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FinanzbildungAktuelle9 Min.

Aktuelle Sicherheitshinweise Reisewarnungen, Versicherung & Notfallplan

Aktuelle Sicherheitshinweise im Ausland: Reisewarnungen, Versicherungsschutz, Notfallnummern & was du vor dem Auslandssemester checken musst.

SicherheitshinweiseRechnerWas sind offizielle
Das Wichtigste in 30 Sekunden
  • Das Auswärtige Amt veröffentlicht für jedes Land Reise- und Sicherheitshinweise, unterteilt in Sicherheitshinweise, Teilreisewarnungen und vollständige Reisewarnungen.
  • Sicherheitshinweise informieren über Kriminalität, politische Lage, Naturkatastrophen und Gesundheitsrisiken – ohne generell von Reisen abzuraten.
  • Teilreisewarnungen und Reisewarnungen bezeichnen konkrete, erhöhte Gefahrenstufen und haben direkte Konsequenzen für Versicherungsschutz und Stornierungsrecht.
  • Weitere offizielle Quellen: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), WHO für Gesundheitsrisiken, lokale Botschaften und Konsulate.

Sicherheitshinweise, Reisewarnungen & Versicherung: Das Wichtigste für deinen Auslandsaufenthalt

Das Auswärtige Amt veröffentlicht für jedes Land Reise- und Sicherheitshinweise, unterteilt in Sicherheitshinweise, Teilreisewarnungen und vollständige Reisewarnungen.

Wer als Verbraucher:in ins Ausland reist – ob für einen längeren Urlaub, eine berufliche Auszeit oder einen Sprachkurs – sollte vor der Abreise unbedingt aktuelle Sicherheitshinweise einholen. Denn Reisewarnungen haben direkte Konsequenzen für deinen Versicherungsschutz, dein Stornierungsrecht und deine persönliche Sicherheit.

Wichtigste Anlaufstelle: Das Auswärtige Amt veröffentlicht für jedes Land aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise auf auswaertiges.de. Sie sind unterteilt in allgemeine Sicherheitshinweise, Teilreisewarnungen und vollständige Reisewarnungen – und sollten vor jeder Reise geprüft werden. Bei einer aktiven Reisewarnung kann dein Versicherungsschutz erheblich eingeschränkt sein.

AUF EINEN BLICK

  • Sicherheitshinweise informieren über Kriminalität, politische Lage, Naturkatastrophen und Gesundheitsrisiken – ohne generell von Reisen abzuraten.
  • Teilreisewarnungen und Reisewarnungen bezeichnen konkrete, erhöhte Gefahrenstufen und haben direkte Konsequenzen für Versicherungsschutz und Stornierungsrecht.
  • Weitere offizielle Quellen: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), WHO für Gesundheitsrisiken, lokale Botschaften und Konsulate.

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Was sind offizielle Sicherheitshinweise und wer gibt sie heraus?

Primärquelle: auswaertiges.de/de/ReiseUndSicherheit – hier täglich neue Länderinformationen mit Ampel-Einordnung.

Das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland ist die erste Adresse, wenn es um verlässliche Informationen zur Sicherheitslage in anderen Ländern geht. Es veröffentlicht für nahezu jedes Land der Welt Reise- und Sicherheitshinweise, die in drei Kategorien unterteilt sind: allgemeine Sicherheitshinweise, Teilreisewarnungen für bestimmte Regionen innerhalb eines Landes sowie vollständige Reisewarnungen für das gesamte Staatsgebiet. Diese Einstufungen werden laufend aktualisiert und spiegeln die jeweils aktuelle politische Lage, die Sicherheitssituation vor Ort sowie mögliche Naturkatastrophen- und Gesundheitsrisiken wider.

