzer selbst über die Tastatur des TAN-Generators eingegeben.

Smart TAN plus ist ein chipkartenbasiertes TAN-Verfahren, das seit vielen Jahren im deutschen Online-Banking eingesetzt wird. Im Kern geht es um die Erzeugung von Einmal-Transaktionsnummern, die ausschließlich für einen einzigen Zahlungsauftrag gültig sind. Wer eine Überweisung tätigen möchte, benötigt dafür ein physisches Lesegerät – den sogenannten TAN-Generator – sowie die eigene Girocard (früher EC-Karte). Erst die Kombination aus Karte, PIN und Transaktionsdaten ergibt eine gültige TAN. Das Verfahren ist damit grundlegend anders als ältere Methoden: Früher enthielten TAN-Listen schlicht nummerierte Codes, die unabhängig vom Verwendungszweck eingelöst werden konnten. Genau diese Schwäche machten sich Kriminelle mit sogenannten Man-in-the-Middle-Angriffen zunutze.

Der entscheidende Sicherheitsvorteil liegt in der transaktionsspezifischen Bindung. Der TAN-Generator errechnet die Einmal-TAN unter Einbeziehung konkreter Auftragsdaten – mindestens Betrag und Empfänger-IBAN. Wer also versucht, eine abgefangene TAN für einen anderen Auftrag zu missbrauchen, scheitert zwangsläufig, weil die Bank bei der Prüfung feststellt, dass TAN und Transaktionsdaten nicht zusammenpassen. Dieses Prinzip nennt sich in der Fachsprache „dynamische Authentifizierung" und entspricht den Anforderungen der europäischen Zahlungsdiensterichtlinie PSD2 an die Starke Kundenauthentifizierung.

Smart TAN plus ist ein branchenweiter Standard, der nicht auf eine einzige Bank beschränkt ist. Viele Genossenschaftsbanken (Volksbank, Raiffeisenbank) sowie zahlreiche Sparkassen nutzen dieses Verfahren oder eine eng verwandte Variante davon. Für Verbraucher, die vielleicht gerade ihr erstes eigenes Girokonto eröffnen, ist es wichtig zu wissen: Das Verfahren erfordert weder ein Smartphone noch eine Internetverbindung auf dem Lesegerät selbst. Das macht es besonders unabhängig und robust – ein klarer Vorteil gegenüber rein App-basierten Lösungen. Auch wenn der TAN-Generator einmal gesperrt werden sollte, lässt sich das Gerät in vielen Fällen über die Bank wieder freischalten lassen.

AUF EINEN BLICK

  • Schritt 1: Bankkarte in den TAN-Generator einstecken und PIN eingeben.
  • Schritt 2: Gewünschte Funktion (z. B. 'Überweisung') am Generator auswählen.
  • Schritt 3: Transaktionsdaten manuell eingeben – Betrag und die letzten Stellen der Ziel-IBAN.
  • Schritt 4: Der Generator errechnet eine einmalige TAN, die im Online-Banking-Formular eingetragen wird.

Schritt-für-Schritt: So nutzt du das manuelle Verfahren

Beim optischen Verfahren werden die Transaktionsdaten automatisch per Flickercode oder QR-Code vom Bildschirm auf den TAN-Generator übertragen – kein manuelles Eintippen nötig.

Beim manuellen Smart-TAN-plus-Verfahren gibst du alle relevanten Transaktionsdaten selbst über die Tastatur des TAN-Generators ein. Das klingt aufwendiger als es ist: In der Praxis dauert der Vorgang weniger als eine Minute. Entscheidend ist, dass du dabei stets die Daten im Browser mit den Daten auf dem Generator-Display abgleichst. Der Ablauf ist bei nahezu allen teilnehmenden Banken identisch.

