UX/UI-Design zählt zu den Bereichen, in denen der Quereinstieg besonders gut funktioniert – vorausgesetzt, du bringst Neugier für digitale Produkte und Bereitschaft mit, dich strukturiert in neue Inhalte einzuarbeiten. Viele erfolgreiche Designer:innen kommen aus fachfremden Berufen wie Marketing, Grafik, Kundenservice oder sogar handwerklichen Berufen. Dieser Guide zeigt dir, warum der Quereinstieg funktioniert, welche Wege es gibt und wie dein bisheriger Werdegang zum Vorteil werden kann.
Primärquellen zu diesem Abschnitt: BA-Merkblatt 6 · BA: Bildungsgutschein · § 81 SGB III · Rechtsstand 07/2026.
⚡ Das Wichtigste in Kürze
- Anders als in stark reglementierten Berufsfeldern gibt es im UX/UI-Design keinen einzigen, verbindlichen Ausbildungsweg.
- Für den Quereinstieg kommen vor allem praxisorientierte Weiterbildungen bei spezialisierten, oft AZAV-zertifizierten Bildungsträgern infrage.
- Für den erfolgreichen Berufseinstieg nach dem Quereinstieg zählt vor allem ein überzeugendes Portfolio, das zeigt, wie du an Design-Aufgaben herangehst.
Warum der Quereinstieg gut funktioniert
Anders als in stark reglementierten Berufsfeldern gibt es im UX/UI-Design keinen einzigen, verbindlichen Ausbildungsweg. Das eröffnet Raum für Quereinsteiger:innen, die über praxisnahe Weiterbildungen die notwendigen Kenntnisse gezielt aufbauen. Bildungsträger richten ihre Programme entsprechend darauf aus, Teilnehmende ohne Vorkenntnisse von den Grundlagen bis zu einem eigenständigen Portfolio zu begleiten.
Ein weiterer Grund: Viele der im UX/UI-Bereich benötigten Kompetenzen sind nicht rein designspezifisch, sondern übertragbar. Wer aus dem Kundenservice kommt, bringt oft ein feines Gespür für Nutzerbedürfnisse mit. Wer im Marketing gearbeitet hat, kennt sich häufig bereits mit Zielgruppenanalyse aus. Und wer handwerklich oder technisch gearbeitet hat, verfügt oft über ein gutes räumliches und strukturelles Denken – alles Fähigkeiten, die sich im UX/UI-Kontext gut nutzen lassen.
Auch dein Alter oder die Länge deiner bisherigen Berufserfahrung spielen dabei keine entscheidende Rolle. Weiterbildungsangebote richten sich explizit an Erwachsene mit unterschiedlichsten beruflichen Hintergründen, nicht nur an Berufseinsteiger:innen direkt nach der Schule.
Ja, viele Fachkräfte im Bereich kommen aus fachfremden Berufen und haben sich die Kenntnisse über Weiterbildungen angeeignet.
Typische Wege beim Quereinstieg
Für den Quereinstieg kommen vor allem praxisorientierte Weiterbildungen bei spezialisierten, oft AZAV-zertifizierten Bildungsträgern infrage. Diese Formate sind in der Regel deutlich kompakter als ein klassisches Studium und fokussieren sich gezielt auf die im Berufsalltag benötigten Fähigkeiten: von den Grundlagen der Nutzerforschung über Wireframing bis zum fertigen UI-Design. Am Ende steht meist ein Abschlussprojekt, das direkt als Portfolio-Stück genutzt werden kann.
- Kompakte Weiterbildungen mit Fokus auf Praxisprojekte
- Kombination aus Selbstlernphasen und begleitetem Mentoring
- Abschlussprojekte, die direkt ins Portfolio übernommen werden können
- Teilweise Spezialisierung auf UX-Research oder UI-Gestaltung möglich
Wichtig ist, bei der Auswahl des Trägers auf Praxisnähe und echte Projektarbeit zu achten, statt nur auf reine Theorievermittlung. Je näher die Lerninhalte an echten Arbeitsabläufen liegen, desto leichter fällt später der Übergang in den Berufsalltag.
Primärquellen zu diesem Abschnitt: BA: Bildungsgutschein · § 81 SGB III · Rechtsstand 07/2026.
So gelingt der Übergang in den Job
Für den erfolgreichen Berufseinstieg nach dem Quereinstieg zählt vor allem ein überzeugendes Portfolio, das zeigt, wie du an Design-Aufgaben herangehst. Ergänzend hilft es, aktiv in der Community unterwegs zu sein – etwa über Design-Meetups, Online-Communities oder Praktika, die dir erste Kontakte in die Branche ermöglichen. Viele Bildungsträger unterstützen zudem beim Übergang in den Job, etwa durch Bewerbungscoachings oder Kontakte zu Partnerunternehmen.
Bring in Bewerbungsgesprächen aktiv ein, welche Fähigkeiten du aus deinem bisherigen Beruf mitbringst und wie sie sich mit deinen neu erworbenen UX/UI-Kenntnissen ergänzen. Genau diese Kombination aus Quereinstiegs-Perspektive und frischer Fachkompetenz wird von vielen Arbeitgebern als Stärke wahrgenommen, nicht als Schwäche.
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Stand 07/2026: Förderumfang und Höchstbeträge nach BA-Merkblatt 6; Voraussetzungen nach § 81 SGB III. Maßgeblich sind dein Bescheid und die individuelle Beratung.