Allgemeine Sicherheitshinweise bedeuten nicht, dass du von einer Reise abraten solltest – sie informieren sachlich über mögliche Risiken wie Taschendiebstahl, politische Demonstrationen, besondere Gesundheitsgefahren oder schwierige Verkehrsinfrastruktur. Sie sind eine Orientierungshilfe, kein Verbot. Anders verhält es sich bei Teilreisewarnungen und vollständigen Reisewarnungen: Diese bezeichnen konkrete, erhöhte Gefahrenstufen und haben weitreichende Konsequenzen – unter anderem für deinen Versicherungsschutz und dein vertragliches Rücktrittsrecht gegenüber Reiseveranstaltern und Airlines.

Neben dem Auswärtigen Amt gibt es weitere offizielle Quellen, die du kennen solltest. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) informiert über Naturkatastrophen und Krisenszenarien, die auch Auslandsaufenthalte betreffen können. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlicht Gesundheitsreisehinweise und Informationen zu Ausbrüchen von Infektionskrankheiten. Darüber hinaus sind lokale Botschaften und Konsulate des jeweiligen Ziellandes sowie der deutschen Auslandsvertretungen wertvolle Anlaufstellen für länderspezifische Detailinformationen.

Für Reisende sind außerdem spezialisierte Reiseveranstalter, Versicherungsvermittler oder beruflich Reisende oft gut vernetzt – sie beobachten die Sicherheitslage in ihren Zielgebieten und können frühzeitig warnen oder bei der Routenplanung reagieren. Diese internen Hinweise ergänzen die offiziellen Quellen, ersetzen sie jedoch nicht.

AUF EINEN BLICK

  • Reisewarnung-Suche nach Ländernamen oder Region; Seite bietet auch Push-Benachrichtigungen bei Lageänderungen.
  • Die Elvia/ADAC-App oder die 'Sicher Reisen'-App des Auswärtigen Amts ermöglichen mobile Echtzeit-Abrufe.
  • Vor einer Fernreise: Reiseveranstalter und Versicherer informieren häufig eigenständig über Lageänderungen – diese Infos ergänzen, ersetzen aber nicht die offiziellen Hinweise.
  • Tipp: Sichere dir einen Screenshot des Sicherheitsstatus deines Ziellandes zum Zeitpunkt der Buchung – relevant für spätere Versicherungsfälle.

Wo finde ich aktuelle Sicherheitshinweise für mein Zielland?

Besteht eine offizielle Reisewarnung des Auswärtigen Amts, haben Reisende in der Regel ein kostenloses Rücktrittsrecht – unabhängig von Stornobedingungen.

Die zentrale Anlaufstelle ist die Website des Auswärtigen Amts: auswaertiges.de/de/ReiseUndSicherheit. Dort findest du für jedes Land eine ausführliche Länderinformation mit einer farblichen Ampel-Einordnung, die schnell zeigt, ob eine Reisewarnung, eine Teilreisewarnung oder lediglich allgemeine Sicherheitshinweise vorliegen. Die Seite wird täglich aktualisiert und bietet auch die Möglichkeit, Push-Benachrichtigungen zu abonnieren, sodass du bei einer Lageänderung sofort informiert wirst – ein wichtiges Feature, gerade wenn du dich bereits im Ausland befindest.

Mobil kannst du auf die offizielle „Sicher Reisen"-App des Auswärtigen Amts zurückgreifen. Diese App ermöglicht es, Länderinfos offline abzurufen, Notfallnummern zu speichern und Lageänderungen in Echtzeit nachzuverfolgen. Auch die Apps von ADAC oder Elvia bieten ähnliche Funktionen und sind besonders praktisch, wenn du unterwegs bist und keinen stabilen Internetzugang hast.

Vor einer längeren Auslandsreise solltest du außerdem deinen Reiseveranstalter oder Versicherungsvermittler kontaktieren. Viele Anbieter haben eigene Protokolle für Krisenregionen und können dir bei der Risikoeinschätzung helfen. Auch spezialisierte Reisebüros oder Versicherer informieren ihre Kundinnen und Kunden häufig zusätzlich über die Sicherheitslage am Zielort. Dennoch gilt: Diese Informationen ergänzen die offiziellen Hinweise des Auswärtigen Amts – sie ersetzen sie nicht, und im Zweifelsfall hat die staatliche Einschätzung Vorrang.