Der erste Schritt ist denkbar einfach: Du steckst deine Girocard in den Kartenschlitz des TAN-Generators und gibst deine Karten-PIN ein. Das Gerät überprüft daraufhin den Chip der Karte und schaltet sich für die weitere Nutzung frei. Im zweiten Schritt wählst du am Generator die gewünschte Funktion aus – bei einer normalen Überweisung in der Regel die Option „Überweisung" oder eine ähnlich bezeichnete Funktion, je nach Gerätemodell deiner Bank. Im dritten Schritt tippst du die Transaktionsdaten manuell ein: zunächst den Überweisungsbetrag, anschließend die letzten Stellen der Empfänger-IBAN. Welche Stellen genau abgefragt werden, zeigt dir der Generator per Anweisung im Display an.

Nach der Eingabe berechnet der Generator auf Basis dieser Daten und des Chips in deiner Karte eine individuelle TAN und zeigt sie im Display an. Diese TAN gibst du dann im Online-Banking-Portal deiner Bank ein, um den Auftrag zu bestätigen. Wichtig: Die TAN ist zeitlich begrenzt gültig – in der Regel nur wenige Minuten. Nutze sie also zeitnah und gib sie unter keinen Umständen telefonisch oder per E-Mail an Dritte weiter. Banken fragen TANs niemals aktiv ab.

AUF EINEN BLICK

  • Schritt 1: Bankkarte in das Lesegerät stecken und TAN-Generator an den Bildschirm halten.
  • Schritt 2: Der integrierte Lichtsensor liest den animierten Strichcode (Flickercode) von der Webseite ein.
  • Schritt 3: Der Generator zeigt die ausgelesenen Transaktionsdaten an – diese müssen zwingend geprüft werden.
  • Schritt 4: Nach Bestätigung wird die TAN generiert und im Browser eingetragen.

Flickercode und QR-Code: Das optische Verfahren im Detail

Smart TAN plus ist ein branchenweiter Standard, der vor allem bei Genossenschaftsbanken (Volksbank, Raiffeisenbank) und Sparkassen verbreitet ist.

Das optische Verfahren ist die komfortablere Variante von Smart TAN plus und setzt voraus, dass dein TAN-Generator über einen integrierten Lichtsensor verfügt. Statt die Transaktionsdaten manuell einzutippen, werden sie automatisch vom Bildschirm auf das Lesegerät übertragen – entweder über einen animierten Strichcode (Flickercode, auch Blinkcode genannt) oder in manchen Varianten über einen QR-Code. Das spart Zeit und minimiert Tippfehler bei der Dateneingabe.

Der Ablauf beginnt genauso wie beim manuellen Verfahren: Girocard einlegen, PIN eingeben. Anschließend hältst du den TAN-Generator mit seinem Lichtsensor an die entsprechende Stelle auf deinem Bildschirm, an der der Flickercode angezeigt wird. Das Gerät liest die blinkenden Licht-Dunkel-Sequenzen aus und dekodiert daraus die verschlüsselten Transaktionsdaten. Sobald der Einlesevorgang abgeschlossen ist, zeigt das Display des Generators die ausgelesenen Daten im Klartext an – also Betrag und IBAN des Empfängers.

Dieser Kontrollschritt ist absolut entscheidend und darf niemals übersprungen werden: Vergleiche die auf dem Generator angezeigten Daten sorgfältig mit den Daten, die du im Browser eingegeben hast. Stimmen Betrag oder IBAN nicht überein, deutet das auf einen Manipulationsversuch hin – einen sogenannten Man-in-the-Browser-Angriff, bei dem Schadsoftware die Transaktionsdaten im Browser heimlich verändert. In diesem Fall: Vorgang sofort abbrechen, Generator nicht bestätigen und die Bank informieren. Erst wenn alle Daten übereinstimmen, bestätigst du am Generator und gibst die angezeigte TAN im Browser ein.

Praktischer Tipp: Funktioniert das optische Einlesen nicht auf Anhieb, erhöhe die Bildschirmhelligkeit auf Maximum und reduziere störendes Umgebungslicht – zum Beispiel durch das Abschirmen mit der Hand. Bei einigen älteren Gerätemodellen kann es helfen, den Abstand zwischen Sensor und Bildschirm leicht zu variieren. Gelingt das Einlesen trotzdem nicht, ist das manuelle Verfahren jederzeit als Alternative verfügbar.

