Die gute Nachricht vorab: Für die meisten Microsoft-Zertifizierungen gibt es keine formal vorgeschriebenen Zulassungsvoraussetzungen wie einen bestimmten Schulabschluss oder eine spezielle Berufsausbildung. Trotzdem solltest du bestimmte Kenntnisse und Fähigkeiten mitbringen oder dir aneignen, damit die Vorbereitung realistisch gelingt. Dieser Guide zeigt dir, was du für die verschiedenen Zertifizierungslevel wirklich brauchst.
Primärquellen zu diesem Abschnitt: BA-Merkblatt 6 · BA: Bildungsgutschein · § 81 SGB III · Rechtsstand 07/2026.
⚡ Das Wichtigste in Kürze
- Microsoft selbst schreibt für die Zulassung zu seinen Zertifizierungsprüfungen keine formalen Bildungsabschlüsse vor.
- Für Fundamentals-Zertifizierungen reichen meist grundlegendes technisches Verständnis und die Bereitschaft, sich in neue Konzepte einzuarbeiten – Vorkenntnisse in …
- Neben dem fachlichen Wissen spielt deine Lernfähigkeit und Disziplin eine große Rolle, insbesondere wenn du dich im Selbststudium vorbereitest.
Formale Voraussetzungen: kaum Hürden
Microsoft selbst schreibt für die Zulassung zu seinen Zertifizierungsprüfungen keine formalen Bildungsabschlüsse vor. Du musst weder eine IT-Ausbildung noch ein Studium nachweisen, um dich für eine Prüfung anzumelden. Das unterscheidet Microsoft-Zertifizierungen deutlich von staatlich geregelten Ausbildungsberufen und macht sie besonders zugänglich für Quereinsteiger:innen und Berufserfahrene aus anderen Fachrichtungen.
Allerdings ist wichtig zu unterscheiden zwischen der formalen Zulassung zur Prüfung und dem tatsächlich notwendigen Wissen, um die Prüfung zu bestehen. Microsoft empfiehlt für höhere Zertifizierungslevel wie Associate oder Expert praktische Erfahrung mit den jeweiligen Technologien – diese wird zwar nicht kontrolliert, ist aber für den Prüfungserfolg in der Praxis entscheidend.
Nein, Microsoft schreibt keinen formalen Bildungsabschluss als Zulassungsvoraussetzung vor.
Fachliche Voraussetzungen je Level
Für Fundamentals-Zertifizierungen reichen meist grundlegendes technisches Verständnis und die Bereitschaft, sich in neue Konzepte einzuarbeiten – Vorkenntnisse in Cloud-Technologien, Programmierung oder IT-Sicherheit sind hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich. Diese Einstiegszertifizierungen sind bewusst so gestaltet, dass auch komplette Neulinge im jeweiligen Themenfeld den Einstieg schaffen.
Associate-Zertifizierungen setzen dagegen praktisches Verständnis der jeweiligen Plattform voraus, etwa Erfahrung mit der Administration von Cloud-Ressourcen in Azure oder der Konfiguration von Dynamics-365-Anwendungen. Wer hier ohne jede praktische Erfahrung startet, sollte vorher Zeit in Übungsumgebungen investieren oder einen Vorbereitungskurs mit praktischen Anteilen wählen. Expert-Zertifizierungen bauen in der Regel auf einer oder mehreren Associate-Zertifizierungen auf und setzen mehrjährige praktische Erfahrung im jeweiligen Fachgebiet voraus.
- Fundamentals: technisches Grundverständnis, keine Pflichtvorkenntnisse
- Associate: praktische Erfahrung mit der jeweiligen Plattform empfohlen
- Expert: aufbauend auf Associate-Zertifizierungen, mehrjährige Praxis üblich
- Englischkenntnisse hilfreich, da viele Lernmaterialien englischsprachig sind
Persönliche Voraussetzungen für den Erfolg
Neben dem fachlichen Wissen spielt deine Lernfähigkeit und Disziplin eine große Rolle, insbesondere wenn du dich im Selbststudium vorbereitest. Die Prüfungsinhalte ändern sich mit neuen Produktversionen und Funktionen regelmäßig, sodass eigenständiges, kontinuierliches Lernen zur beruflichen Realität im IT-Bereich dazugehört – auch nach der bestandenen Prüfung.
Wichtig ist außerdem eine realistische Selbsteinschätzung: Wer beispielsweise komplett neu in der IT ist, sollte nicht direkt mit einer Expert-Zertifizierung starten, sondern sich über Fundamentals und Associate schrittweise heranarbeiten. Diese gestufte Herangehensweise erhöht die Erfolgschancen deutlich und verhindert Frustration durch zu hohe Erwartungen an den ersten Schritt.
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Voraussetzungen für eine geförderte Vorbereitung
Willst du die Vorbereitung über einen Bildungsgutschein finanzieren lassen, prüft die Agentur für Arbeit, ob die Maßnahme arbeitsmarktlich sinnvoll ist und ob der Kurs bei einem AZAV-zertifizierten Träger stattfindet. Diese Prüfung ist eine Ermessensentscheidung nach § 81 SGB III und hängt unter anderem von deiner beruflichen Situation, deinen bisherigen Qualifikationen und den Perspektiven in deiner Region ab.
Primärquellen zu diesem Abschnitt: BA: Bildungsgutschein · § 81 SGB III · Rechtsstand 07/2026.
Stand 07/2026: Förderumfang und Höchstbeträge nach BA-Merkblatt 6; Voraussetzungen nach § 81 SGB III. Maßgeblich sind dein Bescheid und die individuelle Beratung.