AUF EINEN BLICK

  • Reine Sicherheitshinweise (ohne Warnung) begründen kein automatisches Rücktrittsrecht, können aber Reiserücktrittsversicherungen aktivieren – genaue Bedingungen variieren je nach Police.
  • Krankenversicherung im Ausland: Gesetzlich Versicherte (GKV) haben eingeschränkten Schutz außerhalb des EU/EWR-Raums; für Länder mit Reisewarnung kann Versicherungsschutz eingeschränkt sein.
  • Auslandskrankenversicherung und Assistance-Leistungen (Rücktransport) werden von vielen Anbietern bei aktiver Reisewarnung zum Buchungszeitpunkt ausgeschlossen.
  • Für längere Auslandsaufenthalte und Work-and-Travel gilt: Prüfe deine Kranken- und Haftpflichtversicherung explizit auf Gültigkeit bei Sicherheitshinweis-Stufen.

Sicherheitshinweise & Reisewarnungen: Was bedeutet das für deinen Versicherungsschutz?

Türkei (beliebtes Reiseziel): Teilreisewarnungen für bestimmte Grenzregionen aktiv – Kernstädte wie Istanbul oder Ankara meist uneingeschränkt, aber Lage laufend prüfen.

Besteht zum Zeitpunkt deiner geplanten Abreise eine offizielle Reisewarnung des Auswärtigen Amts für dein Zielland, hast du als Reisender in der Regel ein kostenloses Rücktrittsrecht – unabhängig von den Stornobedingungen des Reiseveranstalters oder der Airline. Dieses Recht ergibt sich aus dem Pauschalreiserecht, das „außergewöhnliche Umstände" am Zielort als Rücktrittsgrund anerkennt. Das gibt dir im schlimmsten Fall zumindest finanzielle Sicherheit.

Reine Sicherheitshinweise ohne Warnung begründen dagegen kein automatisches Rücktrittsrecht. Sie können jedoch unter Umständen dazu führen, dass eine Reiserücktrittsversicherung greift – aber nur dann, wenn die Police explizit entsprechende Klauseln enthält. Die genauen Bedingungen variieren je nach Anbieter und Tarif erheblich, weshalb du das Kleingedruckte unbedingt vor dem Abschluss lesen solltest.

Besonders wichtig: Als gesetzlich Krankenversicherter (GKV) genießt du innerhalb der EU und des EWR einen eingeschränkten Auslandsschutz über die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC). Außerhalb dieser Länder ist der GKV-Schutz in der Regel nicht vorhanden oder stark begrenzt. Der allgemeine GKV-Beitragssatz liegt bei 14,6 % zuzüglich Zusatzbeitrag – doch trotz dieser Beitragslast bist du im außereuropäischen Ausland ohne zusätzliche Auslandskrankenversicherung oft schlecht geschützt.

Noch gravierender: Viele Auslandskrankenversicherungen und Assistance-Policen, die Krankenrücktransporte abdecken, schließen Leistungen explizit aus, wenn du in ein Land reist, für das zum Buchungszeitpunkt bereits eine aktive Reisewarnung bestand. Das bedeutet: Im Ernstfall zahlst du die Kosten für Behandlung oder Rücktransport vollständig selbst – und diese können schnell mehrere zehntausend Euro betragen. Informiere dich daher unbedingt vor der Buchung über den genauen Deckungsumfang deiner Versicherung.