AUF EINEN BLICK

  • Die Bedienung ist über alle teilnehmenden Banken hinweg nahezu identisch – der TAN-Generator funktioniert nur in Kombination mit der Girocard der jeweiligen Hausbank.
  • Manche Banken stellen das Lesegerät kostenlos zur Verfügung; bei anderen fällt eine geringe einmalige Schutzgebühr an – Details direkt bei der eigenen Bank erfragen.
  • Wichtig für Verbraucher:innen mit Bankwechsel: Ein TAN-Generator einer anderen Bank (z. B. Volksbank Mittelhessen) kann nicht mit einer Karte einer dritten Bank genutzt werden.
  • Viele Banken planen oder vollziehen gerade den Wechsel von Smart TAN plus zu App-basierten Verfahren (pushTAN) – aktuelle Informationen gibt es im Online-Banking-Portal der eigenen Bank.

Welche Banken nutzen Smart TAN plus – und was Verbraucher:innen wissen müssen

Eine Sperrung kann ausgelöst werden durch zu häufige Falscheingaben der PIN am Generator, Verdacht auf Betrug durch die Bank oder eine veraltete/defekte Bankkarte.

Smart TAN plus ist kein Produkt einer einzelnen Bank, sondern ein branchenweiter Standard, der vor allem im Genossenschaftsbanken-Verbund (Volksbank, Raiffeisenbank, PSD Bank) und bei vielen Sparkassen eingesetzt wird. Die gute Nachricht für alle, die das Verfahren von einer Bank kennen: Die Bedienung ist nahezu identisch, unabhängig davon, bei welcher Filiale oder Regionalbank das Konto geführt wird. Das Prinzip und die Schrittfolge bleiben gleich.

Eine wichtige Einschränkung sollte jedoch bekannt sein: Der TAN-Generator ist stets an die Girocard der jeweiligen Hausbank gebunden. Ein Lesegerät, das von der Volksbank Mittelhessen ausgegeben wurde, funktioniert nicht mit der Karte einer anderen Bank – selbst wenn es sich ebenfalls um eine Volksbank handelt, sofern es sich um eine eigenständige Genossenschaft handelt. Der Chip auf deiner Karte und die Sicherheitszertifikate des Generators müssen zusammenpassen. Wer also zu einer anderen Bank wechselt oder das Konto zu einer anderen Filiale überträgt, sollte rechtzeitig einen neuen Generator beantragen.

Was kostet der TAN-Generator? Das ist von Bank zu Bank unterschiedlich. Manche Institute stellen das Gerät kostenfrei zur Verfügung, andere erheben eine geringe einmalige Schutzgebühr. Verbindliche Preisangaben lassen sich hier nicht nennen – erkundige dich direkt bei deiner Hausbank oder schau in die aktuelle Preisliste, die Banken nach dem Preis- und Leistungsverzeichnis transparent ausweisen müssen. Für alle, die ein neues Konto eröffnen oder ein bestehendes Konto vergleichen, lohnt sich der Blick auf die Konditionen: Oft sind Generator-Ausgabe und Kontoführung bei bestimmten Kontomodellen günstiger als im Standard-Konto.

AUF EINEN BLICK

  • Sofortmaßnahme: Die Bank-Hotline oder den zentralen Sperr-Notruf kontaktieren, um den Status zu klären.
  • Der zentrale Sperr-Notruf für Bankkarten in Deutschland ist rund um die Uhr erreichbar – die Nummer sollte im Handy gespeichert sein.
  • Bei gesperrtem TAN-Generator: Manche Banken ermöglichen vorübergehend die Nutzung eines alternativen TAN-Verfahrens (z. B. SMS-TAN) bis das Problem gelöst ist.
  • Vorbeugung: Niemals die PIN auf dem Generator mehrfach falsch eingeben; bei Verlust des Generators sofort die Bank informieren.

