Der Weg in Public Relations und Unternehmenskommunikation ist weniger festgelegt als in vielen anderen Berufen – und genau das macht ihn für unterschiedliche Vorbildungen zugänglich. Ob über Studium, Volontariat oder eine gezielte Weiterbildung: Am Ende zählt vor allem, ob du kommunikationsstark schreiben, strategisch denken und dich in unterschiedliche Zielgruppen hineinversetzen kannst. Dieser Guide zeigt dir die realistischen Wege in den Beruf und wie eine Weiterbildung dich dabei konkret voranbringt.
Primärquellen zu diesem Abschnitt: BA-Merkblatt 6 · BA: Bildungsgutschein · § 81 SGB III · Rechtsstand 07/2026.
⚡ Das Wichtigste in Kürze
- Der erste klassische Weg führt über ein Studium der Kommunikations-, Medien- oder Publizistikwissenschaften, oft ergänzt durch Praktika in Agenturen oder …
- Gute Weiterbildungsprogramme im Bereich PR und Unternehmenskommunikation bauen systematisch Wissen und Handwerkszeug auf.
- Am Anfang steht die Orientierung: Welche Fachrichtung innerhalb der Unternehmenskommunikation interessiert dich – klassische Pressearbeit, interne Kommunikation, …
Die drei klassischen Einstiegswege
Der erste klassische Weg führt über ein Studium der Kommunikations-, Medien- oder Publizistikwissenschaften, oft ergänzt durch Praktika in Agenturen oder Unternehmenskommunikation. Dieser Weg eignet sich vor allem, wenn du direkt nach der Schule oder in jungen Jahren einsteigst und Zeit für ein mehrjähriges Studium hast. Der zweite Weg ist das Volontariat: eine praxisorientierte, meist ein- bis zweijährige Einarbeitung direkt in einer PR-Agentur, einem Unternehmen oder einer Redaktion, häufig auch ohne einschlägiges Studium möglich, wenn die Grundfertigkeiten stimmen.
Der dritte Weg – und für viele Berufstätige oder Quereinsteiger:innen der praktikabelste – ist eine strukturierte Weiterbildung bei einem spezialisierten Bildungsträger. Diese Lehrgänge sind deutlich kürzer als ein Studium, lassen sich oft auch berufsbegleitend absolvieren und vermitteln gezielt die Kernkompetenzen, die im Berufsalltag gefragt sind: Textformate, Medienarbeit, Kampagnenplanung und digitale Kommunikation.
Welcher Weg zu dir passt, hängt von deiner Ausgangssituation ab. Wer bereits im Berufsleben steht und sich neu orientieren möchte, wählt in der Praxis meist die Weiterbildung – nicht zuletzt, weil sie sich unter bestimmten Voraussetzungen über die Agentur für Arbeit fördern lässt.
Nein, ein Studium ist hilfreich, aber nicht zwingend. Volontariate und Weiterbildungen sind etablierte alternative Einstiegswege.
Was eine Weiterbildung typischerweise vermittelt
Gute Weiterbildungsprogramme im Bereich PR und Unternehmenskommunikation bauen systematisch Wissen und Handwerkszeug auf. Dazu gehören journalistische Textformen wie Pressemitteilung, Statement und Fachartikel ebenso wie strategische Grundlagen: Zielgruppenanalyse, Botschaftsentwicklung, Kampagnenplanung und Erfolgsmessung. Ergänzt wird das meist durch praxisnahe Module zu Social Media, Krisenkommunikation und rechtlichen Grundlagen wie Medien- und Urheberrecht.
- Presse- und Medienarbeit: Pressemitteilungen, Interviews, Medienkontakte
- Strategische Kommunikationsplanung und Zielgruppenanalyse
- Social-Media- und Content-Kommunikation
- Krisen- und Change-Kommunikation
- Rechtliche Grundlagen und Kommunikationsethik
Viele Programme integrieren zudem eine praktische Projektarbeit oder ein Praktikum, damit du das Gelernte direkt in einem realistischen Kontext anwenden kannst – ein wichtiger Baustein für den späteren Berufseinstieg.
„Danach folgt die Auswahl eines passenden, idealerweise AZAV-zertifizierten Bildungsträgers, dessen Lehrplan zu deinem Ziel passt."
So läuft der Einstieg konkret ab
Am Anfang steht die Orientierung: Welche Fachrichtung innerhalb der Unternehmenskommunikation interessiert dich – klassische Pressearbeit, interne Kommunikation, digitale Kommunikation oder eine Mischung? Danach folgt die Auswahl eines passenden, idealerweise AZAV-zertifizierten Bildungsträgers, dessen Lehrplan zu deinem Ziel passt. Parallel klärst du, ob eine Förderung über die Agentur für Arbeit für dich infrage kommt.
Während der Weiterbildung selbst wechseln sich Theorie- und Praxisphasen ab, häufig ergänzt durch Gruppenprojekte, in denen du reale Kommunikationsaufgaben simulierst. Zum Abschluss steht oft eine Projektarbeit oder Prüfung, die deine erworbenen Kompetenzen dokumentiert und dir als Nachweis gegenüber künftigen Arbeitgebern dient.
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