AUF EINEN BLICK

  • USA: Regionale Hinweise zu Extremwetter und innenpolitischen Spannungen – keine generelle Reisewarnung, aber spezifische Hinweise für Großveranstaltungen.
  • Südostasien (Thailand, Vietnam, Philippinen): Gesundheitshinweise zu Tropenkrankheiten und saisonal Naturkatastrophen-Warnungen; politische Lagen variabel.
  • Naher Osten (Israel, Libanon, Iran): Teils vollständige Reisewarnungen aktiv – Urlaubsreisen nur nach intensiver Rücksprache mit Reiseveranstalter oder Versicherer.
  • Wichtig: Diese Einschätzungen sind exemplarisch und veralten schnell. Immer tagesaktuell das Auswärtige Amt konsultieren – niemals auf Zusammenfassungen Dritter verlassen.

Beliebte Ziele für Auslandsaufenthalte: Aktuelle Sicherheitslage im Überblick

1. Reise- und Sicherheitshinweis für Zielland & Zielregion abrufen und abspeichern.

Die Türkei ist ein beliebtes Reiseziel mit attraktiven Metropolen wie Istanbul, Ankara oder Izmir. Für bestimmte Grenzregionen im Südosten des Landes bestehen jedoch aktive Teilreisewarnungen. Großstädte sind in der Regel nicht von diesen Warnungen betroffen, dennoch solltest du die Lage regelmäßig prüfen – insbesondere bei geplanten Reisen in Regionen abseits der Städte. Die politische Lage und die Sicherheitssituation können sich kurzfristig ändern.

Für die USA besteht derzeit keine generelle Reisewarnung, jedoch gibt es regional spezifische Sicherheitshinweise – etwa zu Extremwetterereignissen wie Hurrikanen und Tornados sowie zu innenpolitischen Spannungen, die sich besonders rund um Großveranstaltungen und Wahlen zuspitzen können. Wer sich länger in den USA aufhält, sollte sich außerdem mit den Gesundheitsversicherungsanforderungen vor Ort vertraut machen, da viele Einrichtungen eine eigene Krankenversicherung vorschreiben.

Südostasien – insbesondere Thailand, Vietnam und die Philippinen – erfreut sich großer Beliebtheit für längere Aufenthalte und berufliche Auszeiten. Hier sind vor allem Gesundheitshinweise zu Tropenkrankheiten wie Denguefieber oder Malaria sowie saisonal auftretende Unwetterwarnungen relevant. Die politischen Lagen variieren je nach Land und können sich schnell ändern. Reiseimpfungen und eine gute Auslandskrankenversicherung sind hier nahezu unverzichtbar.

Im Nahen Osten – für Länder wie Israel, den Libanon oder den Iran – bestehen teils vollständige Reisewarnungen. Aufenthalte in diesen Regionen sollten ausschließlich nach intensiver Rücksprache mit dem Auswärtigen Amt und weiteren offiziellen Stellen geplant werden. Viele Versicherungen verweigern in diesen Gebieten jeglichen Schutz. Hier ist äußerste Vorsicht geboten, und individuelle Sicherheitspläne sind unbedingt erforderlich.

AUF EINEN BLICK

  • 2. Krankenversicherungsschutz im Ausland klären – GKV-Auslandsschutz reicht oft nicht aus; Auslandskrankenversicherung abschließen.
  • 3. Berufsunfähigkeits- oder Unfallversicherung auf internationale Gültigkeit prüfen – gerade bei längeren Auslandsaufenthalten relevant.
  • 4. Beim Auswärtigen Amt in ELEFAND (Elektronische Erfassung von Deutschen im Ausland) registrieren – kostenlos und ermöglicht Krisenbenachrichtigung.
  • 5. Notfallkontakte hinterlegen: Botschaft/Konsulat vor Ort, Notruf des Auswärtigen Amts, Krankenversicherungs-Notfallnummer.

Das musst du vor deinem Auslandsaufenthalt erledigen

Krisentelefon Auswärtiges Amt (24/7): +49 30 5000 2000 – für Deutsche in akuter Not im Ausland.

Der erste und wichtigste Schritt ist das Abrufen und Abspeichern der aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise für dein Zielland und deine Zielregion. Speichere die Informationen offline – als Screenshot oder PDF – damit du auch ohne Internetverbindung Zugriff darauf hast. Halte außerdem die Notfallnummern der deutschen Botschaft oder des deutschen Konsulats in deiner Zielregion bereit.