Generator oder Karte gesperrt: Schritt-für-Schritt zur Lösung

Der Smart TAN plus Generator ist ein kleines Lesegerät mit Tastatur, Display und integriertem Lichtleser (beim optischen Verfahren).

Eine Sperrung des Smart-TAN-plus-Verfahrens kann verschiedene Ursachen haben. Am häufigsten passiert es durch zu viele Falscheingaben der PIN am Generator selbst – nach einer bestimmten Anzahl von Fehlversuchen sperrt sich das System automatisch, um Missbrauch zu verhindern. Weitere mögliche Ursachen sind eine veraltete oder defekte Girocard, eine vom Kreditinstitut ausgelöste Sicherheitssperre bei auffälligem Kontoverhalten oder ein technisches Problem mit dem Gerät.

Im ersten Schritt solltest du unterscheiden, ob die Karte oder der Generator gesperrt ist. Ist deine Girocard gesperrt, musst du den zentralen Sperr-Notruf kontaktieren. In Deutschland ist dieser Notruf rund um die Uhr erreichbar und zuständig für alle gängigen Bankkarten – die genaue Nummer findest du auf der Webseite deiner Bank sowie auf dem Informationsmaterial zu deiner Karte. Speichere diese Nummer vorsorglich in deinem Handy, damit du im Ernstfall schnell reagieren kannst.

Ist nicht die Karte, sondern der Generator selbst das Problem – etwa nach zu vielen Falscheingaben am Gerät – wende dich direkt an die Kundenhotline deiner Bank. In vielen Fällen lässt sich die Sperre telefonisch nach einer Identitätsprüfung aufheben oder es wird dir ein Ersatzgerät zugesandt. Bis das Problem gelöst ist, bieten viele Banken die Möglichkeit, vorübergehend auf ein alternatives TAN-Verfahren umzustellen – etwa SMS-TAN oder eine TAN-App. Frage deinen Kundenberater oder die Hotline explizit danach, wenn du weiterhin dringende Überweisungen tätigen musst.

AUF EINEN BLICK

  • Das Gerät läuft in der Regel mit Standard-Batterien oder einem nicht wechselbaren Akku – bei schwächelnder Anzeige oder Fehlermeldungen die Batterien wechseln bzw. das Gerät bei der Bank tauschen lassen.
  • Häufige Fehler: 'Karte nicht erkannt' → Chip reinigen; 'PIN falsch' → nach mehrmaligem Fehlversuch ist die Karte gesperrt; 'Kein Flickercode erkannt' → Helligkeit des Bildschirms erhöhen und Umgebungslicht reduzieren.
  • Verloren oder defekt: Ersatzgeräte gibt es in der Filiale oder per Post – in der Zwischenzeit alternative TAN-Verfahren aktivieren.
  • Der Generator speichert keine sensiblen Daten – ein verlorenes Gerät ist allein kein Sicherheitsrisiko, solange die Bankkarte separat aufbewahrt wird.

Das Lesegerät: Technik, Akku und häufige Probleme

Im Vergleich zu SMS-TAN (mTAN) bietet Smart TAN plus höhere Sicherheit, da kein Mobilfunknetz kompromittiert werden kann.

Der Smart-TAN-plus-Generator ist ein kompaktes Gerät – etwa so groß wie ein Taschenrechner – mit einem kleinen Display, einer Zifferntastatur und einem Kartenleseschacht. Modelle für das optische Verfahren haben zusätzlich einen Lichtsensor an der Vorderseite. Die Geräte sind robust und für den alltäglichen Einsatz ausgelegt; ein Internetzugang oder eine SIM-Karte sind nicht erforderlich. Die gesamte Rechenleistung für die TAN-Erzeugung steckt im Gerät selbst.

Die Energieversorgung erfolgt je nach Modell über auswechselbare Standardbatterien oder einen fest verbauten Akku. Zeigt das Display ungewöhnlich schwach oder taucht ein Batterie-Symbol auf, solltest du die Batterien wechseln – das ist bei den meisten Geräten unkompliziert möglich. Bei Modellen mit nicht wechselbarem Akku wende dich an deine Bank, die dir ein neues Gerät aushändigt. Viele Banken tauschen ein verbrauchtes Gerät kostenlos oder gegen eine geringe Schutzgebühr aus.

