Der Weg in den Garten- und Landschaftsbau ist vielfältiger, als viele denken: Neben der klassischen dualen Ausbildung gibt es auch die geförderte Umschulung für Erwachsene sowie Weiterbildungsformate für einzelne Spezialgebiete. Dieser Guide erklärt dir, welche Schritte auf dem Weg zur Landschaftsgärtnerin oder zum Landschaftsgärtner anstehen und wie du den für dich passenden Einstieg findest.
Primärquellen zu diesem Abschnitt: BA-Merkblatt 6 · BA: Bildungsgutschein · § 81 SGB III · Rechtsstand 07/2026.
⚡ Das Wichtigste in Kürze
- Die duale Ausbildung zum Landschaftsgärtner bzw.
- Wer bereits im Berufsleben steht und sich neu orientieren möchte, kann über eine geförderte Umschulung zum Landschaftsgärtner bzw.
- Bevor du dich für einen Weg entscheidest, lohnt sich ein Gespräch mit deiner Agentur für Arbeit, um zu klären, welche Förderung für dich infrage kommt und ob eine …
Der klassische Ausbildungsweg
Die duale Ausbildung zum Landschaftsgärtner bzw. zur Landschaftsgärtnerin dauert in der Regel drei Jahre und findet im Wechsel zwischen Betrieb und Berufsschule statt. Du lernst dabei alle wesentlichen Aufgabenbereiche des Berufsfelds: Erdbau, Pflasterarbeiten, Pflanzung, Vegetationstechnik, den Umgang mit Maschinen sowie die Grundlagen der Planung und Kalkulation von Bauprojekten. Am Ende steht die Abschlussprüfung vor der zuständigen Kammer, die dir einen bundesweit anerkannten Berufsabschluss verschafft.
Dieser Weg passt besonders gut, wenn du direkt nach der Schule oder in jungen Jahren in das Berufsfeld einsteigen möchtest und dir Zeit für die vollständige duale Ausbildung nehmen kannst. Für Erwachsene mit bereits laufendem Berufsleben ist dieser Weg oft finanziell und zeitlich weniger praktikabel – hier kommt die Umschulung ins Spiel.
Die duale Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre, eine geförderte Umschulung für Erwachsene dauert in der Regel rund zwei Drittel dieser Zeit.
Der Weg über die geförderte Umschulung
Wer bereits im Berufsleben steht und sich neu orientieren möchte, kann über eine geförderte Umschulung zum Landschaftsgärtner bzw. zur Landschaftsgärtnerin einsteigen. Diese richtet sich gezielt an Erwachsene und dauert in der Regel rund zwei Drittel der üblichen Ausbildungszeit. Die Umschulung findet bei einem AZAV-zertifizierten Bildungsträger statt und kombiniert theoretische Grundlagen mit praktischen Einsätzen, häufig in Kooperation mit Betrieben aus der Region.
Am Ende der Umschulung steht ebenfalls die Abschlussprüfung, die inhaltlich der regulären Prüfung entspricht. Dieser Weg ist besonders für Menschen interessant, die beruflich neu starten wollen, etwa nach Jobverlust, gesundheitlichen Einschränkungen im bisherigen Beruf oder dem Wunsch nach einer sinnstiftenden, körperlich aktiven Tätigkeit im Freien.
Primärquellen zu diesem Abschnitt: BA: Bildungsgutschein · § 81 SGB III · Rechtsstand 07/2026.
Erste Schritte zur Umsetzung
Bevor du dich für einen Weg entscheidest, lohnt sich ein Gespräch mit deiner Agentur für Arbeit, um zu klären, welche Förderung für dich infrage kommt und ob eine Umschulung in deinem Fall sinnvoll und förderfähig ist. Parallel kannst du dich bei regionalen Bildungsträgern über konkrete Kursinhalte, Starttermine und Praxisanteile informieren.
- Berufsberatung bei der Agentur für Arbeit aufsuchen
- AZAV-zertifizierte Bildungsträger in deiner Region recherchieren
- Praktikum oder Hospitation in einem Garten- und Landschaftsbaubetrieb vereinbaren
- Förderfähigkeit und Bildungsgutschein prüfen lassen
Ein kurzes Praktikum vor der endgültigen Entscheidung ist besonders sinnvoll, um die körperlichen Anforderungen und den Arbeitsalltag realistisch einschätzen zu können, bevor du dich langfristig auf eine Umschulung oder Ausbildung festlegst.
Primärquellen zu diesem Abschnitt: BA: Bildungsgutschein · § 81 SGB III · Rechtsstand 07/2026.
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