Kläre frühzeitig deinen Krankenversicherungsschutz im Ausland. Wie bereits erläutert, reicht der GKV-Schutz außerhalb des EU/EWR-Raums in der Regel nicht aus. Eine separate Auslandskrankenversicherung, die auch medizinische Rücktransporte abdeckt, ist für Aufenthalte außerhalb Europas praktisch unverzichtbar. Prüfe dabei unbedingt, ob die Police bei Reisewarnungen Leistungsausschlüsse enthält.

Für alle, die im Ausland arbeiten, ein Praktikum absolvieren oder sportlich aktiv sind, ist außerdem die Prüfung der Berufsunfähigkeits- oder Unfallversicherung auf internationale Gültigkeit wichtig. Nicht alle Tarife gelten weltweit – manche schließen bestimmte Länder oder Tätigkeitsbereiche explizit aus. Klär das direkt mit deinem Versicherer, bevor du abreist, und lass dir die weltweite Gültigkeit schriftlich bestätigen.

Registriere dich außerdem kostenlos im elektronischen Erfassungssystem ELEFAND (Elektronische Erfassung von Deutschen im Ausland) des Auswärtigen Amts. Im Krisenfall kann die deutsche Botschaft dich so direkt kontaktieren und über Evakuierungsmaßnahmen oder Sicherheitshinweise informieren. Dieser Schritt kostet wenige Minuten und kann im Ernstfall entscheidend sein.

AUF EINEN BLICK

  • Europäischer Notruf aus dem EU-Ausland: 112 – kostenlos aus jedem EU-Land erreichbar.
  • Lokale Botschaften und Konsulate: Kontaktdaten immer vor Abreise notieren und offline speichern.
  • Notfallberatung: Über die Geschäftsstellen des Auswärtigen Amts oder den lokalen Service deines Versicherers erreichbar.
  • Gesundheitsnotfall im Ausland: Immer zuerst lokalen Notruf rufen, dann Krankenversicherungs-Assistance kontaktieren – diese koordiniert Rücktransport und Kostenübernahme.

Notfallnummern und Krisentelefone für Reisende im Ausland

Auslandskrankenversicherung: Pflicht außerhalb des GKV-Schutzbereichs; deckt Behandlung und Rücktransport ab.

Das Krisentelefon des Auswärtigen Amts ist rund um die Uhr erreichbar unter +49 30 5000 2000. Es ist speziell für Deutsche in akuter Not im Ausland eingerichtet und bietet erste Orientierung, vermittelt Kontakte zu lokalen Botschaften und kann bei der Koordination von Hilfsmaßnahmen unterstützen. Diese Nummer sollte auf jedem Handy gespeichert sein, bevor du das Flugzeug besteigst.

Innerhalb der Europäischen Union gilt der einheitliche Notruf 112, der kostenlos aus jedem EU-Land – auch ohne Guthaben – erreichbar ist und zu Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienst verbindet. Außerhalb der EU solltest du die lokalen Notrufnummern deines Ziellandes vorab notieren und sowohl digital als auch auf Papier bei dir tragen.

Die Kontaktdaten der deutschen Botschaft oder des deutschen Konsulats in deiner Zielregion solltest du offline verfügbar haben. Diese Auslandsvertretungen können bei Pass- und Dokumentenverlust, bei rechtlichen Schwierigkeiten, bei medizinischen Notfällen oder in politischen Krisensituationen erste Anlaufstelle sein. Notiere nicht nur die Hauptnummer, sondern auch den Notfalldienst außerhalb der Geschäftszeiten.