Häufige Fehlermeldungen und ihre Lösungen: Die Meldung „Karte nicht erkannt" deutet meist auf einen verschmutzten Chip hin – reinige ihn vorsichtig mit einem trockenen Tuch. „PIN falsch" erscheint nach einer Fehleingabe; nach mehrmaligem Auftreten wird die Karte gesperrt. „Kein Flickercode erkannt" beim optischen Verfahren lässt sich in den meisten Fällen durch maximale Bildschirmhelligkeit und reduziertes Umgebungslicht beheben. Ist das Gerät verloren gegangen oder irreparabel defekt, melde dich bei deiner Bankfiliale oder nutze den Bestellprozess über das Online-Banking, um ein Ersatzgerät anzufordern – überbrückend kannst du in der Regel ein anderes verfügbares TAN-Verfahren aktivieren lassen.

AUF EINEN BLICK

  • App-basierte Verfahren wie pushTAN oder photoTAN sind komfortabler und mindestens gleichwertig sicher, setzen aber ein Smartphone und stabile Internetverbindung voraus.
  • Smart TAN plus funktioniert auch ohne Smartphone und Mobilfunknetz – ideal für ältere Nutzer:innen oder Regionen mit schlechter Netzabdeckung.
  • Für alle, die viel unterwegs sind: pushTAN-Apps sind oft praktischer; Smart TAN plus empfiehlt sich als Backup-Methode.
  • Regulatorischer Hintergrund: Alle genannten Verfahren erfüllen die Anforderungen der EU-Zahlungsdiensterichtlinie PSD2 zur Starken Kundenauthentifizierung (SCA).

Sicherheitsvergleich: Wo steht Smart TAN plus heute?

Niemals TANs per Telefon, E-Mail oder Chat weitergeben – Banken fragen diese niemals unaufgefordert ab.

Im Vergleich der verschiedenen TAN-Verfahren schneidet Smart TAN plus nach wie vor gut ab. Gegenüber dem inzwischen abgekündigten iTAN-Listenverfahren ist es ein deutlicher Fortschritt. Gegenüber SMS-TAN (auch mTAN genannt) bietet es einen strukturellen Vorteil: Das Mobilfunknetz als möglicher Angriffspunkt entfällt vollständig. SIM-Swapping-Angriffe, bei denen Kriminelle eine Mobilfunknummer auf eine eigene SIM-Karte umleiten, können Smart TAN plus nicht gefährden. Das ist ein handfester Sicherheitsgewinn, insbesondere für Menschen, die ihr Online-Banking intensiv nutzen.

App-basierte Verfahren wie pushTAN, SecureGo plus oder photoTAN gelten als mindestens gleichwertig sicher, wenn sie korrekt eingerichtet sind. Sie haben den Komfortvorteil, dass kein physisches Lesegerät mitgeführt werden muss – das Smartphone übernimmt diese Funktion. Allerdings setzen sie ein funktionsfähiges Smartphone, eine stabile Internetverbindung und eine korrekt konfigurierte App voraus. Fällt das Smartphone aus, ist der Zugang zum Online-Banking unterbrochen, es sei denn, es gibt eine Backup-Lösung. Smart TAN plus funktioniert dagegen auch offline und ohne Akkuladung am Handy.

Für Verbraucher ergibt sich daraus eine pragmatische Empfehlung: Wer viel unterwegs ist, häufig reist oder beruflich wechselnde Aufenthaltsorte hat, profitiert vom Komfort einer TAN-App – vorausgesetzt, das Smartphone ist sicher und gesperrt, wenn es nicht genutzt wird. Smart TAN plus empfiehlt sich als zuverlässige Backup-Methode, die unabhängig von Mobilfunk und Smartphone funktioniert. Manche Banken erlauben es, beide Methoden parallel zu aktivieren – das ist die flexibelste Lösung.