Wenn du über eine Organisation wie den DAAD oder ein ERASMUS-Programm ins Ausland gehst, informiere dich vorab über die Notfallkontakte des Programms. Viele Austauschprogramme haben eigene Krisenprotokolle und können koordinierte Unterstützung leisten. Auch deine Krankenversicherung und dein Reiseversicherer sind im Notfall wertvolle Ansprechpartner – gerade wenn es um bürokratische oder versicherungsrechtliche Fragen geht, die du aus dem Ausland heraus nicht alleine klären kannst.

AUF EINEN BLICK

  • Berufsunfähigkeitsversicherung (BU): Gerade für Reisende mit Auslandsaufenthalten oder beruflichen Tätigkeiten relevant – weltweiter Schutz prüfen.
  • Haftpflichtversicherung: Prüfen, ob private Auslandshaftpflicht im Tarif enthalten ist.
  • Reisegepäck- und Reiseabbruchversicherung: Optional, aber sinnvoll bei langen Aufenthalten mit wertvollem Equipment (Laptop, Kamera).
  • Wichtig: Kein Versicherungsabschluss nach Eintritt eines Ereignisses oder nach Ausgabe einer Reisewarnung wirkt rückwirkend.

Versicherungsschutz im Ausland: Was wirklich wichtig ist

Die wichtigste Versicherung für jeden Auslandsaufenthalt außerhalb des EU/EWR-Raums ist die Auslandskrankenversicherung. Sie übernimmt Arzt- und Krankenhauskosten, die im Ausland entstehen, und – besonders wichtig – die Kosten für einen medizinisch notwendigen Rücktransport nach Deutschland. Ein Krankenrücktransport per Ambulanzflugzeug kann je nach Zielland schnell sehr hohe Kosten verursachen, die ohne entsprechende Versicherung komplett selbst getragen werden müssen. Für Reisende gibt es günstige Jahrestarife, die auch mehrere Reisen abdecken.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ist gerade für Personen, die im Ausland arbeiten oder sportlich anspruchsvolle Aktivitäten unternehmen, besonders relevant. Viele BU-Policen gelten weltweit – aber nicht alle. Insbesondere bei Tätigkeiten, die als risikoreicher eingestuft werden, können Ausschlüsse greifen. Wer frühzeitig eine BU abschließt, profitiert langfristig von niedrigeren Beiträgen und einem umfassenderen Schutz. Prüfe unbedingt die internationale Gültigkeit und lass dir eventuelle Einschränkungen erklären.

Die private Haftpflichtversicherung wird oft vergessen, ist aber auch im Ausland wichtig. Viele deutsche Privathaftpflicht-Tarife decken Schäden, die du im Ausland verursachst, bereits mit ab – aber nicht alle. Prüfe, ob dein Tarif eine „Auslandshaftpflicht" einschließt und für welche Länder und Zeiträume dieser Schutz gilt. Gerade bei längeren Aufenthalten kann eine Lücke im Haftpflichtschutz teuer werden.

Reisegepäck- und Reiseabbruchversicherungen sind optional, aber bei langen Auslandsaufenthalten mit wertvollem Equipment sinnvoll. Wer mit Laptop, Kamera oder teuren Sportgeräten reist, sollte prüfen, ob diese über die Hausratversicherung auch im Ausland abgedeckt sind – oder ob ein separater Schutz nötig ist. Eine Reiseabbruchversicherung kann außerdem dann nützlich sein, wenn ein unerwartetes Ereignis – wie eine Erkrankung in der Familie – eine vorzeitige Rückkehr erforderlich macht.

Gut vorbereitet ins Ausland: Sicherheit beginnt vor der Abreise

Aktuelle Sicherheitshinweise sind kein Papierkram – sie sind die Grundlage für eine sichere und sorgenfreie Zeit im Ausland. Wer sich vor einer längeren Auslandsreise, einem Arbeitsaufenthalt oder dem Ruhestand im Ausland umfassend informiert, seinen Versicherungsschutz prüft und einen Notfallplan erstellt, ist für fast jede Situation gerüstet. Das Auswärtige Amt, ELEFAND, die richtige Auslandskrankenversicherung und gespeicherte Notfallnummern kosten wenig Zeit – können aber im Ernstfall entscheidend sein.