Ein Sonderfall ist der Aufenthalt im Ausland: Im Ausland ist Smart TAN plus grundsätzlich nutzbar, solange du dein Lesegerät und deine Girocard dabei hast. Das Online-Banking läuft über den Browser, der Generator funktioniert ortsunabhängig. Einzige Voraussetzung ist eine Internetverbindung für das Banking-Portal selbst – die TAN-Erzeugung im Gerät braucht kein Internet. Im Vergleich zu SMS-TAN, die auf funktionierendem Mobilfunkempfang im Ausland angewiesen ist, ist das ein klarer Vorteil.

AUF EINEN BLICK

  • Phishing erkennen: Offizielle Bankseiten prüfen (HTTPS, korrekter Domain-Name) bevor Zugangsdaten eingegeben werden.
  • Transaktionsdaten auf dem Generator-Display immer mit dem Browser vergleichen – bei Abweichungen sofort Vorgang abbrechen und Bank informieren.
  • In öffentlichen WLAN-Netzen: Öffentliche Netze meiden oder VPN nutzen; Online-Banking nur über gesicherte Verbindungen.
  • Regelmäßige Kontoabfrage empfohlen: Unbekannte Buchungen sofort der Bank melden, da Fristen für Rückbuchungen gelten.

Online-Banking sicher nutzen: Was du beachten solltest

Technische Sicherheitsmechanismen wie Smart TAN plus sind nur so stark wie das Verhalten der Nutzenden. Der häufigste Angriffspunkt ist nicht die Technologie selbst, sondern das Vertrauen der Menschen. Phishing-Mails, gefälschte Banking-Webseiten und manipulative Telefonanrufe zielen darauf ab, Zugangsdaten oder TANs direkt von dir zu erfragen. Die wichtigste Regel lautet: Deine Bank wird dich niemals unaufgefordert nach einer TAN fragen – weder per E-Mail, noch telefonisch, noch per Chat. Gibst du eine TAN weiter, verlierst du jeden Schutz, den das Verfahren bietet.

Phishing-Webseiten werden immer überzeugender gestaltet. Bevor du deine Zugangsdaten eingibst, prüfe immer die Adressleiste des Browsers: Ist die Verbindung per HTTPS gesichert? Stimmt der Domain-Name exakt mit dem offiziellen Bankportal überein – nicht etwa „volksbank-sicher-login.de" statt „volksbank.de"? Besonders wichtig ist außerdem der Vergleich der Transaktionsdaten: Was im Browser steht, muss exakt mit dem übereinstimmen, was der TAN-Generator anzeigt. Eine Abweichung – auch nur bei einem einzigen Euro oder einer einzigen Stelle der IBAN – ist ein klares Alarmsignal.

Wer viel unterwegs ist oder regelmäßig öffentliche WLANs nutzt – etwa im Café, im Hotel oder am Bahnhof – sollte sich bewusst sein: Öffentliche Netzwerke sind grundsätzlich weniger vertrauenswürdig als heimische Router. Sensible Vorgänge wie Online-Banking sollten nur über bekannte, gesicherte Netzwerke oder mit einem vertrauenswürdigen VPN-Dienst durchgeführt werden. Der TAN-Generator selbst ist dabei zwar nicht kompromittierbar, aber Zugangsdaten können über unsichere Verbindungen abgefangen werden. Mit ein paar Minuten Vorsicht schützt du dein Konto wirkungsvoller als mit jedem technischen Hilfsmittel allein.

Smart TAN plus: Bewährt sicher – und sinnvoll als Backup

Das Wichtigste in Kürze: Smart TAN plus ist ein technisch ausgereiftes, offline-fähiges TAN-Verfahren, das keine Abhängigkeit von Smartphone oder Mobilfunknetz hat. Es schützt durch transaktionsspezifische Einmal-TANs zuverlässig vor den gängigsten Angriffsmethoden. Für Verbraucher:innen empfiehlt es sich besonders als sichere Backup-Methode – ergänzend zu einer TAN-App. Der entscheidende Schutzfaktor bleibt aber das eigene Verhalten: Transaktionsdaten immer auf dem Generator-Display prüfen, TANs niemals weitergeben und Phishing-Versuche konsequent melden.