Jetzt handeln: Bevor du ins Ausland reist, solltest du deinen Versicherungsschutz konkret überprüfen – besonders Auslandskrankenversicherung, BU und Haftpflicht. Mit dem StudySmarter Versicherungs-Check findest du schnell heraus, ob du ausreichend abgesichert bist.
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Häufige Fragen

Ein Sicherheitshinweis des Auswärtigen Amts weist auf allgemeine Gefahren wie Kriminalität oder Naturkatastrophen hin, ohne von einer Reise abzuraten. Eine Reisewarnung ist die höchste Warnstufe und bedeutet, dass das Auswärtige Amt dringend von nicht notwendigen Reisen abrät, etwa bei Krieg, Bürgerkrieg oder einer schweren Pandemie.

Die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland übernimmt im Ausland nur in bestimmten Fällen Kosten, etwa innerhalb der EU mit der Europäischen Krankenversicherungskarte. Außerhalb der EU und in Ländern ohne Sozialversicherungsabkommen müssen Sie in der Regel selbst für Behandlungskosten aufkommen und benötigen eine private Auslandskrankenversicherung.

Wenn Sie trotz einer offiziellen Reisewarnung ins Ausland reisen, kann Ihr Versicherungsschutz eingeschränkt sein oder entfallen. Viele Reisekrankenversicherungen und Reiserücktrittsversicherungen schließen Schäden aus, die in direktem Zusammenhang mit der Warnung stehen, und auch die gesetzliche Unfallversicherung greift bei solchen Reisen oft nicht.

Sie können sich kostenlos in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts registrieren, entweder über die App „Sicher Reisen“ oder über das Online-Portal des Auswärtigen Amts. Dort hinterlegen Sie Ihre Reisedaten und Kontaktdaten, damit Sie im Krisenfall per E-Mail oder SMS benachrichtigt werden können.

Ob Ihre Berufsunfähigkeitsversicherung bei einem längeren Auslandsaufenthalt gilt, hängt von den Bedingungen Ihres Vertrags ab. Viele Versicherer bieten weltweiten Schutz, solange Sie sich vorübergehend im Ausland aufhalten, aber Sie sollten die genauen Klauseln prüfen und im Zweifel den Versicherer vorab kontaktieren.

Nach Ausgabe einer offiziellen Reisewarnung können Sie in der Regel keine neue Reiserücktrittsversicherung mehr für diese Reise abschließen, da das Risiko bereits eingetreten ist. Bestehende Verträge, die vor der Warnung abgeschlossen wurden, greifen meist nicht, wenn die Warnung als vorhersehbares Ereignis gilt.

Wenn Sie im Ausland in eine Krise geraten, wenden Sie sich sofort an die nächste deutsche Botschaft oder das Konsulat, die Ihnen konsularische Hilfe leisten können. Zudem sollten Sie die Notfallnummer des Auswärtigen Amts anrufen und sich über die lokalen Behörden sowie offizielle Sicherheitshinweise informieren.

Das Auswärtige Amt gibt aktuell Reisewarnungen für Länder heraus, in denen eine erhebliche Gefahr für Leib und Leben besteht, etwa für Kriegs- und Krisengebiete wie die Ukraine, Russland, den Sudan oder Teile des Nahen Ostens. Die genaue Liste ändert sich häufig, daher sollten Sie die aktuellen Hinweise auf der Website des Auswärtigen Amts abrufen.

Quellen & Stand 09.07.2026

MS

StudySmarter-Redaktion

Finanz-Redaktion · StudySmarter
Marie macht Finanzthemen für Studierende verständlich – von der ersten Versicherung bis zum ersten Sparplan.

Redaktionell geprüft. Alle Zahlen mit Quellenangabe, Stand 09.07.2026. Dieser Artikel ist Finanzbildung – keine Rechts- oder Steuerberatung.

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