Willst du wissen, wie gut du insgesamt für deine Finanzen aufgestellt bist? Mach jetzt den kostenlosen StudySmarter Finanz-Score-Check und erhalte eine persönliche Einschätzung deiner finanziellen Situation – in wenigen Minuten, ohne Anmeldung.

🧮 Rechne deinen Fall durch

Ermittle deine konkreten Zahlen mit dem passenden Rechner.

Kostenlos starten →

Der 5-Minuten-Finanzkurs

Eine Mail pro Woche: Versicherung, BAföG, erstes Investieren, ohne Fachchinesisch, ohne Verkaufsdruck.

Mit dem Anmelden stimmst du der Datenschutzerklärung zu. Jederzeit abbestellbar.

Häufige Fragen

Nein, der Smart TAN plus Generator Ihrer Volksbank ist in der Regel an Ihre Bank gebunden und kann nicht bei anderen Banken verwendet werden. Die Geräte sind speziell für das jeweilige Bankinstitut konfiguriert und unterstützen nur dessen TAN-Verfahren.

Wenn Ihr Smart TAN plus Generator kaputt oder verloren ist, sollten Sie sich umgehend an Ihre Volksbank wenden. Die Bank kann das Gerät sperren und Ihnen ein Ersatzgerät ausstellen oder ein alternatives TAN-Verfahren freischalten.

Die Meldung 'Karte nicht erkannt' erscheint meist, wenn die Bankkarte nicht richtig in den Kartenleser des Generators eingelegt ist oder der Chip verschmutzt oder beschädigt ist. Reinigen Sie den Chip vorsichtig und achten Sie auf die korrekte Ausrichtung der Karte; falls das Problem bleibt, wenden Sie sich an Ihre Bank.

Smart TAN plus gilt weiterhin als sicheres Verfahren, da es eine Zwei-Faktor-Authentifizierung mit einer physischen Karte und einem separaten Gerät bietet. Es ist zeitgemäß, solange die Bank die Sicherheitsstandards aktuell hält und Sie die Geräte sorgfältig aufbewahren.

Beim manuellen Smart TAN plus geben Sie die Transaktionsdaten selbst in den Generator ein, während beim optischen Verfahren die Daten per Display oder QR-Code übertragen werden. Das optische Verfahren ist komfortabler und reduziert Tippfehler, erfordert aber einen Generator mit Kamera oder Display.

Wenn Ihr Smart TAN plus gesperrt ist, können Sie ihn in der Regel nicht selbst entsperren, sondern müssen die Sperre durch Ihre Bank aufheben lassen. Rufen Sie den Kundenservice Ihrer Volksbank an oder besuchen Sie eine Filiale mit Ihrem Ausweis und Ihrer Bankkarte.

Für den Smart TAN plus Generator können Kosten anfallen, die je nach Bank und Vertragsmodell variieren. Viele Banken stellen das Gerät gegen eine einmalige Gebühr oder eine monatliche Servicepauschale bereit; fragen Sie direkt bei Ihrer Volksbank nach den aktuellen Konditionen.

Ja, Smart TAN plus funktioniert auch im Ausland, solange Sie eine Internetverbindung und Ihre Bankkarte dabei haben. Beachten Sie jedoch mögliche Roaming-Gebühren für die Datenübertragung und klären Sie vorab, ob Ihre Bank besondere Einstellungen für den Auslandseinsatz benötigt.

Quellen & Stand 09.07.2026

MS

StudySmarter-Redaktion

Finanz-Redaktion · StudySmarter
Marie macht Finanzthemen für Studierende verständlich – von der ersten Versicherung bis zum ersten Sparplan.

Redaktionell geprüft. Alle Zahlen mit Quellenangabe, Stand 09.07.2026. Dieser Artikel ist Finanzbildung – keine Rechts- oder Steuerberatung.

Mehr aus Versicherungen

Ähnliche Ratgeber